
November wars und wieder einmal gibt es gute Vorsätze: Wie wäre es mit einem finanziellen Bücherkontingent pro Jahr? Also schlichtweg eine selbstauferlegte Begrenzung?
Nun, es war wieder
SCHRIFTGUT Wochenende und dieses war sehr ergibig. Natürlich ergab es sich, dass ich mich beim
Dresdner Buchverlag sehen ließ, schließlich hatte ich zwei Freikarten von
Katharina Salomo erhalten. Der Verlagsstand war sowieso mein Ziel, denn den zweiten Band dieses Fantasyromans mit realen historischen Beschreibungen Germaniens und seiner Bewohner kurz nach Beginn der Zeitrechung wollte ich mir nun unbedingt beschaffen.
RUNENZEIT II - Krieg um Germanien von
Mark Bredemeyer gab es natürlich dort. Übrigens, die
Rezension ist schon fertig.
Dann wollte ich die Reihe der historischen Biografien alter, oft fürstlicher Sachsen von
Hans-Joachim Böttcher erweitern.
Dirk Salomo empfahl mir ausdrücklich das Buch über
Johann Georg IV. von Sachsen und Magdalena Sibylla von Neitschütz - Eine tödliche Liason. Böttchers Bücher sind für geschichtsinteressierte Sachsen wirklich zu empfehlen. Ein bereits besprochenes Beispiel gibt es
hier.
Besonderes Erlebnis war, dass ich mich einige Zeit mit
Frank Goldammer unterhalten konnte, der mit seinem Roman
Der Angstmann in diesem Jahr schon einmal einen
Volltreffer landete. Der Weg führte natürlich weiter. An einem einzelnen Stand stand ein vermutlicher Autor mit passendem T-Shirt, hinter ihm die Werbung für den Roman
Mauerzwillinge - zu sehen das
Blaue Wunder. Wir kamen ins Gespräch und das Buch fand den Weg in meinen Büchersack. Gelesen ist es auch schon - ich erspare mir weiteres bis auf den Hinweis, dass nach der Rezension der Roman
Ruhrzaster in meinem Briefkasten landete,
Uwe Wittenfeld hat meine Rezension gefallen.

Eine Dresdner Buchmesse hat natürlich Dresden im Mittelpunkt. Ein Treffen mit
Mario Sempf und
Thomas Zahn war natürlich zwingend notwendig, erhofft und auch zwangsläufig. Allein mit
Mario, der als experimentierender Archäologe arbeitet, kann man sich stundenlang unterhalten, diesmal zum Beispiel um die Seilerei in vergangen Zeiten. Natürlich ging es im weiteren um das Buch Vom
Hängen und Würgen, welches im nächsten Frühjahr erscheinen wird.
Dresden zum Gruseln Nr. 2 hab ich von ihm bekommen, dazu folgt sicherlich bald eine Besprechung, hier als Rückblick schon mal die zu
Band 1. (Wer nun denkt, die Experimente des Archäologen hätten etwas mit der Dresdner Scharfrichterei zu tun, den kann ich beruhigen, Mario ist ein verträglicher Typ, auch wenn er sich mit Illustrator Thomas Zahn gelegentlich Schwerter um die Ohren haut.)

Man muss sich auch auch mal an Unbekanntes wagen. Andreas M. Sturm war mir bisher unbekannt, aber er hat schon viele Dresden-Romane veröffentlicht. Vollstreckung ist so einer, hat mich neugierig gemacht, vielleicht ist indirekt doch der Mario Sempf dran schuld? Stammtischmorde III habe ich auch mitgenommen, da hat sich doch der Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz dran beteiligt und nun bin ich auf den Inhalt gespannt.

Natürlich führte mich der Weg zum Traumfänger-Verlag. Ich traf da auf die etwas verloren wirkende
Kerstin Groeper, sie wartete ungeduldig auf
Wade Fernandez, einen indianischen Musiker und war ganz aufgeregt. Irgendwann waren die Musiker dann doch da. Was folgt daraus? Natürlich: Eine CD in meinen Beutel. Und ein Krimi von Kerstin.
Der Palio des Toten Politikers ist dann mal kein Indianerroman, italienische Commissarios sind in Deutschland doch ziemlich beliebt.
Brita Rose-Billert hat hier auch schon mehrfach eine Rolle gespielt und nun war
Mord auf Pine Ridge, ein Krimi um eine indianische Ärztin namens
Maggie Yellow Clowd auf dem Bücherstapel gelandet. Danke Kerstin für die Gabe.

Zu den Krimis kam nach der Lesung von
Patricia Holland Moritz noch
Kältetod dazu. Kein Dresdner sondern ein Berliner Krimi um die Droge Chrystal Meth. Die Lesung war sehr angenehm und Spannung verspricht der Buchdeckel. Ein sympatische Autorin, da bleibe ich mal aufmerksam.

Was gab es noch? Bereits im Vorjahr fiel mir
"Der mit dem Hut liest" auf.
Andreas M. Buchwald befindet sich augenscheinlich im Buchwald und arbeitet im Eigenverlag namens (der) AndereBuchVerlag. Das ist schon ein Kauz und diesmal nahm ich nach der leider nur wenig besuchten Lesung drei Bändchen im Schuber namens
Deutschland - Vom Eise befreit? mit. Wird noch ein Weilchen dauern, aber dann lese ich los. Ohne Hut.
Das Buch rechts stammt allerdings nicht von der Buchmesse, dieses erwarb ich in der Neubrandenburger Thalia-Buchhandlung. Dieser Roman, Durchbruch bei Stalingrad, von Heinrich Gerlach ist erst vor kurzem in Geheimdienstarchiven Russlands aufgetaucht. Den habe ich gerade angefangen zu lesen.
So, das war´s. Stoff genug bis zum Jahresende, wenn nicht darüber hinaus.
© KaratekaDD