Freitag, 3. Februar 2023

Anhalt, Uz: Die Bluthochzeit

Gelegentlich fragt man sich, auf welche Art Geschichte denn vermittelt werden könnte. Über Film und Buch im Allgemeinen bracht man dabei nicht zu diskutieren, auch nicht darüber ob Dokumentation oder Spielfilm, Sachbuch oder historischer Roman. Vor Jahren begann ich mich in diesem Zusammenhang mit den Genre graphic novel zu beschäftigen und ja, es eignet sich durchaus, Geschichte zu erzählen.

Das folgende Buch wäre als graphic novel allerdings ein Produkt in schwarzen und roten Tönen und gruseligen Bildern. Doch was schreibe ich, das sehen die geneigten Leserinnen und Leser dieses Blogs selbst hier rechts. Da passt das "düstere" Bild des Autors, Utz Anhalt, ganz gut dazu.

Dieser Utz Anhalt ist Historiker und als solcher sehr umtriebig zum Beispiel auf einer bekannten Social-Media-Plattform.

Donnerstag, 2. Februar 2023

McEwan, Ian: Lektionen

Roland wächst als Sohn eines britischen Armeeoffiziers in Libyen auf. Es ist ein Schock, als er mit elf Jahren nach England ins Internat geschickt wird, zweitausend Meilen von seiner Mutter entfernt. Dort macht er, viel zu jung, eine Begegnung, die tiefe Wunden hinterlassen wird. Und die Erinnerung an eine Liebe, die niemals verblasst. Als junger Mann lässt sich Roland durchs Leben treiben, er hat vielfältige Talente, aber keine großen Ambitionen, und hangelt sich von einem Job als Texter und Barpianist zum nächsten, von einer Frau zur nächsten. Bis er beim Deutschunterricht im Goethe-Institut Alissa Eberhart kennenlernt, eine Frau mit einer umwerfenden Sinnlichkeit, deren Willen, etwas zu werden und zu erschaffen, aber stärker ist als er – und sogar stärker als die Familie, die sie zusammen gründen. Von der Kindheit bis zum hohen Alter, von der Suez- über die Kubakrise, den Fall der Berliner Mauer bis hin zu Pandemie und Klimawandel – Ian McEwan erzählt das Auf und Ab eines ganzen Menschenlebens. Eine Meditation über den Einfluss der großen Geschichte auf unser kleines Schicksal, über verpasste Chancen, verschlungene Wege und das, was bleibt. (Klappentext)

DNB / Diogenes / 2022 / ISBN: 978-3257072136 / 720 Seiten
Ian McEwan auf Litterae Artesque: : Der Zementgarten / Nussschale / Maschinen wie ich / Die Kakerlake / Abbitte / Kindeswohl


Mittwoch, 1. Februar 2023

Stevenson, Robert L.: Die Schatzinsel

Hier liegt der vierte Band der Reihe Perlen der Literatur aus dem Input-Verlag vor mir und soeben fragte ich mich, was denn die weltbekannte Schatzinsel so bedeutend macht, dass sie in die Reihe aufgenommen wurde.

„Hier werden nur Titel wiederveröffentlicht, die bereits im 19. oder 20. Jahrhundert in Europa erschienen sind und zeitweise sehr erfolgreich waren oder sprachliche Besonderheiten aufweisen und auf jeden Fall richtungsweisend wirkten.“ (Seite 7)

Richtungsweisend: Ja das muss er gewesen sein, der Roman des Robert Louis Stevenson, wenn man ihn Die Mutter aller Abenteuerromane nennt. Ich denke, der Roman ist immer noch so bekannt, dass sehr viele Leserinnen und Leser mit nur einem Blick auf die Banderole der Neuausgabe erkennen: „Ah! Die Schatzinsel!“, wenn diese ohne Buch vor ihnen liegt.

Stevensons Roman wird verglichen mit Defoes Robinson Crusoe, Mark Twains Tom Sawyer und Carrolls Alice im Wunderland... Und den Urvater aller Horror-Romane, Dr. Jekyll und Mr. Heyde, hat er auch geschrieben...

Samstag, 28. Januar 2023

Neuenkirchen, Andreas: Codename: Sempo - Wie ein japanischer Diplomat Tausenden Juden das Leben rettete

1940 ist Chiune »Sempo« Sugihara offiziell der japanische Vize-Konsul in Litauen. Tatsächlich aber spioniert er als Agent seines Außenministeriums deutsche und russische Truppenbewegungen aus. Seit seinen Lehrjahren in japanischen Kolonien ein entschiedener Gegner von Tyrannei und Unterdrückung, nimmt er sich der jüdischen Flüchtlinge an, die eines Tages beginnen, sein Konsulat zu belagern. Gemeinsam mit einem kreativen holländischen Konsul und einem profitorientierten russischen Kommunisten heckt er einen wahnwitzigen Plan aus, ihnen mit Visa zweifelhafter Gültigkeit die freie Passage nach Japan zu ermöglichen. Für die Juden beginnt eine aufreibende Odyssee durchs eiskalte Sibirien und über die raue japanische See in die Freiheit. Für Sugihara folgen Kriegsgefangenschaft, die unehrenhafte Entlassung aus dem Staatsdienst, Gelegenheitsjobs in Japan und Russland. Erst Jahrzehnte später erfährt er, dass sein Plan aufgegangen ist, und erst kurz vor seinem Tod wird er von der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem als Gerechter unter den Völkern ausgezeichnet. 
 
Dieses Buch erzählt zum ersten Mal ausführlich in deutscher Sprache die Geschichte seines außergewöhnlichen Lebens, von der Kindheit als brillanter, aber eigensinniger Schüler über die Jahre als Student und angehender Spion in der Mandschurei und Korea bis zu seinem größten menschlichen Triumph im kriegsgebeutelten Europa. Es schildert den tiefen Fall danach sowie die späte, emotionale Wiedervereinigung mit denen, deren Leben er retten konnte. (Klappentext)
 
DNB / Europaverlag / 2022 / ISBN: 978-3958904903 / 232 Seiten

Donnerstag, 26. Januar 2023

Autoren: In 80 Büchern um die Welt


Wenn man das Gefühl hat, alles gelesen zu haben, aber wer hat das schon, geht ja auch gar nicht, dann kann man sich ja beraten lassen. Eigentlich fällt einem ja bloß nicht ein, was man jetzt lesen sollte. Man geht in die Buchhandlung und fragt den freundlichen Buchhändler oder die überaus freundliche Buchhändlerin. Man kann natürlich auch im Netz stöbern, aber da ist ja die Qual der Wahl.

Dazu gibt es Bloggerinnen und Blogger, so wie wir hier, deren Tips zwar auch nur auf mehr oder weniger Leseerfahrung beruhen. Jedoch findest Du, oder finden Sie, im Literaturblog Litterae-Artesque dies und das, was passen könnte, wir nehmen für uns in Anspruch, dass wir dem Mainstream und den Bestsellerlisten nur gelegentlich folgen und dabei auch mal in die Regalreihen hinter den aktuellen Büchern greifen.

Mit diesem Buch greife ich zwar nicht in den Stapel der älteren Bücher, denn es ist ja auch erst im letzten Jahr erschienen, aber es geht um alte Bücher und neuere Bücher. "Alte" Bücher habe ich durch die Perlen der Literatur (Label) sowieso gerade beim Wickel und da passt das ganz hervorragend rein. Übrigens kann man, wenn man keine Zeit hat, auch hier kurz reinhören. Am Ende wirst du, oder werden Sie feststellen, dass eben noch nicht alles gelesen wurde. So wie ich beim durchblättern dieses bunt illustrierten Nachschlagewerkes aus dem WBG Theiss - Verlag.

Mittwoch, 25. Januar 2023

Benjamin, Walter: Einbahnstraße

Nach dem Aufschlagen dieses Buches und dem Lesen des Vorwortes, den ersten Zeilen dieser „Sammlung philosophischer Fragmente“ (1) setzte ich mich an den Schreibtisch und fing an, nach dem Autor zu suchen. Zugegeben, Wikipedia war dabei die erste Seite, jedoch war ich mir bewusst, dass dort ein Überblick sicher möglich ist. Zumindest findet sich da mehr, als der Eintrag in meiner in die Jahre gekommenen Bertelsmann Lexikothek ausweist. 

Wer war dieser Mann? Warum sollte man dieses Buch, welches „in der Regel... ein Zugeständnis an einen Autor, der sich im Verlag bereits erfolgreich positioniert hat“, ist, lesen? Noch dazu, wenn der Autor im Jahr 1928, als dieser Band erschien, noch nicht sehr bekannt war? (Vorwort)

Walter Benjamin, Sohn eines Kunst- und Antiquitätenhändlers, wurde 1892 in Berlin geboren. Er studierte Philosophie, Germanistik und Kunstgeschichte in Freiburg (Breisgau) und in Berlin. Bedingt durch den 1. Weltkrieg schloss er sein Studium erst nach dem Krieg ab. Benjamin fand zur linken bürgerlichen Jugendbewegung und unterstütze gedanklich die Argumentation Karl Liebknechts gegen die Kriegskredite und den Krieg selbst. Er kannte Ernst Bloch und Theodor W. Adorno, und er beschäftigt sich auch mit dem Marxismus, hält sich in de, Jahren 1926/27 in Moskau auf. Ab 1929 entwickelt sich eine Freundschaft mit Bertolt Brecht, aber da ist Einbahnstraße bereits erschienen. 

Dienstag, 24. Januar 2023

Verdi, Guiseppe: AIDA in der Semperoper Dresden

 

Link zur Semperoper


Ein Opernbesuch ist wohl selten geworden, wenn ich so darüber nachdenke, wann ich das letzte Mail in einer war.  War es wirklich Madame Butterfly (Puccini) im Teatro Avenida in Buenos Aires? Aber das wäre ja im Jahr 2007 gewesen... Statt dessen sah ich wohl mehr Musicals und Operetten...




Dresdner Semperoper (c) Bücherjunge