Nun sind sie vorbei, die diesjährigen Operettenfestspiele im Schlosspark Neustrelitz. Auf strelitzius.blog lesen wir, dass 12.310 Zuschauer die 12 Vorstellungen von Emerich Kálmáns Werk gesehen haben. Am 02.Juli kündigte ich an, was die Besucherinnen und Besucher erwartet, sie wurden nicht enttäuscht.
Operetten-Festspiele in Neustrelitz – erneut erklingt der Chárdás im Schlossgarten
Mit der Premiere zur Neuaufführung der Operette Die Chárdásfürstin von Emmerich Kálmán startet am 03. Juli 26 die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz die Festspiele im Schlossgarten Neustrelitz. Elf Aufführungen sind bis zum 26. Juli geplant.
Mittwoch Abend, zwei Tage zuvor im Schlosspark. Generalprobe. Die Sonne scheint vom Zierker See über die Baumwipfel, sie strahlt die Schlosskirche an, deren Backsteintürme hinter der Bühne in den Himmel ragen. Vor der hohen Zuschauertribüne eine Bühne, die aus einem einzigen roten, faltenwerfenden Vorgang zu bestehen scheint. Auf dem Boden liegt allerlei Krims-Krams. Ein Theater im Aufbruch oder im Abriss? Der Bühnenrand sieht aus wie eine Pier oder Mole mit Pollern, sollen da Schiffe anlegen können? Oder ist das der Donaustrand?
Zwischen Kulturveranstaltungen und Romanlesungen ist Beate Baum in Dresden und anderswo unterwegs, in Irland oder in Großbritannien, mit einer Vorliebe für Liverpool. Ihre Dresden-Romane um die Journalistin Kirsten Bertram sind das Ergebnis von Beruf und dem Spaß am Schreiben. Ein Gespräch am Schreibtisch der Autorin.
08. Mai 2026, abends in Neustrelitz: Helene Bukowski ist zu Gast bei Kathrin Matern in deren Buchhandlung „Frau Rilke“. Eine Buchlesung vor vollem Haus. Mit Beifall begrüßen die Gäste den Gast, die meisten dürften wissen, wem sie die nächsten eineinhalb Stunden zuhören werden.
Vor knapp zwei Monaten:
Eine riesige Halle aus Glas, durchzogen von Stahlstreben. Hinter uns die Zutrittsschleusen für abertausende Besucher in den nächsten Tagen, die gleich uns die Leipziger Buchmesse 2026 besuchen wollen. Die Literaturbühne der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD, ZDF und 3SAT ist erster zentraler Anziehungspunkt. An der Wand das Programm. Um 14:30 Uhr ist Helene Bukowski zu Gast. Hätte dich, Helene, Frau Rilke nicht vor einigen Tagen empfohlen, wäre dieser Termin einer von vielen ungenutzten geworden. Zum festgelegten Zeitpunkt betrittst du die Bühne. Jung, kurze blonde Haare, hell und elegant auffallend gekleidet: in einer Stunde wird der Preis der Leipziger Buchmesse vergeben, du bist nominiert mit Wer möchte nicht im Leben bleiben. Bestimmte Lieder aus den Tagen in einem vergangenen Land werden immer mal wieder zu Buchtiteln. Nur einmal mit den Vögelnziehn war so eines, dass ich 2023 las. Nun hier das bekannte Kinderlied aus einem Jugendfilm von 1959. Darauf komme ich noch einmal zurück.
Wissen Sie, wie viele Folgen Game of Thrones und House of Dragon (bisher) zusammen aufweisen? Oder haben Sie schon mal gegoogelt (oder eine KI befragt), wie viele einzelne veröffentlichte Musikstücke beide Serien zurzeit aufweisen? Ich sag es Ihnen: Es sind 91 Folgen und es sollen 323 Musikstücke sein. Die Musik wurde unter der Leitung des Kompositeurs Ramin Djawadi geschaffen und wurde vor vierzehn Tagen in der Konzertkirche Neubrandenburg dargeboten.
Nein, nein, es wurden vom Cinema Festival Symphonics Orchestra unter Leitung von Stephen Ellery laut Programmheft ohne Zugabe fünfunddreißig Stücke gespielt. Die Akustik war, wie immer in diesem wunderbaren Musiktempel der Vier-Tore-Stadt, brillant. Optisch spielte das Orchester in schmaler Besetzung, allerdings waren gleich drei Schlagwerker im Einsatz. Die Musikerinnen und Musiker boten Musik vom Feinsten, Soli von Posaune, Waldhorn oder E-Piano wirkten dabei als Glanzpunkte. The Light of Seven, eines der Stücke, in denen der Pianist eine tragende Rolle besitzt, kam dabei etwas kurz, dies zeigt, dass es inzwischen unzählbare Versionen gibt.
Hervorgehoben werden kann das beeindruckende Zusammenwirken von Chor und Orchester, einschließlich der drei Gesangssolisten. Der Bass, Yonatan Pandelaki, begeisterte im zweiten Teil mit dem Lied Regen von Castamaer, bei dem Ellery eine Elektrogitarre spielte und das Stück förmlich zum Rocksong mutierte.
Mein lieber alter Freund. Vor einigen Tagen hätten wir deinen sechzigsten Geburtstag feiern sollen. Dein Bruder René erinnert immer daran, aber ihr könnt beide, ebenso wie eure Schwester Lissy versichert sein: im September kommen die Erinnerungen.
Wie oft sprachen wir davon, ob du es, zwischen deinen unzähligen Konzertverpflichtungen für Mission Bühnenrand, es mal nach Neustrelitz schaffst. Heute hätten wir einen doppelten Grund gehabt, der dir bestimmt gefallen hätte. Du hattest im Februar 2019 diesen Kommentar unter einen Post auf meinem Blog verfasst, der mich damals überaus rührte.
Romantik wird in Dresden groß geschrieben, in diesem Jahr ganz besonders, denn vor 250 Jahren wurde Caspar David Friedrich geboren. CDF hatte dieses Jahr schon einen Post bei Litterae-Artesque, denn Florian Illies schrieb einen bezaubernden Roman über einen der bekanntesten Maler der Romantik. Im dreißigsten Jahr des Theaterkahns an der Elbe in Dresden, nahm sich Friedrich Wilhelm Junge der Romantik an und das an einem dritten Oktober. Zu diesem Datum aber später mehr.
Natürlich folgt der Dresdner Bücherjunge hoch über der Elbe dem Erlebnis Dresden (er)lesen, schon seit Jahren ein Ereignis am Tag des offenen Denkmals. Freunde und Verlage treffen, Musik hören, in Büchern stöbern; als in das in großer Hitze im ausgehenden Sommer des Jahres 2024. Einige Bücher mussten auch mit und diesmal eine Schallplatte.
Frank Goldammer übergab mir den dritten Band von BRUCH ( Bruch 1 / Bruch 2 ); Zeit für ein weiteres internes Gespräch und dann die Präsentation der zweiten Auflage seines Romans Vergissmeinnicht, präsentiert von der Schöpferin unermüdlich für diese Veranstaltung kämpfenden Katharina Salomo.
Ich lauschte Kästner-Passagen der Serkowitzer Volksoper, die hier schon einen Post hat und unterhielt mich mit deren musikalischem Leiter. Einer meiner Höhepunkte war die "Stimme" Julian Dawsons, der aus seinem Buch über den 1994 verstorbenen Pianisten Nicky Hopkins las und selbst einige der alten Songs zum Besten gab. Was passt das besser als eine Schallplatte?
Wie das so ist: Da trifft man in den sozialen Medien auf einen Link, verfolgt das Thema auf den verschiedenen Plattformen, zum Beispiel auf YouTube, und dann bekommt man diesen Inhalt erst einmal ständig zu sehen, denn die Software meint, dass Thema gehöre zu den bevorzugten Interessen.
In diesem Fall zeigte mit das „Tablett“ einige Zeit lang bunte schmissige, akrobatische Tanzszenen, Bühnenbild, Kostüme sowie die Musik waren ganz leicht als chinesisch einzuordnen.
Wie dem auch sei, die Werbung gewann und so führte uns der Weg gestern in die Leipziger Oper. Ein Bahnstreik zwang uns zum Auto. Das Opernhaus wurde im relativ schmucklosen neoklassizistischem Stil zwischen 1954 und 1960 erbaut, und mit Richard WagnersDie Meistersinger von Nürnberg eingeweiht. Eine Wagner-Büste ist das einzige Porträt, welches sich beim durchwandeln des Hauses findet. Keine Künstlerbilder, keine Intendanten oder Opernregisseure, Fotos von Premieren oder Gemälde…
Ungewohnt für einen, der zwar selten, aber sonst in der Dresdner Semperoper zu finden wäre. Hier ein Blick in den 2006 renovierten Leipziger Zuschauerraum. Aber dieser Post soll ja nicht die sächsischen Opernhäuser vergleichen.
The Making of for WE ARE THE WORLD - WE ARE THE CHILDREN
Welch Film- und Musikgenuss. Lionel Ritchie erzählt vom „Making of“ einer der weltweit berühmtesten Musikaufnahmen: WE ARE THE WORLD…
Es sei die größte Nacht der Pop-Musik gewesen, damals vor 39 Jahren. Es war eine Menge amerikanischer Stars, die in einer Nacht einen Song aufzunehmen hatten und so viele weilen nicht mehr auf den Bühnen dieser Welt.
Es war die Idee von Harry Belafonte, Geld für die Opfer der Hungersnot in Äthiopien zu sammeln. Den Song schrieben dann Lionel Richie und Michael Jackson.USA for Afrika nannte sich das Projekt und USA steht hier für United Support Artists...
Nein, Lärm (Noise) war das sicher nicht, was Joan Baez in 60 Jahren Bühne in die Welt gesungen hat. "Geräusche" hat sie schon gemacht, die Friedensaktivistin und Bürgerrechtlerin, geboren im Jahre 1941 geboren, mit mexikanischen Wurzeln des Großvaters väterlicherseits. Die Mutter war Schottin...
Als die vielleicht bekannteste Folksängerin der Welt am 20.07.2004 auf den Elbwiesen in Dresden sang, war ich, wenn ich mich richtig erinnere, beruflich verhindert; die Chance, ihr im Dresdner Kulturpalast zu lauschen, hatte ich mir allerdings schon am 22.10.1997 nicht nehmen lassen. Diese Stimme, dieser Sopran... Fast dreißig Jahre ist das nun her...
Die Basiskulturfabrik - kurz "Kachelofenfabrik" - in Neustrelitz gehört zu den kleinen Kinos, deren Programm vom großen "Kino" glücklicherweise abweicht, dass man da außerdem gut essen kann, spielt hier keine Rolle. Dort sah ich diesen berührenden, interessanten, informierenden Film von Karen O´Connor, Miri Navasky und Maeve O´Boyle...
Ein sehr persönlicher Film, in dem die 82jährige Sängerin teils barfuß durch die Erinnerungen und Orte streift....
Im Untertitel lesen wir: DIE MACHT DES SCHICKSALS.
Aha, Eine MAB - MusikerAutoBiografie. aus dem UltraViolett-Verlag. Dem ungefähr gleichaltrigem weißhaarigen Autor dieses Büchleins lauschte ich am 10. September im Schloss Albrechtsberg. Kenner dieses Blogs wissen, da findet seit sieben Jahren dieses Bücher-Event statt, welches den Namen Dresden (er)lesen trägt. Nun, Katja Völkel vom Verlag wies auf die dünne Broschüre und die Lesung, die folgte, hin...
Oops, Ludwig Frankist überhaupt kein Musiker, obwohl der kleine Ludwig lange zum Klavier üben "angehalten" wurde und dann mehrere Jahre Unterricht für die Oboe erhielt. Berühmter Dirigent der Vater (wohl nicht nur in der DDR - in der sich die Jugend des Autoren abspielte), berühmt auch die Mutter als Opernsängerin, Wagner & mehr wurde dem Jungen in die Wiege gelegt. Gleichwohl, es war sehr amüsant zu lesen und zu hören, dass der musische Knabe als Musiker nicht die erste Wahl werden sollte und wollte. Ach ja, geboren ist er in Dresden...
Aber wenn der Mann eine MAB schreibt, dann muss er wohl was geleistet haben? Liest man Teil 1 des Büchleins amüsiert man sich über den Jungen, der versonnen die langen Wagneropern hören kann, tappt mit ihm zum ungeliebten Unterricht in "militärisch" anmutenden Musikgymnasien und geht dann mit ihm in die Lehre zum VEB Blechblas. Was er dort lernt ist was Großes, denn im ehemaligen Werk der Gebr. Mönnig lernt er den Instrumentenbau, voll überzeugt, auf diesem Gebiet der Beste werden zu wollen.
Ein buchiger, er"lesener" Sonntag auf Schloss Albrechtsberg über der Elbe in Dresden. Der Gang zu dieser kleinen und feinen Buchmesse am Tag des offenen Denkmals ist inzwischen Tradition.
Wem ich da alles begegnete, was ich mir ansah, wem ich zuhörte und welche Bücher ich "mitnahm", das könnt ihr natürlich lesen, allerdings verweise ich diesmal auf den Dresden - Blog:
Wie stieß ich einst auf Ute Lemper? Ein Kinderbuch von Karen Levine mit dem Titel Hanas Koffer handelte von einem jüdischen Mädchen namens Hana, die in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurde. Für die umfangreichere Buchbesprechung recherchierte ich viele Dinge und stieß auf ein Lied von Ilse Weber, das heißt Ich wandre durch Theresienstadt. Dann fand ich unter YouTube eine Interpretin des Liedes und stöberte gleich weiter nach jüdisch und jiddischen Liedern der Ute Lemper. Das war im Frühjahr 2016.
Ute Lemper: Ich wandre durch Theresienstadt (Ilse Weber)
Ein knappes Jahr später spielte der Weltstar in der wunderbaren Konzertkirche von Neustrelitz ihr Programm The 9 secrets nach Paulo Coelhos Roman Die Schriften von Accra. Ungewohnte Musik, neun thematische Lieder und ich hätte mich erst einmal belesen sollen, Ute Lemper sang sie auf englisch. Ich lehnte mich zurück und hörte nur zu.
Im November 2019 dann erlebte ich ihr ProgrammRendezvous mit Marlene im Dresdner Ostra Dome. Die Geschichte dahinter kannte ich schon, so manches hatte ich nachgelesen und tat mich etwas schwer mit Ute Lemper und ihrer Musik, Ute / Marlene begeisterte mich.
Kürzlich entdeckte ich die Biografie, mit dem Titel Die Zeitreisende, auch dazu gibt es eine Liedersammlung auf Englisch, Time Traveller. Es ist bereits die zweite Biografie...
In den Feuilletons häufen sich die Beiträge zum Thema DER OSTEN… / DIE DDR… Ausgangspunkt ist das Buch des Literaturprofessors Dirk Oschmann mit dem Titel DER OSTEN - Eine westdeutsche Erfindung? Diesem gegenüber steht das Buch DIESSEITS DER MAUER - Eine neu Geschichte der DDR von 1949 bis 1990. Geschrieben hat es Katja Hoyer.
Auf Facebook folge ich meist mit vollem Interesse den Beiträgen des Historikers Sascha Ilko Kowalczuk, der sich zu diesen Themen sehr oft eingelassen hat, an dem Buch der Historikerin Hoyer keinen guten Faden lässt und auch Dirk Oschmann, gleicher Jahrgang (1967), kritisiert.
Nr. 194
Nun komme ich doch nicht umhin, beide Bücher zu lesen. Oschmann habe ich bereits gehört, Hoyer befindet sich auf dem eReader. Ich habe nämlich vor, beide zu kommentieren, da die Diskussion aus meiner Sicht, die ich durchaus eine „DDR-individuelle“ nennen möchte, einige Dinge außer acht lässt. Das wird bedeuten, dass ich in meine eigene Vergangenheit, mein Leben zurückblicken werde, denn ich bin (nur) vier Jahre älter als Kowalczuk und Oschmann.
* * *
Hier allerdings sein auf nur einen Aspekt verwiesen und der ist ein musikalischer:
IM OSTEN GEBOREN (Part 1)
IM OSTEN GEBOREN (Part 2)
Jede einzelne Zeile, jeder angesungene Titel, die unter OSTROCK fallen, war für nicht sofort zuzuordnen. Und die alten Schallplatten habe ich auch mal wieder gespielt.
Diese Autorin wird, obwohl Amerikanerin, vor allem mit Venedig verbunden. Die sie viele Jahre in der Lagunenstadt gelebt hat, dürften sich Geschichten oft um diese Stadt drehen, auch wenn MEIN VENEDIG schon Geschichten aus ihrer Feder enthält. Ansonsten kennen wir sie durch ihre nun schon einunddreißigfache Romanfigur Commissario Guido Brunetti.
Mit nunmehr 80 Jahren schreibt Donna Leon im Vorwort zu diesem Buch:
„Das Allerbeste aber, zumindest für mich, ist das weitere Zusammensein mit Brunetti, seiner Familie und seinen Freunden, und dass ich ihm Gelegenheit geben kann, noch mehr von sich und seiner Vergangenheit, von seinen Gedanken und Gefühlen zu erzählen.“ (Seite 9)
Ich fange mal etwas weiter hinten im Büchlein an: Brunetti wird in diesem Büchlein, natürlich aus dem Diogenes-Verlag, nur im Zusammenhang mit einem Brief für den Questore erwähnt. So wie der Gullydeckel aus dem einst Indiana Jones auf dem letzten Kreuzzug kroch, gern von den Touristen fotografiert wird, gilt dies auch für den Balkon der Familie Brunetti und die Film-Questura, in der der Commissario arbeitet.
Ein Opernbesuch ist wohl selten geworden, wenn ich so darüber nachdenke, wann ich das letzte Mail in einer war. War es wirklich Madame Butterfly (Puccini) im Teatro Avenida in Buenos Aires? Aber das wäre ja im Jahr 2007 gewesen... Statt dessen sah ich wohl mehr Musicals und Operetten...
ich gehöre zu denen, die dich „kennen“, aber eigentlich kennen dich alle. Heute nun sind über all Kommentare über Kommentare zu lesen, die reduzieren sich teilweise aus „Startbahn 03“ oder diesen Brief, den du in Bezug auf den Ukraine-Krieg unterschrieben hast. Nein, darauf lasse ich mich jetzt nicht ein, nicht, weil ich hier anderer Meinung bin, sondern weil ich meine Reinhard-Mey-Geschichte erzählen will.
Vor zwei Wochen verstarb 91jährig die Country-Ikone Loretta Lynn. Litterae-Artesque veröffentlichte dazu einen kleinen Nachruf. The Coal Miner´s Daughter entstammte einer Bergarbeiterfamilie, was in dem Film Nashville Lady eindrucksvoll zur Geltung kam. Außerdem erinnerte die Geschichte an die Hillbilly-Elegie von J.D. Vance. Das ich aber überhaupt darauf aufmerksam wurde, ist dem Post von Dietmar Kuegler zu verdanken und mit ihm entspann sich eine kurze ergiebige Diskussion zu den Wurzeln der Country-Musik.
Während wir zuerst über die Hillbilly sprachen und die erstaunliche Hinwendung des Autors Vance nicht nur zu den Republikanern, sondern ebenso über dessen eigene Bewerbung um einen Sitz im Senat mit Unterstützung des Trump-Umfeldes, tauchte so am Diskussionsfirmanent der vermutlich bekannteste Country-Sänger Johnny Cash auf. Kuegler erwähnte im Zusammenhang mit den Hillbilly-Wurzeln das Heft 54 der Country Ideals mit dem Titel Walk the Line. Dyess Colony: Davon hatte ich noch nie etwas gehört. Nun liegt es vor mir. Walk the Line, das war der Titel des Musikfilm über J. Cash.
Inhalt. Nein, es ist keine Biografie von Johnny Cash. Dietmar Kuegler erzählt natürlich die Geschichte der Familie Cash, die durch den sogenannten New Deal der Administration Roosevelt eine neue Chance bekommt, konnten sie ihre bisherige Farm in Folge der Weltwirtschaftskrise nicht halten.
Gestern war es, da ereilte uns die Nachricht, dass "Nashville Lady" nicht mehr unter uns weilt. Nashville Lady ist eigentlich ein Filmtitel, und auch nur der Titel der deutschen Fassung von Coal Miner´s Daughter, dem Film nach ihrer Autobiografie:
Loretta Lynn, geboren am 14. April 1932 in Butcher Hollow, starb gestern am 4. Oktober 2022 in Hurricane Mills.
Nicht, dass ich nun der eingeschworene County-Music-Fan wäre, aber solche Musikfilme faszinieren mich und Nashville Lady machte mich mit Loretta Lynn bekannt. In diesem holt der Draufgänger Doolittle des Coal Miner´s Töchterchen aus der Bergarbeitersiedlung weg. Der Leichtfuß schenkt ihr eine Gitarre und "zwingt" seine junge Frau zum singen. Wer hätte wohl gedacht, dass Loretta Lynn eine der bekanntesten Sängerinnen werden würde.