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Freitag, 1. August 2025

Ilko-Sascha Kowalczuk mit „Freiheitsschock“ in Neustrelitz

Einer der „Kulturtempel“ in Neustrelitz ist die Alte Kachelofenfabrik mit der Fabrik-Scheune. Dort residiert der Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V.  Eine aktuelle Veranstaltungsreihe heißt Ist unsere Demokratie zukunftsfähig?, eine andere Veranstaltung erhielt den Titel Kampf der Narrative.

In der Fabrik-Scheune war gestern der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk zu Gast, zu dem "Kampf der Narrative" gut passen würde. Mitgebracht hatte er seinen „Freiheitsschock“, nicht seinen, aber das Buch (hier im Blog) welches in kürzester Frist unmittelbar nach seinem Erscheinen fünf Auflagen erhielt. Selbstredend wollte ich ihn in natura hören…

Nein, eine Lesung wurde nicht daraus, nicht ein einziger Satz des Abends wurde aus dem aufgeschlagenen Buch entnommen, geschweige denn ein Absatz vorgelesen. 

Die Karten konnte man telefonisch bestellen, die Nachfrage war letztlich größer als das Platzangebot. Dass die Besucher gebeten wurden, ihre Namen in einer Liste einzutragen, hat vielleicht was mit Fragen der Einnahmen und Ausgaben bei Veranstaltungen des Vereins zu tun, am Ende interessanter wäre die Frage gewesen, wie die Besucherinnen und Besucher denn "zusammengesetzt" waren: Geburts- und Wohnort, und Alter (anonym natürlich).

Freitag, 12. April 2024

Ein Briefwechsel im Theater

Es ist nun neunzig Jahre her, seit dieser Uwe Johnson geboren wurde, außerdem ist dieser Autor vor vierzig Jahren aus dem Leben geschieden. Wer war dieser Uwe Johnson, der mir nicht nur wegen dieser runden Jahreszahlen seit einiger Zeit ständig begegnet? Gelesen habe ich von diesem noch nichts. Ich will mich auch noch gar nicht auslassen über den bekannten (unbekannten) Autor doch gibt es einen Grund für diese Zeilen und der steht hier auf dem Schreibtisch: 

Im Nichtwissen besuchte ich im Monat März 24 eine Veranstaltung im Neustrelitzer Stadttheater. Angekündigt war eine Lesung aus dem Briefwechsel von Hannah Arendt und Uwe Johnson, die sich beide Ende der sechziger Jahre in New York kennen lernten und deren Freundschaft andauerte bis Arendt 1975 verstarb. Hannah Arendt war mir viel geläufiger als Uwe Johnson, der Film mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle von Margarethe von Trotta machte mich (auch erst) 2012 mit ihr bekannt, die neue Biografie über die politische Theoretikerin und Publizisten steht bereits im Regal.


Quelle

Sonntag, 29. Oktober 2023

WINTERHERZ - Angelesen von Ralf Günther

Gestern Abend in Pirna. Der Wahlpirnaer Ralf Günther liest seinen neuen Roman an könnte man sagen, erst vor kurzem kam WINTERHERZ in den Buchhandel. In der Stadtbibliothek Pirna fanden sich eine ganze Menge von interessierten Leserinnen und Lesern ein. 

Schon die Einleitung führte über die historischen Bücher des aus dem Rheinland zugezogenen Wahlsachsen folgerichtig zu WINTERHERZ, erwähnt wurden Goethe (Goethe in Karslbad), eine vielreisende Gräfin Ida von Hahn-Hahn, Carl Gustav Carus (Der Leibarzt), Robert Koch (Arzt der Hoffnung) und einige mehr. WINTERHERZ steht, finde ich, durchaus auch in der „Tradition“ der Weihnachtsbücher, also dem Weihnachtsmarktwunder und den Dresdner Pappen. Moderiert wurde das Gespräch mit dem Autor gekonnt durch Karin Großmann, sie war einst Chefreporterin bei der Sächsischen Zeitung.

Sonntag, 17. September 2023

Dresden (er)lesen 23: Wie wars?

 


Ein buchiger, er"lesener" Sonntag auf Schloss Albrechtsberg über der Elbe in Dresden. Der Gang zu dieser kleinen und feinen Buchmesse am Tag des offenen Denkmals ist inzwischen Tradition. 

Wem ich da alles begegnete, was ich mir ansah, wem ich zuhörte und welche Bücher ich "mitnahm", das könnt ihr natürlich lesen, allerdings verweise ich diesmal auf den Dresden - Blog:


👉  LITTERAE - ARTESQUE - DRESDA 🤙



© Der Bücherjunge


Sonntag, 30. April 2023

LBM 2023 - Tag 3

 


Tag drei der Leipziger Buchmesse war dann der Tag der Begegnungen. Im Gewühl kurz vor Öffnung der Hallen "begegnete" ich hunderten von Menschen. und sodann den drei Dresdner Büchernärrinnen um Tanja Hasirasi, kurzer shakehands mit Katja89, etwas längerer Austausch mit Anke zum Thema HOMER- Literaturpreis und nicht zuletzt Utz Anhalt, der erst letztens auf Litterae-Artesque dran war und die Facbook-Gemeinde fachlich versiert als Historiker unterhält. Mein Vereinsvorsitzender nebst Gattin lief mir über den Weg und einem anderen ehemaligen KaratekaDD mit Büchertick begegnete ich wieder einmal bei Hanser & Co...

Donnerstag, 8. Dezember 2022

BlogPost Nr. 184 - Krimitag in Dresden

8. Dezember. Deutscher Krimitag. Aha. Veranstaltet vom Syndikat. Davon habe ich schon einmal gehört. Das war doch die Vereinigung der (rund 800) Krimi-Schreiber? Wenn man dazugehören will, muss man schon ein gedrucktes Buch vorlegen. Erzählt Joachim Anlauf, der die Veranstaltung in der Stadtbibliothek Dresden Neustadt organisierte. Eine Benefiz-Veranstaltung, diesmal zu Gunsten der Telefon-Fürsorge.


Am 8. Dezember 1938 starb Friedrich Glauser, der mit seinem Wachtmeister Studer eine Figur im Rang von Sherlock Holmes, Miss Marple oder Kommissar Maigret erfand. Das habe ich gestern gelernt.

Die lesenden Teilnehmer waren mir zu drei/viertel bekannt. Die gelesenen Bücher allerdings nur zur Hälfte. 

Montag, 14. September 2020

DRESDEN (ER)LESEN 2020

Es war ein herrlicher Spätsommertag, der 13. September 2020. Ich verlebte ihn an einem der schönsten Plätze auf den Elbhängen zwischen Waldschlößchenbrücke und Blauem Wunder. DRESDEN (ER)LESEN war angesagt, endlich ein Bücherevent, endlich Gäste.... Am Tag des Denkmals ohne Eintritt in das Schloss des Prinzen Albrecht. Viele Besucherinnen und Besucher fotografierten den Bau von innen, von außen, von vorn und hinten...




Montag, 28. November 2016

BlogPost Nr. 81: Schriftgut und etwas mehr...

November wars und wieder einmal gibt es gute Vorsätze: Wie wäre es mit einem finanziellen Bücherkontingent pro Jahr? Also schlichtweg eine selbstauferlegte Begrenzung?

Nun, es war wieder SCHRIFTGUT Wochenende und dieses war sehr ergibig. Natürlich ergab es sich, dass ich mich beim Dresdner Buchverlag sehen ließ, schließlich hatte ich zwei Freikarten von Katharina Salomo erhalten. Der Verlagsstand war sowieso mein Ziel, denn den zweiten Band dieses Fantasyromans mit realen historischen Beschreibungen Germaniens und seiner Bewohner kurz nach Beginn der Zeitrechung wollte ich mir nun unbedingt beschaffen. RUNENZEIT II - Krieg um Germanien von Mark Bredemeyer gab es natürlich dort. Übrigens, die Rezension ist schon fertig.

Dann wollte ich die Reihe der historischen Biografien alter, oft fürstlicher Sachsen von Hans-Joachim Böttcher erweitern. Dirk Salomo empfahl mir ausdrücklich das Buch über Johann Georg IV. von Sachsen und Magdalena Sibylla von Neitschütz - Eine tödliche Liason. Böttchers Bücher sind für geschichtsinteressierte Sachsen wirklich zu empfehlen. Ein bereits besprochenes Beispiel gibt es hier.


Besonderes Erlebnis war, dass ich mich einige Zeit mit Frank Goldammer unterhalten konnte, der mit seinem Roman Der Angstmann in diesem Jahr schon einmal einen Volltreffer landete. Der Weg führte natürlich weiter. An einem einzelnen Stand stand ein vermutlicher Autor mit passendem T-Shirt, hinter ihm die Werbung für den Roman Mauerzwillinge - zu sehen das Blaue Wunder. Wir kamen ins Gespräch und das Buch fand den Weg in meinen Büchersack. Gelesen ist es auch schon - ich erspare mir weiteres bis auf den Hinweis, dass nach der Rezension der Roman Ruhrzaster in meinem Briefkasten landete, Uwe Wittenfeld hat meine Rezension gefallen.


 

Eine Dresdner Buchmesse hat natürlich Dresden im Mittelpunkt. Ein Treffen mit Mario Sempf und Thomas Zahn war natürlich zwingend notwendig, erhofft und auch zwangsläufig. Allein mit Mario, der als experimentierender Archäologe arbeitet, kann man sich stundenlang unterhalten, diesmal zum Beispiel um die Seilerei in vergangen Zeiten.  Natürlich ging es im weiteren um das Buch Vom Hängen und Würgen, welches im nächsten Frühjahr erscheinen wird. Dresden zum Gruseln Nr. 2 hab ich von ihm bekommen, dazu folgt sicherlich bald eine Besprechung, hier als Rückblick schon mal die zu Band 1. (Wer nun denkt, die Experimente des Archäologen hätten etwas mit der Dresdner Scharfrichterei zu tun, den kann ich beruhigen, Mario ist ein verträglicher Typ, auch wenn er sich mit Illustrator Thomas Zahn gelegentlich Schwerter um die Ohren haut.)




Man muss sich auch auch mal an Unbekanntes wagen. Andreas M. Sturm war mir bisher unbekannt, aber er hat schon viele Dresden-Romane veröffentlicht. Vollstreckung ist so einer, hat mich neugierig gemacht, vielleicht ist indirekt doch der Mario Sempf dran schuld? Stammtischmorde III habe ich auch mitgenommen, da hat sich doch der Leipziger Polizeipräsident Bernd Merbitz dran beteiligt und nun bin ich auf den Inhalt gespannt.

Natürlich führte mich der Weg zum Traumfänger-Verlag. Ich traf da auf die etwas verloren wirkende Kerstin Groeper, sie wartete ungeduldig auf Wade Fernandez, einen indianischen Musiker und war ganz aufgeregt.  Irgendwann waren die Musiker dann doch da. Was folgt daraus? Natürlich: Eine CD in meinen Beutel. Und ein Krimi von Kerstin. Der Palio des Toten Politikers ist dann mal kein Indianerroman, italienische Commissarios sind in Deutschland doch ziemlich beliebt.  Brita Rose-Billert hat hier auch schon mehrfach eine Rolle gespielt und nun war Mord auf Pine Ridge, ein Krimi um eine indianische Ärztin namens Maggie Yellow Clowd  auf dem Bücherstapel gelandet. Danke Kerstin für die Gabe.





Zu den Krimis kam nach der Lesung von Patricia Holland Moritz noch Kältetod dazu. Kein Dresdner sondern ein Berliner Krimi um die Droge Chrystal Meth. Die Lesung war sehr angenehm und Spannung verspricht der Buchdeckel. Ein sympatische Autorin, da bleibe ich mal aufmerksam.






Was gab es noch? Bereits im Vorjahr fiel mir "Der mit dem Hut liest" auf. Andreas M. Buchwald befindet sich augenscheinlich im Buchwald und arbeitet im Eigenverlag namens (der) AndereBuchVerlag. Das ist schon ein Kauz und diesmal nahm ich nach der leider nur wenig besuchten Lesung drei Bändchen im Schuber namens Deutschland - Vom Eise befreit? mit. Wird noch ein Weilchen dauern, aber dann lese ich los. Ohne Hut.



Das Buch rechts stammt allerdings nicht von der Buchmesse, dieses erwarb ich in der Neubrandenburger Thalia-Buchhandlung. Dieser Roman, Durchbruch bei Stalingrad, von Heinrich Gerlach ist erst vor kurzem in Geheimdienstarchiven Russlands aufgetaucht. Den habe ich gerade angefangen zu lesen.

So, das war´s. Stoff genug bis zum Jahresende, wenn nicht darüber hinaus.


© KaratekaDD