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Sonntag, 17. September 2023

Dresden (er)lesen 23: Wie wars?

 


Ein buchiger, er"lesener" Sonntag auf Schloss Albrechtsberg über der Elbe in Dresden. Der Gang zu dieser kleinen und feinen Buchmesse am Tag des offenen Denkmals ist inzwischen Tradition. 

Wem ich da alles begegnete, was ich mir ansah, wem ich zuhörte und welche Bücher ich "mitnahm", das könnt ihr natürlich lesen, allerdings verweise ich diesmal auf den Dresden - Blog:


👉  LITTERAE - ARTESQUE - DRESDA 🤙



© Der Bücherjunge


Donnerstag, 2. Dezember 2021

Flaubert, Gustave: Bibliomanie

Der Buchhändler und Antiquar Giacomo lebt zurückgezogen in einer stillen Gasse in Barcelona. Seine Liebe gilt allein den Büchern. Er berauscht sich am Geruch ihres Papiers, dem Einband, der Vergoldung der Lettern und der Druckerschwärze. Sein Traum: der Aufbau einer eigenen Bibliothek. Bei dem Erwerb bibliophiler Schätze steht ihm allerdings sein Rivale Baptisto im Weg, der Buchhändler vom Königsplatz. Allmählich steigert sich Giacomos Leidenschaft zum verbrecherischen Wahn...
(Klappentext)
 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ Insel Verlag; 1. Edition (7. März 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Übersetzung : Erwin Rieger 
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 68 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3458205292
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3458205296
 
 
 
 
 
Uwe alias

Dienstag, 4. Mai 2021

Flaubert, Gustave: Bibliomania

Wenn ein Buch schon mit BIBLIOMANIE betitelt wird, dann sollte es wenigstens dazu führen, dass man es allein schon wegen seiner äußeren Gestalt besitzen möchte. Obwohl, es ist ja ein Insel-Büchlein und dann noch eines von der kleineren Sorte. Es hat die Größe eines Oktav-Heftchens und passt in die Innentasche eines Sakkos. Ich schau es an und sehe ein gefesseltes, ein förmlich verschnürtes Bücherregal...

Der Bibliomanie, das lernte ich einst bei Umberto Eco, bin ich wohl nicht verfallen, der BIBLIOPHILIE schon eher. Der italienische Professor widmete der Kunst des Bücherliebens ein ganzes Buch. Erst kürzlich war von diesem hier und nicht zum ersten Mal Geschriebenes zu lesen. Vermutlich hat Eco, nein, ganz sicherlich, den Verfasser des Büchleins gekannt, heißt, er hat ihn bestimmt gelesen. Eher nicht wegen des Titels, sondern überhaupt, denn es handelt sich um den Franzosen Gustave Flaubert (1821 – 1880).


* * *

„In einer engen, düsteren Gasse Barcelonas lebte vor einiger Zeit ein Mann mit bleicher Stirn und trüben tiefliegenden Augen, ein satanischer und wunderlicher Mensch, wie Hoffmann in seinen Träumen sie entdeckt hat... Er zählte dreißig Jahre und galt schon für alt und verbraucht; seine Gestalt war hoch, aber vornübergebeugt, wie die eines Greises; sein langes Haar wehte schlohweiß im Winde; seine starken sehnigen Hände waren vertrocknet und mit Runzeln bedeckt; sein Gewand armselig und zerschlissen. Er sah linkisch und verlegen aus, sein Gesicht war bleich, traurig häßlich, ja sogar unbedeutend...“ (Seite 7) 

Montag, 3. Mai 2021

Eco, Umberto: Die Kunst des Bücherliebens

"Ein Buch ist unersetzbar. Was in ihm 'drinsteht', kann man vielleicht auch anders mitteilen, doch jeder wirkliche Leser weiß, daß ihm sein Lieblingsbuch nur in der Form etwas bedeutet, wie es bei ihm im Schrank steht". (Klappentext)

Umberto Eco, Professor, Romancier (ob er den Begriff leiden kann?), Bücherliebhaber, Sammler, Autor von "Der Name der Rose" und so komplizierten Werken wie "Das Foucaultsche Pendel" hat hier ein Buch verlegt, besser Auszüge aus mehreren Werken bzw. einzelne Aufsätze, die sich mit Büchern, wie sollte es auch anders sein, befassen.

Der geneigte Leser lernt etwas über Bibliophilie, Bibliomanie, Biblioklasmusden gemeinen Sammler und außerdem zwischen diesen Formen zu unterscheiden. Dies geschieht in durchaus humorvoller Art und Weise, wenn sich Eco zum Beispiel über das "pflanzliche Gedächtnis" auslässt, ausgehend davon, dass Bücher ja aus Pflanzen hergestellt werden, zumindest wenn die Seiten aus Papier oder Papyrus sind und nicht aus Pergament und wenn man von den Einbänden absieht, welche aus Leder oder Holz waren, sofern das Buch nicht sowieso eine Rolle darstellt.


Da es historische Bücher, vor allem aus dem 16. und 17. Jahrhundert dem Meister besonders angetan haben, lässt er sich breit über solche aus. Dies ist wohl der Teil des Buches, der als sehr speziell angesehen werden muss. Wen also "Hanau 1609" nicht interessiert, kann getrost weiter blättern um etwas über literarische Narren und ihre "Curiositäten" zu erfahren.