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Samstag, 21. März 2026

LBM 26 - Kurzer Besuch

Gemessen an den vier Tagen Buchmesse Leipzig ist ein Tag natürlich wenig, aber es zeigt sich wieder, die beiden Wochentage sind die geruhsameren. Gleichzeitig staunt auch dieser erfahrene Leipzig-Besucher, wieviele Menschen sich ab 10:00 Uhr im Messe-Areal befinden. In den Hallen verläuft sich das etwas.  Die hohen Kraftstoffkosten teilten sich diesmal gleich vier Messebesucher, vielleicht bedeutet das soviel wie "ein Buch mehr". 😉 📚

Donnerstag, 16. Oktober 2025

Inselbücher - drei in einem Post


Geht man durch die Reihen der Regale im Buchmessenantiquariat in Leipzig, findet man meterweise die schmalen Bücher im Pappband und dem aufgeklebten Etikett der Insel-Bücherei. Stöbern in den unzähligen Titeln macht Spaß, so fand ich mal diesen Hemingway. Im Frühjahr sah ich dann am Insel-Stand ganz andere Insel-Bücher, solche kamen mir noch nicht unter die Augen. Drei möchte ich hier kurz vorstellen.

Keines der drei bedarf inhaltlich an sich einer Vorstellung. Sowohl Die Odyssee als auch Die Nibelungen sind bekannt, Ali Baba und die 40 Räuber aus 1000 und Eine Nacht vielen sicher auch. 

Donnerstag, 3. April 2025

Masala, Carlo: Wenn Russland gewinnt - Ein Szenario

Wahrscheinlich jeder länger dienende Soldat, vor allem Berufssoldaten und unter diesen Einheitsführer, lernt die militärische Lage zu beurteilen. Den vermutlichen Zielen des Gegners, dessen Fähigkeiten in Angriff und Verteidigung, seiner Ausrüstung und seinen Kampfmitteln werden die Fähigkeiten der eigenen Einheit, des Bataillons, des Regiments, der Brigade gegenübergestellt, eigene taktische Ziele entwickelt, Entschlüsse gefasst und diese in Pläne und Befehle umgesetzt. Dabei geht es um Taktik als Theorie und Praxis der Führung solcher Formationen, das ist Bestandteil der Kriegführung. Strategie, operative Kunst und Taktik werden insgesamt als Kriegskunst bezeichnet.

Bevor Divisionen, Korps oder Armeen in Einsatzbereitschaft oder in Marsch gesetzt werden, wird die Strategie festgelegt, welche nicht nur, aber vor allem von der Politik bestimmt wird.

Der Einsatz der deutschen Kampfbrigade in Litauen, die aus 5000 Soldaten und Soldatinnen unserer Bundeswehr bestehen soll, ist Ergebnis der deutschen, der europäischen und NATO-Strategie im Ergebnis der Beurteilung der politischen militärischen Lage im Zusammenhang mit dem schon drei Jahre anhaltenden Krieges in der Ukraine.

Kriegstüchtig sein. Das erfordert vor allem Übung, Übung, Übung. Jede Übung im größeren Rahmen, oft Manöver genannt, folgt einer Idee, einem Szenarium, nachdem der militärische Gegner handeln könnte und geübt wird, wie ein möglicher Angriff zum Beispiel zurückgeschlagen werden kann.

Die genannte Brigade in Litauen (Panzerbrigade 45) muss aber gleichzeitig so leistungsfähig, geübt und ausgerüstet sein, das es sich der mögliche Gegner überlegt, den NATO-Staat Litauen anzugreifen. Als möglicher militärischer Gegner kommen im Norden der NATO-Flanke nur zwei Staaten in Betracht: Weißrussland und Russland.

Sonntag, 12. Mai 2024

Keerl. Inès: Die Löwin vom Tafelberg

Das ist doch mal eine Nachricht: Inés Keerl steht mit der iher Löwin vom Tafelberg auf der Shortlist für den HOMER - Literaturpreis für historische Romane für das Jahr 2024. Im letzten Jahr kam das Buch heraus. Daher war die Buchbesprechung schon vorher im Netz. Den Anlass nutzend, stelle ich die Rezension an die Spitze, da heißt, ich hole sie aus der vorjährigen Versenkung.


 Die Königin vom Tafelberg
Catharina Ustings kühner Weg in die Freiheit / 
Die Siedlerin vom Kap der Guten Hoffnung

Das sind ja gleich drei Titel, den dieses Buch aufweist, was eigentlich nach Fortsetzungen schreit, aber bleiben wir mal bei Tafelberg, der sich nun auch in meinen Gedanken mit Kapstadt und den Kap der Guten Hoffnung verbindet. Das es mich da einmal hintreibt, würde ich ja ob noch vieler anderer Reiseziele eher nicht annehmen, aber nun war ich mit Catharina Usting schon mal literarisch dort.

Dienstag, 23. Mai 2023

Korte, Lea: Morgen werden wir glücklich sein

 

Morgen werden wir glücklich sein – ein sehnsuchtsvoller Wunsch, wenn das Ende der Besatzung von Paris im Jahr 1940 noch nicht absehbar ist. Es klingt ein wenig nach dem „Und nächstes Jahr in Jerusalem“ und wenn dieser Satz in diesem Roman von Lea Korte nicht fällt, so könnte er doch von der Jüdin Amiel stammen...

Drei junge Frauen nennen sich seit ihrer Kindheit „Die Unbesiegbaren“. Sie könnten sich auch die „Unzertrennlichen“ nennen, beides wird einer starken Prüfung unterzogen. Während Marie, eine Lehrerin und Amiel, eine Ärztin, sich immer mehr der französischen Widerstandsbewegung, der Resistance, anschließen, kann sich Geneviève nicht von ihrem Flügel im Chez Lulu trennen. Ihre Auftritte finden von nun an vor den Deutschen statt. Wird sie, die sich dann auch noch in einen verliebt, zu den Freundinnen halten können?

Dabei rettet Geneviéve Marie durch eine unglaubliche Erniedrigung vor weiteren Qualen, davon wird die Freundin allerdings nie erfahren. Doch mit Amiel soll es ihr nicht gelingen, als deren Deportation dann doch bevorsteht. Marie und Amiel bekommen beide Töchter, Zoe und Amiee. Auch deren Schicksal wird nicht einfach und es sind die Enkelinnen Malou (Marie) und Josephine (Geneviéve) die Jahrzehnte später über ihre Großmütter zusammenbringen müssen. 

Das ist die Rahmenhandlung, Malou und Josephine stecken in einem Fahrstuhl fest und kommen nun nicht umhin, einander zuzuhören. Beide erfahren selbst viel über sich und ihre Großmütter.

Freitag, 19. Mai 2023

Bornstein, Stefan R.: Brücken bauen - Ein Memoir

Über das Leben und die Arbeit von Ärzten und Wissenschaftlern haben wir nicht nur in Biografien, sondern auch in Romanen gelegentlich gelesen und darüber hier geschrieben. Carl Gustav Carus kommt gleich dreimal vor. Einmal in Flügel der Morgenröte von Kurt Arnold Findeisen und noch einmal in den CARUS-Sachen von Uwe Tellkamp, auch Ralf Günther schrieb ihm gleich einen ganzen Roman, die Rezension zum Der Leibarzt steht schon seit 2014 hier im Blog. 

Nach diesem Arzt, der im 19. Jahrhundert in Dresden wirkte, ist die Universitätsklinik der Technischen Universität benannt, die alten Dresdner sprechen aus alter Gewohnheit immer noch meist von der MEDAK.

Ein Memoir - So lautet der Untertitel dieses Buches, die nicht unbedingt ein Zufallsfund war, denn ich entdeckte diese am Stand des Dresdner Verlages auf der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr. Der Verleger, Holger Oertel überließ es mir als Rezensionsexemplar. 

Der Verlag bezeichnet sich als Autorenverlag und beschreibt sein Anliegen dabei so:
"Im DRESDNER VERLAG verdient es jedes gut gemachte Manuskript, dessen Inhalt sich an gesellschaftliche und moralische Normen hält, in einem Buch veröffentlicht zu werden. Wir unterliegen bei der Auswahl unserer Texte keinen modischen Zwängen, sind offen für Programmvielfalt und schrecken auch vor kleinen Auflagen nicht zurück. Bei uns steht der Autor im Mittelpunkt."

Ich weiß nicht, ob das hier vor mir liegende Buch nicht auch in anderen Verlagen herausgebracht worden wäre, aber es passt zu einem Verlag, der sich Dresdner Verlag nennt. Sicherlich ahnen es die Leserinnen und Leser, die Erwähnung von Carus, der Hinweis auf eine Autobiografie und der Verlag zeigen, hier schreibt einer seinen "Lebenslauf", der nicht nur Mediziner ist: 

Professor Dr. med. Stefan R. Bornstein ist Direktor des Zentrums für Innere Medizin und der Medizinischen Klinik und Poliklinik III am Universitätsklinikum Dresden sowie transCampus-Dekan am King’s College London, wurde bekannt durch seine Pionierarbeiten zu den physiologischen Grundlagen von Stress. 

Ungewöhnlich, diese lange Vorrede und das, wo doch der Professor "nicht einmal" Dresdner ist...

Freitag, 28. April 2023

LBM 2023 - Tag 2

Um so 35 Programmpunkte hatte ich mir gemerkt und im Kalender eingetragen, nur ein Bruchteil ist draus geworden. Übrig blieben neben den beiden von Gestern die Lesung von Dr. Ulrike Quast, die ihren Dresden-Krimi vorstellte und vielleicht auch in Lukaschwskis Buch (sie gestern gucken sollte… Nichts desto trotz, den Roman würde ich mir noch besorgen müssen, schließlich werden Dresdner Krimiautoren langsam zu einer Spezialität.  So zeigte Frank Goldammer, auf den ich nicht mehr näher eingehen muss, in der #buchbar, dass KDD - Die Verbrechen der Anderen wie schon KDD - Im Schatten der Wende eine Menge Erinnerungen bringen können. Es sind die Erinnerungen eines Teenies, die mich schmunzeln liefern, der ich dies und das 1989 / 1990 etwas anders erlebte.

Mit Frank Elstern diskutierte ich den „Indianer-Begriff“ und Frank wies darauf hin, dass John Okute Sica und Zitkala-Ša den Begriff „Indian“ / „Indians“ in ihren Büchern selbstverständlich benutzten und der Übersetzer wird es ja wohl wissen. Gute Idee, noch einmal nachzulesen…

Dienstag, 3. März 2020

Mittwoch, 18. Dezember 2019

BlogPost Nr 154: Akkreditierung LBM 2020






Kaum zu glauben, aber es ist war: Die Online  Akkreditierung für die Leipziger Buchmesse 2020 ist schon erledigt, der Presseausweis samt Ticket für den öffentlichen Nahverkehr in Leipzig wurde bereits herunter geladen oder "gedaun-looded", oder sächsisch: geloodn!.

Das Messemännchen, welches ich als lütte Leseratte immer bei meiner Oma bewunderte, wird mich also wieder sehen. Da ja nun soviel Zeit ist, werde ich versuchen, mal ein paar Termine zu machen. 

Außerdem stehen noch ein paar Schulden an, denn zu einigen Büchern muss ich noch etwas verfassen, sonst können ohne schlechtes Gewissen keine neuen geordert werden.

Was ich bisher so erlebte, könnt ihr hier nachlesen.

© Der Bücherjunge - Leipzig, ich komme!

Sonntag, 16. Juni 2019

Rose Billert, Brita: Tote Killer küssen besser

Was man als Krankenschwester in Erfurt so alles erleben kann, zeigt die Krankenschwester Brita am Beispiel der Krankenschwester Rita Hurtig, die zwar hurtig ist, aber nicht auf Pferden wie die Brita.

In einem Krankenhaus kann es schon mal vorkommen, dass da ein Mann mit einer Schussverletzung eingeliefert wird. Meist ruft man da ja die Polizei, aber irgendwie kommen statt dieser zwielichtige Gestalten und Rita muss diesen Typen beiseite schaffen. Daraus entwickelt sich eine Geschichte die sich in und und rum um die thüringsche Landeshauptstadt abspielt.

Ist dieser Martin Brenner eigentlich Martin Brenner? Und vor wem ist der auf der Flucht? Oder wen hat er da verfolgt? Ist da etwa das organisierte Verbrechen in Thüringen angekommen? Jedenfalls hat dieser Typ sein A-Team dabei, dem beileibe nicht alles gelingt.

Montag, 22. April 2019

Trauboth, Jörg M.: Drei Brüder

Leipzig Buchmesse. Plötzlich ein Werbeaufsteller des Boorberg – Verlages. Auf diesen werde ich natürlich aufmerksam, da eine Reiher meiner Fachliteratur aus diesem kommt. Beworben wird ein Buch, in dem Krisenmanagement und Krisenintervention in Unternehmen behandelt wird. Klingt nicht sonderlich aufregend, oder nur für Experten. Geschrieben hat das Buch ein Oberst a.D. der Luftwaffe mit Generalstabsausbildung. Auf diesen treffe ich in wenigen Sekunden ...

Um die Ecke herum leuchtet es orange in den über Eck gestellten Regalen. Davor steht ein älterer Herr in der kerzengeraden Haltung eines Offiziers. Jörg H. Trauboth (Jahrgang 1943) spricht mich an, als ich näher an die ausgestellten Bücher herantrete. Wir kommen ins Gespräch. Es dauert nicht lang, und ich frage ihn, ob er ein Tom-Clancy-Fan ist? Woher ich das wüsste? Aber ja. 

Die für den Verkauf an jeder Ecke zu findenden Messe-Mädchen werden herbei bemüht und zwei weitere Bücher wandern in die tragbare Bibliothek ...

* * *


Samstag, 6. April 2019

Teltschik, Horst: Russisches Roulette...

... vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden

1989 / 1990: Nach dem Mauerfall beginnt das DEUTSCHLANDSPIEL erst richtig. Helmut Kohl hat einen 10-Punkte-Plan. Doch was sagt die Sowjetunion dazu? (1)

2000: Hans-Christoph Blumenberg produziert einen Doku-Spielfilm namens DEUTSCHLANDSPIEL. Im ersten Teil geht es um den Herbst 1989, im zweiten Teil um die sogenannten 2+4 Verhandlungen. Hier hören wir die Protagonisten von Gorbatschow, Bush, Thatcher und Mitterand bis Kohl sowie Lothar de Maizere , Genscher, Schewardnadse, Baker, Condolezza Rice und Marschall Achomejew. (2)


Im SPIEGEL Nr. 11 / 2019 fand ich einen Artikel, ein Interview mit Horst Teltschik zu seinem soeben erschienenen Buch RUSSISCHES ROULETTE – vom Kalten Krieg zum Kalten Frieden. Auf der Buchmesse in Leipzig finde ich das Buch beim C.H.Beck Verlag. (3)


Samstag, 30. März 2019

BlogPost Nr. 135: Neuerwerbungen im März 2019

© Anne Parden
Der Frühling kommt mit Macht - spätestens wenn sich die Sonne zeigt, erwachen alle Lebensgeister. Aber bei aller Freude über das wiedererwachende Leben verlieren wir das Lesen natürlich nicht aus den Augen. Dementsprechend gab es auch im März wieder Zuwachs in unseren Bücherregalen!








Sonntag, 6. November 2016

Oz, Amos: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis


Die Geschichte des Jungen Amos, der im Jerusalem der vierziger Jahre aufwächst - eine große Familien-Saga, ein Epos vom Leben und Überleben, ein Buch der Enttäuschung und der Hoffnung.

 "Vor diesem Buch muss gewarnt werden. Es hat 820 Seiten, und man wird, ehe man sie gelesen hat, seinen gewohnten Tagesablauf ändern müssen, sich krank melden oder nächtens lesen müssen." (Süddeutsche Zeitung)[1]


Achthundertneunundzwanzig Seiten Liebe und Finsternis. Geschrieben von Amos Oz, dem israelischen Schriftsteller, der mir im März diesen Jahres auf der Leipziger Buchmesse „begegnete“, da stellte er nämlich seinen Roman JUDAS vor. Für diesen bekamen Amos Oz und Mirjam Pressler den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt.