Dienstag, 30. Dezember 2025
Wittstock, Uwe: Karl Marx in Algier
Freitag, 18. Juli 2025
McCann, Colum: American Mother
2021 sitzt Diane Foley, Mutter des 2014 durch den IS enthaupteten US-Journalisten James Foley, im Gefängnis einem Briten namens Alexanda Kotey gegenüber, der sich soeben des Kidnappings, der Folter und der Ermordung ihres Sohnes in Syrien schuldig bekannt hat. Mit dieser ungeheuerlichen Begegnung beginnt American Mother , Colum McCann hat Diane Foley für dieses Erinnerungsbuch seine Stimme geliehen. Gemeinsam lassen sie das Leben des Getöteten Revue passieren und setzen einem Mann ein Denkmal, der als Journalist über die Killing Fields dieser Welt berichtete, angetrieben vom Streben nach Wahrheit. Diane Foley will sich nicht im Hass verlieren, will nicht im Schmerz verharren. Sie kämpft für die Angehörigen von Geiseln, gegen die Trägheit der Institutionen und ruht nicht, bis sie am Ende dem Mörder ihres Kindes ein Eingeständnis entlockt hat – und ihm die Hand reicht. (Verlagsbeschreibung)
Kurzmeinung: Erst unfassbar emotional, dann zunehmend sachlich-distanziert - die Mutter eines von der IS entführten und enthaupteten Journalisten erzählt...
Sonntag, 26. Januar 2025
Stachnau, Hendrik: Voice of Nature - Ich und Ich
Ein großes Plakat mit Schlittenhunden in weiter Winterlandschaft erblickte ich am „Alexanderplatz“. Besser gesagt in Treptow auf der BuchBerlin. Schlittenhunde und das Wort YUKON. Da denkt man doch gleich an Jack London, Wolfsblut und die Goldsucher des 19. Jahrhunderts.
Aber die Bewältigung des Yukon Quests, des längsten Schlittenhunderennens auf der Welt, ist nicht einfach Inhalt eines Sportbuches...
Hendrik spannte den Hund vor einen Bollerwagen und versuchte schon als Junge, den Hund zum Laufen zu bekommen. Mit Würstchen. Jedoch merkte er alsbald, das nicht jeder Hund auch ein Leithund ist.
Mittwoch, 2. Oktober 2024
BlogPost Nr. 209: HERRHAUSEN - Herr des Geldes (Miniserie ARD)
Sonntag, 31. März 2024
2000 Seiten Geschichte... Eine Buchvorstellung in Berlin
Über der Bühne winkt Walter Ulbricht, um den und andere gehts, denn Ilko-Sascha Kowalczuk stellt beide Bände seiner Biografie über den "erfolgreichsten Kommunisten Deutschlands" vor. Die Eingangsrede hält der Präsident der Gastgeberin, Christoph Markschies, er hat durchaus Beziehungen zu Ulbricht gefunden, denn in diesem Gebäude saß ehemals die Akademie der Wissenschaften der DDR. Nach einem Grußwort von Frank Ebert, trat Ilko-Sascha Kowalczuk an das Rednerpult und stellte zum Beispiel fest, dass es ein Verlag wie C.H. Beck sicherlich nicht so toll findet, wenn der Autor einer 2000seitigen Biografie sich eigentlich keinen Deut darum scheert, wie es denn um den Verkauf eines solchen Werkes stehen könnte. Ansonsten wäre der Verlag der "Olymp" für einen Historiker wie ihn.
Der Hinweis auf die Marx-Biografie des "großen marxistischen Historikers" Franz Mehring lies mich gestern das eBook besagter Biografie erwerben. Mal sehen, wie sich die über einhundert Jahre alte Biografie lesen lässt.
Dann fragte er noch, ob denn Geschichte überhaupt einen Sinn aufweist, und ob dann eine Biografie fragwürdig wäre, wenn dies nicht so wäre. Trotz des Bezuges auf Leute wie Sartre oder Popper, das Publikum wird schon einen Sinn darin gesehen haben, der Diskussion rund um die Buchvorstellung zu folgen.
Mittwoch, 27. März 2024
Kowalczuk, Ilko-Sascha: Walter Ulbricht - Der deutsche Kommunist
Montag, 14. August 2023
Caesar, Mary: Meine Reise zur Heilung - Überleben in der Residential School
Es ist noch nicht lange her, 1998/1999, da entschuldigte sich der kanadische Ministerpräsident und die beteiligten Kirchen, mehr oder weniger inoffiziell, für den Versuch, ganze indigene Kulturen auszulöschen: kurz für ein Menschheitsverbrechen mit genozidalen Merkmalen. Ausgerechnet Schulen dienten dazu.
Diese Residential Schools, in den USA oft Border Industrial Schools genannt, entstanden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und wurden (in Kanada) bis 1996 (!) betrieben.
Die 1955 geborene Mary Caesar, Kaska First Nation, absolvierte eine solche Schule und begab sich auf ihren „Weg der Heilung“. Mit Kunst und Lyrik, Malerei und Erzählungen hat sie diesen autobiografischen Weg veröffentlicht. Sie überlebte die oft unmenschlichen Bedingungen in einer dieser kirchlich geführten Einrichtungen.
Montag, 17. Juli 2023
Lemper, Ute: Die Zeitreisende - Zwischen Gestern und Morgen
Wie stieß ich einst auf Ute Lemper? Ein Kinderbuch von Karen Levine mit dem Titel Hanas Koffer handelte von einem jüdischen Mädchen namens Hana, die in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Für die umfangreichere Buchbesprechung recherchierte ich viele Dinge und stieß auf ein Lied von Ilse Weber, das heißt Ich wandre durch Theresienstadt. Dann fand ich unter YouTube eine Interpretin des Liedes und stöberte gleich weiter nach jüdisch und jiddischen Liedern der Ute Lemper. Das war im Frühjahr 2016.
Ein knappes Jahr später spielte der Weltstar in der wunderbaren Konzertkirche von Neustrelitz ihr Programm The 9 secrets nach Paulo Coelhos Roman Die Schriften von Accra. Ungewohnte Musik, neun thematische Lieder und ich hätte mich erst einmal belesen sollen, Ute Lemper sang sie auf englisch. Ich lehnte mich zurück und hörte nur zu.
Im November 2019 dann erlebte ich ihr Programm Rendezvous mit Marlene im Dresdner Ostra Dome. Die Geschichte dahinter kannte ich schon, so manches hatte ich nachgelesen und tat mich etwas schwer mit Ute Lemper und ihrer Musik, Ute / Marlene begeisterte mich.
Kürzlich entdeckte ich die Biografie, mit dem Titel Die Zeitreisende, auch dazu gibt es eine Liedersammlung auf Englisch, Time Traveller. Es ist bereits die zweite Biografie...
Dienstag, 7. Februar 2023
Schütt, Rüdiger: Gorch Fock - Die Biografie
Samstag, 28. Januar 2023
Neuenkirchen, Andreas: Codename: Sempo - Wie ein japanischer Diplomat Tausenden Juden das Leben rettete
Mittwoch, 12. Oktober 2022
Kuegler, Dietmar: Walk the Line...
Vor zwei Wochen verstarb 91jährig die Country-Ikone Loretta Lynn. Litterae-Artesque veröffentlichte dazu einen kleinen Nachruf. The Coal Miner´s Daughter entstammte einer Bergarbeiterfamilie, was in dem Film Nashville Lady eindrucksvoll zur Geltung kam. Außerdem erinnerte die Geschichte an die Hillbilly-Elegie von J.D. Vance. Das ich aber überhaupt darauf aufmerksam wurde, ist dem Post von Dietmar Kuegler zu verdanken und mit ihm entspann sich eine kurze ergiebige Diskussion zu den Wurzeln der Country-Musik.
Während wir zuerst über die Hillbilly sprachen und die erstaunliche Hinwendung des Autors Vance nicht nur zu den Republikanern, sondern ebenso über dessen eigene Bewerbung um einen Sitz im Senat mit Unterstützung des Trump-Umfeldes, tauchte so am Diskussionsfirmanent der vermutlich bekannteste Country-Sänger Johnny Cash auf. Kuegler erwähnte im Zusammenhang mit den Hillbilly-Wurzeln das Heft 54 der Country Ideals mit dem Titel Walk the Line. Dyess Colony: Davon hatte ich noch nie etwas gehört. Nun liegt es vor mir. Walk the Line, das war der Titel des Musikfilm über J. Cash.
Samstag, 24. September 2022
Pfützner, Uta: Die Hölle misst 1000 Kilometer
Manchmal sind es die Geschichten hinter den Büchern, die einen aufhorchen lassen, so dass man unbedingt wissen will, wie die Geschichte ausgeht. Die Geschichte in diesem Fall hier ist eine Novelle und die hat einen realen Hintergrund. Doch war es zunächst das Cover, welches mich an einem Stand mit Fantasyliteratur der Dresden (er)erlesen am 11. September 2022, stutzen und halten ließ. Zwei gekreuzte Infanterie-Karabiner und ein Stahlhelm der Deutschen Wehrmacht.
Hinter dem Stand saß die Autorin, Uta Pfützner und erzählte vom Entstehen dieses schmalen Heftchens.
Ihr Großvater berichtete nie viel vom Krieg und viele Jahre hatte dies auch Gründe. Als er viel zu zeitig starb, fand sich im Haus unter den Dielen sein Kriegstagebuch. Der Vater der Autorin las ihr aus dem Tagebuch vor, denn wie so oft fällt es unserer Generation schwer, die Handschriften unserer Groß- und Urgroßeltern zu entziffern.
Uta Pfützner entschloss sich, die Erlebnisse ihres Großvaters in Form einer Novelle zu veröffentlichen. Der Titel ist bezeichnend und man ahnt, um was es geht.
Montag, 11. Juli 2022
Schönpflug, Daniel: Luise von Preußen...
Vor kurzem erst stellte ich auf unserem Blog die Preußische Madonna vor, Luise von Preußen, die Königin der Herzen zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Christine Gräfin von Brühl, schrieb über sie und so lasen wir im ersten Viertel des 21. Jahrhunderts was Hochadel über Hochadel zu berichten wusste. Die Biografie gefiel dem Dresdner Bücherjungen durchaus, die Autorin war ja mit dem Schwanenservice bereits Thema auf unserem Literaturblog.
Jedoch schien es, dass die Zeit, die Epoche, in der die Prinzessin von Mecklenburg – Strelitz Königin von Preußen wurde, etwas zu kurz kam. Daniel Schönpflugs Biografie kam da gerade recht, sich stand schon einige Jahre im Regal und nun las ich sie gleich „hinterher“.
Sonntag, 3. Juli 2022
BiF - Buch im Film: Luise von Preußen
Donnerstag, 30. Juni 2022
Brühl, Gräfin Christine von: Die preußische Madonna
Lebt man in Neustrelitz, einer betulichen Kleinstadt in der Mecklenburgischen Seenplatte, dann stößt man schnell in der Stadt und der näheren Umgebung auf die Person, um die es in diesem Buch geht. Der Landkreis hieß bis 2011 Mecklenbug–Strelitz, was sich mit dem Namen des ehemaligen Herzogtums deckt. Es ist der Name der Person, die Namensgeberin für den Titel der hier zu besprechenden Biografie ist:
Luise Auguste Wilhelmine Amalie Herzogin zu Mecklenburg-Strelitz
Viel bekannter ist sie als Luise, Königin von Preußen. Es gibt unzählige Bücher über die viel zu früh verstorbene Mutter des ersten deutschen Kaisers, dieses hier hat allerdings eine Autorin aus nicht minder berühmten Hause verfasst. Christine Gräfin von Brühl, Vorfahren von ihr wirkten als Erzieher im Hause Hohenzollern, dem preußischen Königshaus; der berühmteste jedoch war der größte Feind des preußischen Königs, den man Friedrich den Großen nannte. Graf Heinrich von Brühl, erster Minister August III, König von Polen und Kurfürst von Sachsen. Aber Brühl starb dreizehn Jahre vor Luises Geburt.
Es ist nicht die erste Biografie über „Jungfrau Husch“, die in meinem Regal landete, aber Christine von Brühl war vor nicht langer Zeit schon einmal präsent hier im Blog:
Es ging um Schwäne in Weiß und Gold. Doch widmen wir uns nun einer Prinzessin und Königin, die nicht nur im ehemaligen Herzogtum Mecklenburg-Strelitz und im ehemaligen Königreich Preußen zu den bekanntesten weiblichen Persönlichkeiten deutscher Herrscherhäuser gehört.
Freitag, 25. März 2022
Schley, Fridolin: Die Verteidigung
Sonntag, 6. März 2022
Morgenroth, Thomas: Rolf Hoppe...
Es ist ein bisschen wie Zufall. Das Büchlein, welches hier vor mir liegt, war ein Geschenk zu einem der üblichen Geschenkanlässe, die bei mir so im Dezember anstehen. Es fand im letzten Dezember zu mir und es ist ein durchaus ausgesuchtes Geschenk für einen Dresdner, der die kulturellen „Einrichtungen“ der Stadt viel zu selten besucht. Zwei davon wollte ich immer besuchen: Auf Schloss Wesenstein eine Lesereihe und ein Hoftheater in Weißig. Doch der Hauptakteur lebt leider nicht mehr. Dresdner werden nun wissen, von wem ich schreibe.
Der Autor des Büchleins schildert im zweiten Text eine Episode, die mir vor kurzem wieder unterkam: Eine Filmszene in der der Bösewicht Bashan auf den Häuptling Weitspähender Falke zugeht und kurz darauf dessen Messer in der Brust spürt, worauf der Dakota leider auch zusammengeschossen wird. Das sind so Kindheitsfilmerlebnisse, die bleiben und dieses habe ich mit Thomas Morgenstern fast gemeinsam, es liegen vielleicht ein paar wenige Jahre dazwischen. Der Häuptling und der Bandit sind seitdem befreundet. Die Rede ist von Gojko Mitic und von Rolf Hoppe. Von Letzterem handelt dieses Büchlein, welches dessen Tochter Josephine Hoppe mit herausgegeben hat.
Dienstag, 22. Februar 2022
#ichbinsophiescholl - Ein Projekt des SWR
Ich denke, dass informierte Leser wissen, von wem hier die Rede ist, es ist Sophia Magdalena „Sophie“ Scholl, geboren am 09. Mai 1921. Das Projekt, von dem ich schreibe, ist der Instagram-Kanal #ichbinsophiescholl.
Der SWR hat das Projekt im April 2021 gestartet, kurz vor dem 100. Geburtstag der jungen Widerstandskämpferin. Es war der Tag, an dem Sophie Scholl von Ulm nach München fährt, endlich studieren, endlich frei, endlich ihren Bruder Hans wieder sehen. An diesem Tag beginnt Luna Wedler, eine junge österreichische Schauspielerin, unter #ichbinsophiescholl ihr Leben öffentlich zu machen mit den Mitteln von Instagram.
Montag, 14. Februar 2022
Rutsch, Hans-Dieter: DER WANDERER. Das Leben des Theodor Fontane
Samstag, 5. Februar 2022
De Saint-Exupéry, Antoine: Autorenseite
Wer kennt ihn nicht, den Vater des kleinen Prinzen, Antoine des Saint-Exupéry.
Biografisches
- geb. am 29.06.1900 in Lyon
- gefallen: 31.07.1944
- Architektur-Studium ohne Abschluss
- Pilotenausbildung
- Aufbau des Luftpost- und Frachtluftverkehrs in Argentinien
- heiratete 1931er Consuelo Suncín Sandoval,
- Flieger, Werbebeauftragter, Journalist und Autor
- Luftwaffenpilot im II. Weltkrieg
- Absturz bei einem Aufklärungsflug am 31.07.1944.














