Wissen Sie, wie viele Folgen Game of Thrones und House of Dragon (bisher) zusammen aufweisen? Oder haben Sie schon mal gegoogelt (oder eine KI befragt), wie viele einzelne veröffentlichte Musikstücke beide Serien zurzeit aufweisen? Ich sag es Ihnen: Es sind 91 Folgen und es sollen 323 Musikstücke sein. Die Musik wurde unter der Leitung des Kompositeurs Ramin Djawadi geschaffen und wurde vor vierzehn Tagen in der Konzertkirche Neubrandenburg dargeboten.
Nein, nein, es wurden vom Cinema Festival Symphonics Orchestra unter Leitung von Stephen Ellery laut Programmheft ohne Zugabe fünfunddreißig Stücke gespielt. Die Akustik war, wie immer in diesem wunderbaren Musiktempel der Vier-Tore-Stadt, brillant. Optisch spielte das Orchester in schmaler Besetzung, allerdings waren gleich drei Schlagwerker im Einsatz. Die Musikerinnen und Musiker boten Musik vom Feinsten, Soli von Posaune, Waldhorn oder E-Piano wirkten dabei als Glanzpunkte. The Light of Seven, eines der Stücke, in denen der Pianist eine tragende Rolle besitzt, kam dabei etwas kurz, dies zeigt, dass es inzwischen unzählbare Versionen gibt.
Hervorgehoben werden kann das beeindruckende Zusammenwirken von Chor und Orchester, einschließlich der drei Gesangssolisten. Der Bass, Yonatan Pandelaki, begeisterte im zweiten Teil mit dem Lied Regen von Castamaer, bei dem Ellery eine Elektrogitarre spielte und das Stück förmlich zum Rocksong mutierte.