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Donnerstag, 16. April 2026

Stürickow, Regina: Kommissar Gennat und der Anschlag auf den Orientexpress

Björn Harras liest immer besser. Ein Könner, der jeder handelnden Person ihr besondere Stimmnote verpasst. Mit der Zeit werden Kriminalrat Ernst Gennat, der Leiter der Berliner Mordkommission und sein (fiktiver) Freund Max Kaminski zum Ohrwurm, wenn man, wie der Rezensent hier, in kurzen Abständen bereits das dritte Buch von Regina Stürickow hört. 

Da der Anschlag auf den Orientexpress in Ungarn stattfindet, die mit Österreich eng zusammenhängen, sind auch diverse Österreicher im Spiel und hier übertreibt Harras ein wenig in Anwendung des Dialekts. 

Ausnahmsweise einmal ein paar Bemerkungen zum Sprecher des Hörbuches gleich hier, geht es weiter mit dem Buch.

  • DNB / BeBra Verlag / 2021 / ISBN: 978-3-96201-070-6 / 304 Seiten
  • Audible 8 Stunden und 44 Minuten

Samstag, 11. April 2026

Stürickow, Regina: Kommissar Gennat und die Tote im Reisekorb



Wer Babylon Berlin gesehen hat, kennt den dicken Ernst vom Alexanderplatz. Wenn nicht, dann hat vielleicht Diese oder Jener einen Roman von Regina Stürickow gelesen, in denen die Autorin dem vielleicht bedeutendsten Kriminalisten Berlins eine Art Denkmal setzt.

Kürzlich las ich Teil 1, in dem es um ein spektakulären Raub der Lohngelder der Berliner Verkehrsbetriebe ging. Mit diesem ersten Band begab sich Stürikow mit Ernst Gennat und dem (fiktiven) Helfer und Journalisten Kaminski in das Jahr 1932. Mit Band 2 hier, in dem eine tote Frau in einem Reisekorb von Berlin nach Stettin geschickt wird, lernen die beiden sich kennen. Ein bekannter Fall aus dem Jahre 1916.

Mittwoch, 8. April 2026

Rose-Billert, Brita: Magie Yellow Cloud - Skrupellos

Brita Rose-Billert zu treffen, ist ein Pflichttermin, wenn ein Buchmessen-Termin anliegt. Zu solch einem Treffen kam es auch in diesem Jahr in Leipzig. Als sie mir dort den dritten Band der Maggie Yellow Cloud Reihe in die Hand drückte und dabei erzählte, dass sie wieder nach South Dakota reisen wird, trat zu dem erhofften Lesevergnügen ein klein wenig Neid... Bereitet sie einen vierten Band vor?

Reisen wir mit ihr und diesen Seiten mit auf die Pine-Ridge Reservation zu den Oglalla - Lakota.

Samstag, 28. März 2026

Deledda, Grazia: Die Mutter

Sicher gehören in eine Reihe, die aus Perlen der Literatur besteht, auch Menschen, die einst den Nobelpreis für Literatur erhalten haben. Die erste Frau, die diesen erhielt war, war die Schwedin Selma Lagerlöf (1858 – 1940), hier geht es aber um die zweite Preisträgerin, Grazia Deledda (1871 – 1936). Auffallend ist, jedenfalls laut der Wikipedialiste der Nobelpreisträger, dass beide für ihren hohen, edlen Idealismus gepriesen werden, wobei Idealismus auch bei den Preisträgern öfter als Begründung für die Preisvergabe genannt wird.

Deledda stammt von der Insel Sardinien, und ihre Heimat war Gegenstand ihrer Bücher, auch ‚die Mutter‘ handelt in einem sardischen Dorf.

Dienstag, 10. März 2026

Stürickow, Regina: Kommissar Gennat und der BVG-Lohnraub

 

Leserinnen und Leser, wenn sie gern Kriminalromane lesen, haben da so ihre kriminalistischen Vorlieben. Vor allem bei Regionalkrimis und diversen Buchreihen folgen sie ihren Spezies, die da Max Heller (Frank Goldammer) oder Julia Durant (Andreas Franz), Toni Sanftleben (Tim Pieper) oder Harry Hole (Jo Nesbø) heißen. (Hier auf diesem Blog gibt es außer diesen noch mehr)

Wer sich einer Reihe namens Babylon Berlin näherte und Volker Kutschers Gereon Rath folgte, lernte dabei einen dicken Kriminalrat kennen, der mal keine fiktive Figur darstellte, Ernst Gennat (1880 – 1939) arbeitete während der Kaiserzeit, der Weimarer Republik und unter den Nationalsozialisten in der Berliner Polizei, der Aufbau einer modernen Mordkommission geht dabei auf sein Konto. Bei Volker Kutscher lesen wir, dass das „Mordauto“, bestückt mit Tatortuntersuchungsmaterial, unter den Berlinern bekannt war.

Gennat galt länger als vergessen. Regina Stürickow hat ihren Anteil daran, dass er, der „Buddha vom Alexanderplatz“ in diversen Büchern wieder auflebt.

Montag, 23. Februar 2026

Krüger, Michael: Aus dem Leben eines Erfolgsschriftstellers


Welche Kurzgeschichte fanden Sie am amüsantesten? Das fragt Ralf Plenz, der Verleger des Input-Verlages zu Beginn der Fragestellungen für Lesegruppen oder Lesekreise. Ich weiß es nicht. Oder doch? Bis ich bei „Ein Mord, den jeder begeht“, der zwölften von 13 Geschichten angelangte, meint ich, den „Onkel“ dazu küren zu müssen.

Freitag, 13. Februar 2026

Kutscher, Volker: Rath

DER ZEHNTE RATH - ROMAN

Nun lag er vor mir, der zehnte Rath - Roman aus der Feder von Volker Kutscher. Er hatte vor einiger Zeit erklärt, dass er die Reihe mit dem Jahr 1938 abschließen würde, dem Jahr, in dem am 9. November die Synagogen brannten, dem Jahr der Reichspogromnacht.

Doch blicken wir kurz ein wenig zurück:

Im Jahr 1929 kommt ein junger Kommissar als Köln zu Berliner Polizei. Dies hat sein Vater vermittelt, der den Berliner Polizeipräsidenten Zörgiebel kannte. Gereon Rath hatte in Köln mit einem Fall um den Oberbürgermeister Konrad Adenauer zu tun. In Berlin fängt Rath erst bei der Sitte an und wechselt dann zur innovativen Mord-Inspektion, die von einem besonderen Kriminalrat, nämlich Ernst Gennat geleitet wird.
 
Gereon trifft auf Charlotte Ritter. Die Tochter eines Justizbeamten in Moabit arbeitet gelegentlich für die „Rote Burg“, das Polizeipräsidium und will unbedingt Kriminalassistentin werden. Beide kommen sich näher und werden einige Bände später auch heiraten. Charlie ist die zielstrebigere, die bewusstere von beiden, Gereon dagegen zwar ein brillanter Ermittler, aber politisch weitaus weniger weitblickend.

  • DNB / Piper / München 24.10.2024 / ISBN:978-3-492-07410-0 / 624 Seiten
  • audible / 21 Std. 49 Minuten 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Trauboth, Jörg.H.: Operation Machtergreifung

Wenn die Welt verrückt spielt, so wie zurzeit, dann sollten sich die Medien diverser Spekulationen enthalten. Das heißt ja nicht, dass sie gar nicht in die Zukunft blicken dürfen, oder die Folgen politischer Entscheidungen nicht darstellen.

Romanautoren haben es da etwas einfacher, die dürfen ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Inwieweit sie dabei an Verschwörungstheorien kratzen, bleibt ihnen überlassen, es sind letztlich die Leserinnen und Leser, die über den Erfolg entscheiden; und die Verlage versteht sich.

Mit diesem Thriller begeben wir uns in die nahe Zukunft. Soweit weg ist die nicht, die nächste Bundestagswahl ist in drei Jahren. Was bei dieser rauskommt, ist sicherlich mit davon abhängig, wie die Demokratie verteidigt werden kann. Wenn dies nicht gelingt, dann gewinnt die PfD – die Partei für Deutschland. Das ist sicher keine Fantasie, das ist möglich.

Der Autor des Buches, Jörg H. Trauboth, das Fünfte, in dem der ehemalige KSK-Soldat Marc Anderson die Kastanien aus dem Feuer holen muss, hat bereits in den vorherigen Bänden aktuelle Ereignisse mit fiktiver Handlung verwoben. Diesmal bleiben wir hier, das schließt einen kurzen Ausflug auf der Rattenlinie (ich kannte die als „Römischer Weg“) mit ein.

  • DNB / ratio-books Verlag /bv01.02. 2026 / ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3961369751 / 572 Seiten
  • Amazon / Kindle

Samstag, 7. Februar 2026

Kutscher, Volker und Menschik, Kat: WESTEND

„Was aber soll im Jahre 38 gut laufen? - Die ganze Geschichte verbietet förmlich ein Happy End. Und am Ende geschieht ein Mord aus Rache. Ein Mann in schwarzer Uniform erschießt einen anderen Mann, einen mit weißem Kittel...“

Dies waren die letzten Zeilen zum Inhalt des 10. Gereon-Rath-Romans, die ich am 19. November 2024 im Blog veröffentlichte. Als es hieß, dass es einen Abschluss geben wird und dieser das dritte gemeinsame Buchprojekt von Kat Menschik und Volker Kutscher werden soll, war ich überaus gespannt auf das Ergebnis.

Dienstag, 27. Januar 2026

Woolf, Virginia: Orlando - Eine Biografie


Der Versuch, sich wieder einmal an Weltliteratur zu wagen. 

Tja, der Orlando, die Orlando. Sechzehnter Band der wirklich hervorragenden Reihe PERLEN DER LITERATUR, vielfach gelobt, fast schon besungen auf unserem Blog. Über die Buchreihe muss ich nicht mehr viel vermelden, dass ist den regelmäßigen Leserinnen und Lesern des Blogs bekannt. Warum ich sie als „hervorragend“ bezeichne, könnt ihr in einer der unten verlinkten Buchbesprechungen nachlesen. 

Nun also Band 16. Es gibt Bücher, für die braucht man entweder unendlich viel Zeit, oder aber sie sind nicht für einen geschrieben. Bei Orlando ist mir das nicht so recht klar. 

Donnerstag, 22. Januar 2026

Gottwald, Josefine: Die Eiselfen (I-III)

Litterae - Artesque liest Fantasy!

Ja, das kommt vor. Zugegeben, der Rezensent ist gegenüber „nichtklassischer“ Fantasystoffe generell skeptisch. Eigentlich sind Fantasystoffe wiederum immer irgendwie klassisch, irgendwas kommt immer vor: Elfen, Alben, Elben, Zwerge, Drachen, Könige, Götter, Druiden, Prister, Zauber, Magie…

Und irgendwie, da bin ich ein wenig stur, wurde durch DER HERR DER RINGE und Klett Cotta - Bücher (also J.R.R. & C. Tolkien - Bücher) sowie GAME OF THRONES alles gesagt. Selbst THE HOUSE OF DRAGON empfinde ich schon fast überflüssig wie DIE RINGE DER MACHT.

Und so einer liest plötzlich Fantasy? Und dann noch gleich eine neunbändige Reihe? Lest über das Ergebnis der Lektüre hier…


Montag, 12. Januar 2026

Schiewe, Ulf: Der Bastard von Tolosa

Letztens veröffentlichte Anne PARDEN hier ihre Challenge 2026 Rezensionsexemplare. Einige Titel könnte ich hinzufügen, auf jeden Fall etwas überschaubarer. Annes Liste ist allerdings nicht der Grund für diese Rezension eines solchen Exemplars, das eBook bot sich erneut an, als eine lange Flugreise anstand. 

Diese Rezension des Bastards von Tolosa hat eine Vorgeschichte, denn ich erhielt das eBook vom Verlag, nachdem ich die Laudatio zu Ulf Schiewes Der eiserne Herzog während der Gala zum HOMER - Literaturpreis für historische Romane im Jahre 2023 halten durfte. Das ist über zwei Jahre her, nun endlich ist der Debüt-Roman des Erfolgsautors, der Auftakt zur Montalban-Reihe, gelesen.

Montag, 22. Dezember 2025

Aden, Hanna: Die Kryptografin

 

Manchmal greift man nach einem Buch sogar schnell und ohne Zaudern, diesmal auf Grund der indirekten Empfehlung einer Bloggerkollegin, die historische Romane ebenso öfter bearbeitet.

Es ist nicht der erste Frauenroman, den ich las, es ist der erste, der, ungewöhnlich, eine junge Frau mit besonderen Talenten Anfang der fünfziger Jahre in die Organisation Gehlen bringt, den Vorläufer des Bundesnachrichtendienstes. 

Margot ist DIE KRYPTOGRAFIN, da die Studentin der Mathematik für diese Sparte eine besondere Begabung aufweist. Außerdem spielt da noch etwas eine Rolle, was man Synästhesie nennt. Ist dies der besondere Schlüssel für kryptografische Aufgaben, wenn beides zusammentrifft? Für ihre Träume braucht sie Mut.

Donnerstag, 6. November 2025

Nørdby, Anne: ROT. BLUT. TOD.

 


Liest man das zweites Buch von Anne Nørdby, versteht man besser, worauf sie insgesamt hinauswill. Diesmal lohnt es sich, die Edda daneben zu legen, vor allem dann, wenn man mit der Weltenesche, Odin und Fenrir nicht so sehr viel anfangen kann. Ich könnte mich nun Anne Parden anschließen, die das Buch bereits im vorigen Jahr hier vorstellte, weil es stimmt, dass wir es mit stellenweise mit etwas flacher Handlung zu tun haben und immer noch wissen wir recht wenig über diesen Jesper Baek, der nun zwischen drei Frauen gerät. Okay, Kirsten, die Chefin ist halt genau diese und sie gibt ihm etwas mehr Vertrauen. 

Aber eines hat dieses Buch auf jeden Fall: Eine enorme Spannungssteigerung und die beim Leser erzeugte Angst um zumindest zwei Menschen. Einen davon hat man eigentlich gleich „abgeschrieben“, doch plötzlich gibt es wieder Hoffnung. Zusätzlich findet sich eine durchaus heiße Szene für diesen Jesper, aber ob er „durchzieht“?

Wenn Anne schreibt, dass es eine gängige und doch überraschende Auflösung am Ende gibt, dann bleibt man am Ball. (Ich bin noch gar nicht ganz durch - aber da Spoilern keine gute Idee ist, kann ich meinen Eindruck auch gleich festhalten, da ich Anne nicht nur grundsätzlich vertraue, was ihr Händchen für Bücher betrifft.)


  • DNB / Gmeiner Verlag / 2023 / ISBN 978-3-8392-0430-6 / 512 Seiten
  • Audible Studios 15h 52min / 18.05.23
© Der Bücherjunge

Sonntag, 5. Oktober 2025

Thiem, Jana: Humboldt & der weiße Tod

 

Dieser Regionalkrimi gehört zu den Oberlausitzkrimis, obwohl sich die Handlung in Dresden abspielt. Die bisher vier "Humboldt-Romane" bezeichnet die Autorin Jana Thiem nämlich als solche. Gefunden hab ich den während Dresden (er)lesen 2025.

Vielleicht liegt das daran, dass neben dem Leiter einer Morduntersuchungskommission bei der KRIPO Dresden eine Journalistin namens Christin Weißenburg eine große Rolle spielt, die besonders in der Lausitz zu Hause ist, schon die wenigen Szenen, die dort spielen, machen Lust auf einen Besuch der Landschaft rund um den Oybin. 

Donnerstag, 2. Oktober 2025

Nørdby, Anne: Eis. Kalt. Tot.

Seit einiger Zeit sucht auch die deutsche Polizei sogenannte Super-Recognizer unter ihren  Beamten, es soll auch schon ein paar Erfolge beim Erkennen von gesuchten Straftätern geben. 

Super-Recognizer* sind Beamte, die eine Art fotografisches Gedächtnis haben und in der Lage sind, anhand selbst kleiner aber charakteristischer Merkmale Menschen zum Beispiel vom Foto her wieder zu erkennen. Das klappt auch, wenn diese plötzlich andere Kontaktlinsen tragen oder sich einen Bart wachsen ließen.Rekognoszierung

Eine mit solchen Fähigkeiten ausgestattete Fahnderin ist Marit Rauch Ingversen , die der dänischen Polizei in Kopenhagen unterstützen soll. Sie stammt allerdings aus dem Roman von Anne Nørdby. Den habe ich vor kurzem gehört, in der Annahme, dass Krimiautoren aus den skandinavischen Ländern die besten Ermitter auf dem Buchmarkt zu laufen haben. Die 1975 geborene Autorin ist in Dänemark sehr bekannt; hier schickt sie uns an mehrere Tatorte des Grauens in der Hauptstadt Dänemarks.

Dienstag, 23. September 2025

Salten, Felix: BAMBI...

... Eine Lebensgeschichte aus dem Walde

Es ist der Anspruch der Reihe Perlen der Literatur aus dem Input-Verlag Hamburg, bedeutsame Texte, die am Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des vergangenen Jahrhunderts erschienen sind, den Leserinnen und Lesern neu zu präsentieren. Sicher fällt uns eine Menge an Literatur ein, die diesem Anspruch genügen könnte, einige der inzwischen fünfunddreißig Bände wurde hier bereits besprochen.

BAMBI würde dabei vermutlich den wenigsten einfallen, denn Bambi ist bekanntlich ein süßes Reh aus dem Disney-Universum, halt, dort ist es ein Weißwedelhirschkalb, weil es Amerika gar keine Rehe gibt. Selbst wer den bereits 83 Jahre alten Zeichentrickfilm nicht kennt, weiß, dass man einen Bambi gewinnen kann, wofür allerdings etwas Prominenz von Nöten ist.

Die lange Vorrede ist dem informativen Vorwort von Charlotte Ueckert geschuldet, das uns den Autor Felix Salten (Siegfried Salzmann – 1869-1945) vorstellt und den Text für ein Kinder- und Erwachsenenbuch einordnet. Es gehört zu den Merkmalen der genannten Reihe, dass die Vorwörter oft neugierig machen. Dies ist hier im Besonderen der Fall.

Samstag, 16. August 2025

Baum, Beate: Kunstgerecht (KB 10)

Beate Baum, die sich selbst als Reisejournalistin bezeichnet und eine ausgesprochene Kennerin der Inseln jenseits des Ärmelkanal ist, hat da noch ein zweites Standbein, welches in diesem Jahr gleich zum zehnten Mal hoffentlich nicht nur die Herzen ihrer Stammleser erreichen wird. Kirsten Bertram ist wieder da, ein bißchen das Alter Ego der Autorin. Auch wenn ein paar biografische Details übereinstimmen, Kirsten ist Kirsten und Beate ist Beate, gelegentlich allerdings Viktoria. 

Besagte Kirsten Bertram kommt etwas in die Jahre. Eben war sie noch etwas über 30 (Auf Sendung - KB 1) nun schon jenseits der 50. Ihre Radleistung kreuz und quer durch Dresden kannn sich sehen lassen, gefühlt herrscht im Sommer von KUNSTGERECHT genau die Hitze, die draußen zu finden ist.

Dienstag, 15. Juli 2025

Goldammer, Frank: BRUCH - Am Abgrund

Was es noch zu sagen gibt.
In vier Jahren vier Bücher über eine Geschichte von vier Monaten. Am 16.08.2022 erschien im Rowohlt – Verlag der erste Band, der von Felix BRUCH und Nicole Schauer erzählte.

Zur Dresdner Kriminalpolizeiinspektion, in die Morduntersuchungskommission wurde vor circa vier Monaten Nicole Schauer versetzt. Die Kriminalhauptkommissarin kam wegen der Liebe nach Dresden, kämpfte zusätzlich mit ihrer Gesundheit, die Liebe blieb auf der Strecke und übrig blieb – BRUCH.

Die beiden ermitteln zunächst an einem dunklen Ort nach einem vermissten Mädchen. An sich fand ich, als „ausgewiesener“ Goldammer Kenner und Fan, die Geschichte gewohnt spannend, aber aus professionellen Gründen hadere ich seit jeher mit Kriminalbeamten, deren Zustand gelinde nur als dienstuntauglich bezeichnet werden kann.

Doch wir lesen hier ja Romane, es kam wie erwartet, der zweite Band, sollte mir hoffentlich Näheres zu Felix Bruch erzählen.

Sonntag, 8. Juni 2025

Némirovsky, Irène: "Gesprochene Filme"



Gesprochene Filme "Films parlés":  Stellen sie sich vor, sie sehen einen Film für blinde Menschen. Die Dialoge der handelnden Figuren hören Sie genauso wie der Blinde neben ihnen, dem aber die Szenen erklärt werden müssen und was die Figuren gerade tun. 

Vor Augen habe ich noch einen anderen Film, Jenseits der Stille, und darin die Szene, wie die 11jährige Tochter dem gehörlosen Vater sprechend und mit ihren Händen erzählt, wie das klingt, wenn der Schnee draußen fällt. Nun, der Schnee klingt nur, wenn er vom Dach rutscht oder unter den Füßen knirscht.

Es ist Winter in Finnland, dem Land mit kurzen Sommern und strengen Wintern. Schnee und Eis herrschen vor. Doch die Ruhe trügt, auch wenn „keine menschlichen Stimmen, kein Lärm, keine Schritte“ zu hören sind und „an diesem kalten stillen Wintertag alles eintönig und verschlafen scheint.“