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Freitag, 17. Oktober 2025

Wolffsohn, Michael: Wem gehört das heilige Land?


Ein Frage, die (wieder einmal) überaus aktuell gestellt werden muss. Der Historiker Michael Wolffsohn, der bis 2012 an der Bundeswehruniversität München Neuer Geschichte lehrte, geht hier allerdings weit zurück. 

Die Frage, die der Publizist im Titel stellt, ist rein mit exakter Geschichtswissenschaft nicht zu beantworten.

Er widmet sich in diesem den Wurzeln des Palästinakonflikts zwischen Juden und Arabern im Nahen Osten. Die Frage nach dem Besitz betrachtet er einmal religiös unter Rückgriff auf das Alte Testament bzw. die Tora, geht weiter auf die verschiedenen "Besitzer" in den aufeinanderfolgenden geschichtlichen Epochen ein, einschließlich der aktuellen politischen Epoche. Hierbei word man unterscheiden müssen zwischen der Zeit vor 1948 und die Zeit nach der Staatsgründung Israels.

Wolffsohn räumt dabei mit vielen Mythen auf. Obwohl der Versuch, wissenschaftliche Fakten von religiösen und ideologischen Narrativen zu trennen dem versierten Wissenschaftler gelingt, kann er am Ende die selbstgestellte Frage nicht beantworten.

Donnerstag, 26. Juni 2025

Thrall, Nathan: Ein Tag im Leben von Abed Salama

Es ist selten, wenn ein Buch in so kurzer Zeitspanne gleich zweimal auf diesem Blog besprochen werden soll. Diesmal hat sich Anne Parden zuerst in einen zur Zeit weltweit beobachteten Raum begeben, Ein Tag im Leben von Abed Salama führt uns in die Gegend um Jerusalem.

The Times of Israel titelt am 16. Februar 2012:

"10 killed in bus accident north of Jerusalem
Truck collided with bus carrying Shuafat schoolchildren on day trip, injuring at least 40; PA health minister: Israeli rescue forces failed to provide timely assistance."


Einigermaßen nüchtern sind die Berichte unter den Begriffen Schulbus+Unfall+Jerusalem. (Link bbc-Bericht). Das Hamburger Abendblatt schreibt zu diesem Unglück:

„Der Unfall geschah bei starkem Regen und Nebel an einer sehr belebten Straßenkreuzung zwischen Jerusalem und Ramallah. Eltern warfen den Organisatoren vor, sie hätten den Ausflug der Schüler angesichts des schlechten Wetters absagen müssen. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ordnete eine dreitätige Trauer an.“

Montag, 23. Juni 2025

De Winter, Leon: Stadt der Hunde

 

Der renommierte niederländische Gehirnchirurg Jaap Hollander ist im Ruhestand, aber Ruhe findet er nicht. Seit seine Tochter zehn Jahre zuvor in Israel verschwunden ist, kehrt er jedes Jahr nach Tel Aviv und in die Wüste Negev zurück. Diesmal wird er dort unversehens gebeten, eine äußerst riskante Gehirnoperation durchzuführen. Er sagt zu, obwohl die Erfolgsaussichten verschwindend gering sind. Nicht nur das Leben seiner mächtigen Patientin hängt von der Operation ab, vielleicht eröffnet sie ihm sogar eine neue Spur zu seiner Tochter. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Diogenes / 2025 / ISBN: 978-3-257-07281-5  / 272 Seiten
 

Kurzmeinung: Ein unsympathischer Neurochirurg entwickelt sich noch auf seine alten Tage - viele Themen werden hier gekonnt verquickt, ein Lesevergnügen!

 

 

Dienstag, 17. Juni 2025

Gelobtes Land (TV-Serie)

Geschichte in Filmen
Im Jahr 1960 kam ein dreieinhalbstündiger us-amerikanischer Monumentalfilm in die Kinos, der in etwa die Geschichte eines Flüchtlingsschiffes namens EXODUS aufgriff. Grundlage dafür bildete der gleichnamige Roman von Leon Uris.
Dessen Geschichte behandelt die Ankunft von jüdischen Flüchtlingen aus Europa, die dem Kontinent nach den schrecklichen Jahren des Nationalsozialismus in Deutschland und des Holocaust, von ihnen Shoa genannt.

Vor einigen Monaten schaute ich einige Episoden einer israelische Serie namens FAUDA (ab 2015), eine Sammelsurium missglückter Geheimdienstaktionen, um HAMAS – Terroristen zu jagen und zu fangen. Eine Handlung, die nicht lange auszuhalten war. Wenn EXODUS eine große Geschichte im Stil der 60er Jahre erzählte, sah ich in FAUDA reine Propaganda. Wie wohltuend empfand ich da den Zufallsfund einer vierteiligen britischen Miniserie auf irgendeinem TV-Sender, die mit GELOBTES LAND (2011) überschrieben ist.

Schon mehrfach verwendete ich die DVDs, um ein Stück Geschichte in Familie und unter Freunden zu erzählen, die den Meisten im Detail eher unbekannt war.

Sonntag, 15. Juni 2025

Über Palästina... und mehr

Über Palästina, den Nahost-Konflikt, Israel und Judentum, Araber und Islam, Holocaust und Antisemitismus. 

Topographische Karte
von Palästina
mit international
anerkannten
Staatsgrenzen
Seit dem 07.10.2023 trat der Nahostkonflikt wiederholt mit einem Knall in unser Leben. Die radikalislamistische Terror-Organisation HAMAS griff aus dem Gaza-Streifen Israel an, tötete mehr als 1200 Israelis und verschleppte mehr als 200 Geiseln in den Gazastreifen. Die israelische Antwort folgte sofort und seitdem herrscht Krieg. Aus dem Iran, dem Libanaon, dem Gaza-Streifen, selbst aus dem Jemen fliegen Raketen auf den kleinen säkularen und gleichzeitg jüdischen Staat, der 1948 gegründet wurde.

Auch in Israel brodelt es: Mit einer Justizreform könnte der amtierende Ministerpräsident die einzige Demokratie in diesem Raum nachhaltig beschädigen, da er an der Gewaltenteilung rüttelt.

Nun, seit dem 12.06.2025 fliegen die israelischen Luftstreitkräfte Angriffe auf Atom- und Militäranlagen in der Islamischen Republik Iran, womit der Konflikt eine Entwicklung nimmt, die 1948 (Palästinakrieg), 1967 (Sechstagekrieg) und 1973 (Jom-Kippur-Krieg) weit übertreffen könnte.


* * *


Im Jahr 2009 hatte ich die Gelegenheit, eine Studienreise mit der Gewerkschaft nach Israel zu machen. Diese führte von Tel Aviv - Jaffa, durch den Negev, Masada, En Gedi, Totes Meer, Jericho, Nazareth, den See Genezareth, Akkon, die Golanhöhen und das Hebron - Tal nach Jerusalem. Im Jahr 1998 war ich schon mal in der Gegend, damals stand auch Bethlehem auf dem Programm. Eine Wiederholung war im Oktober 2023 geplant. Der Flug sollte eine Woche nach dem 7. Oktober 23 stattfinden, er fiel natürlich aus.

Montag, 9. Juni 2025

Thrall, Nathan: Ein Tag im Leben von Abed Salama

 

Auf einer Straße außerhalb Jerusalems verunglückt ein Schulbus. Der besorgte Vater Abed Salama fährt sofort zur Unfallstelle. Doch die verletzten Kinder wurden bereits in verschiedene Krankenhäuser der Stadt gebracht, zu der Abed mit seinen palästinensischen Papieren keinen Zugang hat. Seine Odyssee auf der Suche nach seinem Sohn ist verwebt mit den Geschichten unterschiedlicher Menschen, deren Wege unerwartet zusammentreffen: Unter ihnen eine Erzieherin und ein Mechaniker, die Kinder aus dem Wrack bergen, und ein israelischer Kommandant sowie ein palästinensischer Beamter, die mit den Folgen des Unfalls konfrontiert werden. In seinem gut recherchierten Werk, das wenige Tage vor dem Anschlag am 7. Oktober 2023 veröffentlicht wurde, geht Nathan Thrall nicht nur auf die komplexe Geschichte der Besetzung ein, vielmehr macht er sichtbar, was oft übersehen wird: das Leben der Menschen in einem zerrütteten Land. (Verlagsbeschreibung)

 DNB / Pendragon / 2024 / ISBN: 978-3-86532-883-0 / 336 Seiten

 

Kurzmeinung: Irreführender Buchtitel, hinter dem sich ein erzählendes Sachbuch zu den Auswirkungen der israelischen Siedlungspolitik verbirgt...

 

Mittwoch, 31. Juli 2024

Primor, Avi: Der Himmel war weit über Palästina (Part 6)

(Palästina & Israel 2023/24 - Part 6)

Vor vielen Jahren hielt ein Kommandeur der Haganah eine Trauerrede auf den ermordeten Bürgermeister eines dem Kibbuz nahegelegenen arabischen Dorfes. Seid Kindesbeinen waren sie Freunde. Ermordet, weil er von seinen jüdischen Freunden nicht lassen wollte, des Verrats nicht fähig war. Die Geschichte von Ari Ben Kanaan und Taha kennt an sich die ganze Welt. 1958 schrieb Leon Uris diesen Roman, der erfolgreich unter dem gleichnamigen Titel EXODUS verfilmt wurde. 
Knapp fünfundzwanzig Jahre später konnten die Leserinnen und Leser in einem anderen Roman mit dem Titel HADSCH einen Hadschi namens Ibrahim al-Sukari al-Wahabi folgen, der ebenfalls einen, nicht ganz so engen, jüdischen Gefährten hat, und den sein Weg bis nach Genf führt und in ein Flüchtlingslager in der Westbank bei Jericho. Im Jahre 2014 schrieb ich über beide Romane des US-amerikanischen Schriftstellers jüdisch-polnischer Herkunft.

Aus historischen Romanen lernen ist etwas für Nichthistoriker. Man sollte sich vergegenwärtigen, dass man eben einen solchen Roman liest, der Begleitliteratur, Sachliteratur förmlich fordert. Zwischendurch, also bis heute, las ich dann auch mehr Sachliteratur und ein seit einigen Jahren ein literarisches Novum, einige graphic novels.

Der seit einem dreiviertel Jahr wieder aufgeflammte Nahostkonflikt lies mich wieder nach aktuellen Büchern greifen. So wurde ich auf Avi Primor aufmerksam, geboren 1935 in Tel Aviv, der von 1993 bis 1999 israelischer Botschaft in Deutschland war. BEDROHTES ISRAEL las ich und schieb hier darüber. Primor hat nun im Jahr 2020 einen Roman herausgebracht, in dem der Himmel sich weit über drei Familien wölbt, deren Geschichte bereits 1869 beginnt.

Dienstag, 23. Juli 2024

Sonne, Werner: Israel und wir… (Palästina und Israel 2023/24 - Part 5)

Bestimmte Bücher erscheinen manchmal ganz schnell. Das gilt insbesondere wohl für Sachbücher, die sich mit aktuell-politischen Geschehen beschäftigen. Ein solches ist der mit dem Oktober des Jahres 2023 wieder angefachten Nahost-Konflikt. Dies ist nun schon der fünfte Beitrag, der sich sich damit beschäftigt.  

Zur Erinnerung: Seit dem Jahre 2009, das Jahr indem ich mit einer Reisegruppe der Gewerkschaft der Polizei Palästina besuchte, sammeln sich eine Vielzahl von Büchern zum Thema im Regal. Einige habe ich hier bereits besprochen, nicht von ungefähr gibt es dafür eine extra Seite auf diesem Blog.

Deutschland steht seit Konrad Adenauer, seit Olympia 1972 uns nicht zuletzt nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel von der Sicherheit Israels als deutsche Staatsräson sprach, in eine besonderen Beziehung zu diesem jüdischen Staat, dessen aktuelle Regierung gerade die einzige (und doch in Blick auf europäische) Demokratie aufs Spiel setzt. Dazu schrieb ich vor kurzem in der Buchbesprechung zu Bedrohtes Israel.

Samstag, 13. Juli 2024

Primor, Avi: Bedrohtes Israel... (Palästina und Israel 2023/24 - Part 4)

Einmal oder mehrfach in jedem Jahrzehnt sticht der seit 80 Jahren oder mehr schwelende Palästinakonflikt in den Nachrichten hervor. Wird auch das Jahr 2023/2024 im Bewusstsein der Welt so verankert werden wie andere? - Bedrohtes Israel - Ein Land im Ausnahmezustand.

Die Welt nahm am 07. Oktober 2023 den aus dem Gazastreifen heraus verübten terroristischen Überfall der HAMAS auf Israel zur Kenntnis, der mit über tausend getöteten Menschen und rund dreihundert entführten Geiseln einherging und der einen andauernden Krieg verursachte. Doch nicht nur das, weltweit sehen wir Proteste, die sich vordergründig gegen die militärischen Handlungen Israels wenden, sich für die Palästinenser einsetzen und antizionistisch, antijudaistisch sowie oft antisemitisch gekennzeichnet sind. Irgendwie scheint man dabei das Elend der betroffenen Gaza-Bevölkerung zur Begründung heranzuziehen und gleichzeitig wieder zu negieren, denn die Rolle der HAMAS diesbezüglich ist mehr als nur nebensächlich.

„From the river to the sea“ soll Palästina befreit werden und zwar von den Juden. „Free, Free Palätine!“-Rufe richten sich in der Regel gegen den Staat Israel und nicht gegen die terroristische HAMAS oder deren militärischen Arm, den Islamischen Dschihad. 

Es ist schon eine Weile her, denn bereits im November 2023 aktualisierte ich meinen Blick auf  DIE ERSTEN ISRAELIS mit Tom Segev, folgte Saul Friedländers BLICK IN DEN ABGRUND und las im Januar 24 bei Abdel-Hakim Ourghi über DIE JUDEN IM KORAN: Nun ist es Zeit, dass ich meine Palästina-Betrachtungen erweitere, dies beginnt mit Avi Primors Buch BEDROHTES ISRAEL – ein Land im Ausnahmezustand.

Freitag, 10. Mai 2024

Von Suffrin, Dana: Nochmal von vorne

 

Was hält eine Familie zusammen, in der es nur Fliehkräfte zu geben scheint und alles darauf hinausläuft, dass etwas zu Bruch geht? Am Ende nur die eigene Geschichte. Dana von Suffrin hat einen virtuosen Roman über modernes jüdisches Leben zwischen München und Tel Aviv geschrieben.

Der Tod ihres Vaters und die Auflösung seiner Wohnung bringt für Rosa vieles in Bewegung, bei dem sie eigentlich froh war, dass es geruht hatte. Denn die Geschichte der Familie Jeruscher ist ein einziges Durcheinander aus Streitereien, versuchten oder gelungenen Fluchten, aus Sehnsüchten und enttäuschten Hoffnungen und dem vergeblichen Wunsch, irgendwo heimisch zu werden. Nun ist alles wieder da: die Erinnerungen an ihre irrwitzige Kindheit in den 90ern, an das Scheitern der Ehe der Eltern und die Verwandtschaft in Israel, aber auch ihre verschwundene ältere Schwester, mit der sie aus gutem Grund gebrochen hatte. Kraftvoll und mit großartigem schwarzen Humor erzählt Dana von Suffrin von einer deutsch-jüdischen Familie, in der ein ganzes Jahrhundert voller Gewalt und Vertreibung nachwirkt – und von zwei Schwestern, die sich entzweien und wieder versöhnen, weil es etwas gibt, das nur sie aneinander verstehen. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Kiepenheuer & Witsch / 2024 / ISBN 978-3-462-00297-3 / 240 Seiten


 

Ein Roman, den ich im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - dafür meinen herzlichen Dank an den Verlag! Der Klappentext hat viel versprochen, ich fand ihn überaus ansprechend. Was ich tatsächlich bekommen habe? Sprachlich herausfordernd mit endlosen Schachtelsätzen wird hier das Bild einer dysfunktionalen Familie gezeichnet - generationenübergreifende Traumata, Sprachlosigkeit, Unverständnis. In der Leserunde kam der Roman auch überwiegend nicht gut weg. Hier geht es zu meiner Meinung:


Samstag, 27. Januar 2024

Ourghi, Abdel-Hakim: Die Juden im Koran... (Palästina und Israel 2023 - Part 3)

In großen Teilen der Welt demonstrieren Menschen wegen des neuen Gaza-Krieges, den der Staat Israel gegen die HAMAS, der palästinesisch-sunnitisch-islamistischen Organisation, die am 7. Oktober 2023 einen umfassenden Terroranschlag mit über tausend Toten und mehreren hundert entführten meist israelischen Staatsbürgern beging. Die Versammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen richten sich entweder gegen die terroristische Organisation oder gegen den Staat Israel, der die HAMAS endgültig beseitigen will und den Proteste aus aller Welt über die Art der Kriegführung scheinbar wenig beeindrucken.

Dabei zeigt sich mehr als zuvor, dass die Kritik zur Kriegführung gekoppelt oder ersetzt wird durch antijudaistische, antiisraelische und vor allem antisemitische Sprüche und Sprechchöre. „Free, free palestine, from the river to the sea“ tönt es nicht nur gelegentlich. Der Spruch verlangt die Vertreibung der Juden vom Jordan bis zum Mittelmeer und damit die Auflösung, das Verschwinden des Staates Israel.

Warum ist dies so? Oder anders gefragt, gibt es dafür Gründe, die vielleicht weit vor der Einwanderungswelle von meist osteuropäischen Juden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nach Palästina und damit weit vor der Gründung des Staates Israel liegen?

Freitag, 5. Januar 2024

Sarid, Yishai: Schwachstellen

Leicht war es nie: Sivs Vater ist ständig pleite, seine Mutter geht mit einem Arzt fremd und seine jüngere Schwester ist in die Drogensucht abgerutscht. Auch bei den Frauen kann er nicht punkten. Aber als professioneller Hacker - der Beste und Begehrteste in seinem Fach - wird er auf Händen getragen. Seine Aufträge in Israel und im Ausland werden politisch immer brisanter. Als er in einem europäischen Land ein Abhörsystem für Mobiltelefone installieren muss, um Regimekritiker ausfindig zu machen, kommen bei ihm erste ethische Skrupel auf. Einerseits redet er sich ein, nur seinen Job zu erfüllen - und andererseits kann er es immer weniger lassen, Sicherheitslücken von Smartphones mehr und mehr auch für private Zwecke zu nutzen… (Verlagsbeschreibung)
 
DNB / Kein&Aber / 2023 / ISBN 978-3-0369-5016-7 / 288 Seiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ein Leserundenbuch bei Was liest du? war dieser Politthriller mit dem verlockenden Klappentext. Eine beängstigende Vision, die womöglich gar nicht so weit von der Realität entfernt ist - sie hinterlässt einen verstörenden, bleibenden Eindruck! Mehr dazu könnt Ihr gerne hier lesen:


Sonntag, 19. November 2023

Friedländer, Saul: Blick in den Abgrund... (Palästina und Israel 2023 - Part 2)



18.11.2023
Sämtliche Nachrichten aus Palästina, sämtliche Nachrichten aus Israel sind, durchaus verständlich, überschattet von den militärischen Auseinandersetzungen zwischen den israelischen Verteidigungsstreitkräften (IDF) und der HAMAS bzw. dem islamischen Dschihad, von dem aber weniger die Rede ist. Ausgangspunkt hierfür ist der Terroranschlag der HAMAS vom 07. Oktober 2023. Mehrere hundert Geiseln, über 1000 Tote, auch israelisch-arabische Staatsangehörige sind darunter. Gefilmt und verbreitet von den Terroristen selbst, die dafür nicht nur aus Staaten, die sie finanzieren (Iran und andere), Beifall erhalten, sondern auch auf Demonstrationen in den großen Städten der Staaten der Europäischen Union. Feuerpausen werden gefordert, Waffenstillstand. Das erscheint auch verständlich angesichts der sich ausbreitenden Trümmerwüste nicht nur in Gaza-Stadt. Die IDF kündigen regelmäßig und sicher nicht nur durch Druck von außen, namentlich der USA, solche Feuerpausen an und bezeichnen Korridore, auf denen die Bevölkerung in Richtung Süden flüchten kann oder soll. Zahal, Mossad und Shin Beth (IDF, Auslands- und Inlandsgeheimdienst) vermuten die Kommandozentralen der HAMAS und die Geiseln im Verzweigen Tunnelsystem unter der Stadt.

Dazu wäre viel zu schreiben, hier möchte ich einen Blick zurückwerfen auf das Jahr 2023, wobei mir das „israelische Tagebuch“ von Saul Friedländer helfen soll.

Dienstag, 14. November 2023

Segev, Tom: Die ersten Israelis (Palästina und Israel 2023 - Part 1)


Was ist schon wieder los in diesem Palästina? Mit dem 7. Oktober zwingt die HAMAS (und der islamische Dschihad, von dem selten gesprochen wird) die Regierung Israels zu einem neuen Militärschlag - nun gegen die Komandozentralen in Gaza.
 
Ich nehme dies als Anlass für mehrere Beiträge zum Thema und will nicht verhehlen, dass meine Sympathie bei des Israelis liegt. Hier. Jetzt. Unbedingt. Aber nicht ausschließlich. Warum, das werden wir hier auch sehen. In alten und neuen Texten, in älteren und aktuellen Büchern. Bisher Gesammeltes findet sich hier...

Mittwoch, 8. Februar 2023

Tishby, Noa: Israel - Der Faktencheck...

Faktencheck über das 
am meisten missverstandene Land der Welt

Israel. Missverstanden hab ich es in der meisten Zeit meines Lebens sicherlich. In der Jugend vor allem durch überhaupt fehlende Information und in der Annahme, die verteidigungswürdige Seite wäre die palästinensische Befreiungsorganisation (PLO), stand doch deren Anführer Yassir Arafat des Öfteren auf der Ehrentribüne am 7. Oktober. Damit ist klar, wo ich herkomme: Die meisten DDR-Kinder sahen das Land vermutlich einzig als Handlanger der imperialistischen USA.

Erst später, nach 1990 und durch viele neue historische Romane beschäftigte ich mit plötzlich mit Land und Leuten. Hinzu kam eine gewerkschaftliche Studienreise im Jahre 2009. Und dazu las ich ein Buch. Vorher. Und hinterher noch viele mehr.

Vor einigen Wochen bot mit Literaturtest dieses Buch zum Lesen an. Keine klassische Sachbuchautorin, keine Historikerin, keine Politikerin ist Noa Tishby, nein, diese 1975 geborene Frau ist Filmproduzentin und Schauspielerin. 

Mittwoch, 9. Juni 2021

Grünberg, Arnon: Besetzte Gebiete

Wegen einer fehlgelaufenen Liebesgeschichte und falschen Anschuldigungen verliert Otto Kadoke seine Approbation als Psychiater in Amsterdam. Vor dem Nichts stehend, beschließt er, die Einladung seiner Verwandten Anat, einer fanatischen Zionistin, ins Westjordanland anzunehmen. Als der überzeugte Atheist und Anti-Zionist dort ankommt, muss er sich der Etikette halber zunächst als Anats Verlobter ausgeben, verliebt sich aber schließlich ernsthaft in sie. Sie willigt jedoch nur ein, ihn zu heiraten, wenn die beiden eine gottgefällige Ehe – das heißt mit vielen Kindern – führen, um das Heilige Land zu bevölkern und den Holocaust wettzumachen. Auf Kadoke warten viele Prüfungen. Ein Roman mit fast wahnwitzigen Wendungen und urkomischen Szenen, der zeigt, wie sehr die Vergangenheit unser Verhalten bestimmt. Die tragischkomische Liebesgeschichte des Antihelden Kadoke verwebt schonungslose Gesellschaftskritik, historische Analyse und die Untersuchung tiefmenschlicher, existenzieller Fragen. 

 


  • Herausgeber ‏ : Kiepenheuer&Witsch; 2. Edition (15. April 2021)
  • Sprache ‏ : Deutsch
  • Übersetzung : Rainer Kersten  
  • Gebundene Ausgabe ‏ : 432 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 346200106X
  • ISBN-13 ‏ : 978-3462001068
  • Originaltitel ‏ : Bezette gebieden

 

 

 "Der fünfzehnte Roman des niederländischen Bestsellerautors Arnon Grünberg wird von Kritik und Publikum als Höhepunkt seines schon vielfach preisgekrönten Werkes gefeiert (...) Ein Buch, das in den Niederlanden Begeisterungsstürme auslöste und auch in Deutschland seine Wirkung nicht verfehlen wird." - Diese Sätze gehören ebenfalls zum Klappentext und ließen mich Großes erwarten. Gelesen habe ich den neuen Roman Grünbergs im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin. Dort wurde das Buch sehr kontrovers diskutiert - und entsprechend bewertet. Ich gehörte leider nicht zu denen, die das Werk begeistern konnte. Weshalb nicht? Lest selbst:

Sonntag, 6. November 2016

Oz, Amos: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis


Die Geschichte des Jungen Amos, der im Jerusalem der vierziger Jahre aufwächst - eine große Familien-Saga, ein Epos vom Leben und Überleben, ein Buch der Enttäuschung und der Hoffnung.

 "Vor diesem Buch muss gewarnt werden. Es hat 820 Seiten, und man wird, ehe man sie gelesen hat, seinen gewohnten Tagesablauf ändern müssen, sich krank melden oder nächtens lesen müssen." (Süddeutsche Zeitung)[1]


Achthundertneunundzwanzig Seiten Liebe und Finsternis. Geschrieben von Amos Oz, dem israelischen Schriftsteller, der mir im März diesen Jahres auf der Leipziger Buchmesse „begegnete“, da stellte er nämlich seinen Roman JUDAS vor. Für diesen bekamen Amos Oz und Mirjam Pressler den Internationalen Literaturpreis – Haus der Kulturen der Welt.


Samstag, 15. März 2014

Litterae - Artesque über Palästina


Quelle: wikipedia
PALÄSTINA


16.11.2023: Aktuell ist der Israel - Gaza Konflikt eskaliert, seit die HAMAS bzw. der Islamische Dschihad am 07. Oktober 2023 einen Terroranschlag auf israelischem Territorium verübten. Mit vermutlich bis zu 3000 Terroristen überfielen sie mehrere Orte, Kibbuzzim und ein Open Air Konzert, ermordeten über 1000 Menschen und entführten weit mehr als 200 Geiseln, die nun das israelische Militär in den Tunneln unter Gaza-Stadt sucht. Aus diesem Anlass aktualisiere ich ältere Posts und veröffentliche neue Beiträge.


Auf einem Bücher- & Fotoblog eine Seite über Palästina? Ungewöhnlich, sicherlich. Es wird auch nicht um Palästina, Israel, Jordanien, den Libanon, Syrien und Ägypten als Staaten gehen, sondern um Bücher, Romane wie Sachbücher, Fotos und Filme zum Thema.

Im Jahr 2009 hatte ich die Gelegenheit, eine Studienreise mit der Gewerkschaft nach Israel zu machen. Diese führte von Tel Aviv - Jaffa, durch den Negev, Masada, En Gedi, Totes Meer, Jericho, Nazareth, den  See GenezaraethAkkon, die Golanhöhen und das Hebron - Tal nach Jerusalem. Im Jahr 1998 war ich schon mal in der Gegend, damals stand auch Bethlehem auf dem Programm.



google.map
Man nennt es auch das Heilige Land. Das ist nun nicht der Begriff, welcher mich dahin treibt. Eher sind es Begriffe wie "römische Provinz", Diaspora, Kreuzzüge, Zionismus, Sieben - Tage - Krieg...
Es geht also um Geschichte, alte und neue und dann auch um aktuelle Politik. Möge ich mich dabei in den folgenden Beiträgen auf Israel konzentrieren, dann liegt dies an der bisherigen Beschäftigung mit der Materie. Aber zum Beispiel durch den Roman  HADDSCH von Leon Uris geraten die Araber, die arabischen Palästinenser in den Focus der Betrachtung.

Leon Uris habe ich schon geannt. Hinzu kommen Namen wie Tom Segev und Donna Rosenthal, aber auch Theodor Herzl, Yigael Yazin (Generalstabschef und Archäologe). Vielleicht auch einmal Peter Scholl - Latour...

Es wird also bunt. Ein Nachschlagewerk wird es sicherlich nicht, auch wenn ich verschiedene Begriffe natürlich verlinken werde zu anderen Seiten und nicht zuletzt zu wikipedia. Allerdings möchte ich auch nicht verhehlen, dass diese Zusammenstellung auch mir selbst helfen soll, verschiedene Beiträge auf einer Plattform zu versammeln und, auch für notwendige Änderungen, schnell auf diese zugreifen zu können.

© Bücherjunge  (23.07.2024)

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Israel - Palästina Serie - aktuell - 2023/24


Part 1 - 14.11.2023:  Tom Segev ist ein streitbarer israelischer Journalist, der schonungslos umgeht mit den Problemen zwischen Juden und Arabern insbesondere auch um die Zeit der Staatsgründung Israels. Er schrieb das Buch DIE ERSTEN ISRAELIS ls ein Porträt der Staatsgründung, er lässt Bilder zu Pionieren, die schon vorher begannen, wüstenähnliche Täler urbar zu machen und von Überlebenden, die in den dreißiger und vierziger Jahren und natürlich nach Ende des 2. Weltkrieges nach Palästina auswanderten.

aktualisierte Rezension, veröffentlicht am 04.12.2013 / neu am 14.11.20223

DNB  Pantheon  / München / 2010 / 978-3-570-55113-4 / 414 Seiten


Part 2 - 25.11.2023: Saul Friedländer, 91 Jahre, blickt aus Kalifornien auf das Land, in welches er als siebzehnjähriger Holocaustüberlebender kam, dem Zionismus zugetan und gewillt, den jüdischen Staat mit zu entwickeln. Er studierte an internationalen Universitäten Geschichte und lehrte diese auch, unter anderem an der Hebräischen Universität in Jerusalem. Auch an entscheidenden politischen Stellen arbeitete er, unter anderem direkt mir Golda Meir, der einstigen Premierministerin.
Nun schaut er von Januar bis Juni 2023 auf sein Land, dessen Politik und aktuelle Regierung. Bald wird klar, warum er sein israelisches Tagebuch als einen Blick in den Abgrund bezeichnet. 

Rezension, veröffentlicht am 19.11.2023

DNB / CH. Beck / München 2023 / ISBN: 978-3-406-80897-5 / 237 Seiten


Part 3 - 27.01.2024: Abdel-Hakim Ourghi, Islamwissenschaftler an der Pädagogishen Hochschule Freiburg geht den historischen Grundlagen des islamischen Antisemitismus auf den Grund und untersucht dabei, wie die Juden im Koran beschrieben werden. Wir erfahren von Kämpfen, Versklavung und Hinrichtungen und das Judenfeindlichkeit nicht erst im Zuge der Gründung des Staates Israel im 20. Jahrhundert unter Muslimen entfacht wurde. Ourghi mächte Vergangenheitsbewältigung, aber auch Vergangenheitsbewahrung für die Muslime als Grundlage eines friedlichen Zusammenlebens zwischen Juden uns Muslimen ermöglichen.

Rezension vom 27.01.2024

DNB / Claudius Verlag / München 2023 / ISBN: 978-3-532-62888-1 / 261 Seiten


Part 4 - 13.07.2024: Avi Primor, ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland, schreibt nicht nur über die aktuellen Aspekte des Nah-Ost-Konfliktes in Folge des Überfalls der HAMAS im Oktober 2023. Er thematisiert die derzeitige Politik der Netanjahu-Administration und beschreibt dabei die von dieser gewollten Justizreform, deren Umsetzung durchaus bedeuten könnten, dass wesentliche Bestandteile der Gewaltenteilung der israelischen Demokratie abgeschafft werden und das Land sich in Richtung einer Diktatur bewegt. 

Rezension vom 13.07.2024 / 
DNB / Bastei-Lübbe / Köln 2024 / ISBN: 978-3-86995-143-0 / 221 S.


Part 5 - 23.07.2024: Noch ein aktuelles Buch über den Nahost-Konflikt und den aktuellen Krieg in Gaza. Werner Sonne,ehemaliger ARD-Korrespondent beleuchtet die besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel von den Anfängen (Adenauer - Ben Gurion) über Olympia 1972, GSG9 und YAMAM, IDF und Bundeswehr, Angela Merkels „Staatsräson“ bis heute. Er erzählt von polizeilich-militärischer gegenseitiger Unterstützung bis heute. Ein intensiver Blick in Geschichte und Gegenwart.

Rezension vom 23.07.2024

DNB / C.H. Beck / München 2024 / ISBN: 978-3-406-82013-7 / 212 Seiten



Part 6 - 31.07.2024:
Die Geschichte mehrerer Familien in Palästina in einem Zeitrahmen von 1869 - 1945. Familie Zemach emigriert aus Odessa, die muslimische Familie stammt aus Jaffa. Hinzu kommt die Familie Simon, die aus Baden-Würtemberg kommend zu einer protestantischen Glaubensgemeinschaft gehört.

Rezension vom 31. Juli 2024

DNB / Bastei Lübbe / 2020 / eBook / ISBN: 978-3-7325-8640-0 / 335 Seiten

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Weitere Rezensionen

08.02.2023

Ein neues erfrischendes Sachbuch über Israel - Ein Faktencheck über das am meisten missverstandene Land der Welt.
Die Filmlproduzentin und Schauspielerin Noa Tishby, die sich selbst als linke Zionistin bezeichnet, bringt uns ihre persönliche Sicht auf das Land und den Palästina-Konflikt näher. Sie hält einen dauerhaften Frieden zwischen arabischen und jüdischen Palästinensern durchaus für möglich...

Hier findet sich die Rezension.


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Israel - Momente seiner Biografie

Geschichtsbücher. Sie sind heute so anders, als vor Jahrzehnten. Ich meine natürlich nicht Lehrbücher. Die verfolgen einen etwas anderen Zweck als zum Beispiel das Buch „ISRAEL – Momente seiner Biografie“ der Andrea von Treuenfeld. Begegnet bin ich der freien Journalistin Auf der Buchmesse in Leipzig, hier las sie aus diesem Buch.

Siebzig Jahre in kurzen Episoden Revue passieren zu lassen, kein Jahr dabei zu vergessen und die ganze Palette palästinensisch – israelischer Eigenheiten, Besonderheiten, Gemeinsamkeiten vor dem Leser auf 203 Seiten auszubreiten - ein gut gelungenes  Projekt.


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Teddy Kollek, der dieses Buch unter Mitwirkung seines Sohnes Amos verfasste, war 23 Jahre lang Bürgermeister von Jerusalem. Einer Stadt, deren Struktur (Ost- und West-Jerusalem) bis heute noch nicht überall anerkannt ist, was mit der UNO-Resolution von 1947 zu tun hat. 1965 wurde Kollek Bürgermeister und der 1967 ausbrechende Sechstagekrieg war für diese eindrucksvolle Amtszeit sicher ein bestimmendes Ereignis.
Wer mehr über Palästina und den Nahostkonflikt, aber auch über Israel, seine Politik und Einwohner wissen will, sollte dieses Buch lesen.
Ein Leben für Jerusalem  

Hier geht es zur Rezension vom 04.07.2017


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CHUZPE, ANARCHIE UND KOSCHERE MUSLIME erzählt von der sehr persönlichen Annäherung des Journalisten Johannes C. Bockenheimer an Land und Leute. Er hat Gespräche mit den unterschiedlichsten Leuten geführt und diese nun hier beschrieben.
Kurzweilig, interessant und bisweilen verblüffend.

Hier geht es zur Rezension vom 24.11.2015


 


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 Dieses Buch hat nur indirekt mit Palästina zu tun. Es geht um eine Gruppe von insgesamt vielleicht 850 Juden aus Deutschland und Österreich, die den Weg in die Dominikanische Republik antraten um dort an einem Siedlungsprojekt ähnlich einem Kibbuz teilzunehmen. Der Diktator Trujillo hatte der Welt verkündet, bis zu 100000 Juden aufzunehmen: die Anrainerstaaten meinten, sie könnten diese Flüchtlinge nicht versorgen, gebrauchen usw.
Hans-Ulrich Dillmann und Susanne Heim legen ein fast unbekanntes oder besser gesagt ein vielen Lesern unbekanntes Kapitel Zeitgeschichte vor.




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Noch einmal Amos Oz. Diesmal mit der Geschichte seiner Familie. Eingewandert in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nach Palästina, nach Jerusalem. Eine tragische, eine traurige, eine lustige, eine politische, eine literarische Geschichte, die fast ein Personen - Glossar benötigt hätte...

Amos erzählt über seine Kindheit und Jugend im Jerusalem der vierziger und fünfziger Jahre und über das Leben der Eltern und Großeltern in Osteuropa und über deren Gründe für die Auswanderung.

Rezension vom 24.07.2015

In der Zwischenzeit gibt es auch den Film (2016) , gedreht von Natalie Portman, der mit seinen Szenen die literarischen Bilder des Buches sehr schön unterstreicht. Hier gibt es die Filmrezension.


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 Die Autoren Nick Bertozzi und Boaz Yakin haben mit dieser Graphic Novel ein Comic Buch über das Schicksal einer jüdischen Familie geschrieben und gezeichnet, das im Zeitraum 1945 bis 1948 spielt und damit im Kontext der UNO - Resolution zur Teilung Palästinas in einen arabischen und einen jüdischen Staat. Unmittelbar mit dem Abzug der britischen Mandatstruppen gründet sich der Staat Israel und der Krieg, für die Israelis ein Unabhängigkeitskrieg, beginnt. Mit über 400 Seiten ist schon eine dicke Graphic Novel. 

Hier die Rezension vom 27.05.2015)



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Amos Oz stellte seinen neuesten Roman auf der Leipziger Buchmesse im März vor 2015 vor. Der Roman ist eine Liebesgeschichte und gleichzeitig ein poltischer Roman. Es geht gleich zweimal um Verrat. Einmal wird die Frage gestellt, ob denn JUDAS seinen Meister im Garten Gethsemane wirklich verraten hat, der zweite Fall ist der eines Zionisten mit hohen Ämtern in der Jewish Agenca und der Zionistischen Weltorganisation, welcher den jahrzehntelangen kriegerischen Konflikt zwischen Juden und Arabern vorraussah und daher in den Jahren 1947/48 die Staatsgründung Israels ablehnte. Darum rankt sich die Geschichte die der berühmte Autor erzählt.

Hier gibt es die Rezension vom 02.04.2015



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Filme

Der Film EXODUS behandelt die Geschichte des Flüchtlingsschiffes EXODUS nach dem Roman von Leon Uris. Die Handlung des Films weicht etwas vom Buch ab, illustriert den Roman aber sehr gut.


GELOBTES LAND - Ein sechsteiliger britischer Film, der in Rückblenden die Geschichte eines britischen Serganten im Palästina vor der Staatsgründung Israel erzählt. Vor allem eine hervorragende Ergänzung zu den Sachbüchern von Tom Segev, die von Peter Kosminsky als Regisseur in Szene gesetzt wurde. (Trailer)




 

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Es ist wohl folgerichtig, wenn die Beschäftigung mit der Palästinafrage irgendwann zu diesem Buch führt. Der Begründer des Zionismus, Theodor Herzl, schrieb es 1896. Noch heute ist er hoch verehrt in Israel, zum Beispiel wurden bestimmte Fragen zur Organisation eines Judenstaates dann in den zwanziger bis vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts umgesetzt.
Palästina war zwar auch Herzls erste Wahl, er hätte ich aber auch eine Enklave in anderen Ländern, z.B. Argentinien vorstellen können. Die Entwicklung des Zionismus konnte er nicht mehr verfolgen. Theodor Herzl starb bereits im Jahr 1904, sein Buch hielt er selbst resignierend für überholt. Was es nicht ist.

Rezension vom 04. Oktober 2014


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Als die IRGUN, eine zionisitische und mit terroristischen Mitteln gegen die Engländer kämpfende jüdische Untergrundorganisation beschließt, auf Grund des zweiten Weltkrieges, die Briten nicht mehr zu bekämpfen, spaltet sich eine Gruppe von ihr ab. Die Stern-Bande. Gegründet von Avraham Stern unter dem Namen Lechi. Von dieser Gruppe berichtet das Buch, von Anschlägen und Morden zum Beispiel an Graf Folke Bernadotte, den UN-Vermittler in Palästtina 1948. Luca Enoch und Claudio Stassi haben diese Graphic Novel geschrieben und gezeichnet, herausgekommen ist sie beim Panini Comics Verlag im Jahr 2014. Geschichte im Comic. Ungewohnt, aber eindringlich. 

Meine Rezension erschien am 02. Oktober 2014.


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 Im Jahr 2005 nimmt die jüdische US-Amerikanerin Sarah Glidden an einer sogenannten BIRTHRIGHT - Reise teil. Im Jahre 2011 veröffentlich sie darüber eine sogenannte Graphic Novel, ein Comic - Buch unter dem Titel: ISRAEL VERSTEHEN - IN 60 TAGEN ODER WENIGER. Sie erzählt von ihren personlichen Schwieigkeiten mit dem Thema und von Orten wie GOLAN, MASADA, YAD VASHEM, TEL AVIV, von Kibuz, Beduinen, Krieg und vielem mehr.

Diese Rezension habe ich mit eigenen Bildern einer Israel-Reise "komplettiert". (31.08.2014)


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HADDSCH ist ein Roman von Leon Uris, den der US-Amerikaner im Jahr 1964 schrieb. Er behandelt die Geschichte der Familie des Muchtars Hadschi Ibrahim al-Sukari al-Wahhabi, ungefähr von 1922 bis 1955. Erzählt wird sie haupsächlich von seinem Sohn Ismael. Es sind arabische Palästinenser, die genötigt werden, ihr Dorf zu verlassen und sich auf eine Odyssee zu begeben. Es ist die Zeit des israelischen Unabhängigkeitskrieges...

Als Rezension veröffentlicht am 08.März 2014 auf diesem Blog. Versehen mit Querverweisen und eigenen Fotos vom "Ort des Geschehens".



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Leon Uris schrieb diesen Roman im Jahr 1958. Es wurde wohl Zeit, dass jemand einen Roman über die Staatsgründung Israels schrieb. Mit seinen Hauptfiguren gelingt Uris die Beschreibung eines halben Jahrhunderts. Er umreißt die Einwanderung von vor allem osteuropäischen Juden nach Palästina, erzählt die Geschichte der Überlebenden des Holocausts und die Staatsgründung Israels, überschattet von Kämpfen und Krieg sowei einem beiderseitigem Terrorismus. Ein großer Roman, der 1960 auch gleich verfilmt wurde. 

Rezension, veröffentlicht am 19. September 2014 auf LITT-ART.



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Das von der Bundeszentrale für politische Bildung empfohlene Buch DIE ISRAELIS schrieb die US-Amerikanerin Donna Rosenthal. Sie berichtet nicht nur von den Auseinandersetzungen zwischen Israelis und Arabern in den vergangenen Jahrzehnten, sie erläutert auch die unterschiedlichen Einwanderungsströmungen im Kontext jüdisch - religiöser Strömungen. Beispielhaft sind dabei die Einwanderer aus Russland und der ehemaligen Sowjetunion

Rezension vom 04. Dezember 2013, erstmals bei buchgesichter.de am 21.02.2010 veröffentlicht.


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