Das Leben ist kurz. Niemand weiß das besser als die siebzehnjährige Lenni. Sie leidet an einer unheilbaren Krankheit, die ihr nicht mehr viel Zeit lässt. Was soll sie mit gleichaltrigen Freunden, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben? Was soll sie anfangen mit der ihr verbleibenden Zeit, wenn sie noch so viele Fragen hat, die das Leben ihr nie beantworten wird? In einem Malkurs im Krankenhaus trifft sie auf Margot: dreiundachtzig, voller Lebenserfahrung, Witz und Widerspenstigkeit. Margot weiß, wie es ist, im letzten Kapitel des Lebens angekommen zu sein. Als sie entdecken, dass sie zusammen genau einhundert Jahre gelebt haben, fühlt es sich für Lenni an wie ein Weckruf. Sie wollen gemeinsam Bilder malen – für jedes ihrer hundert Jahre eins. Für all die kostbaren Momente, voller Liebe, Lachen und Weinen, voller Erinnerungen, von denen sie sich gegenseitig erzählen. Und auch wenn ihre gemeinsame Geschichte sich dem Ende neigt, spüren sie doch umso mehr, dass im Leben jeder Moment zählt, bis zum letzten Augenblick… (Verlagsbeschreibung)
Ich schäme mich ja fast, es zuzugeben. Es gibt neben dem eh schon mühsam über Jahrzehnte herangezüchteten SuB (Stapel ungelesener Bücher) - ehrlicherweise doch wohl eher ein RuB (Regale ungelesener Bücher) - auch mittlerweile einen beachtlichen Stapel ungelesener Rezensionsexemplare. Verführungen durch Verlage, NetGalley oder das Bloggerportal sind an der Tagesordnung, hinzu kommen interessante Leserunden, die ebenfalls regelmäßig für neuen Lesestoff sorgen, Buchverlosungen u.v.m.... Unstillbare Quellen also, und der Lesehunger ist ungebrochen. Zeit jedoch ist zuweilen Mangelware, die Augen größer als der Magen, und so. Shit happens.
Ziel der Challenge soll es jedenfalls auch in diesem Jahr sein, den Stapel der ungelesenen Rezensionsexemplare deutlich zu reduzieren. Ein Haken sowie der Monat der Lektüre kommt hinter die gelesenen Bücher, aber es wird auch eine Liste über Neuzugänge geben, bei denen ich mich 2026 hoffentlich mehr beherrschen werde. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Oder etwa nicht? Also: auf geht's!
Ich schäme mich ja fast, es zuzugeben. Es gibt neben dem eh schon mühsam über Jahrzehnte herangezüchteten SuB (Stapel ungelesener Bücher) - ehrlicherweise doch wohl eher ein RuB (Regale ungelesener Bücher) - auch mittlerweile einen beachtlichen Stapel ungelesener Rezensionsexemplare. Verführungen durch Verlage, NetGalley oder das Bloggerportal sind an der Tagesordnung, hinzu kommen interessante Leserunden, die ebenfalls regelmäßig für neuen Lesestoff sorgen, Buchverlosungen u.v.m.... Unstillbare Quellen also, und der Lesehunger ist ungebrochen. Zeit jedoch ist zuweilen Mangelware, die Augen größer als der Magen, und so. Shit happens.
Ziel der Challenge soll es jedenfalls sein, den Stapel der ungelesenen Rezensionsexemplare deutlich zu reduzieren. Ein Haken sowie der Monat der Lektüre kommt hinter die gelesenen Bücher, aber es wird auch eine Liste über Neuzugänge geben, bei denen ich mich 2025 hoffentlich mehr beherrschen werde. Die Hoffnung stirbt schließlich zuletzt. Oder etwa nicht? Also: auf geht's!
»Diese Stadt birgt Tausende verborgene Geschichten.«
Vom
Fensterputzer des größten Gebäudes der Niederlande, der drei Monate
älter ist, wenn das letzte Fenster geputzt wird und dann wieder anfängt,
bis hin zur Poletänzerin in einem Nachtclub, die den Autor bei ihrem
Auftritt ansieht, wie es noch keine Frau getan hat. Er stellt dem Leser
Menschen vor, die man nicht kennt, die einen aber umso mehr verzaubern:
einen Taxifahrer mit Tourette-Syndrom; einen Feuerspucker, der es mit
einem Panzer aufnimmt; einen Pianisten, der zwischen gebrauchten
Waschmaschinen und Staubsaugern Konzerte gibt. Ein Buch voller
Menschlichkeit und wunderbarer Geschichten, die dazu anregen, besser
hinzusehen und zuzuhören. (Klappentext)
Ein kleiner Ort am Nord-Ostsee-Kanal, zwischen Natur, Kreisstadt und
Industrie, kurz nach dem Jahreswechsel. Mitten aus dem Alltag heraus
verschwindet eine Familie spurlos. Das verlassene Haus wird zum
gedanklichen Zentrum der Nachbarn: Julia, Ende dreißig, die sich
vergeblich ein Kind wünscht, die mit ihrem Freund erst vor Kurzem aus
der Großstadt hergezogen ist und einen kleinen Keramikladen mit
Online-Shop betreibt. Astrid, Anfang sechzig, die seit Jahrzehnten eine
Praxis in der nahen Kreisstadt führt und sich um die alt gewordene Tante
sorgt. Und dann ist da das mysteriöse Kind, das im Garten der
verschwundenen Familie auftaucht. Sie alle kreisen wie Fremde
umeinander, scheinbar unbemerkt von den Nächsten, sie wollen
Verbundenheit und ziehen sich doch ins Private zurück. Und sie alle
haben Geheimnisse, Sehnsüchte und Ängste. Ihre Wege kreuzen sich, ihre
Geschichten verbinden sich miteinander, denn sie suchen, wonach wir alle
uns sehnen: Geborgenheit, Zugehörigkeit und Vertrautheit. (Klappentext)
Diesen Roman erhielt ich freundlicherweise als Rezensionsexemplar durch das Bloggerportal, wofür ich mich ganz herzlich bedanke! Dies hat natürlich keinerlei Einfluss auf die Bewertung des Gelesenen - und doch möchte ich hier vorab schon einmal kundtun, dass dieser Roman für mich ein Jahreshighlight war. Noch Wochen nach dem Lesen beschäftigt mich die Erzählung, und ich habe lange gebraucht, um mich an die Rezension zu wagen. Doch hier ist sie nun:
Finden sie wieder zueinander? Als Anne Elliot und Frederick
Wentworth noch jung waren, konnten sie nicht heiraten, doch nach einigen
Jahren hat sich vieles geändert. Aber wollen die beiden jetzt überhaupt
noch? Der Hörer wird entführt in die Welt des englischen Landadels zu
Beginn des 19. Jahrhunderts: Geschäfte und Geldprobleme, Landpartien und
Langeweile, Höflichkeitsbesuche und natürlich: Liebesverwicklungen. (Klappentext)
Herausgeber
:
der Hörverlag; New Edition (26. Juli 2021)
Sprache
:
Deutsch
Übersetzung : Ursula und Christian Grawe
Regie : Christine Nagel
Komponist : Peter Ehwald
Sprecher:innen : Sascha Maria Icks, Mala Emde, Mirco Kreibich, Pippa Galli, Jenny Schily, Andreas Grothgar, Wolfram Koch, Wanja Mues, Anna Böger
Ausgabe : Hörspiel, 2 CDs, 1 Stunde und 49 Minuten
ISBN-10 : 3844538305
ISBN-13 : 978-3844538304
Originaltitel
:
Persuasion (rechtefrei)
Zugegeben, ich höre kaum noch Hörbücher oder Hörspiele von CDs als Datenträgern - mein Autoradio hat keinen Einschub mehr dafür, zu Hause gibt es nur noch eine Minianlage, auf der ich CDs abspielen kann. Aber es geht noch. Als ich vor einiger Zeit im Bloggerportal stöberte, stieß ich jedoch auf diese wunderschöne Ausgabe eines Jane Austen Romans - und war geflashed. Da das Hörspiel auch keine lange Laufzeit hat, fiel die Entscheidung rasch. Das wollte ich sehr gerne hören! Herzlichen Dank deshalb an das Bloggerportal für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! Wie es mir damit erging, könnt Ihr jetzt hier nachlesen:
Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als
er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter,
Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen
Umständen verschwand. Strike hatte es noch nie mit einem Cold
Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre
zurückliegt. Doch trotz der geringen Erfolgsaussichten ist seine Neugier
geweckt, und so fügt er der langen Liste an Fällen, die er und seine
Arbeitspartnerin Robin Ellacott gerade in der Agentur bearbeiten, noch
einen hinzu. Robin selbst hat mit einer hässlichen Scheidung und
unerwünschter männlicher Aufmerksamkeit zu kämpfen – und dann natürlich
mit ihren Gefühlen für Strike… Strikes und Robins
Nachforschungen zu Margots Verschwinden führen sie auf die Fährte eines
vertrackten Falls mit Hinweisen auf Tarotkarten, einen psychopathischen
Serienkiller und Zeugen, die nicht alle vertrauenswürdig sind. Und sie
merken, dass sich selbst Fälle, die schon Jahrzehnte alt sind, als
tödlich herausstellen können... (Klappentext)
Herausgeber
:
Blanvalet Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (14. Dezember 2020)
Sprache
:
Deutsch
Übersetzung : Wulf Bergner,
Christoph Göhler,
Kristof Kurz
Es gibt Reihen und Autoren, die einen nicht loslassen. Dieses Buch ist ein Beispiel dafür - Robert Galbraith ist das Pseudonym der von mir sehr verehrten J. K. Rowling, die sich mit ihrem Zaubererlehrling Harry Potter in mein Herz geschrieben hat, und die Krimireihe um Cormoran Strike mag ich mittlerweile auch ungemein. Band 1-4 (Der Ruf des Kuckucks, Der Seidenspinner, Die Ernte des Bösen und Weißer Tod) habe ich bereits hier im Blog vorgestellt. Ich habe mich sehr grefreut, dass mir durch das Bloggerportal ein kostenfreies Leseexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Zugegebenermaßen ist das schon einige Zeit her - aber 1200 Seiten lassen sich auch nicht mal eben so wegschmökern. Vorausgeschickt sei: auch dieser Band konnte mich wieder überzeugen! Weshalb das so war, könnt Ihr hier nachlesen:
Land unter im Apfelgarten: Die Äste biegen sich vor Früchten – aber
Dani, die in dem alten Haus mit dem weitläufigen Obstgarten wohnt, muss
verreisen! Wer kümmert sich um die Ernte? Kurzerhand fahren ihre
Freundinnen Eva, Nele, Julika, Marion und Dorothee in die
brandenburgische Provinz. Für die fünf beginnt ein wunderbarer
Altweibersommer auf dem Lande. Aber leider gibt es ein Problem. Denn ein
korrupter Kerl im Dorf gefährdet Danis Traum, ein Baumblütenhotel zu
eröffnen. Doch köstliche Apfelrezepte machen stark, und die Freundinnen
haben nicht nur männliche Unterstützer, sondern auch eine großartige
Verbündete – die Natur …
Herausgeber
:
Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (17. September 2018)
Sprache
:
Deutsch
Taschenbuch
:
352 Seiten
ISBN-10
:
3734106281
ISBN-13
:
978-3734106286
Im allerersten Jahr unseres Blog-Daseins stellte ich hier 'Eva und die Apfelfrauen' vor - und ahnte nicht, dass es dereinst noch eine Fortsetzung dieses schönen Wohlfühlromans geben würde. Deshalb freute ich mich sehr, als ich diese nun entdeckte. Ab und an lese ich solche Romane durchaus gerne, und so war ich neugierig, ob mich dieser Folgeband genauso entzücken können würde wie seinerzeit 'Eva und die Apfelfrauen'. Wie es nun war? Lest selbst:
Es gibt Wörter, die wir nicht kennen. Deren Bedeutung wir aber erahnen.
Als wären sie immer schon hier gewesen. Als hätten sie schon immer in
uns gewohnt. Und manchmal wollen sie endlich ausgesprochen werden.
Als ihre Großmutter stirbt, diese eigenwillige Frau, die stets einen
unpassenden Witz auf den Lippen hatte, beschließt Mona, ein letztes Mal
in den Iran zu fliegen. Gemeinsam mit ihrer Mutter wagt sie die Reise
in die trügerische Heimat. Der Rückflug in ihr Kölner Leben zwischen
Coworking und Clubszene ist schon gebucht. Doch dann überredet sie ihr
iranischer Langzeitliebhaber Ramin zu einem Abschiedstrip nach Bam, in
jene Stadt, die fünf Jahre zuvor von einem Erdbeben komplett zerstört
wurde. Und Monas Mutter schließt sich den beiden an. Die Fahrt wird für
Mona zu einer Konfrontation mit ihrer eigenen Identität und ihrer
Herkunft, über die so vieles im Ungewissen ist. Aber manchmal wird uns
das Fremde zum heimlichen Vertrauten. Und über das, was uns vertraut
schien, wissen wir so gut wie nichts.
"Erst war es nur ein Wort. Das Wort, flink und wendig,
überfiel mich, wie alle diese sechzehn Wörter, aus dem Hinterhalt. (...)
Regelmäßig war ich ihnen ausgeliefert, diesen Wörtern, die nichts mit
meinem Leben zu tun hatten. (...) Nichts hatten sie mit meinem Leben zu
tun, trotzdem, oder gerade deshalb brachten sie mich immer wieder in
ihre Gewalt. Doch dann, einer Eingebung folgend, übersetzte ich ein
Wort, und es war, als hätte ich es entwaffnet. (...) Mit einem Schlag
verlor es die Macht über mich. (....) Wir waren nun beide frei, das Wort
und ich." (S. 7 f.)
Die Iranerin Nava Ebrahimi
hat sie genommen, diese sechzehn Wörter, und hat sie den Kapiteln ihres
Buches vorangestellt, in arabischer Schrift und auf Persisch - und hat
die Ich-Erzählerin Mona sich an diesen Wörtern entlanghangeln lassen auf
ihrer Reise in den Iran, in die Vergangenheit, zu ihren Wurzeln, auf
der Suche nach Antworten und sich selbst. Die 34jährige Mona erscheint
als toughe Frau, die ihr Leben sicher nicht geradlinig führt, aber mit
beiden Beinen fest darin zu stehen scheint. Doch tief im Innern
schlummern Fragen, lauern Zweifel, bröckelt das Fundament. Dies ist Mona
selbst gar nicht so deutlich - bis zu ihrer Reise in den Iran, zum
Begräbnis ihrer Großmutter.
"Bevor ich eine
Moschee betrete, spüre ich jedes Mal Widerwillen. Bin ich drin, möchte
ich sie nicht mehr verlassen. Ich fühle mich dann, wie sich ein Baby auf
einer riesigen Krabbeldecke fühlen muss. Gestillt, gepudert, gewickelt.
Ich würde am liebsten ganze Tage und Nächte auf den Perserteppichen
herumkugeln. (...) In den Nächten bräuchte ich weder Kissen noch Decke,
ich schliefe wie ein Neugebornes, das an der Brust der Mutter eingenickt
ist und dessen Träume von warmer Milch beim ersten Augenaufschlag wahr
würden." (S. 73)
Der Leser reist mit Mona in
den Iran, widerwillig eher, pflichtergeben, weil nun einmal die
Großmutter verstorben ist. Maman-Bozorg starb in hohem Alter recht
unspektakulär im Sessel vor ihrem Fernseher, der zuletzt ihr ein und
alles war. Diese Großmutter ist in dem Roman überaus präsent und hat
mich des öfteren den Kopf schütteln lassen, mich aber auch wirklich
amüsieren können. Immer ein loses und oft ordinäres Mundwerk('Kämm dir
mal die Haare. Du siehst aus wie ein verprügelte Nutte.'), lebte
Maman-Bozorg von Klatsch und Tratsch, äußerte stets unverblümt ihre
Meinung, nahm sich, was sie wollte und hatte ein heimliches Faible für
nette Männer. Ihr Lieblingswort war 'Kos', was allen anderen die
Schamesröte ins Gesicht trieb, doch nein, ich werde jetzt nicht
übersetzen, um was für ein Schimpfwort es sich hierbei handelt.
Die
Großmutter gehörte irgendwie immer zu Monas Leben dazu, auch wenn sie
sich oft nur einmal im Jahr sahen - meist kam Maman-Bozorg nach Köln, zu
Mona und ihrer alleinerziehenden Mutter, reiste stets mit großem
Übergepäck, Ezafebar. Mona selbst wurde im Iran geboren, lebt aber
bereits seit frühester Kindheit in Deutschland - zwischen den Kulturen,
wie ihr nun deutlich bewusst wird. Immer das Gefühl, irgendwie nicht
dazu zu gehören: im Iran ist sie die Deutsche, in Deutschland ist sie
die Iranerin. Wie ist es möglich, sich so irgendwo zu Hause zu fühlen?
Doch Mona begibt sich auf ihrer Reise im Iran nicht nur auf die Suche
nach sich selbst - auch ein langgehütetes Familiengeheimnis drängt hier
zunehmend an die Oberfläche.
"Glück? Nach drei
Bier auf einer Tanzfläche, über mir viel Raum, durch mich hindurch ein
Bass, der alles in Schwingung versetzt, um mich herum Menschen, deren
Gesichter mir bekannt vorkommen, die ich manchmal zufällig streife, die
genau wie ich darauf warten, dass der DJ sein Versprechen einlöst, dass
er aufhört, sich und uns zu zügeln, und dann ist es endlich so weit, der
Damm bricht, und uns erfasst eine riesige Welle. (...) und ich denke
auch daran, dass, nachdem uns alle dieselbe Welle erfasst hat, jeder
woanders angespült wird und jeder von vorne beginnt." (S. 186 f.)
Ein
Schreibstil, der eher nüchtern daherkommt, wechselnd zwischen
leise-poetisch und derb-zotig, dabei nichts davon überstrapazierend. Wie
auf einer Welle treibt Nava Abrahimi den Leser durch das Land, das
einem bei aller Fremdheit und Befremdlichkeit plötzlich nahe kommt,
wodurch aber auch deutlich wird, wie groß der Spagat der in Deutschland
lebenden Mona sein muss, um sich zwischen den Kulturen nicht zu
verlieren. Subtil dabei das Kreisen um das ominöse Familiengeheimnis,
das letztlich nicht nur für Mona in einer gewaltigen Überraschung
gipfelt.
Eine leise Erzählung, melancholisch und poetisch, aber
auch anarchisch und voll abgründigem Humor. Über die Fremde und das
Fremde in uns. Für mich eine ganz besondere Entdeckung...
Nava Ebrahimi, 1978 in Teheran geboren, studierte Journalismus und
Volkswirtschaftslehre in Köln. Sie arbeitete als Redakteurin bei der
Financial Times Deutschland und der Kölner StadtRevue. Nava Ebrahimi
veröffentlichte bereits verschiedene Kurzgeschichten in Anthologien,
Zeitungen und Zeitschriften. 2007 war sie Finalistin des Open Mike, 2013
nahm sie an der Bayerischen Akademie des Schreibens teil. Nava Ebrahimi
lebt mit ihrer Familie in Graz. »Sechzehn Wörter« ist ihr erster Roman.