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Mittwoch, 27. November 2024

Müller, Titus: Das verborgene Weihnachtskind

 

Vier Personen, die nichts miteinander gemeinsam haben, bis auf ihren Wohnort. Sie alle leben auf derselben Etage eines Hochhauses, das von der KI Athena gesteuert wird. In der Zukunft, in der sie leben, ist künstliche Intelligenz fest im Alltag verankert. Doch wie sieht es in einer hochtechnologischen Gesellschaft mit der Liebe, zwischenmenschlichen Beziehungen und dem Zauber des Weihnachtsfests aus? Titus Müller erschafft eine fantastische Erzählwelt, in der Füllfederhalter zu Relikten aus längst vergangenen Tagen werden und die Suche nach dem Glück beinahe mehr Fragen als Antworten aufwirft. (Verlagsbeschreibung)

DNB / edition chrismon / 2024 / ISBN: 978-3-96038-399-4 / 112 Seiten

Titus Müller bei Litterae Artesque:  
 

Kurzmeinung: KI und der Geist der Weihnacht - ein außergewöhnliches Weihnachtsbuch, das einen Blick auf zukünftige Zeiten wagt...

Donnerstag, 21. November 2024

Janz, Tanja: Friesenmeermagie

 

Als die junge Malin bei einer Auktion einen alten Koffer ersteht, rechnet sie nicht damit, dass dessen Inhalt ihrem Leben eine völlig neue Richtung geben wird. Ein Schlüssel und der berührende Brief einer alten Dame führen sie zur kleinen Fischerkate in St. Peter-Ording. Malin weiß nur, dass die Tochter der alten Dame an eine Hotelkette verkaufen will und es der Frau das Herz brechen würde. Einen Absender hat der Brief nicht. Deshalb begibt Malin sich auf Spurensuche. Vor Weihnachten muss sie die Eigentümerin aufspüren, und um diese zu überzeugen, will sie die Fischerkate zu einem gemütlichen Heim machen. Dabei hilft ihr der attraktive Carl vom Strandkorbverleih, und bald schon spürt Malin, dass sie die wohltuende Nordseemagie nicht mehr aufgeben mag... (Verlagsbeschreibung)

DNB / HarperCollins / 2024 / ISBN: 9783365007563 / 304 Seiten

Kurzmeinung: Der Zauber wirkte auf mich leider zu konstruiert - trotz Nordseeflair konnte ich nicht vollends mitschwingen... 

 

 

Dienstag, 26. Dezember 2023

Smith, Alex T.: Grumpel und der furchtbar fiese Weihnachtsplan

 

Kennst du den Grumpel? Und seinen furchtbar fiesen Weihnachtsplan? Und weißt du von der fürchterlichen Sache, die am Weihnachtsabend am Nordpol passiert ist? Vielleicht sollte ich dir davon erzählen ...

Der Grumpel liebt seine Ruhe. Die Liste von Dingen, die der Grumpel nicht leiden kann, ist allerdings lang: Socken, Spaß, Gelächter – und ganz besonders Weihnachten sind ihm ein Gräuel! Schöne Geschenke und lustige Lieder kann er nicht ausstehen. Deswegen fasst der Grumpel einen Plan: Höchstpersönlich zum Nordpol zu reisen, um Weihnachten zu verhindern! Weg mit Advent, Plätzchen und Gemütlichkeit! Ein turbulentes weihnachtliches Abenteuer und eine aufregende Reise zum Nordpol beginnen … und vielleicht wird der Grumpel ja doch zum Weihnachts-Fan? (Verlagsbeschreibung)

 

DNB / arsEdition / 2023 / ISBN 978-3-8458-5335-2 / 176 Seiten

 

 

 

 

 

Ich freue mich sehr, dass ich über NetGalley dieses Buch als Rezensionsexemplar bekommen habe. Wie immer als eBook - und diesmal hätte ich doch lieber die "echte-Buch-Variante" gehabt. Allein schon aufgrund der Illustrationen, die hier definitiv eine Bereicherung sind, wie immer bei Büchern dieses Verlags. Aber das soll nicht undankbar klingen - auch so hat mir das Buch viel Spaß bereitet. Mehr dazu könnt Ihr hier lesen:

 

Montag, 25. Dezember 2023

Günther, Ralf: Eine Kiste voller Weihnachten

Dezember 1890. Vinzent Storch stellt in seinem kleinen Betrieb «Dresdner Pappen» her, Figuren aus Papier, die als Christbaumschmuck sehr beliebt sind. Heiligabend vormittags entdeckt er mit Schrecken eine Kiste, deren Lieferung versäumt wurde. Schnell macht er sich mit dem Pferdewagen auf, um die Ware noch vor dem Fest zu überbringen. Unterwegs bittet ein Mädchen darum, mitgenommen zu werden. Storch lehnt ab. Dass Lisbeth heimlich auf seinen Wagen steigt, bemerkt er nicht. Doch als das Schneegestöber immer dichter wird, sind die beiden bald aufeinander angewiesen. Und mitten im kalten Winter geschieht ein wahres Weihnachtswunder. (Verlagsbeschreibung)


DNB / Kindler / 2019 / ISBN 978-3-463-40697-8 / 128 Seiten








 
Auch mit Grippe und Corona - ein kleines Weihnachtsbuch zumindest geht immer. Dieses Büchlein war seinerzeit ein Geschenk, das immer auf den passenden Einsatz wartete. Nun war es endlich soweit. Uwe ( der

Samstag, 23. Dezember 2023

Keegan, Claire: Kleine Dinge wie diese (Hörbuch)

 

Wer etwas auf sich hält in New Ross, County Wicklow, und es sich leisten kann, lässt seine Wäsche im Kloster waschen. Doch was sich dort hinter den glänzenden Fenstern und dicken Mauern ereignet, will in der Kleinstadt niemand so genau wissen. Denn es gibt Gerüchte. Dass es moralisch fragwürdige Mädchen sind, die zur Buße Schmutzflecken aus den Laken waschen. Dass sie von früh bis spät arbeiten müssen und daran zugrunde gehen. Dass ihre neugeborenen Babys ins Ausland verkauft werden. Der Kohlenhändler Billy Furlong hat kein Interesse an Klatsch und Tratsch. Es sind harte Zeiten in Irland 1985, er hat Frau und fünf Töchter zu versorgen, und die Nonnen zahlen pünktlich. Eines Morgens ist Billy zu früh dran mit seiner Auslieferung. Und macht im Kohlenschuppen des Klosters eine Entdeckung, die ihn zutiefst verstört. Er muss eine Entscheidung treffen: als Familienvater, als Christ, als Mensch. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Bonnevoice Hörbuchverlag/ 2023 / ISBN 4066339966406 / 142 Minuten


Hier nur einige Worte vorab: Dies ist ein atmosphärischer und intensiver Roman über eine moralische Frage im katholischen Irland: Thema Magdalenen-Wäschereien für gefallene Mädchen. Als Ergänzung hier die Worte des Verlags zum wahren Hintergrund:

In den sogenannten Magdalenen-Wäschereien, betrieben von der katholischen Kirche, wurden seit den späten 1820er-Jahren bis ins Jahr 1996, man kann sich das kaum vorstellen, "gefallene Mädchen" - Prostituierte oder auch alleinstehende schwangere Mädchen - gefangen gehalten und zur Arbeit gezwungen. Die neugeborenen Kinder wurden ihnen weggenommen. Die Arbeitsbedingungen waren unmenschlich. Wie viele Frauen dort im Lauf der Jahrzehnte gestorben sind, liegt bis heute im Dunkeln. Es dauerte bis 2013, bis sich die Irische Regierung öffentlich entschuldigte!

Montag, 26. Dezember 2022

Pannen, Kai: Du spinnst wohl! (Hörbuch)

„Och nee. Ausgerechnet heute!“ schimpft die Stubenfliege Bisy, als sie der dicken Spinne Karl-Heinz ins Netz geht: ein vorzüglicher Festtagsbraten, der, nach Spinnenart zum Paket verschnürt, bis Heiligabend im Netz baumeln soll. Bisy bleiben 24 Tage, um Karl-Heinz von seinen Festtagsplänen abzubringen. 24 Tage, um der Spinne so richtig auf die Nerven zu gehen. Und auf einmal stellt sich die Frage, wer hier eigentlich Opfer und wer Täter ist.  (Klappentext)

 

 

 

Während mir der andere diesjährige buchige Adventskalender ("Das Weihnachtsgespenst" von Tobias Goldfarb) leider nur mäßig gefallen hat, konnte mich dieses niedliche Hörspiel in ebenfalls 24 Kapiteln wirklich überzeugen. Weshalb, könnt Ihr hier nachlesen:


Sonntag, 25. Dezember 2022

Anlauf, Joachim: Weihnachts…


anektötchen - Spannende Geschichten aus Dresden

Es muss den Autoren des schmalen Bandes nicht entmutigen, dass kürzlich durch den Deal von Staatsanwaltschaft und Verteidigung eine ziemliche Menge der geraubten Schätze aus dem Grünen Gewölbe wieder aufgetaucht ist. Ein bißchen fehlt noch und vielleicht finden sich diese Juwelen sogar dort, wo Kriminalkommissaranwärter Chris und Polizeihauptmeisterin Jana die drei Ganoven feststellen, die da in einem Loch buddeln in unmittelbarer Nähe des Badezubers im Stallhof…

Es ist Advent und der Marktamtsleiter des Striezelmarktes, der Revierleiter von Dresden Mitte und ein Professor der Hochschule der Sächsischen Polizei feilen an einem innovativen und effektiven Straftatenverhütungskonzept für den weltberühmten Striezelmarkt und angrenzende Weihnachtsmärkte auf dem Neumarkt und im Stallhof. Das soll was mit „Prädiktion“ zu tun haben, womit der Spaß anfängt, dies wäre kriminologisch nämlich was ganz Neues…

Der Professor gewinnt für das Projekt besagten Chris und diese Jana, welche sich, statt zu studieren, nun einige Wochen im besagten Gefilde rumtreiben können. Da ist zunächst viel Glühwein im Spiel mit dem einschlägigem Erfolg einer „Strafversetzung“ auf die andere Seite der Willsdruffer Straße.


Samstag, 24. Dezember 2022

Goldfarb, Tobias: Das Weihnachtsgespenst

Bob ist ein kleines Weihnachtsgespenst in Ausbildung. Um endlich ein richtiges Gespenst zu werden, soll er einem geizigen Menschen einen gehörigen Schrecken einjagen, sodass er gutherzig und großzügig wird. Sophie ist schüchtern und hat keine Freunde. Deswegen überreden ihre Eltern sie zum Theaterspielen. Und so übernimmt sie – widerwillig – die Hauptrolle im Stück „Eine Weihnachtsgeschichte“, frei nach Charles Dickens. Sie soll einen gierigen Menschen spielen, der Weihnachten hasst.  Bald schon stecken Bob und Sophie in einem weihnachtlichen Abenteuer, das sie zusammenschweißt wie Zucker und Zimt. (Klappentext)

 

 

 

 

 

 

Im Lesegarten versammeln sich nach wie vor leselustige Menschen, größtenteils ehemalige Buchgesichter. Eine feste Truppe trifft sich dabei regelmäßig, um gemeinsam einen vorher festgelegten Titel zu lesen und abschnittsweise darüber zu diskutieren. Es ist wirklich schön, den "alten Hasen" dort fast jeden Montag wiederzubegegnen und sich mit ihnen auszutauschen. Normalerweise lesen wir Krimis oder Thriller, weil das die Schnittmenge unserer Leseinteressen ist. Vor Weihnachten, wenn sowieso keiner so richtig Zeit und Ruhe zum Lesen hat, weichen wir jedoch von unserem normalen Beuteschema ab und lesen ein weihnachtliches Kinderbuch, gerne eines in 24 Kapiteln, so dass man jeden Tag ein klein wenig lesen und notfalls problemlos verpasste Kapitel nachholen kann. Meistens gefallen mir diese buchigen Adventskalender für Kinder. Ob das diesmal auch so war? Lest selbst:

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Haig, Matt: Ich und der Weihnachtsmann (Hörbuch)

Nachdem mir die vorherige Folge so gut gefallen hat, war klar, dass ich dieses Hörbuch gleich im Anschluss hören würde...

Irgendwie ist das ganze allerdings eine Trilogie, doch Band eins ist mir bislang noch nicht untergekommen. Das Hörvergnügen hebe ich mir aber wohl auch fürs kommende Jahr auf - ebenso wie das Weihnachtsbuch, das mich als Geschenk erreichte. Eine To-Do-Liste also für die kommende Weihnachtszeit. Doch nun erst einmal zu diesem Hörbuch:

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Haig, Matt: Das Mädchen, das Weihnachten rettete (Hörbuch)

Matt Haig ist hier im Blog kein Unbekannter. Ich habe vor einiger Zeit bereits seine Werke "Ich und die Menschen" sowie "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" vorgestellt - beides Romane für Erwachsene. Dass er auch für Kinder schreibt, habe ich erst in diesem Jahr entdeckt...

Matt Haig, eine Weihnachtsgeschichte und Rufus Beck - eine herrliche Kombination. Tatsächlich hat mir das Hörerlebnis sehr gut gefallen. Weshalb, könnt Ihr hier nachlesen:

Dienstag, 24. Dezember 2019

Günther, Ralf: Eine Kiste voller Weihnachten

Ein Mädchen irrt durch Dresden. Es hat seine Mutter begleitet, die auf die Entbindung eines weiteren Geschwisterchen wartet. Nur in der großen Stadt, hofft der Vater, kann seiner Frau geholfen werden. Um 1890 dauert es noch, bis man in Dresden ankommt mit dem Pferdewagen. Jetzt schicht die Mutter das Mädchen zurück. Es ist Weihnachten...


























Donnerstag, 5. Dezember 2019

Reeb, Stefanie: Süß und gesund - Weihnachten

Koch- und Backbücher findet man in unserem Blog eher selten. Aber weshalb eigentlich nicht? Immerhin steht Weihnachten vor der Tür, und Plätzchenbacken gehört für mich jedenfalls zwingend dazu.

Bislang habe ich mich da eher traditionell orientiert, aber neugierig auf die gesunden 'Ersatzstoffe' bin ich halt schon. Mich hat interessiert, wie aufwändig das Alternativbacken wohl ist und mich an die Lektüre begeben. Ob ich überzeugt wurde? Lest selbst:






Montag, 26. Dezember 2016

Röckenhaus, Kordula: Der Club der toten Wichtel


Hinterhältige Pläne, Verbrechen ohne Opfer und geheimnisvolle Keller zeigen, dass das perfekte Verbrechen vor Weihnachten nicht haltmacht. Können gutmütige Großmütter wirklich rücksichtslos werden, Exfreundinnen zusammenhalten oder liebevolle Ehepartner einander in die Falle locken? Bei so vielen Bosheiten sind wahrscheinlich fiese Wichtel am Werk. Heitere Geschichten namhafter Krimiautoren sorgen für spannende Unterhaltung zur Weihnachtszeit.

(Klappentext Coppenrath Verlag)


  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (23. September 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • Illustration: Kordula Röckenhaus
  • ISBN-10: 3649669579
  • ISBN-13: 978-3649669579










HEITERE WEIHNACHTSKRIMIS...




Sechs Kurzkrimis erwarten den Leser dieses wunderschön aufgemachten Büchleins, das ungefähr DIN-A-6-Größe aufweist und von einem ungemein stabilen Buchdeckel umgeben ist. Das liebevoll gestaltete Cover spiegelt sich in den ansprechenden Illustrationen im Buchinnern, wo alle paar Seiten ein Wichtel passend zur jeweiligen Geschichte auftaucht - gezeichnet sind die Bilder von Kordula Röckenhaus. Aber auch sonst konnte mich die Buchgestaltung begeistern. Farblich abgehobene Überschriften, griffige und stabile Seiten und die Seitenzahlen jeweils von einer Schneeflocke umhüllt - liebevolle Details, deren Entdeckung mich erfreut hat. Da ich ansonsten selten in meinen Buchbesprechungen auf die Gestaltung eines Werkes zu sprechen komme, mag dies als Anzeichen gelten, wie schön ich diese in dem Fall fand.

Doch nun zum Inhalt selbst. Bei sechs Kurzkrimis ist es wie bei allen Kurzgeschichen wohl nicht verwunderlich, dass einen nicht alle in gleicher Weise ansprechen. Doch insgesamt ist die Mischung in meinen Augen gelungen, und der Unterhaltungswert des Büchleins entsprechend hoch.

1. O du schäbige von Rosemarie Brilmayer
Dieser Kurzkrimi handelt vom Fremdgehen zur Weihnachtszeit, von enttäuschter Liebe, Rachegedanken - und dem, was daraus entstehen kann. Für mich ein netter Krimi, der trotz der Kürze ein paar überraschende Wendungen bereithält...

2. Ausgeknipst von Oliver Bottini
In diesem Kurzkrimi geht es um Berufskiller und ihre eigene, ganz spezielle Art, Weihnachten zu feiern. Etwas skurril in meinen Augen, doch letztlich auch konsequent...

3. Fräulein Petterssons Haus von Hans Koppel
Wie der Name schon verrät, spielt dieser Kurzkrimi in Skandinavien. Neben der eigentlichen Geschichte fehlen hier stimmige Details wie tiefer Schnee oder auch eingelegter Hering und Rote-Bete-Salat als Bestandteil des Weihnachtsmenüs nicht. Ein vergleichsweise harmloser Kurzkrimi, der aber durch eine Überraschung am Ende punkten kann...

4. Nichts als Hinrgespinste von Petra Oelker
Eine Krimiautorin im Dezembernebel an einem einsamen See. 'Der Nebel ist ein großer Betrüger', hat sie selbst in einem ihrer Romane geschrieben. Und das erfährt sie hier nun auch. War der gehörte Schuss wirklich ein Schuss? Und der dunkle Schemen im Nebel wahrhaftig eine unheimliche Person? Angst genug hat die Autorin jedenfalls. Einbildung oder nicht? Selbst auf so wenigen Seiten ist es möglich, ordentlich Spannung zu erzeugen...

5. Morgen, Kinder, wird's was geben von Georgia Stöckmann
Der Enkel holt die demente Oma über die Weihnachtstage aus dem Altenheim nach Hause. Die Stiefmutter ist wenig begeistert, hält mit ihrer Meinung auch nicht hinter dem Berg. Schließlich stirbt die Stiefmutter, und der Vater wird des Mordes verdächtigt. Diese Geschichte fand ich persönlich recht vorhersehbar und damit eher nett als spannend.

6. Weihnachten wieder hier von John Collier
Dr. Carpeter und seine Frau wollen für einige Wochen von England in die USA fahren, doch versprechen sie, zu Weihnachten wieder zu Hause zu sein. Nach großer Verabschiedung erschlägt Dr. Carpenter jedoch seine Frau, verscharrt die Überreste im Keller und macht sich alleine auf die Reise, von wo aus er Briefe verschickt, die angeblich seine Frau geschrieben hat. Der perfekte Mord also? Wie man weiß, hält das Leben so manche Überraschung parat...

Ein passendes Geschenk von einem lieben Freund, mit dem er mir einige Stunden vergnüglicher Lesezeit beschert hat. Ein Büchlein, das fortan mein Regal schmücken wird und damit durchaus einen Mehrwert hat. Als kleine Geschenkgabe für Krimifans also durchaus empfehlenswert!

© Parden


Sonntag, 25. Dezember 2016

Wunderbare Weihnachtsmorde


Mörderische Weihnachten -
Die besten Kriminalgeschichten aus den hohen Norden


Namhafte Krimiautoren  geben sich hier ein mörderisches Stelldichein mit bösen weihnachtlichen Mordgeschichten, die oft mit einem Augenzwinkern erzählt werden.

Weihnachten:
Christliches Fest der Nächstenliebe und der Besinnlichkeit. 
Stille Nacht - mörderische Nacht:

Gerade der offenkundige Kontrast zwischen dem tradierten Idyll aus weihnachtlichen Sentimentalitäten und den schwärzesten menschlichen Abgründen, die ja auch immer mit Emotionen zu tun haben, machen diese Geschichten zu einem besonderen Leseerlebnis:

Ob es die skurrile, scheinbar harmlose alte Dame ist oder die dralle Irma mit ihren erotisch - mörderischen Oberschenkeln: Die Autoren brennen hier ein Feuerwerk verborgener menschlicher Emotionen und Untiefen ab, die in irgendeiner Form wohl in jedem von uns schlummern. So kann selbst Mitgefühl zum Mordmotiv werden. Das lehrt uns jedenfalls Levi Henriksen mit seiner Geschichte "Der Stern von Bethlehem".
Aber genug davon jetzt, schließlich will ich neugierig machen aber nicht die Spannung nehmen, indem ich zu viel verrate!

"Todernst", aber oft auch gewürzt mit einer guten Prise Ironie und hintergründig-schwarzem Humor, nehmen uns die Autoren also mit auf eine kurzweilige Reise in die Abgründe der menschlichen Psyche. Das ist ein etwas anderes Lesevergnügen, weil es so gar nicht zur friedlichen Weihnachtsstimmung zu passen scheint. Man darf das alles halt nicht zu ernst nehmen. Unterhaltsam ist es jedenfalls sehr!

Die 9 Kurzgeschichten sind durchweg originell, wirklich meisterhaft erzählt und schon die Titel machen neugierig:

Hakan Nesser: Das unerträgliche Weiß zu Weihnachten

Helene Tursten: Ältere Dame sucht Weihnachtsfrieden

Levi Henriksen: Der Stern von Bethlehem

Maria Ernestam: Irmas feste Oberschenkel

Anne B. Radge: Mord auf Spitzbergen

Asa Larsson: Die Postkutsche

Thomas Kanger: Die Goldmünze des Weihnachtsmanns

Inger Friemansson: Der Ausstand

Hakan Nesser: Wie ich meine Tage und Nächte verbringe


Gerade in dieser Jahreszeit eine passende Lektüre für zwischendurch.

In diesem Sinne wünsche ich: Frohe und vor allem friedliche Weihnachten



Wunderbare Weihnachtsmorde
Herausgeberin Regina Kammerer
btb - Taschenbuch
295 Seiten
DNB

Rezension: TinSoldier

Freitag, 23. Dezember 2016

Gogol, Nikolaj Wassiljewitsch: Die Nacht vor Weihnachten


Was führt wohl, wundert sich die Hexe Ssolocha, der Teufel wieder im Schilde, der da klammheimlich den Mond vom Himmel stiehlt? Während im Dorf nach altem Brauch die Weihnachtssinger durch die Gassen ziehen, sinnt der Teufel auf einen ganz anderen Zeitvertreib ... Eine märchenhaft-phantastische Weihnachtsgeschichte, die den Hörer schmunzeln lässt!

(Klappentext Lübbe Audio)

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 2 Stunden und 12 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: Lübbe Audio
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2010
  • Sprache: Deutsch
  • Sprecher: David Nathan
  • ASIN: B00474OWR2










MIT LIST UND ZAUBEREI...

Merkwürdige Dinge geschehen im Dorf Dikanka.

Nikolaj Gogol, ein russischer Dichter, der von 1809 bis 1852 lebte, erzählt hier eine volkstümliche, turbulente und humorvolle Weihnachtsgeschichte. In dem ukrainischen Dorf Dikanka ist in der Nacht vor Weihnachten einiges aus dem Lot. Hier kommt es beim jährlichen Weihnachtssingen durch teuflischen Spuk zu allerhand grotesken Episoden, in denen satirisch die Doppelmoral der Dorfbewohner entlarvt wird.

Die Hexe Ssolocha stiehlt eine Hand voll Sterne vom Himmel, um sich für das Fest zu schmücken; der Teufel, mit dem sie im Bunde steht, vergreift sich gar an der arglos über das Dorf ziehenden Mondscheibe. Noch merkwürdiger aber ist die Verwirrung, die in dem frommen und rechtschaffenen Schmied Wakula vorgeht: Aus Liebe zu der schönen Oxana lässt er sich zu dem Versprechen hinreißen, binnen einer Nacht das schönste Paar gestickter Ballschuhe aus dem Petersburger Palast der Zarin herbei zu schaffen. Es bedarf einiger List und Zauberei, ehe Wakula sein Versprechen einlösen kann.

Wenn man sich einmal eingehört hat in die altertümlich anmutende Sprache, nimmt einen der Zauber der Geschichte auch nach über hundertfünfzig Jahren noch gefangen. Gogol schafft hier kein bepuderzuckertes bonbonrosafarbenes kitschweihnachtliches Märchen, sondern führt den Hörer in ein armes ukrainisches Dorf im tiefsten Winter, wo die Bewohner die Kargheit des Lebens und die Eiseskälte vor allem mit Schnaps betäuben. Jeder ist auf seinen eigenen kleinen Vorteil bedacht, trickst den Nachbarn aus und merkt dabei gar nicht, wie er selbst hereingelegt wird. Eine kleine Dorfgemeinschaft voll gesundem Misstrauen, das mehr als berechtigt ist. Und doch hat diese eine Vorweihnachtsnacht es in sich: Geheimnisse kommen zutage, Schicksale wenden sich, alle Dorfbewohner werden in das wilde Treiben mit hineingezogen - bis schließlich am Ende doch das Gute über das Böse siegt...

David Nathan liest diese kleine Geschichte von 2 Stunden und 12 Minuten in gewohnt unaufgeregter und angemessener Weise. Dabei erhalten die verschiedenen Charaktere keine eigene Stimmlage, was aber nicht störend ist, da die Szenen und Personen recht häufig wechseln. Insgesamt ist die Lesung wirklich angenehm zu hören.

Ich finde es schön, immer wieder einmal auf alte Geschichten zu stoßen und sich mit ihnen zu beschäftigen. Der Besuch in dem kleinen ukrainischen Dorf in der Vorweihnachtsnacht hat mir dabei gut gefallen.


© Parden




Freitag, 16. Dezember 2016

Preston, Richard: Das Boot der Träume


Eine Geschichte über den Weihnachtsmann, die unmittelbar bewegt: Santa Claus braucht Unterstützung. Die Geschwister Lila und Will müssen ihm helfen, denn nur mit ihnen kann Santa Claus den Kindern der Welt ihre Träume und Wünsche erfüllen.

(Klappentext Fischer Verlage)



Heute nur noch in dieser Ausgabe erhältlich
  • Gebundene Ausgabe: 128 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 2 (1. November 2006)   
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Friederike Barkow
  • ISBN-10: 3596164591
  • ISBN-13: 978-3596164592
  • Originaltitel: The Boat of Dreams














EIN SCHÖNES WEIHNACHTSMÄRCHEN...



Die Geschwister Will und Lila haben gerade erfahren, dass ihr Vater im Krieg in Vietnam gestorben ist. Das Weihnachtsfest, das vor der Tür steht, droht trostlos zu werden, zumal ihnen eine Räumungsklage ins Haus steht, da der Lohn der Mutter alleine nicht ausreicht, um alle laufenden Kosten abzudecken. Doch vielleicht kommt alles anders, denn plötzlich taucht ein seltsamer Gast in ihrem Wohnwagen auf...


"Selbst wenn ein Traum unmöglich scheint, sollte er eine Chance haben, in Erfüllung zu gehen." (S. 123)

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht des 14jährigen Will, der sich zu alt fühlt, um seine Tränen über den Tod des Vaters offen zu zeigen, der aber heimlich nachts in sein Kissen weint, während sich seine Schwester an ihren kleinen weißen Seehund klammert. Die Familie versucht sich nach dem großen Verlust irgendwie über Wasser zu halten, doch die Schulden werden immer größer, und schließlich fordert der Gläubiger sein Geld ein. Die Familie droht alles zu verlieren, darunter auch das stolze Boot, mit dem der Vater immer auf den See fuhr, um Hummer zu fangen. Doch genau dieses Boot wird in der Weihnachtsnacht noch eine bedeutende Rolle spielen...

Bei solchen Weihnachtsgeschichten habe ich im Vorfeld stets die Befürchtung, es könnte zu kitschig für mich sein. Doch Richard Preston ist es gelungen, die Situation von Will und Lila so eindringlich zu schildern, dass ich zeitweise das Gefühl hatte, ihnen fast schon über die Schulter zu schauen und an ihren Gedanken teilzuhaben. Amüsante Szenen ließen mich hell auflachen, andere Passagen dagegen berührten mich sehr. Trotz der Kürze der Erzählung hat Preston es für mich geschafft, die Magie der Weihnacht zu entfachen.

Das Gefühl, beim Lesen wahrhaftigen Emotionen begegnet zu sein, erklärte sich für mich im Anschluss an die Lektüre mit dem Schlusswort des Autors - und das berührte mich um so mehr:


"Ich schrieb Das Boot der Träume für einen einzigen Menschen, eine lebenslange Freundin, die an Brustkrebs starb und die einen Mann und eine fünfjährige Tochter zurückließ. Ich hatte nichts, was ich ihr geben konnte, außer einer Geschichte. Ich schrieb sie zornig, im Wettlauf gegen ihre Krankheit, in der Hoffnung, sie zum Lachen zu bringen und sie zu erfreuen. Ich wollte ihr durch die Kraft einer Geschichte sagen, dass die Liebe über alles triumphiert. Nachdem sie Weihnachten 2000 gestorben war, veröffentlichte ich Das Boot der Träume in wenigen Exemplaren für meine Freunde und ihre Familie. Nun ist diese Geschichte allen zugänglich. Meine Hoffnung ist, dass die Leser Das Boot der Träume verschenken so wie die Geschichte geschrieben wurde: im Geist der Freundschaft und Liebe."


Ein besonderes Weihnachtsbuch, das ich allen Freunden solcher Geschichten ans Herz legen möchte...


© Parden












Richard PrestonDer Fischer Verlag schreibt über den Autor:

Richard Preston ist der Autor verschiedener erfolgreicher Tatsachen-Thriller. u.a. des internationalen Bestsellers »Hot Zone«. Er schreibt seit 1985 für den New Yorker und lebt in der Nähe von New York City.

übernommen vom Fischer Verlag