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Samstag, 27. September 2025

Rohrbach Carmen: Solange ich atme

Betrachte ich mir den Titel dieses Taschenbuches, fallen drei Dinge auf: Eine fröhlich lachende sonnenbebrillte Frau, der deutliche Titel und mehr noch der Untertitel – Meine dramatische Flucht aus der DDR... – und dass das Buch bei Malik / National Geographic herausgekommen ist. Carmen Rohrbach las am 14. September 2025 aus dieser Autobiografie bei Dresden (er)lesen

Am Stand auf der kleinen feinen Buchmesse hoch über der Elbe im Schloss Albrechtsberg war sehr schnell zu erkennen, was ihr Leben prägte: Eine nicht sofort zu überschauende Zahl von Reisebüchern aus aller Welt lagen aus. 

Von Patagonien wird an anderer Stelle noch zu schreiben sein, bleiben wir vorerst bei der Autobiografie.

Sonntag, 26. Januar 2025

Stachnau, Hendrik: Voice of Nature - Ich und Ich

Buchmessen sind dafür da, dass man sich Bücher ansieht, oder gar erwirbt, nach denen man in Buchhandlungen oder im Netz kaum suchen würde. Zumindest hätte ich nach diesem nicht gesucht, obwohl mir solche Abenteuer durchaus liegen. Man suche nur nach dem Stichwort Everest auf diesem Blog.

Ein großes Plakat mit Schlittenhunden in weiter Winterlandschaft erblickte ich am „Alexanderplatz“. Besser gesagt in Treptow auf der BuchBerlin. Schlittenhunde und das Wort YUKON. Da denkt man doch gleich an Jack London, Wolfsblut und die Goldsucher des 19. Jahrhunderts. 

Aber die Bewältigung des Yukon Quests, des längsten Schlittenhunderennens auf der Welt, ist nicht einfach Inhalt eines Sportbuches...

Inhalt. Der 1983 geborene Hamburger Hendrik Stachnau ist ein zielstrebiger Mensch. In jungen Jahren las er einmal von diesen Schlittenhunderennen in Alaska und das lies ihn nicht mehr los. Hilfreich war, dass seine Eltern so einen Alaska Malamute anschafften. Einen von den vier reinrassigen Schlittenhunderassen: Sibirien Husky, Samojede, der Alaska Malamute und der  Grönlandhund.  

Hendrik spannte den Hund vor einen Bollerwagen und versuchte schon als Junge, den Hund zum Laufen zu bekommen. Mit Würstchen. Jedoch merkte er alsbald, das nicht jeder Hund auch ein Leithund ist. 

Montag, 11. November 2024

Schami, Rafik: Murmeln meiner Kindheit (Hörbuch)

 

Rafik Schami spaziert mit seinen Zuhörern durch Damaskus und erzählt Geschichten aus seiner Kindheit, über die Veränderung der früheren Weltstadt, der Sitten und Bräuche sowie die ewige Gültigkeit menschlicher Weisheit. Passende Musik begleitet das Eintauchen in die arabische Kultur. (Verlagsbeschreibung)

DNB / steinbach sprechende bücher / 2009 / ISBN ISBN: 978-3-88698-952-2 / 172 Minuten
 
Rafik Schami bei Litterae Artesque:  

 

 

 

 

Kurzmeinung: Atmosphärische Reise in eine Kindheit und Jugend in Damaskus (Syrien) - Autorenlesung mit arabischer Musik unterlegt, passend komponiert...


Mittwoch, 3. Januar 2024

Butakowa, Stefanie: Heimat der Gefühle

 

Stefanie ist 6 Jahre alt, als ihr Vater sie aus Deutschland nach Weißrussland entführt. Obwohl sie ihre Mutter und Schwester vermisst, überwiegt die Sorge um ihren Vater, der tief in seinen Problemen gefangen ist. Über viele Jahre hinweg kann Stefanies Mutter ihre Tochter nicht mehr sehen – bis zu dem Tag, an dem Stefanie es wagt, den Weg zurück nach Deutschland zu ihrer Mutter zu finden. Denn trotz der Gefahr, organisiert die Mutter eine Rückholmission. „Heimat der Gefühle“ erzählt die bewegende Geschichte von Stefanies Reise und der beiden Menschen, die sie mehr liebt als alles andere: ihren Vater und auch ihre Mutter. (Verlagsbeschreibung)

DNB / tredition - Sanvema / 2023 / ISBN 978-3347911635 / 180 Seiten




 

 

 

 

Dieses Buch fiel mir durch Zufall in die Hand - mitgenommen aus einem Bücherschrank. Es passte gut zur literarischen Weltreise, einer Challenge bei Lovelybooks, an der ich wie jedes Jahr teilnehme. Dafür greife ich auch mal zu Büchern, die mich nicht auf Anhieb ansprechen. Ob mir diese autobiografischen Einblicke gefallen haben? Lest selbst:


Freitag, 24. November 2023

Brooks, Gwendolyn: Maud Martha

 


Maud Martha Brown wächst in den 1940ern in der South Side von Chicago auf. Inmitten von verfallenen Kneipen und überwucherten Gärten träumt sie von New York, von der großen Liebe, von einer heiteren Zukunft. Sie schwärmt für Löwenzahn, verliebt sich das erste Mal, dekoriert ihre erste eigene Küchenzeile, bekommt ein Kind. Auch ihr hellhäutigerer Mann hat Träume: vom «Foxy Cats Club», von anderen Frauen, vom Krieg. Und dann ist da als allgegenwärtiger Begleiter noch der Rassismus dieser Zeit, angesichts dessen es nicht immer leicht fällt, Gleichmut und Würde zu bewahren. In lakonischen Vignetten skizziert Gwendolyn Brooks den Alltag einer jungen Schwarzen Frau und erschafft dabei große Weltliteratur. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Manesse / 2023 / ISBN 978-3-7175-2564-6 / 160 Seiten

 

 

 

 

 

Erneut ein Buch, das ich bei Whatchareadin im Rahmen einer Leserunde lesen durfte - herzlichen Dank dafür, auch an den Verlag! Hierbei handelt es sich um die Wiederentdeckung der Schwarzen amerikanischen Literatur. "Maud Martha" (Ersteerscheinung 1953) ist der einzige Roman der Pulitzer-Preisträgerin und nun erstmals auf Deutsch erschienen. Wie mir dieser Roman nun gefiel, könnt Ihr hier nachlesen:

Mittwoch, 27. September 2023

Frank, Ludwig: Auf den Bühnen der Welt

Im Untertitel lesen wir: DIE MACHT DES SCHICKSALS
Aha, Eine MAB - MusikerAutoBiografie. aus dem UltraViolett-Verlag. Dem ungefähr gleichaltrigem weißhaarigen Autor dieses Büchleins lauschte ich am 10. September im Schloss Albrechtsberg. Kenner dieses Blogs wissen, da findet seit sieben Jahren dieses Bücher-Event statt, welches den Namen Dresden (er)lesen trägt. Nun, Katja Völkel vom Verlag wies auf die dünne Broschüre und die Lesung, die folgte, hin...

Oops, Ludwig Frank ist überhaupt kein Musiker, obwohl der kleine Ludwig lange zum Klavier üben "angehalten" wurde und dann mehrere Jahre Unterricht für die Oboe erhielt. Berühmter Dirigent der Vater (wohl nicht nur in der DDR - in der sich die Jugend des Autoren abspielte), berühmt auch die Mutter als Opernsängerin, Wagner & mehr wurde dem Jungen in die Wiege gelegt. Gleichwohl, es war sehr amüsant zu lesen und zu hören, dass der musische Knabe als Musiker nicht die erste Wahl werden sollte und wollte. Ach ja, geboren ist er in Dresden...

Aber wenn der Mann eine MAB schreibt, dann muss er wohl was geleistet haben? Liest man Teil 1 des Büchleins amüsiert man sich über den Jungen, der versonnen die langen Wagneropern hören kann, tappt mit ihm zum ungeliebten Unterricht in "militärisch" anmutenden Musikgymnasien und geht dann mit ihm in die Lehre zum VEB Blechblas. Was er dort lernt ist was Großes, denn im ehemaligen Werk der Gebr. Mönnig lernt er den Instrumentenbau, voll überzeugt, auf diesem Gebiet der Beste werden zu wollen.

Mittwoch, 13. September 2023

Edvardson, Cordelia Marie: Gebranntes Kind sucht das Feuer

Vor einigen Wochen stieß ich auf ein Hörbuch, welches in Kürze und vor allem ungekürzt herauskommen sollte. Der Begleittext zu GEBRANNTES KIND SUCHT DAS FEUER wies auf die Deportation eines 14jährigen Mädchen über Theresienstadt nach Auschwitz hin. Der Roman, den das Mädchen als erwachsene Frau schrieb, würde eine „schmerzhafte Annäherung an den Verrat durch die eigene Mutter“ sein. 

Cordelia heißt das Mädchen und ihre Mutter ist die bekannte Schriftstellerin Elisabeth Langgässer

Eindeutig ein Buch gegen das Vergessen, von denen so einige hier im Blog bereits besprochen wurden. Doch mit der Nennung des Namens Langgässer wurde mein Interesse vor allem geweckt, hatte ich doch vor einem knappen Jahr deren Roman PROSERPINA – EINE KINDHEITSMYTHE aus der Reihe Perlen der Literatur gelesen und auch darüber geschrieben. Grob kannte ich also deren Geschichte. „Christlich orientiert, der Tradition christlicher Mystikerinnen nahestehend“ so steht es zu Beginn des Wikipedia-Artikels. 

Im Vorwort zu PROSERPINA schreibt Charlotte Ückert, dass die mystisch, dunkle Sprache, teilweise voller unterschwelliger Erotik den belesenen Menschen im Jahre der Veröffentlichung, 1932, besser bekannt war: an den bürgerlich-humanistischen Gymnasien und Lyzeen wurden lateinische und griechische Originale im Original gelesen. Proserpina (Persephone – Tochter von Zeus und Demeter) ist ein Mädchen, welches in einem unheimlichen Garten lebt...

Den Link zur Tochter Cordelia im Wikipedia-Artikel hatte ich nicht beachtet...

Und nun dieser Hinweis in einem Facebook-Post...

Donnerstag, 7. September 2023

Bergel, Hans: Die Wiederkehr der Wölfe

Eine neue Welt entstand vor meinen Augen, als ich begann, Hans Bergels autobiografisch hinterlegten Roman Wenn die Adler kommen las. Allein die Sprache, die die siebenbürgischen Karpaten beschrieb, die Menschen, mit denen Peter Hennerth, die Hauptfigur des Romans, in Berührung kam, die faszinierende Gestalt seines Großvaters Thomas Hardt, der den Enkel behutsam lenkt. Als die Adler kommen, geschieht ein großes Unglück und außerdem marschieren Soldaten mit dem Adler auf der Brust des Uniformrocks durch Europa und auch durch Rumänien.

Auf der kleinen Buchmesse Dresden (er)lesen steuerte ich zielgerichtet den Stand von Noack & Block an. Begierig, mehr zu erfahren, zum Beispiel darüber, ob der mittlerweile fünfundneunzigjährige Autor den dritten Teil der Saga, die sich gleichermaßen um seine Familie rankt, nun schreibt. Ich hatte mich durch das Internet gewühlt und fand zu Bergel eine Reihe Einträge, die mir nicht alle gefielen, auch aus Gründen der politischen Anschauungen, die dabei zu erkennen waren.

Die Wiederkehr der Wölfe hatte ich da gerade erst begonnen, das beflügelnde Gespräche führte mich zu Literatur über Hans Bergel aus der Frank & Timme GmbH, zu der die Edition Noack & Block gehört. Der Mann ohne Vaterland – Hans Bergel – Leben und Werk von Renate Windisch-Middendorf begleitete das Lesen der letzten einhundert Seiten und erhellte so manchen Aspekt zu einem Menschen, der mehr Beachtung im deutschen Literaturkosmos verdient. Die Rumänen schauen da mehr auf den 1968 in die Bundesrepublik Deutschland ausgereisten gebürtigen Kronstädter (Brasov). Der Tanz in Ketten wird das nächste Buch sein, doch nun geht es um die Wiederkehr der Wölfe.

Montag, 17. Juli 2023

Lemper, Ute: Die Zeitreisende - Zwischen Gestern und Morgen


Wie stieß ich einst auf Ute Lemper?
Ein Kinderbuch von Karen Levine mit dem Titel Hanas Koffer handelte von einem jüdischen Mädchen namens Hana, die in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Für die umfangreichere Buchbesprechung recherchierte ich viele Dinge und stieß auf ein Lied von Ilse Weber, das heißt Ich wandre durch Theresienstadt. Dann fand ich unter YouTube eine Interpretin des Liedes und stöberte gleich weiter nach jüdisch und jiddischen Liedern der Ute Lemper. Das war im Frühjahr 2016.



Ute Lemper: Ich wandre durch Theresienstadt (Ilse Weber)


Ein knappes Jahr später spielte der Weltstar in der wunderbaren Konzertkirche von Neustrelitz ihr Programm The 9 secrets nach Paulo Coelhos Roman Die Schriften von Accra. Ungewohnte Musik, neun thematische Lieder und ich hätte mich erst einmal belesen sollen, Ute Lemper sang sie auf englisch. Ich lehnte mich zurück und hörte nur zu. 

Im November 2019 dann erlebte ich ihr Programm Rendezvous mit Marlene im Dresdner Ostra Dome. Die Geschichte dahinter kannte ich schon, so manches hatte ich nachgelesen und tat mich etwas schwer mit Ute Lemper und ihrer Musik, Ute / Marlene begeisterte mich.

Kürzlich entdeckte ich die Biografie, mit dem Titel Die Zeitreisende, auch dazu gibt es eine Liedersammlung auf Englisch, Time Traveller. Es ist bereits die zweite Biografie...

Freitag, 19. Mai 2023

Bornstein, Stefan R.: Brücken bauen - Ein Memoir

Über das Leben und die Arbeit von Ärzten und Wissenschaftlern haben wir nicht nur in Biografien, sondern auch in Romanen gelegentlich gelesen und darüber hier geschrieben. Carl Gustav Carus kommt gleich dreimal vor. Einmal in Flügel der Morgenröte von Kurt Arnold Findeisen und noch einmal in den CARUS-Sachen von Uwe Tellkamp, auch Ralf Günther schrieb ihm gleich einen ganzen Roman, die Rezension zum Der Leibarzt steht schon seit 2014 hier im Blog. 

Nach diesem Arzt, der im 19. Jahrhundert in Dresden wirkte, ist die Universitätsklinik der Technischen Universität benannt, die alten Dresdner sprechen aus alter Gewohnheit immer noch meist von der MEDAK.

Ein Memoir - So lautet der Untertitel dieses Buches, die nicht unbedingt ein Zufallsfund war, denn ich entdeckte diese am Stand des Dresdner Verlages auf der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr. Der Verleger, Holger Oertel überließ es mir als Rezensionsexemplar. 

Der Verlag bezeichnet sich als Autorenverlag und beschreibt sein Anliegen dabei so:
"Im DRESDNER VERLAG verdient es jedes gut gemachte Manuskript, dessen Inhalt sich an gesellschaftliche und moralische Normen hält, in einem Buch veröffentlicht zu werden. Wir unterliegen bei der Auswahl unserer Texte keinen modischen Zwängen, sind offen für Programmvielfalt und schrecken auch vor kleinen Auflagen nicht zurück. Bei uns steht der Autor im Mittelpunkt."

Ich weiß nicht, ob das hier vor mir liegende Buch nicht auch in anderen Verlagen herausgebracht worden wäre, aber es passt zu einem Verlag, der sich Dresdner Verlag nennt. Sicherlich ahnen es die Leserinnen und Leser, die Erwähnung von Carus, der Hinweis auf eine Autobiografie und der Verlag zeigen, hier schreibt einer seinen "Lebenslauf", der nicht nur Mediziner ist: 

Professor Dr. med. Stefan R. Bornstein ist Direktor des Zentrums für Innere Medizin und der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Dresden sowie transCampus-Dekan am King’s College London, wurde bekannt durch seine Pionierarbeiten zu den physiologischen Grundlagen von Stress. 

Ungewöhnlich, diese lange Vorrede und das, wo doch der Professor "nicht einmal" Dresdner ist...

Dienstag, 11. April 2023

Geiger, Arno: Das glückliche Geheimnis

Frühmorgens bricht ein junger Mann mit dem Fahrrad in die Straßen der Stadt auf. Was er dort tut, bleibt sein Geheimnis. Zerschunden und müde kehrt er zurück. Und oft ist er glücklich. Jahrzehntelang hat Arno Geiger ein Doppelleben geführt. Jetzt erzählt er davon, pointiert, auch voller Witz und mit großer Offenheit. Wie er Dinge tat, die andere unterlassen. Wie gewunden, schmerzhaft und überraschend Lebenswege sein können, auch der Weg zur großen Liebe. Wie er als Schriftsteller gegen eine Mauer rannte, bevor der Erfolg kam. Und von der wachsenden Sorge um die Eltern. Ein Buch voller Lebens- und Straßenerfahrung, voller Menschenkenntnis, Liebe und Trauer. (Klappentext)

DNB / Hanser / 2023 / ISBN: 978-3446276178  / 240 Seiten










Kurzmeinung:

 
Diese Mischung aus autobiographischen Anteilen und essayhaftem Sinnieren über das Leben konnte mich leider nicht so recht abholen...


Freitag, 24. März 2023

Paul, Bernhard: Meine Reise zum Regenbogen

Bernhard Paul hat uns das Träumen geschenkt. Mit dem Circus Roncalli gelang ihm die Neuerfindung des Zirkusses in einer Welt, die die Kraft der Fantasie vergessen hat. Erstmals erzählt der Erfinder der Traumfabrik Roncalli nun auch offen und tabulos von den Abgründen seiner Kindheit und von seiner Rettung. Seine Autobiografie ist ein Plädoyer für das Miteinander von Menschen aus aller Welt, für Kreativität und grenzenloses Denken. Der Zirkusdirektor und beliebte Clown Zippo nimmt uns mit in das Wien der 70er Jahre an der Seite von Manfred Deix und Gottfried Helnwein, erzählt über seine Freundschaft und den Bruch mit André Heller, über seine Begegnungen mit Stars und Politikern. Vor allem aber schreibt er eine große Menschheitsparabel über die Bedeutung der Kreativität in einer Welt, die uns immer verrückter und komplexer erscheint. (Klappentext)

DNB / Brandstätter / 2022 / ISBN: 978-3710606465  / 288 Seiten

 




Kurzmeinung:

 
Lebensträume - hier ist einer, der genügend Biss hatte, sie zu verwirklcihen. Mit Starrsinn, Kreativität und Idealismus. Chapeau!
 

Samstag, 9. Juli 2022

Kerkeling, Hape: Der Junge muss an die frische Luft (Hörbuch)

Mit Ich bin dann mal weg hat er Millionen Menschen inspiriert, persönliche Grenzen zu überschreiten. Jetzt spricht Hape Kerkeling über seine Kindheit; entwaffnend ehrlich, mit großem Humor und Ernsthaftigkeit. Über die frühen Jahre im Ruhrgebiet, Bonanza-Spiele, Gurkenschnittchen und den ersten Farbfernseher; das Auf und Ab einer dreißigjährigen, turbulenten Karriere - und darüber, warum es manchmal ein Glück ist, sich hinter Schnauzbart und Herrenhandtasche verstecken zu können. Über berührende Begegnungen und Verluste, Lebensmut und die Energie, immer wieder aufzustehen. (Klappentext)
 
 
 
 
 
 


  • Spieldauer: 7 Stunden und 45 Minuten, ungekürzte Ausgabe
  • ISBN: 978-3869522463
  • ASIN: B00NEU9P7W
  • Herausgeber: HörbucHHamburg HHV GmbH
  • Audible-Erscheinungsdatum06. Oktober 2014
  • Sprache: Deutsch
  • Sprecher: Hape Kerkeling



Obwohl das Buch seit Jahren in meinem Regal steht, habe ich letztlich doch lieber zum Hörbuch gegriffen - immerhin handelt es sich hierbei um eine Autorenlesung. Und was gäbe es Authentischeres als eine Autobiografie, die vom Verfasser selbst eingelesen wird? Auch Uwe (Dresdner Bücherjunge) hatte sich damals ja für das Hörbuch entschieden... Mit gehypten Büchern habe ich ja zuweilen so meine Probleme, und (Auto-)Biografien lese ich ehrlich gesagt auch nur sehr selten. Aber der Komiker, der seinerzeit ein wenig Anarchie in die beschauliche TV-Landschaft brachte, interessierte mich eben doch. Ob sich das Wagnis gelohnt hat? Lest selbst:

Sonntag, 27. März 2022

Müller, Herta: Die Nacht ist aus Tinte gemacht (Hörbuch)

In Die Nacht ist aus Tinte gemacht erzählt die Berliner Schriftstellerin Herta Müller ihre Kindheit im rumänischen Banat. Aus dem Gespräch heraus, ohne Manuskriptvorlage, erzeugt ihre behutsam sich vorantastende Stimme eine dichte, spannungsreiche Atmosphäre, in der vor dem Ohr des Hörers eine Welt zum Leben erweckt wird, die nur noch in der Erinnerung existiert. (Klappentext)








  • Herausgeber ‏ : ‎ supposé; 1. Edition (16. Oktober 2009)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Erzählerin  : Herta Müller
  • Ausgabe  : ungekürzt, 1 Stunde und 54 Minuten
  • ASIN  : B002TVQDFY


     

Seit der Lektüre ihres Romans 'Atemschaukel' habe ich mich bislang an kein weiteres Werk der Literaturnobelpreisträgerin (2009) gewagt. Als ich dann auf dieses doch recht kurz gehaltene Hörbuch stieß, erwachte jedoch sogleich mein Interesse, hier einen kleinen Einblick in die frühe Lebensgeschichte der Schriftstellerin zu bekommen - zumal sie hier (ausschließlich) selbst zu Wort kommt. Wie es mir damit erging, könnt ihr gerne hier nachlesen:


Freitag, 4. Juni 2021

Schubert, Helga: Vom Aufstehen

Ein Jahrhundertleben – verwandelt in Literatur

Drei Heldentaten habe sie in ihrem Leben vollbracht, erklärt Helga Schuberts Mutter ihrer Tochter: Sie habe sie nicht abgetrieben, sie im Zweiten Weltkrieg auf die Flucht mitgenommen und sie vor dem Einmarsch der Russen nicht erschossen. In kurzen Episoden erzählt Helga Schubert ein deutsches Jahrhundertleben – ihre Geschichte, sie ist Fiktion und Wahrheit zugleich. Als Kind lebt sie zwischen Heimaten, steht als Erwachsene mehr als zehn Jahre unter Beobachtung der Stasi und ist bei ihrer ersten freien Wahl fast fünfzig Jahre alt. Doch vor allem ist es die Geschichte einer Versöhnung: mit der Mutter, einem Leben voller Widerstände und sich selbst.

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse...

 

 

 

  • Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft (18. März 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Gebundene Ausgabe : 224 Seiten
  • ISBN-10 : 3423282789
  • ISBN-13 : 978-3423282789

 

 

Ein Buch, zu dem ich ohne die Leserunde bei Whatchareadin vermutlich nicht gegriffen hätte. Und was wäre mir da entgangen! Ich kannte bislang kein Werk der ostdeutschen Autorin, die noch keinen Roman verfasst hat, sondern immer Kurzgeschichten - so auch hier. Und auch wenn mir nicht jede einzelne der 29 Erzählung gleichermaßen zusagte, so gab es hier von mir die Höchstwertung. Die leisen Geschichten überraschen mit Kippmomenten und Widersprüchlichkeiten und sind oft pointiert auf den letzten Satz zugeschrieben. Große Kunst!

Donnerstag, 29. April 2021

Obama Barrack: Ein verheißenes Land

In einer Zeit, in der die älteren Lexika gegenüber Wikipedia eher spärliche Informationen geben, welche für einen Überblick zumeist ausreichen, muss es schon einen besonderen Grund geben, wenn man sich Memoiren vornimmt, also eine bestimmte Form von Autobiografien. Umso mehr, wenn der erste Band schon 1016 Seiten beinhaltet.

Im Herbst des letzten Jahres schaute die Welt auf die USA: Wer würde die Wahl zum Präsidenten gewinnen? Gibt es einen Wechsel in der Politik? Kann der Vizepräsident des Vorgängers des amtierenden Präsidenten diesen nach dessen erster Legislaturperiode ablösen?

Gegenüber amerikanischen Wahlkämpfen kommen dem deutschen Leser die „eigenen“ sich ebenfalls vierjährlich wiederholenden  Bundestagswahlen förmlich (und glücklicherweise) fast langweilig vor. 

Am 20. Januar 2021 blickte die Welt erneut nach Washington, der neue Präsident heißt Joe Biden und dessen einstiger Chef saß im Auditorium: Präsident Barack Obama, um dessen Memoiren geht es.

Montag, 13. April 2020

Kallbach / Münzberg: Mayday über Saragossa

Im letzten Jahr berichtete ich von einem Ausflug nach Stölln. Es war ein li(t)erarischer Ausflug, dessen Ausbeute neben anderen dieses beinhaltete: MAYDAY ÜBER SARAGOSSA. Ein Fliegerbuch. 

Gemeinsam mit Heribert Münzberg hat Flugkapitän Heinz-Dieter Kallbach dieses Buch herausgebracht. Kallbach war Jahrzehnte lang Pilot bei der INTERFLUG. Seine Geschichte aufzuschreiben, warum nicht mit jenem Münzberg (1941 – 2010), der als Experte für DDR-Wirtschaftsgeschichte mit Treuhanderfahrung diesen Staatskonzern unter militärisch-ziviler Leitung gut kannte? Die beiden taten sich zusammen und herausgekommen ist eine ungewöhnliche Autobiografie über das „spektakuläre Leben einer Fliegerlegende“



Donnerstag, 27. Februar 2020

Zwei Bücher zum Thema Indianer in der Gegenwart

Über Leonhard Peltier – Mitch Walking Elk

Ein Leben für die Freiheit – Michael Koch / Michael Schiffmann
Ich werde mich nie ergeben – Mitch Walking Elk (Autobiografie)

Zu Beginn
Es war während der Buchmesse 2016. Ich hörte in einer Buchvorstellung erstmal von einem Sioux – Indianer namens Leonard Peltier. Michael Koch und Michael Schiffmann stellten ihr Buch EIN LEBEN FÜR DIE FREIHEIT vor. Es handelt von der Rolle eines seit Jahrzehnten inhaftierten Indianers im indianischen Widerstand. Ein dickes Buch...

Im letzten Jahr fällt mir ein weiteres Buch in die Hände, diesmal ist es eine Autobiografie von Mitch Walking Elk, einem Cheyenne / Arapahoe, auch er in Kämpfer für die Rechte der indianischen Völker. Es war nicht auf einer Buchmesse, die Karl-May-Festspiele in Radebeul waren da mein Ziel. 

Bei beiden Veranstaltungen natürlicherweise mit dabei: Kerstin Groeper vom Traumfänger-Verlag, in dem beide Bücher verlegt wurden.