Freitag, 27. März 2020

Harari, Yuval N.: Drei Bücher...

Gleich drei Bücher in einem Beitrag? Das hatten wir, glaube ich, auf unserem Blog bisher nicht. Nach dem Hören von zwei der drei Bücher und dem Beginn des dritten Hörbuches scheint es besser, das Gehörte in einer Rezension zusammenzufassen.

Es ist, als ob da einer durch solch ein Riesen-Telescop schaut. Jedoch hat Yuval Noah Harari das Hubble förmlich umgedreht und nimmt nicht etwa die Erde sondern uns Menschen auseinander. Harari schaut zurück in die Evolution, dann nimmt er sich den Menschen selbst vor um danach in die Zukunft zu sehen. 



Mittwoch, 25. März 2020

Mairal, Pedro: Auf der anderen Seite des Flusses

Manchmal kommt man auf seltsame Art und Weise zu Büchern. Ich las eine Rezension, was so außergewöhnlich nicht ist. In einem Buch plant ein Typ Auf der anderen Seite des Flusses einige Unternehmungen, finanzieller einerseits und höchst körperlicher andererseits. Er fährt mit einer Autofähre in das Nachbarland, dann weiter in dessen Hauptstadt und dann noch ein wenig darüber hinaus. Am Strand dort schaut man über den Atlantik.

Das Buch hat ein Pedro Mairal geschrieben, es heißt im Original La uruguaya und erschien im Jahr 2016 bei Emecé Editores, Buenos Aires, neun Jahre nach meiner ersten Reise in diese Gegend. Diese Reise hatte gewisse Ähnlichkeiten aufzuweisen, nur waren die Beziehungen zu den Personen die mitreisten sehr familiär, aber das gehört nicht hier her. 


Mittwoch, 11. März 2020

Zentner, Alexi: Eine Farbe zwischen Liebe und Hass

Meine erste Buchvorstellung nach einer mehrwöchigen 'Schaffenspause' - danke für die Geduld, Uwe - betrifft einen wirklich besonderen Roman. Das Thema betrifft Rassismus und Hass, und der Autor nähert sich dem von einer besonderen Warte aus. 

Auch wenn der Roman in Amerika spielt, lassen sich Handlung und Aussage doch problemlos auf alle Länder der Welt übertragen - überall dort, wo Rassismus anzutreffen ist. Denn die Mechansismen sind überall dieselben. Hier machte mich schon das Vorwort betroffen, denn der Autor kam selbst in Berührung mit den Folgen dieser menschenverachtenden Haltung. Und so verwundert es nicht, dass der Roman auch als Plädoyer gesehen werden kann, nein muss, allerorts aufzustehen und Flagge zu zeigen wider den Rassismus. Für mich ein Jahreshighlight!


Freitag, 6. März 2020

Habersetzer, G. und R.: Enzyklopädie

Im Herbst des letzten Jahres flatterte eine Ankündigung in den Postkasten. Frank Elstner vom Palisander-Verlag kündigte die „Enzyklopädie der Kampfkünste des Fernen Ostens“ an. Ein dickes Buch von Gabrielle und Roland Habersetzer.

Der Verlag beschreibt dieses Werk als „Ergebnis von fünf Jahrzehnten des Sammelns und der methodischen Aufarbeitung des Wissens über die traditionellen Kampfkünste, welche seit vielen Jahrhunderten in allen Ländern des Fernen Ostens praktiziert werden. Diese Arbeit hatte im Lauf der Zeit zur Entstehung von insgesamt 80 Werken über die Kampfkünste geführt.“

Eintausendzweihundert Seiten umfasst das Werk mit 9400 Haupteinträgen. „Die Einträge beleuchten technische, historische, philosophische, religiöse, kulturelle und biographische Aspekte der Kampfkünste aus Japan, Okinawa, China, Korea, Indien, Malaysia, Vietnam, Kambodscha, Birma, Thailand, Indonesien und den Philippinen. Insbesondere grundlegende Konzepte und herausragende Persönlichkeiten werden mit großer Ausführlichkeit und beispielhafter Tiefgründigkeit dargestellt.“

Es wäre die weltweit umfangreichste und umfassendste Darstellung der Thematik, erstmals in Frankreich erschienen im Jahr 2000. Und nun liegt sie vor mir.

Ich blätterte und blätterte und dann gab ich das Buch weiter. Ein Trainer unseres Karatevereins,  Dr. Eric Kaden, 5. Dan Wadokai, schrieb die folgende Rezension.


Dienstag, 3. März 2020

Ganz kurzer Post zur LBM 2020


Warten auf 2021

WER KOMMT MIT?


Sonntag, 1. März 2020

Der Turm der Infantinnen


Satellit: google.map

Es war einmal... So könnte man die Geschichte anfangen, die ihren Anfang nahm, als Muhammad VII. im 14. Jahrhundert einer schönen Christin gewahr wurde, welche Gefahr lief, eine Sklavin zu werden. Der maurische König in Andalusien nahm sie mit auf die Alhambra.  Sie liebten sich beide gar sehr und bald erblickten drei Prinzessinnen das Licht der maurischen Welt die Zaida, Zoraida und Zorahaida geheißen wurden. Eine war schöner als die andere und von der Jüngsten schrieb der amerikanische Chronist: 

„Zorahaida wieder war sanft und schüchtern, äußerst empfindsam und dazu von hingebender Zärtlichkeit. Mit Liebe pflegte sie Blumen, Vögel und andere mögliche Tierchen. Sanft und voll Liebe unterhielt sie sich mit ihren Schwestern... Sinnend und träumend saß sie oft stundenlang auf dem Balkon und schaute in milden Sommernächten zu den funkelnden Sternen hinauf, oder auf das weite vom Mond bestrahlt Meer hinaus.“ 


Samstag, 29. Februar 2020

BlogPost Nr. 160: Februar 2020

Nein, Schneeglöckchen habe ich noch keine entdeckt. Dafür aber Schwäne auf den Seen und Kraniche auf den Feldern.

Der Februar 2020 ist anscheinend der magerste Monat im gesamten Blogdasein. Nur im Jahr 2018 gab es bisher solch lahme Sommermonate.

Hier die Blogposts zur Erinnerung;
Beiträge im Juni 2018: BlogPost 124
Beiträge im Juli 2018: BlogPost 125 - Die hieß sogar Sommerloch.


Der August 2018 war auch schwach und hatte, genau wie der jetzige Februar, noch eine Eigenheit aufzuweisen: Er gehörte mit allein. Der TinSoldier ist gerade abgetaucht und Anne Parden vergnügt sich am Garda-See.


Da bleibt nicht so viel.


Donnerstag, 27. Februar 2020

Zwei Bücher zum Thema Indianer in der Gegenwart

Über Leonhard Peltier – Mitch Walking Elk

Ein Leben für die Freiheit – Michael Koch / Michael Schiffmann
Ich werde mich nie ergeben – Mitch Walking Elk (Autobiografie)

Zu Beginn
Es war während der Buchmesse 2016. Ich hörte in einer Buchvorstellung erstmal von einem Sioux – Indianer namens Leonard Peltier. Michael Koch und Michael Schiffmann stellten ihr Buch EIN LEBEN FÜR DIE FREIHEIT vor. Es handelt von der Rolle eines seit Jahrzehnten inhaftierten Indianers im indianischen Widerstand. Ein dickes Buch...

Im letzten Jahr fällt mir ein weiteres Buch in die Hände, diesmal ist es eine Autobiografie von Mitch Walking Elk, einem Cheyenne / Arapahoe, auch er in Kämpfer für die Rechte der indianischen Völker. Es war nicht auf einer Buchmesse, die Karl-May-Festspiele in Radebeul waren da mein Ziel. 

Bei beiden Veranstaltungen natürlicherweise mit dabei: Kerstin Groeper vom Traumfänger-Verlag, in dem beide Bücher verlegt wurden.


Mittwoch, 19. Februar 2020

Rose-Billert, Brita: Sheloquins Vermächtnis


Zu Beginn
Indianerbücher haben sich irgendwie weiterentwickelt – Oder auch wieder nicht. Richtige Indianerbücher sind keine reinen Abenteuerbücher mehr, wobei dies schon für James Fenimoore Cooper nicht zutraf, denn der brach die sprichwörtliche Lanze für die untergehenden, die letzten Mohikaner.

Heute informieren erstklassige Indianerbücher über die unterschiedlichsten Stämme, oder besser Völker, deren Traditionen und Gewohnheiten und Lebensräume, sowohl früher wie heute. Trotzdem finden wir den „alten“ Indianerroman, der schon deswegen seine Berechtigung hat, weil man ja sonst erforderlich wäre, Sachbücher zu lesen. Vor dem Sachbuch aber kommt für mich das Abenteuer, der Roman. So wie bei Brita Rose-Billerts neuestem Buch: SHELOQUINS VERMÄCHTNIS.

Überhaupt Indianer: Vor dem Auge der meisten Deutschen taucht das Bild der Büffel jagenden, mit Adlerfederkronen geschmückten Reitervölker der Prärie auf, die sogenannten Plainsindianer. Doch gibt es unzählige Völker mehr. Da wir uns nach British Columbia begeben, verweise ich hier mal auf die Liste der in Kanada anerkannten Stämme hin. 

Samstag, 15. Februar 2020

Blume, Jutta: Die Aktivistin

Warum es ein wenig gedauert hat, bis die Rezension zu diesem Buch erscheinen konnte, lest ihr in der folgenden Buchbesprechung. 

Die Geschichte
Da fährt ein Deutscher nach Honduras. Ulrich war eine Zeit lang als Entwicklungshelfer in dem mittelamerikanischen Land und jetzt will er Yessica Lopez besuchen, eine Angehörige der Garifuna. Doch diese ist verschwunden. Lopez gehört zu einer Organisation, die für die Rechte dieser Volksgruppe kämpft. Das Gebiet Triunfo da la Cruz soll einer sogenannten Modellstadt einverleibt werden, die in „bester“ südamerikanischer Tradition entstehen soll – also mit maximaler Korruption, einhergehend mit besonderer Rücksichtslosigkeit gegenüber einheimischen oder indigenen Volksgruppen und mit US-amerikanischer „Beteiligung“. 

Freitag, 14. Februar 2020

Die Neue Chronik 2019

Das neue Jahr hat begonnen. Pünktlich kommt alljährlich ein Paket ins Haus geflogen. Es ist relativ schwer. Ein in Leder gebundenes buntes Kaleidoskop, hier habe ich den Band des Jahres 2015 schon einmal vorgestellt. 


Nun schreiben wir das Jahr 2020. Fünf Jahre nach der Flüchtlingskrise werden ich dann den 2015er noch einmal ziehen und nachlesen. STUNDEN DER ENTSCHEIDUNG heißt ein Doku-Drama des ZDF über die Entscheidung der Bundeskanzlerin zur Öffnung der Grenzen für den Flüchtlingssturm, den ein gewisser Orban loswerden wollte. 




Freitag, 7. Februar 2020

Tolkien, J.R.R.: Mittelerde Teil 1 - Der Herr der Ringe

Im Dezember 2001. Südtirol. Obereggen. Der Weg von der Skipiste führt unter die Dusche. Derweil schreit einer in sein Handy, dass er noch diese oder jene Palette eines Buches zu vermitteln hätte, welches in keiner Buchhandlung fehlen dürfe und das man DER HERR DER RINGE nennt.

„Was ist das“, frage ich. „Kennst du nicht? Das ist das Buch das dem Film, der jetzt im Kino läuft, zugrunde liegt.“ „Aha – Fantasy. Nichts für mich.“

So war das vor fast zwanzig Jahren. In der Woche vor Weihnachten 2001 kam der erste Film in Deutschland in die Kinos. Kaum aus Obereggen zurück, schaute ich mir den Film an. Unmittelbar danach führte mich mein Weg zu Bertelsmann. Damals gab es die Kette noch.


(c) Bücherjunge
Im letzten Jahr dann erhielt von meinem Miturlauber, dem Buchhändler, die wunderschöne Ausgabe des Klett-Cotta Verlages. Diese liegt hier vor mir, womit ich das lange angekündigte Tolkien-Projekt beginne.



(Hier begann meine Bekanntschaft mit John Ronald Reuel Tolkien)



Sonntag, 2. Februar 2020

BlogPost Nr. 159: Zusammengeschriebenes zu Beginn des Jahres

Es sind nicht allzu viele Beiträge, die wir in diesem Januar auf Litterae Artesque präsentieren. Der Bücherjunge hat sich dabei auch einmal bis nach Südtirol gewagt...

... während Anne Parden sich diesmal zum Beispiel mit Indianern beschäftigt hat, dem Titus Müller und seinen Schneeflocken folgte und sogar bei Rosa Luxemburg vorbei schaute.





Zuvor veröffentlichte Uwe, also der Bücherjunge seinen Jahresrückblick, wobei er feststellte, dass die Auswahl von zwölf Büchern nicht gerade einfach war. Deswegen mussten am Ende auch mehr als zwölf Beiträge für das Jahr 2019 aufgeführt werden.




Dienstag, 28. Januar 2020

Goldammer, Frank: Juni 53

Max Heller und ein Mord: Politisch oder nicht?


Der Sommer 1953 blieb den Menschen in Deutschland auf unterschiedliche Art und Weise in Erinnerung. Vor allem in der DDR, denn dieser Sommer hat ein historisches Datum aufzuweisen: der 17. Juni ist der Tag des Volksaufstandes. Im Land brodelt es, auch in Dresden gehen Arbeiter auf die Straße.

Der den Leser von Frank Goldammer bekannte Kriminaloberkommissar Max Heller steht am Morgen des 18. Juni in der Küche und bittet seine Frau an diesem Tag nicht zur Arbeit zu gehen, die Ziehtochter Anni soll auch nicht die Schule besuchen:

„Ja, er hatte sie gesehen. Die wütenden Männer. Beim Sachsenwerk. Karin arbeitete dort in der Buchhaltung. Zuerst Waren es ein paar Hundert gewesen, dann ein paar Tausend, dann waren sie zu den ABUS-Werken gezogen. Schließlich sollten es nach Schätzungen der Polizei zwanzig-, dreißigtausend gewesen sein, und auf ihrem Zug durch die Stadt hatten sich ihnen immer mehr angeschlossen. Es war friedlich geblieben, bis auf ein paar Handgreiflichkeiten.
Doch Karin wusste nicht alles. Er war erst spät in der Nacht heimgekommen, da hatte sie schon geschlafen.
»In Leipzig waren hunderttausend auf der Straße. Sie haben das Volkspolizeikreisamt und das Funkhaus angegriffen, FDJler verprügelt. Es hat Tote gegeben. In Halle und Magdeburg waren es an die fünfzigtausend. Es gab viele Tote, auch Polizisten hat es getroffen. In Berlin sowieso, es gab Straßenschlachten, angeblich sogar MG-Feuer.« Heller fuhr sich nervös durchs Haar. »Karin, das ist kein Jux, glaub mir. Hier blieb es nur ruhig, weil die Sowjets gleich mit Panzern und die KVP unter schwerer Bewaffnung ausgerückt sind. Und wir wissen noch nicht, ob es Tote gab. Überall wird zum Generalstreik aufgerufen.«
»Ich weiß doch, dass das kein Spaß ist, Max.« Karin verschränkte trotzig die Arme und lehnte sich an die Anrichte. Seine Worte hatten die Wirkung auf sie nicht verfehlt. Doch
Heller kannte seine Frau, so schnell gab sie sich nicht geschlagen.
»Wenn ich nicht zur Arbeit gehe, dann streike ich ja mit. Und Anni? Was denkt ihre Lehrerin?«
»Du weißt, das ist nicht dasselbe«, mahnte Heller. Noch immer hingen ihm die Bilder des Vortages nach. Diese Menschenmasse. Und so viel Hass und Wut, die entweichen wollten. Die Leute waren zu allem bereit.
»Sie wollen doch nur ein besseres Leben«, sagte Karin“. (Seite 6)


Sonntag, 26. Januar 2020

Auf den Spuren...


Es ist fünf Jahr her, da erschien auf unserem Blog die Besprechung zur Erzählung DER
BERGFÜHRER von Liselotte Welskopf-Henrich. Die Autorin hatte diese in den fünfziger Jahren geschrieben doch erst 2015 veröffentlichte der Palisander-Verlag die Originalversion.

DER BERGFÜHRER und der Tourist klettern im Gebiet des Reiches des Zwergenkönigs Laurin, rund um dessen Rosengarten. Es ist eine Sommergeschichte doch hier erscheint nun eine Wintergeschichte aus dem traumhaften Südtirol, denn der Bücherjunge kommt soeben aus dem Skiurlaub zurück.


Mittwoch, 15. Januar 2020

Follies - Torheiten

nun auch hier, auf Litterae Artesque


Der Bücherjunge war mal wieder im Theater. Genauer, er war in der Staatsoperette Dresden. Die neue Intendantin hatte vor einiger Zeit geäußert, dass der „Broadway“ Einzug halten soll auf die Bühne des neuesten Musiktheaters der Landeshauptstadt. Broadway? Der Laie, also so einer wie ich, dem fällt da vielleicht CHORUS LINE ein. Oder Stücke wie CHICAGO und CABARET. Man hat auch andere Musik im Ohr, als bei hierzulande „herkömmlicher“ Operette oder Musical.
FOLLIES – Glanz und Schatten der Revue

Ein Stück von James GOLDMANN und Stephen SONDHEIM. Uraufführung 1971. In Deutschland erstmals, und bisher das einzige Mal, im Theater des Westens. Das war im Jahr 1992. Das sind ganz schöne Zeitspannen. Auf jeden Fall stehen die beiden für große amerikanische Werke, Sondheim zum Beispiel war der WEST SIDE STORY, die es ja auch in den Musikunterricht in meiner Schulzeit in Dresden schaffte.

Es trifft sich nach 30 Jahren eine Revue – Company, die Weissmann – Follies. Der ehemalige Intendant lädt ein. So kommen die Tänzer und Tänzerinnen, die Sängerinnen und Sänger noch einmal zusammen. Sie inszenieren einige „alte“ Nummern (echt starke Nummern), die eigentlich Geschichte dreht sich aber um die Paare Phyllis und Ben, Sally und Buddy. * Diese vier werden begleitet von ihren Geistern, ihren alter Ego, die jungen halt, die vor dreißig Jahren und mehr engagiert wurden.

Samstag, 11. Januar 2020

Salmen, Patrick & Quichotte: Die letzten werden die ersten sein. Es sei denn, sie sind zu langsam.

Ab und an darf es auch mal etwas Locker-Leichtes sein. Mal wieder ein Titel, der es in sich hat und der gleich meine Neugierde weckte. Gelistet ist das Buch dann auch noch in der Rubrik 'Humor' - ideal also, wenn man etwas für zwischendurch sucht.

Nun ist das mit dem 'Humor' aber so eine Sache. Was der eine witzig findet, veranlasst den anderen bestenfalls zum Gähnen. Manch einer hat auch schon ein Buch in die Ecke gepfeffert, wenn es nicht hielt, was er sich davon versprach. Wie es mir mit diesem zugegeben hübsch aufgemachten Buch erging? Lest selbst:




Freitag, 10. Januar 2020

Leconte, Patrice: Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen

Erhältlich ist dieser schmale Roman wohl nur noch gebraucht - Bastei Lübbe führt ihn jedenfalls nicht mehr in seinem aktuellen Sortiment. Glücklicherweise entdeckte ich ihn eines Tages in einer Grabbelkiste voller Mängelexemplare - und schon war er mein...
 
Verrückte Titel ziehen mich magisch an - und französische Autoren lese ich ab und an auch ganz gern. Ob ich mich mit dem kleinen Büchlein anfreunden konnte, könnt Ihr hier erfahren:







Donnerstag, 9. Januar 2020

Leyendecker, Gudrun: Als der Mond das Schweigen brach

Das Cover ist in jedem Fall ein Hingucker. Der Titel klingt geheimnisvoll. Meine Neugier war geweckt, weshalb ich mich für ein Rezensionsexemplar im Rahmen einer Buchverlosung bei Lovelybooks bewarb. Und gewann.

So weit so gut - beim Lesen kam dann allerdings rasch die Ernüchterung. Aus verschiedenen Gründen, wie ich gleich ausführen werde. Deshalb hat die Lektüre sich auch ungewöhnlich lange hingezogen, denn ich habe das Buch immer wieder weggelegt. Nun ist es aber geschafft, und für mich ist klar: die anderen Bände der Reihe werde ich nicht mehr lesen. Aber nun erst einmal zu diesem Roman:




Mittwoch, 8. Januar 2020

Luxemburg, Rosa: Briefe aus dem Gefängnis

Rosa Luxemburg - ein Name, den sicher jeder schon einmal gehört hat. Doch wer war diese Frau wirklich? Das Bild, das Geschichtsbücher, Publikationen oder Biografien zeichnen, ist doch immer eines von außen. Briefe dagegen bieten einen viel persönlicheren Zugang zu einem Menschen. Deshalb griff ich zu, als mir dieses Büchlein in die Hand fiel.

Welchen Eindruck die Briefe bei mir hinterließen? Dazu werde ich mich im Folgenden äußern...








Dienstag, 7. Januar 2020

Whitehead, Colson: Die Nickel Boys (Hörbuch)

Vor etwas mehr als zwei Jahren stellte ich hier im Blog 'Underground Railroad' von Colson Whitehead vor - ein Buch, das den Rassismus in den USA sehr bildhaft vor Augen führt. 

Und auch 'Die Nickel Boys' beschäftigt sich mit diesem bis heute allgegenwärtigen Problem. Diesmal wählte ich die (ungekürzte) Hörbuch-Variante, die ich jedoch nicht ohne Pausen ertrug. Wie mir das Hörbuch insgesamt gefallen hat, kann hier nachgelesen werden:




Montag, 6. Januar 2020

Müller, Titus: Der Schneekristallforscher

Dieses kleine Büchlein stand schon seit einiger Zeit in meinem Bücherregal, nun griff ich endlich danach. Es ist aufgrund der geringen Seitenzahl rasch gelesen, doch reichen manchmal auch wenige Seiten durchaus aus, um den Leser zu verzaubern...

Vor fast exakt einem Jahr stellte ich hier bereits ein Werk von Titus Müller vor: "Das kleine Buch vom Alltagsglück". Das aktuelle Büchlein ist zwar kein Ratgeber wie das letztjährige, macht aber auch deutlich, wie kraftvoll Träume sein können...





Sonntag, 5. Januar 2020

Lombardo, Claire: Der größte Spaß, den wir je hatten

720 Seiten! Einen dicken Wälzer präsentiert die amerikanische Schriftstellerin Claire Lombardo da als Debüt. Zwischen den Buchdeckeln entspinnt sich die Chronik einer Ehe im Verlauf von vierzig Jahren und die Frage: Wie hält man das Glück der eigenen Eltern aus?

Gelesen habe ich diesen Roman wieder einmal im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin - und auch diesmal stattete der Verlag die Leser dankenswerterweise mit Rezensionsexemplaren aus. Auch bei diesem Roman zeigte sich, dass er sehr unterschiedlich aufgenommen wurde - und dass der Grat zwischen Trivial-Literatur und "ernsthafter" Literatur wohl überaus schmal ist. Nun, mir hat das Debüt Lombardos zum Glück recht gut gefallen - alles andere wäre bei über 700 Seiten doch zur Quälerei ausgeartet...

Samstag, 4. Januar 2020

Erdrich, Louise: Die Wunder von Little No Horse

Dieser Roman war der letzte, den ich im Jahr 2019 las - keine schlechte Wahl! Gelesen habe ich ihn im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin, wofür der Verlag dankenswerterweise Rezensionsexemplare zur Verfügung gestellt hat.

Im Rahmen der Leserunde erwies es sich, dass der Roman vollkommen unterschiedlich aufgenommen wurde. Von einem Stern bis hin zu fünf Sternen gab es da tatsächlich alle Bewertungskategorien. Zum Glück gefiel mir der Roman deutlich besser als einigen anderen Lesern. Ganz sicher werde ich in Zukunft noch mehr Romane von Louise Erdrich lesen - die Autorin mit indianischen Wurzeln ist wirklich eine Empfehlung... Doch nun erst einmal zu diesem Roman: