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Dienstag, 16. Juni 2026

Goldammer, Frank: Strandopfer

Aus dem offiziellen Polizeibericht des deutschen Bundeskriminalamtes und der Komenda Wojewódzka Policji Szczecinie:

Sachverhalt:
Am Montag gegen 08:00 Uhr wurde am Hauptstrand von Misdroy (Wasserkante, fester Sand) die Leiche einer männlichen Person entdeckt. Die Identität wurde zweifelsfrei als Joachim Hundt (53), deutscher Staatsbürger, festgestellt. Das Opfer war lediglich mit einer dunklen, eng anliegenden Badehose bekleidet...

Todesursache: Ertrinken...
Fremdkörper: Polierter Bernstein (39g) im Rachen (Blockade der Atemwege)...
Traumata: Keine Anzeichen von Gewaltanwendung, keine Abwehrspuren oder Verletzungen im Mundraum...
Bewertung: Ein Unfall wird aufgrund der Platzierung des Bernsteins ausgeschlossen. Es besteht ein direkter Kausalzusammenhang mit der Entführung der zehnjährigen Luisa....“

Unterschrieben haben den Bericht Lena Schuldt vom deutschen BKA und Adam Krawczyk von der polnischen Polizei.

So steht es im „Offiziellen Polizeibericht“, den der Verlag zum Rezensionsexemplar gleich mit lieferte. Dafür und überhaupt schon mal lieben Dank und ein kleiner Tipp: Ich habe noch nie einen „Inoffiziellen Polizeibericht“ gesehen...
Goldfarben wie der Bernstein, der im Halse stecken blieb...

Donnerstag, 18. September 2025

Günther, Ralf: Ein grenzenloser Sommer

Wer ahnte im Jahre 1988 schon, dass in Kürze bestimmte Beziehungen in deutschen Landen unkompliziert werden sollten, zumindest, was die Überwindung von Grenzen betrifft?

Für Ronni ist die Möglichkeit, zur See zu fahren und andere Länder zu sehen, der Gipfel von Freiheit für einen Sachsen aus Dresden. Ob er aber ohne Onkel „Alex“ auf dem Dampfer hätte anheuern können, spielt letztlich weniger eine Rolle, wohl aber, ob er auf diesem bleiben kann.

Drei Seereisen unternimmt Ronni als Restaurantstewart auf dem Motorschiff ARKONA, welches einst als MS ASTOR und ZDF-Traumschiff über die Meere schipperte. Das über dubiose Wege in den Besitz der DDR gekommene „Urlauberschiff“ wechselt regelmäßig die Reisenden aus, so kommt die DDR zu Devisen und „Westurlauber“ zu billigeren Kreuzfahrten. Auf diese Weise lernt der Dresdner Ronni die Frankfurterin Studentin Sabine und deren Tante Hilde kennen. Die jungen Leute kommen sich näher... Nach der ersten Reise folgt die Trennung. In einem Roman aber gibt es bestimmt ein Wiedersehen....

Freitag, 11. Juli 2025

Marseille 1940 - Ein Einstieg

 


Schon länger schlich ich um dieses Buch herum, Marseille 1940 von Uwe Wittstock, welches Anne PARDEN bereits vor knapp einem Jahr hier im Blog besprochen hat. Nun bot sich an, dem Buch endlich mal zu folgen, welches, ein Geschenk, seit Monaten auf dem Stapel der ungelesenen Bücher lag. Kathrin Matern, die literarisch umtriebige Inhaberinder noch jungen Buchhandlung „Frau Rilke“ in Neustrelitz, hatte Uwe Wittstock eingeladen, der nicht nur diesen Bestseller geschrieben hatte. Am 10. Juli saß ich also im Neustrelitzer Kulturquartier, angenehm mit einem kühlen Blonden und wartete auf Autor und Moderatorin. 

Am Büchertisch hatte ich den Vorgänger entdeckt: Februar 33 und interessant sind die Untertitel:

DER WINTER DER LITERATUR

DIE GROSSE FLUCHT DER LITERATUR

Die Jahreszahlen zeigen es, der Nationalsozialismus greift nach den Größen der deutschen und  Literatur.

Bevor ich mich in den Text versenke, was vermutlich zu einer Doppelbesprechung führen wird, will ich mal zugegeben, das ich nach einem ersten Blick vor Monaten in das Buch ein wenig Panik verspürte: Es erinnerte mich nämlich an an Florian Illies 1913 - und das harrt immer noch nach einem neuen Versuch, da mich diese Unzahl von mir unbekannten bildenden Künstlern verschreckte; etwas, was mit bei den Vertretern der Literatur trotz des umfangreichen Personen-verzeichnisses nicht blühen wird. Das erzählte ich dem Autor beim signieren.  

Es war ein interessanter Abend, der vor allem neugierig macht auf einen Autor, welcher Germanistik studierte und von Hause aus Journalist ist. Wenn solche Leute Sachbücher schreiben, dann sind die ganz sicherlich empfehlenswert. Un was Illies betrifft: dessen Zauber der Stille zähle ich unbedingt dazu.

Mit diesem Abend habe ich meine lit(t)erarischen Aufgaben erweitert, momentan ist allerdings Karl Marx in Algier dran, das eBook aus der Feder von Wittstock erwarb ich unmittelbar nachdem ich mit den Platz für diese Lesung reservierte.



* * *

Bald gibt es mehr - und im September, das las ich vorhin, wenn der Jahrestag der Gründung des Aufbau-Verlages am Weltfriedenstag (01.09.) begangen wird, spricht „Frau Rilke“ mit Professor Carsten Gansel, der hier im Blog schon mehrfach Erwähnung fand.


© Der Bücherjunge

Dienstag, 11. März 2025

Babylon Berlin & Charlie

Hintergründe einer erfolgreichen Romanserie kann man sich ergoogeln und so manches ist mir da begegnet um das Universum des Gereon Rath. Natürlich sind da die zehn Romane und die erfolgreiche Serie Babylon Berlin, dieser Name ist weist vielleicht eher Leserinnen und Leser darauf hin, um was es in der Geschichte geht. Im Sehen der Serie (zweiter Anlauf) und im anschließenden Lesen der Bücher passiert mir dann, dass ich die Charlotte "Charly" Ritter des Buches mehr mag, als die im Film obwohl doch das Gesicht der Liv Lisa Fries untrennbar mit der Romanfigur verbunden ist und das ist auch gut so. Allerdings ist der Lebenslauf oder besser die Herkunft der toughen Berlinerin im Buch die interessantere. Fand ich.

Sonntag, 9. Februar 2025

Rappelvoll bei Frau Rilke

Da hätte ich wohl mindestens eine Stunde vor Beginn dieser Buchlesung bei "Frau Rilke" (alias Kathrin Matern) erscheinen sollen, so blieb nur ein Platz ohne Sicht auf die Hauptakteure; aber ein Glas Rotwein habe ich noch bekommen und bald ging es los.


Montag, 29. April 2024

van Hall, Jörn: Was am Ende blüht

Neustrelitz am 11. April 2024. Buchhandlung „Frau Rilke“. Diese hübsche kleine Buchhandlung besteht noch nicht lange, überlange Regalmeter darf man nicht erwarten, aber die ausgestellte bibliophile Ware scheint durchaus auserlesen.

Eine Buchhandlung im Norden der Republik, einzige Buchhandlung in der ehemaligen herzoglichen Residenzstadt Neustrelitz, die nur für eine begrenzte Menge an Zuhörerinnen und Zuhörern bei Buchlesungen Platz bietet. Angemeldet hatte ich mich daher für diese Lesung von WAS AM ENDE BLÜHT, Autor ist Jörn van Hall, der Neustrelitz und dem Norden sehr verbunden ist.

Bücher, die DDR-Geschichte „transportieren“, vermehren sich gerade auf dem Buchmarkt. Es ist, als ob der Dornröschenschlaf beendet wurde. Nicht nur Sachbücher, auch Romane sind mehr im Angebot. WAS AM ENDE BLÜHT ist solch ein Roman. Das Besondere an ihm ist dabei nicht unbedingt die Geschichte, es ist der Stil.

Samstag, 24. Februar 2024

Ich will Zeugnis ablegen bis zuletzt - Ein gelesenes Theaterprojekt


#niewiederistjetzt

Unter diesem # lesen Mitarbeiter aller Sparten und Genres aus den Tagebüchern von Viktor Klemperer (1881 - 1960). 

Der Literaturprofessor an der Technischen Hochschule überlebte den Holocaust, weil er und seine Frau der bevorstehenden beschlossenen Deportation durch den anglo-amerikanischen Luftangriff auf Dresden am 13. Februar 1945 entgingen. In dem Chaos war es möglich, den gelben Stern auf der Kleidung zu entfernen...

Klemperer veröffentlichte sein Buch über die Sprache des dritten Reiches LTI (Lingua Tertii Imperii) im Jahr 1947, es scheint wichtiger zu werden denn je. Seine Tagebücher wurden 1995 unter ICH WILL ZEUGNIS ABLEGEN BIS ZULETZT veröffentlicht, aus diesen lesen die Theaterleute des "Theaters und Orchesters Neubrandenburg-Neustrelitz".

Zum jetzigen Zeitpunkt können wir unter diesem Link dem Tagebuch folgen.

Momentan hören wir 41 Eintragungen von 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelesen, unter diesen finden wir zum Beispiel Caren Miosga und Charlie Hübner. Es beginnt mit dem Tagebucheintrag vom 21. Februar 1933, drei Wochen nachdem Hitler zum Reichskanzler ernannt wurden war. Wir erleben den Beginn der Herrschaft des Nationalsozialismus bis zum 9. November 1933, noch hält Klemperer Vorlesungen an der TH. Er rechtfertigt an diesem Tag seine weitere Lehrtätigkeit, weil er nicht von dieser Regierung berufen und weil er Deutscher sei...

Eine andere, eine eher ungewöhnliche Buchlesung, die sicher fortgesetzt wird. 

#niewiederistjetzt

© Bücherjunge

Montag, 29. Januar 2024

Perbandt, Anna: Das Pensionat am Holstentor

Was eigentlich hat mich so begeistert an den Frühlingsschwestern, die Anna Perbandt bei der abwechslungsreichen Lesung am 6. Oktober 2023 in Ingolstadt im Kreise weiterer Autorinnen vorstellte?

Das ist ziemlich schnell erklärt: Ich sah Lübeck vor mir. Das Holstentor, die von der Obertrave abgehenden Straßen in die Innenstadt, die schmalen Durchgänge zu den Hinterhöfen der Kaufmannshäuser wuchsen vor dem hörenden „Auge“ auf. Ich sah die Kutsche des Grafen Jago abbiegen in die Große Petersgrube (Straße in Lübeck), wo das Pensionat der Frau Eggers auf die Aufnahme seiner Schwester Nora wartet. Ich weiß nicht mehr, welche Szenen Anna Perbandt las, vielleicht die, in der Nora von Jago von ihrer zukünftigen Lehrerin Gesche Petersen in einem solchen Hinterhofgang in der Engelsgrube (Straße) in der Nähe des Hafenviertels gerettet wird...

Ich weiß, ich war begeistert, denn Lübeck ist eine Stadt zum Verlieben, seit ich dort vor neun Jahren endlich mal einen längeren Lehrgang im Sommer genoss und so die Altstadt kreuz und quer durchwanderte...


Sonntag, 29. Oktober 2023

WINTERHERZ - Angelesen von Ralf Günther

Gestern Abend in Pirna. Der Wahlpirnaer Ralf Günther liest seinen neuen Roman an könnte man sagen, erst vor kurzem kam WINTERHERZ in den Buchhandel. In der Stadtbibliothek Pirna fanden sich eine ganze Menge von interessierten Leserinnen und Lesern ein. 

Schon die Einleitung führte über die historischen Bücher des aus dem Rheinland zugezogenen Wahlsachsen folgerichtig zu WINTERHERZ, erwähnt wurden Goethe (Goethe in Karslbad), eine vielreisende Gräfin Ida von Hahn-Hahn, Carl Gustav Carus (Der Leibarzt), Robert Koch (Arzt der Hoffnung) und einige mehr. WINTERHERZ steht, finde ich, durchaus auch in der „Tradition“ der Weihnachtsbücher, also dem Weihnachtsmarktwunder und den Dresdner Pappen. Moderiert wurde das Gespräch mit dem Autor gekonnt durch Karin Großmann, sie war einst Chefreporterin bei der Sächsischen Zeitung.

Sonntag, 22. Oktober 2023

Merkentrup, Inge: Eines Tages werde ich berühmt sein

Emma Ritter hat ein stattliches Lebensalter erreicht. Geboren wurde sie 1878 in Vechta im Großherzogtum Oldenburg und sie wurde 95 Jahre alt. Aber gehört hatte ich von ihr nie. Allerdings las ich von einer Gruppe Künstler, die die beteiligten Maler DIE BRÜCKE nannten. Schon einmal erzählte ich hier von einer jungen Frau, die einst in Moritzburg auf eine Gruppe von Malern und Modellen traf, die Novelle DIE BADENDE VON MORITZBURG schrieb Ralf Günther im Jahr 2017.

Diese Emma Ritter traf in ihrer jungen Schaffensphase mit den Brücke-Künstlern zusammen. Doch wie traf ich auf Emma? Am 06. Oktober 2023 fand in Ingolstadt eine 7er-Lesung statt. Anlass war die Verleihung der HOMER – Literaturpreise 2023. Im Stadtmuseum Ingolstadt las Inge Merkentrup aus dem biografischen Kunstroman EINES TAGES WERDE ICH BERÜHMT SEIN. Ihr Thema: Emma Ritter expressionistische Malerin.

Dienstag, 25. Juli 2023

Holland Moritz, Patricia: Kaßbergen

Chemnitz war bisher nun nicht die Stadt, die ich unbedingt hätte besuchen wollen. Das liegt nicht an dem alten hässlichen Namen „Rußchemz“ wegen der vielen Kohlenschlote der Industriestadt, die ein paar Jahrzehnte „Karl-Marx-Stadt“ hieß. Es ist auch tatsächlich das erste Mal, dass ich mehr als einen Artikel über die Stadt las, und dann gleich einen Roman.

Der Kaßberg (ˈkăsˌbɛʁɡ̥) ist der bevölkerungsreichste Stadtteil von Chemnitz und zählt zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands.“ (wikipedia)

Über diesen Stadtteil hat Patricia Holland Moritz ihrenRoman Kaßbergen geschrieben, einen Gesellschaftsroman mit einigen wohl autobiografischen Erinnerungen. Fast alles dreht sich um Ulrike, einem Mädchen, dass „unterstützt“ durch Familienangehörige, deren Geschichte und die des Stadtteils erzählt. In Kaßbergen übrigens ist die Luft besser in der Industriestadt, auch daher zogen die Bürger gern auf diese Höhen und „erzählten sich Geschichten von einer glorreichen Vergangenheit“.

Montag, 12. Juni 2023

Bacher, Christina: Hinkels Mord

 In einem großen, fast kreisrunden Raum lernte ich am 24. Mai 2023 die Christina Bacher kennen. In diesem riesigen, fast kreisrunden Raum befanden wir uns in Berlin Kreuzberg und schauten über die Berliner Mauer auf den Berliner Fernsehturm.  Von dieser buchigen Leseveranstaltung schrieb ich bereits hier.

Der Moderator der Veranstaltung, Willi Hetze meinte, dieses Buch hier könnte man in einem Rutsch durchlesen, so war es dann auch - fast.

Um was geht es? Im Jahre 1861 geschieht bei Marburg ein Mord. Eine junge Frau stirbt samt ihrem ungeborenen Kind. Viele Leute nennen sie DAS HINKEL. Sie hinkt etwas, gilt als dumm und dann auch noch der "Braten in der Röhre" - ein Bastard.

Der Mörder ist weithin bekannt, das Opfer eher nicht. Es soll ein schöner Mann gewesen sein, witzig, überzeugend, das Opfer dagegen ist den Menschen eher nicht geläufig. Ludwig Hilberg, der die werdende Mutter mit mehreren Messerstichen und durchgeschnittener Kehle um Leben brachte ist zudem der letzte Verbrecher, der auf der Rabensteiner Richtstätte mit dem Schwert gerichtet wurde. 

Mittwoch, 24. Mai 2023

Wahre Ereignisse und Fiktion - Dreifachlesung im Mauer-Panorama

Im Panorama


Vor einigen Tagen erreichte mich eine Einladung an einen geschichtsträchtigen Ort: An der Kreuzung Mauerstraße - Friedrichstraße, am Checkpoint Charlie, findet sich das große Panorama DIE MAUER von Yadegar Asisi.

Yadegar Asisis Panoramen sind immer einen Besuch wert. Allein Dresden hat er schon zweimal bedacht, einmal als Barockstadt und einmal 1945. Es gab auch schon brasilianischen Regenwald, Rom im 4. Jahrhundert und die Leipziger Völkerschlacht.  

Der Künstler, der 1955 in Wien geboren wurde, in Dresden und Leipzig studierte und in den 80ger Jahren nach Berlin Kreuzberg zog, bekam dort einen Blick vor die Augen, der nicht nur deutsche Politik und Geschichte 28 Jahre lang und darüber hinaus beeinflusste.


Es war der Blick über die Berliner Mauer, die Grenzsicherungsanlagen der DDR, in Richtung Ostberlin. Es ist alles deutlich zu erkennen, der Berliner Fernsehturm lässt auch für Menschen, die diese Sicht nicht aus eigenem Erleben erkennen, sofort wissen, was sie vor sich haben. Zehn Jahre steht das Panorama an diesem Platz, nun soll es vermutlich doch abgebaut werden. Ich finde dies irgendwie unverantwortlich, denn diese Präsentation, welche mit Textauszügen von Oberbürgermeister Reuter bis Walter Ulbricht, mit Licht, Schatten und Musik untermalt ist, toppt jedes Grenzmuseum, das es gibt. Ich weiß, wovon ich gerade schreibe...

Montag, 12. Dezember 2022

Mohr, Francis: Der Alligator

 Ein viel beachtetes Kro... äh, ein Alligator

Als am 22. Mai 2020 im Moskauer Zoo der vermutlich 84 Jahre alte Mississippi-Alligator Saturn starb, überschlugen sich die Meldungen. Am meisten taucht, so man nach dem Alligator googelt, in diesem Zusammenhang A. Hitler auf, dessen Alligator er gewesen sein soll. 

Doch spielt es eigentlich gar keine Rolle, ob der Diktator einen persönlichen Alligator besaß, vielmehr ist an dieser Geschichte interessant, dass sich das Tier nach einem Bombenangriff 1943 auf Berlin retten konnte. Im Jahre 1946 sollen ihn britische Soldaten eingefangen haben, er hatte in den Berliner Gewässern überlebt. Die Briten übergaben ihn an die Rote Armee. So kam er in den Moskauer Zoo. Aber nicht einmal das ist gesichert, die Pressemeldungen (Stern, Tagesspiegel, Welt)

Aus dieser Geschichte hat Francis Mohr ein Buch gemacht, welches von Peter Busch illustriert wurde und wenn Mohr diese Geschichte „bewirbt“ liest er daraus vor, zum Beispiel hier, oder er verbindet das mit Musik...

Mit den obigen Zeilen ist zur Geschichte eigentlich alles gesagt, aber warum soll das Büchlein nun lesenswert sein? Zum einen, weil Joe Louis und Max Schmeling darin vorkommen. Und zwei Diktatoren, die die selbe Frage beantworten müssen. Und selbstredend der Alligator persönlich, der sich besonders geschmeichelt fühlt, wenn die Leute wissen, dass er einer ist und eben kein gewöhnliches Krokodil. Gelegentlich kommentiert Saturn das Geschehen: