Donnerstag, 23. August 2018

Marschall, Anja: Verrat am Kaiser-Wilhelm-Kanal

Vor uns liegt...

...“Das historische Kiel im Zentrum der Weltpolitik“ und 
...„Ein filigranes Sittengemälde einer spannenden Zeit.“ (Buchrücken)

Der Kaiser-Wilhelm-Kanal ist fertig gestellt. In Kiel versucht das Deutsche Kaiserreich Weltpolitik zu machen. Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges ist noch etwas Zeit, aber er wirft seine Schatten schon voraus.
Ein russischer Fürst kommt nach Kiel. Im Hafen liegen zwei Kriegsschiffe gegenüber. Offiziell findet eine Handelsmission statt. In Wirklichkeit pokern alle Staaten um die Gunst der jeweiligen Nachbarn. 1886.

Der Kieler Kriminalkommissar Hauke Sötje untersucht den Tod eines Mädchens an einer Kanalbrücke. Sie trägt sehr teure Spitze um den Unterarm gewickelt. Das macht stutzig doch ist da noch der Graf von Lahn und der verlangt etwas ganz anderes. Der ehemalige Kapitän soll eine Person beschützen. Doch was hat diese mit dem Untergang der Viermastbark zu tun, welche Sötje einst befehligte?

Sonntag, 19. August 2018

Coelho, Paulo: Mata Hari


„Wer war die Frau hinter dem schillernden Mythos?“ Wem ist Paulo Coelho da auf der Spur? Für wen springt er in die Breche und schreibt einen letzten Brief?


Am 07.08.1876 wird in Leuwarden eine Frau geboren: Margaretha Geertruida Zelle. Ein künstlerisch begabtes Mädchen, das ihren zukünftigen Ehemann mit 19 Jahren durch eine Zeitungsannonce kennen lernt. Mit diesem reist sie nach Java und nennt sich später MATA HARI, das bedeutet SONNE oder AUGE DES TAGES. Die Ehe bringt kein Glück, ein Sohn stirbt im dritten Lebensjahr, mit einer Tochter wird sie kaum Verbindung haben.


Doch nach ihrer Rückkehr startet sie eine „Karriere“ als Tänzerin, die sie berühmt machen wird. Das, was sie tanzt, hat nicht viel mit den javanischen nebst anderen exotischen oder orientalischen Tänzen zu tun, als die sie ihre Darstellungen in den Städten Europas ausgibt. Aber sie begeistert ihr (männliches) Publikum, sei es von Adel oder seien sie Bürger. Mata Hari setzt ihre Kunst (?) und ihren Körper ein, um ihr nicht immer aber doch oft luxuriöses Leben zu ermöglichen. So lernt sie natürlich Männer kennen, die genau dies ausnutzen wollen, am Vorabend des 1. Weltkrieges. Dadurch wird sie, älter geworden und nicht mehr erfolgreich, ich würde sagen durch Naivität, zur Spionin bzw. zur Gegenspionin. Frankreich und das Deutsche Kaiserreich wollen sich ihrer bedienen und sie verstrickt sich in kleine und größere Schwindeleien, vermutete Spionage wird ihr zum Verhängnis. Sie wird angeklagt und am 15. Oktober 1917 tritt sie vor ein Peloton. 


Freitag, 17. August 2018

(Zwischen)BlogPost Nr. 126: Verlagspost

Rückkehr von einer Dienstreise: Voller Briefkasten. Zwei Bücherpäckchen. 

Eines davon kommt von Uwe Wittenfeld. Ja, der wurde schon besprochen und seltsamerweise ist das buch nun, in unterschiedlichem Format zweimal vorhanden. Uwe Wittenfeld schreibt, er hat den Roman, den ich bereits am 14. November 2016 besprochen hatte, überarbeitet und die Rezension auch verlinkt. 

Ich schrieb damals: "Endlich mal wieder ein Roman, der mit der geteilten und der gemeinsamen deutschen Geschichte so umgeht, dass sich Ost und West auf Augenhöhe begegnen."   


* * *

Das zweite Päckchen kommt von Kiepenheuer & Witsch. Mit einem langen Brief, in dem der Roman Guten Morgen, Genosse Elefant von Christopher Wilson wärmstens empfohlen wird. Ich glaube ich muss Verlagskontakte zukünftig notieren, denn ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich für den Roman gemeldet habe. Aber wenn die Bücher jetzt automatisch ins Haus flattern...

Erzählt wird "die lustige, traurige, spannende, lehrreiche, herzzerreißende Geschichte des zwölfjährigen Juri" der "rührendste Romanheld aller Zeiten".  Wilson hat, so steht es auf der Webseite des Buches, die Psychologie des Humors studiert und erforscht. Und nun bin ich sehr gespannt und danke schon mal 


© Dresdner Bücherjunge alias KaratekaDD


Montag, 13. August 2018

GUNDERMANN

Bald ist es soweit. Es traut sich einer filmisch an großen Stoff. (Alexander Dresen / Laura Stieler) Bekannt ist er geworden, vielleicht erst so richtig, zumindest im Westen, nach seinem Tod: Gerhard "Gundi" Gundermann. Baggerfahrer im Tagebau, Liedermacher, Rockmusiker, IM...

Es wird nach dem Film auch hier viel zu erzählen sein zu dieser Person, deren Lieder mir in den letzten Jahren mehr und mehr ans Herz gewachsen sind. Ich habe die Bilder der kleinen Theaterstücke mit etwas Klamauk und wichtigen Botschaften der "Brigade Feuerstein" noch vor mir: Zum Beispiel auf Pressefesten in Dresden oder beim "Festival des Politischen Liedes". Daran kann man erkennen, es ist schon eine Weile her...

Vor allem aber die Lieder, nicht nur von der Konserve, sondern gespielt von tollen Bands und guten Freunden, siehe AUFSTURZ (im Video). Aber auch dieser Filmalmanach gefällt mir nach erstem Blättern schon mal sehr gut.

Ich kündige also schon mal an: GUNDERMANN wird hier demnächst zu einer sehr maßgeblichen Person. Vielleicht ist er nun (seit 1989) ein ENGEL ÜBER DEM REVIER - da wo  es solche noch gibt...

Bis bald.
Der Dresdner Bücherjunge




G. Gundermann - Engel über dem Revier

Aufsturz - Alle oder keiner

Randgruppencombo - Keine Zeit mehr


Axel Prahl Band - Der Fährmann


Samstag, 11. August 2018

Mohr, Francis: Flashback Ost

Road Fiction: Used for works in which a journey, as a life-changing experience, is a central part of the Action. [1]

Okay, dann stimmts. Die Reise führt den Polen Stani, den Galizier Igor und den Deutschen Hannes von Leipzig über Dresden nach Opole und nach Lwiw. 

Also, der Hannes pendelt in den achtziger Jahren zwischen Leipzig, da ist er geboren, und Dresden hin und her. Mitte der Neunziger agiert er mit den beiden anderen von Opole aus. Stani „arbeitet“ mehr in Polen, kommt aber mit Igor auch mal bis nach Lwiw. Das ist Igors Heimatstadt und dessen Eltern leben dort. Igor war mal in Deutschland, als Soldat der Roten Armee und spezifische Erlebnisse als solcher, werden Einfluss auf das Ende der Roadfiction haben. An den Anführungszeichen sieht man, dass die „Arbeit“, nun sagen wir mal, zwar gegenständlich aber weniger ehrlich ist. Kurz gesagt, der Hannes nimmt Leuten in Deutschland die Westautos weg, in Opole werden sie umgefriemelt und Igor fährt die Kisten dann in die Ukraine. Mehr muss man zum Modus Operandi nicht erwähnen, nur dass sich das Mitleid bezüglich der ehemaligen Besitzer ob deren Verhalten und Benehmen in Grenzen hält. Kurz, die haben das verdient. [2]

google.map



Montag, 6. August 2018

Nesbø, Jo: Durst

Er hat es wieder getan. Er konnte es nicht lassen. Hätte er sich was anderes einfallen lassen sollen? Hat er ja eigentlich, als er mit DER SOHN oder mit BLOOD AND SNOW auf den Büchermarkt kam. Aber trotzdem: H.H. lässt den Autoren, der ihn erfand, und die Leser wohl nicht los.

Wie gefährlich ist Partner-Dating durch das Internet? Was kann ein Dozent an der Osloer Polizeihochschule zu den Ermittlungen im Fall eines nicht so sehr unbekannten Serientäters beitragen? Befragen wir Jo Nesbø und Harry Hole...


Ja es stimmt, der ehemals ziemlich abgehalfterte Spezialist für Serienmorde, der trockene Alkoholiker Harry Hole ermittelt wieder. Familiär hat sich wohl einiges zum guten gewendet: Sohn Oleg, in DIE LARVE noch mit Drogen erwischt, studiert inzwischen selbst an der genannten Hochschule, Rakel, seine Mutter, ist inzwischen Harrys Frau. So weit so gut...

Mittwoch, 1. August 2018

BlogPost Nr. 125: Sommerloch



Das ist vielleicht eine Hitze. Wann hatten wir das letzte Mal einen solchen Sommer? Da fällt man ganz leicht in ein Sommerloch. So sieht auch dieser Blog nun aus. Sommerloch.

Viel kam nicht dazu. Absoluter Tiefpunkt: FÜNF Beiträge und die Zusammenfassung der Junibeiträge. Das gab es seit der Gründung noch nie. Ergo, schieben wir es auf die Sonne.