Sonntag, 5. Juli 2020

Starita, Jo: Häuptling Dull Knife...


Das Magazin für Amerikanistik liegt vor mir und ich lese gespannt den zweiten Teil zum Kampf der US-Kavallerie gegen die vereinten indianischen Stämme am Little Bighorn und die Bedeutung der Revolver in diesem letzten großen Kampf nicht nur von Cheyenne und Lakota. Beim Weiterblättern finde ich einen Artikel mit der Überschrift „Ich sage dir, wir gehen heim!“ Die Cheyenne-Anführer Little Wolf und Dull Knife führen ihr Volk quer durch den mittleren Westen unter großen Entbehrungen aber auch militärischen Erfolgen...

Das kenn ich doch. Na klar, IM LICHT DES FAHLEN MONDES erzählt Kerstin Groeper davon. Vor vier Jahren habe ich über das tolle Buch geschrieben; noch länger steht die Familiengeschichte der DULL KNIFES im Regal, geschrieben von Joe Starita. Nun ist es Zeit, dieses Buch vorzustellen.


Samstag, 4. Juli 2020

Ein Care-Paket...

Quelle: Was liest du?
Mit diesem Bild lockte mich die Bücher-Plattform 'Was liest du?' zu einem Gewinnspiel. Nicht zum ersten Mal habe ich dort mein Glück versucht, aber angesichts von Hunderten von Teilnehmern kann man sich die Chance ausrechnen, mit der einem ein Gewinn zufällt. Oder eben auch nicht. Doch der Begleittext klang zu verlockend, um nicht zumindest einmal teilzunehmen, gerade in der Zeit des harten Lockdowns wegen der Corvid-19-Pandemie eine schöne Idee:

Donnerstag, 2. Juli 2020

Witzke, Christiane: Domjüch

eine Landes-, Heil- und Pflegeanstalt in Mecklenburg

In alten Plattenbauten übten wir vor 17 Jahren noch das Absperren und Durchsuchen von Gebäuden. Es war eine alte Kaserne der Sowjetarmee. Doch wurde das Gelände am idyllischen Domjüchsee nicht immer als Militärgelände genutzt. Was ich damals nicht wusste, hier befand sich eine Landesirren-, Heil- und Pflegeanstalt bei Strelitz-Alt. Die alten Gebäude dieser Anstalt waren mir aus dieser Zeit nicht mehr erinnerlich. Vielleicht hätten sie vor fast zwanzig Jahren noch etwas besser ausgesehen, denn sie wurden von den russischen Militärs besenrein und sauber übergeben. Dies berichtet der Verein zur Erhaltung der „Domjüch“. Die Plattenbauten stehen nicht mehr. An ihrer Stelle befindet sich ein Solarplattenfeld. Hier wurde vor Jahrzehnten Landwirtschaft betrieben. 

So betrat ich vor einigen Tagen an einem Sonntag das Gelände, nachdem ich in einem Fotobuch über verlorene Plätze, lost places, wieder einmal darauf aufmerksam wurde. Sonntags öffnet der Verein das Gelände.
In einer interessanten Führung hörte ich, wie der Gebäudekomplex entstand, wie sich dieses, damals moderne Krankenhaus entwickelte, bis es zum Lazarett und nach dem 2. Weltkrieg zur Kaserne wurde. Der Verein hatte Kaffee und Kuchen Angebot und, unter anderen,  dieses Buch.

Sonntag, 28. Juni 2020

Dusse, Karsten: Das Kind in mir will achtsam morden

Björn Diemel hat die Prinzipien der Achtsamkeit erlernt, und mit ihrer Hilfe sein Leben verbessert. Er hat den stressigen Job gekündigt und sich selbstständig gemacht. Er verbringt mehr Zeit mit seiner Tochter und streitet sich in der Regel liebevoller mit seiner Frau. Ach ja, und nebenbei führt er noch ganz entspannt zwei Mafia-Clans, weil er den Chef des einen ermordet und den des anderen im Keller eines Kindergartens eingekerkert hat. Warum nur kann Björn das alles nicht genießen? Warum verliert er ständig die Beherrschung? Hat er das Morden einfach satt? Ganz so einfach ist es nicht. Sein Therapeut Joschka Breitner bringt ihn endlich auf die richtige Spur: Es liegt an Björns innerem Kind!



 


  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag; Auflage: Originalausgabe (11. Mai 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453424441
  • ISBN-13: 978-3453424449



Bei 'Was liest du?' bewerbe ich mich eher selten um ein Leserunden-Exemplar. Diesmal war es anders, denn der erste Band der skurrilen Achtsamkeits-Reihe von Karsten Dusse hat mir richtig gut gefallen. Natürlich wollte ich da auch Band zwei lesen - und ich hatte Glück. Die Losfee zog meinen Namen, so dass ich an der Leserunde teilnehmen konnte. Ob mich dieser Nachfolger ebenso überzeugen konnte wie der erste Band? Lest selbst:

Sonntag, 21. Juni 2020

Enright, Anne: Die Schauspielerin

Kann man seine Mutter wirklich kennen? Norah blickt zurück auf das Leben ihrer Mutter, der einst gefeierten Schauspielerin Katherine O’Dell, die es von den irischen Dorfbühnen bis nach Hollywood geschafft hat. Doch mit zunehmendem Alter verblasste ihr Stern, sie betäubte sich mit Alkohol und Tabletten, bis es eines Tages zu einem bizarren Skandal kam: Ohne Vorwarnung schoss sie auf einen Filmproduzenten. Jeder Augenblick in Katherines Leben war große Geste, und Norah war ihr Publikum. Wer aber war diese Frau, die alles für die Kunst gab, deren Beziehungen kalt waren – und warum erzählte sie Norah nie, wer ihr Vater ist? 







  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Penguin Verlag (23. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Eva Bonné
  • ISBN-10: 3328601341
  • ISBN-13: 978-3328601340
  • Originaltitel: Actress



Ein weiterer Roman, den ich im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - auf diesem Wege noch einmal ein herzliches Dankeschön an den Verlag und die Organisatoren für die Bereitstellung des Leseexemplars! Um es gleich vorwegzunehmen: das Buch war eine nicht zu leugnende Anstrengung. Ob sich diese gelohnt hat? Das führe ich im Folgenden aus...


Montag, 15. Juni 2020

Hagen, Tanja: FSS 1 - Versprechen zwischen Ruinen


Als Buchmessen noch stattfanden, war ich mal auf einer in Berlin. Buchberlin heißt die. Die letzte fand im November statt. An einem Stand standen ein paar Typen in Bekleidung von Spezialeinheiten rum. Es stellte sich raus, das sind Cosplayer gewesen. Wer die nicht kennt, sollte mal im nächsten Jahr auf der Buchmesse Leipzig nach Leuten Ausschau halten, die da kostümiert durch die Gegend laufen.


Der Stand gehörte Tanja Hagen und die muss ein Vielschreiberin sein. Na ja, da ich Rainbow Six von Tom Clancy und drei Brüder, Operation Jerusalem und Omega von Jörg H. Trauboth mag, griff ich dann zu und nahm ein signiertes Buch mit nach Hause, welches ich nun endlich gelesen habe.

Sonntag, 14. Juni 2020

Dieudonné, Adeline: Das wirkliche Leben

Eine Reihenhaussiedlung am Waldrand, wie es viele gibt. Im hellsten der Häuser wohnt ein zehnjähriges Mädchen mit seiner Familie. Alles normal. Wären da nicht die Leidenschaften des Vaters, der neben TV und Whisky vor allem den Rausch der Jagd liebt.

In diesem Sommer erhellt nur das Lachen ihres kleinen Bruders Gilles das Leben des Mädchens. Bis eines Abends vor ihren Augen eine Tragödie passiert. Nichts ist mehr wie zuvor. Mit der Energie und der Intelligenz einer mutigen Kämpferin setzt das Mädchen alles daran, sich und ihren Bruder vor dem väterlichen Einfluss zu retten. Von Sommer zu Sommer spürt sie immer deutlicher, dass sie selbst die Zukunft in sich trägt, wird immer selbstbewusster – ihr Körper aber auch immer weiblicher, sodass sie zusehends ins Visier ihres Vaters gerät.

 
  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (24. April 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • Übersetzung: Sina de Malafosse
  • ISBN-10: 3423282134
  • ISBN-13: 978-3423282130
  • Originaltitel: La Vraie Vie

 
Erneut ein Roman, den ich im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - hierauf war ich angesichts von zahllosen positiven Rezensionen sehr gespannt. Ob er mich begeistern konnte, könnt Ihr hier nachlesen: