Posts mit dem Label Frauenroman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Frauenroman werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 14. Mai 2024

Arnim, Elisabeth von: Bezaubernder April

 

„An diesem Abend herrschte Vollmond. Der Garten war ein verwunschener Ort, in dem alle Blumen weiß schienen. Die Lilien, der Seidelbast, die Orangenblüten, die weißen Levkojen, die weißen Nelken, die weißen Rosen – man konnte sie so deutlich sehen wie am Tage; aber ihre Farbe existierte nur als Duft.“ (Seite 267)




Der Anfang eines bezaubernden Buches, oder das Ende? Fast, denn diese Zeilen leiten das letzte Kapitel über eine Gruppe glücklicher Menschen ein. Das klingt seltsam? Finde ich auch.

„Die Erzählung reflektiert in bewusster, aber liebevoller Distanz das emanzipatorische Dilemma von vier Frauen, die am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts selbstbestimmt ihrem Leben neuen Inhalt und einen eigenen Sinn geben wollen.“ (Seite 5)
Dies schreibt Gerrit Pohl im Vorwort zu diesem Buch aus der Reihe Perlen der Literatur; es wurde zurecht darin aufgenommen.

Montag, 29. Januar 2024

Perbandt, Anna: Das Pensionat am Holstentor

Was eigentlich hat mich so begeistert an den Frühlingsschwestern, die Anna Perbandt bei der abwechslungsreichen Lesung am 6. Oktober 2023 in Ingolstadt im Kreise weiterer Autorinnen vorstellte?

Das ist ziemlich schnell erklärt: Ich sah Lübeck vor mir. Das Holstentor, die von der Obertrave abgehenden Straßen in die Innenstadt, die schmalen Durchgänge zu den Hinterhöfen der Kaufmannshäuser wuchsen vor dem hörenden „Auge“ auf. Ich sah die Kutsche des Grafen Jago abbiegen in die Große Petersgrube (Straße in Lübeck), wo das Pensionat der Frau Eggers auf die Aufnahme seiner Schwester Nora wartet. Ich weiß nicht mehr, welche Szenen Anna Perbandt las, vielleicht die, in der Nora von Jago von ihrer zukünftigen Lehrerin Gesche Petersen in einem solchen Hinterhofgang in der Engelsgrube (Straße) in der Nähe des Hafenviertels gerettet wird...

Ich weiß, ich war begeistert, denn Lübeck ist eine Stadt zum Verlieben, seit ich dort vor neun Jahren endlich mal einen längeren Lehrgang im Sommer genoss und so die Altstadt kreuz und quer durchwanderte...


Montag, 22. Januar 2024

Klatt, Myriam: Und plötzlich Liebe (Hörbuch)

 

Alle mögen Maja. Weil sie immer da ist, zuhört, Blumen gießt. Maja mag ihren unaufgeregten Job im Reisebüro (seit 6 Jahren), ihren Freund Stephan (auch seit 6 Jahren) und YouTube-Tutorials zum Thema Basteln (seit sie denken kann). Dann schickt ihre Chefin sie nach Bolivien, und mit einem Mal steht alles Kopf: Nicht nur verknallt Maja sich in den Tour-Guide Nilo, mit ihm lernt sie auch das Abenteuer lieben. Zurück in Berlin versucht sie, schnell und unauffällig, ihr Leben wieder unter Kontrolle zu bringen. Doch plötzlich spürt sie, dass sie Sehnsucht hat – nach Nilo und danach, endlich einmal nein zu sagen... (Verlagsbeschreibung)
 
DNB / aufbau audio / 2019 / ISBN 978-3-96105-074-1 /517 Minuten
 

Da ist sie wieder - die Sache mit dem Frauenroman, womöglich gleich noch als Liebesroman. Hm - nicht mein favorisiertes Genre, beides nicht, aber ab und zu, vor allem wenn es im Rahmen einer Challenge passend erscheint, greife ich doch zu solch einem (Hör-)Buch. Wie mir das Ganze letztendlich gefallen hat, könnt Ihr gerne hier nachlesen:
 

Donnerstag, 14. Dezember 2023

Elzner, Silke: Der Schwur der Gräfin

Das 15. Jahrhundert. Jahrhundert der Jeanne d´Arc. Henry V. Erstere unter anderem von Friedrich Schiller bekannt gemacht, letzterer von William Shakespeare. Im 15. Jahrhundert fällt die letzte Bastion des Emirs von Granada, die Alhambra, und ein gewisser Kolumbus entdeckt Amerika. Doch das passiert erst in reichlich vierzig Jahren.

Wir aber lernen hier den ersten Tudor kennen. Ein Waliser begründet den Stammbaum der einhundert Jahre später geborenen Elisabeth I., der Königin, die England wieder zur Blüte führt indem sie sich von festländischen Eroberungen eher fern hält, das angevinische Reich haben andere lange vor dem „goldenen Zeitalter“ verspielt.

Eine eher unbekannte Figur der mittelalterlichen Zeit. Jakobäa, eine Wittelsbacherin (Nebenlinie) und Tochter des Grafen von Straubing-Holland ist hier die Hauptfigur. Erste Maßnahme des Lesers: Suche nach einer Karte der Länder aus dieser Zeit; wo ist denn dieser Hennegau? (Historikern ist diese Dame sicher eher bekannt als Leseren von historischen Romanen)

  • DNB / Selfpublishing / 2023 / ISBN: 978-3-7584-1815-0 / 669 Seiten

Dienstag, 23. Mai 2023

Korte, Lea: Morgen werden wir glücklich sein

 

Morgen werden wir glücklich sein – ein sehnsuchtsvoller Wunsch, wenn das Ende der Besatzung von Paris im Jahr 1940 noch nicht absehbar ist. Es klingt ein wenig nach dem „Und nächstes Jahr in Jerusalem“ und wenn dieser Satz in diesem Roman von Lea Korte nicht fällt, so könnte er doch von der Jüdin Amiel stammen...

Drei junge Frauen nennen sich seit ihrer Kindheit „Die Unbesiegbaren“. Sie könnten sich auch die „Unzertrennlichen“ nennen, beides wird einer starken Prüfung unterzogen. Während Marie, eine Lehrerin und Amiel, eine Ärztin, sich immer mehr der französischen Widerstandsbewegung, der Resistance, anschließen, kann sich Geneviève nicht von ihrem Flügel im Chez Lulu trennen. Ihre Auftritte finden von nun an vor den Deutschen statt. Wird sie, die sich dann auch noch in einen verliebt, zu den Freundinnen halten können?

Dabei rettet Geneviéve Marie durch eine unglaubliche Erniedrigung vor weiteren Qualen, davon wird die Freundin allerdings nie erfahren. Doch mit Amiel soll es ihr nicht gelingen, als deren Deportation dann doch bevorsteht. Marie und Amiel bekommen beide Töchter, Zoe und Amiee. Auch deren Schicksal wird nicht einfach und es sind die Enkelinnen Malou (Marie) und Josephine (Geneviéve) die Jahrzehnte später über ihre Großmütter zusammenbringen müssen. 

Das ist die Rahmenhandlung, Malou und Josephine stecken in einem Fahrstuhl fest und kommen nun nicht umhin, einander zuzuhören. Beide erfahren selbst viel über sich und ihre Großmütter.

Donnerstag, 18. Mai 2023

Riley, Lucinda & Whittaker, Harry: ATLAS - Die Geschichte von Pa Salt

Vor knapp einem Jahr beendete ich den siebenten Band der Plejaden-Reihe von Lucinda Riley, die einst mit einem Buch, auf dessen Cover die Alhambra prangte, den Weg in die Familie fand. Der sehr schöne fünfte Band führte zum Erwerb der vollständigen Reihe und so fieberten wir mit Spannung nach dem letzten Band. Nun liegt er vor mir, und ich werde mich ausnahmsweise mit dem Klappentext und wenigen Ergänzungen begnügen, denn selten drohen Spoiler beim Schreiben über ein Buch wie dieses.

Paris, 1928. Ein Junge wird gerade noch rechtzeitig entdeckt, bevor er stirbt, und von einer Familie aufgenommen. Er ist klug und liebenswert, und er entfaltet seine Talente in dem neuen Zuhause. Hier wird ihm ein Leben ermöglicht, von dem er nicht zu träumen gewagt hätte. Doch er weigert sich, einen Hinweis darauf zu geben, wer er wirklich ist. Als er zu einem jungen Mann heranwächst, verliebt er sich und besucht das berühmte Pariser Konservatorium. Die Schrecken seiner Vergangenheit kann er darüber beinahe vergessen, ebenso wie das Versprechen, das er einst versprochen hat, einzulösen. Aber Unheil ballt sich zusammen über Europa, und niemand ist mehr in Sicherheit. Tief in seinem Herzen weiß er, dass die Zeit kommen wird und er wieder fliehen muss.

Ägäis, 2008. Alle sieben Schwestern sind an Bord der »Titan« zusammengekommen, um sich von ihrem geliebten Vater, der ihnen stets ein Rätsel blieb, zu verabschieden. Zur Überraschung aller ist es die verschwundene Schwester, die von Pa Salt damit betraut wurde, ihnen die Spur in ihre Vergangenheit aufzuzeigen. Aber für jede Wahrheit, die enthüllt wird, taucht eine neue Frage auf, und die Schwestern müssen erkennen, dass sie ihren Vater kaum gekannt haben. Noch schockierender aber ist, dass diese lang begrabenen Geheimnisse noch immer Auswirkungen auf ihrer aller Leben haben.“

Dienstag, 21. Februar 2023

BlogPost Nr. 187: 7SCHWESTERN und PA SALT


Über DIE SIEBEN SCHWESTERN habe ich hier schon ausführlich geschrieben. Nun folgt, in Ankündigung an das letzte Buch der Reihe, die videografische Zusammenfassung.

Am 11.05.2023 kommt ATLAS - DIE GESCHICHTE VON PA SALT in die Buchhandlungen.

»Atlas. Die Geschichte von Pa Salt« erzählt von einem Leben voller Liebe und Verluste, umspannt Meere und Kontinente und führt die »Sieben-Schwestern«-Serie zu einer Atem beraubenden Auflösung.



DIE SIEBEN SCHWESTERN / DIE STURMSCHWESTER / DIE SCHATTENSCHWESTER / DIE PERLENSCHWESTER / DIE MONDSCHWESTER / DIE SONNENSCHWESTER / DIE VERSCHWUNDENE SCHWESTER / ATLAS - DIE GESCHICHTE VON PA SALT




© Der Bücherjunge

Freitag, 10. Juni 2022

Riley, Lucinda: Die verschwundene Schwester

Wir nähern uns dem Ende. Wir suchen Erklärungen. Immer noch haben wir noch nichts gelesen über diesen Pa Salt, der die sechs Schwestern adoptierte. Diese sechs haben wir kennen gelernt. Mit denen sind wir nach Brasilien, Norwegen, England, Kenia, Andalusien, Schottland, die USA gereist und haben sie zwischenzeitlich immer mal wieder in Genf getroffen. Wir sind dem Erbauer der Christus-Statue über Rio de Janeiro, dem Musiker Edward Grieg gefolgt, haben Aborigine in Australien kennengelernt und Flamenco-Ciganos in Andalusien, haben König George V. erlebt und von Massai in Kenia gelesen. Und nun sind Maja, Ally, Star, CeCe, Tiggy und Elektra auf der Suche nach Merope, der siebenten, der verschwundenen Schwester.


Die Sechs haben vor, mit der Yacht des verstorbenen Vaters an den Ort zu fahren, an dem seine Asche dem Meer übergeben wurde.. Ally hat hat dies fast erlebt, aber allen ist der Vater ein Rätsel. Und nun hat Georg, der Anwalt, Informationen zur siebenten Schwester. Mary oder Merry fühlt sich bald verfolgt, denn überall in der Welt tauchen diese anderen Plejaden auf... Doch wer soll nun die Siebte sein? Mary McDugell oder ihre Tochter?

Dienstag, 24. Mai 2022

Riley, Lucinda: Die Sonnenschwester

Elektra ist ein ganz schönes Biest. Wunderschön, als Model äußerst erfolgreich, unnahbar, verkokst, versoffen, unausstehlich. Wohlbehütet als Kind, umsorgt von ihren Schwestern, nur von Cece scheint sie nicht viel zu halten. Sie tut erst mal überhaupt nichts, um ihre Vergangenheit zu erkunden. Den Brief von Pa Salt hat sie verschusselt und als eine alte Frau namens Stella Jackson sich meldet und behauptet, ihre Großmutter zu sein, kümmert sie sich auch nicht drum. 

Doch hat sie eine neue „Sekretärin“, die irgendwie Zugang zu ihr findet und dies ist wohl das Glück der sechsundzwanzigjährigen schwarzen Frau, die in New York geboren wurde und deren Urgroßmutter eine Prinzessin gewesen ist...


Stella Jackson wird ihr ihrer beiden Geschichte erzählen und die führt nach Kenia. Doch vorerst ist dies die Geschichte eine weißen New Yorkerin aus reichem Elternhaus, die mit mit ihrer Patentante Kenia besucht. Auch dem Weg dahin macht sie in London Station und landet in den Armen eines Mannes, der allerdings vorhat eine andere zu heiraten. Was macht man dann, schwanger, ohne Mann, Anfang der dreißiger Jahre in Kenia, inmitten von wilden Tieren, Savanne und gelegentlich reichlich versnobten Engländern? Doch da ist noch Bill...

Dienstag, 10. Mai 2022

Riley, Lucinda: Die Perlenschwester

Die Celaeno d´Aplise lernten wir ja durch ihrer Schattenschwester schon etwas kennen, ich zumindest dachte, dass die eher die Bestimmende, die Macherin, die Erfolgreichere des Duos Star & CeCe sei. Doch nein, das ist nicht so. Eigentlich ist CeCe die empfindlichere, nicht nur, weil sie Legasthenikerin ist. Sie traf bisher die Entscheidungen und Star (Asterope) brachte die Verträge dann ins Reine. Nun aber ist Star plötzlich weg. Grund genug für CeCe, sich nun auch auf ihre Spuren zu begeben, wobei wir plötzlich merken, dass ihr Aussehen wohl nicht europäischer Art ist und so führt uns ihr Weg über Thailand nach Australien.  CeCe ist eine eigenwillige malende Künstlerin. Verraten will ich nur, auch sie findet ihren Weg.

Hier nun sei empfohlen, der Webseite zu folgen, auf der die Autorin die Hintergünde der Geschichten der sieben Schwestern erzählt. Es ist nicht nur die griechische Mythologie, die das Sternbild der Plejaden benutzt, die Sternengruppe wird ebenso von nordamerikanischen Indianern und den Aborigines, dem Arrernte-Stamm verehrt. Im Zusammenhang mit CeCe erfahren wir so manches über die Traumzeitgeschichten der Aborigines, über den „deutschen“ Ort Herrmansburg und den Maler Albert Namatjira, etwas über den Fluch der Roseate Pearl, die Tod und Unglück brachte, und über die verlorenen Kinder, wobei es Aborigine-Kinder ebenso wie britische Migrantenkinder betrifft.

Dienstag, 3. Mai 2022

Berg, Ellen: Wie heiß ist das denn? - (K)ein Liebesroman (Hörbuch)

Mitte vierzig ist ein komisches Alter, findet Bea. Mal fühlt sie sich wie eh und je – jung, fit, einigermaßen attraktiv –, dann wieder weisen sie die ersten Wechseljahrssymptome unsanft darauf hin, dass ihre romantische Hoch-Zeit womöglich vorüber ist. Nicht zuletzt, dass ihr langjähriger Freund sie wegen einer Jüngeren verlassen hat, macht ihr zu schaffen. Es kommt noch dicker: Sowohl ihre lebenslustige Mutter Rosi, 64, als auch ihre Tochter Mona, 22, tauchen mit neuen Liebhabern auf – beide in Beas Alter. Als ihr dann noch ein wichtiger Auftrag durch die Lappen geht, sieht Bea rot. Dunkelrot. Warum rauscht das Glück immer an ihr vorbei? Und auf einmal steht mit dem unverfrorenen Theo ein Mann vor ihr, der sie endgültig in Hitze geraten lässt… 
 
 
  • Herausgeber: Aufbau Audio; 1. Edition (15. Juni 2018)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Sprecherin  : Tessa Mittelstaedt
  • Ausgabe  :  MP3-CD, 11 Stunden und 57 Minuten
  • ISBN-10  : 3945733359
  • ISBN-13  :   978-3945733356
 
 
 
 
Es gab eine Zeit, da habe ich die Romane von Ellen Berg ganz gerne gelesen. Hier im Blog gibt es demzufolge auch schon einige Buchvorsellungen: Das bisschen Kuchen - (K)ein Diätroman, Alles Tofu oder was? - (K)ein Kochroman und Mach mir den Garten, Liebling! - (K)ein Landlusroman sind alles eigenständige Romane, haben durch den jeweiligen Untertitel sowie die Covergestaltung jedoch einen Wiedererkennungswert. Die benannten Romane konnten mich seinerzeit gut unterhalten. Wie es mir nun mit diesem Hörbuch erging, könnt Ihr hier nachlesen:

Mittwoch, 27. April 2022

Riley, Lucinda: Die Schattenschwester

Wer hier fleißig mit liest, hat bestimmt festgestellt, dass sich der Bücherjunge aus bereits beschriebenen Gründen auf eine Buchreihe gestürzt hat. Das Konzept der Autorin, Lucinda Riley, ist schon interessant:  Es geht um die Herkunft von sieben jungen Frauen, die einst adoptiert wurden, in der Schweiz aufwuchsen und sich nun auf die Spurensuche nach ihrer Herkunft begeben.

Die Dritte ist die Schattenschwester. Warum aber der dritte Roman mich n icht ganz so begeistert hat wie die anderen drei vorher, liest man hier.

Asterope d´Ablièse, genannt Star, hat ständig mit ihrer drei Monate später in die Familie gekommene Schwester CeCe (Celaeno) zusammengehangen. Als Kinder, in der Schule und nun in London. Die stille Star, die meinstens mitmacht, was sich Cece so ausdenkt, ist eine geschickte Köchin. Sie räumt ihrer Schwester auch sämtliches Zeug hinterher, spürt aber langsam, dass sie auf eigenen Füßen stehen sollte.

Der Brief des Vaters, Pa Salt, und die dazugehörigen Koordinaten weist sie auf eine alte Buchhandlung in London hin. Eines Tages geht sie in diese hinein und trifft einen etwas verschrobenen Mann namens Orlando. Den fragt sie nach einer gewissen Flora MacNichols. Orlando stellt Star ein und unter dem Hinweis, sein Bruder „Maus“ wüsste alle über Flora, führt er sie in seine Familie auf einem etwas herunter gekommenen Landgut in der Grafschaft Kent ein.

Sonntag, 10. April 2022

Riley, Lucinda: Die Sturmschwester

Es ist noch nicht lange her, da erschien hier auf unserem Blog die Rezension zu Die sieben Schwestern von Lucindy Riley. Das Buch bildet den Auftakt zur einer insgesamt achtbändigen Reihe, wobei das achte Buch erst im nächsten Jahr erscheinen wird. Begonnen hatte das Lesevergnügen aber bereits im Januar mit Schwester Nr. 5 – mit der Mondschwester. Nun, nach dem Hören des zweiten Bandes der Reihe und nach insgesamt drei Büchern bestätigt sich langsam der Gedanke, dass die Bücher süchtig machen können.

Sechs Mädchen hat Pa Salt adoptiert und diese nach den Plejaden genannt. Als der inzwischen Achtzigjährige unerwartet stirbt, eilen die Frauen nach Genf. Dort erhalten die sechs (?) Frauen einen Brief des Adoptivvaters und die Koordinaten, die auf ihre jeweilige Herkunft hinweisen. Die Reihe beginnt mit der Ältesten, Maia, die ihre Wurzeln in Südamerika findet. Die für die Plejaden notwendige siebente Schwester gilt als verschwunden.


Alcyone, Ally war gerade mit ihrem Freund und Seglerkapitän auf See, als sie die Titan, die Yacht ihres Vaters sichten. Als diese abdreht, will die Seglerin und Flötistin wissen, warum, von den Schwestern erfährt sie, dass wohl gerade die Asche Pa Salts dem Meer übergeben wurden war. Aber erst später wird sie sich auf die Suche nach den eigenen Wurzeln begeben. Ally entschließt sich nach einer Katastrophe, nach Norwegen zu reisen, durch die Hinweise des Vaters hat sie ein Buch gelesen, welches von einem Musiker und einer Sängerin im Jahre 1876 handelt. 

Dienstag, 8. Februar 2022

Riley, Lucinda: Die sieben Schwestern

Vor kurzem erst erschien hier auf dem Blog eine Buchbesprechung zur Mondschwester. Dieser Roman führte fast zwangsläufig zu einer Buchreihe, die nun durch die Familie gereicht wird, wobei Print- und Hörbücher, Hardcover und Taschenbücher gleichermaßen genutzt werden. Wir folgen insgesamt sieben Schwestern, die sich auf die Suche nach ihrer Herkunft machen, denn alle wurden einst adoptiert. Genauer gesagt, sind es vorerst sechs, denn die Siebente scheint verschwunden oder verschollen zu sein.

Es treffen sich also sechs Frauen am Genfer See, deren Vater soeben verstarb und bereits bestattet wurde. Alle Schwestern bekommen einen Umschlag und einige Hinweise zum jeweiligen Ort ihrer Geburt. 

Maia, die Älteste, die selbst auch dem Anwesen des Adoptivvaters lebt, muss, der Zufall will es so, gerade nach Brasilien. Sie hat das Buch eines brasilianischen Schriftstellers ins Französische übersetzt. Die Koordinaten des Vaters führen sie an ein verfallenes herrschaftliches Haus, darin wohnt eine alte Dame mit ihrer Bediensteten. Im Garten steht eine Statue, welche die Mutter der alten Dame zeigt...

Freitag, 7. Januar 2022

Riley, Lucinda: Die Mondschwester

Sieben Töchter hatte einst der Titan Atlas, der den Erdball auf den Schultern trägt, mit Pleione, welche die Seefahrer beschützt. Das Sternbild der Plejaden ist nach diesen benannt. Die sieben Schwestern hießen Alkyone, Asterope, Elektra, Kelaino, Maia, Merope und Taygete. Asterope heiratete einst den Menschen Sisyphus. Das ist der, der bis in alle Ewigkeit einen Stein auf einen Hügel rollt, der ihm kurz vor dem Ziel immer wieder entgleitet. Dafür schämt sie sich, daher der Schleier, der den Stern Asterepoe nicht so hell strahlen lässt, wie die anderen sechs.

In der Familie fiel zuerst das Buch auf, in dem es um Taygete geht. Dafür gibt es einen Grund: Auf dem Cover ist die Alhambra abgebildet, die schon mehrmals Gegenstand in unserem Blog war. In der Rezension zum historischen Roman über eine Maurin und in einer Geschichte über Prinzessinnen – beheimatet in Andalusien, in Granada.

Granada hat es uns angetan und erst vor kurzem waren wir wieder einmal dort. Im letzten September war es, da besuchten wir auch den Albaicín und Sacramonte, das Viertel mit den Höhlen der andalusischen Gitanos – der Wiege des Flamencos.


Samstag, 24. April 2021

Deloria, Ella Cara: Waterlily

Lange Zeit waren es fast ausschließlich Romane, historische Romane, die ich über „Indianer“ las, über die indigenen Völker vor allem Nordamerikas. Erst in den letzten Jahren wurde ich, nicht zuletzt durch inspiriert durch die Veröffentlichungen des Palisander Verlages, auf neuere Werke, Veröffentlichungen, aufmerksam, wiederum Romane aber auch Sachbücher.  Vermehrt las ich Bücher, die von Angehörigen der Völker selbst verfasst wurden, von diesen schrieb ich bereits auf dem Blog. Dabei waren die Biografie über Sitting Bull von Ernie la Pointe, die gesammelten Märchen und Geschichten in Roter Vogel erzählt von Zitkala-Ša oder das Buch Das Wunder vom Little Bighorn von John Oute Sica.

Wieder liegt ein Roman vor mir. Die Autorin von Waterlily, Ella Cara Deloria (1889 – 1971), Anpetu Waste-win (Schöner-Tag-Frau), ist vermutlich eine „Ausnahme-Indianerin“, ebenso wie Gertrude Simmons BonninZitkala-Ša (1876 - 1938). Diese Bemerkung beruht allein darauf, dass beide Dakota – Indianerinnen die „angebotene“ Schulbildung nutzten und als Erwachsene Schriftstellerinnen wurden. 

Waterlily. Die Geschichte einer Dakota / Lakota Frau und eigentlich deren Mutter Blue Bird. Blue Bird verlor ihre Eltern und Brüder durch einen Überfall während eines Jagdausfluges, gemeinsam mit ihrer Großmutter wurde sie in einer anderen Stammesgruppe aufgenommen, heiratete und gebar Waterlily (Mni Hčahča-win). Blue Bird wird von ihrem Mann verstoßen. Besucher im Dorf erkennen sie als Verwandte und sie kehrt mit Großmutter und Tochter zu ihrer alten Stammesgruppe zurück. Waterlily wächst nun hier im Kreise einer großen Familie auf. 

Samstag, 6. März 2021

Krätschmar, Tania: Die Rückkehr der Apfelfrauen

Land unter im Apfelgarten: Die Äste biegen sich vor Früchten – aber Dani, die in dem alten Haus mit dem weitläufigen Obstgarten wohnt, muss verreisen! Wer kümmert sich um die Ernte? Kurzerhand fahren ihre Freundinnen Eva, Nele, Julika, Marion und Dorothee in die brandenburgische Provinz. Für die fünf beginnt ein wunderbarer Altweibersommer auf dem Lande. Aber leider gibt es ein Problem. Denn ein korrupter Kerl im Dorf gefährdet Danis Traum, ein Baumblütenhotel zu eröffnen. Doch köstliche Apfelrezepte machen stark, und die Freundinnen haben nicht nur männliche Unterstützer, sondern auch eine großartige Verbündete – die Natur …   
 
 
 
 
 
 
 
 

  • Herausgeber : Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (17. September 2018)
  • Sprache : Deutsch
  • Taschenbuch : 352 Seiten
  • ISBN-10 : 3734106281
  • ISBN-13 : 978-3734106286



Im allerersten Jahr unseres Blog-Daseins stellte ich hier 'Eva und die Apfelfrauen' vor - und ahnte nicht, dass es dereinst noch eine Fortsetzung dieses schönen Wohlfühlromans geben würde. Deshalb freute ich mich sehr, als ich diese nun entdeckte. Ab und an lese ich solche Romane durchaus gerne, und so war ich neugierig, ob mich dieser Folgeband genauso entzücken können würde wie seinerzeit 'Eva und die Apfelfrauen'. Wie es nun war? Lest selbst:

Sonntag, 5. April 2020

Austen, Jane: Northanger Abbey (Hörspiel)

"Niemand, der Catherine Morland als Kind gekannt hatte, wäre auf den Gedanken gekommen, dass sie zur Romanheldin bestimmt sei. Ihr Aussehen und ihre Veranlagung sprachen gegen sie. Sie wirkte dünn und linkisch, hatte eine fahle, bleiche Haut, dunkles strähniges Haar und ausgeprägte Gesichtszüge. Sie zog Cricket und Schlagball den Puppen vor, war laut und wild, und tat nichts lieber auf Erden, als den grünen Abhang hinter dem Haus herunter zu kullern." (WDR)

So beginnt das Hörspiel des Hessischen Rundfunks. Die Abbildung weist auf eine Person hin, die mich irgendwie inspirierte, das Hörspiel zu den anderen lit(t)erarischen earBooks hinzuzufügen.



Da habe ich kürzlich doch Downton Abbey gesehen. Nicht nur die Serie, auch den angeschlossenen Film. Hat mir echt gefallen. Doch darf man sich nicht von ähnlich klingenden Titeln verleiten lassen. Allein schon deshalb, weil Jane Austen ihren Roman 1817 schrieb, die Filme handeln 100 Jahre später. Natürlich habe ich die dem Roman innewohnende Gesellschaftskritik erkannt.

Wer Jane Austen (1775 - 1817) mag, der kommt bestimmt auf seine Kosten, lesen werde so schnell keinen der Romane. (Ich kannte sie gar nicht, oder nur dem Namen nach) Aber, diese kurzen Hörspiele bringen mich vielleicht, und nur vielleicht, dazu, von dieser Aussage Abstand zu nehmen. 

Der Hessische Rundfunk beschreibt das in aller Kürze hervorragend. Auch wenn die erste halbe Stunde mit der englischen Upperclass fast dazu geführt hätte, dass ich das Hören gleich wieder einstellen wollte. Die blasierten Gespräche, die unmöglichen Kerle und (vermeintlich) dummen Geschöpfe des schönen Geschlechts, gingen mir ziemlich auf den Geist. Was sich später änderte, denn Cathrine Morland ist eine Leseratte und spiegelt einen ihrer aktuellen Lieblingsromane in das reale Leben wieder. Eine echte Gruselgeschichte, zumindest für Cathrine Morland.

Gut erzählt ist das Hörspiel von Ulrich Noethen, inszeniert von Silke Hildebrand. Die  weiteren Sprecherinnen und Sprecher passen hervorragend zu den Charakteren, die sie verkörpern. Anne Drexler gibt so eine wunderbare Cathrine Morland.

Komme ich jetzt etwa ins Schwärmen?
Mal sehen, was die Blogleser dazu sagen werden.


© Der Bücherjunge

Freitag, 20. September 2019

Atkins, Dani: Sieben Tage voller Wunder

Ich schrieb bereits letztens zu einem Buch von Dani Atkins, dass ich eher selten zu Liebensromanen greife - aber diese Autorin hat mich bislang immer überzeugen können.

'Die Achse meiner Welt', 'Die Nacht schreibt uns neu' sowie 'Der Klang deines Lächelns' sind mir allesamt in guter Erinnerung geblieben, und so griff ich hier zu, als ich die Gelegenheit erhielt, den Roman mit dem so geheimnisvollen Titel zu lesen. Ob er mir auch wieder gefallen hat, könnt Ihr hier nachlesen:





Samstag, 14. September 2019

Engelmann, Gabriella: Schäfchenwolkenhimmel

Ein Inselroman - für die letzten Spätsommertage doch wohl genau das Richtige?

Gabriella Engelmann ist eigentlich ein Garant für lesenswerte Wohlfühlromane, bei denen man die Seele einfach baumeln lassen kann, Verlass ist auf ein Happy End und man als schlimmste Komplikation höchstens mit Fernweh zu rechnen hat. Doch ist der versierten Autorin auch diesmal der große Wurf gelungen? Lest selbst: