Kurzmeinung: Ein wichtiges Buch mit einer notwendigen Botschaft, dem jedoch stellenweise die Differenzierung fehlt... Gelungene Autorenlesung!
Kurzmeinung: Ein wichtiges Buch mit einer notwendigen Botschaft, dem jedoch stellenweise die Differenzierung fehlt... Gelungene Autorenlesung!
Erinnerungen an ein zerstörtes Land untertitelt Hamza Abu Howidy das vorliegende Buch, der sich erinnert, am Strand von Gaza einst Muscheln gesammelt zu haben. Es ist ein neues, ein aktuelles Buch aus dem Fischer-Verlag.
Ein großes Plakat mit Schlittenhunden in weiter Winterlandschaft erblickte ich am „Alexanderplatz“. Besser gesagt in Treptow auf der BuchBerlin. Schlittenhunde und das Wort YUKON. Da denkt man doch gleich an Jack London, Wolfsblut und die Goldsucher des 19. Jahrhunderts.
Aber die Bewältigung des Yukon Quests, des längsten Schlittenhunderennens auf der Welt, ist nicht einfach Inhalt eines Sportbuches...
Hendrik spannte den Hund vor einen Bollerwagen und versuchte schon als Junge, den Hund zum Laufen zu bekommen. Mit Würstchen. Jedoch merkte er alsbald, das nicht jeder Hund auch ein Leithund ist.
Rafik Schami spaziert mit seinen Zuhörern durch Damaskus und erzählt Geschichten aus seiner Kindheit, über die Veränderung der früheren Weltstadt, der Sitten und Bräuche sowie die ewige Gültigkeit menschlicher Weisheit. Passende Musik begleitet das Eintauchen in die arabische Kultur. (Verlagsbeschreibung)
Kurzmeinung: Atmosphärische Reise in eine Kindheit und Jugend in Damaskus (Syrien) - Autorenlesung mit arabischer Musik unterlegt, passend komponiert...
Stefanie ist 6 Jahre alt, als ihr Vater sie aus Deutschland nach Weißrussland entführt. Obwohl sie ihre Mutter und Schwester vermisst, überwiegt die Sorge um ihren Vater, der tief in seinen Problemen gefangen ist. Über viele Jahre hinweg kann Stefanies Mutter ihre Tochter nicht mehr sehen – bis zu dem Tag, an dem Stefanie es wagt, den Weg zurück nach Deutschland zu ihrer Mutter zu finden. Denn trotz der Gefahr, organisiert die Mutter eine Rückholmission. „Heimat der Gefühle“ erzählt die bewegende Geschichte von Stefanies Reise und der beiden Menschen, die sie mehr liebt als alles andere: ihren Vater und auch ihre Mutter. (Verlagsbeschreibung)
Maud Martha Brown wächst in den 1940ern in der South Side von
Chicago auf. Inmitten von verfallenen Kneipen und überwucherten Gärten
träumt sie von New York, von der großen Liebe, von einer heiteren
Zukunft. Sie schwärmt für Löwenzahn, verliebt sich das erste Mal,
dekoriert ihre erste eigene Küchenzeile, bekommt ein Kind. Auch ihr
hellhäutigerer Mann hat Träume: vom «Foxy Cats Club», von anderen
Frauen, vom Krieg. Und dann ist da als allgegenwärtiger Begleiter noch
der Rassismus dieser Zeit, angesichts dessen es nicht immer leicht
fällt, Gleichmut und Würde zu bewahren. In lakonischen Vignetten
skizziert Gwendolyn Brooks den Alltag einer jungen Schwarzen Frau und
erschafft dabei große Weltliteratur. (Verlagsbeschreibung)
Cordelia heißt das Mädchen und ihre Mutter ist die bekannte Schriftstellerin Elisabeth Langgässer.
Eindeutig ein Buch gegen das Vergessen, von denen so einige hier im Blog bereits besprochen wurden. Doch mit der Nennung des Namens Langgässer wurde mein Interesse vor allem geweckt, hatte ich doch vor einem knappen Jahr deren Roman PROSERPINA – EINE KINDHEITSMYTHE aus der Reihe Perlen der Literatur gelesen und auch darüber geschrieben. Grob kannte ich also deren Geschichte. „Christlich orientiert, der Tradition christlicher Mystikerinnen nahestehend“ so steht es zu Beginn des Wikipedia-Artikels.
Im Vorwort zu PROSERPINA schreibt Charlotte Ückert, dass die mystisch, dunkle Sprache, teilweise voller unterschwelliger Erotik den belesenen Menschen im Jahre der Veröffentlichung, 1932, besser bekannt war: an den bürgerlich-humanistischen Gymnasien und Lyzeen wurden lateinische und griechische Originale im Original gelesen. Proserpina (Persephone – Tochter von Zeus und Demeter) ist ein Mädchen, welches in einem unheimlichen Garten lebt...
Den Link zur Tochter Cordelia im Wikipedia-Artikel hatte ich nicht beachtet...
Und nun dieser Hinweis in einem Facebook-Post...
Auf der kleinen Buchmesse Dresden (er)lesen steuerte ich zielgerichtet den Stand von Noack & Block an. Begierig, mehr zu erfahren, zum Beispiel darüber, ob der mittlerweile fünfundneunzigjährige Autor den dritten Teil der Saga, die sich gleichermaßen um seine Familie rankt, nun schreibt. Ich hatte mich durch das Internet gewühlt und fand zu Bergel eine Reihe Einträge, die mir nicht alle gefielen, auch aus Gründen der politischen Anschauungen, die dabei zu erkennen waren.
Die Wiederkehr der Wölfe hatte ich da gerade erst begonnen, das beflügelnde Gespräche führte mich zu Literatur über Hans Bergel aus der Frank & Timme GmbH, zu der die Edition Noack & Block gehört. Der Mann ohne Vaterland – Hans Bergel – Leben und Werk von Renate Windisch-Middendorf begleitete das Lesen der letzten einhundert Seiten und erhellte so manchen Aspekt zu einem Menschen, der mehr Beachtung im deutschen Literaturkosmos verdient. Die Rumänen schauen da mehr auf den 1968 in die Bundesrepublik Deutschland ausgereisten gebürtigen Kronstädter (Brasov). Der Tanz in Ketten wird das nächste Buch sein, doch nun geht es um die Wiederkehr der Wölfe.
Wie stieß ich einst auf Ute Lemper? Ein Kinderbuch von Karen Levine mit dem Titel Hanas Koffer handelte von einem jüdischen Mädchen namens Hana, die in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Für die umfangreichere Buchbesprechung recherchierte ich viele Dinge und stieß auf ein Lied von Ilse Weber, das heißt Ich wandre durch Theresienstadt. Dann fand ich unter YouTube eine Interpretin des Liedes und stöberte gleich weiter nach jüdisch und jiddischen Liedern der Ute Lemper. Das war im Frühjahr 2016.
Ein knappes Jahr später spielte der Weltstar in der wunderbaren Konzertkirche von Neustrelitz ihr Programm The 9 secrets nach Paulo Coelhos Roman Die Schriften von Accra. Ungewohnte Musik, neun thematische Lieder und ich hätte mich erst einmal belesen sollen, Ute Lemper sang sie auf englisch. Ich lehnte mich zurück und hörte nur zu.
Im November 2019 dann erlebte ich ihr Programm Rendezvous mit Marlene im Dresdner Ostra Dome. Die Geschichte dahinter kannte ich schon, so manches hatte ich nachgelesen und tat mich etwas schwer mit Ute Lemper und ihrer Musik, Ute / Marlene begeisterte mich.
Kürzlich entdeckte ich die Biografie, mit dem Titel Die Zeitreisende, auch dazu gibt es eine Liedersammlung auf Englisch, Time Traveller. Es ist bereits die zweite Biografie...
"Im DRESDNER VERLAG verdient es jedes gut gemachte Manuskript, dessen Inhalt sich an gesellschaftliche und moralische Normen hält, in einem Buch veröffentlicht zu werden. Wir unterliegen bei der Auswahl unserer Texte keinen modischen Zwängen, sind offen für Programmvielfalt und schrecken auch vor kleinen Auflagen nicht zurück. Bei uns steht der Autor im Mittelpunkt."
Ich weiß nicht, ob das hier vor mir liegende Buch nicht auch in anderen Verlagen herausgebracht worden wäre, aber es passt zu einem Verlag, der sich Dresdner Verlag nennt. Sicherlich ahnen es die Leserinnen und Leser, die Erwähnung von Carus, der Hinweis auf eine Autobiografie und der Verlag zeigen, hier schreibt einer seinen "Lebenslauf", der nicht nur Mediziner ist:
Professor Dr. med. Stefan R. Bornstein ist Direktor des Zentrums für Innere Medizin und der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Dresden sowie transCampus-Dekan am King’s College London, wurde bekannt durch seine Pionierarbeiten zu den physiologischen Grundlagen von Stress.
Ungewöhnlich, diese lange Vorrede und das, wo doch der Professor "nicht einmal" Dresdner ist...
Bernhard Paul hat uns das Träumen geschenkt. Mit dem Circus Roncalli gelang ihm die Neuerfindung des Zirkusses in einer Welt, die die Kraft der Fantasie vergessen hat. Erstmals erzählt der Erfinder der Traumfabrik Roncalli nun auch offen und tabulos von den Abgründen seiner Kindheit und von seiner Rettung. Seine Autobiografie ist ein Plädoyer für das Miteinander von Menschen aus aller Welt, für Kreativität und grenzenloses Denken. Der Zirkusdirektor und beliebte Clown Zippo nimmt uns mit in das Wien der 70er Jahre an der Seite von Manfred Deix und Gottfried Helnwein, erzählt über seine Freundschaft und den Bruch mit André Heller, über seine Begegnungen mit Stars und Politikern. Vor allem aber schreibt er eine große Menschheitsparabel über die Bedeutung der Kreativität in einer Welt, die uns immer verrückter und komplexer erscheint. (Klappentext)
Drei Heldentaten habe sie in ihrem Leben vollbracht, erklärt Helga Schuberts Mutter ihrer Tochter: Sie habe sie nicht abgetrieben, sie im Zweiten Weltkrieg auf die Flucht mitgenommen und sie vor dem Einmarsch der Russen nicht erschossen. In kurzen Episoden erzählt Helga Schubert ein deutsches Jahrhundertleben – ihre Geschichte, sie ist Fiktion und Wahrheit zugleich. Als Kind lebt sie zwischen Heimaten, steht als Erwachsene mehr als zehn Jahre unter Beobachtung der Stasi und ist bei ihrer ersten freien Wahl fast fünfzig Jahre alt. Doch vor allem ist es die Geschichte einer Versöhnung: mit der Mutter, einem Leben voller Widerstände und sich selbst.
Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse...
Im Herbst des letzten Jahres schaute die Welt auf die USA: Wer würde die Wahl zum Präsidenten gewinnen? Gibt es einen Wechsel in der Politik? Kann der Vizepräsident des Vorgängers des amtierenden Präsidenten diesen nach dessen erster Legislaturperiode ablösen?
Gegenüber amerikanischen Wahlkämpfen kommen dem deutschen Leser die „eigenen“ sich ebenfalls vierjährlich wiederholenden Bundestagswahlen förmlich (und glücklicherweise) fast langweilig vor.
Am 20. Januar 2021 blickte die Welt erneut nach Washington, der neue Präsident heißt Joe Biden und dessen einstiger Chef saß im Auditorium: Präsident Barack Obama, um dessen Memoiren geht es.
Im letzten Jahr berichtete ich von einem Ausflug nach Stölln. Es war ein li(t)erarischer Ausflug, dessen Ausbeute neben anderen dieses beinhaltete: MAYDAY ÜBER SARAGOSSA. Ein Fliegerbuch. 
Über Leonhard Peltier – Mitch Walking Elk