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Sonntag, 13. Oktober 2024

BlogPost Nr. 210: Scheer & Dresen & Gundermann & Kundi



Mein lieber alter Freund. Vor einigen Tagen hätten wir deinen sechzigsten Geburtstag feiern sollen. Dein Bruder René erinnert immer daran, aber ihr könnt beide, ebenso wie eure Schwester Lissy versichert sein: im September kommen die Erinnerungen.
Wie oft sprachen wir davon, ob du es, zwischen deinen unzähligen Konzertverpflichtungen für Mission Bühnenrand, es mal nach Neustrelitz schaffst. Heute hätten wir einen doppelten Grund gehabt, der dir bestimmt gefallen hätte. Du hattest im Februar 2019 diesen Kommentar unter einen Post auf meinem Blog verfasst, der mich damals überaus rührte.

Freitag, 4. Oktober 2024

Romantik in Dresden - an einem dritten Oktober

Romantik wird in Dresden groß geschrieben, in diesem Jahr ganz besonders, denn vor 250 Jahren wurde  Caspar David Friedrich geboren. CDF hatte dieses Jahr schon einen Post bei Litterae-Artesque, denn Florian Illies schrieb einen bezaubernden Roman über einen der bekanntesten Maler der Romantik. Im dreißigsten Jahr des Theaterkahns an der Elbe in Dresden, nahm sich Friedrich Wilhelm Junge der Romantik an und das an einem dritten Oktober. Zu diesem Datum aber später mehr.

Montag, 9. September 2024

Dresden (er)lesen 2024

Natürlich folgt der Dresdner Bücherjunge hoch über der Elbe dem Erlebnis Dresden (er)lesen, schon seit Jahren ein Ereignis am Tag des offenen Denkmals. Freunde und Verlage treffen, Musik hören, in Büchern stöbern; als in das in großer Hitze im ausgehenden Sommer des Jahres 2024. Einige Bücher mussten auch mit und diesmal eine Schallplatte.


Frank Goldammer übergab mir den dritten Band von BRUCH ( Bruch 1 / Bruch 2 ); Zeit für ein weiteres internes Gespräch und dann die Präsentation der zweiten Auflage seines Romans Vergissmeinnicht, präsentiert von der Schöpferin unermüdlich für diese Veranstaltung kämpfenden Katharina Salomo. 

Ich lauschte Kästner-Passagen der Serkowitzer Volksoper, die hier schon einen Post hat und unterhielt mich mit deren musikalischem Leiter. Einer meiner Höhepunkte war die "Stimme" Julian Dawsons, der aus seinem Buch über den 1994 verstorbenen Pianisten Nicky Hopkins las und selbst einige der alten Songs zum Besten gab. Was passt das besser als eine Schallplatte?


Montag, 11. März 2024

SHEN YUN - Wenn China in die Oper kommt



Wie das so ist: Da trifft man in den sozialen Medien auf einen Link, verfolgt das Thema auf den verschiedenen Plattformen, zum Beispiel auf YouTube, und dann bekommt man diesen Inhalt erst einmal ständig zu sehen, denn die Software meint, dass Thema gehöre zu den bevorzugten Interessen. 
In diesem Fall zeigte mit das „Tablett“ einige Zeit lang bunte schmissige, akrobatische Tanzszenen, Bühnenbild, Kostüme sowie die Musik waren ganz leicht als chinesisch einzuordnen.

Wie dem auch sei, die Werbung gewann und so führte uns der Weg gestern in die Leipziger Oper. Ein Bahnstreik zwang uns zum Auto. Das Opernhaus wurde im relativ schmucklosen neoklassizistischem Stil zwischen 1954 und 1960 erbaut, und mit Richard Wagners Die Meistersinger von Nürnberg eingeweiht. Eine Wagner-Büste ist das einzige Porträt, welches sich beim durchwandeln des Hauses findet. Keine Künstlerbilder, keine Intendanten oder Opernregisseure, Fotos von Premieren oder Gemälde… 

Ungewohnt für einen, der zwar selten, aber sonst in der Dresdner Semperoper zu finden wäre.  Hier ein Blick in den 2006 renovierten Leipziger Zuschauerraum. Aber dieser Post soll ja nicht die sächsischen Opernhäuser vergleichen. 

Freitag, 9. Februar 2024

Stream: The greatest Night in Pop...

Musikprojekt - Wikipedia

The Making of  for WE ARE THE WORLD - WE ARE THE CHILDREN

Welch Film- und Musikgenuss. Lionel Ritchie erzählt vom „Making of“ einer der weltweit berühmtesten Musikaufnahmen: WE ARE THE WORLD…

Es sei die größte Nacht der Pop-Musik gewesen, damals vor 39 Jahren. Es war eine Menge amerikanischer Stars, die in einer Nacht einen Song aufzunehmen hatten und so viele weilen nicht mehr auf den Bühnen dieser Welt.

Es war die Idee von Harry Belafonte, Geld für die Opfer der Hungersnot in Äthiopien zu sammeln. Den Song schrieben dann Lionel Richie und Michael Jackson. USA for Afrika nannte sich das Projekt und USA steht hier für United Support Artists...

Donnerstag, 8. Februar 2024

Kino: Joan Baez - I AM A NOISE

Nein, Lärm (Noise) war das sicher nicht, was Joan Baez in 60 Jahren Bühne in die Welt gesungen hat. "Geräusche" hat sie schon gemacht, die Friedensaktivistin und Bürgerrechtlerin, die im Jahre 1941 geboren wurde, mit mexikanischen Wurzeln des Großvaters väterlicherseits. Die Mutter war Schottin...

Als die vielleicht bekannteste Folksängerin der Welt am 20.07.2004 auf den Elbwiesen in Dresden sang, war ich, wenn ich mich richtig erinnere, beruflich verhindert; die Chance, ihr im Dresdner Kulturpalast zu lauschen, hatte ich mir allerdings schon am 22.10.1997 nicht nehmen lassen. Diese Stimme, dieser Sopran... Fast dreißig Jahre ist das nun her...

Die Basiskulturfabrik - kurz "Kachelofenfabrik" - in Neustrelitz gehört zu den kleinen Kinos, deren Programm vom großen "Kino" glücklicherweise abweicht, dass man da außerdem gut essen kann, spielt hier keine Rolle. Dort sah ich diesen berührenden, interessanten, informierenden Film von Karen O´Connor, Miri Navasky und Maeve O´Boyle...

Ein sehr persönlicher Film, in dem die 82jährige Sängerin teils barfuß durch die Erinnerungen und Orte streift....

Mittwoch, 27. September 2023

Frank, Ludwig: Auf den Bühnen der Welt

Im Untertitel lesen wir: DIE MACHT DES SCHICKSALS
Aha, Eine MAB - MusikerAutoBiografie. aus dem UltraViolett-Verlag. Dem ungefähr gleichaltrigem weißhaarigen Autor dieses Büchleins lauschte ich am 10. September im Schloss Albrechtsberg. Kenner dieses Blogs wissen, da findet seit sieben Jahren dieses Bücher-Event statt, welches den Namen Dresden (er)lesen trägt. Nun, Katja Völkel vom Verlag wies auf die dünne Broschüre und die Lesung, die folgte, hin...

Oops, Ludwig Frank ist überhaupt kein Musiker, obwohl der kleine Ludwig lange zum Klavier üben "angehalten" wurde und dann mehrere Jahre Unterricht für die Oboe erhielt. Berühmter Dirigent der Vater (wohl nicht nur in der DDR - in der sich die Jugend des Autoren abspielte), berühmt auch die Mutter als Opernsängerin, Wagner & mehr wurde dem Jungen in die Wiege gelegt. Gleichwohl, es war sehr amüsant zu lesen und zu hören, dass der musische Knabe als Musiker nicht die erste Wahl werden sollte und wollte. Ach ja, geboren ist er in Dresden...

Aber wenn der Mann eine MAB schreibt, dann muss er wohl was geleistet haben? Liest man Teil 1 des Büchleins amüsiert man sich über den Jungen, der versonnen die langen Wagneropern hören kann, tappt mit ihm zum ungeliebten Unterricht in "militärisch" anmutenden Musikgymnasien und geht dann mit ihm in die Lehre zum VEB Blechblas. Was er dort lernt ist was Großes, denn im ehemaligen Werk der Gebr. Mönnig lernt er den Instrumentenbau, voll überzeugt, auf diesem Gebiet der Beste werden zu wollen.

Sonntag, 17. September 2023

Dresden (er)lesen 23: Wie wars?

 


Ein buchiger, er"lesener" Sonntag auf Schloss Albrechtsberg über der Elbe in Dresden. Der Gang zu dieser kleinen und feinen Buchmesse am Tag des offenen Denkmals ist inzwischen Tradition. 

Wem ich da alles begegnete, was ich mir ansah, wem ich zuhörte und welche Bücher ich "mitnahm", das könnt ihr natürlich lesen, allerdings verweise ich diesmal auf den Dresden - Blog:


👉  LITTERAE - ARTESQUE - DRESDA 🤙



© Der Bücherjunge


Montag, 17. Juli 2023

Lemper, Ute: Die Zeitreisende - Zwischen Gestern und Morgen


Wie stieß ich einst auf Ute Lemper?
Ein Kinderbuch von Karen Levine mit dem Titel Hanas Koffer handelte von einem jüdischen Mädchen namens Hana, die in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Für die umfangreichere Buchbesprechung recherchierte ich viele Dinge und stieß auf ein Lied von Ilse Weber, das heißt Ich wandre durch Theresienstadt. Dann fand ich unter YouTube eine Interpretin des Liedes und stöberte gleich weiter nach jüdisch und jiddischen Liedern der Ute Lemper. Das war im Frühjahr 2016.



Ute Lemper: Ich wandre durch Theresienstadt (Ilse Weber)


Ein knappes Jahr später spielte der Weltstar in der wunderbaren Konzertkirche von Neustrelitz ihr Programm The 9 secrets nach Paulo Coelhos Roman Die Schriften von Accra. Ungewohnte Musik, neun thematische Lieder und ich hätte mich erst einmal belesen sollen, Ute Lemper sang sie auf englisch. Ich lehnte mich zurück und hörte nur zu. 

Im November 2019 dann erlebte ich ihr Programm Rendezvous mit Marlene im Dresdner Ostra Dome. Die Geschichte dahinter kannte ich schon, so manches hatte ich nachgelesen und tat mich etwas schwer mit Ute Lemper und ihrer Musik, Ute / Marlene begeisterte mich.

Kürzlich entdeckte ich die Biografie, mit dem Titel Die Zeitreisende, auch dazu gibt es eine Liedersammlung auf Englisch, Time Traveller. Es ist bereits die zweite Biografie...

Sonntag, 4. Juni 2023

BlogPost Nr. 194: IM OSTEN GEBOREN…

In den Feuilletons häufen sich die Beiträge zum Thema DER OSTEN… / DIE DDR… Ausgangspunkt ist das Buch des Literaturprofessors Dirk Oschmann mit dem Titel DER OSTEN - Eine westdeutsche Erfindung? Diesem gegenüber steht das Buch DIESSEITS DER MAUER - Eine neu Geschichte der DDR von 1949 bis 1990. Geschrieben hat es Katja Hoyer. 

Auf Facebook folge ich meist mit vollem Interesse den Beiträgen des Historikers Sascha Ilko Kowalczuk, der sich zu diesen Themen sehr oft eingelassen hat, an dem Buch der Historikerin Hoyer keinen guten Faden lässt und auch Dirk Oschmann, gleicher Jahrgang (1967), kritisiert. 

Nr. 194
Nun komme ich doch nicht umhin, beide Bücher zu lesen. Oschmann habe ich bereits gehört, Hoyer befindet sich auf dem eReader. Ich habe nämlich vor, beide zu kommentieren, da die Diskussion aus meiner Sicht, die ich durchaus eine „DDR-individuelle“ nennen möchte, einige Dinge außer acht lässt. Das wird bedeuten, dass ich in meine eigene Vergangenheit, mein Leben zurückblicken werde, denn ich bin (nur) vier Jahre älter als Kowalczuk und Oschmann.   

* * *

Hier allerdings sein auf nur einen Aspekt verwiesen und der ist ein musikalischer:

IM OSTEN GEBOREN (Part 1)


IM OSTEN GEBOREN (Part 2)



Jede  einzelne Zeile, jeder angesungene Titel, die unter OSTROCK fallen, war für nicht sofort zuzuordnen. Und die alten Schallplatten habe ich auch mal wieder gespielt. 

Bis bald,

© Der Bücherjunge

Freitag, 3. März 2023

Leon, Donna: Ein Leben in Geschichten

Diese Autorin wird, obwohl Amerikanerin, vor allem mit Venedig verbunden. Die sie viele Jahre in der Lagunenstadt gelebt hat, dürften sich Geschichten oft um diese Stadt drehen, auch wenn MEIN VENEDIG schon Geschichten aus ihrer Feder enthält. Ansonsten kennen wir sie durch ihre nun schon einunddreißigfache Romanfigur Commissario Guido Brunetti

Mit nunmehr 80 Jahren schreibt Donna Leon im Vorwort zu diesem Buch:

„Das Allerbeste aber, zumindest für mich, ist das weitere Zusammensein mit Brunetti, seiner Familie und seinen Freunden, und dass ich ihm Gelegenheit geben kann, noch mehr von sich und seiner Vergangenheit, von seinen Gedanken und Gefühlen zu erzählen.“ (Seite 9)

Ich fange mal etwas weiter hinten im Büchlein an: Brunetti wird in diesem Büchlein, natürlich aus dem Diogenes-Verlag, nur im Zusammenhang mit einem Brief für den Questore erwähnt. So wie der Gullydeckel aus dem einst Indiana Jones auf dem letzten Kreuzzug kroch, gern von den Touristen fotografiert wird, gilt dies auch für den Balkon der Familie Brunetti und die Film-Questura, in der der Commissario arbeitet. 

Dienstag, 24. Januar 2023

Verdi, Guiseppe: AIDA in der Semperoper Dresden

 

Link zur Semperoper


Ein Opernbesuch ist wohl selten geworden, wenn ich so darüber nachdenke, wann ich das letzte Mail in einer war.  War es wirklich Madame Butterfly (Puccini) im Teatro Avenida in Buenos Aires? Aber das wäre ja im Jahr 2007 gewesen... Statt dessen sah ich wohl mehr Musicals und Operetten...




Dresdner Semperoper (c) Bücherjunge


Donnerstag, 22. Dezember 2022

80? - Jetzt schon?

Lieber Reinhard Mey, 

https://www.reinhard-mey.de/blog/danke-ihr-lieben-2/


ich gehöre zu denen, die dich „kennen“, aber eigentlich kennen dich alle. Heute nun sind über all Kommentare über Kommentare zu lesen, die reduzieren sich teilweise aus „Startbahn 03“ oder diesen Brief, den du in Bezug auf den Ukraine-Krieg unterschrieben hast. Nein, darauf lasse ich mich jetzt nicht ein, nicht, weil ich hier anderer Meinung bin, sondern weil ich meine Reinhard-Mey-Geschichte erzählen will.


Mittwoch, 12. Oktober 2022

Kuegler, Dietmar: Walk the Line...

 ... Dyess Colony - Die Heimat von Johnny Cash

Vor zwei Wochen verstarb 91jährig die Country-Ikone Loretta Lynn. Litterae-Artesque veröffentlichte dazu einen kleinen Nachruf. The Coal Miner´s Daughter entstammte einer Bergarbeiterfamilie, was in dem Film Nashville Lady eindrucksvoll zur Geltung kam. Außerdem erinnerte die Geschichte an die Hillbilly-Elegie von J.D. Vance. Das ich aber überhaupt darauf aufmerksam wurde, ist dem Post von Dietmar Kuegler zu verdanken und mit ihm entspann sich eine kurze ergiebige Diskussion zu den Wurzeln der Country-Musik.

Während wir zuerst über die Hillbilly sprachen und die erstaunliche Hinwendung des Autors Vance nicht nur zu den Republikanern, sondern ebenso über dessen eigene Bewerbung um einen Sitz im Senat mit Unterstützung des Trump-Umfeldes, tauchte so am Diskussionsfirmanent der vermutlich bekannteste Country-Sänger Johnny Cash auf. Kuegler erwähnte im Zusammenhang mit den Hillbilly-Wurzeln das Heft 54 der Country Ideals mit dem Titel Walk the Line. Dyess Colony: Davon hatte ich noch nie etwas gehört. Nun liegt es vor mir. Walk the Line, das war der Titel des Musikfilm über J. Cash.


Inhalt. Nein, es ist keine Biografie von Johnny Cash. Dietmar Kuegler erzählt natürlich die Geschichte der Familie Cash, die durch den sogenannten New Deal der Administration Roosevelt eine neue Chance bekommt, konnten sie ihre bisherige Farm in Folge der Weltwirtschaftskrise nicht halten.

Mittwoch, 5. Oktober 2022

Nashville Lady no longer sings...

BP 180
Gestern war es, da ereilte uns die Nachricht, dass "Nashville Lady" nicht mehr unter uns weilt. Nashville Lady ist eigentlich ein Filmtitel, und auch nur der Titel der deutschen Fassung von Coal Miner´s Daughter, dem Film nach ihrer Autobiografie: 

Loretta Lynn, geboren am 14. April 1932 in Butcher Hollow, starb gestern am 4. Oktober 2022 in Hurricane Mills.

Nicht, dass ich nun der eingeschworene County-Music-Fan wäre, aber solche Musikfilme faszinieren mich und Nashville Lady machte mich mit Loretta Lynn bekannt. In diesem holt der Draufgänger Doolittle des Coal Miner´s Töchterchen aus der Bergarbeitersiedlung weg. Der Leichtfuß schenkt ihr eine Gitarre und "zwingt" seine junge Frau zum singen. Wer hätte wohl gedacht, dass Loretta Lynn eine der bekanntesten Sängerinnen werden würde.


Fotos und Szenenbilder

Donnerstag, 21. Juli 2022

Bertrams, Victoria: Eileens Ende

Victoria Betrams taucht hier im Blog erstmals auf. Obwohl Ines Behrendt und John Raymond bereits einmal Gegenstand einer Buchbesprechung waren. Das Buch hieß NIEMAND KENNT DICH, WENN DU AM BODEN LIEGST. Nur, dieses Werk stammt von Beate Baum, die hier ebenfalls schon mehrfach erwähnt wurde. Machen wir es kurz: Victoria Bertrams ist eins Pseudonym, wobei nun die Frage steht, warum die Autorin es nicht beim Pseudonym belassen hat, beim dritten Buch der BALLADE VON JOHN UND INES (So der Titel der ersten Geschichte)

Diesmal führt die Autorin die beiden jungen Musiker, die in Liverpool Musik studieren, nach Irland. Johns Mutter ist gestorben, zu der der Sohn allerdings keinen Kontakt mehr hatte. Die Familienverhältnisse sind zerrüttet und dann noch irische Zustände...

John und Ines begeben sich auf die Spuren von Larissa „Larry“, die in einer Kneipe jobbte und lernen allerlei Leute kennen. So nach und nach glauben sie an einen unnatürlichen Tod und später sogar an Mord.


In letzter Zeit führen mich Bücher öfter nach Irland, was ich für einen Zufall halte. Dabei war viel zu lernen über die irische Gesellschaft, den Weg in die Unabhängigkeit und zum Beispiel darüber, dass noch bis in die neunziger Jahre Frauen ihre unehelichen Kinder weggenommen wurden. Ein wenig von den Nachwehen finden sich auch in dieser Geschichte...

Sonntag, 19. Juni 2022

UDOPIUM - Ein fast spontaner Einfall

Achtzehnter Juni 2022. Dresdner Rudolf-Harbig-Stadion. Genannt Dynaaaamooooo!-Stadion. Neunzehn Uhr. Irre warm im Kessel. Aber das Bier ist kalt. Warten auf Udo. Udo Lindenberg. Irgendwie war Gundolf „Kundi“  mit dabei. Zumindest hatte den der  VIZE auf dem T-Shirt mitgebracht. Mit Kundi, also zu dritt - Sorry Petra, du weißt wie ich das meine - wäre es perfekt gewesen. 

Auf der Autobahn nach Dresden rief ich den alten Freund an, einfach so. Der meinte, er fährt nach Dresden. Dahin war ich auch unterwegs. „Willst du zum Lindenberg-Konzert?“ „Ja!“ 

Bei einem bekannten Anbieter bekam ich noch eine Karte, um mir auf dem heiligen Rasen ein wenig die Füße platt zu stehen. 

Die Frage nach der Vorband erübrigte sich, denn: "Wer eine derartig singuläre Stellung in der deutschen Rock-Szene hat, kann sich einfach nicht von anderen die Bude vorheizen lassen. Udo Lindenberg verzichtet bewusst auf eine Supportband, seine Fans bringt der 76-Jährige, lieber selbst auf Touren. Mit Vollgas selbstverständlich." (Sächsische Zeitung)


Zwei Stunden bunte Show ohne Pause vom Altmeister. Mein altes Problem, irgendwie verstehe ich bei solchen Veranstaltungen kaum was da vorn gesprochen oder gesungen wird. Aber bei Udo gibt es so einige Songs, die sogar ich mitsingen kann, sogar von den alten, ich denke da an „Andrea Doria“ oder die „Honky-Tonk-Show“. Und dann natürlich „Cello“ und „Horizont“, „Reeperbahn“ .

Sonntag, 10. April 2022

Riley, Lucinda: Die Sturmschwester

Es ist noch nicht lange her, da erschien hier auf unserem Blog die Rezension zu Die sieben Schwestern von Lucindy Riley. Das Buch bildet den Auftakt zur einer insgesamt achtbändigen Reihe, wobei das achte Buch erst im nächsten Jahr erscheinen wird. Begonnen hatte das Lesevergnügen aber bereits im Januar mit Schwester Nr. 5 – mit der Mondschwester. Nun, nach dem Hören des zweiten Bandes der Reihe und nach insgesamt drei Büchern bestätigt sich langsam der Gedanke, dass die Bücher süchtig machen können.

Sechs Mädchen hat Pa Salt adoptiert und diese nach den Plejaden genannt. Als der inzwischen Achtzigjährige unerwartet stirbt, eilen die Frauen nach Genf. Dort erhalten die sechs (?) Frauen einen Brief des Adoptivvaters und die Koordinaten, die auf ihre jeweilige Herkunft hinweisen. Die Reihe beginnt mit der Ältesten, Maia, die ihre Wurzeln in Südamerika findet. Die für die Plejaden notwendige siebente Schwester gilt als verschwunden.


Alcyone, Ally war gerade mit ihrem Freund und Seglerkapitän auf See, als sie die Titan, die Yacht ihres Vaters sichten. Als diese abdreht, will die Seglerin und Flötistin wissen, warum, von den Schwestern erfährt sie, dass wohl gerade die Asche Pa Salts dem Meer übergeben wurden war. Aber erst später wird sie sich auf die Suche nach den eigenen Wurzeln begeben. Ally entschließt sich nach einer Katastrophe, nach Norwegen zu reisen, durch die Hinweise des Vaters hat sie ein Buch gelesen, welches von einem Musiker und einer Sängerin im Jahre 1876 handelt. 

Freitag, 7. Januar 2022

Riley, Lucinda: Die Mondschwester

Sieben Töchter hatte einst der Titan Atlas, der den Erdball auf den Schultern trägt, mit Pleione, welche die Seefahrer beschützt. Das Sternbild der Plejaden ist nach diesen benannt. Die sieben Schwestern hießen Alkyone, Asterope, Elektra, Kelaino, Maia, Merope und Taygete. Asterope heiratete einst den Menschen Sisyphus. Das ist der, der bis in alle Ewigkeit einen Stein auf einen Hügel rollt, der ihm kurz vor dem Ziel immer wieder entgleitet. Dafür schämt sie sich, daher der Schleier, der den Stern Asterepoe nicht so hell strahlen lässt, wie die anderen sechs.

In der Familie fiel zuerst das Buch auf, in dem es um Taygete geht. Dafür gibt es einen Grund: Auf dem Cover ist die Alhambra abgebildet, die schon mehrmals Gegenstand in unserem Blog war. In der Rezension zum historischen Roman über eine Maurin und in einer Geschichte über Prinzessinnen – beheimatet in Andalusien, in Granada.

Granada hat es uns angetan und erst vor kurzem waren wir wieder einmal dort. Im letzten September war es, da besuchten wir auch den Albaicín und Sacramonte, das Viertel mit den Höhlen der andalusischen Gitanos – der Wiege des Flamencos.


Samstag, 25. September 2021

Baum, Beate: Niemand kennt dich, ...

 ... wenn du am Boden liegst.

Welch langer Titel für einen relativ kurzen Roman. „Musikerroman“ steht unter dem Titel. Musikerroman? Ein Blick auf die Webseite der Autorin offenbart sogar eine eigenen Rubrik für dieses Genre. 

Um was geht es? Die Band The Distant Stars mit dem schottischen Frontman Tim Cantely spielt zu Beginn auf den Elbwiesen. Das ist schon mal eine Konzertadresse, haben die Musiker doch die brühlsche Terrasse mit der barocken Kulisse der Dresdner Altstadt im Rücken. Dem Konzert lauschen Ines und Kevin, Bruder und Schwester, begeistert nicht nur von der Band sondern vor allem von den Soli des Gitarristen John Raymond. Wer jetzt schon auf die Webseite unter Musikerromane geschaut hat, findet dort auch die Ballade Ines und John, womit klar ist, die beiden sind verbandelt.

Das Konzert endet mit Stress, denn 23 Uhr hat Ruhe zu sein. (Das wusste ich noch gar nicht...) Als nächste Station steht Dortmund auf dem Programm, wen wundert´s, bei der Biografie der Wahldresdnerin Beate Baum. Bevor wir uns nach Dortmund bewegen, besuchen wir erst mal die Szenekneipe Planwirtschaft.


In Dortmund soll The Distant Stars als Vorband für Eric Clapton auftreten, was schwierig wird, denn dieser Cantely hat vor allem ein Problem, er bevorzugt nämlich zur Vorbereitung seiner Auftritte Mittel, wegen denen man mit der Polizei in Kontakt kommen kann. Tim Cantely allerdings wird gleich noch verhaftet. Mordverdacht. Für das Clapton-Konzert springt Kevin ein, das geht natürlich auch schief, der hatte was in der Cola.