Kurzmeinung: Gemütlicher Fantasy-Krimi mit sympathischen Figuren und genau der richtigen Dosis Magie für ein paar entspannte Lesestunden...
UNTERHALTSAMER REIHENAUFTAKT...
Elli Stuart reist nach Witchmore, um ihre bislang unbekannte Großmutter kennenzulernen – und findet sich stattdessen mitten in einem Mordfall wieder. Dass sie dabei nicht nur einen Antiquitätenladen erbt, sondern auch erfährt, dass sie selbst eine Hexe ist, macht den Start in ihr neues Leben nicht gerade einfacher. Mina Giers setzt in diesem Reihenauftakt weniger auf einen ausgeklügelten Kriminalfall als auf eine gemütliche, leicht magische Wohlfühlatmosphäre. Der Mord ist zwar der Ausgangspunkt der Geschichte, doch schnell stehen magische Vorkommnisse, ein gemütliches Café, schräge Bewohner und natürlich der vorlaute Kater im Mittelpunkt. Genau diese Mischung aus Cosy, Magie und einer kleinen Prise Spannung hat für mich den Charme des Buches ausgemacht.
Besonders mochte ich, wie Mina Giers ihre magische Welt aufbaut. Man erfährt immer nur so viel, wie Elli selbst weiß – und weil die Geschichte konsequent aus ihrer Perspektive erzählt wird, entdeckt man Witchmore in aller Ruhe gemeinsam mit ihr. Hexen und andere magische Wesen sowie die Besonderheiten dieses Ortes werden dadurch nicht mit langen Erklärungen serviert, sondern nach und nach enthüllt. Auch die Charaktere passen gut in diese gemütlich-skurrile Welt: Elli ist sympathisch, neugierig und angesichts der völlig neuen Situation etwas ratlos, während einige Nebenfiguren für die nötige Schrulligkeit sorgen. Gerade diese Figuren und ihre Beziehungen zueinander tragen viel zu der Atmosphäre bei. Der Schreibstil ist locker und angenehm zu lesen, mit einer guten Portion Humor und ohne unnötig kompliziert zu werden.
Der Mord hätte für meinen Geschmack durchaus etwas mehr Raum und Raffinesse vertragen können, aber als gemütlich-magische Unterhaltung funktioniert die Geschichte gut. Die Ermittlungen bleiben eher im Hintergrund und sorgen vor allem dafür, dass Elli immer wieder in unerwartete Situationen gerät. Wirklich nervenaufreibend wird es deshalb selten, ein bisschen Spannung und einige Wendungen gibt es hier aber durchaus. Kein Buch, das mich schlaflose Nächte gekostet hat - aber eines, bei dem ich sehr gern noch ein bisschen länger in Witchmore geblieben wäre. Gut, dass Band zwei schon ganz bald erscheint!
Alles in allem ein unterhaltsamer Reihenauftakt...
© Parden
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