Mittwoch, 16. Januar 2019

Rezension geblinkt

Ein knappes Jahr ist es her, da probierte ich, neugierig wie ich war, etwas aus, was ein tolles Produkt da ein junges STARTUP-Unternehmen erfunden hatte. Als BLOGGER liest man sich ja nicht mehr den Wolf, eher beim Schreiben darüber, was man so gelesen hat. Soeben hörte ich, ja richtig, ich hörte, ein Buch von Schlecky Silberstein. Kurze Google-Pause…

Aha:
„Christian Maria Brandes, Künstlername Schlecky Silberstein, ist ein deutscher Autor, Schauspieler und Blogger. Er betreibt den Blog Schlecky Silberstein und ist Head-Autor sowie Darsteller der Online-Comedyshow Bohemian Browser Ballett.“

Das ist aus wikipedia und nein, ich habe das gleich aus der Google-suche kopiert. Man könnte auch sagen, ich habe dadurch Zeitgespart – kurz – ich habe den Wikipedia-Artikel geblinkt.

Wer ist dieser Christian Schlecky? Über sich selbst sagt der Mann folgendes und weil ich keine Zeit habe kopiere ich das von seiner Webseite:



„Viele kennen mich als Chef-Autor und Herbergsvater vom Bohemian Browser Ballett…" Ich fasse mal zusammen. Dies und außerdem Blogger seit 2010 und hat eine eigenen FRÜH-bis-LATE-SHOW. Das ist die Bohemian Browser Ballett. Gibt´s nur auf Facebook. Häh? Das allerdings war ein ziemlich langer Blink.

Dieser Schlecky Silberstein hat nun ein Buch geschrieben, welches er DAS INTERNET MUSS WEG genannt hat. Passt zu seinem Internet-Ballett finde ich. Das Buch habe ich nun nicht etwa gelesen, nein habe es gehört.


„Eine fundamentale Abrechnung mit dem Internet von einem der einflussreichsten Blogger der Republik. Ausgerechnet Schlecky Silberstein, Kultakteur in der Netzgemeinde… 

Schlecky Silberstein, geboren 1981, ist einer der wichtigsten Blogger Deutschlands. Sein gleichnamiger Blog hat über 600.000 regelmäßige Leser, rund 130.000 folgen ihm auf Facebook. Die von ihm produzierte Comedy Show »Bohemian Browser Ballett« ist fester Bestandteil von »funk«, dem jungen Online-Medienangebot von ARD und ZDF. Schlecky Silberstein lebt in Berlin.“ (Das hier steht bei Amazon)

Das ist eigentlich viel zu viel der Vorrede, ich jedenfalls kannte den Typ noch nicht bis eben zu diesem Zeitpunkt, andem ich das 272 Seiten starke Buch in ca 20 Minuten gehört habe. Und zwar auf der Fahrt zum Globus und zurück um mir eine Schachtel lecker´ Sushi samt Algensalat zu besorgen. Dazu gibt es, etwas ne kulturnij, Bayrisch Hell.

Moment… So… Alle… Prost.

Doch, es stimmt. Ungefähr 20 Minuten und jetzt weiß ich total Bescheid. Für Einen, der bloggt ist das eine vermessene Aussage. Werfen wir mal einen kurzen Blink, sorry, einen kurzen Blick in solch einen Blink.

„Spätestens, wenn wir das Smartphone mit aufs Klo und ins Bett nehmen, sollten wir uns ernsthaft fragen, ob das nicht etwas zu viel des Guten… Die Internetsucht führt nämlich dazu, dass wir mehr und mehr Zeit mit dem dummen Gewäsch anderer Leute verbringen und diese immer mehr Zuhörer bekommen.“ Das Internet muss weg – Blink 6

Wenn also, man vor 30 und mehr Jahren für rassistische, frauenverachtend, fremdenfeindliche und ähnliche Bemerkungen höchstens am Stammtisch gefeiert wurde, übernimmt das heute vielleicht noch eine whats-app-Gruppe. In den Social Media können das ein paar mehr sein und dummerweise lesen wir auch noch Teile davon – siehe „dummes Gewäsch“. Es bekommt jeder für jeden Mist seine Plattform. Das dies nicht ungefährlich ist, sieht man ja vielleicht weniger an den AFD Posts, aber man sieht das an den Kommentaren dazu und vor allem an den Kommentaren, die Kommentare kommentieren. Wut spielt dabei eine besondere Rolle:


„Dank Filterblasen und der Vorliebe für soziale Medien für Wut-Themen werden dumme Aussagen gepusht, so dass sie mehr Sichtbarkeit bekommen, als sie verdienen." Das Internet muss weg – Blink 6

Ihr habt es vielleicht schon mitbekommen, das ist irgendwie gar nicht aus dem Buch. Und dieser Text hier ist es auch nicht, oder doch?

Das Buch, DAS INTERNET MUSS WEG scheint zwar eins zu sein, welches ein Commedian geschrieben hat, aber es hat sehr ernste Inhalte, wie es scheint. Zum Beispiel wenn es um Fake News und deren Wirkung geht, wenn mit #Hashtags Meinungen lanciert werden können, wenn Daten im ganz großen Stil ausgewertet werden und und und… und die das Thema Künstiliche Intelligenz. Hatten wir gerade im vorherigen Post.


Kernaussage dieser Blinks:

Christian Maria Brandes alias Schlecky Silberstein ist ein Typ, den man sich merken könnte, ob man ihm auf Facebook folgt, mag mal dahingestellt sein.

„Soziale Netzwerke greifen Daten ab und stellen akribisch Nutzerprofile zusammen, die sie dann zu Werbezwecken an andere Unternehmen verkaufen. Ihre Angebote sind also nur scheinbar umsonst. Zudem manipulieren sie sie uns und sorgen dafür, dass sich Hass, Fake News und Populismus in unserer Gesellschaft ausbreiten – denn Wut bringt klicks, und Klicks bringen Geld. Da wir durch die nutzung sozialer Medien nicht nur süchtig werden, sondern uns auch in eine filterblase begeben, sollten wir uns alle überlegen, wie viel wir sie nutzen und wie wir unsere geistige Unabhängikeit bewahren.“ Das Internet muss weg – Zusammenfassung

Was ich nun immer noch nicht weiß, ob das alles ist. Es ist vermutlich noch nicht alles, was der Autor auf 252 Seiten geschrieben hat, aber die letzten Zeilen sind die Zusammenfassung dessen, was das oben noch nicht genannte Startup-Unternehmen verspricht, nämlich die 
Verwandlung der „Kernaussagen der besten Sachbücher in 15-minütige Kurztexte und Audiotitel in Hörbuchqualität.“



Jawohl, das war Blinklist. Noch habe ich keine richtige Meinung dazu, ob diese Form der Wissensvermittlung nun wirklich etwas wirklich Innovatives ist. Als Quelle für wissenschaftliche Arbeiten reicht das ja vermutlich nicht. Peter Praschl in WELT KULTUR scheint sich da auch noch nicht ganz im Klaren zu sein, ob diese Art des „Geschwindigkeitslesen“ etwas bringt. Bei mir hat es aber nun Interesse an diesem Buch geweckt.

Und jetzt überlege ich ich, ob ich nicht nur noch blinke. Rezenzionen von Blinks sind zwar keine Rezensionen mehr, es geht aber schneller. Ob das jemand mitbekommt?

Im Ernst, es kosten Geld, dieses Blinklist. Und in einem Wartezimmer beim Zahnarzt, bis die Spritze wirkt, kann man schon mal ein Sachbuch konsumieren. Oder sich ein paar Anregungen holen. Oder überlegen, ob man sich das Buch noch zulegt. Oder eben nicht.


© Der Bücherjunge


PS: Dem Tipp, das verdammt Smartphon in Zukunft ab 21:00 auf Flugmodus zu schalten, dem werde ich mal versuchen zu folgen.

Dienstag, 15. Januar 2019

Hetze, Willi: Die Schwärmer

In einer hoffentlich fernen, besser noch, nie so eintreffenden Zukunft, scheint in einem kleinen Kaff im Norden noch alles beim alten zu sein. Bis mit einem Schlag keine Post mehr kommt. Die Chefin des Postamtes sendet ihren Sohn, der bisher als Postbote arbeitete, in die „Hauptstadt“. Er soll ergründen, was da los ist.

Es ist eine seltsame Stadt, in die Teo da kommt. Gleichsam fortbauend bewegt sie sich in der Fläche und in die Höhe. Das Hauptpostamt liegt irgendwo in einer der unteren Ebenen. Man braucht es nicht mehr, Briefe werden nicht mehr geschrieben, Pakete könnten mit Drohnen versendet werden. Nun regiert der SCHWARM.

„Der Ort der Macht war nie ein Palast oder Parlament, sondern immer schon das Hirn.“ (Seite 130)

Alle Menschen sind durch in diesen Schwarm durch ihren Funknerv verbunden. Den Funknerv bekommt man, indem man eine runde Kugel wie eine Pille schluckt. Nichts ist mehr geheim, nichts geht mehr verloren, selbst nach dem Tof sind die Gedanken, selbst die Gefühle für andere SCHWÄRMER abrufbar.


Montag, 14. Januar 2019

Dinsdale, Robert: Die kleinen Wunder von Mayfair

Schaut dieses Cover nicht bezaubernd aus? Von diesem Roman erwartete ich mir - auch aufgrund des Klappentextes - märchenhafte Lesestunden.

Was ich dann wirklich bekam, fand ich - ernüchternd. Zwar spielte die Fantasie hier eine bedeutsame Rolle, doch das Magische blieb weitestgehend aus. Stattdessen hielt hier etwas Einzug, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hatte. Ob mir der Roman dennoch gefallen hat? Lest selbst:






Sonntag, 13. Januar 2019

Im Dienste Sachsens


Als ich heute beim Surfen auf Dresdens Festungsmauern fand, dass im Herbst 2019 diese wieder besucht werden können, fiel mir ein, da stehen doch noch zwei Bücher im Regal, die dazu passen, sie passen auch ganz gut zusammen:

Das Reprint weist das Wacht- und Dienst-Reglement vor die Garnison in der Residenz-Stadt und Vestung Dreßden, de Anno 1777 auf, während wir im Band Im Dienste Sachsens Uniformen und Dienstkleidungen des 18. und 19. Jahrhunderts teilweise des 20. Jahrhunderts finden.



Doch schauen wir erst einmal ins Dienst-Reglement:

Samstag, 12. Januar 2019

De Vasconcelos, José Mauro: Mein kleiner Orangenbaum

Ein Zufallsfund. Manchmal entpuppen sich solche Bücher als Flop, oftmals freue ich mich darauf gestoßen zu sein - und gelegentlich erweisen sie sich als kleine Perlen.

Dies ist ein Buch voller Fantasie und Traurigkeit, und dennoch weit offen für die Schönheit des Lebens. Ein Buch, das mich lachen ließ und zu Tränen rührte, ein Kleinod, das aus meinem Regal nicht mehr wegzudenken ist. Alles Weitere dazu erfahrt Ihr hier:



 


Freitag, 11. Januar 2019

Müller, Titus: Das kleine Buch vom Alltagsglück

Das ist so ein typisches 'Geschenke'-Buch, ein kleines Mitbringsel, ein 'Ich denke an dich' in angemessenem finanziellen Rahmen. 

Nicht immer sprechen mich derartige Büchlein an, und entsprechend skeptisch begann ich darin zu stöbern. Das Cover jedenfalls fand ich überaus ansprechend - dem kleinen Jack Russell Terrier springt die Lebensfreude ja geradezu aus allen Knopflöchern. Ob mich die Lektüre letztlich ähnlich positiv stimmen konnte, kann man hier nachlesen:






Donnerstag, 10. Januar 2019

Fitzmaurice, Ruth: Der Schwimmclub der traurigen Heldinnen

Wieder einmal fiel mir ein Buch in die Hände, das mich durch seinen ungewöhnlichen Titel auf sich aufmerksam machte. Erfahrungsberichte lese ich eher selten, aber es kommt vor. 

Ein wenig Sorge hatte ich, dass dieses Buch zu sehr ins Sentimentale abdriftet, aber obschon es natürlich Sorgen, Ängste und auch traurige Momente beinhaltet, vermittelt es vor allem eines: eine Botschaft vom Überleben. Alles Weitere lässt sich hier nachlesen:








Mittwoch, 9. Januar 2019

John, D.B.: Stern des Nordens


Am 19. Dezember 1911 meldet die nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA, dass der „Geliebte Führer“, der Vorsitzende der nationalen Verteidigungskommission der koreanischen demokratischen Volksrepublik, während einer dienstlichen Zugfahrt am 17, Dezember an einem Herzinfarkt verstorben ist. 


Den Zug nannte man „Stern des Nordens“. Nach ihm ist der Roman benannt und nach der Geschichte des Romans wusst ein hoher CIA-Beamter lange vor der Nachrichtenagentur vom Tode des Diktators.

* * *


Vor 12 Jahren verlor Jenna Williams ihre Zwillingsschwester an einem Strand in Südkorea. Die unzertrennlichen Schwestern sind die Töchter eines afroamerikanischen Soldaten, ihre Mutter ist gebürtige Koreanerin. Jenna glaubt nicht an den Tod der Schwester und beginnt zu ermitteln. Daran hat auch die CIA Interesse...



Dienstag, 8. Januar 2019

Städing, Sabine: Petronella Apfelmus - Schnattergans und Hexenhaus (Hörbuch)

Nachdem ich die vorherigen Bände dieser niedlichen Kinderbuch-Reihe hier bereits vorgestellt habe, darf natürlich auch Band 6 nicht fehlen!

Diesmal geht es für die Kinder in die Sommerferien - und die werden spannender als sie erwartet haben. Erneut ein kindgerechtes und unterhaltsames Abenteuer, hervorragend gelesen von Nana Spier. Mehr Informationen dazu gibt es hier:



Montag, 7. Januar 2019

Galbraith, Robert (alias J.K. Rowling): Die Ernte des Bösen - Hörbuch

Band 3 der Krimireihe um den Londoner Privatermittler Cormoran Strike habe ich diesmal gehört und nicht gelesen. Ich habe mit dem Krimi gewartet, bis ich auch Band 4 vorliegen hatte, weil ich einer Rezension entnahm, dass das aufgrund eines fiesen Cliffhangers empfehlenswert sei. Und ja: ist es...

Durch dieses Hörbuch bin ich nur so durchgerauscht, was sicher auch an der Lesung Dietmar Wunders lag. Zu den Stärken und Schwächen des Krimis gibt es im Folgenden mehr zu lesen:

Sonntag, 6. Januar 2019

Seppälä, Emma: Der Trick mit dem Glück

Wer meine Lesegewohnheiten verfolgt, wird rasch merken, dass ich mich mit Sachbüchern eher seltener auseinandersetze. Aber es kommt vor. Das Thema 'Glück' läuft mir in den letzten Jahren immer wieder über den Weg - jeder kennt das Wort, aber die Interpretationen sind vielfältig. Was ist das Glück eigentlich. Und, fast noch wichtiger, wie kann man es erreichen?

Spannend fand ich daher die Idee, die Wissenschaft vor den Karren zu spannen, um genau diese Fragen zu beantworten. Ob ich Antworten gefunden habe? Nun, das kann man hier nachlesen:





Samstag, 5. Januar 2019

Auf der Göttinmutter...

...der Erde. Tschoumolungma. 
Oder Mount Everest. 
Jedenfalls der höchste Berg der Erde. 
Ein Buchprojekt.


Taucht mit mir ein in den Himalaya mit Fritz Rudolph, Peter Firstbrook, Matt Dickinson, Tashi Tenzing und Reinhold Messner. Und vielleicht ein paar anderen mehr. Anlass ist der 66ste Jahrestag der Erstbesteigung.



Freitag, 4. Januar 2019

Blondel, Jean-Philippe: Ein Winter in Paris

Nachdem ich von seinem Roman '6 Uhr 41' recht angetan war, wurde ich neugierig, als ich die Möglichkeit erhielt, dieses Buch zu lesen. Ich gewann den Roman im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks, worüber ich mich sehr gefreut habe.
 
Diesmal will ich es kurz halten: dieses Buch gehört definitiv zu meinen Highlights im vergangenen Jahr! Weshalb? Das kann hier ausführlich nachgelesen werden:









Donnerstag, 3. Januar 2019

Amos Oz: Ein kleiner Nachruf

Früher habe ich bloß gelesen. Das änderte sich mit dem Forum der Buchgesichter. Im Jahr 2009 trat ich dort bei, es war auch das Jahr, in dem ich an einer Studienreise nach Israel teilnahm. Seitdem lies mich das Thema nicht mehr los. 
Im Jahr 2013 gründeten wir diesen Blog und damit änderte sich das Lesen grundlegend. Die bisherigen Erfahrungen nutzend, las ich die Bücher nun schon in Hinblick auf die folgenden Buchbesprechungen. Und lernte so nach und nach mehr Blogger kennen.

Zu diesen zählt Arndt Stroscher, der den Blog Astrolibrium führt. Warum erzähle ich das? Im Jahr 2015 fuhr ich das erste Mal auf die Buchmesse in Leipzig. Dort drückte mir Arndt einen Roman in die Hand, über den wir uns ausgetauscht hatten. 


So kam ich zu erstmals zu Amos Oz. Rückblickend ist es ein wenig seltsam, dass ich den israelischen Schriftsteller nicht schon eher kannte.

Amos Oz im ARD Interview Buchmesse Leipzig @URDD
JUDAS. So hieß das Buch, welches den Buchmesse-Preis erhielt und die Übersetzerin, Mirjam Pressler gleich mit. Wenige Wochen später hatte ich das Buch besprochen, ein Buch welches einen langen Nachhall erzeugte. Es waren die Aussagen einerseits, der Verrat des JUDAS und seine Bedeutung in heutiger Zeit, aber vor allem war es auch die Sprache, hervorragend übersetzt von Mirjam Pressler, die mich faszinierte. 

Mittwoch, 2. Januar 2019

Mancini, Claudio M.: Der Pate von Lütjenholm (Kalender-Thriller Januar)

In der großen Serie „Kalender-Thriller“ von Knaur erschien ab April 2014 alle vier Wochen eine monatlich passende Folge, kleine Häppchen für Thriller- und Krimifans. Da die zwölf Werke von verschiedenen Autoren stammen, bin ich sehr gespannt, wie am Ende mein Resumé ausfallen wird. Als Monatseinstieg finde ich so kleine Thriller eigentlich eine gute Idee...

Ohne zu viel vorwegnehmen  zu wollen, kann ich hier schon sagen, dass mich der Januar-Betrag der Kalender-Thriller nicht hat überzeugen können. Ich hoffe sehr, dass sich das Niveau noch steigern kann, sonst sehe ich dem Projekt mit Schaudern entgegen...



Dienstag, 1. Januar 2019

Goldammer, Frank: Roter Rabe


Vierzehn Tage ohne Karin Heller


Zum vierten Mal ermittelt Max Heller im Nachkriegs-Dresden. Es ist das Jahr 1951. Der Kalte Krieg entwickelt sich. Im Erzgebirge wird Uranerz abgebaut. Die Welt hat Angst vor der Atombombe. Eine Reihe von Morden beschäftigt den Kriminalisten und seine beiden Mitarbeiter. Doch die Geheimdienste, der sowjetische sowie das MfS, blockieren die Ermittlungen. Außerdem gibt es Gerüchte über einen amerikanischen Agenten, den „Amerikaner“, den die Russen „Roter Rabe“ nennen. Mit der Zeit entsteht der Eindruck, dass damit auch ein Überläufer gemeint sein könnte. Oder gar ein Doppelagent?

Soeben kommt Heller mit Frau Karin und Ziehtochter Annie vom Ostseeurlaub zurück, den er für seine Arbeit erhalten hat. Gleich anschließend darf Karin zu Erwin, ihrem jüngsten Sohn in den Westen fahren. (Das sollte 1951 an sich kein Problem gewesen sein, die Grenzen offen – aber als Frau eines Kriminalpolizisten brauchte sie vermutlich die Genehmigung). Vierzehn Tage soll sie fahren. In diese zwei Wochen fallen diese Ermittlungen.