War ich doch neulich in meiner hier bevorzugten, weil einzigen richtigen Buchhandlung in der Stadt (Die Buchhandlung Wilke ist aber eine feine kleine Buchhandlung), um eine Bestellung abzuholen, dabei sah ich ein Buch in der Werbung und die freundliche Buchverkäuferin verkaufte mit das nicht bestellte Buch. Wen das wundert, der mache sich bewusst, es war Corona-Zeit. (Mal sehen, wie sich das in zehn Jahren liest).
Ein Spiegel-Bestseller-Autor und auf dem Cover ein Flughafenterminal, welches historisch genannt werden darf. Im letzten Jahr habe ich da mal eine Fototour besucht. Nur schade, dass der Flughafen Berlin-Tempelhof nur eine äußerst nebensächliche Rolle spielt in diesem Kriminalroman von Jan Seghers, der eigentlich Matthias Altenburg heißt. Um was geht´s?
Unmittelbar vor der letzten Bundestagswahlen kommt ein Ermittler des BKA zur SETA, einer Berliner Sondereinheit zur Terrorabwehr, die in einer Baracke auf dem Tempelhofer Feld residiert. Im vorherigen Dezember hatte ein gewisser Anis Amri einen Sattelschlepper in einen Weihnachtsmarkt gesteuert und dabei elf Menschen getötet und 55 weitere verletzt. Nachdem in Nizza ein ähnlicher Fall geschah, ist die Gefahrenlage hoch.
Der SOLIST, Neuhaus sagt, er arbeite lieber allein, bekommt als Partnerin Suna-Marie, eine kleine, freundliche, ständig redende, etwas mollige deutsch-türkische Neuköllnerin an seine Seite. Der erste Tote ist ein jüdischer Aktivist, die zweite eine muslimische Anwältin. Die verwendete Pistole kam vor zwanzig Jahren als Beweismittel abhanden...
Neuhaus ermittelt fast allein, fast, denn Suna-Marie entpuppt sich als eine Partnerin, die entscheidende Dinge beiträgt und ihre Stadt wie eine Stadtführerin zu beschreiben weiß...