Montag, 18. November 2019

Heitz, Markus: AERA - Wie alles begann (Prolog)

Über den Tellerrand schauen - das mache ich manchmal durchaus ganz gerne. Früher habe ich mehr Fantasy gelesen, inzwischen deutlich weniger. Aber manchmal spricht mich ein Titel doch noch an, und da werde ich dann eben neugierig.

Der kostenlos erhältliche Prolog steht am Anfang einer sage und schreibe zehnteiligen Reihe und dient zur Orientierung. Werde ich die Reihe tatsächlich lesen? Wie der Einstieg für mich war, könnt Ihr hier ersehen:







Samstag, 16. November 2019

Ebert, Sabine: Schwert und Krone - Herz aus Stein (IV)


Mittelalter. Wenn ich zurück denke, dann beginnt das Lesen mit einem Film: Die Kreuzritter. Ein knallbunter polnischer Breitwandfilm aus dem Jahre 1960 nach dem Roman von Henryk Sienkiewicz (1846 – 1916). Es tritt an das polnische Königreich von König Władysław Jagiełło gegen den Deutsche Orden. Die Schlacht bei Grunwald im Jahre 1410 beendet die Missionskriege im Osten Europas. Als ich so 12 oder 13 Jahre alt war, sah ich ihn mit meinem Vater im Kino. 


Dann spielte das Mittelalter keine große Rolle nicht mehr. Gelegentlich gab es Blitzlichter, meist wegen verschiedener Filme. Anne Boleyn, Cromwell, Robin Hood lauteten die Namen und diese oder jenen mehr...




Zu Beginn der neunziger Jahre fiel mir DER HEILIGE GRAL UND SEINE ERBEN in die Hände, ein Buch von den Engländern Lincoln, Baigent und Leigh, dessen erzählte Lügengeschichte mehr bekannt ist durch den DA VINCI CODE von Dan Brown. Damit begann meine intensivere Beschäftigung mit der Zeit der Kreuzzüge. Besonders gefielen mir dabei die Romane von Peter Berling, auch wenn deren Geschichte von den Kindern des Grals die Mär von der Prieuré de Sion weiter bediente. 

Es gibt sicher viele gute Autoren, für mich herausragende „Geschichte-Erzähler“ sind Ken Follett – Kingsbridge-Kathedrale und seine Trilogie über das 20. Jahrhundert – und...


Freitag, 15. November 2019

Söhler, Karl-Heinz: Der Menschenzunft fehlt die Vernunft

Dieses Buch wird man wohl schwerlich in anderen Blogs finden, da es mit seinem Erscheinungsdatum (1987) nicht zu den aktuellen Publikationen gehört und der Autor auch nicht so bekannt ist wie beispielsweise einst Heinz Erhardt oder Eugen Roth.

Gedichte geschrieben hat Karl-Heinz Söhler allerdings auch, und oft haftet ihnen ein humoristisch-satirischer Einschlag an. Ich selbst bin nicht auf den Autor gestoßen, das Buch ist Teil des Erbes meiner Eltern. Mein Vater kannte die Verse Söhlers aus vereinzelten Abdrucken in der Tageszeitung und hat sich irgendwann diese Sammlung zugelegt. Ob das antiquarische Büchlein auch heute noch überzeugen kann? Lest selbst!

Mittwoch, 13. November 2019

Ute Lemper trifft Marlene Dietrich

Ein Konzertbericht

Ein besonderes Konzert, finde ich, bot sich dem Dresdner Publikum gestern im neuen Ostradome im Messegelände Dresden. Ein Weltstar hat ein Rendezvous mit einem Weltstar. Ute Lemper trifft Marlene Dietrich. Nach dreißig Jahren, so erzählt Ute Lemper am Ende des außergewöhnlichen Konzertes, "traut" sie sich nun, als "Marlene" aufzutreten und ihrem Publikum zu erzählen, was Marlene Dietrich ihr im Jahre 1987 am Telefon in Paris in drei Stunden enthüllte. Damals war Ute Lemper 24 Jahre alt und man schrieb von ihr als der "neuen Marlene" in Paris. Das Programmheft führt zu diesem Konzert aus:

"Diese Hommage wird zu einer musikalischen Zeitreise und persönlichen Erzählung über zwei beeindruckende Frauen und ihre Geschichten."


Dienstag, 12. November 2019

Lagercrantz, David: Vernichtung

Millennium VI

Die Meinungen gehen auseinander: Soll man einen erfolgreichen Romanmehrteiler fortsetzen, wenn der Autor zum Beispiel verstorben ist? Wir kennen das: Mark Greaney und Grant Blackwood schreiben Tom Clancy´s RYAN-UNIVERSUM weiter, Daniel Colbe versucht sich an Andreas Franz und David Lagercrantz hat nun mit VERNICHTUNG den sechsten MILLENNIUM - Band veröffentlicht, deren erster bis dritter Band von Stieg Larsson geschrieben wurde.

Millennium? Das war doch die Geschichte um den Journalisten Mikael Blomkvist und eine junge Frau namens Lisbeth Salander. Ohne Salander hätte Blomkvist nie diese Enthüllungen in Millennium bringen können, ihre Recherchemöglichkeiten scheinen unendlich zu sein. Mikael kann sich an dem Unternehmer rächen, der ihn mithilfe einer Verleumdungsklage ins Gefängnis brachte und vorher die verloren gegangene Nichte eines reichen Großindustriellen nach vierzig Jahren wiederfand. Darüber schrieb Stieg Larsson in VERBLENDUNG, dem VERDAMMNIS und VERGEBUNG folgten und im Anschluss Lagercrantz VERSCHWÖRUNG, VERFOLGUNG und nun VERNICHTUNG.

Die drei Bücher, die ich als Hörbücher auf manch Autofahrt bewältigte, sind es allerdings wert. Lisbeth wird immer mehr zum Mittelpunkt, darum hieß der letzte Post zum Thema SALANDER.

Samstag, 9. November 2019

Lefteri, Christy: Das Versprechen des Bienenhüters

Es gibt sie, die Romane, die einen nicht mehr loslassen. Nicht während des Lesens und auch lange danach noch nicht. Diese Erzählung gehört zu den besonderen Erfahrungen, die zeigen, wie machtvoll das geschriebene Wort ist - Christy Lefteri pflanzt Bilder in den Kopf und Emotionen ins Herz.

»Nuri und seine Geschichte treffen mitten ins Herz. Wunderbar erzählt, erschütternd und aufrüttelnd.«, steht über dem Klappentext. Und es stimmt zu 100%. Weshalb, könnt Ihr hier nachlesen:







Freitag, 8. November 2019

Nakamura, Fuminori: Der Revolver

Diesen Roman des japanischen Autors durfte ich mit freundlicher Unterstützung des Verlags im Rahmen einer Leserunde bei Whatschareadin lesen - dafür meinen herzlichen Dank!

Der Autor ist durch seine Romane 'Der Dieb' oder 'Die Maske' in Deutschland bereits bekannt. Nun ist auch sein Debüt im Diogenes Verlag veröffentlicht worden - erfolgreich? Wie mir der Roman gefallen hat, könnt Ihr hier nachlesen:







Donnerstag, 7. November 2019

Gabrielsen, Gøhril: Die Einsamkeit der Seevögel (Hörbuch)

"Die Reise geht hoch in den Norden Norwegens, wo eine Wissenschaftlerin alleine in einer verlassenen Fischerhütte mit ihren Gedanken und ihrer Vergangenheit konfrontiert wird. Gøhril Gabrielsen erzählt von einer Frau, die sich in der Einsamkeit selbst zu verlieren droht und wo die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Wahn immer mehr verschwimmen... Neugierig geworden?"

Damit lockte der Hörverlag für eine Lese-/Hörrunde bei Lovelybooks, und ich gehörte zu den glücklichen Gewinnerinnen. Eigentlich stimmte hier alles - eigentlich...

Dienstag, 5. November 2019

Pieper, Tim: Stille Havel

Tim Pieper war der allererste Autor, mit dem ich eine Leserunde erfahren durfte. Bei den Buchgesichtern war das seinerzeit, und es hat mich auf den Geschmack gebracht - sowohl was Leserunden anbelangt als auch im Hinblick auf Tims Bücher. Kein Wunder also, dass ich mich jedesmal freue, wenn ich erfahre, dass wieder ein neues Werk von ihm erscheint!
 
Nun ist auch der vierte Band der Havel-Krimis gelesen. Ob der mich auch wieder überzeugen konnte, kann man hier nachlesen:






Sonntag, 3. November 2019

Sabine Ebert - Autorenseite

1. Biografisches

  • geboren 1958 in Aschersleben
  • aufgewachsen in Berlin
  • Volontariat in Magdeburg
  • studiert in Rostock Lateinamerika- und Regionalwissenschaften.
  • Journalistin und Sachbuchautorin
  • Nach dem Studium geht sie nach Freiberg (Sachsen)
  • Die Hebammen - Reihe erscheint
  • Leipzig - Es enstehen als "Auftragswerk" zwei Romane über die Zeit von 1813 bis 1815
  • Heute wohnt Sabine Ebert in Dresden
Ich hatte das Glück, Sabine Ebert auf der Buchmesse Leipzig im Jahr 2018 kennenzulernen und durfte mit ihr ein eher "ausgefallenes" Interview führen 

Samstag, 2. November 2019

Lost Places - Teil 2

Wo ist das? Der Bogensee? Das war eine Frage, die sich vor kurzem während der Lektüre zu STILLE HAVEL von Tim Pieper stellt. Schon einmal hatte der Autor in den Romanen um den Kriminalisten Toni Sanftleben Handlungen in Gegenden gelegt, die man Lost Places - verlorene Orte nennt: etwas düster, verlassen, versperrt, manchmal baufällig oder aber augenfällig gut erhalten. Im Roman DUNKLE HAVEL waren dies die Beelitzer Heilstätten.

Doch suchte ich den BOGENSEE und fand einen Ort in der Nähe von Wandlitz, ja das Wandlitz, welches vor 30 Jahren erst richtig bekannt wurde als Wohnsiedlung von Regierungsmitgliedern der DDR. Diese Bushaltestelle sieht ja ziemlich brauchbar aus, aber die Zufahrtstraße ist gesperrt. Nicht weit davon baute man Jahrzehnte vor eine Villa für einen bekannten Mann und seine Familie: Die Villa Bogensee.


Da fuhr ich nun an einem der ersten Herbsttage hin.




Freitag, 1. November 2019

Beck, Zoë: Remember, Remember (Kalender-Thriller November)

Auch dieser Monat soll in unserem Blog wieder mit einer Folge aus der Reihe der Kalender-Thriller eröffnet werden.


Dies ist bereits der 11. Thriller der Reihe, den ich gelesen habe - und wer den Blog hier verfolgt, weiß, dass die Leseerfahrungen bislang recht durchwachsen waren. Manche der Short-Thriller konnten mich trotz des geringen Seitenumfangs überzeugen, andere dagegen enttäuschten sehr. Wie die November-Folge abgeschnitten hat, könnt Ihr hier nachlesen:



Donnerstag, 31. Oktober 2019

BlogPost Nr. 150: Unsere Beiträge im Oktober 2019


Im Monat Oktober haben wir nur wenig mehr als das Dutzend voll gemacht, die Anne Parden und der Bücherjunge. Es bleibt also etwas übersichtlich.

 








Mittwoch, 30. Oktober 2019

BlogPost Nr. 149: Unsere Neuerwerbungen im Oktober 2019


Die Tage werden kürzer, die Uhren wurden umgestellt, die Temperaturen fallen nachts nun doch arg gen Gefrierpunkt. Wenn sich die Sonne zeigt, ist es wunderschön draußen, die Bäume kleiden sich noch in stahlend bunte Farben. Wenn es grau wird, zieht auch die Melancholie ein - ein wenig jedenfalls, wenn auch nicht bei uns allen. Zum Glück hielten einige neue Bücher Einzug in unsere Regale - auch dies sind kleine Farbtupfer, die das Leben bunter machen...




Sonntag, 27. Oktober 2019

Schlosser, Patrizia: Im Untergrund (Buch)

„Basierend auf einer audible Original Podcast-Produktion“ bringt Hoffmann & Campe das Buch heraus: Im Untergrund von Patrizia Schlosser.

Dem Podcast, in diesem Fall keine Serie von Medienbeiträgen oder Mediendateien, sondern eher ein Hörspiel, widmete ich mich bereits am 17. Januar 2019, nicht ohne auf eine weitere Besprechung hinzuweisen: Rudolf Fröhlich hatte 2013 PATENTÖCHTER besprochen, in dem Julia Albrecht und Corinna Ponto über das tödliche Attentat auf Corinna Pontos Vater im Jahr 1977 berichteten, verübt von Julias Schwester Susanne und anderen RAF - Angehörigen. Damals im sogenannten Deutschen Herbst.

Was ist noch übrig von der Roten Armee Fraktion? Der kommunistischen, antiimperialistischen deutschen Stadtguerilla?

Sonntag, 20. Oktober 2019

Siemens, Jochen: Besuch von oben

Ich habe ein wenig gezögert, bevor ich beschloss, diesen Roman zu lesen, denn der Klappentext klang doch recht abgedreht. Dann aber reizte mich die Vorstellung, mit der hier gespielt wird - und die Neugierde obsiegte.


Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es, auch bei Romanen immer mal über den Tellerrand zu schauen und Neuland zu betreten - ansonsten würde ich hier wohl überwiegend Krimis und Thriller vorstellen, die ich nach wie vor gerne lese. Aber abseits der Komfortzone gibt es natürlich auch stets die Gefahr der Enttäuschung - nicht jedes Experiment, das ich eingehe, erweist sich als Volltreffer. Ob mich dieses Buch ebenfalls enttäuschte, könnt Ihr hier nachlesen:

Freitag, 18. Oktober 2019

James, P.D.: Ein Spiel zuviel

P.D. James galt als Ikone des britischen Kriminalromans. Nun bin ich auf die Neuausgabe des Droemer Verlags gestoßen und ergriff die Gelegenheit, mit dem ersten Band der Reihe um Kommissar Adam Dalgliesh von Scotland Yard zu starten. Machen solche Krimis auch heute noch Spaß?

Dazu kann man im Folgenden meine Rezension lesen - nur so viel vorweg: ich werde mit Sicherheit auch nach dem zweiten Band Ausschau halten. Ob ich alle 14 (bisher) erschienenen Bände lesen werde, weiß ich derzeit noch nicht. Aber ein wenig werde ich der Reihe wohl noch treu bleiben...





Mittwoch, 16. Oktober 2019

Lost Places - Teil 1

Verlorene Plätze oder verlorene Orte.

Sie reizen Fotografen, Schriftsteller Videografen zu allerlei. Manchmal auch entstehen in diesen große Filme. Zunächst allerdings war es ein Potsdamer Autor namens Tim Pieper, der mich auf solche verlorenen Orte aufmerksam machte. Dies geschah in seinem Roman Kalte Havel. Ein Verbrechen geschieht an einem Ort, der einstmals weltberühmt gewesen ist. Die Beelitzer Heilstätten habe ich nach der Romanlektüre besucht.




Die Arbeiter-Lungen-Heilstätten oder auch Beelitz-Heilstätten wurden zwischen 1898 und 1930 errichtet. Gerade zu Beginn des 20. Jahrhunderts grassierte in der Reichshauptstadt Berlin die Schwindsucht, von der besonders die arme Arbeiterbevölkerung betroffen war. Robert Koch hatte die Tuberkel-Bazillen auch in Berlin entdeckt, nun wollte man die Tuberkulose offensiv bekämpfen und baute mehrere Kliniken in diesem großen Waldgebiet südlich Berlins.


Sonntag, 13. Oktober 2019

Ridker, Andrew: Die Altruisten

Erneut ein Roman, den ich mit freundlicher Unterstützung des Verlags im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - dafür meinen herzlichen Dank!

Was mich an diesem Roman reizte, war die Familiengeschichte. Die klang geheimnisvoll und nach aufregenden Entwicklungen. Ob sich meine Erwartungen erfüllt haben? Lest selbst!








Freitag, 11. Oktober 2019

Weaver, Eva: Jakobs Mantel

Bücher 'Gegen das Vergessen' tauchen in unserem Blog immer wieder einmal auf. Dieser Roman wird empfohlen ab einem Lesealter von 12 Jahren, und tatsächlich könnte ich es mir als Schullektüre vorstellen. Aber auch mich konnte es durchaus beeindrucken.

Emotional und eindringlich führt Eva Weaver in ihrem Debüt vor Augen, was es hieß, zu Zeiten des Nationalsozialismus ein jüdisches Kind zu sein. Elend, Verrat und Hass im Warschauer Ghetto werden hier thematisiert - aber auch die Magie von Freundschaft und der Wille zu überleben...





Sonntag, 6. Oktober 2019

Brandt, Matthias: Blackbird


Auf manche Romane werde ich spontan neugierig - hier war es wieder einmal die Kombination aus Cover, Klappentext und ersten Rezensionen, die mich auf das Buch aufmerksam machte. Eine Reise zurück in die 70er Jahre in eine Kleinstadt in Westdeutschland - und damit ein klein wenig auch in die eigene Vergangenheit. Und Pubertät? Klar, auch damit kenn ich mich aus...

Dies ist der erste Roman von Matthias Brandt, der, wie ich nun weiß, der jüngste Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt ist und als Schauspieler in über 70 Filmen mitgewirkt hat. Ob er tatsächlich auch schreiben kann? Das erfahrt Ihr hier:



Freitag, 4. Oktober 2019

Pieper, Tim: Stille Havel

Wann habe ich das letzte Mal an einer Leserunde teilgenommen? Es wird wohl der dritte Havelkrimi von Tim Pieper gewesen sein. Tim Pieper sagt, dass es meine siebente Leserunde mit ihm gewesen ist. Das wird stimmen und seit der Leserunde zum Minnesänger sind bereits neun Jahre vergangen.

Nun also der sechste Sanftleben-Roman, oder der vierte um den Kriminalhauptkommissar Toni Sanftleben, Ururenkel von Otto...


Die Geschichte
Es liegt ein Toter da im Park Sanssouci, dessen Kopf weißt eine tödliche Wunde auf, die von einem stumpfen Gegenstand stammen könnte, das war ein Mord. Der Mann, so stellt sich heraus, war Kunstsachverständiger. In einem Museum hängt ein Bild, auf dem ist eine schwarz gekleidete, verschleierte Frau, gemalt von einem der bekanntesten Maler aus den USA in der Mitte der sechziger Jahre. Der Mann interessierte sich noch für mehr, zum Beispiel für eine Villa auf der Havelinsel Schwanenwerder. In dieser wohnt Marie, deren Großmutter gerade verstorben ist, zu ihrem Vater hat sie keinen weiteren Kontakt. Auch dessen Fabrik stand im Fokus des Kunstsachverständigen.

Nach und nach bekommen wir als Leser, meist schneller als der KHK, aufgrund der Rückblenden ein neues Puzzleteil in die Hand. Wir lernen eine junge Schauspielelevin kennen, die im Jahr 1921 geboren ist, bei den Hiller-Girls engagiert war und für ihre Schauspielkarriere an einem Mann im Reiche nicht vorbei kommt. Der Mann ist Doktor der Philosophie und Reichspropagandaminister. Am Ende des Krieges wird die junge Lydia Riefenberg nach Schweden geschickt ...

Mehr zu verraten geht hier indes nicht...

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Stölln - Ausflug der Überraschungen

Sonntag. Mistwetter. Auch wenn die Erde den Regen bitter braucht. Was tun? Lesen? Darüber schreiben? Fotos sortieren?

Doch da wartete noch etwas ganz anderes auf mich, denn da gibt es eine Buchhandlung namens WINDLICHT, die Sonntags geöffnet hat. In den sozialen Medien ist da auch vom DDR-Antiquariat  im Havelland die Rede und die wollte ich besuchen. 

Das Navigator gibt Abbiegen an und es geht einen Stichweg hinauf, die Buchhandlung ist schnell zu erkennen und dann tritt Ilona Dahlmann schon heraus, wir hatten uns ja auch auf Kaffee und Kuchen verabredet.





Wir kommen vom Hundertsten ins Tausendste, von ähnlicher Berufsausbildung über Lebensläufe und immer wieder über Bücher. Ich hatte mir vorgenommen, nur nach zwei Autoren zu fahnden: nach Eberhard del´Antonios TITANUS und HEIMKEHR DER VÄTER  und Franz Fühmann´s "antiker" Erzählung PROMETHEUS. Doch dann wurde der Stapel doch größer. Meine Harry Thürk Sammlung konnte ich auch um zwei weitere Bücher erweitern, eines der Del´Antonio Bücher haben wir auch gefunden und eines von B.Traven, der hier auf dem Blog ein (vielleicht langjähriges) Projekt hat.


Mittwoch, 2. Oktober 2019

Hurwitz, Gregg: Die Scharfrichter

Altes muss nicht schlecht sein... Aktuell gibt es das Buch nicht mehr im Knaur-Verlag, aber als Mängel-Exemplar gebraucht erstanden geht es zur Not auch. Immerhin habe ich hier den ersten Band einer Reihe erwischt. Gregg Hurwitz ist mir schon durch 'Orphan X' bekannt, und da ich daher weiß, dass er mitreißend schreiben kann, griff ich bei diesem Buch zu...

Der Plot erscheint grausam - und ist es auch. Hurwitz spart nicht an Action-Szenen, und spannend ist es allemal, auch durch einige überraschende Wendungen und Ereignisse. Faszinierend fand ich hier zudem die ethische Fragestellung: ob Selbstjustiz unter gewissen Umständen nicht nur nachvollziehbar sondern möglicherweise auch tolerierbar sein könnte. Aber ich will hier nicht vorgreifen - lest selbst: