Sonntag, 31. Dezember 2023

Jahresausklang

 

Von mir gibt es zum Jahresende keine Zusammenfassung der gelesenen Highlights, auch keinen Rückblick auf das Lesejahr - dafür war es einfach insgesamt viel zu viel. Und die Infekte der letzten Wochen hängen mir auch noch in den Knochen, die Konzentration lässt noch zu wünschen übrig. Im Dezember kam deshalb von mir so gut wie gar nichts. 

Freitag, 29. Dezember 2023

Des Bücherjungen Lesejahr 2023

Jedes Jahr verlangt vom bibliophilen Dresdner Bücherjungen eine schwere Entscheidung: Welche Bücher charakterisieren denn nun das Jahr? Unter den vielen gilt es, 12 Bücher auszuwählen, aber wie immer werde ich da etwas dran hängen müssen. Doch hier erst mal die grafische Auswahl:


Im Januar reiste ich mit 80 Büchern um die Welt, versuchte Brennnesseln im Frühling bereits im Februar, folgte im März den Erlebnissen von Donna Leon, tätigte Dresdner Geschäfte  mit Beate alias Kirsten im April, löste endlich den Fall von Pa Salt im Mai, lente im Juni den Mörder von Großherzog Ferdinand durch Ulf Schiewe kennen, begab mich im Juli mit Patricia Holland Moritz nach Chemnitz Kaßbergen, „erledigte“ im August meine Aufgaben für den Homer-Literaturpreis gemeinsam mit Silke Elzner, folgte sodann der Charlotte Gneuß nach Dresden Gittersee um am Ende endlich zu lesen, wie Max Heller zur Dresdner Kripo kam und mit Winterherz ein weiteres Weihnachtsbuch von Ralf Günther in mein Regal stellen zu können.

Mittwoch, 27. Dezember 2023

Leimert, Jochen: Lost & Dark Places DRESDEN

Über 33 vergessene, verlassene und unheimliche Orte berichtet Jochen Leimert mit vielen Fotos in diesem Buch. Die meisten sind mir völlig unbekannt. So einige werde ich sicher mal mit der Fotoknipse besuchen. Zum Beispiel den Nordfriedhof mit dem Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, oder das alte Kraftwerk im Liebetaler Grund. Viele diese Plätze sind Industriedenkmäler, das Betreten könnte schwierig sein. Auf „Betretensregeln“ weißt der autor im Vorwort hin, nebst den Tipps für unerkanntes „unrechtmäßiges“ Fotoshooting.

Verblüffend: Unweit des Moritzburger Schlosses haben Arbeiter zu Zeiten August des Starken einen Tunnel durch einen Hügel getrieben. Da konnten die Aristokraten mit Kutschen durchrasen. Der Autor stellt die Frage, ob dies eine Geisterbahn war? 

Jedenfalls wurde das heutige Bodendenkmal auch für Szenen des Indianerfilms DIE SÖHNE DER GROSSEN BÄRIN genutzt. Die Bärenhöhle in die Black Hills wurde hier „eingerichtet“. Der Tunnel wurde auch für andere Filme genutzt.

Montag, 25. Dezember 2023

Günther, Ralf: Eine Kiste voller Weihnachten

Dezember 1890. Vinzent Storch stellt in seinem kleinen Betrieb «Dresdner Pappen» her, Figuren aus Papier, die als Christbaumschmuck sehr beliebt sind. Heiligabend vormittags entdeckt er mit Schrecken eine Kiste, deren Lieferung versäumt wurde. Schnell macht er sich mit dem Pferdewagen auf, um die Ware noch vor dem Fest zu überbringen. Unterwegs bittet ein Mädchen darum, mitgenommen zu werden. Storch lehnt ab. Dass Lisbeth heimlich auf seinen Wagen steigt, bemerkt er nicht. Doch als das Schneegestöber immer dichter wird, sind die beiden bald aufeinander angewiesen. Und mitten im kalten Winter geschieht ein wahres Weihnachtswunder. (Verlagsbeschreibung)


DNB / Kindler / 2019 / ISBN 978-3-463-40697-8 / 128 Seiten








 
Auch mit Grippe und Corona - ein kleines Weihnachtsbuch zumindest geht immer. Dieses Büchlein war seinerzeit ein Geschenk, das immer auf den passenden Einsatz wartete. Nun war es endlich soweit. Uwe ( der

Freitag, 22. Dezember 2023

Unerwartete Verknüpfungen

Das war vielleicht ein historisches Halbjahr. Hervor stachen letztlich ein geplantes und ein ungeplantes Projekt. Das geplante hatte was mit der HOMER - Preisverleihung zu tun, für die ich Silke Elzners Roman DIE LETZTE FEHDE SAN DER HAVEL las, darüber schrieb und auch dieses Interview mit ihr veröffentlichte, bis ich die sympathische Autorin dann in Ingolstadt zur Preisverleihung traf. So ein Treffen lies mich natürlich auf die nächsten Romane von Silke achten aber erst die Leserunde bei Lovelybooks führte zum lesen von DER SCHWUR DER GRÄFIN.

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Lorne, Mac P.: Der Sohn des Löwen


Es geht dem Ende entgegen. Dem Ende einer fünfbändigen Buchreihe
. Alt ist er geworden, dieser Robert von Loxley, Earl von Huntingdon, Zipperlein plagen, reiten geht noch, aber das aufsteigen...

Marian hat dem Sohn eine Botschaft mitgegeben. Heilkundig wie sie ist, erkennt sie, wenn sich das Leben dem Ende zuneigt.

Es zieht den Alten nach Old England und gelegentlich braucht der Ziehsohn Hilfe. Gleich zu Beginn wird Castle Huntingdon belagert. Verteidigt wird es vom Kastellan und dies ist kein Geringerer als Little John. Ein Blick in Wikipedia über die Huntingdons zeigt, dass die Belagernden die Namen tragen, die man in der realen Geschichte findet. Da ist dieser John of Scotland, der als Earl of Huntingdon gelistet ist und für den steht Ranulf de Blondeville, 4. Earl of Chester vor der Burg und der ist nun ein besonderer „Freund“ unseres Romanhelden.

Donnerstag, 14. Dezember 2023

Elzner, Silke: Der Schwur der Gräfin

Das 15. Jahrhundert. Jahrhundert der Jeanne d´Arc. Henry V. Erstere unter anderem von Friedrich Schiller bekannt gemacht, letzterer von William Shakespeare. Im 15. Jahrhundert fällt die letzte Bastion des Emirs von Granada, die Alhambra, und ein gewisser Kolumbus entdeckt Amerika. Doch das passiert erst in reichlich vierzig Jahren.

Wir aber lernen hier den ersten Tudor kennen. Ein Waliser begründet den Stammbaum der einhundert Jahre später geborenen Elisabeth I., der Königin, die England wieder zur Blüte führt indem sie sich von festländischen Eroberungen eher fern hält, das angevinische Reich haben andere lange vor dem „goldenen Zeitalter“ verspielt.

Eine eher unbekannte Figur der mittelalterlichen Zeit. Jakobäa, eine Wittelsbacherin (Nebenlinie) und Tochter des Grafen von Straubing-Holland ist hier die Hauptfigur. Erste Maßnahme des Lesers: Suche nach einer Karte der Länder aus dieser Zeit; wo ist denn dieser Hennegau? (Historikern ist diese Dame sicher eher bekannt als Leseren von historischen Romanen)

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Thietz-Bartram, Antje: Die Weihnachtsuhr

Erst letztlich stellte ich in der Weihnachtsbücherei die schmale, in blaues Leinen eingebundene und mit silberner Prägeschrift versehen Buch aus der Reihe Perlen der Literatur vor. Ein Schmökerbuch. Kein junges Buch. Die Autorin ist über neunzig Jahre alt und hat ihre gesammelten Werke dem Verleger des Input-Verlages zum Nachdruck zur Verfügung gestellt. Die gesammelten Werke sind das absolut richtige für Weihnachtsfans, vor allem, wenn sich diese am sonntäglichen Advent die nächste Kerze anzünden und sich in die Couch lümmeln, um eben zu schmökern. Zu schmökern zwischen Rezepten, Gedichten und kleinen Prosatexten, Geschichten aus der Kindheit der Autorin.

Jedes Jahr schrieb Antje Thietz-Bartram ein Gedicht für die Familie. Die Gedichte sind hier bis 1998 abgedruckt. Mit dieser Sammlung zeigt sie die Bedeutung des im Dezember bevorstehenden Festes, als wichtigstes in den Familien.

Sonntag, 3. Dezember 2023

BiF: Weihnachtsbücher

 Meine kleine Weihnachtsbücherei 

oder 

Bücher im Film (BiF)

Das Weihnachtsgeheimnis von Jostein Gaarder

Briefe vom Weihnachtsmann von J.R.R. Tolkien (Rezension)

Das Weihnachtsmarktwunder von Ralf Günther (Rezension)

Eine Kiste voller Weihnachten von Ralf Günther (Rezension)

Die Weihnachtsuhr von Antje Thietz-Bartram (Rezension)

Winterherz von Ralf Günther (Rezension)


© Bücherjunge (02.01.2024)



Samstag, 2. Dezember 2023

Lorne, Mac P.: Das Banner des Löwen

Das Banner des Löwen weht diesmal über Toulouse. Leser und Hörer der äußerst spannenden Reihe um den Earl von Huntingdon, Baron von Lisse, Robert von Loxley oder kurz eben Robin Hood. Geschwungen wird es von Fulke und von Prinz Richard, denn die Reste des angevinischen Reiches der Plantagenets sind in Gefahr.

In den letzten Jahren zieht ein Kreuzfahrerheer durch den Süden des heutigen Frankreichs vor allem durch das Langue´doc, das Land, wo die Katharer zu Hause sind, die man auch die Albigenser nennt. Simon von Montfort führt dieses Heer und nach dem Motto "Tötet sie alle, Gott wird die seinen erkennen" morden, plündern und brandschatzen sich diese Haufen durch das Land. Roger Ramon Trencavel III., Vizegraf von Carcassonne wurde schon verraten und verhungerte in den Verliesen, einzig Graf Raimund IV. von Toulouse ist noch ein Adliger, der den Kreuzfahrern entgegensteht.

Freitag, 1. Dezember 2023

Voskuil, J.J.: Die Nachbarn

 

Nicolien begrüßt den Zuzug der neuen Nachbarn ins Mehrparteienhaus überschwänglich. Ihr Mann Maarten hingegen beschließt nach nur einer Begegnung, die beiden Männer völlig uninteressant zu finden. Der Kontakt zu Petrus und Peer ist zunächst bemüht freundlich, nimmt dann zusehends groteske Formen an. Die Auseinandersetzungen zwischen Maarten und Nicolien über die Nachbarn im Speziellen und Außenseiter im Allgemeinen werden immer fundamentaler. In fulminanten Streitszenen schafft J.J. Voskuil das bewegende und vor allem urkomische Porträt einer Ehe im Zeichen einer unlösbaren Frage. Dieses Puzzlestück aus Voskuils literarischem Universum, wie immer kongenial übersetzt von Gerd Busse, durfte erst nach dem Tod des Autors veröffentlicht werden. Zu groß war die Sorge, das Porträt der misslingenden Freundschaft könnte die realen Vorbilder verdrießen. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Verlag Klaus Wagenbach / 2023 / ISBN 978-3-8031-3358-8 / 304 Seiten

 

 

 

 

Erneut ein Roman, den ich bei Whatchareadin im Rahmen einer Leserunde lesen durfte. So viel verrate ich schon einmal vorweg: Das war diesmal wohl nichts. Ein langatmiges Psychodrama mit unsympathischen Zeitgenossen - solch eine Nachbarschaft möchte ich nicht geschenkt haben. Auch nicht als Buch... Mehr dazu könnt Ihr hier lesen: