...von Horizont zu Horizont
Montag, 4. Mai 2026
Rohrbach Carmen: Patagonien...
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Dienstag, 17. März 2026
Vom Atlantik zum rauchenden Berg und donnerndem Eis.
Im Frühling, also im November, fliegen wir von Buenos Aires an die Atlantikküste, nach Commodoro Rivadavia. Von November bis Mitte Dezember ist vielleicht die beste Zeit für eine solche Reise. Wind, Sonne und Staub begleiten uns auf dem Weg in Richtung Westen. Wir besuchen einen versteinerten Wald, eine Pinguin-Kolonie und betrachten eine Erdölpumpe in einem der größten Ölfelder der Welt, Vaca Muerte, aus der Nähe. Hier werden Schieferöl und Schiefergas durch Fracking gewonnen.
Den Mietautos wird auf den Schotterpisten eine Menge zugemutet. Wäre die berühmte Ruta 40 voll asphaltiert, könnte man schläfrig werden beim Durchfahren dieser oft ebenen Landschaft. Plötzlich: eine Kurve, eine Erhebung und die Sonne färbt eine Hügellandschaft neu ein. Manchmal hängt ein totes Guanako in den Zaunreihen.
Viele interessante Orte und Landschaften besuchen wir, fahren den stürmischen Lago Buenos Aires entlang und lassen uns durch die Cuevas de las Manos mit den prähistorischen Handabdrücken in der malerisch grünen Schlucht des Rio Pinturas führen. Das nächste Ziel ist El Chalten, eine junge Bergsteigerstadt, die nach dem Rauchenden Berg, dem Fitz Roy, benannt wurde. Das Wahrzeichen des Nationalparks Los Claciares ist meist wolkenverhangen. Bei strahlend blauem Himmel erreiche ich eine herrliche Aussicht auf das schneevereiste Felsmassiv und den von Gletschern gespeisten, kurvenreichen Rio de las Vueltas im Tal. Es gelingt, den Koloss als ausgegangene Räucherkerze abzulichten. Die indigenen Tehuelche nannten den schroffen schnee- und eisumgebenen, meist umwölkten Berg deswegen den Rauchenden, das erzählt Carmen Rohrbach, die weltreisende Biologin und Reiseautorin, in ihrem Buch Patagonien.Darin las ich auch, dass Francisco Pascasio Moreno, genannt Perito Moreno, ihm den Namen des Kapitäns der „Beagle“, mit der Darwin reiste, gab. Nach dem Forscher Moreno ist der berühmten Gletscher benannt, den wir entlang des Lago Argentino, von Calafate kommend, zum Abschluss der Reise besuchen. Aus donnernd abgebrochenen Eisblöcken werden kleine bläulich schimmernde Eisberge, die geräuschlos durch den See gleiten.
Auf rund 1350 Kilometern bereisten wir Patagonien, bevor uns der Flieger in die Stadt der Guten Winde, zurückbringt. Unübersehbare Weite, Steppe, Wind, Staub, Farben, Sonne, große Seen und die Kette der Anden. Unvergesslich.
©️ Bücherjunge
Sonntag, 2. November 2025
Michell, Tom: Der Pinguin meines Lebens
"Sein Name war Juan Salvador Pingüino, und mit diesem Namen entstand eine wilde
Hoffnung und eine enge Verbundenheit. die ein Leben lang halten sollte. In diesem Augenblick wurde er zu meinem Pinguin, und egal, was die Zukunft bringen würde, wir würden uns ihr gemeinsam stellen." (S. 44)
Tom Michell, ein britischer Lehrer in Buenos Aires in den siebziger Jahren macht einen Ausflug nach Punta del Este an der Atlantikküste, dort wo in Uruguay der Rio de la Plata in den Oceano Atlantico übergeht, und findet inmitten ölverschmierter toter Pinguine ein sehr widerstandsfähiges Exemplar. Den nimmt er mit und befreit ihn in der Badewanne vom Öl. Der um sich hackende kleine Kumpel merkt plötzlich, dass der da einen Helfer hat und hält still.
Montag, 13. März 2023
Piñeiro, Claudia: Kathedralen
Lía glaubt nicht mehr an Gott. Nicht, seit ihre siebzehnjährige Schwester grausam ermordet wurde. In ihrer streng religiösen Familie fühlt sie sich völlig allein gelassen, und bald bricht sie den Kontakt zu ihr gänzlich ab. Dreißig Jahre vergehen ohne den geringsten Hinweis auf den Mörder, dreißig Jahre, die tiefe Gräben in der Familie hinterlassen. Erst eine unerwartete Begegnung wirbelt die Vergangenheit wieder auf und entfesselt einen Sturm, der alle mit sich reißt.
Claudia Piñeiro ergründet ein erschütterndes Familiengeheimnis, hinter dem ein Netz von religiösem Fanatismus, kirchlichem Machtanspruch und Repressionen sichtbar wird. (Klappentext)
DNB / Unionsverlag / 2023 / ISBN: 978-3293005921 / 320 Seiten
Kurzmeinung:
Mittwoch, 25. März 2020
Mairal, Pedro: Auf der anderen Seite des Flusses
Dienstag, 16. April 2019
Heeb / Hanta: Reise durch Argentinien
Sonntag, 26. Mai 2013
Foto: Argentinien 01 (2007)
2007
Urlaub in Südamerika
Argentinien
Nationalpark Talampya
Talampaya in Wikipedia
Die Bilder habe ich im Argentinienurlaub im November 2007 geschossen. Damals noch mit einer analogen Kamera.
Imposant sind die hohen, von Eisenerz durchsetzten Felsen inmitten staubiger Landschaft. Aber auch sattes Grün in Form von Büschen unt teilweise uralten Bäumen findet man zwischen den Felsformationen.
Auch alte Felszeichnungen der ureinwohner kann man an einigen Stellen sehen.
Ischigualasto ist ebenfalls ein Nationalpark in Argentinien. Er liegt nicht weit entfernt von Talampaya.
Den Eintrag unter Wikipedia könnt ihr hier aufrufen.
Die Kugeln sind unter der Erde entstanden. Einfach nur unter Bewegung des Windes, eigentümliche Erosion.
Ob das Wahrzeichen des parks beim nächsten Besuch noch steht, das wissen die götter der Indios. Denn die Parkranger nehmen an, dass die natürliche Errosion den Einsturz der Steintürme bewegen kann.
Bekannt ist auch das Valle de la Luna: Das Tal des Mondes. Wenn der blaue Himmel nicht wäre, dann würde man sich wirklich fühlen, als wäre man auf dem Mond.







