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Sonntag, 23. März 2025

Goldammer, Frank: Haus der Geister


Kennt man den Großvater, versteht man den Enkel. Auch wenn sich Max Heller letztlich viel selbst erarbeitet hat, Gustav scheint ihm vor allem eines mitgegeben zu haben: Pragmatismus und Unglauben. Anders ausgedrückt: Traue nur dir selbst.

Die Geschichte:  Im Jahre 1881 wird Gustav Heller mit dem Thema Geister konfrontiert. Es wird ein ganzes Buch dauern, bis klar wird, was es mit der „weißen Frau“ auf sich hat, die im Niederpoyritz, unweit Pillnitz, also am Wohnsitz der Familie Heller erscheint.

Bis dahin aber müssen sich Kriminalrat Heller und sein Assistent Schrumm mit einer Reihe von Todesfällen beschäftigen, von denen einige wie Selbstmorde aussehen. In einer Villa veranstaltet eine Dame sogenannte Séancen – Geisterbeschwörungen. Zur Seite steht dieser ein stumme verunstaltete junge Frau. Die „Selbstmörder“ hängen sich „selbst“ auf dem Dachboden der Villa auf. Es kommt zu einem Selbstversuch, der dem Assistenten ziemlich zusetzt, denn Schrumm ist geneigt, solchen Dingen Glauben zu schenken.
In einem Hotel wird sich zeigen, dass es Verbrechen gibt, die man sich so kaum vorstellen kann – das „rote Verlies“ zu finden erweist sich allerdings als schwierig.

Samstag, 5. Oktober 2024

Goldammer, Frank: BRUCH - Durch finstere Zeiten

Es sind wahrlich finstere Zeiten, die Frank Goldammer im dritten Band um die beiden Kriminalhauptkommissare Felix BRUCH und Nicole Schauer heraufbeschwört. 

Wenden wir uns erst einmal diesen beiden zu: Nicole Schauer kommt aus Hamburg nach Dresden, eigentlich wegen der Liebe. Das wird aber nichts und nun wird sie auch noch diesem Bruch zugeteilt, der ein seltsames Exemplar von einem Polizisten darstellt. Nicole ist selber keine mustergültige Kriminalistin, insbesondere bekommt sie bei Zeiten einen Antiaggressionskurs verordnet, dem sie eher widerwillig folgt. Felix dagegen scheint ein schweres Trauma erlitten zu haben. Vor nicht allzu langer Zeit erlitt er mit seinem Kollegen einen Dienstunfall, bei dem Michael verstarb. 

Nun dämmert er irgendwie autistisch dahin, getrennt von Frau und Tochter, er lebt mit seiner Katze in einer unpersönlichen Plattenbauwohnung in Dresden Gorbitz. Warum komme ich auf autistisch? Wenn er mal den Mund aufmacht, dann sind seine Bemerkungen ermittlungsmäßig brillant und er treibt Nicole förmlich voran. 

Zu Beginn schüttelte ich über beide eher den Kopf und so sah die Buchbesprechung zu BRUCH – ein dunkler Ort auch aus.

Die Leser und Leserinnen ahnten es schon, der Dienstunfall kann nicht alleinig Ursache für das (dienstuntaugliche) Verhalten des Kommissars sein. In BRUCH – in eisigen Nächten wird dann der Chef von beiden in seinem Dienstzimmer ermordet. Hat Bruch damit etwas zu tun? Langsam gräbt sich der Autor mit seiner Figur in deren Vergangenheit. An der nimmt nun auch Nicole Anteil, die zugespielten Informationen nachgeht. 

So ganz koscher haben Bruch und Bartko ihren Dienst wohl nicht versehen...

Samstag, 25. Mai 2024

Goldammer, Frank: Tod auf der Elbe

Gleich komme ich auf Frank Goldammer und Gustav Heller zurück, doch bei Tod auf der Elbe fällt mir gleich mal ein anderer Autor ein. Uwe Wittenfeld, ein Bochumer, ließ 2014 eine Frau vom Blauen Wunder auf einen nicht namentlich genannten, aber über 125 Jahre alten Raddampfer fallen. Mauerzwillinge heißt das Buch, den Autor lernte ich auf der Dresdner Schriftgut kennen. Das war im Jahr 2016. Ebenfalls auf der Schriftgut lernte ich zwei Jahre vorher diesen Frank Goldammer kennen, damals war von Max Heller, geschweige denn von dessen Großvater Gustav nichts in Sicht.

Nachdem Goldammer sieben Bände zu den Fällen des Max Heller herausbrachte und auch die (unvollständige?) Vorgeschichte erzählte, liegt vor uns ein noch weiter zurückführendes Buch: In Tod auf der Elbe explodiert der Kessel eines Elbedampfers und Kriminalrat Gustav Heller, Rittmeister und Pferdezüchter, befindet sich in der Nähe, der Dampfer strandet an der Pillnitzer Elbinsel. Allerdings schreiben wir das Jahr 1879.