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Donnerstag, 21. November 2024

Janz, Tanja: Friesenmeermagie

 

Als die junge Malin bei einer Auktion einen alten Koffer ersteht, rechnet sie nicht damit, dass dessen Inhalt ihrem Leben eine völlig neue Richtung geben wird. Ein Schlüssel und der berührende Brief einer alten Dame führen sie zur kleinen Fischerkate in St. Peter-Ording. Malin weiß nur, dass die Tochter der alten Dame an eine Hotelkette verkaufen will und es der Frau das Herz brechen würde. Einen Absender hat der Brief nicht. Deshalb begibt Malin sich auf Spurensuche. Vor Weihnachten muss sie die Eigentümerin aufspüren, und um diese zu überzeugen, will sie die Fischerkate zu einem gemütlichen Heim machen. Dabei hilft ihr der attraktive Carl vom Strandkorbverleih, und bald schon spürt Malin, dass sie die wohltuende Nordseemagie nicht mehr aufgeben mag... (Verlagsbeschreibung)

DNB / HarperCollins / 2024 / ISBN: 9783365007563 / 304 Seiten

Kurzmeinung: Der Zauber wirkte auf mich leider zu konstruiert - trotz Nordseeflair konnte ich nicht vollends mitschwingen... 

 

 

Mittwoch, 22. Dezember 2021

Fagerlund, Jenny: 24 gute Taten

Zwei Jahre ist es her, dass Emma ihren Lebensgefährten Niklas bei einem Autounfall an Heiligabend verloren hat. Seitdem versteckt sie sich in ihrem kleinen Einrichtungs- und Geschenkeladen vor dem Leben. Tagsüber verkauft sie Teeservices und Geschirrtücher, nachts sitzt sie allein auf dem Dach ihres Hauses und blickt über Stockholm. Doch mit dem nahenden Fest der Liebe steht auch das Weihnachtsgeschäft vor der Tür. Und mit ihm ihre Schwester Magda, die alles dafür tun will, dass Emma ihren Laden, der kurz vor der Insolvenz steht, nicht verliert. Als Emma am Vorabend des ersten Dezembers einen alten Mann im Schneesturm nach Hause bringt, merkt sie, wie gut es ihr tut, anderen zu helfen. Sie fasst einen Entschluss: Sie wird 24 gute Taten vollbringen – eine für jeden Tag bis Heiligabend. Durch die Türchen ihres ganz persönlichen Adventskalenders schlüpft sie in die Leben ihrer Mitmenschen. Dabei findet Emma nicht nur neue Freunde, sondern schließlich auch sich selbst – und eine neue Liebe...
(Klappentext)
 
 
 
 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; 3. Edition (22. September 2020)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Übersetzung  :  Kerstin Schöps
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 336 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3832165444
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3832165444
  • Originaltitel ‏ : ‎ ›24 goda gärningar‹
 
 
 
 
 
Ein weiteres Buch passend zur Adventszeit erhielt ich freundlicherweise von NetGalley. Auch dafür ein herzliches Dankeschön! Alles in allem eine schöne Adventsgeschichte mit Flair, der man auch einige langatmige Passagen verzeiht... Genau das Richtige für dunkle, kalte Winterabende...
 
 

Dienstag, 21. Dezember 2021

Heldt, Dora: Geld oder Lebkuchen (Hörbuch)

Es ist Advent auf Sylt. Ernst Mannsen hat zwar nichts gegen Weihnachten, aber die Insel ist ihm ohne Touristen zu leer, die Tage sind lang und dunkel. Seine Frau Gudrun freut sich hingegen auf den Weihnachtsmarkt, aufs Schmücken des Hauses und auf die Weihnachtsfeiertage mit der Familie. Als der gelangweilte Ernst erfährt, dass der Filialleiter der Bank mitsamt den Spenden für die bedürftigen Kinder verschwunden ist, ergreift er seine Chance auf Abwechslung: Er wird sich um das Problem kümmern! Und das Geld für die Weihnachtsgeschenke beschaffen. Sozusagen als Robin Hood von Sylt. Mit einigen Komplizen plant er einen großen Coup, der allerdings ganz anders läuft als geplant.  
(Klappentext)



  • Autor: Dora Heldt
  • Gesprochen von: Katja Danowski
  • Spieldauer: 6 Stunden und 31 Minuten
  • Erscheinungsdatum: 20. Oktober 2021
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
  • ASIN: B09HV9WG6K






  • NetGalley bietet auch Hörbücher an, und passend zur Adventszeit habe ich mir dieses gewünscht und erhalten, worüber ich mich sehr gefreut habe. Wenn sonst schon keine rechte Weihnachtsstimmung aufkommen mag, darf es doch gerne etwas Unterhaltsames sein, was zur Jahreszeit passt. Es muss ja nicht immer nur bitterernst sein...


    Donnerstag, 3. Juni 2021

    Higashino, Keigo: Kleine Wunder um Mitternacht

    Es ist kurz vor Mitternacht, als drei junge Einbrecher in einen verlassenen Gemischtwarenladen eindringen, um nach ihrem Raubzug unterzutauchen. Doch Atsuya, Shota und Kohei wird keine ruhige Stunde bis zum Morgengrauen gewährt: Ein Brief wird von außen durch einen Schlitz in den Laden geworfen, obwohl in der Dunkelheit vor der Tür kein Mensch zu sehen ist. Als ihn die erstaunten Kleinkriminellen öffnen, beginnt eine unglaubliche Geschichte, die eine Nacht lang das Leben unzähliger Menschen verändern wird – und eigentlich begann sie vor über dreißig Jahren, als ein weiser alter Mann mit seinen Worten kleine Wunder vollbringen konnte.
     
     
     
     
     
     
     
     
     
    • Herausgeber : Limes Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (13. April 2021)
    • Sprache : Deutsch
    • Übersetzung : Astrid Finke 
    • Gebundene Ausgabe : 416 Seiten
    • ISBN-10 : 3809027103
    • ISBN-13 : 978-3809027102
    • Originaltitel : Namiya zakkaten no kiseki (The Miracles of the Namiya General Store)
     
     
     
    Im Grunde war es etwas überraschend, dass dieser Roman im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin angeboten wurde - meist gibt es dort eher literarisch anspruchsvolle Romane oder aber Krimis und Thriller. Ich habe mich aber auf einen Wohlfühlroman gefreut nach all der anspruchsvollen Lektüre - und habe ihn bekommen. Ob dieser Roman des ansonsten erfolgreichen japanischen Krimiautors mir nun auch gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen:


    Samstag, 6. März 2021

    Krätschmar, Tania: Die Rückkehr der Apfelfrauen

    Land unter im Apfelgarten: Die Äste biegen sich vor Früchten – aber Dani, die in dem alten Haus mit dem weitläufigen Obstgarten wohnt, muss verreisen! Wer kümmert sich um die Ernte? Kurzerhand fahren ihre Freundinnen Eva, Nele, Julika, Marion und Dorothee in die brandenburgische Provinz. Für die fünf beginnt ein wunderbarer Altweibersommer auf dem Lande. Aber leider gibt es ein Problem. Denn ein korrupter Kerl im Dorf gefährdet Danis Traum, ein Baumblütenhotel zu eröffnen. Doch köstliche Apfelrezepte machen stark, und die Freundinnen haben nicht nur männliche Unterstützer, sondern auch eine großartige Verbündete – die Natur …   
     
     
     
     
     
     
     
     

    • Herausgeber : Blanvalet Taschenbuch Verlag; Originalausgabe Edition (17. September 2018)
    • Sprache : Deutsch
    • Taschenbuch : 352 Seiten
    • ISBN-10 : 3734106281
    • ISBN-13 : 978-3734106286



    Im allerersten Jahr unseres Blog-Daseins stellte ich hier 'Eva und die Apfelfrauen' vor - und ahnte nicht, dass es dereinst noch eine Fortsetzung dieses schönen Wohlfühlromans geben würde. Deshalb freute ich mich sehr, als ich diese nun entdeckte. Ab und an lese ich solche Romane durchaus gerne, und so war ich neugierig, ob mich dieser Folgeband genauso entzücken können würde wie seinerzeit 'Eva und die Apfelfrauen'. Wie es nun war? Lest selbst:

    Samstag, 14. September 2019

    Engelmann, Gabriella: Schäfchenwolkenhimmel

    Ein Inselroman - für die letzten Spätsommertage doch wohl genau das Richtige?

    Gabriella Engelmann ist eigentlich ein Garant für lesenswerte Wohlfühlromane, bei denen man die Seele einfach baumeln lassen kann, Verlass ist auf ein Happy End und man als schlimmste Komplikation höchstens mit Fernweh zu rechnen hat. Doch ist der versierten Autorin auch diesmal der große Wurf gelungen? Lest selbst:







    Montag, 26. August 2019

    Kaspar, Jule: Wanka würde Wodka kaufen

    Diesen Roman durfte ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen. Die Erzählung ist sozusagen das Prequel zu den Büchern um Max Leif (hier im Blog: Die sieben Tode des Max Leif). Nicht verstanden habe ich - und die Autorin wohl auch nicht - weshalb der aktuelle Roman unter einem anderen Namen veröffentlicht werden sollte als die Max Leif Bücher. Aber sei's drum...


    Mich konnte der Roman jedenfalls für einige Stunden gut unterhalten - so stelle ich mir einen Wohlfühlroman vor! Was ich damit meine, kann hier nachgelesen werden:




    Donnerstag, 15. August 2019

    Hertz, Anne: Wunderkerzen

    Bei großer Hitze gebe ich doch zuweilen der 'leichten' Lektüre den Vortritt. In diesem Monat zugegeben etwas geballt, aber was solls. Ernsthafte Literatur kommt sicher auch wieder an die Reihe - aber im Sommer ist es doch ab und zu etwas anders...

    Trotzdem gefällt mir lange nicht jeder Roman dieser Art, und das ist eben das Risiko, das man eingeht, wenn man zu solchen Büchern greift. Ob ich mich diesmal mitreißen lassen konnte? Lest selbst:







    Sonntag, 9. Dezember 2018

    Lambert, Karine: Eines Tages in der Provence

    Diesen kleinen Roman von Karine Lambert habe ich im Rahmen einer Buchverlosung des Verlags bei Lovelybooks gewonnen, worüber ich mich sehr freue!

    Nachdem ich von 'Und jetzt lass uns tanzen' vor einiger Zeit so angetan war, war ich natürlich neugierig auf das neue Werk der belgischen Autorin. Berührend, lebensbejahend, behutsam - das waren die begeisterten Attribute meiner Rezension zu o.g. Buch. Davon hätte ich gerne mehr! Ob dieser  neue Roman die hohen Erwartungen erfüllt hat? Das lässt sich hier nachlesen:





    Samstag, 19. Mai 2018

    Fouchet, Lorraine: Die Farben des Lebens

    Sehr neugierig war ich auf diesen Roman aus dem Atlantik-Verlag. Von 'Ein geschenkter Anfang' aus der Feder von Lorraine Fouchet hatte ich nur Gutes gelesen, nun wollte ich ihr neuestes Werk kennenlernen. 

    Dank einer Leserunde bei LovelyBooks kam ich dann tatsächlich in den Genuss, dieses Buch lesen zu dürfen. Ich nahm es mit in den Urlaub und hätte kaum eine bessere Wahl treffen können. Zwar war ich nicht am Atlantik wie der Hauptcharakter des Romans, aber am Meer war ich doch. Und die Lektüre habe ich wahrlich genossen...





    Donnerstag, 29. März 2018

    Herwig, Ulrike: Das Leben ist manchmal woanders

    Willkommen in Gregors Welt! 
     
    Gregor ist 14 und irgendwie anders. Er trägt seltsame Klamotten, hat einen ausgeprägten Ordnungssinn, liebt schrille Muster und kennt alle Wetterberichte des Tages. Im Alltag oft unbeholfen, begegnet er seinen Mitmenschen mit entwaffnender Direktheit. Als Gregors Mutter bei einem Unfall schwer verletzt wird, muss er zu seiner Tante und deren Mann ziehen. Judith und Achim wissen erst mal nicht so recht, was sie mit dem »Bekloppten« anfangen sollen. Doch mit seiner unkonventionellen Art entlockt Gregor selbst dem unfreundlichsten Nachbarn ein Lächeln. Und auf einmal reden alle wieder miteinander ‒ auch Judith und Achim.

    (Klappentext dtv)
     

    Mittwoch, 3. Januar 2018

    Simon, Natalie: Das Lied des blauen Mondes


    Juliette hat gerade ihre unglückliche Beziehung beendet und will jetzt vor allem eins: in Ruhe Möbel restaurieren. Doch plötzlich taucht ihre kapriziöse Tante Manon auf, die in den 60ern eine erfolgreiche Chansonnière war. Sie ist nach Paris zurückgekehrt, um ein Erbe anzutreten, das Erinnerungen an eine Zeit voller Leidenschaft und Musik weckt. Und an ihre eine, große Liebe. An die glaubt Juliette schon lange nicht mehr. Doch dann tritt Gérard in ihr Leben, und Manon zeigt ihr, dass es sich lohnt, für die Liebe zu kämpfen.

    (Klappentext: Aufbau Verlag)


    • Taschenbuch: 320 Seiten
    • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (19. Juni 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3746631408
    • ISBN-13: 978-3746631400







    ET TOUJOURS L'AMOUR...



    Und immer die Liebe - ja, was denn sonst? Bei einem Buch, das in Paris spielt... 'Chanson d'amour' sang beispielsweise schon Edith Piaf so gefühlvoll. Und in diesem Buch geht es um beides: Chansons und die Liebe. Aber der Reihe nach...

    Der Leser folgt Juliette durch die Straßen und Viertel von Paris, und obschon auch die neuzeitlichen Veränderungen beschrieben werden, ist es der Autorin gelungen, das ganz besondere Flair der angeblich schönsten Stadt der Welt einzufangen. Juliette ist eine junge Frau, deren Leidenschaft dem Restaurieren alter Möbel gilt, doch nun sind ihre Werkstatt und ihre Wohnung in Gefahr. Die Kündigung flatterte ins Haus, alles soll verkauft werden und Modernisierungen Platz machen. Nebenbei verliebt sich Juliette ungewollt, doch alles ist furchtbar kompliziert, und auch hier droht alles zu scheitern.

    Nur gut, dass Tanta Manon in Paris auftaucht, um ein Erbe anzutreten. Ohne ihr Wissen hat sie von der einen großen Liebe ihres Lebens das Haus geerbt, in dem sie und der Verstorbene so glücklich gewesen sind. Alte Erinnerungen brechen auf, und bald schon schwelgt Manon in vergangenen Zeiten voller Gefühle und Musik. Chansons - dafür stand Manon Jahre ihres Lebens auf kleinen Bühnen, und bei einem solchen Auftritt lernte sie ihre große Liebe kennen. Der Klavierspieler begleitete sie nicht nur durch den Abend, sondern spielte sich gleich in ihr Herz. Und so präsentierten sie die Chansons nicht nur, sie lebten sie.

    Zwei parallele Geschichten, die zart ineinander verwebt sind und sich wunderbar ergänzen. Von Manon lernt Juliette, dass es sich lohnt, um die große Liebe zu kämpfen - und auch sonst nicht einfach alles hinzunehmen, was das Leben einem an Niederträchtigkeiten bietet. Juliettes Kampfgeist erwacht, und Manon beginnt sich mit ihrer Vergangenheit zu versöhnen.

    Ein zauberhaft leichtes Buch hat Natalie Simon hier geschrieben, gefühlvoll aber nicht zu kitschig und mit einer gelungenen Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, aus Humor und Spannung, aus Liebe und Musik. Viele französiche Texte (mit deutscher Übersetzung) erwarten den Leser hier und begleiten ihn durch den Roman, was die Stimmung auf angenehme Art färbt.

    Leider werden hier nicht alle angerissenen Handlungsstränge weitergeführt und aufgelöst, so dass mir an manchen Stellen etwas fehlt. Ansonsten fühlte ich mich auf angenhme Art in die Stadt der Liebe entführt und verbrachte einige schöne Stunden mit Juliette und Manon...


    © Parden









    Der Aufbau Verlag schreibt zu der Autorin:

    Hinter Natalie Simon stehen die beiden Autorinnen Tania Schlie und Katrin Traoré. Tania Schlie schreibt Romane und kunst- und kulturhistorische Bücher und arbeitet als freie Lektorin. Katrin Traoré ist neben ihrer Arbeit als Autorin in einer Stiftung tätig. Sie sind seit dem Studium befreundet und haben zur selben Zeit ein Jahr in Paris verbracht. Damals entstand ihre Liebe zu der Stadt. Und schon damals haben sie für schöne Liebesgeschichten geschwärmt. »Das Lied des blauen Mondes« ist ihr erster gemeinsamer Roman.

    übernommen vom Aufbau Verlag

    Sonntag, 26. November 2017

    Engelmann, Gabriella: Zeit der Apfelrosen


    Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – und das Chaos nicht weit … Olivia weiß genau, was sie im Leben erreichen möchte: Karriere machen, ihren Freund heiraten und mit ihm eine Familie gründen. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? Man muss sich einfach ein bisschen anstrengen, dann klappt’s schon mit dem großen Glück! So sieht das Olivia. Nur leider hat das Leben manchmal ganz andere Pläne…

    (Klappentext dotbooks Verlag)


    • Format: Kindle Edition
    • Dateigröße: 1076.0 KB
    • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 91 Seiten
    • Verlag: dotbooks Verlag; Auflage: 1 (9. Oktober 2017)
    • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
    • Sprache: Deutsch
    • ASIN: B0769Q2W97









    UND ERSTENS KOMMT ES ANDERS UND ZWEITENS ALS MAN DENKT...



    Olivia hat die dreißig überschritten und eigentlich klare Vorstellungen von dem, was sie sich vom Leben erhofft. Der Beruf ist ihr sehr wichtig, und sie engagiert sich dort auch sehr. Privat dagegen läuft es irgendwie nicht so richtig rund. Ihr Freund lässt sie plötzlich sitzen, ihr Lebenscoach hilft ihr auch nicht so richtig weiter - nur gut, dass ihre beste Freundin Vera immer für sie da ist. Denn unversehens geht es für Olivia drunter und drüber, und es müssen einige wichtige Entscheidungen getroffen werden.

    Zwischendruch lese ich immer wieder einmal gerne einen Roman von Gabriella Engelmann. Diesmal präsentiert sie allerdings mit gerade einmal 91 Seiten einen Kurzroman. Kann das funktionieren?

    Es kann. Mit Olivia hat die Autorin einen sympathisch-chaotischen Charakter geschaffen, eine Person, die trotz aller Überraschungen, die das Leben für sie bereit hält, den Kopf nicht verliert. Gefühle gibt es die gesamte Klaviatur rauf und runter, aber meistens nicht zu kitschig, sondern stets verbunden mit humorvollen Szenen und einem Augenzwinkern. Lediglich den Epilog hätte es in der Form für mich nicht geben müssen - da hätte ich diesmal tatsächlich ein offenes Ende bevorzugt.

    Insgesamt hat mir der Kurzroman die erhoffte unkomplizierte Entspannung geboten und ein paar kurzweilige Lesestunden beschert. Gerne mehr davon!


    © Parden











    Der dotbooks Verlag schreibt über die Autorin:

    Gabriella Engelmann, geboren 1966 in München, lebt in Hamburg. Sie arbeitete als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern zu widmen begann.

    Bei dotbooks veröffentlichte Gabriella Engelmanns bereits die Romane „Nur Liebe ist schöner“, „Schluss mit lustig“ und „Kuss au chocolat“ sowie die Erzählungen und Kurzromane „Eine Liebe für die Ewigkeit“, „Verträumt, verpeilt und voll verliebt“, „Dafür ist man nie zu alt“, „Te quiero heißt Ich liebe dich“, „Ein Kuss, der nach Lavendel schmeckt“ und „Zeit der Apfelrosen“; weitere eBooks sind in Vorbereitung.

    übernommen vom dotbooks Verlag

    Montag, 5. Juni 2017

    Miller, Louise: Die Zutaten zum Glück



    Wer rechnet schon damit, dass aus einem Flammeninferno das große Glück erwächst? Am wenigsten die Patissière Olivia, als sie mit ihrem flambierten Dessert einen Bostoner Luxusclub in Brand setzt. Dass genau das ihr ein neues Leben  und eine Liebe auf Umwegen beschert, noch dazu in Vermont, kommt für sie genauso unverhofft wie für all diejenigen, denen sie dort in die Quere stolpert …

    Nachdem sich Olivias Karriereaussichten in Rauch aufgelöst haben, flüchtet sie sich kurzerhand zu ihrer besten Freundin ins ländliche Vermont. Wo sie nicht nur Unterschlupf und eine Anstellung wider Willen in einem kleinen Landgasthof findet, sondern auch ein neues Zuhause, nach dem sie bislang gar nicht gesucht hatte. Doch bevor Olivia selbst erkennt, wohin ihr Herz gehört, muss sie sich mit der kauzigen Lokalbevölkerung anfreunden – und das Geheimnis um den besten Apple Pie lüften. Und nicht zuletzt die Gunst einer eigensinnigen alten Dame erobern, unter deren rauer Schale mehr verborgen liegt, als Olivia ahnen kann …

    (Klappentext Suhrkamp / Insel)

    • Broschiert: 408 Seiten
    • Verlag: Insel Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (10. April 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Katja Bendels
    • ISBN-10: 3458362649
    • ISBN-13: 978-3458362647
    • Originaltitel: The City Baker's Guide to Country Living










    DAS GLÜCK DER PATISSIÈRE...





    Olivia hat es als Patissière mit Anfang dreißig schon weit gebracht in der Welt der Kuchen und Desserts. Als sie jedoch mit einer flambierten, zwanzig Kilo schweren Eistorte einen Bostoner Privatclub in Brand setzt und sich ihre weiteren Karriereaussichten damit buchstäblich in Rauch auflösen, flüchtet sie sich kurzerhand zu ihrer besten Freundin ins ländliche Vermont. Dort findet Olivia nicht nur einen Unterschlupf, sondern unversehens auch eine Anstellung in einem kleinen Landgsthof. Die Gepflogenheiten des Kleinstadtlebens erscheinen Livvy zunächst befremdlich, doch dann bahnen ihre Backkünste und ihr Banjospiel ihr einen Weg in die Herzen der Einwohner. Nur die reservierte und eigensinnige alte Besitzerin des Landgasthofs scheint unnahbar. Doch unter deren rauer Schale liegt mehr verborgen, als Livvy ahnen kann. Und schließlich spürt die junge Patissière, was es bedeuten kann, 'Zuhause' zu sein...

    In Louise Millers Debütroman dreht sich alles um die dreißigjährige Patissière Olivia, und vermutlich sind die biografischen Parallelen zwischen der Protagonistin und der Autorin nicht zufällig. Wo 'Wohlfühlatmosphäre' versprochen wird, ist Liebe nicht weit - und tatsächlich spielt diese in dem Roman keine unbedeutende Rolle. Doch in erster Linie geht es darum, dass Olivia endlich irgendwo ankommt, nicht ständig bei Schwierigkeiten davonläuft und ihr bisheriges Leben grußlos hinter sich lässt. Natürlich geschieht dies nicht reibungslos und ebenso natürlich darf eine Portion Kitsch nicht fehlen, aber bis auf das arg weichgespülte Ende hält sich das alles angenehm die Waage.

    Tatsächlich konnte der Roman bei mir v.a. durch die Atmosphäre punkten. Schnell tauchte ich ein in die Beschreibungen des ländlichen und meist friedlichen Vermont, genoss die Schilderungen der diversen Köstlichkeiten, die da von Olivia und ihrem Küchenschef Alfred kreiert wurden und vermeinte oft genug, etwas von dem köstlichen Duft zu erhaschen, der da dem Ofen entströmte. Das prasselnde Feuer im Kamin, die kuschelige Decke auf dem Sofa, die mitreißende Musik an den Abenden, die langen Spaziergänge durch den unberührten Wald - all diese Beschreibungen ließen mich daran teilhaben und tief in Olivias neue Welt eintauchen.

    Olivia selbst kam mir dagegen nur zögerlich nahe. Ihre Desserts und Backwerke beeindruckten mich, ihr Charakter allerdings erschloss sich erst allmählich. Witzig waren ihre ständigen Haarfärbe-Aktionen mit überaus originellen Farbprodukten wie beispielsweise 'Manic Panic Electric Tiger Lily' oder 'Manic Panic Atomic Turquoise'. Ansonsten wirkte Olivia in ihren Handlungen trotz ihrer 32 Jahre oft noch recht unreif - allerdings voller Sehnsüchte. Auch im Verlauf des Romans entwickelte sich die Patissière für mein Empfinden nicht wesentlich weiter, so dass ich hier Abstriche in der B-Note machen muss. Allerdings gab es andere Charaktere in dem Roman, die mich mehr für sich einnehmen konnten - wie z.B. Olivias schrullige Chefin Margaret oder auch Henry, ein alter Mann, der sich gleich in mein Herz schleichen konnte.

    Das Ende war dann - too much. Friede, Freude, Eierkuchen - eine ganze Ladung Weichspüler ergoss sich über den im übrigen viel zu kurzen Schluss, so dass ich am Ende zwiespältig zurückblieb. Mein märchenbegeistertes Ich konnte mit dem natürlich erwarteten Happy End zufrieden sein, und doch konnte ich das Ende nicht wirklich genießen. Alles wurde unter einer dicken Puderzuckerschicht begraben, was den Bereich des Vorstellbaren für mich überstieg. Schade, dass hier das Potential nicht voll ausgeschöpft wurde.

    Doch weil das Buch ansonsten ein wirklicher Wohlfühlroman zum Abschalten war und dementsprechend meine Erwartungen erfüllte, runde ich die 3,5 Sterne, die ich hier gerne vergeben würde, auf 4 Sterne auf. Eine angenehme Lektüre z.B. für dunkle Herbsttage oder auch für die kühle Winterzeit.


    © Parden














    Louise MillerDer Verlag Suhrkamp / Insel schreibt über die Autorin:

    Louise Miller lebt und arbeitet als Patissière in Boston. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um ihren Blumengarten, spielt hin und wieder Banjo, ist begeisterte Filmenthusiastin und liebt alte Hunde. Die Zutaten zum Glück ist ihr erster Roman und neueste Genusskreation, mit der sie die Leserherzen in den USA im Sturm erobert hat.

    übernommen vom Verlag Suhrkamp / Insel

    Dienstag, 28. März 2017

    Didierlaurent, Jean-Paul: Die Sehnsucht des Vorlesers



    Guylain Vignolles liebt Bücher und hasst seinen Job in einer Papierverwertungsfabrik. Darum liest er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Regionalzug um 6 Uhr 27 laut ein paar Seiten vor, die er am Tag zuvor der Schreddermaschine entrissen hat: sein ganz persönlicher Akt der Rebellion gegen die Vernichtung von Literatur.

    Eines Tages entdeckt er im Zug einen USB-Stick, auf dem das Tagebuch einer jungen Frau gespeichert ist. Tief bewegt liest er nun ihre Geschichten vor – und der Zauber springt auch auf die Mitreisenden über. Viel wichtiger aber noch: Die Geschichten verändern Guylains Leben von Grund auf. Er muss diese Frau finden!


    (Klappentext dtv)


    • Taschenbuch: 224 Seiten
    • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (22. September 2015)
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Sonja Finck
    • ISBN-10: 3423260785
    • ISBN-13: 978-3423260787
    • Originaltitel: Le Liseur du 6 h 27
















    KLEINE HELDEN DES GRAUEN ALLTAGS - EIN MODERNES MÄRCHEN...



    Diese Geschichte spielt in Paris - wenn auch nicht mittendrin. Ob vor zehn Monaten, heute oder in zweieinhalb Jahren, ist auch nicht entscheidend. Viel wichtiger ist: Guylain Vignolles liebt Bücher. Unseligerweise muss er sich seinen Lebensunterhalt jedoch in einer Papierverwertungsfabrik verdienen. Aus diesem Grund hat er wohl auch diese Macke entwickelt, die ihn Tag für Tag aus der grauen Masse der Pendler herausstechen lässt: Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit liest er im 6-Uhr-27-Regionalzug laut ein paar Seiten vor, die er tags zuvor der gewaltigen Schreddermaschine entrissen hat - sein heimlicher Akt der Rebellion gegen die Vernichtung von Literatur. Sonst ist der schüchterne Maschinenführer gefangen in einem monotonen Leben. Eines Tages aber geschieht etwas, das die Dinge von Grund auf verändern wird: Direkt vor seinem orangeroten Klappsitz im Zug findet Guylain einen USB-Stick, auf dem das Tagebuch einer ganz besonderen jungen Frau namens Julie abgespeichert ist...


    "Für die Passagiere im Waggon war Guylain der komische Kauz, der jeden Morgen ein paar Buchseiten aus seiner Aktentasche zog, um sie mit lauter, klarer Stimme vorzulesen. Es waren nicht die Seiten eines bestimmten Buches. Nein, die Texte hatten rein gar nichts miteinander zu tun (...) Guylain war das egal. Für ihn war der Inhalt bedeutungslos. Was zählte, war der Akt des Vorlesens. Er schenkte jedem einzelnen Blatt seine ungeteilte Aufmerksamkeit, damit das Vorlesen seine magische Wirkung entfalten konnte: Jedes Wort, das ihm über die Lippen kam, befreite ihn ein bisschen von dem Ekel, der ihn beim Gedanken an seine Arbeit überkam." (S. 14)



    Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des 36jährigen Guylain, der einen Beruf ausübt, der ihn unglücklich macht. Er, der Bücher liebt, trägt täglich dazu bei, dass die Bestie - die große Schreddermaschine in der Firma - tonnenweise Bücher verschlingt und zu Papierbrei zermalmt, aus dem dann neue Bücher entstehen.  Guylains Ekel vor dieser Tätigkeit ist so greifbar, dass es  einem  selbst beim Lesen vorkommt, als ob die Bestie ein von Grausamkeit geprägtes Eigenleben führt, und die einzige Möglichkeit der Rebellion besteht für Guylain darin, der Maschine einzelne Buchseiten wieder zu entreißen.


    "Gespannt schaltete Guylain seine Stirnlampe an. Tief im noch warmen Bauch der Bestie würde er gleich auf seine Diebesbeute stoßen. Sie erwartete ihn immer an derselben Stelle, der einzigen, die der Wasserstrahl aus den Düsen nicht erreichte: Ein paar Buchseiten (...) entgingen so ihrem Schicksal. Giuseppe hatte sie immer 'meine Findelkinder' genannt. 'Das sind die einzigen Überlebenden des Massakers, mein Junge', hatte er Guylain mit bewegter Stimme erklärt, als er ihm vor Jahren die Stelle gezeigt hatte." (S. 47)


    Guylain fristet sein ereignisloses Dasein aus Arbeit, einsamen Abenden mit seinem Goldfisch namens Rouget de Lisle und gelegentlichen Treffen mit seinem väterlichen Freund Giuseppe. Er verlangt nicht viel vom Leben, doch eines Tages erhält das gewohnheitsmäßige Alltagsgrau einen kleinen Riss. Guylain findet in der Bahn einen USB-Stick, auf dem ihn die Begegnung mit einem ganz anderen Leben erwartet. Das Tagebuch einer Frau namens Julie gewährt Guylain Einblicke in ein fremdes Leben, und er fühlt sich bald schon hingezogen zu der Fremden, deren Welt auch nicht wesentlich ereignisreicher ist als das seine. Julie arbeitet als Toilettenfrau in einem Einkaufszentrum, doch sie schreibt über ihre Begegnungen und Beobachtungen dort, und Guylain ist fasziniert von ihren Gedanken.


    "Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht schreibe - denn das wäre so, als hätte ich an dem Tag nicht wirklich gelebt und mich stattdesen nur auf die Rolle beschränkt, die die Leute mir übergestülpt haben: die Rolle eines bemitleidenswerten Geschöpfs, dessen einziger Daseinszweck es ist, ihre Hinterlassenschaften zu beseitigen." (S. 152)


    Guylain ist, als sähe die fremde Schreiberin die Welt mit ähnlichen Augen wie er! Er muss diese Frau finden - doch ohne einen wirklichen Anhaltspunkt kein leichtes Unterfangen. Aber allein durch seine Suche kriecht unaufhaltsam Farbe in sein graues Dasein. Und ganz allmählich verändert sich der zurückhaltende, schüchterne, fast schon menschenscheu anmutende Guylain und entdeckt zunehmend auch schöne Seiten am Leben.

    Wer außergewöhniche Geschichten und schräge Bücher mag, der ist hier richtig. Jean-Paul Didierlaurent ist es gelungen, die Figuren in diesem Roman zu kleinen Helden ihres monotonen und grauen Lebens zu machen. Trotz oft einfach anmutender Sprache gibt es nahezu poetische Passagen, und durch die Melancholie des Alltags zieht sich auch stets ein breiter Streifen Humor, der mich immer wieder lächeln ließ. Ein Buch für Bücherliebhaber und ein modernes Märchen - ein Wohlfühlroman, der ein wenig Farbe ins Alltagsgrau zaubert.


    © Parden 













    Portrait des Autors Jean-Paul DidierlaurentDer dtv schreibt über den Autor:

    Jean-Paul Didierlaurent, 1962 in La Bresse/Elsass geboren, lebt nach einigen Jahren in Paris nun wieder in seinem Heimatort und arbeitet im Kundencenter eines Telekommunikationsunternehmens. 1997 hat er zum ersten Mal zwei Erzählungen bei einem Schreibwettbewerb eingereicht – und beide haben gewonnen. Seither hat er etliche preisgekrönte Kurzgeschichten geschrieben. ›Die Sehnsucht des Vorlesers‹ ist sein erster Roman.

    übernommen vom dtv

    Sonntag, 22. Januar 2017

    Ingelman-Sundberg, Catharina: Wir fangen gerade erst an


    Auch im Herbst des Lebens sollte noch Leben in der Bude sein, sagen sich Märtha, Snille, Kratze, Anna-Greta und Stina und schmieden einen Plan: Sie müssen ein Verbrechen begehen, damit sie raus aus diesem Heim und rein ins Gefängnis kommen, denn dort ist man bekanntlich viel besser dran. Gutes Essen, keine Sparmaßnahmen, geregelter Freigang. Doch Planung und Durchführung eines Verbrechens sind gar nicht so einfach – vor allem, wenn man es ehrlich meint. 

    Catharina Ingelman-Sundberg erzählt eine kriminell lustige und herzerwärmende Geschichte über fünf Freunde, die ihrem Leben eine völlig neue Wendung geben und sich ihren Traum vom Glück erfüllen.


    (Klappentext S. Fischer Verlage)


    • Broschiert: 416 Seiten
    • Verlag: FISCHER Scherz; Auflage: 5 (16. Mai 2013)
    • Sprache: Deutsch
    • Übersetzung: Stefanie Werner
    • ISBN-10: 3651000605
    • ISBN-13: 978-3651000605

















    DEM ALTENKRIMI FEHLT ES AN SCHWUNG...



    Dem Leben im Alter sehen viele von uns mit gemischten Gefühlen entgegen - der Umzug in ein Altersheim erscheint für die meisten wenig verlockend. Die Erfahrungen, die die fünf Hauptcharaktere des Buches mit ihrem Wohnsitz machen, sind nun auch nicht dazu geeignet, die Bedenken hinsichtlich dieser Wohnform zu zerstreuen.

    Dabei sind Märtha (79), Snille (78), Anna-Greta (81), Stina (77) und Kratze (84) noch recht rüstig für ihr Alter. Doch 'Sparen' heißt die Devise der neuen Geschäftsführung des Seniorenheims 'Diamant', und so gibt es immer mehr Einschränkungen, die die alten Leute über sich ergehen lassen müssen, und kaum noch Entscheidungen, die sie selber treffen dürfen. Was zu viel ist, ist zu viel - und so beginnt allmählich ein Plan zu reifen.

    Eine TV-Dokumentation über die Situation in Schwedens Gefängnissen zeigt den Alten, dass es um die Versorgung der Verbrecher besser gestellt ist als um ihre eigene - und da muss Abhilfe geschaffen werden. Und so fliehen die fünf aus dem Altersheim und beginnen ihre Verbrecherkarriere mit dem Ziel, den Rest ihres Lebens letztlich gut versorgt hinter Gittern zu verbringen. Doch aller Anfang ist schwer, zumal hinter der Seniorengang mit ihren Rollatoren niemand etwas Gesetzwidriges vermutet - erst recht nicht die Polizei. Da ist viel Einfallsreichtum gefragt...

    Leider hielt das Buch nicht ganz, was ich mir davon versprach. Erwartet hatte ich ein unterhaltsames Buch mit viel Seniorenpower, mit Charme und Witz, schwungvoll und bissig und mit dem Esprit der Geschichten eines Jonas Jonasson oder dem Wohlfühlcharakter der Romane eines Fredrik Backman. Doch dem Roman merkte man das Alter seiner Charaktere an: Unterhaltung mit Längen, teilweise eher lahme Dialoge, eine von zu vielen Zufällen geprägte Handlung und alles in allem eine zu bemüht und konstruiert wirkende Erzählung. Die Charaktere selbst sind recht klischeehaft gestrickt und wirken durch den fehlenden Hintergrund wenig greifbar.

    Trotz meiner Enttäuschung fand ich die Idee hinter der Geschichte gut, wenn auch die Umsetzung mehr Potential gehabt hätte. Ebenfalls gefallen hat mir die durchgehend geäußerte Kritik am Umgang der Gesellschaft mit den Alten - an dieser Stelle würde ich mich der Seniorengang gerne anschließen.

    Insgesamt eher Mittelmaß - da ist noch deutlich Luft nach oben. Ob Band zwei 'Jetzt kriegt jeder was ab' da eine Steigerung ist? Keine Ahnung. Noch nicht jedenfalls. Aber erst einmal reicht es mir mit den fünf Senioren...


    © Parden











    Die S. Fischer Verlage schreiben über die Autorin:

    Catharina Ingelman-SundbergCatharina Ingelman-Sundberg studierte Geschichte und Marinearchäologie. Fünfzehn Jahre ihres Lebens verbrachte sie damit, auf dem Meeresgrund nach Wikingerschiffen und Galeeren zu suchen. Danach studierte sie Journalismus und schrieb mehrere erfolgreiche historische Romane. Ihr erstes Buch mit der sympathischen Rentnergang »Wir fangen gerade erst an« wurde ein internationaler Verkaufserfolg und ist in 26 Ländern erschienen. Die Autorin lebt in Stockholm.

    übernommen von den S. Fischer Verlagen