Mittwoch, 16. Oktober 2019

Lost Places - Teil 1

Verlorene Plätze oder verlorene Orte.

Sie reizen Fotografen, Schriftsteller Videografen zu allerlei. Manchmal auch entstehen in diesen große Filme. Zunächst allerdings war es ein Potsdamer Autor namens Tim Pieper, der mich auf solche verlorenen Orte aufmerksam machte. Dies geschah in seinem Roman Kalte Havel. Ein Verbrechen geschieht an einem Ort, der einstmals weltberühmt gewesen ist. Die Beelitzer Heilstätten habe ich nach der Romanlektüre besucht.




Die Arbeiter-Lungen-Heilstätten oder auch Beelitz-Heilstätten wurden zwischen 1898 und 1930 errichtet. Gerade zu Beginn des 20. Jahrhunderts grassierte in der Reichshauptstadt Berlin die Schwindsucht, von der besonders die arme Arbeiterbevölkerung betroffen war. Robert Koch hatte die Tuberkel-Bazillen auch in Berlin entdeckt, nun wollte man die Tuberkulose offensiv bekämpfen und baute mehrere Kliniken in diesem großen Waldgebiet südlich Berlins.


Sonntag, 13. Oktober 2019

Ridker, Andrew: Die Altruisten

Erneut ein Roman, den ich mit freundlicher Unterstützung des Verlags im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - dafür meinen herzlichen Dank!

Was mich an diesem Roman reizte, war die Familiengeschichte. Die klang geheimnisvoll und nach aufregenden Entwicklungen. Ob sich meine Erwartungen erfüllt haben? Lest selbst!








Freitag, 11. Oktober 2019

Weaver, Eva: Jakobs Mantel

Bücher 'Gegen das Vergessen' tauchen in unserem Blog immer wieder einmal auf. Dieser Roman wird empfohlen ab einem Lesealter von 12 Jahren, und tatsächlich könnte ich es mir als Schullektüre vorstellen. Aber auch mich konnte es durchaus beeindrucken.

Emotional und eindringlich führt Eva Weaver in ihrem Debüt vor Augen, was es hieß, zu Zeiten des Nationalsozialismus ein jüdisches Kind zu sein. Elend, Verrat und Hass im Warschauer Ghetto werden hier thematisiert - aber auch die Magie von Freundschaft und der Wille zu überleben...





Montag, 7. Oktober 2019

PIEPER, Tim: Autorenseite



Biografisches & Bibliografisches 

  • geboren 1970 in Stade
  • studierte Neuere und Ältere deutsche Literatur sowie Recht
  • lebt in Berlin
  • Mitglied im Autorenkreis historischer Roman "Quo Vadis" und
  • in der Autorengruppe deutschsprachiger Kriminalliteratur "Syndikat"

Rezensionen



Geschichten & Sonstiges

Meist wird es wohl so sein, dass man eine Reihe Bücher liest und der Autor nur in sofern interessant ist, weil es die Frage zu beantworten gibt, ob man geneigt ist, noch mal was von diesem oder dieser zu lesen. In diesem Fall wird es sich wohl erübrigen, auf diesem Blog eine extra Autorenseite anzulegen. diese ist für besondere Autoren gedacht. Aber wie kommt nun ein relativ junger Autor, der gerade mal zwei Bücher veröffentlicht hat in den "exklusiven" Teil dieses Blogs? 
(Die Autorenseite existiert seit 2013)

Tim lernten wir kennen im Forum Buchgesichter.de. Genauso wie bei Lea Korte. Tim bot dort eine Leserunde zu DER MINNESÄNGER an. Ein Buch über einen dem meisten eher unbekannten Minnesänger namens HARTMANN von AUE. Diese Leserunde, es war meine erste, war faszinierend (ich habe wohl in letzter Zeit zu viel Star Trek gesehen). Tim moderierte x Tage diese Runde, was ihn sicher stundenlang vom Schreiben abgehalten hat. So kommt man sich näher und verfolgt sich dann auf diversen social networks.

MORD UNTER DEN LINDEN, MORD IM TIERGARTEN und DUNKLE HAVEL sowie KALTE HAVEL, TIEFE HAVEL und seit kurzem STILLE HAVEL sind Kriminalromane, die allesamt in Potsdam und Berlin spielen. Die ersten beiden zu Beginn des 20. Jahrhunderts, es ermittelt Otto Sanftleben, einer der ersten sogenannten Kriminologen. Der wird im nächsten Jahrtausend durch seinen Ururenkel Toni Sanftleben abgelöst. Allesamt tolle Geschichten, spannende Handlungen; wann gab es schon mal generationsübergreifende Romanreihen? Die Bücher aber sind nicht als Reihe angelegt, trotzdem warten wir Fans von Tim Pieper gespannt auf den nächsten Roman. 


Links

© Der Bücherjunge am 07.10.2019

Sonntag, 6. Oktober 2019

Brandt, Matthias: Blackbird


Auf manche Romane werde ich spontan neugierig - hier war es wieder einmal die Kombination aus Cover, Klappentext und ersten Rezensionen, die mich auf das Buch aufmerksam machte. Eine Reise zurück in die 70er Jahre in eine Kleinstadt in Westdeutschland - und damit ein klein wenig auch in die eigene Vergangenheit. Und Pubertät? Klar, auch damit kenn ich mich aus...

Dies ist der erste Roman von Matthias Brandt, der, wie ich nun weiß, der jüngste Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers Willy Brandt ist und als Schauspieler in über 70 Filmen mitgewirkt hat. Ob er tatsächlich auch schreiben kann? Das erfahrt Ihr hier:



Freitag, 4. Oktober 2019

Pieper, Tim: Stille Havel

Wann habe ich das letzte Mal an einer Leserunde teilgenommen? Es wird wohl der dritte Havelkrimi von Tim Pieper gewesen sein. Tim Pieper sagt, dass es meine siebente Leserunde mit ihm gewesen ist. Das wird stimmen und seit der Leserunde zum Minnesänger sind bereits neun Jahre vergangen.

Nun also der sechste Sanftleben-Roman, oder der vierte um den Kriminalhauptkommissar Toni Sanftleben, Ururenkel von Otto...


Die Geschichte
Es liegt ein Toter da im Park Sanssouci, dessen Kopf weißt eine tödliche Wunde auf, die von einem stumpfen Gegenstand stammen könnte, das war ein Mord. Der Mann, so stellt sich heraus, war Kunstsachverständiger. In einem Museum hängt ein Bild, auf dem ist eine schwarz gekleidete, verschleierte Frau, gemalt von einem der bekanntesten Maler aus den USA in der Mitte der sechziger Jahre. Der Mann interessierte sich noch für mehr, zum Beispiel für eine Villa auf der Havelinsel Schwanenwerder. In dieser wohnt Marie, deren Großmutter gerade verstorben ist, zu ihrem Vater hat sie keinen weiteren Kontakt. Auch dessen Fabrik stand im Fokus des Kunstsachverständigen.

Nach und nach bekommen wir als Leser, meist schneller als der KHK, aufgrund der Rückblenden ein neues Puzzleteil in die Hand. Wir lernen eine junge Schauspielelevin kennen, die im Jahr 1921 geboren ist, bei den Hiller-Girls engagiert war und für ihre Schauspielkarriere an einem Mann im Reiche nicht vorbei kommt. Der Mann ist Doktor der Philosophie und Reichspropagandaminister. Am Ende des Krieges wird die junge Lydia Riefenberg nach Schweden geschickt ...

Mehr zu verraten geht hier indes nicht...

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Stölln - Ausflug der Überraschungen

Sonntag. Mistwetter. Auch wenn die Erde den Regen bitter braucht. Was tun? Lesen? Darüber schreiben? Fotos sortieren?

Doch da wartete noch etwas ganz anderes auf mich, denn da gibt es eine Buchhandlung namens WINDLICHT, die Sonntags geöffnet hat. In den sozialen Medien ist da auch vom DDR-Antiquariat  im Havelland die Rede und die wollte ich besuchen. 

Das Navigator gibt Abbiegen an und es geht einen Stichweg hinauf, die Buchhandlung ist schnell zu erkennen und dann tritt Ilona Dahlmann schon heraus, wir hatten uns ja auch auf Kaffee und Kuchen verabredet.





Wir kommen vom Hundertsten ins Tausendste, von ähnlicher Berufsausbildung über Lebensläufe und immer wieder über Bücher. Ich hatte mir vorgenommen, nur nach zwei Autoren zu fahnden: nach Eberhard del´Antonios TITANUS und HEIMKEHR DER VÄTER  und Franz Fühmann´s "antiker" Erzählung PROMETHEUS. Doch dann wurde der Stapel doch größer. Meine Harry Thürk Sammlung konnte ich auch um zwei weitere Bücher erweitern, eines der Del´Antonio Bücher haben wir auch gefunden und eines von B.Traven, der hier auf dem Blog ein (vielleicht langjähriges) Projekt hat.