Freitag, 16. April 2021

Raabe, Marc: Schlüssel 17

Ein Thriller. Beelitzer Heilstätten stand irgendwo. Das hatten wir schon mal - ein Grund zum zugreifen. Um was geht´s? Aktuell hängt im Berliner Dom wie ein Kreuz die Leiche einer Pfarrerin, in der Kuppel, sie hat einen Schlüssel um den Hals.

Vor 19 Jahren treffen sich einige Teenager am Teltow-Kanal. eine Mutprobe ergibt einen grausigen Fund: Am Grund des Kanals finden die Mädchen und Jungs eine Leiche mit einem solchen Schlüssel am Hals. einige Zeit später ist der Schlüssel samt der zehnjährigen Schwester von Tom Babylon weg. 


Und nun ermittelt Babylon im Fall der Pfarrerin. Wie so oft, ist auch dieser Ermittler leicht angeschlagen, seit Jahren sucht er nach Viola. Hat er nun eine Spur? Welche Rolle spielen die einzelnen Freunde von einst? Steckt er zu tief in der Sache?

Ihm zur Seite ermittelt eine Psychologin, die selbst mal beim LKA war. Sita Johanns. Er wird sie brauchen...

Tut sich da eine neues Ermittlungsduo auf am Beginn einer Serie?

Sonntag, 11. April 2021

Pieper, Tim: Finstere Havel

Ein Auto wird aus der Havel geborgen, am Steuer eine tote Frau. Beging sie Selbstmord, war es ein Unfall oder wurde sie umgebracht? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Toni Sanftleben in den Naturpark Westhavelland, wo die Biologin an einem großen Flussprojekt mitarbeitete und in ihrer Freizeit den Nachthimmel erforschte. Doch am dunkelsten Ort Deutschlands ist es so finster, dass man die Gefahr nicht kommen sieht.

Quelle: Klappentext

 

 

 

 

 

 

 

  • Herausgeber : Emons Verlag (18. März 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Taschenbuch : 304 Seiten
  • ISBN-10 : 3740811412
  • ISBN-13 : 978-3740811419 
  • Reihe : Toni Sanftleben Havelkrimis (Bd. 5)

 

 

Tim Pieper war der allererste Autor, mit dem ich eine Leserunde erfahren durfte. Bei den Buchgesichtern war das seinerzeit, und es hat mich auf den Geschmack gebracht - sowohl was Leserunden anbelangt als auch im Hinblick auf Tims Bücher. Kein Wunder also, dass ich mich jedesmal freue, wenn ich erfahre, dass wieder ein neues Werk von ihm erscheint! Nun ist auch der fünfte Band der Havel-Krimis gelesen. Ob der mich auch wieder überzeugen konnte, kann man hier nachlesen:

Freitag, 9. April 2021

Rauh-Köpsel, Martin: Sie müssen da nicht allein durch!

Aus der Praxis eines Psychotherapeuten oder warum unkonventionelle Methoden oft die wirksamsten sind

Wir alle fühlen uns manchmal hilflos, traurig und antriebslos. Wir können nicht schlafen, haben Ängste oder sogar Panik. Suchen wir dann Hilfe in einer Therapie, wissen wir selten, was auf uns zukommt.

Martin Rauh-Köpsel ist Psychotherapeut – aber kein gewöhnlicher. Er gewährt uns Einblick in seine Praxis, wo er seit vielen Jahren mit ganz unterschiedlichen Methoden an den Problemen seiner Patient*innen arbeitet und sich dabei nicht scheut, über die Grenzen der etablierten Therapieformen hinauszugehen. So klettert er mit einer verzweifelten Frau über sämtliche Möbel seiner Praxis, um ihr verlorenes Lachen wiederzufinden – mit Erfolg. Er lädt die besten Freunde eines Patienten ein, um mit ihnen gemeinsam eine dramatische Erinnerung zu reinszenieren, die ihn über Jahrzehnte emotional blockiert hatte. Martin Rauh-Köpsel ist ein Experte für Psychodrama und andere kreative Lösungen, die er gemeinsam mit seinen Klient*innen findet. Zusammen mit der Autorin Manuela Runge hat er tiefberührende, tragische, verblüffende sowie äußerst skurrile Geschichten aus 25 Jahren Praxis aufgeschrieben.

Quelle: Klappentext

 

  • Herausgeber : Eden Books - Ein Verlag der Edel Germany GmbH; 1. Edition (5. März 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Broschiert : 320 Seiten
  • ISBN-10 : 3959103077
  • ISBN-13 : 978-3959103077

 

 

Ich habe mein Fernstudium der Psychologie seinerzeit nach wenigen Wochen zwar an den Nagel gehängt, doch interessiere ich mich trotzdem nach wie vor für die Untiefen der menschlichen Psyche. Auch beruflich habe ich immer wieder mit Eltern zu tun, deren  psychische Erkrankung die Entwicklung und das Leben der Kinder massiv beeinflusst. Das Thema 'Psychotherapie' ist dabei oft ein frustrierendes. Entweder fehlt den Eltern die Einsicht in die Behandlungsbedürftigkeit ihrer Probleme oder aber sie erhalten frühestens nach 1 1/2 Jahren auf der Warteliste einen entsprechenden Platz. Mit Krisenintervention hat das leider nichts mehr zu tun. Das aber nur mal nebenbei. Von diesem Buch, das ich in einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte, habe ich mir interessante Einblicke in die Fälle des erfahrenen Psychotherapeuten erhofft sowie einige unkonventionelle Ansätze, so wie es der Klappentext verspricht. Was ich bekommen habe? Lest selbst:

Dienstag, 6. April 2021

Boyle, T. C.: Sprich mit mir

Sam, der Schimpanse, den Professor Schermerhorn in eine TV-Show bringt, kann in der Gebärdensprache nicht nur einen Cheeseburger bestellen, sondern auch seinen Namen sagen. Wie ein Kind wächst er umsorgt von Wissenschaftlern auf. Als die schüchterne Aimee dazu stößt, entspinnt sich eine einzigartige Beziehung: Sam erwidert ihre Gefühle und entwickelt sich regelrecht zu einem Individuum. Als jedoch die Vision Schermerhorns, der an das Menschliche im Tier glaubt, keine Schule macht, wird er für Tierexperimente von einer anderen Universität beschlagnahmt. Aimee ist am Boden zerstört und fasst einen verrückten Plan. T.C. Boyle geht ebenso komisch wie mitfühlend der Frage nach, ob uns Tiere ähnlicher sind, als wir vermuten. 
 
(Quelle: Klappentext)
 
 
 
 
 
 
  • Herausgeber : Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; 2. Edition (25. Januar 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Übersetzung: Dirk Gunsteren 
  • Gebundene Ausgabe : 352 Seiten
  • ISBN-10 : 3446269150
  • ISBN-13 : 978-3446269156
  • Originaltitel : TALK TO ME
 
 
 
 
 
 
Dass dieser Roman die Leserschaft spaltet, wusste ich bereits bevor ich mich für dessen Lektüre entschied. Gerade Boyle Fans reagieren hier teilweise enttäuscht, doch mir fehlt ehrlich gesagt der Vergleich zu seinen früheren Romanen, weil dies das erste Werk des Autors ist, das ich gelesen habe. Ob mich das Buch überzeugen konnte? Nun, das könnt Ihr hier lesen:

 

Montag, 5. April 2021

Durastanti, Claudia: Die Fremde

Claudia Durastanti erzählt in ihrem von der Kritik gefeierten Roman eine ganz besondere Familiengeschichte. Es ist ihre eigene. Beide Eltern sind gehörlos. In den sechziger Jahren sind sie nach New York ausgewandert. Claudia kommt in Brooklyn zur Welt und als kleines Mädchen zurück in ein abgelegenes Dorf in Italien. Mit Büchern bringt sie sich selbst die Sprache bei, die ihr die Eltern nicht geben können. Aus allen Facetten dieses Andersseins hat Claudia Durastanti einen außergewöhnlichen Roman gemacht. Von den euphorischen Geschichten einer wilden italoamerikanischen Familie in den Sechzigern bis ins gegenwärtige London. Dieser Roman lässt einen keine Zeile lang unberührt.
 
(Quelle: Klappentext)
 
 
 
 
 
 
  • Herausgeber : Paul Zsolnay Verlag; 2. Edition (15. Februar 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Übersetzung : Annette Kopetzki 
  • Gebundene Ausgabe : 304 Seiten
  • ISBN-10 : 3552072004
  • ISBN-13 : 978-3552072008
  • Originaltitel : La straniera
 
 
Eigentlich habe ich als Vielleserin mittlerweile meistens ein gutes Gespür dafür, was mir gefallen könnte und was nicht. Der Klappentext, bisherige Rezensionen, professionelle Kritiken - all das lässt mich erahnen, in welche Kategorie ein Roman gehört. Aber nicht immer liege ich richtig. So auch hier. Ich bin froh, dass ich den Roman im Rahmen einer Leserunde, diesmal bei Lovelybooks, lesen konnte, sonst wäre ich vermutlich verzweifelt. Bin ich auch so, aber immerhin stellte sich heraus, dass es neben einigen begeisterten Lesern_innen auch solche wie mich gab, die mit der Erzählung so ihre Schwierigkeiten hatten. Weshalb, erfahrt Ihr hier:

 

Samstag, 3. April 2021

Elsberg, Marc: Der Fall des Präsidenten

Der Wahlkampf, der mit Inauguration von Joe Biden im Januar 2021 in den USA ein Ende fand, stand, mehr noch als der von Barack Obama vor zwölf Jahren, auch in meinem persönlichen Fokus. Da fällt ein Buch mit dem Titel Der Fall des Präsidenten förmlich auf. In irgendeiner Vorankündigung war ein Hinweis auf den vorletzten POTUS enthalten, bezogen auf dessen Art und und Weise „präsidialer“ Kommunikation, aber letztlich hat der aktuelle Präsidentenwechsel eher keine erwähnenswerten Bezüge zum Buch von Marc Elsberg aufzuweisen.

 

Der Fall. In Athen beobachtet Dana Marin als Vertreterin des Internationalen Strafgerichtshofes in Den Haag die Verhaftung einer sehr prominenten, einer in aller Welt bekannten Person: den ehemaligen (republikanischen) Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Douglas Turner. Natürlich wirbelt das Staub auf. Wenn der ICC (International Criminal Court) jemanden anklagt, dann geht es um Kriegs- und Menschheitsverbrechen und um hochrangige Angeklagte des Militärs oder Staatsoberhäupter oder Regierungschefs. Erst kürzlich wurde der frühere ivorische Staatspräsident Laurent Gbagbo (Elfenbeinküste) freigesprochen


Hier geht es aber nicht um irgendeinen Diktator, sondern um den ehemaligen „Führer der freien Welt“. Wie kommt der ICC dazu?

 

Es geht um die Tötung eine Reihe an Zivilisten im Rahmen eines Drohnenangriffs auf Talibanführer. Vielleicht erinnern sich Leserinnen und Leser an den Fall des Oberst Klein (BW) der einst einen Luftangriff auf Tanklaster befahl.

Mittwoch, 31. März 2021

BlogPost Nr. 173: Unsere Beiträge im März 2021

 

Wie ein paar bunte Ostereier haben wir wieder verschiedeneste Beiträge ins Blog-Nest gelegt. In jedem Fall kann man wieder sagen: Wir legen uns definitiv nicht auf ein einzelnes Genre fest...

 


Uwe machte den Anfang mit DIE ERFINDUNG VON MITTELERDE von John Garth. Bei dem Sachbuch schließt sich der Bücherjunge der Einschätzung des Verlags an, der das „perfekte Geschenk für Tolkien-Liebhaber, Insiderwissen für Fans, unbekanntes Archivmaterial und spektakuläre Neuaufnahmen.“ verspricht.


 

Ein Spontankauf war DER SOLIST von Jan Seghers. Uwe fand es ein wenig schade, dass der Flughafen Berlin-Tempelhof (s. Cover) nur eine äußerst nebensächliche Rolle spielt in diesem Kriminalroman.



Anne stellte dann mit DIE RÜCKKEHR DER APFELFRAUEN von Tania Krätschmar einen Wohlfühlroman vor. Ein warmherziger Roman voller Genüsse und kleiner Spannungsmomente, lebensfroh und mit augenzwinkernden Erkenntnissen. Gerne mehr davon!

 


Eine ausführliche Besprechung zu dem schmalen Büchlein NOAH von Takis Würger gab es dann von Uwe. Damit wird die Tradition des Blogs hochgehalten, immer wieder auch 'Bücher gegen das Vergessen' vorzustellen.



KIM JIYOUNG, GEBOREN 1982 von Cho Nam-Joo ist für Anne kein schönes Buch, aber ein wichtiges, unbequem aber hilfreich. Ein globaler Augenöffner zur Rolle der Frau in einem patriarchalischen System.



Einen eindrucksvollen historischen Roman las Uwe mit ALS WIR UNS DIE WELT VERSPRACHEN von Romina Casagrande. Ein Roman über die sog. Schwabenkinder, und die ausführliche Besprechung ergänzte der Bücherjunge noch durch das Einbinden von interessanten TV-Dokumentationen über das Thema.



Mit MÄNNER IN KAMELHAARMÄNTELN von Elke Heidenreich stellte Anne einen Kurzgeschichtenband vor, der es wie einige andere Bücher hier auch auf die Spiegel-Bestsellerliste geschafft hat. In jedem Fall ist es beeindruckend, auf welch unterschiedliche Weise man sich der Thematik 'Kleidung' nähern kann. 

 


Auch wenn Anne von  "Meine Schwester, die Serienmörderin" im vergangenen Jahr nicht 100%ig überzeugt war, war sie neugierig auf das neueste Buch von Oyinkan Braithwaite. DAS BABY IST MEINS entpuppte sich jedoch eher als ein Kammerspiel denn als ein Roman und erinnert in den Grundzügen an den biblischen weisen König Salomo - katapultiert in das heutige von der Corona-Pandemie gebeutelte Lagos (Nigeria)...



Anne war froh, nach dem eher mittelmäßigen ersten Band der Thrillerreihe Band zwei trotzdem eine Chance gegeben zu haben. Frederic Hecker liefert mit RACHEKULT ein spannendes Verwirrspiel mit überraschenden Entwicklungen. Macht unbedingt Lust auf den Folgeband!



Den Abschluss in diesem Monat machte schließlich Uwe mit Band 5 der Krimireihe um Toni Sanftleben: FINSTERE HAVEL von Tim Pieper. Zur großen Freude von Uwe und Anne durften auch diesmal wieder beide zeitgleich an der Leserunde mit Auotorenbeteiligung teilnehmen. Immer wieder ein besonderes Erlebnis. Und spannend war der Krimi auch, fand Uwe. Annes Rezension folgt ganz sicher auch noch - demnächst...