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Montag, 10. Juni 2024

Nakamura, Fuminori: Die Flucht

 

Kenji Yamamine kommt in den Besitz der legendären Teufelstrompete des Komponisten Suzuki. Ihr wird die Macht zugeschrieben, Menschen zu begeistern und zu fanatisieren. Bei Recherchen auf den Philippinen trifft Kenji die junge Anh. Sie verlieben sich, Anh folgt ihm nach Tokio, wo sie gewaltsam stirbt. Neben der Trauer um Anh wird Kenji von einer rätselhaften religiösen Sekte verfolgt, die die Trompete für ihre Zwecke nutzen will. Was Kenji jetzt noch bleibt, ist, das Rätsel der Trompete zu lösen und sich mit der Welt in Liebe zu versöhnen. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Diogenes Verlag / 2024 / ISBN 978-3-257-07285-3 / 592 Seiten
 
Fuminori Nakamura auf Litterae Artesque: Der Revolver







Fuminori Nakamura ist hier im Blog kein Unbekannter. Vor fünf Jahren stellte ich seinen Roman "Der Rovolver" vor, und nun hatte ich die Gelegenheit auch sein neuestes Werk im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin zu lesen. So viel vorweg: es war ein sehr anstrengendes Leseerlebnis. Aber eben auch ein unbedingt lohnenswertes. Was ich damit meine? Das könnt Ihr hier nachlesen:


Montag, 16. Oktober 2023

Yuzuki, Asako: Butter (Hörbuch)

Rika, eine junge Journalistin in Tokio, recherchiert über die Serienmörderin Manako Kajii, die Männer mit ihren Kochkünsten verführt und anschließend umgebracht haben soll. Manako behauptet, sie verabscheut nichts mehr als "Margarine und Feministinnen" und hat eine ausgeprägte Leidenschaft für hemmungslosen Genuss und insbesondere Butter. Jetzt, wo sie im Gefängnis sitzt, empfängt sie Rika, unter der Bedingung, nur über ihre Kochkünste zu reden. Für Rika werden die Begegnungen mit Manako zu einer Meisterklasse der Lebenskunst. Ein Roman, der Genuss, Essen und Trinken feiert, vor allem aber die unmöglichen Erwartungen thematisiert, die an Frauen in patriarchalen Gesellschaften heute gestellt werden. (Verlagsbeschreibung)

DNB / aufbau audio / 2022 / ISBN: 978-3-96105-681-1 / 815 Minuten




Dieses Hörbuch bekam ich als Rezensionsexemplar über NetGalley, wofür ich mich herzlich bedanken möchte. Ich habe meine Zeit gebraucht, um diese Erzählung zu hören - nicht weil es langweilig war, sondern weil das Erzähltempo ein langsames ist und das Hören für mich dadurch auch langsam geriet. Immer wieder musste ich Pausen einlegen, stieg dann aber gerne wieder ein. Und nun ist es beendet, und ich lasse die Figuren nur ungern ziehen, irgendwie. In jedem Fall ein besonderer, außergewöhnlicher Roman. Mehr dazu könnt Ihr hier lesen:

Mittwoch, 4. Oktober 2023

Flašar, Milena Michiko: Oben Erde, unten Himmel

Herr Ono ist unbemerkt verstorben. Allein. Es gibt viele wie ihn, immer mehr. Erst wenn es wärmer wird, rufen die Nachbarn die Polizei. Und dann Herrn Sakai mit dem Putztrupp, zu dem Suzu nun gehört. Sie sind spezialisiert auf solche Kodokushi-Fälle. »Fräulein Suzu«, wie der Chef sie nennt, fügt sich widerstrebend in die neuen Aufgaben. Es braucht dafür viel Geduld, Ehrfurcht und Sorgfalt, außerdem einen robusten Magen. Die Städte wachsen, zugleich entfernt man sich voneinander, und häufig verschwimmt die Grenze zwischen Desinteresse und Diskretion. Suzu lernt schnell. Und sie lernt schnell Menschen kennen. Tote wie Lebendige, mit ganz unterschiedlichen Daseinswegen. Sie sieht Fassaden bröckeln und ihre eigene porös werden. Und obwohl ihr Goldhamster sich neuerdings vor ihr versteckt, ist sie mit einem Mal viel weniger allein. Milena Michiko Flašar hat eine frische, oft heitere Sprache für ein großes Thema unserer Zeit gefunden. Und sie hat liebenswert verschusselte Figuren erschaffen, die man gern begleitet. Ein unvergesslicher, hellwacher Roman über die ›letzten Dinge‹. (Verlagsbeschreibung)
 
DNB / Verlag Klaus Wagenbach / 2023 / ISBN 978-3-8031-3353-3 / 304 Seiten
 




Gelesen habe ich diesen Roman im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin, und ich möchte mich auf diesem Wege ganz herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken! Schon lange war ich neugierig auf die Romane dieser Autorin - "Ich nannte ihn Krawatte" steht bereits in meinem Bücherregal, "Herr Katō spielt Familie" befindet sich auf meinem eReader. Beide bisher ungelesen. Aber nach diesem aktuellen Roman, der es im übrigen auf die Longlist des Österreichischen Buchpreises geschafft hat, nehme ich mir fest vor, dass auch die anderen Titel baldmöglichst gelesen werden. Für mich eine tolle Entdeckung, und "Oben Erde, unten Himmel" gehört für mich nun definitiv zu den Jahreshighlights! Genaueres erfahrt Ihr hier:


Samstag, 28. Januar 2023

Neuenkirchen, Andreas: Codename: Sempo - Wie ein japanischer Diplomat Tausenden Juden das Leben rettete

1940 ist Chiune »Sempo« Sugihara offiziell der japanische Vize-Konsul in Litauen. Tatsächlich aber spioniert er als Agent seines Außenministeriums deutsche und russische Truppenbewegungen aus. Seit seinen Lehrjahren in japanischen Kolonien ein entschiedener Gegner von Tyrannei und Unterdrückung, nimmt er sich der jüdischen Flüchtlinge an, die eines Tages beginnen, sein Konsulat zu belagern. Gemeinsam mit einem kreativen holländischen Konsul und einem profitorientierten russischen Kommunisten heckt er einen wahnwitzigen Plan aus, ihnen mit Visa zweifelhafter Gültigkeit die freie Passage nach Japan zu ermöglichen. Für die Juden beginnt eine aufreibende Odyssee durchs eiskalte Sibirien und über die raue japanische See in die Freiheit. Für Sugihara folgen Kriegsgefangenschaft, die unehrenhafte Entlassung aus dem Staatsdienst, Gelegenheitsjobs in Japan und Russland. Erst Jahrzehnte später erfährt er, dass sein Plan aufgegangen ist, und erst kurz vor seinem Tod wird er von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet. 
 
Dieses Buch erzählt zum ersten Mal ausführlich in deutscher Sprache die Geschichte seines außergewöhnlichen Lebens, von der Kindheit als brillanter, aber eigensinniger Schüler über die Jahre als Student und angehender Spion in der Mandschurei und Korea bis zu seinem größten menschlichen Triumph im kriegsgebeutelten Europa. Es schildert den tiefen Fall danach sowie die späte, emotionale Wiedervereinigung mit denen, deren Leben er retten konnte. (Klappentext)
 
DNB / Europaverlag / 2022 / ISBN: 978-3958904903 / 232 Seiten

Freitag, 3. Juni 2022

Ogawa, Yoko: Augenblicke in Bernstein

Eine Frau reist mit ihren drei Kindern in einen abgelegenen Kurort, um sich dort in einem alten Haus niederzulassen, das einst von ihrem Mann bewohnt wurde. Den Kindern wird aufgetragen, alles zu vergessen, was in ihrem bisherigen Leben eine Rolle gespielt, damit sie sich keiner Gefahr aussetzen. Mithilfe eines Wissenschaftslexikons, das aufs Geratewohl aufgeschlagen wird, dürfen sie sich sogar neue Namen geben. Die Mutter untersagt ihnen, das Anwesen zu verlassen, und doch sind sie überglücklich mit ihrem neuen Leben. Umgeben von hohen Mauern, inmitten eines verwunschenen Gartens, erfinden sich die Kinder ihre eigene Welt. Riesige Bäume, ein Bachlauf, viele Tiere, die von der Stille angezogen werden – alles um sie herum sorgt für Verwunderung und dient als Quell der Fantasie. Eines Tages jedoch betritt ein Hausierer den Garten, der fremde, wundersame Dinge aus seinen Taschen hervorzaubert, die für die Menschen dort draußen scheinbar von Belang sind. (Klappentext) 





  • Herausgeber ‏ : ‎ Liebeskind; Deutsche Erstausgabe Edition (8. April 2019)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Übersetzung  : Sabine Mangold 
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 336 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3954381001
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3954381005
  • Originaltitel ‏ : ‎ Kohaku no matataki





Ich bin sehr dankbar, dass der Liebeskind Verlag mir schon vor geraumer Zeit ein Rezensionsexemplar dieses Titels zur Verfügung gestellt und dann geduldig gewartet hat, bis ich mich dem Roman endlich widmete. Ich habe gesehen, dass im Herbst ein weiteres Buch von Yoko Ogawa erscheinen soll ("Der Duft von Eis"), und da fiel mir ein, dass ein SuB von Rezensionsexemplaren nicht unbedingt die beste aller Ideen ist. Nun aber ist der Roman gelesen, und nach "Das Geheimnis der Eulerschen Formel", "Schwimmen mit Elefanten" und "Der Herr der kleinen Vögel" ist dies nun der vierte Titel der japanischen Autorin, der hier im Blog vorgestellt wird:


Donnerstag, 3. Juni 2021

Higashino, Keigo: Kleine Wunder um Mitternacht

Es ist kurz vor Mitternacht, als drei junge Einbrecher in einen verlassenen Gemischtwarenladen eindringen, um nach ihrem Raubzug unterzutauchen. Doch Atsuya, Shota und Kohei wird keine ruhige Stunde bis zum Morgengrauen gewährt: Ein Brief wird von außen durch einen Schlitz in den Laden geworfen, obwohl in der Dunkelheit vor der Tür kein Mensch zu sehen ist. Als ihn die erstaunten Kleinkriminellen öffnen, beginnt eine unglaubliche Geschichte, die eine Nacht lang das Leben unzähliger Menschen verändern wird – und eigentlich begann sie vor über dreißig Jahren, als ein weiser alter Mann mit seinen Worten kleine Wunder vollbringen konnte.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  • Herausgeber : Limes Verlag; Deutsche Erstausgabe Edition (13. April 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Übersetzung : Astrid Finke 
  • Gebundene Ausgabe : 416 Seiten
  • ISBN-10 : 3809027103
  • ISBN-13 : 978-3809027102
  • Originaltitel : Namiya zakkaten no kiseki (The Miracles of the Namiya General Store)
 
 
 
Im Grunde war es etwas überraschend, dass dieser Roman im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin angeboten wurde - meist gibt es dort eher literarisch anspruchsvolle Romane oder aber Krimis und Thriller. Ich habe mich aber auf einen Wohlfühlroman gefreut nach all der anspruchsvollen Lektüre - und habe ihn bekommen. Ob dieser Roman des ansonsten erfolgreichen japanischen Krimiautors mir nun auch gefallen hat, könnt ihr hier nachlesen: