Dienstag, 10. Oktober 2023

HomerBlogPost Nr. 7 - WER erhält den GOLDENEN HOMER?

Die Blogtour geht ihrem Ende entgegen. Zwei schöne Tage in Ingolstadt mit interessanten, auch lustigen Gesprächen mit vielen neuen Info`s, zwei neuen Büchern im Gepäck sind nun vergangen. Die Preisträgerinnen und Preisträger sind gekürt, dazu später etwas mehr.

Rückblick: Während der Buchmesse in Leipzig wurde die Shortlist des HOMER - Literaturpreis für historische Romane bekanntgegeben. Neun Romane waren von einer Jury aus 65 Romanen ausgewählt wurden. Einige Wochen später wurde eine Gruppe von Bloggerinnen und mir aktiv und stellte diese neun Romane selbst und deren Autoren und Autorinnen in einem Interview vor. Im September folgte dann noch eine Ulf-Schiewe-Gedenkwoche.

Erst am 7. Oktober wurde es ernst, denn der Verein kürte die Preisträger. Nur der Vorstand kannte alle Preisträger und vier aus der Blogger-Gruppe ihren jeweiligen Preisträger, den sie zu ehren gebeten worden waren. Dazu versammelten wir uns in Ingolstadt.



Von der Bloggergruppe (eigentlich 1:8) waren Patricia, Anke, SabineCarmen und ich mit dabei, mit mit gleich vier, die als Laudatoren vorgesehen waren. Hinzu kammen vom Verein HOMER natürlich Kerstin Groeper, hier auf unserem Blog bestimmt bekannt für ihre „Indianerbücher“ und die Vorsitzende des Vereins Christina Auerswald. Gleich zu Beginn lernte ich so Ana Pawlik, Heidrun Hurst und Anna Perbandt kennen. Der Abend wurde dann bei einer (ausschließlich) Autorinnenlesung im Stadtmuseum Ingolstadt verbracht. Zehn Minuten hatte jede Autorin, dann unterbrach unbarmherzig das Telefon der Moderatorin den Vortrag. Eine war, glaube ich vorher fertig, eine schaffte es auf den Punkt.


ROTE SCHERBEN von Christina Auerswald: So plötzlich stoße ich auf Wirtschaftsspionage in der Barockzeit und werden an Tschirnhaus und Böttcher erinnert.

In EINES TAGES WERDE ICH BERÜHMT SEIN erzählt Inge Merkentrup von einer Künstlergruppe, die sich DIE BRÜCKE nannte und die hier schon mal eine Rolle spielte.

Anne Perbandt führte mich nach Lübeck zurück, die schmalen Gänge hinter den ehemaligen Patrizier-Häusern entstanden ohne Fotos schön vor meinen Augen. Sie las aus Das Pensionat am Holstentor: Frühlingstöchter.

Und Kerstin Groepers BRENNNESSELN SCHMECKEN NUR IM FRÜHLING ist ja hier bereits besprochen worden.

* * *


Zwei Tage in Ingolstadt verbringen, ohne sich diese in der bayerischen Geschichte bedeutenden Stadt anzusehen. Man könnte sich zwar auf die Automarke mit den vier Ringen beschränken, zumal dort am Sonnabend ein Familientag stattfand (das erzählte mir der Taxifahrer), aber die Innenstadt an der Donau ist sicher auch eine Besichtigung wert.

Eine ziemlich umfangreiche Stadtführung hatte der Verein organisert, die war sehr informativ. Ich beschränke mich mal auf etwas Literarisches und muss Dan Brown erwähnen. Sicher keine besondere Hochliteratur, aber die Thriller sind vor allem wegen der Filme mit Tom Hanks bekannt. Das Haus der Illuminaten steht nämlich in Ingolstadt.

Das ist durchaus historisch, der Roman allerdings nicht, daher sei dies nur kurz erwähnt. Während des Mittagessens hatte ich Gelegenheit, mich doch ziemlich intensiv mit Claudius Crönert zu unterhalten, der mit seinem Roman DAS EWIGE LICHT VON NOTRE DAME nominiert war und dessen Hörbuch SPIELER - GEGENSPIELER gerade durch die Kopfhörer streicht. 


* * *

Die Gala. Das Altstadttheter ist eine sehr schöne Spielstätte. Dort trafen sich Mitglieder des Vereins, die Nominierten, die Blogger und einige Freunde. 

Für mich war es eine besondere Freude, endlich Silke Elzner gegenüberzustehen, deren Buch, DIE LETZTE FEHDE AN DER HAVEL, ich rezensierte und mit ihr das Interview dazu führte. Nun erfuhr ich noch, dass die "Havel" deswegen in den Titel kam, damit der Vorteil eines "Regionalromans" zum Tragen kam. Erika Weigele machte mich ausführlich mit ihrem Roman DER BUCHMALER VON ZÜRICH bekannt, sicher ein Roman, der über kurz oder etwas länger bei mir landen wird.

Leni Brem-Keil, die schon den oben beschriebenen Leseabend moderierte, führte auch hier durch das Programm. Man hielt sich nicht lange auf, kurze Grußworte der Chefin Christina Auersbach an Förderer und Freunde und schon ging es los. Hatten wie Laudatoren bereits festgestellt, dass wir vier waren, also einmal eine / einer "zu viel", merkten wir, dass es wohl noch mehr Preisträger geben sollte. 

Bloggerin Anke hielt die Laudatio für Ana Pawlik, Carmen für Eva Grübl, Patricia für Alex Beer und Christina Auerswald für den goldenen Preisträger René Anour für seinen dritten Band über DIE TOTENÄRZTIN. Mir selbst oblag, wobei ich mich für das Vertrauen ganz herzlich bei Kerstin bedanken möchte, die Ehrung für Ulf Schiewes letzten Roman DER EISERNE HERZOG. Den Preis durfte ich an seine Tochter übergeben. Kurz, es lies mich wirklich nicht kalt und es hat auch soweit geklappt, Ulf Schiewes Tochter war sichtlich bewegt. 


Es war ein sehr schöner Abend mit vielen Emotionen. Für den Verein mit so vielen erfolgreichen Autoren scheint die Blogger(innen)gruppe doch ziemlich wichtig zu sein. Auch das ist eine meiner Erfahrungen. So endete nun die diesjährige Blogtour zum HOMER - Literaturpreis für historische Literatur. Die Jury ist vermutlich schon am fleißigen Lesen der 23er Romane, unter denen dann zur nächsten Leipziger Buchmesse die Shortlist ausgewählt wird. Das ist schon eine gewaltige Leistung,  sich mit 65! Romanen befassen zu müssen. 



Hier gehts zum Podcast, dem Ingolstädter Kulturkanal. 
Schnipsel aus den Laudationibus und Gespräche mit den Preisträgern.



Ein imposantes buchiges Erlebnis.

© Der Bücherjunge
(19.10.2023)



1 Kommentar:

  1. Sicher ein beeindruckendes Wochenende mit vielen neuen Eindrücken. Mutig, so eine Laudatio zu halten...

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