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Donnerstag, 27. März 2025

BlogPost No. 212: LBM 25

 Kurzer Besuch der Leipziger Buchmesse 2025. Im letzten Jahr war ich nicht in Leipzig und diesmal wegen anderer (fröhlicher) Verpflichtungen halt nur ein Tag. Übliche Bekannte getroffen: Frank G., Kerstin, G., Jürgen F., Barbara M., und noch ein paar. Zwei Höhepunkte: Eine Podcast-Aufnahme mit Hintergrundgeräuschen und die Veröffentlichung der Shortlist für den diesjährigen Goldenen Homer für die besten historischen Romane des letzten Jahres. Über dies und das wird zu berichten sein. Die unvollständige Ausbeute rechts im Bild.


Der Goldene Homer wird am 11. Oktober 2025 in Unna verliehen. Auf dem nächsten Bild findet sich die Shortlist. Aufmerksame Leser dieses Blogs erinnern sich. Zehn Bücher, darunter zwei bekannte Autoren und eine Autorin. Vielleicht schau ich mir dies und das der Liste bis zur Preisverleihung noch an.

Freitag, 28. Februar 2025

Kogler, Iris Antonia: Inside Underdog - Backstage-Notizen

Schöne Bücher haben inzwischen einen Stammplatz im Regal und auf dem Blog. Die Perlen der Literatur will ich dabei nur kurz erwähnen, denn hier geht es um die Schöne Bücher Bibliothek. Das besondere an dieser ist, dass sie eine gemeinsame Reihe von zehn Verlagen ist.

Drei davon sind regelmäßig auf Buchmessen anzutreffen, erwähnen möchte ich aber dabei Dresden (er)lesen, die jedes Jahr im September stattfindet.
Das Buch, um das es heute gehen soll, hält Barbara Miklaw schon 2023 in die Kamera, es kam aus dem Mirabilis-Verlag in die auffällige Reihe schmaler Bändchen.

Das es nun gerade eine kleine Buchmesse war, ist noch aus einem anderen Grund bezeichnend, denn Messen sind in INSIDE UNDERDOG ein nicht unmaßgebliches Thema. Backstags – Notizen, nennt Iris Antonia Kogler das Büchlein und liest man die kurze biografische Notiz, dann weiß man warum. Sie arbeitete selbst, eigentlich Dramaturgin im Kulturbereich, als Näherin, Stagehand,, Monteurin für Messe- und Bühnenbau, Ausstellungstechnikerin und Aktmodell. Wer wenn nicht sie wäre allein deswegen geeignet den Menschen eine Bühne zu gegen die

„Hinter der Bühne arbeiten, ohne die weder Konzerte noch Messen stattfinden könnten und die oft nicht gesehen werden. In ihren autofiktionalen Momentaufnahmen gibt ihnen Iris Antinia Kogler Stimme und Gesicht.“ (Verlag)

Montag, 9. September 2024

Dresden (er)lesen 2024

Natürlich folgt der Dresdner Bücherjunge hoch über der Elbe dem Erlebnis Dresden (er)lesen, schon seit Jahren ein Ereignis am Tag des offenen Denkmals. Freunde und Verlage treffen, Musik hören, in Büchern stöbern; als in das in großer Hitze im ausgehenden Sommer des Jahres 2024. Einige Bücher mussten auch mit und diesmal eine Schallplatte.


Frank Goldammer übergab mir den dritten Band von BRUCH ( Bruch 1 / Bruch 2 ); Zeit für ein weiteres internes Gespräch und dann die Präsentation der zweiten Auflage seines Romans Vergissmeinnicht, präsentiert von der Schöpferin unermüdlich für diese Veranstaltung kämpfenden Katharina Salomo. 

Ich lauschte Kästner-Passagen der Serkowitzer Volksoper, die hier schon einen Post hat und unterhielt mich mit deren musikalischem Leiter. Einer meiner Höhepunkte war die "Stimme" Julian Dawsons, der aus seinem Buch über den 1994 verstorbenen Pianisten Nicky Hopkins las und selbst einige der alten Songs zum Besten gab. Was passt das besser als eine Schallplatte?


Sonntag, 12. Mai 2024

Keerl. Inès: Die Löwin vom Tafelberg

Das ist doch mal eine Nachricht: Inés Keerl steht mit der iher Löwin vom Tafelberg auf der Shortlist für den HOMER - Literaturpreis für historische Romane für das Jahr 2024. Im letzten Jahr kam das Buch heraus. Daher war die Buchbesprechung schon vorher im Netz. Den Anlass nutzend, stelle ich die Rezension an die Spitze, da heißt, ich hole sie aus der vorjährigen Versenkung.


 Die Königin vom Tafelberg
Catharina Ustings kühner Weg in die Freiheit / 
Die Siedlerin vom Kap der Guten Hoffnung

Das sind ja gleich drei Titel, den dieses Buch aufweist, was eigentlich nach Fortsetzungen schreit, aber bleiben wir mal bei Tafelberg, der sich nun auch in meinen Gedanken mit Kapstadt und den Kap der Guten Hoffnung verbindet. Das es mich da einmal hintreibt, würde ich ja ob noch vieler anderer Reiseziele eher nicht annehmen, aber nun war ich mit Catharina Usting schon mal literarisch dort.

Dienstag, 24. Oktober 2023

Vinogradova, Laura: Wie ich lernte, den Fluss zu lieben

Es sind nicht viele Menschen, die wir in diesem Buch kennenlernen. Da ist Rute. Sie hat ihre Schwester vor zehn Jahren verloren. Keiner weiss, wo sie abgeblieben ist. Der Leser erfährt es, Rute erfährt es nicht. Dinas und Rutes Mutter sitzt im Gefängnis. Und ihr Mann Stefans stammt aus reichem Elternhaus. Im Gegensatz zu Rute und Dina.

Rute kennt ihren Vater nicht. Als dieser stirbt, fährt sie an diesen Fluss, da, wo das Haus steht. Einfach. Das Wasser holt sie vom Fluss. Nicht weit entfernt lebt Matilde mit Lūkaas. Matilde ist schwanger, bevor Niklāvs auf die Welt kommt, drückt sie Rute den kleinen Lūkaas in die Hand. Die beiden Jungs haben keinen Vater, dafür aber den bärenstarken Kristofs, den Bruder von Matilde. Der aber fährt zur See. Jetzt muss Rute lernen, wie man einem Knirps den Popo abwischt. Rute ist sechunddreißig und hat keine Kinder.

So ist Rute nicht so allein. Kristofs kannte den alten Jūle. Der hatte dem kleine Kristofs einst viel beigebracht. Im Haus gibt es Bücher...

Mittwoch, 27. September 2023

Frank, Ludwig: Auf den Bühnen der Welt

Im Untertitel lesen wir: DIE MACHT DES SCHICKSALS
Aha, Eine MAB - MusikerAutoBiografie. aus dem UltraViolett-Verlag. Dem ungefähr gleichaltrigem weißhaarigen Autor dieses Büchleins lauschte ich am 10. September im Schloss Albrechtsberg. Kenner dieses Blogs wissen, da findet seit sieben Jahren dieses Bücher-Event statt, welches den Namen Dresden (er)lesen trägt. Nun, Katja Völkel vom Verlag wies auf die dünne Broschüre und die Lesung, die folgte, hin...

Oops, Ludwig Frank ist überhaupt kein Musiker, obwohl der kleine Ludwig lange zum Klavier üben "angehalten" wurde und dann mehrere Jahre Unterricht für die Oboe erhielt. Berühmter Dirigent der Vater (wohl nicht nur in der DDR - in der sich die Jugend des Autoren abspielte), berühmt auch die Mutter als Opernsängerin, Wagner & mehr wurde dem Jungen in die Wiege gelegt. Gleichwohl, es war sehr amüsant zu lesen und zu hören, dass der musische Knabe als Musiker nicht die erste Wahl werden sollte und wollte. Ach ja, geboren ist er in Dresden...

Aber wenn der Mann eine MAB schreibt, dann muss er wohl was geleistet haben? Liest man Teil 1 des Büchleins amüsiert man sich über den Jungen, der versonnen die langen Wagneropern hören kann, tappt mit ihm zum ungeliebten Unterricht in "militärisch" anmutenden Musikgymnasien und geht dann mit ihm in die Lehre zum VEB Blechblas. Was er dort lernt ist was Großes, denn im ehemaligen Werk der Gebr. Mönnig lernt er den Instrumentenbau, voll überzeugt, auf diesem Gebiet der Beste werden zu wollen.

Donnerstag, 21. September 2023

Schildbach, Matthias: Burgen, Kriege Grenzgeschichten

„Autor, Selbstverleger, gelernter Buchhändler. Passionierter Spurensucher – Heimatverbunden, Familienmensch – Kleckern, statt meckern 👌“
 

So steht es im Insta-Profil des Matthias Schildbach, dem ich am 10. September 23 auf Schloss Albrechtsberg begegnete. Ja, richtig, auf der feinen Buchmesse Dresden (er)lesen. Auf dem Tisch ein Modell eines alten Bombers und ein Buch mit dem Titel DIE LETZTE MISSION. Natürlich kamen wir ins Gespräch, die Recherche zum Schicksal in und bei Sachsen abgestürzten amerikanischen Bomberpiloten im April 1945 macht mich neugierig. Der Autor erzählte mir, dass dazu im nächsten Jahr eine neues Buch herauskäme, wofür ich mich, mich als Literaturblogger erkennbar gebend, gleich mal bewarb.

Ich wollte es klein angehen, die Geschichten um die zuletzt in Sachsen mit dem Schwert enthauptete Kindsmörderin Rehn, begeisterte mich nicht so sehr. Obwohl, wenn ich jetzt daüber im Internet lese, dann ist auch das ein sehr interessanter Stoff. Aber dieses schmale Heft hier mit Heimatgeschichten aus dem Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge, reizte mich, ergänzt die schmale Broschüre doch hervorragend meine laufenden Dresdener Regalmeter.

Sonntag, 17. September 2023

Dresden (er)lesen 23: Wie wars?

 


Ein buchiger, er"lesener" Sonntag auf Schloss Albrechtsberg über der Elbe in Dresden. Der Gang zu dieser kleinen und feinen Buchmesse am Tag des offenen Denkmals ist inzwischen Tradition. 

Wem ich da alles begegnete, was ich mir ansah, wem ich zuhörte und welche Bücher ich "mitnahm", das könnt ihr natürlich lesen, allerdings verweise ich diesmal auf den Dresden - Blog:


👉  LITTERAE - ARTESQUE - DRESDA 🤙



© Der Bücherjunge


Donnerstag, 3. August 2023

BlogPost 197: Dresden (er)lesen - 2023

Bald ist es wieder soweit und wir dürfen das Schloss ALBRECHTSBERG nicht nur von außen bewundern. Außerdem ist nicht nur in Dresden TAG DES OFFENEN DENKMALS. Die feine und kleine aber um so schönere und individuellere Buchmesse auf den Höhen des Elbhanges bietet natürlich Bücher, Bücher, Bücher, aber auch vieles mehr.

Von dort habe ich schon so manches mitgebracht. Dies hier zum Beispiel und das. Im Jahr 2020 schrieb ich über das Ereignis, es war gerade ein Corona-Lockerungsmonat.

BlogPost 197
Dann fällt mir gerade ein, dass ich unbedingt mit Hans Bergel weiter arbeiten muss. Denn auch dessen Bücher fand ich ich vor Jahren erstmals im Schloss.

Einer der diesjährigen Höhepunkte wird sicherlich die "musikalische Lesung" von Toni Krahl sein, der sein Buch "Rocklegenden" vorstellen wird. Und das im Jahr des "letzten Konzerts" von City. 

Dann wird Sky Du Mont aus sechs (!) seiner Bücher lesen. Bin gespannt, wie lange er die Bühne besetzen darf.

Das weitere Programm ist noch nicht bekannt...

Montag, 3. Juli 2023

Lukaschewski, Manfred: Stolpersteine der Kriminalistik


Vor mir liegt Band 4 einer Reihe, die Kriminalistik in Theorie und Praxis heißt. Das weist auf eine klassische Fachbuchreihe hin, der Titel Stolpersteine... lässt dann eher stutzen. Der promovierte Autor, Dr. Manfred Lukaschewski, ist außerdem vom Fach, denn er war lange Jahre auch Leiter einer Mordkommission. 

Heutzutage geht es in Kriminalromanen und -filmen ja meist um Mord und Totschlag, weniger um so profane Dinge wie Diebstahl und Sachbeschädigung. Und wenn es mal um Einschleusungen oder sonstige organisierte Kriminalität geht, dann muss dabei unbedingt eine oder mehrere Leichen dabei sein. Sonst fehlt bestimmt der Kitzel.

Dienstag, 23. Mai 2023

Korte, Lea: Morgen werden wir glücklich sein

 

Morgen werden wir glücklich sein – ein sehnsuchtsvoller Wunsch, wenn das Ende der Besatzung von Paris im Jahr 1940 noch nicht absehbar ist. Es klingt ein wenig nach dem „Und nächstes Jahr in Jerusalem“ und wenn dieser Satz in diesem Roman von Lea Korte nicht fällt, so könnte er doch von der Jüdin Amiel stammen...

Drei junge Frauen nennen sich seit ihrer Kindheit „Die Unbesiegbaren“. Sie könnten sich auch die „Unzertrennlichen“ nennen, beides wird einer starken Prüfung unterzogen. Während Marie, eine Lehrerin und Amiel, eine Ärztin, sich immer mehr der französischen Widerstandsbewegung, der Resistance, anschließen, kann sich Geneviève nicht von ihrem Flügel im Chez Lulu trennen. Ihre Auftritte finden von nun an vor den Deutschen statt. Wird sie, die sich dann auch noch in einen verliebt, zu den Freundinnen halten können?

Dabei rettet Geneviéve Marie durch eine unglaubliche Erniedrigung vor weiteren Qualen, davon wird die Freundin allerdings nie erfahren. Doch mit Amiel soll es ihr nicht gelingen, als deren Deportation dann doch bevorsteht. Marie und Amiel bekommen beide Töchter, Zoe und Amiee. Auch deren Schicksal wird nicht einfach und es sind die Enkelinnen Malou (Marie) und Josephine (Geneviéve) die Jahrzehnte später über ihre Großmütter zusammenbringen müssen. 

Das ist die Rahmenhandlung, Malou und Josephine stecken in einem Fahrstuhl fest und kommen nun nicht umhin, einander zuzuhören. Beide erfahren selbst viel über sich und ihre Großmütter.

Sonntag, 30. April 2023

LBM 2023 - Tag 3

 


Tag drei der Leipziger Buchmesse war dann der Tag der Begegnungen. Im Gewühl kurz vor Öffnung der Hallen "begegnete" ich hunderten von Menschen. und sodann den drei Dresdner Büchernärrinnen um Tanja Hasirasi, kurzer shakehands mit Katja89, etwas längerer Austausch mit Anke zum Thema HOMER- Literaturpreis und nicht zuletzt Utz Anhalt, der erst letztens auf Litterae-Artesque dran war und die Facbook-Gemeinde fachlich versiert als Historiker unterhält. Mein Vereinsvorsitzender nebst Gattin lief mir über den Weg und einem anderen ehemaligen KaratekaDD mit Büchertick begegnete ich wieder einmal bei Hanser & Co...

Freitag, 28. April 2023

LBM 2023 - Tag 2

Um so 35 Programmpunkte hatte ich mir gemerkt und im Kalender eingetragen, nur ein Bruchteil ist draus geworden. Übrig blieben neben den beiden von Gestern die Lesung von Dr. Ulrike Quast, die ihren Dresden-Krimi vorstellte und vielleicht auch in Lukaschwskis Buch (sie gestern gucken sollte… Nichts desto trotz, den Roman würde ich mir noch besorgen müssen, schließlich werden Dresdner Krimiautoren langsam zu einer Spezialität.  So zeigte Frank Goldammer, auf den ich nicht mehr näher eingehen muss, in der #buchbar, dass KDD - Die Verbrechen der Anderen wie schon KDD - Im Schatten der Wende eine Menge Erinnerungen bringen können. Es sind die Erinnerungen eines Teenies, die mich schmunzeln liefern, der ich dies und das 1989 / 1990 etwas anders erlebte.

Mit Frank Elstern diskutierte ich den „Indianer-Begriff“ und Frank wies darauf hin, dass John Okute Sica und Zitkala-Ša den Begriff „Indian“ / „Indians“ in ihren Büchern selbstverständlich benutzten und der Übersetzer wird es ja wohl wissen. Gute Idee, noch einmal nachzulesen…

Donnerstag, 27. April 2023

LBM 2023 - Tag 1

 


Rechtzeitig geschafft zur Leipziger Buchmesse 2023. Gestern erst hatte ich entdeckt, dass Jörg H. Trauboth in Halle 2 aus seinem Büchlein Bonjour, Saint-Ex! liest. Schön, ihn wieder zu treffen, Es sind schon einige Bücher von ihm, die ich hier besprochen habe, aber „Saint-Ex“ ist für mich das schönste, weil ich zu diesem Thema auch eigene Erinnerungen habe. Man such unter Nachtflug.

Sodann sucht ich natürlich Kerstin Groeper vom Traumfängerverlag auf, unterschrieb die x-te Pedition zur Freilassung von Leonhard Peltier , verabredete mich für das Thema HOMER und marschierte zurück zum Hotel, denn ich wollte ja zur Krimilounge, die in der Innenstadt angekündigt war. Ausgerichtet vom Ruhrkrimiverlag. Nur schade, dass Uwe Wittenfeld alias Hugo Koslowsky nicht anwesend sein konnte.

So traf ich ich Andreas M. Sturm, der sich an eine Rezension erinnerte, die ich nicht gleich auf dem Schirm hatte, lauschte den Lesungen, fand es verblüffend, dass man zur Erklärung der schriftstellerischen Krimifehler einen Mordkommissionsexperten konferieren lies. Deswegen nahm ich das „Fachbuch“ von Dr. Manfred Lukaschewski mit, ausdrücklich für Leserinnen und Leser und Autorinnen und Autoren, weniger für (meine) Polizeischüler, wobei die damit auch mal Spaß haben könnten beim Lernen.

Soviel zum heutigen Tag, Ab in die Falle

© Bücherjungen auf der Buchmesse

Samstag, 10. Dezember 2022

Gorch Fock: Seefahrt ist not!

„Gorch Fock“ II. Wer kennt es nicht. Das Segelschulschiff der Bundesmarine, vor Jahren ins Gerede gekommen, erst wegen zweier Todesfälle von Kadettinnen, dann wegen zichfacher Kosten bei der Sanierung des Dreimasters. Besichtigen kann man auch die Gorch Fock I. Die liegt in Stralsund und ist ebenfalls stark renovierungsbedürftig. Auf ihr darf man, ordnungsgemäß gesichert, am Hauptmast bis zur ersten Rahe klettern. Nichts für Leute mit Höhenangst, und doch ist es nur ein kleines Teilstück.

Sechs Schiffe gab es von dieser Bauart, vier fahren noch auf den Weltmeeren, eines wurde versenkt.

Also, GORCH FOCK kennt jede und jeder. Doch „Gorch“ steht für Georg und „Fock“ war der Name einer Großmutter des Johann Wilhelm Kinau (*1880 Finkenwerder, 十 1916 – Skagerrak)

Sohn eines Fischers auf Finkenwerder, einer Elbinsel bei Hamburg, der wegen Seekrankheit Buchhalter und vor allem eines wurde: Schriftsteller.

Wie gesagt, nie gehört. Doch dann begegnen mir auf der BuchBerlin 2022 die Perlen der Literatur und unter diesen ein Roman mit dem Titel SEEFAHRT IST NOT! Um diesen geht es in dieser Rezension.


3 x Gorch Fock (linkes Bild © UR)

Montag, 28. November 2022

Schoß, Gunter: Theodor Fontane - Ein Lebensbild...

 ... in Anekdoten

Theodor Fontane: Was fällt einem dazu ein? Zuerst einmal wohl, oder oft, EFFI BRIEST. Gehasst und geliebt und in meiner Erinnerung im Fach Deutsch (Abitur), das langweiligste, das ich lesen musste. Dabei hab ich das gar nicht richtig gelesen und habe doch ein SEHR GUT erhalten, weil ich in einer gespielten Gerichtsverhandlung nach Effis Tod den Baron von Innstetten verteidigte. Die Deutschlehrerin mimte die verstorbene Effi und der Rest der Klasse teilte sich Staatsanwaltschaft und Gericht.

Das geschah im (Schul)Jahre 1983/84 und mitten im real existierenden Sozialismus; den bürgerlichen Misthund zu verteidigen gegen diese Horde losgelassener Möchtegernbeamter, machte schon Spaß. Wobei mir das Thema Sozialismus dabei gar nicht so sehr durch den Kopf ging.

Warum ich das erzähle? Das vorliegende Büchlein, welches ich auf der BuchBerlin 2022 erstand, wurde vom bekannten Schauspieler Gunter Schoß zusammengestellt und im Eulenspiegel-Verlag herausgegeben. Die einen kennen ihn als Grafen Sulkowski in SACHSENS GLANZ & PREUSSENS GLORIA, die anderen aus Filmen mit Stoffen von Wolfgang Schreyer oder aus DAS UNSICHTBARE VISIER, wieder andere als Moderator der Reihe GESCHICHTE MITTELDEUTSCHLANDS im MDR.

Schoß schreibt zum Geleit, dass „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ ihm zuerst erinnerlich ist, ich kannte den damals allerdings nicht, dann natürlich John Maynard:

„Die Schwalbe fliegt über den Erie-See,
Gischt schäumt vom Bug wie Flocken von Schnee,
von Detroit fliegt sie nach Buffalo,
die Herzen aber sind frei und froh,“

Und John Maynard ist der Steuermann und retten das Schiff an das Ufer...

Das haben wir in der Schule auswendig gelernt.


Und dann eben Effi Briest. „An meinen damaligen Leseeindruck habe ich kaum eine Erinnerung, wohl aber an die Fragen zu Konzeption der Figuren und klassentypischen Verhalten des Barons von Innstetten. Wie es so ist: Man meint den Esel und schlägt den Sack. Fontane blieb bei mir erst mal im Regal.“ (Seite 5)

 

Hätte von mir sein können, der Schauspieler allerdings näherte sich von Berufswegen schneller wieder an den „späten“ Dichter an. In Folge dessen sammelte Schoß die hier gedruckten Geschichten.


„Die am biografischen Faden aufgereiten Anekdoten speisen sich aus Lesefrüchten, zuallererst aus Fontanes Briefen, Tagebüchern und Lebenszeugnissen, sie greifen auf Erinnerungen seiner Zeitgenossen zurück und bedienen sich der Fakten, die seine fleißigen Biografen herausgefunden haben.“ (Seite 7)

 

Donnerstag, 3. November 2022

Spix, Ida: Die zerbrochenen Flöten - Jadefisch und Motecuzoma

Manche Bücher brauchen etwas länger. Dieses hier wurde mit bereits im letzten Jahr „übergeben“. Es war auf der BuchBerlin 2021. Kerstin Groeper betreute wie üblich den Stand des Traumfängerverlages, diesmal unterstützt von Angelika Danielewski, alias Ida Spix. Mal keine nordamerikanischen Indianer, dafür bewegen wir uns in südlichere Gefilde, wir reisen mit Ida Spix  nach Mexiko. Zunächst einmal in das reiche Tenochtitlan, dort wo Motecuzoma herrscht, während an der Küste ein gewisser Hernando Cortez anlandet. Wir sind also bei den Azteken angekommen, im Jahre 1519. Vor siebenundzwanzig Jahren landeten die Schiffe des Christobal Colon in der Karibik und nun steht Cortez mit „Hirschen“ und „Feuerschlangen“ im Reich des Herrschers der Azteken Motecuzoma II ( 1465 – 1520).

Soeben lernt der Fürstensohn Zwölf-Bewegung Jadefisch auf der Flöte das Blumenlied. Jadefisch soll der neue Ixiptla werden und damit zum neuen Abbild des Gottes Tezcatlipoca werden. Jedoch ist es die Bestimmung des Ixziptla, am Ende des Jahres selbst dem Gott geopfert zu werden. Der große Sprecher, Moctecuzoma ist zu Beginn noch nicht erfreut, denn das Flötenspiel des Sohnes von Nachtjaguar, einer von sechs Herrschern in Cholollan, der Stadt der Grünfederschlange, lässt noch zu wünschen übrig, die Töne sitzen noch nicht perfekt.


Doch Jadefisch wird es schaffen und hat nun ständig mit dem Großen Sprecher zu tun, Als Ixiptla des Tetzcatlipoca kommt er fast überall hin und lernt nun auch Maisblüte, die Tochter des Herrschers der Atzteken kennen, eifersüchtig überwacht von ihrer Mutter Quetzalmatte. Sie kommen sich näher...

Eines Tages steht der Gesandte des Callox von Castillan, den Königs von Kastilien, vor Motecuzoma, man begrüßt und beschenkt sich, das Volk schaut ehrfürchtig zu, der Herrscher seinem noch nicht zu erahnendem Untergang entgegen. 

Das Buch endet, als sich Motecuzoma und Jadefisch zu wehren beginnen: Krieg!

Samstag, 24. September 2022

Pfützner, Uta: Die Hölle misst 1000 Kilometer

Manchmal sind es die Geschichten hinter den Büchern, die einen aufhorchen lassen, so dass man unbedingt wissen will, wie die Geschichte ausgeht. Die Geschichte in diesem Fall hier ist eine Novelle und die hat einen realen Hintergrund. Doch war es zunächst das Cover, welches mich an einem Stand mit Fantasyliteratur der Dresden (er)erlesen am 11. September 2022, stutzen und halten ließ. Zwei gekreuzte Infanterie-Karabiner und ein Stahlhelm der Deutschen Wehrmacht.

Hinter dem Stand saß die Autorin, Uta Pfützner und erzählte vom Entstehen dieses schmalen Heftchens.

Ihr Großvater berichtete nie viel vom Krieg und viele Jahre hatte dies auch Gründe. Als er viel zu zeitig starb, fand sich im Haus unter den Dielen sein Kriegstagebuch. Der Vater der Autorin las ihr aus dem Tagebuch vor, denn wie so oft fällt es unserer Generation schwer, die Handschriften unserer Groß- und Urgroßeltern zu entziffern.

Uta Pfützner entschloss sich, die Erlebnisse ihres Großvaters in Form einer Novelle zu veröffentlichen. Der Titel ist bezeichnend und man ahnt, um was es geht. 


Die eintausend Kilometer lange Hölle des Majors Heinz Spoeck führt von Ostpreußen zurück in die Heimat. Jedoch ist es kein militärisch mehr oder weniger organisierter Rückzug im Bestand der deutschen Wehrmacht oder des Infanteriebataillons, in dem der Major diente.

Dienstag, 20. September 2022

Kurzer Besuch auf der BuchBerlin 2022 (BlogPost 179)

17. September 2022 - Berlin Treptow. BuchBerlin 2022. Ein kurzer Buchmessenbesuch, der vor allem der Kontaktpflege mit lieben schriftstellernden Personen galt. So traf ich Brita Rose-Billert, ihren Mann Holger und Uwe Wittenfeld mit seiner Frau Daniela. Immer ein freudiges Wiedersehen.





Uwe Wittenfeld, hat seinen kleinen Verlag, der ursprünglich nur die eigenen Bücher verlegte, um eine ganze Reihe von Autoren erweitert. Brita Rose-Billert hat ihre Geschichte um den Lakota Ryan neu geschrieben, darüber wird zu berichten sein.


Die BuchBerlin ist überschaubar. Auch im letzten Jahr wurden "Bücherstraßen" gebaut, die berlinische Namen tragen wie Alexanderplatz oder Ku´damm, aber auch, und das ist bezeichnend, Kings Landing und Winkelgasse. Letztere weisen auf das übermächtige Genre der Fantasyliteratur hin: Game of Thrones und Harry Potter. Wobei weder der Claasen-Verlag einen Stand hatte und Penguin-Randomhouse auch nicht. Aber Fantasy aller Couleur, auch Gay-Fantasy gabs in rauen Mengen. Überhaupt eine Menge Stände mit Regenbogen-Fähnchen. Nun, warum nicht. Viele Kinderbücher, was ich immer gut finde, eher weniger dafür waren Sachbücher und Politik und Geschichte zu finden. Das finde ich für eine Berliner Messe schon seltsam.

Sonntag, 12. Dezember 2021

Shakespeare, William / Kindermann, Barbara: Macbeth für junge Leser

Eine klassische Bibliothek für Kinder fand ich kürzlich auf der diesmal kleinen Buchmesse  im November 2021. Der Kindermann-Verlag hatte auch diverse Shakespeare-Nacherzählungen im Programm. Über Goethe für Kinder habe ich bereits berichtet, nun also Shakespeare. Es waren so einige Werke zu finden: Romeo und Julia, Viel Lärm um nichts, Der Kaufmann von Venedig, Ein Sommernachtstraum – mitgenommen habe ich Macbeth. 

Zu Macbeth ist noch einiges zu sagen, denn da gab es doch dieses Macbeth–Projekt. Macbeth ist ein Heerführer des Königs Duncan. Letzterer erfährt, dass der Fürst (Tain) von Cawdor zum Verääter wurde und übergibt die Herrschaft über dessen Ländereien an den Fürst von Glamis – Macbeth. Der, auf dem Heimweg von der Schlacht, erfährt davon von drei Hexen, die ihm außerdem weissagen, das er König werden würde.

"Wann kommen wir drei uns wieder entgegen / im Blitz und Donner, oder im Regen?

Wenn der Wirrwarr stille schweigt, / wer der Sieger ist, sich zeigt.

Heil dir Macbeth, dir, künftigen König. Heil!"


Vom Ehrgeiz zerfressen und vom ebenso großen Ehrgeiz seiner Lady Macbeth getrieben, ermordet er den König. Dessen Söhne gehen ins Exil, kehren aber nach Jahren wieder zurück mit einem riesigen Heer. Sein ehemaliger Kampfgefährte Macduff wird ihn besiegen. Geweissagt wurde dem Usurpator des Thrones, er könne nicht von einem Mann, der von einer Frau geboren wurden, getötet werden. Doch Macduff kam per Kaiserschnitt zur Welt...

Macbeth für Kinder, nacherzählt von Barbara Kindermann, der Verlagsgründerin. Die Erzählerin bleibt dabei ganz dicht an der Vorlage, für die William Shakespeare den Stoff in Holinsheds „Chronicles“ (1587) fand. Historische Ereignisse aus den 11. Jahrhundert in Schottland sollen dem Stoff zugrunde liegen.