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Sonntag, 5. Oktober 2025

Thiem, Jana: Humboldt & der weiße Tod

 

Dieser Regionalkrimi gehört zu den Oberlausitzkrimis, obwohl sich die Handlung in Dresden abspielt. Die bisher vier "Humboldt-Romane" bezeichnet die Autorin Jana Thiem nämlich als solche. Gefunden hab ich den während Dresden (er)lesen 2025.

Vielleicht liegt das daran, dass neben dem Leiter einer Morduntersuchungskommission bei der KRIPO Dresden eine Journalistin namens Christin Weißenburg eine große Rolle spielt, die besonders in der Lausitz zu Hause ist, schon die wenigen Szenen, die dort spielen, machen Lust auf einen Besuch der Landschaft rund um den Oybin. 

Samstag, 16. August 2025

Baum, Beate: Kunstgerecht (KB 10)

Beate Baum, die sich selbst als Reisejournalistin bezeichnet und eine ausgesprochene Kennerin der Inseln jenseits des Ärmelkanal ist, hat da noch ein zweites Standbein, welches in diesem Jahr gleich zum zehnten Mal hoffentlich nicht nur die Herzen ihrer Stammleser erreichen wird. Kirsten Bertram ist wieder da, ein bißchen das Alter Ego der Autorin. Auch wenn ein paar biografische Details übereinstimmen, Kirsten ist Kirsten und Beate ist Beate, gelegentlich allerdings Viktoria. 

Besagte Kirsten Bertram kommt etwas in die Jahre. Eben war sie noch etwas über 30 (Auf Sendung - KB 1) nun schon jenseits der 50. Ihre Radleistung kreuz und quer durch Dresden kannn sich sehen lassen, gefühlt herrscht im Sommer von KUNSTGERECHT genau die Hitze, die draußen zu finden ist.

Dienstag, 15. Juli 2025

Goldammer, Frank: BRUCH - Am Abgrund

Was es noch zu sagen gibt.
In vier Jahren vier Bücher über eine Geschichte von vier Monaten. Am 16.08.2022 erschien im Rowohlt – Verlag der erste Band, der von Felix BRUCH und Nicole Schauer erzählte.

Zur Dresdner Kriminalpolizeiinspektion, in die Morduntersuchungskommission wurde vor circa vier Monaten Nicole Schauer versetzt. Die Kriminalhauptkommissarin kam wegen der Liebe nach Dresden, kämpfte zusätzlich mit ihrer Gesundheit, die Liebe blieb auf der Strecke und übrig blieb – BRUCH.

Die beiden ermitteln zunächst an einem dunklen Ort nach einem vermissten Mädchen. An sich fand ich, als „ausgewiesener“ Goldammer Kenner und Fan, die Geschichte gewohnt spannend, aber aus professionellen Gründen hadere ich seit jeher mit Kriminalbeamten, deren Zustand gelinde nur als dienstuntauglich bezeichnet werden kann.

Doch wir lesen hier ja Romane, es kam wie erwartet, der zweite Band, sollte mir hoffentlich Näheres zu Felix Bruch erzählen.

Samstag, 7. Juni 2025

Baum, Beate: Tod in Silicon Saxony (KB 2)


Seit dieses ungewöhnliche Dreierteam AUF SENDUNG war, ist einige Zeit vergangen. Außerdem sind Kirsten Bertram (35), die Journalistin und Dale Ingram (36), der Ex-Polizist und jetzige Privatdetektiv, nach Dresden gezogen. Da steht Andreas Rönn (35) wieder in der Tür, der einen Mord beobachtet haben will an einer Freundin namens Susanne.
Diese ist absichtlich, so Rönn, von einem Toyota Carina auf der Königsbrücker Straße überfahren wurden.

Es ist die Zeit, als Kurt Biedenkopf der sächsische Ministerpräsident ist und sich die ersten neuen Mikroelektronik – Firmen im Dresdner Norden ansiedeln. Die Tote arbeitete in der Entwicklungsabteilung eines solchen Micro-Chip-Herstellers.
Die drei müssen wieder zusammenarbeiten....

Sonntag, 20. April 2025

Baum, Beate: Auf Sendung (KB 1)

Schon einige Male wurde hier von einem etwas eigenartigem und einzigartigem Ermittlertrio erzählt. Eine Journalistin aus dem Ruhrgebiet, eine weiterer Journalist und ein ehemaliger amerikanischer Polizist, der sich in Dresden als Privatdetektiv niedergelassen hat. Kirsten, Andreas und Dale führen eine Art Dreiecksbeziehung, beide Männer gehören untrennbar zu ihr. Im Jahre 2001 erfuhren wir in „Dresdner Silberlinge“ erstmalig von den dreien, die eine Erfurter Vorgeschichte haben, auch Beate Baum hat eine solche, aber die Geschichten um Kirsten Bertram, zehn mittlerweile, sind frei erfunden, von Zeiten und Orten der Autorin inspiriert. 

Die Autorin hat die Urgeschichte bereits seit 1991 in der Schublade und 2013 durften die Leserinnen und Leser nun mit ihr in die Vergangenheit reisen. Wir begeben uns in das Jahr 1991 nach Thüringen. Die Zeitungs- und Zeitschriften-Landschaft ändert sich rapide, Fernsehsender entstehen und eine Reihe bisher weniger in diesen Landen bekannte Geschäftsideen machen sich breit. Was davon ist legal, was nicht? Sind da zwei junge Frauen nach einer Stripteaseshow verschwunden? Wurden sie unter falschen Versprechungen nach Nordafrika gelockt? Auf dieser Spur recherchiert der investigative Journalist Andreas. Dann gescheit ein Mord: Hat Andreas was damit zu tun? Kirsten, die sich gerade wegen Dale von ihm getrennt hat, würde ihm gern helfen. 

Sonntag, 23. März 2025

Goldammer, Frank: Haus der Geister


Kennt man den Großvater, versteht man den Enkel. Auch wenn sich Max Heller letztlich viel selbst erarbeitet hat, Gustav scheint ihm vor allem eines mitgegeben zu haben: Pragmatismus und Unglauben. Anders ausgedrückt: Traue nur dir selbst.

Die Geschichte:  Im Jahre 1881 wird Gustav Heller mit dem Thema Geister konfrontiert. Es wird ein ganzes Buch dauern, bis klar wird, was es mit der „weißen Frau“ auf sich hat, die im Niederpoyritz, unweit Pillnitz, also am Wohnsitz der Familie Heller erscheint.

Bis dahin aber müssen sich Kriminalrat Heller und sein Assistent Schrumm mit einer Reihe von Todesfällen beschäftigen, von denen einige wie Selbstmorde aussehen. In einer Villa veranstaltet eine Dame sogenannte Séancen – Geisterbeschwörungen. Zur Seite steht dieser ein stumme verunstaltete junge Frau. Die „Selbstmörder“ hängen sich „selbst“ auf dem Dachboden der Villa auf. Es kommt zu einem Selbstversuch, der dem Assistenten ziemlich zusetzt, denn Schrumm ist geneigt, solchen Dingen Glauben zu schenken.
In einem Hotel wird sich zeigen, dass es Verbrechen gibt, die man sich so kaum vorstellen kann – das „rote Verlies“ zu finden erweist sich allerdings als schwierig.

Samstag, 6. Juli 2024

Suchanek, Andreas: Ein blitzsauberer Mord

 

Als Tilly Blich sich den Traum einer eigenen Reinigungsfirma erfüllt, ahnt sie noch nicht, welche Herausforderungen ihr bevorstehen. Die Räumlichkeiten von »Plitz & Blank« entpuppen sich als heruntergekommene Kaschemme im skurrilen Städtchen Untertannbach. Statt als Chefin zu delegieren, muss Tilly wieder selbst den Wischmopp schwingen und stößt bei ihrem ersten großen Auftrag prompt auf die Leiche des ortsansässigen Architekten. Leider hat sie zuvor bereits den Tatort in einen lupenreinen Zustand versetzt – und wird damit sofort zur Hauptverdächtigen des inkompetenten Kriminalhauptkommissars Stubs. Da hilft nur eins: selbst ermitteln. Bewaffnet mit Essigreiniger und unterstützt von Kommissarin Sarah Kraft, dem Abiturienten Leon und Kuchengöttin Gerdy kommt Tilly dem Mörder immer näher. Und gerät dabei selbst in größte Gefahr… (Verlagsbeschreibung)

DNB / Heyne/ 2024 / ISBN 978-3-453-42757-0 / 368 Seiten
 
Reihe: Tilly Blich Bd. 1
 
Andreas Suchanek auf Litterae Artesque: Das Erbe der Macht (Die komplette Schattenchronik)

 

 

Andreas Suchanek ist ein Vielschreiber. Bisher kannte ich ihn nur aus dem Fantasy-Genre, aber hier versucht er sich in einem anderen Metier: einer Krimödie. Zwischendurch muss es bei mir auch einmal etwas Leichteres sein, da kam mir die Leserunde bei Lovelybooks gerade recht. Auch wenn es sich einmal mehr um einen Reihenauftakt handelt und ich bei meinen angefangenen Reihen auch so schon immer wieder den Überblick verliere. Aber sei's drum. Wie mir der erste Band um die ermittelnde Reinigungskraft Tilly Blich gefiel, könnt Ihr jedenfalls hier nachlesen:


Montag, 8. Januar 2024

Baum, Beate: Erwarteter Todesfall

"Wem spielt der Tod des Rentners Manfred Haase in die Hände? Dem Jazzmusiker Janosch, der seinen Lebensunterhalt als Altenpfleger bestreitet, jedenfalls nicht. Journalistin Kirsten Bertram ist sicher, dass er zu unrecht unter Mordverdacht steht, und recherchiert bei Pflegediensten und der Verwandtschaft des Opfers. Vielleicht ist sie aber auch nicht objektiv: Während eines Interviews war sie dem Musiker näher gekommen als geplant."

Diese Zeilen finden wir auf der Webseite der Wahldresdnerin Beate Baum zu ihrem neuesten Kirsten-Bertram-Krimi, es ist bereits der neunte Fall, den sie gemeinsam mit ihrem Mann Andreas und ihrem amerikanischen Freund Dale lösen muss. Der Grund dafür ist für die inzwischen 50jährige investigative Journalistin ein sehr persönlicher und beziehungsgefährdender. Dale scheint diesmal nicht gleich die große Hilfe zu sein. Liegt das an seiner Beziehung zu Franziska, die Kriminalhauptkommissarin, die den Todesfall Haase bearbeitet? Die trat bereits in Fall 8, Dresden rechts außen, in das Geschehen ein.

Dienstag, 22. August 2023

Goldammer, Frank: Bruch - In eisigen Nächten

Das ist schon eine gewisse Zuneigung, eine Art freundschaftliche Verbindung. Wir haben es zwar noch nie geschafft, mal ein Bier oder einen Kaffee gemeinsam zu trinken, trafen uns aber auf diversen Buchmessen, angefangen bei der damaligen Dresdner Schriftgut. im Jahr 2015 war das.

Ich fragte mich so manches Mal, wieso ich auf Frank Goldammers Bücher so abfuhr, entsprechen sie doch, besser entsprachen sie doch überhaupt nicht immer meinen Lesegewohnheiten. Das letzte Mal ging mir das so bei BRUCH – ein dunkler Ort.

Erinnern wir uns, die Kriminalhauptkommissare Felix Bruch und Nicole Schauer ermitteln wegen zweier zeitweise vermisster Mädchen. Dieser Bruch ist der Gipfel aller Ermittler mit einem Knacks, Nicole passt aber zu ihm. Und ohne sie...

Der Fall um die Mädchen wurde im Band 1 abgeschlossen, die Ursache für das Verhalten des seltsamen KHK, der eigentlich in eine Nervenheilanstalt gehört, musste zwangsläufig in einen weiteren Band verschoben werden. Und wieder erleben die beiden eisige Nächte, kommen der Ursache näher und was ist jetzt?  Jetzt braucht es einen dritten Band. Nur wegen des letzten Satzes, der letzten Frage, die Nicol an Felix richtet. Nein nicht nur, denn warum dieser Felix Bruch seltsame Medikamente einwirft, wird auch im blauen Band (noch) nicht ganz geklärt...

Samstag, 25. September 2021

Baum, Beate: Niemand kennt dich, ...

 ... wenn du am Boden liegst.

Welch langer Titel für einen relativ kurzen Roman. „Musikerroman“ steht unter dem Titel. Musikerroman? Ein Blick auf die Webseite der Autorin offenbart sogar eine eigenen Rubrik für dieses Genre. 

Um was geht es? Die Band The Distant Stars mit dem schottischen Frontman Tim Cantely spielt zu Beginn auf den Elbwiesen. Das ist schon mal eine Konzertadresse, haben die Musiker doch die brühlsche Terrasse mit der barocken Kulisse der Dresdner Altstadt im Rücken. Dem Konzert lauschen Ines und Kevin, Bruder und Schwester, begeistert nicht nur von der Band sondern vor allem von den Soli des Gitarristen John Raymond. Wer jetzt schon auf die Webseite unter Musikerromane geschaut hat, findet dort auch die Ballade Ines und John, womit klar ist, die beiden sind verbandelt.

Das Konzert endet mit Stress, denn 23 Uhr hat Ruhe zu sein. (Das wusste ich noch gar nicht...) Als nächste Station steht Dortmund auf dem Programm, wen wundert´s, bei der Biografie der Wahldresdnerin Beate Baum. Bevor wir uns nach Dortmund bewegen, besuchen wir erst mal die Szenekneipe Planwirtschaft.


In Dortmund soll The Distant Stars als Vorband für Eric Clapton auftreten, was schwierig wird, denn dieser Cantely hat vor allem ein Problem, er bevorzugt nämlich zur Vorbereitung seiner Auftritte Mittel, wegen denen man mit der Polizei in Kontakt kommen kann. Tim Cantely allerdings wird gleich noch verhaftet. Mordverdacht. Für das Clapton-Konzert springt Kevin ein, das geht natürlich auch schief, der hatte was in der Cola.

Freitag, 16. April 2021

Raabe, Marc: Schlüssel 17

Ein Thriller. Beelitzer Heilstätten stand irgendwo. Das hatten wir schon mal - ein Grund zum zugreifen. Um was geht´s? Aktuell hängt im Berliner Dom wie ein Kreuz die Leiche einer Pfarrerin, in der Kuppel, sie hat einen Schlüssel um den Hals.

Vor 19 Jahren treffen sich einige Teenager am Teltow-Kanal. eine Mutprobe ergibt einen grausigen Fund: Am Grund des Kanals finden die Mädchen und Jungs eine Leiche mit einem solchen Schlüssel am Hals. einige Zeit später ist der Schlüssel samt der zehnjährigen Schwester von Tom Babylon weg. 


Und nun ermittelt Babylon im Fall der Pfarrerin. Wie so oft, ist auch dieser Ermittler leicht angeschlagen, seit Jahren sucht er nach Viola. Hat er nun eine Spur? Welche Rolle spielen die einzelnen Freunde von einst? Steckt er zu tief in der Sache?

Ihm zur Seite ermittelt eine Psychologin, die selbst mal beim LKA war. Sita Johanns. Er wird sie brauchen...

Tut sich da eine neues Ermittlungsduo auf am Beginn einer Serie?

Sonntag, 11. April 2021

Pieper, Tim: Finstere Havel

Ein Auto wird aus der Havel geborgen, am Steuer eine tote Frau. Beging sie Selbstmord, war es ein Unfall oder wurde sie umgebracht? Die Ermittlungen führen Hauptkommissar Toni Sanftleben in den Naturpark Westhavelland, wo die Biologin an einem großen Flussprojekt mitarbeitete und in ihrer Freizeit den Nachthimmel erforschte. Doch am dunkelsten Ort Deutschlands ist es so finster, dass man die Gefahr nicht kommen sieht.

Quelle: Klappentext

 

 

 

 

 

 

 

  • Herausgeber : Emons Verlag (18. März 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Taschenbuch : 304 Seiten
  • ISBN-10 : 3740811412
  • ISBN-13 : 978-3740811419 
  • Reihe : Toni Sanftleben Havelkrimis (Bd. 5)

 

 

Tim Pieper war der allererste Autor, mit dem ich eine Leserunde erfahren durfte. Bei den Buchgesichtern war das seinerzeit, und es hat mich auf den Geschmack gebracht - sowohl was Leserunden anbelangt als auch im Hinblick auf Tims Bücher. Kein Wunder also, dass ich mich jedesmal freue, wenn ich erfahre, dass wieder ein neues Werk von ihm erscheint! Nun ist auch der fünfte Band der Havel-Krimis gelesen. Ob der mich auch wieder überzeugen konnte, kann man hier nachlesen:

Dienstag, 30. März 2021

Pieper, Tim: Finstere Havel

Wo fange ich an? Bei Tim Pieper? Oder bei Otto Sanftleben? Vielleicht bei Toni Sanftleben? Das ist im Laufe der Jahre nicht so einfach. Bleiben wir besser bei den Havel-Krimis, deren fünfter nun bereits vor uns liegt. 

Die Havel, so sagt es uns Wikipedia ist der „längste rechtsseitige Fluss der Elbe“. Sie hat eine Länge von 394 Kilometer wobei es zwischen Quelle und Mündung nur einen Abstand von 94 Kilometer Luftlinie gibt. Sie entspringt bei Ankershagen in Mecklenburg-Vorpommern, was ich hier schon einmal erwähnte, und mündet in de Nähe der Stadt Havelberg in Sachsen-Anhalt in die Elbe. Es gibt die Obere, die Mittlere, die Untere Havel. Außerdem gibt es noch die Schnelle Havel.

Dabei tut der Flusslauf der gesamten Havel eigentlich nichts zu Sache, denn Tim Pieper betrachtet in seinen Havelkrimis „nur“ kleine Gebiete in der Nähe von Potsdam oder Werder oder Babelsberg, diesmal bewegt sich Toni Sanftleben, Kriminalhauptkommissar, etwas weiter nach Westen, bis hoch in die Nähe des Naturparks Westhavelland und den dortigen Sternenpark.

Nur der Autor kann in etwa nachvollziehen, warum Tim Pieper von nacheinander von der Dunklen, der Kalten, der Tiefen, der Stillen und nun von der Finsteren Havel schreibt. Das hat er selbst zugegeben... 

Schauen wir, was vor uns liegt.

Montag, 20. April 2020

Hochstein, Hartwig (Hg.): Stammtischmorde III




Dreizehn Krimiexperten und Polizeipräsident Bernd Merbitz packen aus.  So steht das auf dem Deckel des Taschenbuches, herausgegeben von Hartwig Hochstein. Ich dachte, das wäre Andreas M. Sturm sein Metier, aber hier trifft sich ein Leipziger Stammtisch und tauscht auf diese Art und Weise seine morbiden Fantasien aus. Da sie dies veröffentlichen, scheint die Gruppe doch ungefährlich zu sein. 

Sonntag, 19. April 2020

Sturm, A.M. (Hg.): Sachsenmorde 3

Langsam komme ich auf den Geschmack. Es könnte zu einer Marotte werden, wahrscheinlich wird es das auch: Jeden Morgen zum Kaffee eine Geschichte lesen. Von Uwe Wittenfeld habe ich "letztens", naja, auf der BuchBerlin im letzten Herbst ein paar Krimibücher bekommen. Eins davon ist Sachsenmorde 3. Unschwer zu erkennen, das es nun schon der dritte Band ist. Entweder ist in Sachsen viel los, heißt, es werden viele Leute umgebracht, oder die Schriftstellerei muss immer mal wieder auf das Genre zurück kommen.

Herausgeber ist Andreas M. Sturm.Er hat schon einige Krimi-Anthologien herausgebracht. Dessen Buch Vollstreckung habe ich schon 2018 auf Litterae-Artesque vorgestellt. Selbst hat er in Sachsenmorde 3 zwei morbide Geschichten beigetragen. SCHABERNACK (Mittelsachsen) fand ich schon mal ganz interessant, da zieht eine Nachbarin auf Rache sinnend alle Register um diesen fiesen alten Nachbarn zur Räson zu bringen, oder gar zur Strecke? AUSSER KONTROLLE (Dresden) gerät einem soeben entlassenen Bankangestellten sein Leben, nachdem ein selbst gedrehter Pornofilm mit seiner Ex über die Monitore der Bank flimmerte.

Freitag, 10. April 2020

Baum, Beate: Dresden rechts außen

Ist es DAS Bild? Das Bild über Dresden? „Rechts Außen?“ Ist es das Bild bestimmter Medien, die allerdings in den letzten 30 Jahren genug Futter bekommen haben: Hoyerswerda, Sebnitz, Rostock...  Das sind nicht alle und doch sticht der „Osten“ heraus.

Doch wer sind diese „besorgten Bürger“ die da „spazieren gehen“, Montags, mit Transparenten, Schildern, Deutschlandfahnen und auf dem Theaterplatz „Lügenpresse!“ und „Merkel muss weg!“ skandieren und die mitteilen, sie wären „nicht Rechts!“ und auch „keine Nazis“. Inzwischen hat sich „Lügenpresse“ in „Systempresse“ gewandelt und überhaupt gipfelt der Sprachgebrauch und die Parolen in:

ABSAUFEN LASSEN!“ – Gemeint sind die Menschen auf den Schlauchbooten auf dem Mittelmeer, hin und her geschoben zwischen Libyen, Italien, Griechenland, Türkei...
Versuchte man noch das Gerede über die „schleichende Islamisierung“ des Abendlandes, als einen Ausdruck mangelnder Geschichtskenntnisse und schmalen Geschichtsbewusstseins eines nicht unerheblichen Teils der Kundgebungsteilnehmer abzutun, spätestens mit diesem „Absaufen lassen!“ (und anderen Parolen) ist jegliche Grenze für mich überschritten.

Für Beate Baum ist diese Grenze vermutlich ebenso überschritten. Die in Dresden wohnende gebürtige Dortmunderin hat in ihrem brandneuen Roman die regelmäßigen Kundgebungen von „BEDECHA“ – den „Bewahrern des christlichen Abendlandes“ – zum Ausgangspunkt einer weiteren Geschichte um das Journalistenpaar Kirsten Bertram und Andreas Rönn gemacht, die in HÄUSERKAMPF und WELTVERLOREN vor Jahren bereits in Litterae - Artesque besprochen wurden.

Sonntag, 3. März 2019

Anders, Marie: Die finnische Socke

Ein Buch, dessen Titel und Cover auf die falsche Fährte führen: hier erwartet den Leser kein nordischer Krimi, sondern ein etwas gemütlicher Regionalkrimi aus Salzburg in Österreich.

Gelesen habe ich diesen unterhaltsamen Krimi im Rahmen einer kleinen Leserunde bei Lovelybooks, an der sich auch die Autorin beteiligt hat. Dies klappt nicht immer reibungslos, aber in diesem Fall war es ein nettes Miteinander. Wie ich den Krimi selbst fand, kann man hier nachlesen:






Donnerstag, 11. Dezember 2014

Baum, Beate: Häuserkampf

"Vorweihnachtszeit in Dresden. Die Journalistin Kirsten Bertram und ihr Freund Andreas Rönn, Lokalchef der "Dresdner Zeitung", freuen sich auf die nahenden Festtage. Das ändert sich schlagartig, als Andreas' ungeliebter Bruder Frank auftaucht. Als Geschäftsführer einer Hamburger Baufirma will er im Dresdner Hechtviertel, einem Teil der Neustadt und ausgewiesenen Sanierungsgebiet, im großen Stil tätig werden. Andreas ist sich sicher, dass sein Bruder dabei mit unlauteren Mitteln vorgeht. Er beginnt zu recherchieren und steht bald nicht nur vor den Abgründen seiner Familiengeschichte, sondern befindet sich mit Kirsten inmitten eines mörderischen Kampfes um die von der Sanierung betroffenen Häuser."

Das erste Buch um das Journalistenpaar Kirsten und Andreas, welches ich las. Denn es ist bereits Band 5 der Kirsten-Bertram-Reihe.

Die kurze und prägnante Inhaltsangabe reicht, um genau diesen kurz zu beschreiben und gleichzeitig nichts weiter zu verraten. Beate Baum hat auch in den weiteren Büchern RUCHLOS (2009) und WELTVERLOREN (2010) Themen ausgesucht, die sich mit ausgewählten Dresdner Stadtvierteln beschäftigen. War es in WELTVERLOREN die Königsbrücker Straße, so ist es hier das HECHTVIERTEL. Es geht um die Sanierung des traditionsreichen Viertels in der Dresdner Neustadt, in dem auch der Erich Kästner Onkel, der Pferdehändler Augustin wohnte, welcher sich später eine Villa am Alberplatz baute.

Samstag, 15. November 2014

Baum, Beate: Weltverloren



"Winter in Dresden. Journalistin Kirsten Bertram liegt im Krankenhaus. Dort lernt sie Marianne "Ännchen" Kulka kennen, die von der Familie Erich Kästners abstammt und einer freikirchlichen Gemeinde angehört. Als Ännchen aus der Klinik entlassen wird, beschließt sie, ihr Leben radikal zu ändern. Sie schließt sich einer Initiative an, die im Namen Kästners den Ausbau der Königsbrücker Straße in der Dresdner Neustadt verhindern will. Doch dann wird ein Praktikant des Erich Kästner Museums ermordet und Ännchen ist die Hauptverdächtige. Kirsten ist hingegen von ihrer Unschuld überzeugt und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ... " (Klappentext)


DNB / Gmeiner-Verlag / Meßkirch 2. 2010 / ISBN-13: 9783839210772 / 276 Seiten


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Erich Kästner kennt jeder. DAS DOPPELTE LOTTCHEN, EMIL´s Detektive, die Freundschaft von PÜNKTCHEN & ANTON, oder die vom KLASSENZIMMER, das fliegen kann. Die Autobiografie ALS ICH EIN KLEINER JUNGE WAR kennen schon nicht mehr so viele. Darin beschreibt ►Kästner seine Kindheit in der Dresdner Neustadt. Dort wurde er in der Königsbrücker Straße im Jahr 1899 geboren. Die Villa seines Onkels Augustin ist heute das ► Erich – Kästner – Museum und steht am Albertplatz, von dem die Königsbrücker Straße in den Dresdner Norden führt.