Montag, 31. Dezember 2018

BlogPost Nr. 129: Rück- und Ausblick des Bücherjungen



Nein, nein, ich bin kein großer Fan von Statistiken und daher werde ich hier auch nicht weiter damit aufwarten. Gelegentlich haben wir, zum Beispiel aus Anlass wichtiger "Blogfeiertage" ein paar Dinge zusammengezählt. Aber wem nützt es zu wissen, dass wir 1229 Posts veröffentlicht haben und noch 16 Entwürfe herumdümpeln, von denen einige wohl nicht fertig gestellt werden dürften? Außerdem würde das nicht stimmen denn es hat ja noch jeder so seine eigenen Entwürfe auf diversen Datenträgern liegen.




Ein Projekt des Bücherjungen ist das Max-Heller-Projekt. Eigentlich ist das nicht wirklich ein Projekt, aber die Posts zu den Max-Heller-Büchern des Dresdner Autoren Frank Goldammer habe ich mal zusammengefasst (zusammengespeichert), da sollen ja noch ein paar kommen... ROTER RABE ist der vierte Band. Bereits gelesen und wartet auf die Buchbesprechung. Den hat mir Frank letzten Freitag selbst in die Hand gedrückt.


Sonntag, 30. Dezember 2018

Wortberg, Christoph: Der Ernst des Lebens macht auch keinen Spaß

Was liest man kurz vor Jahresende? Etwas Spannendes? Etwas Locker-Leichtes? Ich habe mich für ein Jugendbuch entschieden, das sich einem ernsten Thema widmet. 


Nominiert war dieser Titel für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015, hebt sich dadurch vermutlich aus der Masse der Neuveröffentlichungen heraus. Das Buch wollte ich schon länger lesen, und da mir der Sinn nach einem weniger dicken Wälzer stand, war es nun an der Zeit. Ob mir das Thema zusagte und ob mich die Umsetzung überzeugen konnte - hier kann man es nachlesen:


 

Sonntag, 23. Dezember 2018

Yanagihara, Hanya: Ein wenig Leben - Hörbuch

Es gibt sie, die Bücher, die einen reizen von dem Moment an, in dem man sie wahrnimmt. Doch manchmal gibt es Gründe zu zögern, abzuwägen, die Entscheidung hinauszuschieben, auch wenn man genau weiß, eines Tages wird man sich dem Buch stellen. 
 
Dieser Roman ist solch ein Buch. Ein Roman, der die Leserschaft polarisiert, der seine Leser absolut euphorisch zurücklässt - oder aber ernüchtert und enttäuscht. Insofern war ich gespannt, was dieses Mammutwerk mit mir machen würde. Hier kommt mein Eindruck:

Freitag, 21. Dezember 2018

Kenna, Constance: Die DDR-Kinder von Namibia...

oder Heimkehr in ein fremdes Land.

Im Jahre 1994 besucht die US-Amerikanerin Constance Kenna dass üdwestafrikanische Land Namibia. Die Dozentin für Deutsch interessierte sich für die heutigen Beziehungen zwischen Deutschland und dessen ehemaliger Kolonie Südwestafrika. In dem hier zu besprechenden Buch erzählt sie im Vorwort folgende Geschichte:


„Anfang Juni 1994 habe ich in einem Souvenirladen in Windhoek nahe dem Reiterdenkmal und der Christuskirche beobachtet, wie sich ein deutschsprechendes Paar, es waren Touristen, mit ihrem jungen schwarzen Begleiter über mögliche Einkäufe beraten hat. Sie waren offensichtlich Besucher und er ihr Gastgeber. Ich war fasziniert, weil es das erste Mal bei meinem Besuch in Namibia war, daß ich einen Schwarzen fließend Deutsch sprechen hörte. Einige Minuten später verließen die drei den Laden, und ich fragte die Verkäuferin, wieso der junge Mann wohl so gut Deutsch könne? Sie erwiderte kurz und bündig: „Das muß ein DDR-Kind sein.“ - „DDR-Kind?“ Mein lnteresse war geweckt, und ich verbrachte den Rest meines Besuches in Windhoek, indem ich Leute besuchte, die mir mehr Information geben konnten. Im September 1995 kam ich dann wieder nach Namibia, um ein Jahr lang mit Unterstützung des Middlebury College und mit Hilfe eines Stipendiums der amerikanischen Fulbright-Stiftung diesem Thema nachzugehen. Das vorliegende Buch ist das Ergebnis.“ (Seite 8)


Dass ein Namibier, ob weiß oder schwarz, deutsch spricht, muss einem ja nicht so sehr sonderbar vorkommen. Sonderbar ist eher die Aussage: Das muss ein DDR-Kind sein.


Donnerstag, 20. Dezember 2018

Eschbach, Andreas: nsa

Nein, unbekannt war mir Andreas Eschbach natürlich nicht. Die Romane über die Erbschaft einer BILLION DOLLAR oder wie es einen KÖNIG VON DEUTSCHLAND geben sollte, hatte ich vor Jahren gelesen. Unterdessen aber wurde ich, fast zwanghaft, auf einen Titel aufmerksam, der verschiedene Dinge zu verbinden schien. Die National Security Agency in einem knallroten Einband mit schwarzem Rand, irgendwie verbunden mit dem Dritten Reich. Ja: „nsa“ heißt bei Andreas Eschbach plötzlich Nationales Sicherheitsamt und die Ähnlichkeiten scheinen auf der Hand zu liegen.



Man stelle sich vor, die Entwicklung der „Computerbranche“ wäre nach Charles Babbage und seiner Difference Engine (1822) und der folgenden Analytic Engine sowie der von Ada Lovelace entwickelten ersten „Computersprache“ schneller und anders verlaufen. Das ist der Ansatz des Autors und so gibt es seit dem ersten Weltkrieg ein sogenanntes NSA in Deutschland mit Sitz in Weimar. Der Autor erzählt von dieser Entwicklung, schon das ist sehr interessant. Inzwischen, wir schreiben das Jahr 1942, ist die „Rechenwelt“ aufgeteilt: Männer stellen die Fragen, entwickeln Probleme und suchen nach Lösungen – Frauen programmieren die entsprechenden Abfragen mittels der SAS, der „Strukturierten Abfragesprache“, heute bekannt in Gestalt der SQL. Im übrigen gibt es das Weltnetz, die nationalen Foren, Mobiltelefone, Elektropost, bargeldlose Zahlungen per Geldkarte oder Telefon. Nichts bleibt mehr geheim oder privat. Eine schiere Unmenge an Daten wird in riesigen Datensilos aufbewahrt.


Mittwoch, 19. Dezember 2018

Ebert, Sabine: Schwert und Krone - Zeit des Verrats



Es war sicher nicht zu vermeiden, dass dieses Buch Vorrang vor anderen erhielt, sind doch die historischen Romane der Sabine Ebert seit nicht wenigen Jahren enge Begleiter. 

Weiter geht die Geschichte um den als Barbarossa bekannten Kaiser Friedrich I. und um die ihn umgebenden Fürsten, allen voran Heinrich der Löwe und dessen Feinde Albrecht von Brandenburg und Konrad von Wettin. Wir lesen, wie die geschiedene Gemahlin des Kaisers Adela von Vohburg die Frau eines ministerialen Ritters wird, wie Hedwig von Brandenburg den Otto von Wettin heiratet, leiden mit Diedrich, Ottos Bruder, als der seine geliebte Kunigunde verliert. Wir begleiten den deutschen König aus dem Schwabenland nach Italien, wo er sich die Kaiserkrone holt, lesen vom Leidensweg der Adele von Wettin, Schwester Ottos, als Gemahlin des glücklosen Dänenkönigs Sven. Und wir lesen, wie Christian zum Ritter wird und Randolf, Widersacher des Sohnes einer Stickerin und eines Spielmannes, endgültig zum Erzfeind dessen wird, der einst die Marthe ins späteres Freiberg bringen wird.


Samstag, 15. Dezember 2018

Lenz, Siegfried: Eine Art Bescherung



Siegfried Lenz: 

Eine Art Bescherung
 Weihnachts- und Wintergeschichten



Passend zur Adventszeit empfehle ich ein nettes Büchlein mit neun Wintergeschichten des Autors Siegfried Lenz. Wem die Erzählungen von Lenz aus "So zärtlich war Suleyken", eine Sammlung von Kurzgeschichten aus Masuren, kennt, der weiß was ihn erwartet:
Nämlich tiefsinnige, teils rührende Geschichten von echten masurischen "Typen" wie z.B. Hamilkar Schaß, die mit tiefsinnigem Humor, Mutterwitz und  Bauernschläue gesegnet sind.
Die in dem Bändchen enthaltenen Kurzgeschichten sind sämtlich unterhaltsam und vergnüglich zu lesen. Gleich die erste Geschichte "Das Wunder von Striegeldorf" entführt uns in die wundersame masurische Welt, in der skurrile Gestalten wie Heinrich Matuschitz auftreten:

"Heinrich Matuschitz, ein fingerfertiger Besenbinder, hatte sich an einem fremden Motorrad vergangen und war für wert befunden, einzusitzen für ein halbes Jahr...." 

Bereits dieser eine Satz vom Anfang der Geschichte lässt den herrlich fabulösen Stil erkennen, den Lenz in seinen masurischen Geschichten pflegt und der das Lokalkolorit und die listige Skurrilität seiner Protagonisten so herrlich widerspiegelt!    

Ich habe das Bändchen ein einem Zuge durchgelesen!


Siegfried Lenz:
Eine Art Bescherung
Weihnachts- und Wintergeschichten
gebundene Ausgabe, 111 Seiten
Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg, 2015
DNB

Auch als Hörbuch erhältlich!

© TinSoldier

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Bücher in aller Welt

Am 25, Januar 2014 erzählte Anne Parden von einer Kirche in Maastricht, die seit etlichen Jahren eine Bücherkirche, Polare Maastricht, ist. Blog on Tour schaut immer mal wieder in die Buchhandlungen in aller Welt. Da gibt es die kleinen, die verwunschenen, die versteckten und die bekannten Büchertempel. Aber so spannend die verschiedenen Buchhandlungen bekannter Ketten sein können, es gibt eben auch die besonderen. 


Eine davon findet man in Dresden - Loschwitz, unterhalb des Blauen Wunders. Dies ist das Buchhaus Loschwitz.





Es ist eben eine der kleinen, verwunschenen Buchhandlungen, durchaus eine besondere, die demnächst einen "inhaltlichen" Abstecher verdient. Auch um zu schauen, ob diverse Kritik im Netz bedeutsam ist. Doch nun möchte ich einen ganz anderen Abstecher machen und zwar in die Avenida Santa Fe 1860 im Stadtteil Recoleta in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens.


Dienstag, 11. Dezember 2018

Kolenda, Maria: Vom Liebesleben der Stechpalme

Manchmal animiert mich ein schrilles Cover oder ein ungewöhnlicher Titel, zu einem Buch zu greifen. Hier waren gleich beide Faktoren gegeben, und so machte ich mich an die Lektüre.

Erwartet habe ich hier jedenfalls eine unterhaltsame Krimi-Komödie, eine locker leichte Lektüre, die sich rasch runterlesen lässt und für kurzweilige Stunden sorgt. Ob ich dies bekommen habe? Lest selbst!








Montag, 10. Dezember 2018

Osborn, John Jay: Liebe ist die beste Therapie

Wieder einmal war es eine Leserunde bei Whatchareadin, der ich dieses Rezensionsexemplar verdanke. Auch diesmal bedanke ich mich dafür herzlich bei den Verantwortlichen sowie natürlich bei dem Verlag. So viele tolle Schätze habe ich dadurch schon kennenlernen dürfen!

'Listen to the Marriage' lautet der amerikanische Originaltitel - lausche der Ehe. Das trifft den Kern des Buches sehr genau, während der deutsche Titel doch ein wenig kitschig klingt. Ob der Roman letztlich so kitschig war wie der Titel vermuten lässt - hier kann man es nachlesen:




Sonntag, 9. Dezember 2018

Lambert, Karine: Eines Tages in der Provence

Diesen kleinen Roman von Karine Lambert habe ich im Rahmen einer Buchverlosung des Verlags bei Lovelybooks gewonnen, worüber ich mich sehr freue!

Nachdem ich von 'Und jetzt lass uns tanzen' vor einiger Zeit so angetan war, war ich natürlich neugierig auf das neue Werk der belgischen Autorin. Berührend, lebensbejahend, behutsam - das waren die begeisterten Attribute meiner Rezension zu o.g. Buch. Davon hätte ich gerne mehr! Ob dieser  neue Roman die hohen Erwartungen erfüllt hat? Das lässt sich hier nachlesen:





Samstag, 8. Dezember 2018

Lee, Min Jin: Ein einfaches Leben

Dieses Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin als Rezensionsexemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich ganz herzlich bedanken möchte!

Wer meine Lesegewohnheiten verfolgt, wird wissen, dass ich eher selten Bücher lese, die mehr als 500 Seiten haben. Auch hier habe ich anfangs gezögert, doch der Klappentext hat mich überaus neugierig gemacht, und so habe ich mich der Leserunde angeschlossen. Tatsächlich habe ich für die Lektüre recht lange gebraucht, doch lag das weniger am Seitenumfang, sondern eher an der langsamen Erzählung, die tiefe Einblicke in eine fremde Kultur gewährte. Habe ich die Lektüre bereut? Nein, keinesfalls. Dieser Roman der südkoreanischen Autorin Min Jin Lee hat mir außerordentlich gut gefallen...

Donnerstag, 6. Dezember 2018

Eltern family: Weihnachtsmärchen

Ein Hörbuch für Kinder hat mich erreicht, freundlicherweise vom Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanken möchte.
In der hübschen, weihnachtlich gestalteten Box gibt es zwei CDs mit zwei Versionen bekannter Weihnachtsmärchen, dazu noch ein kleines Malbuch, das als Adventskalender fungieren kann, da es 24 kindgerechte Motive zum Ausmalen beinhaltet.

Ob diese Kombination gelungen ist, kann man hier nachlesen:

Montag, 3. Dezember 2018

Patagonien und der kleine Prinz des Piloten


Was hat DER KLEINE PRINZ mit Mate Tee zu tun? Na grundsätzlich sicher erst einmal nichts. Aber mit Patagonien hat er ein klein wenig zu tun. Dort, auf der Halbinsel Peninsula Valdés, hat sich kürzlich ein Blogger herum getrieben. Eigentlich wollte er hauptsächlich Wale und Pinguine fotografieren. Doch da kam ihm eine Geschichte in die Quere, die beweist, dass man vor Weltliteratur nirgends sicher ist.


Kurz ein paar Ausführungen zum Mate: Den trinken da in Lateinamerika die Leute ständig. Sie sitzen am Strand, schauen in die untergehende Sonne und schlürfen diesen doch etwas bitteren Tee. Die Töpfe dazu und diese Trinkröhrchen aus Metall gibt es in allen Farben und Schattierungen und überhaupt überall. In groß und klein und mehr will ich dazu gar nicht schreiben, außer eben, dass nun so ein Töpfchen neben mir steht. Man sieht, es ist ein "echtes" Mitbringsel, den es ist eine Walflosse drauf und es stammt aus Puerto Madryn, eine 80000 Einwohnerstadt inmitten unbewohnten flachen Landes, auf dem Bäume eine Seltenheit sind.



Da plötzlich zeigt die Reiseleiterin, sie heißt Mabel (bitte nicht Meeebel, sondern Mabel mit Betonung auf der zweiten Silbe aussprechen) auf ein kleines Inselchen und erklärt, das der französische Autor Antoine de Saint - Exupéry dieses Eiland im kleinen Prinzen verwendet hat. Zum Beweis reicht sie eine Kopie des ersten Kapitels (in spanisch) herum, zum Glück hat sie auch eine Version in Englisch.

Im ersten Kapitel erzählt der Franzose über ein Bild welches er einst malte. Dieses zeigte er herum und wollte wissen, was es darstellt. Gemalt hatte er eine Boa Constrictor, die einen Loxodonta verschlungen hat und nun ausruht. Doch die meisten Leute sehen nur einen Hut. Dazu erklärt Exupéry den Leserinnen und Lesern, die in der Folge "Le Petit Prince" lesen wollen, dass er nicht ein Maler geworden ist, sondern Flieger und als solcher viel in der Welt herum kam. Doch mit den Erwachsen hatte er gelegentlich ein Problem: