Freitag, 18. September 2020

Welskopf-Henrich, Liselotte: Der Bergführer


Die Berge haben es der studierten Okonomin und Historikerin Liselotte Welskopf-Henrich wohl angetan. Diese Geschichte hier spielt in Südtirol in den Dolomiten. 

* * *

Der Bergführer Karl Unteregger führt für meist schmales Geld Touristen in die Bergwelt der Dolomiten. Sein Wunsch ist es, eine kleine Hütte mit ein paar Wiesen zu erwerben, er will aus eigenem Domizil heraus leben mit seiner Moidl und dem kleinen gemeinsamen Buben, der ebenfalls Karl heißt.

Es ist das Jahr 1939 und im alpinen Club in Bozen haben die Faschisten das sagen. Doch die Leute in den Bergen sind frei und lassen sich nicht ein auf solch Art Ideologie.

Postoberinspektor Ordemann aus Berlin kommt mit seiner Verlobten in die Berge. Der herrische NSDAP-Ortsgruppenführer hat ein paar Touren gebucht. Karl soll ihn führen. Der erste Konflikt entsteht, als der feiste Berliner verlangt, der Bergführer solle seinen Rucksack schleppen. Unangenehm berührt von seinem Benehmen ist Lotte, das Berliner Arbeitermädchen, zwanzig Jahre jünger als ihr Verlobter...

Das Wetter in den Bergen ist launisch. Wenn es umschlägt, wird es gefährlich, besonders wenn ein warmer Föhn auf kalte Felsen fällt.

Montag, 14. September 2020

DRESDEN (ER)LESEN 2020

Es war ein herrlicher Spätsommertag, der 13. September 2020. Ich verlebte ihn an einem der schönsten Plätze auf den Elbhängen zwischen Waldschlößchenbrücke und Blauem Wunder. DRESDEN (ER)LESEN war angesagt, endlich ein Bücherevent, endlich Gäste.... Am Tag des Denkmals ohne Eintritt in das Schloss des Prinzen Albrecht. Viele Besucherinnen und Besucher fotografierten den Bau von innen, von außen, von vorn und hinten...




Sonntag, 13. September 2020

Bánk, Zsuzsa: Sterben im Sommer

 

Seinen letzten Sommer verbringt der Vater am Balaton, in Ungarn, der alten Heimat. Noch einmal sitzt er in seinem Paradiesgarten unter der Akazie, noch einmal steigt er zum Schwimmen in den See. Aber die Rückreise erfolgt im Rettungshubschrauber und Krankenwagen, das Ziel eine Klinik in Frankfurt am Main, wo nichts mehr gegen den Krebs unternommen werden kann. Es sind die heißesten Tage des Sommers, und die Tochter setzt sich ans Krankenbett. Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an die gemeinsamen Jahre, mit Verzweiflung denkt sie an das Kommende. Sie registriert, was verloren geht und was gerettet werden kann, was zu tun und was zu schaffen ist. Wie verändert sich jetzt das Gefüge der Familie, und wie verändert sie sich selbst? Was geschieht mit uns im Jahr des Abschieds und was im Jahr danach? In »Sterben im Sommer« erzählt Zsuzsa Bánk davon.

 

 


  • Gebundene Ausgabe : 240 Seiten
  • ISBN-10 : 3103970315
  • ISBN-13 : 978-3103970319
  • Herausgeber : S. FISCHER; 1. Auflage (9. September 2020)
  • Sprache: : Deutsch

 

 

Ein Buch, das ich freundlicherweise durch NetGalley zur Verfügung gestellt bekommen habe - herzlichen Dank dafür! Mir war klar, dass dies sicher keine leichte Lektüre werden würde - und behielt Recht. Wie es mir mit der Erzählung ging, könnt Ihr hier nachlesen:



Dienstag, 8. September 2020

Wittenfeld: Kunst und Krimi


Da flattert mal wieder ein Buch ins Haus und es kommt aus einem mit inzwischen gut bekanntem Selbstverlag. Ruhrkrimi-Verlag. Gleich gerate ich in einen Konflikt. 

„Kunst und Krimi, schließt sich das aus? Wir würden sagen: Nein. Kunst kann spannend, brutal und tödlich, Krimis können kunstvoll, phantastisch und bunt sein... In diesem Buch spielt die Kunst keine Rolle in den Krimis, sondern sie begleitet die Krimikurzgeschichten.“

So leiten Dr. Daniela Richter-Wittenfeld und Uwe Wittenfeld diesen Band ein und prompt trete ich in einen Fettnapf. 

Schon in der ersten Geschichte, in der es um Zechenschließung und verarschte Kumpel, auf deren Reihenhäuser Grundstücksmakler nicht nur ein Auge geworfen haben und die bezeichnenderweise  Bonnie und Klaus heißt, klingt nach Bonnie and Clyde, kommt eine Pistole mit Schalldämpfer vor. 


Vor der Geschichte folgende Kunst: „Acrylfarben gespachtelt. Datenträger mit Baumwolle und Bast bewebt und mit einer Lichterkette verbunden. Datenträger aud Espressokapseln befestigt.“

Und was fällt mir Banause dazu ein? Der Boden einer Patronenhülse. Ich fand, das lag nahe. Ein Fettnapf, denn ich gab das kund..


Sonntag, 6. September 2020

Macmillan, Gilly: Die Nanny

Die siebenjährige Jo wächst im Luxus auf, doch Wärme und Zuneigung erfährt sie nur von ihrer geliebten Nanny Hannah. Als die eines Nachts ohne jede Erklärung verschwindet, bricht für das Mädchen eine Welt zusammen. Dreißig Jahre später kehrt Jo nach England in das Anwesen ihrer Kindheit am See zurück. Die Beziehung zu ihrer Mutter ist noch immer geprägt von Vorwürfen und Ablehnung, und so ist Jo überglücklich, als eine ältere Dame auftaucht und sich als Hannah, Jos ehemalige Nanny, vorstellt. Doch Jos Mutter ist misstrauisch. Denn sie weiß – Hannah ist tot, seit der Nacht vor über dreißig Jahren. Wem soll Jo glauben? Ihrer Mutter oder der Frau, die damals das einzig Guten in ihrem Leben war? Und will Jo die Wahrheit überhaupt wissen?





  • Herausgeber: Blanvalet Verlag; Deutsche Erstausgabe Auflage (27. Juli 2020)
  • Broschiert: 448 Seiten
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Sabine Schilasky  
  • Originaltitel: The Nanny
  • ISBN-10: 3764507179
  • ISBN-13: 978-3764507176


Ein Spannungsroman, den ich ebenfalls im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - auch diesmal ein herzliches Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Leider war dieser Roman für mein Empfinden nicht ganz überzeugend: einerseits spannend durch Geheimisse, die zutage treten, andererseits zwischenzeitlich zäh und das Ende, tja. Ausfürlicher schildere ich mein Leseerlebnis hier:


Samstag, 5. September 2020

Das LWH Projekt



Es war im Jahre 2018, da stellte der Palisander.Verlag auf der Buchmesse in Leipzig die Neuausgabe des bekanntesten Romans von Liselotte Welskopf-Henrich vor. Die Söhne der Großen Bärin waren wieder auf dem Markt. Das kann man hier nachlesen.

Bereits auf der erste Veranstaltung dieser Art, als es um Das Blut des Adlers ging, war ich zugegen und lernte neben Frank Elstner vom Verlag auch den Sohn der Schridtstellerin kennen. Dies geschah im Jahr 2015.

Aber auf der LBM 18 wurde die Idee geboren, die Webseite zur Prof. Dr. Elisabeth Charlotte Henrich / Liselotte Welskopf-Henrich neu zu gestalten. Dies ist noch in Arbeit, aber schon im Netz. Das momentane Produkt kann man hier aufrufen. 

Für Litterae-Artesque und vor allem in meinem eigenen Namen bin ich daran nun richtig beteiligt. Drückt die Daumen...


Die Erstausgabe in ihrer neunten Auflage habe ich hier neu rezensiert.


© Bücherjunge

Mittwoch, 2. September 2020

Brökel, Sandra: Das hungrige Krokodil

Prag 1968: Wie viele andere Tschechen schöpft Pavel Vodák Hoffnung. Hoffnung auf Reformen, auf Freiheit, auf Demokratie. Dann rollen die Panzer und machen all seine Träume zunichte. Pavel will nicht, dass seine Tochter Pavla unter diesen Umständen aufwachsen muss. Sie soll frei denken und entscheiden können. Also plant er, mit seiner Familie aus der tschechischen Heimat nach Deutschland zu fliehen. Nachdem er an deutsche Pässe gelangt ist, folgt die größte Herausforderung: Denn seine schwer kranke Schwieger­mutter und seine Tochter ahnen nichts von der Flucht. Sie glauben, die Familie fährt in einen Jugoslawienurlaub. Eine abenteuer­liche Reise beginnt…








  • Taschenbuch : 320 Seiten
  • ISBN-10 : 9783865326089
  • ISBN-13 : 978-3865326089
  • Herausgeber : Pendragon; 2. Auflage (2. Februar 2018)
  • Sprache: Deutsch


Wieder einmal ein Roman, den ich im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - noch dazu in freundlicher Begleitung der Autorin. Dadurch haben wir Leser noch einmal tiefere Einblicke sowohl in das Schaffen von Sandra Brökel als auch in die Hintergründe der Erzählung bekommen. Wirklich interessant! Für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanke ich mich auch an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich! Meine Meinung zum Roman könnt Ihr hier lesen:


Dienstag, 1. September 2020

Kruse, Tatjana: Der Gärtner war's nicht! (Hörbuch)

Konny und Kriemhild, beide über sechzig, führen nicht sonderlich erfolgreich eine Pension in der Provinz. Eines Tages wird die Idylle durch einen Mord gestört – und die Schwestern entpuppen sich als wahre Meisterdetektivinnen...

In die Beschaulichkeit der Bed & Breakfast-Pension der Schwestern Konny und Kriemhild platzt eine Band junger Musiker, die den Haushalt ordentlich auf den Kopf stellen – bis einer von ihnen tot aufgefunden wird. Hat der Gärtner den Gast versehentlich mit seinem Aufsitzrasenmäher umgefahren? War es wirklich ein Unfall? Oder nicht doch Mord? Kurzentschlossen nehmen die Schwestern die Ermittlungen selbst in die Hand – ihr Haus, ihre Regeln. All das vor den Augen eines zufällig anwesenden Hotelkritikers. Und der Pensionskatze: dem unsäglich hässlichen Sphynx-Kater Amenhotep. Das Chaos ist perfekt!


  • Spieldauer: 8 Stunden und 16 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Audible Studios
  • Sprecher: Sonngard Dressler
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 25 April 2019
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B07QP7F6TQ
  • Reihe: K&K-Schwestern (Band 1)





Ab und zu muss es auch mal etwas Locker-Leichtes sein. Der Einstieg in die Reihe um die Schnüffelschwestern schien mir da genau das Richtige. Kein wirkliches Krimi-Highlight, aber genau die richtige Unterhaltung für zwischendurch, die ich mir erhofft hatte. Macht jedenfalls Lust auf mehr!