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Donnerstag, 22. Januar 2026

Gottwald, Josefine: Die Eiselfen (I-III)

Litterae - Artesque liest Fantasy!

Ja, das kommt vor. Zugegeben, der Rezensent ist gegenüber „nichtklassischer“ Fantasystoffe generell skeptisch. Eigentlich sind Fantasystoffe wiederum immer irgendwie klassisch, irgendwas kommt immer vor: Elfen, Alben, Elben, Zwerge, Drachen, Könige, Götter, Druiden, Prister, Zauber, Magie…

Und irgendwie, da bin ich ein wenig stur, wurde durch DER HERR DER RINGE und Klett Cotta - Bücher (also J.R.R. & C. Tolkien - Bücher) sowie GAME OF THRONES alles gesagt. Selbst THE HOUSE OF DRAGON empfinde ich schon fast überflüssig wie DIE RINGE DER MACHT.

Und so einer liest plötzlich Fantasy? Und dann noch gleich eine neunbändige Reihe? Lest über das Ergebnis der Lektüre hier…


Montag, 8. April 2024

McCann, Colum: Verschwunden

 

S’khol – so nennt man im Hebräischen Eltern, die ihr Kind verloren haben. Im Deutschen gibt es dafür kein Wort. Rebecca ist Übersetzerin aus dem Hebräischen. Ihr Mann hat sie verlassen, und sie lebt mit dem gemeinsam adoptierten Sohn Tomas im irischen Galway an der Atlantikküste.

Der dreizehnjährige Tomas schwimmt für sein Leben gern im offenen Meer. Rebecca erfüllt seinen großen Traum und schenkt ihm einen Neoprenanzug – am nächsten Morgen, als sie aufwacht, sind er und der Anzug verschwunden. Es beginnen Tage des Suchens, des Wartens, des Hoffens, der Schuldgefühle, der Verzweiflung… (Verlagsbeschreibung)
 
 
DNB / Edition Kattegat / 2016 / ISBN 9783038200307 / 112 Seiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bei Uwe klingelt vielleicht nicht sofort etwas, aber der Name des Autors könnte ihm etwas sagen. Wir haben jedenfalls das gleiche dicke Buch von ihm im Regal stehen, ungelesen, will ich meinen. Bei mir auf jeden Fall, was v.a. am Umfang liegt. Aber es soll bald gelesen werden. Im Gegensatz dazu ist dieses Büchlein von Colum McCann sehr schmal, bietet aber einen guten Einblick in seine Schreibweise. Mir hat die Erzählung gut gefallen - mehr dazu könnt Ihr hier lesen:
 

Samstag, 23. Dezember 2023

Keegan, Claire: Kleine Dinge wie diese (Hörbuch)

 

Wer etwas auf sich hält in New Ross, County Wicklow, und es sich leisten kann, lässt seine Wäsche im Kloster waschen. Doch was sich dort hinter den glänzenden Fenstern und dicken Mauern ereignet, will in der Kleinstadt niemand so genau wissen. Denn es gibt Gerüchte. Dass es moralisch fragwürdige Mädchen sind, die zur Buße Schmutzflecken aus den Laken waschen. Dass sie von früh bis spät arbeiten müssen und daran zugrunde gehen. Dass ihre neugeborenen Babys ins Ausland verkauft werden. Der Kohlenhändler Billy Furlong hat kein Interesse an Klatsch und Tratsch. Es sind harte Zeiten in Irland 1985, er hat Frau und fünf Töchter zu versorgen, und die Nonnen zahlen pünktlich. Eines Morgens ist Billy zu früh dran mit seiner Auslieferung. Und macht im Kohlenschuppen des Klosters eine Entdeckung, die ihn zutiefst verstört. Er muss eine Entscheidung treffen: als Familienvater, als Christ, als Mensch. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Bonnevoice Hörbuchverlag/ 2023 / ISBN 4066339966406 / 142 Minuten


Hier nur einige Worte vorab: Dies ist ein atmosphärischer und intensiver Roman über eine moralische Frage im katholischen Irland: Thema Magdalenen-Wäschereien für gefallene Mädchen. Als Ergänzung hier die Worte des Verlags zum wahren Hintergrund:

In den sogenannten Magdalenen-Wäschereien, betrieben von der katholischen Kirche, wurden seit den späten 1820er-Jahren bis ins Jahr 1996, man kann sich das kaum vorstellen, "gefallene Mädchen" - Prostituierte oder auch alleinstehende schwangere Mädchen - gefangen gehalten und zur Arbeit gezwungen. Die neugeborenen Kinder wurden ihnen weggenommen. Die Arbeitsbedingungen waren unmenschlich. Wie viele Frauen dort im Lauf der Jahrzehnte gestorben sind, liegt bis heute im Dunkeln. Es dauerte bis 2013, bis sich die Irische Regierung öffentlich entschuldigte!

Freitag, 2. September 2022

Jamal, Salih: Blinder Spiegel

Paris. Sie und er. Elle und Lui. Sie begegnen sich in einem Café. Lui ist Fluglotse. Er wechselt die Städte und Flughäfen immer dann, wenn ihm das Leben zu eng wird. Sie ist die Frau eines Unternehmers, der in die Politik drängt und sie zu oft über lange Zeit allein zurücklässt. In einer obsessiven Affäre flüchten sie in Tagträume und halten sich gegenseitig in ihrer abgründigen Verlorenheit. Um etwas zu fühlen, suchen sie den Schmerz. Lui, indem er nach Nähe strebt, um dann vor ihr zu flüchten, und Elle in ihrer masochistischen Neigung, die ihr Mann an ihr ausnutzt. Beide ahnen, dass es für sie kein glückliches Ende geben wird, bis ihnen die Realität eine Entscheidung abverlangt.  (Klappentext)












Salih Jamal - seinen ersten Roman "Briefe an die grüne Fee" stellte ich hier im Blog 2017 vor. Und rechnete mit ihm ab, denn das ambitionierte Debüt hatte mich eher verärgert denn begeistert. Im vergangenen Jahr griff ich dann trotz einiger Vorbehalte erneut zu einem Buch des Düsseldorfer Autors, und "Das perfekte Grau" war ein Glücksgriff, ein Jahreshighlight. Als ich nun den Klappentext zu "Blinder Spiegel" las, war ich anfangs zurückhaltend, denn die Thematik sagte mir eher weniger zu. Aber schließlich siegte die Neugierde. Ob diese sich ausgezahlt hat? Lest selbst:

Freitag, 14. August 2020

Hartmann, Ilona: Land in Sicht

 

Jana hat ihren Vater nie kennengelernt. Alles, was sie über ihn weiß, ist, dass er als Kapitän auf der MS Mozart arbeitet, einem Kreuzfahrtschiff für Touristen. Also bucht sie sich kurzerhand eine Woche dort ein. Mit knapp hundert Gästen im Seniorenalter und der trinkfesten Besatzung beginnt die Fahrt von Passau nach Wien. Mit großer Sensibilität erzählt Ilona Hartmann die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein Roman voller Situationskomik und skurriler Begegnungen, aber auch der Beginn einer zärtlichen, emotionalen Annäherung zwischen Vater und Tochter, die gerade erst lernen, was es heißt, einander Familie zu sein. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Blumenbar / 2020 / ISBN 978-3-351-05076-4 / 159 Seiten







Eine Leserunde bei Lovelybooks war es, die mir zu diesem Debüt der deutschen Autorin verhalf. Präsentiert werden hier die Gedanken und Gefühle einer 24Jährigen, die erstmals ihrem Vater begegnet. Locker und sarkastisch - ein kurzer Roman unterm Emotions-Radar...

 

Donnerstag, 7. Mai 2020

Tellkamp, Uwe: Die Carus - Sachen.

Die Carus – Sachen. Neulich stieß ich wieder mal auf Uwe Tellkamp. Es ist ein Weilchen her, da ich den dicken TURM in den Händen hatte. Damals schrieb ich sinngemäß begeistert von der Art und Weise des Schreibens dieses Dresdner Autoren und regte mich gleichzeitig darüber auf, dass Tellkamp in seiner Dresden-Beschreibung so manches Fiktives dar und neben Faktisches stellte. Der Suhrkamp / Inselverlag beschreibt das Buch als „eine Rückkehr in die Welt des Turms“.

Das Buch. Der Roman ist auch die Geschichte einer Arzt-Familie, der Vater ist Oberarzt an der Medizinischen Akademie Carl Gustav Carus und der Name dieses Gelehrten kommt nicht von ungefähr.

Nun schickt Tellkamp, selbst Arzt, ein kleines Büchlein hinterher, welches diesem Carus gewidmet ist.


Mittwoch, 25. März 2020

Mairal, Pedro: Auf der anderen Seite des Flusses

Manchmal kommt man auf seltsame Art und Weise zu Büchern. Ich las eine Rezension, was so außergewöhnlich nicht ist. In einem Buch plant ein Typ Auf der anderen Seite des Flusses einige Unternehmungen, finanzieller einerseits und höchst körperlicher andererseits. Er fährt mit einer Autofähre in das Nachbarland, dann weiter in dessen Hauptstadt und dann noch ein wenig darüber hinaus. Am Strand dort schaut man über den Atlantik.

Das Buch hat ein Pedro Mairal geschrieben, es heißt im Original La uruguaya und erschien im Jahr 2016 bei Emecé Editores, Buenos Aires, neun Jahre nach meiner ersten Reise in diese Gegend. Diese Reise hatte gewisse Ähnlichkeiten aufzuweisen, nur waren die Beziehungen zu den Personen die mitreisten sehr familiär, aber das gehört nicht hier her. 


Montag, 5. August 2019

Gaarder, Jostein: Genau richtig

Auch wenn ich sein berühmtestes Buch 'Sofies Welt' immer noch nicht gelesen habe, schätze ich Jostein Gaarder und seine Werke doch sehr. Zuletzt habe ich hier im Blog '2084 - Noras Welt' vorgestellt. 

Ich liebe die Cover von Quint Buchholz sehr, klar und ausdrucksstark - und wenn man das Buch gelesen hat, weiß man einfach: das passt wieder haargenau. Trotz der geringen Seitenzahl kann man nicht so einfach durch die Erzählung rauschen - hier gibt es zu viel, das zum Nachdenken anregt. Und auch nach der Lektüre arbeitet es noch weiter, so viel sei schon einmal verraten. Mehr dazu gibt es hier:




Sonntag, 10. Februar 2019

De Saint-Exupéry, Antoine: Nachtflug

Die letzte große Urlaubsreise führte nach Argentinien. Im letzten Herbst kamen wir dadurch nach Peninsula Valdez und stießen dort auf einen alten Bekannten. Die Reiseleiterin zeigte uns ein Bild und dann eine Insel. Seit dem stoße ich andauernd auf Antoine de Saint-Exupéry. Über diese Geschichte habe ich schon geschrieben. 

Peninsula Valdez liegt in Patagonien. Patagonien ist riesig. Ursprünglich dachte ich mal, dass Patagonien nur die südliche Spitze des Kontinents umfasst, damit lag ich aber falsch. Der Flughafen in Trelew liegt ja schon zwei Flugstunden von Buenos Aires entfernt. 

Einen Eindruck von der Größe Patagoniens vermittelt auch de Saint-Exupéry in seinem Buch NACHTFLUG. 

Von überallher bringen Flieger in offenen Maschinen zu Beginn der dreißiger Jahre die Post aus ganz Südamerika nach Buenos Aires. Teilweise wird diese dann nach Europa geflogen oder per Schiff weiter transportiert.
Das sind schon Abenteurer, diese Piloten, die sich über weite unbewohnte Strecken, über die Anden und bis nach Feuerland wagen. Der Autor gehörte zu denen, die ab 1929 nach Argentinien gingen, um dort Flugpost- und Luftfrachtlinien einzurichten. Dabei war er für die ersten Nachtflüge mit verantwortlich. Davon handelt dieses Buch, in dem der Pilot Fabien in der Nacht auf Buenos Aires zufliegt und der der Einsatzleiter Rivière auf ihn wartet.


Sonntag, 26. November 2017

Engelmann, Gabriella: Zeit der Apfelrosen


Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – und das Chaos nicht weit … Olivia weiß genau, was sie im Leben erreichen möchte: Karriere machen, ihren Freund heiraten und mit ihm eine Familie gründen. Das kann doch nicht so schwer sein, oder? Man muss sich einfach ein bisschen anstrengen, dann klappt’s schon mit dem großen Glück! So sieht das Olivia. Nur leider hat das Leben manchmal ganz andere Pläne…

(Klappentext dotbooks Verlag)


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1076.0 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 91 Seiten
  • Verlag: dotbooks Verlag; Auflage: 1 (9. Oktober 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B0769Q2W97









UND ERSTENS KOMMT ES ANDERS UND ZWEITENS ALS MAN DENKT...



Olivia hat die dreißig überschritten und eigentlich klare Vorstellungen von dem, was sie sich vom Leben erhofft. Der Beruf ist ihr sehr wichtig, und sie engagiert sich dort auch sehr. Privat dagegen läuft es irgendwie nicht so richtig rund. Ihr Freund lässt sie plötzlich sitzen, ihr Lebenscoach hilft ihr auch nicht so richtig weiter - nur gut, dass ihre beste Freundin Vera immer für sie da ist. Denn unversehens geht es für Olivia drunter und drüber, und es müssen einige wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Zwischendruch lese ich immer wieder einmal gerne einen Roman von Gabriella Engelmann. Diesmal präsentiert sie allerdings mit gerade einmal 91 Seiten einen Kurzroman. Kann das funktionieren?

Es kann. Mit Olivia hat die Autorin einen sympathisch-chaotischen Charakter geschaffen, eine Person, die trotz aller Überraschungen, die das Leben für sie bereit hält, den Kopf nicht verliert. Gefühle gibt es die gesamte Klaviatur rauf und runter, aber meistens nicht zu kitschig, sondern stets verbunden mit humorvollen Szenen und einem Augenzwinkern. Lediglich den Epilog hätte es in der Form für mich nicht geben müssen - da hätte ich diesmal tatsächlich ein offenes Ende bevorzugt.

Insgesamt hat mir der Kurzroman die erhoffte unkomplizierte Entspannung geboten und ein paar kurzweilige Lesestunden beschert. Gerne mehr davon!


© Parden











Der dotbooks Verlag schreibt über die Autorin:

Gabriella Engelmann, geboren 1966 in München, lebt in Hamburg. Sie arbeitete als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern zu widmen begann.

Bei dotbooks veröffentlichte Gabriella Engelmanns bereits die Romane „Nur Liebe ist schöner“, „Schluss mit lustig“ und „Kuss au chocolat“ sowie die Erzählungen und Kurzromane „Eine Liebe für die Ewigkeit“, „Verträumt, verpeilt und voll verliebt“, „Dafür ist man nie zu alt“, „Te quiero heißt Ich liebe dich“, „Ein Kuss, der nach Lavendel schmeckt“ und „Zeit der Apfelrosen“; weitere eBooks sind in Vorbereitung.

► übernommen vom dotbooks Verlag