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Samstag, 5. Juli 2025

CABARET in Neubrandenburg

„Auf Grund der großen Nachfrage kehrt die umjubelte Inszenierung CABARET für das Neubrandenburger Sommerspektakel zurück... erleben Sie das Erfolgsmusical „Cabaret“ in einer einzigartigen Aufführung, die Sie mitten in das Geschehen katapultiert.“ (Theaterseite)
Link Theater

Vor nicht allzu langer Zeit sah ich im Theater Neustrelitz bereits CHICAGO, an einem Mittwoch jetzt CABARET. Nicht erwartet hatte ich, weil nur den Stückinhalt zurückrufend, dass die Zuschauer tatsächlich mitten hinein geworfen werden, denn sie sitzen im Varieté.

Willkommen, bienvenue, welcome!
Fremde, etranger, stranger.
Gluklich zu sehen, je suis enchante,
Happy to see you, bleibe, reste, stay.
Willkommen, bienvenue, welcome
Im Cabaret, au Cabaret, to Cabaret.

In der Mitte eine Musikinsel für acht (!) Musikerinnen und Musiker, die Piano, Toy-Piano und Akkordeon, Drums und singende Säge, Bass, Saxophon, Klarinette, Posaune und Violinen besetzen. Ein Mini-Orchester, welches spielen wird wie ein großes...

Sonntag, 18. Mai 2025

Chicago - Musiktheater

 


Was eigentlich ist Vaudeville-Theater? Aha, das ist eine Art Lieder-Theater und reicht bis ins Frankreich des 17. Jahrhunderts zurück. Ich will mal nicht verraten, welche Diva mich über You-Tube auf CHICAGO brachte. Natürlich hat ALL THAT JAZZ damit zu tun.

"Vaudeville ist ein französisches Unterhaltungstheater, das vor allem in Frankreich und den Vereinigten Staaten populär war. Es bezeichnet eine Reihe von kurzen, meist humorvollen oder musikalischen Nummern, die auf einer Bühne präsentiert werden. Der Name leitet sich von dem französischen Vaudeville-Lied ab, einem volkstümlichen Liedtyp, der in Frankreich entstand." (mit KI erstellt) 

Eine Aufführung im Theater Neustrelitz am gestrigen Abend. Ein Vergnügen. Echt. Der Saal voll. Auch meine Karte stammte von der Warteliste. Was habe ich da gesehen und gehört? Einst schrieb Maurine Dallas Watkins das Theaterstück CHICAGO und aus diesem machten Fred Ebb & Bob Fosse mit der Musik von John Kander ein Musical-Vaudeville. Gogelt man danach, finden sich eine Reihe von deutschen Bühnen, auf denen das Stück gespielt wird. 

Freitag, 4. Oktober 2024

Romantik in Dresden - an einem dritten Oktober

Romantik wird in Dresden groß geschrieben, in diesem Jahr ganz besonders, denn vor 250 Jahren wurde  Caspar David Friedrich geboren. CDF hatte dieses Jahr schon einen Post bei Litterae-Artesque, denn Florian Illies schrieb einen bezaubernden Roman über einen der bekanntesten Maler der Romantik. Im dreißigsten Jahr des Theaterkahns an der Elbe in Dresden, nahm sich Friedrich Wilhelm Junge der Romantik an und das an einem dritten Oktober. Zu diesem Datum aber später mehr.

Dienstag, 2. Juli 2024

Kennst du das Land, wo die Optionen blühn? - Ein Kästner-Opern-Abend


Betrachten wir einfach mal dieses Bild: Wir sehen eine Theaterbühne und darauf drei Schauspielerinnen und zwei Schauspieler, die hier vor allem zeigen, dass sie singen können. Die beigelegten Bücher weisen auf Erich Kästner hin, der vor 125 Jahren in Dresden geboren wurde. Augenscheinlich geht es um Kästner-Texte. 

Der Titel des Stücks, sucht man nach diesem, irritiert anfangs etwas: „Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?“ schrieb Kästner einst für das Buch „Herz auf Taille“. Wer dabei an Goethe denkt, liegt bezogen auf den Titel nicht zu falsch, nur schrieb der im „Lied der Mignon“ in „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ von „Zitronen“.

Bezogen auf den Inhalt haben beide Dichter hier nichts miteinander zu tun, auch das Versmaß scheint nur oberflächlich ähnlich. Nun aber haben sich die Dramaturgen der „Serkowitzer Volksoper“ den Titel anders zu eigen gemacht. Es sind keine Kanonen, keine Zitronen, es sind Optionen geworden; Optionen der kleinen Leute in der Mitte des 20. Jahrhunderts. Fünf Einakter und ein „gemeinsames Bühnenfinale“ bekommen wir am 23.Juni 2024 auf der „Zirkuswagenbühne“ in der Dresdner Saloppe zu sehen und zu hören. 


Es ist nur eine Geschichte von fünf, die mir bekannt vorkommt, doch dazu später etwas mehr. Ein wenig Recherche zeigt, alle Geschichten stammen aus dem Erzählband „Der Herr aus Glas“. Welche Optionen haben denn die „tief verwurzelte“ Paula, der arbeitslose Geiger, die ausgebombte Mia oder der Beamte, der nie eine Kindheit hatte?


Freitag, 12. April 2024

Ein Briefwechsel im Theater

Es ist nun neunzig Jahre her, seit dieser Uwe Johnson geboren wurde, außerdem ist dieser Autor vor vierzig Jahren aus dem Leben geschieden. Wer war dieser Uwe Johnson, der mir nicht nur wegen dieser runden Jahreszahlen seit einiger Zeit ständig begegnet? Gelesen habe ich von diesem noch nichts. Ich will mich auch noch gar nicht auslassen über den bekannten (unbekannten) Autor doch gibt es einen Grund für diese Zeilen und der steht hier auf dem Schreibtisch: 

Im Nichtwissen besuchte ich im Monat März 24 eine Veranstaltung im Neustrelitzer Stadttheater. Angekündigt war eine Lesung aus dem Briefwechsel von Hannah Arendt und Uwe Johnson, die sich beide Ende der sechziger Jahre in New York kennen lernten und deren Freundschaft andauerte bis Arendt 1975 verstarb. Hannah Arendt war mir viel geläufiger als Uwe Johnson, der Film mit Barbara Sukowa in der Hauptrolle von Margarethe von Trotta machte mich (auch erst) 2012 mit ihr bekannt, die neue Biografie über die politische Theoretikerin und Publizisten steht bereits im Regal.


Quelle

Samstag, 24. Februar 2024

Ich will Zeugnis ablegen bis zuletzt - Ein gelesenes Theaterprojekt


#niewiederistjetzt

Unter diesem # lesen Mitarbeiter aller Sparten und Genres aus den Tagebüchern von Viktor Klemperer (1881 - 1960). 

Der Literaturprofessor an der Technischen Hochschule überlebte den Holocaust, weil er und seine Frau der bevorstehenden beschlossenen Deportation durch den anglo-amerikanischen Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 entgingen. In dem Chaos war es möglich, den gelben Stern auf der Kleidung zu entfernen...

Klemperer veröffentlichte sein Buch über die Sprache des dritten Reiches LTI (Lingua Tertii Imperii) im Jahr 1947, es scheint wichtiger zu werden denn je. Seine Tagebücher wurden 1995 unter ICH WILL ZEUGNIS ABLEGEN BIS ZULETZT veröffentlicht, aus diesen lesen die Theaterleute des "Theaters und Orchesters Neubrandenburg-Neustrelitz".

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir unter diesem Link dem Tagebuch folgen.

Momentan hören wir 41 Eintragungen von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelesen, unter diesen finden wir zum Beispiel Caren Miosga und Charlie Hübner. Es beginnt mit dem Tagebucheintrag vom 21. Februar 1933, drei Wochen nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt wurden war. Wir erleben den Beginn der Herrschaft des Nationalsozialismus bis zum 9. November 1933, noch hält Klemperer Vorlesungen an der TH. Er rechtfertigt an diesem Tag seine weitere Lehrtätigkeit, weil er nicht von dieser Regierung berufen und weil er Deutscher sei...

Eine andere, eine eher ungewöhnliche Buchlesung, die sicher fortgesetzt wird. 

#niewiederistjetzt

© Bücherjunge

Samstag, 10. Februar 2024

Mann, Heinrich: Die kleine Stadt

Gäbe es keine Ortsnamen und keine Personennamen in diesem Buch, wir würden vielleicht alle gleich ausrufen: „Ohh, Mamma Mia, Bella Italia!“ – So deutlich empfand ich die ersten Zeilen des Romans von Heinrich Mann, der mit diesem, so Charlotte Ueckert im Vorwort, der kleinen Stadt Palestrina ein Denkmal schuf während sein Bruder Thomas, der sich dann doch lieber mit dem hanseatischen Lübeck befasste, einen Straßennamen dort bekam. Na so was aber auch...

Palestrina liegt 37 km östlich von Rom terrassenförmig am steilen Monte Genestro, oberhalb des Tals des Sacco. Man kann, wenn es das Wetter zulässt, gut auf die Albaner Berge, bis nach Rom und zum Meer blicken. Das jedenfalls gibt Wikipedia zum besten.


Dienstag, 24. Januar 2023

Verdi, Guiseppe: AIDA in der Semperoper Dresden

 

Link zur Semperoper


Ein Opernbesuch ist wohl selten geworden, wenn ich so darüber nachdenke, wann ich das letzte Mail in einer war.  War es wirklich Madame Butterfly (Puccini) im Teatro Avenida in Buenos Aires? Aber das wäre ja im Jahr 2007 gewesen... Statt dessen sah ich wohl mehr Musicals und Operetten...




Dresdner Semperoper (c) Bücherjunge


Samstag, 24. Oktober 2020

Rudolph, Frank: Cyrano de Bergerac - Biografie

Mit solche einem Jubiläum war nicht zu rechnen: Im letzten Jahr jährte sich der Geburtstag eines Mannes zum 400sten Mal, den man vielleicht als Dichter und Poeten kennt, auch als einen Mann mit spitzer. langer, (versoffener) Knollennase, der so ähnlich aussieht wie Gerard Depardieu. Sorry... 

Ich erinnere mich an den Film (1990) und an den damals noch nicht so dicken Franzosen, der Verse schmiedend schmachtend versucht, seine schöne Cousine Roxane zu gewinnen.



Savinien Cyrano de Bergerac hieß der Mann, den der Franzose so trefflich darstellt, wie man etwas weiter unten in einem youtube - Schnipsel sehen kann.

Der Stoff war mal ein Theaterstück, ein romantisch-komödiantisches Versdrama aus dem Jahr 1897 eines Edmond Rostand, vielleicht erinnere ich mich deshalb nicht an den hervorragenden Fechtmeister, der dieser Cyrano de Bergerac ebenfalls war.

Plötzlich findet sich eine schmale Biografie im Palisander-Verlag. Nanu? Wie das? 

Montag, 20. Juli 2015

Mann, Klaus: Mephisto...

... Roman einer Karriere

Lübeck im Juni 2015: Endlich einmal habe ich die Gelegenheit, in der Hansestadt in warmer Jahreszeit zu verweilen. Davon wird bestimmt noch einmal die Rede sein, hier aber geht es um ein Mitglied der Familie Mann. Es geht um Klaus Mann, Sohn des Thomas Mann, dem Nobelpreisträger von 1929, der diesen Preis für seinen Roman BUDDENBROOKS erhielt. Das BUDDENBOOKS-Haus steht in der Menge-Straße in Lübeck, es gehörte einmal dem Großvater von Klaus. 



Kann ein Bücherblogger in ein Literaturhaus (das Wort Museum widerstrebt mir etwas, auch wenn im Heinrich-und-Thomas-Mann-Zentrum durchaus von Museum die Rede ist) gehen und ohne Bücher wieder hinausgehen? Kann er nicht. Was mich betrifft, so ging ich mit Roman und Film BUDDENBROOKS hinaus, darüber hat Rudolf Fröhlich alias TinSoldier aber schon ausführlich hier geschrieben. Da ich aber außerdem Klaus Manns MEPHISTO – Roman einer Karriere mitnahm, ist die Gelegenheit gekommen, die Buchgesichter-Rezension vom 10.08.2010 einmal etwas aufzufrischen.