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Dienstag, 28. Januar 2025

Voice of Nature zum Zweiten

 Wenn ein Buchmessenbesuch zu Abenteuern führt...

Im Jahr 2022 besuchte ich die BuchBerlin und traf dort auf Hendrik Stachnau. Der stellte dort sein Buch "Voice of Nature" vor, der große Aufsteller am Stand zeigte.

Schlittenhunderennen am Yukon? Das riecht nach Jack London. Das kann man selber machen? Es musste einige Zeit bergehen, immerhin stand im September 2022 die erste Hüft-Tep unmittelbar bevor. 

Aber 2024 entschlossen wir uns, es zu wagen und buchten die Sieben-Tagestour für den Januar 2025. So begaben wir uns in die schwedischen Wälder bei Särna, knapp 1000 Kilometer Fahrt ab Trelleborg.


Hier folgen die kurzen Bildberichte zu diesem spannenden Urlaub.


Es war anstrengend, sportlich, lustig. Wir haben interessante Menschen kennengelernt und sind sinngemäß durch verschneite Wälder gesegelt: Unter den Kufen der Schlitten knirschte der Schnee wie Wellenschlagen und das Hecheln der Hunde lässt an Möwen denken oder das Knarzen der Takelage.

Was im genannten Buch steht unterstrich Hendrik Stachnau an mehreren Abenden am Feuer, viel wusste auch unser emsiger Guide Dominik beizutragen, der uns während der Touren nicht nur führte sondern auch toll betreute. 

Vielleicht macht das uns mal einer nach.


© Bücherjunge



Mittwoch, 8. Juni 2022

Shashenko, Valeria: 24 Februar

Und der Himmel war nicht mehr blau.

LITERATURTEST bot vor einigen Tagen ein Büchlein an, dessen Cover eine nachdenkliche junge Frau zeigt; der Titel ist im Jahr 2022 bezeichnend – ein Datum, welches ähnlich einschneidend ist, wie der 11. September 2001. Wer das übertrieben findet, dem sei gesagt, dass der Krieg, den Russland am 24. Februar gegen die Ukraine begonnen hat, inzwischen weit mehr Todesopfer gefordert hat.

Wenn der Himmel nicht mehr blau ist und eine Familie in einem bomb shelter sitzt, dann braucht man sinnvolle Dinge, die man in einem solchen machen kann. Valeria Shashenko, die zwanzigjährige Influenzerin (Instagram und TikTok) postete dann eben Things that make sense in a bomb shelter.

Dazu zählen, Tanzen, Singen, Musik machen. „Eine Mischung aus Langeweile, meiner Idee, etwas zu diesem TikTok-Trend zu machen, und einfach auch ein wenig Spaß zu haben in dieser an sich schrecklichen Situation:“ Eine Situation, in der auf Tschernihiw Bomben und Granaten fallen. Tschernihiw ist die Heimatstadt Valerias.


Auf das Video wurden dann sogar CNN und BBC aufmerksam, es entstand ein Interview. Valeria Shashenko erzählt so  „weltweit“ wie es ist, wenn der Himmel nicht mehr blau ist.


Mittwoch, 25. März 2020

Mairal, Pedro: Auf der anderen Seite des Flusses

Manchmal kommt man auf seltsame Art und Weise zu Büchern. Ich las eine Rezension, was so außergewöhnlich nicht ist. In einem Buch plant ein Typ Auf der anderen Seite des Flusses einige Unternehmungen, finanzieller einerseits und höchst körperlicher andererseits. Er fährt mit einer Autofähre in das Nachbarland, dann weiter in dessen Hauptstadt und dann noch ein wenig darüber hinaus. Am Strand dort schaut man über den Atlantik.

Das Buch hat ein Pedro Mairal geschrieben, es heißt im Original La uruguaya und erschien im Jahr 2016 bei Emecé Editores, Buenos Aires, neun Jahre nach meiner ersten Reise in diese Gegend. Diese Reise hatte gewisse Ähnlichkeiten aufzuweisen, nur waren die Beziehungen zu den Personen die mitreisten sehr familiär, aber das gehört nicht hier her. 


Sonntag, 1. März 2020

Der Turm der Infantinnen


Satellit: google.map

Es war einmal... So könnte man die Geschichte anfangen, die ihren Anfang nahm, als Muhammad VII. im 14. Jahrhundert einer schönen Christin gewahr wurde, welche Gefahr lief, eine Sklavin zu werden. Der maurische König in Andalusien nahm sie mit auf die Alhambra.  Sie liebten sich beide gar sehr und bald erblickten drei Prinzessinnen das Licht der maurischen Welt die Zaida, Zoraida und Zorahaida geheißen wurden. Eine war schöner als die andere und von der Jüngsten schrieb der amerikanische Chronist: 

„Zorahaida wieder war sanft und schüchtern, äußerst empfindsam und dazu von hingebender Zärtlichkeit. Mit Liebe pflegte sie Blumen, Vögel und andere mögliche Tierchen. Sanft und voll Liebe unterhielt sie sich mit ihren Schwestern... Sinnend und träumend saß sie oft stundenlang auf dem Balkon und schaute in milden Sommernächten zu den funkelnden Sternen hinauf, oder auf das weite vom Mond bestrahlt Meer hinaus.“ 


Sonntag, 26. Januar 2020

Auf den Spuren...


Es ist fünf Jahr her, da erschien auf unserem Blog die Besprechung zur Erzählung DER
BERGFÜHRER von Liselotte Welskopf-Henrich. Die Autorin hatte diese in den fünfziger Jahren geschrieben doch erst 2015 veröffentlichte der Palisander-Verlag die Originalversion.

DER BERGFÜHRER und der Tourist klettern im Gebiet des Reiches des Zwergenkönigs Laurin, rund um dessen Rosengarten. Es ist eine Sommergeschichte doch hier erscheint nun eine Wintergeschichte aus dem traumhaften Südtirol, denn der Bücherjunge kommt soeben aus dem Skiurlaub zurück.


Samstag, 2. November 2019

Lost Places - Teil 2

Wo ist das? Der Bogensee? Das war eine Frage, die sich vor kurzem während der Lektüre zu STILLE HAVEL von Tim Pieper stellt. Schon einmal hatte der Autor in den Romanen um den Kriminalisten Toni Sanftleben Handlungen in Gegenden gelegt, die man Lost Places - verlorene Orte nennt: etwas düster, verlassen, versperrt, manchmal baufällig oder aber augenfällig gut erhalten. Im Roman DUNKLE HAVEL waren dies die Beelitzer Heilstätten.

Doch suchte ich den BOGENSEE und fand einen Ort in der Nähe von Wandlitz, ja das Wandlitz, welches vor 30 Jahren erst richtig bekannt wurde als Wohnsiedlung von Regierungsmitgliedern der DDR. Diese Bushaltestelle sieht ja ziemlich brauchbar aus, aber die Zufahrtstraße ist gesperrt. Nicht weit davon baute man Jahrzehnte vor eine Villa für einen bekannten Mann und seine Familie: Die Villa Bogensee.


Da fuhr ich nun an einem der ersten Herbsttage hin.




Mittwoch, 16. Oktober 2019

Lost Places - Teil 1

Verlorene Plätze oder verlorene Orte.

Sie reizen Fotografen, Schriftsteller Videografen zu allerlei. Manchmal auch entstehen in diesen große Filme. Zunächst allerdings war es ein Potsdamer Autor namens Tim Pieper, der mich auf solche verlorenen Orte aufmerksam machte. Dies geschah in seinem Roman Kalte Havel. Ein Verbrechen geschieht an einem Ort, der einstmals weltberühmt gewesen ist. Die Beelitzer Heilstätten habe ich nach der Romanlektüre besucht.




Die Arbeiter-Lungen-Heilstätten oder auch Beelitz-Heilstätten wurden zwischen 1898 und 1930 errichtet. Gerade zu Beginn des 20. Jahrhunderts grassierte in der Reichshauptstadt Berlin die Schwindsucht, von der besonders die arme Arbeiterbevölkerung betroffen war. Robert Koch hatte die Tuberkel-Bazillen auch in Berlin entdeckt, nun wollte man die Tuberkulose offensiv bekämpfen und baute mehrere Kliniken in diesem großen Waldgebiet südlich Berlins.


Mittwoch, 12. Dezember 2018

Bücher in aller Welt

Am 25, Januar 2014 erzählte Anne Parden von einer Kirche in Maastricht, die seit etlichen Jahren eine Bücherkirche, Polare Maastricht, ist. Blog on Tour schaut immer mal wieder in die Buchhandlungen in aller Welt. Da gibt es die kleinen, die verwunschenen, die versteckten und die bekannten Büchertempel. Aber so spannend die verschiedenen Buchhandlungen bekannter Ketten sein können, es gibt eben auch die besonderen. 


Eine davon findet man in Dresden - Loschwitz, unterhalb des Blauen Wunders. Dies ist das Buchhaus Loschwitz.





Es ist eben eine der kleinen, verwunschenen Buchhandlungen, durchaus eine besondere, die demnächst einen "inhaltlichen" Abstecher verdient. Auch um zu schauen, ob diverse Kritik im Netz bedeutsam ist. Doch nun möchte ich einen ganz anderen Abstecher machen und zwar in die Avenida Santa Fe 1860 im Stadtteil Recoleta in Buenos Aires, der Hauptstadt Argentiniens.


Freitag, 13. Juli 2018

Orient Zeitreise

Auf den Spuren der Ida von Hahn-Hahn (1843/44
Herausgegeben von
Ralf Günther & Stefan Rammelt

Erinnert ihr euch? Am 23. März stellte ich euch Die Theatergräfin vor. Um die soll es hier nun aber nicht gehen, sondern um die echte Gräfin, von der Ralf Günther in seinem historischen Roman ebenfalls erzählte. Besagte Ida Gräfin von Hahn-Hahn unternahm im Roman eine Reise in den Orient.


Donnerstag, 6. Juli 2017

Golonska, C.; Elstner, F.: Hellerau

Wer kennt das nicht: Da lebt man Jahre oder gar Jahrzehnte in einer Stadt und doch gibt es Stadtteile, die man gar nicht richtig kennt. 

In meinem Fall habe ich sogar zehn Jahre ganz in der Nähe gearbeitet und bin manchmal, bei Stau auf der Königsbrücker Landstraße auf den Moritzburger Weg abgebogen um von Hellerau zum Flughafen Klotzsche zu gelangen.

Im Laufe dieser Bloggertätigkeit lernte ich vor einigen Jahren Frank Elstner vom Palisander-Verlag kennen und auf der vorletzten Buchmesse in Leipzig fand ich dieses Fotobuch über die Gartenstadt Hellerau in den Regalen des Verlages, es erschien allerdings bereits im Jahr 2007, damals feierte man Einhundert Jahre erste deutsche Gartenstadt.


Hellerau: Im Jahr "1906 erwarb der visionäre Möbelfabrikant und Sozialreformer Karl Schmidt, der Besitzer der Deutschen Werkstätten, das Land, auf dem seine neuen Produktionsstätten und die Siedlung errichtet werden sollten. Im selben Jahr begannen die städtebaulichen Planungen. 1907 wurde der Deutsche Werkbund gegründet, ein Ereignis, das in einigem Zusammenhang mit der Gründung der Gartenstadt steht. Im Juni 1908 gründete sich die "Gartenstadt-Gesellschaft Hellerau GmbH". Am 1. April 1909 erfolgte der symbolische erste Spatenstich. Bereits ein Jahr später begann die Produktion in den neuen Möbelwerken und die ersten Anwohner ließen sich in Hellerau nieder."(Seite 5)








Es war die Zeit, in der man, ganz im weiteren Sinne des utopischen Sozialisten Robert Owen, darüber nachdachte, durch die Verbesserung der Lebensbedingungen der Arbeiter Einfluss auf die Produktivität zu nehmen. Die Idee der Gartenstädte geht dabei auf Ebenezer Howard zurück.


Das vorliegende Buch lädt zum Rundgang durch die Gartenstadt ein, deren einzelne Teile von verschiedenen Architekten entworfen wurden. Die Besonderheiten der Bauweise werden im vorliegendem prägnant beschrieben. Die Karte links findet man nicht nur im Einband des Buches sondern auch mehrfach in den Straßenzügen.  Die Gartenstadt bekam Schule, Waldschänke, Festspielhaus und kleine Parkanlagen, sie ist an der Peripherie der großen Stadt gelegen, städtisch und ein wenig ländlich zu gleich.







Ein zentraler Platz in Hellerau ist das Areal des Festspielhauses. Dies ist heute wieder ein Zentrum des modernen Tanzes, ursprünglich, also zu Beginn, Zentrum für rhythmische Gymnastik. Im Jahr 1912 war der Bau vollendet. Architekt war Heinrich Tessenow. Das soll den Architekten der Gartenstadt (Schmidt, Riemenschmid) in seinen Dimensionen zu weit gegangen sein. (Seite 39)  Doch entwickelte sich hier ein Zentrum für moderne Kunst und Tanz, die Lehrerin Gret Paluccas, Mary Wigman, entwickelte hier den freien Ausdruckstanz. Das Festspielhaus entwickelt sich heute wieder zu einem angesagten Kunsttempel. Die so genannten Künstlerpensionen von damals gibt es heute wieder am Zugang zum Areal. In den Treppenaufgängen des Festspielhauses prangen die Beweise für dessen zwischenzeitlich Nutzung.




Hellerau ist wahrhaftig eine grün-bunte Gartenstadt am Rande Dresdens, die zu besuchen und zu durchstreifen durchaus Stunden dauern kann. Plätze zum Verweilen und zum Nachlesen in diesem Buch finden sich zu nahezu überall.


Zu guter Letzt ist die Waldschänke, im Buch noch als Ruine beschrieben, inzwischen auch wieder Heimstätte eines Bürgervereins. 



Heimatgeschichte. Es gibt immer was neues zu entdecken. Nie hat man alles schon gesehen. Sicher führt mich der Weg auch einmal in dieses Festspielhaus. Oder wird es mal Pensionssitz? 


Frank Elstner (geb. 1963) erzählte mir auf der Buchmesse 2016, dass er sich für dieses Buch extra mit Architektur- und Großformatfotografie beschäftigt hat. Der promovierte Physiker, der hauptsächlich als Verleger, Übersetzer und Autor arbeitet, zeigt hier eine weitere interessante Facette seines Wirkens.

Der freie Architekt Clemens Golonska (geb. 1960) hat sich während des Studiums in Aachen und Braunschweig in das Hellerauer Konzept verliebt. Inzwischen wohnt er hier im Norden Dresdens und macht auch Führungen durch die Gartenstadt. Auch das ist sicherlich einen weiteren Besuch wert.





DNB / Palisander / Chemnitz 2007 / ISBN: 978-3-938305-04-1 / 176 Seiten. (deutsch/englisch)


© KaratekaDD



Dienstag, 4. Juli 2017

Auf dem Shannon - Collage im Juni


Das wollte ich schon seit Jahren einmal unternehmen. endlich war es im Juni 2017 so weit und in Familie ging es auf den Shannon in Irland. Davon erzählt die Foto - Collage.


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 Der Start erfolgte ziemlich genau in der Mitte Irlands, nämlich an Athlone, wo wir den vermutlich ältesten Pub Irlands, Sean´s Bar, besuchten. Die fünfzehn Meter lange Penichette war nicht unbedingt einfach zu steuern, das merkten wir in der Marina im Stadtzentrum.

Man beachte die schönen Karikaturen zur Warnung der Sportschiffer.








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 So einen riesigen Fluss-See wie den Lough Ree hätten wir nicht vermutet. Das flache Hausboot hat gegen die Wellen etwas zu kämpfen und wir bekommen eine Ahnung, warum man bei scheinbar noch vertretbaren Windstärken die Überquerung vermeiden soll. Unweit vom Ufer ein Steg zum Notanlegen. Gegenüber eine kleine Burgruine. Wir landen dann in Lanesborough und entscheiden uns nach zwei vergeblichen Versuchen gegen den Wind für eine Privatmarina. 

Gegenüber befindet sich eine Dreckschleuder von Torf-Kraftwerk. Der Geruch im Städtchen, das ein sauberes ist, erinnert ein wenig an lang vergangene Zeiten.



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Carrick on Shannon ist die nächste Station. 
Schleusen, Hubbrücken, Kühe, die bis dicht am Ufer grasen. Die größeren Seen wurden nun durch schmale Passagen abgelöst.

Wir legen bei "le boat" an und fallen inmitten der "Emerald Star" Boote ein wenig auf. Freundlich, wie die Leute hier sind, bezahlen wir nur einen Bruchteil der Gebühren wie in MeckPom. Wir machen einen kleinen Einkauf und bekommen auf einem Volksfest, welches man hier "Carnifal" nennt,  einen Gutschein für den hiesigen Italiener. Der Abend verbringen vier der Mannschaft in einem noblen Pub. (08)



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Wir müssen langsam die Rücktour berechnen. Doch erst einmal geht es weiter nördlich in den Lough Key. Ziel ist ein Fotomotiv, ein abgebranntes Lustschloss auf einer Insel und ein Vergnügungspark. (08) Die Fahrt ist begleitet von viel Regen und endet trotzdem bequem wieder in Carrick wo wir gemütlich Futtern gehen. Italienisch.

 Wir hätten natürlich wieder in Lanesborough festmachen können, entschließen uns aber ein Stück weiter zu fahren und gelangen nach Richmond Harbor. 




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Der Schleusenwärter an der Clondra Lock (09) ist ein Unikum und wir vertrauen darauf, dass er uns gar nicht weiter fahren lassen würde, wenn wir in der nachfolgenden Brücke steckenbleiben könnten. In Richmond beginnt der Royal Canal, der bis Dublin führt. Wir verbringen die Nacht unterhalb der Schleuse und fahren am nächsten Morgen wieder nach Athlone.  Dort besuchen wir die Burg und verbringen den Abend noch einmal in Sean´s Bar. 






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 Die letzte Tour führt den Shannon hinab weiter südwärts. Die Landschaft ist plötzlich völlig verändert. Wir verbringen einige schöne Stunden in der alten Klosteranlage von Clonmacnois (11) und fahren anschließend wieder in Richtung Athlone und weiter in die Marina, in der wir am nächsten Tag die Penichette abgeben müssen.



So geht eine schöne Tour langsam zu Ende.






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Sicher folgt noch mal eine extra Fotostrecke mit den schönsten Bildern und vielleicht ein Bilderpost zu Dublin.


© KaratekaDD







Freitag, 19. Mai 2017

FotoPost: Frühling


Frühlingsbilder einmal anders. Aus Holland und aus Mecklenburg-Vorpommern. 






Zwei Serien völlig unterschiedlicher Art. 



Detail und weites Feld. Nähe und Weite. Beides hat seinen Reiz - die Vollkommenheit der Details  einer einzelnen Blüte und das fast unwirkliche Leuchten der Tulpenfelder in Noordholland. Ein Augenschmaus...




Nicht nur die Bäume blühen. Ganze Kunstwerke aus kleinen Blüten entstehen jährlich bei den Bloemendagen in Anna Paulowna. 10000 Hyazinthenblüten auf einen Quadratmeter - man ahnt, welche Mühe hinter solch gigantischen Bildern wie beispielsweise diesem der ehemaligen niederländischen Königin steckt. Ein Wettbewerb, der dort in Noordholland jährlich ausgetragen wird... Auf dem rechten Bild ist zwar keine Königin zu sehen -  es ist eine Wespe - aber wen erinnert die Bestäuberin nicht an Königinnen?




Auf der Halbinsel Marken am Ijseelmeer findet sich an jeder Ecke ein lohnendes Fotomotiv - vor allem im Frühling. Ein farbenfrohes Stilleben wie dieses hier beispielsweise. Auf der rechten Seite erneut die Bestäubung der Blüten - ohne derlei Insekten gäbe es kein Obst mehr...




Pastell und Farbexplosion




Die Pflanzen auf dem linken Bild wurden von Menschenhand bestäubt. Kunst und Natur. Solch ein eleganter Anflug einer Hummel ist nur durch ein Makroobjektiv fassbar. Wie auch auf dem nächsten Bild links.




Nicht nur bei den Pflanzen hat der Frühling Einzug gehalten... Bei diesen Bildern ist der Gedanke an die 'weiße Unschuld' nicht weit...





 Viele Blüten links und rechts. Eine Wohltat fürs Auge...


© Anne Parden & KaratekaDD



Samstag, 25. März 2017

Instagram & Co.

Ja was denn noch alles? Da sind doch schon so viele Möglichkeiten, meine Fotos zu veröffentlichen. Abgesehen davon, dass deren Veröffentlichung nur ab und zu Aufmerksamkeit erregt, geschweige denn Kommentare. Nun ja, ich tummle mich ja auch nicht ständig in den diversen Communities und so was beruht dann doch auch auf Gegenseitigkeit.





Mit was fing das an? Ach ja, fotocommunity.de, Facebook - Profil, dann kam das Shootcamp (genialer Internet-Fotokurs), anschließend flickr.de, und dann, dann kam ein neues Handy.  Mit dem iPhone kam instagram. Eine Plattform, die ich nie wollte, die sich aber als eine der besten für die Handyfotografie herausstellte. Erste Versuche unternahm ich mit diversen, leider eher rumstehenden Musikinstrumenten. Die nächsten hatten dann schon was mit dieser Bloggerei hier zu tun. Deutlich zu sehen: das kostet Zeit, Whisky und es braucht Sehschärfe.




Was Instagram ausmacht, das ist die vielseitige und einfach sehr schnelle Art und Weise der Fotobearbeitung. Kontraste, Schärfen und vor allem das Hervorheben, die Klarheit und einiges mehr lassen sehr schnell Fotos enstehen, die man auf Twitter und Facebook auch schnell weiter verteilen kann. Spaß macht es auch im Herbst und im Winter zu fotografieren. Hier war ich mal wieder im Hafen, wo die nächste Bildserie entstand.



Im sehr zu empfehlenden Fotokurs des Österreichers Christian Anderl bekommt der Fotounkundige, die meisten sind eigentlich so unkundig nicht, eine der ersten Aufgaben:

Er soll die teure Spiegelreflex aus der Hand legen, ausnahmsweise das Handy benutzen und auf die Suche nach Motiven gehen. Aufmerksamkeit ist gefragt.

Da sind schon schöne Sachen zu sehen gewesen in der Communiy, für die ich hier gern etwas Werbung betreiben möchte.

Das Schilfrohr im herbstlichen Wind und das letzte Grün sind solche Bilder, finde ich.

Wer unseren Blog etwas aufmerksamer verfolgt, der weiß, dass Anne und ich ganz vernarrt in die Bücher von Tim Pieper sind. Das letzte Buch war Kalte Havel. In diesem geht es um Mord, aber hier geht es um Bilder. Teilweise aber spielte der Roman in den Belitzer Heilstätten. Und die sind es unbedingt wert, einmal besucht zu werden. Natürlich mit der Fotoknipse. Irgendwann muss ich die Bilder mal durch Photoshop laufen lassen, aber hier hab ich mal ein paar Beispiele, für die das Smartphone herhalten musste. Die Belitzer Heilstätten waren einmal ein super moderner, weltweit einzigartiger Krankenhauskomplex in der Nähe von Berlin.




Heute sind das meist Ruinen, deren Charme immer wieder Fototouristen anlockt, aber auch Cliquen, die es sich in den alten Gebäuden gut gehen lassen. Mit geistigen Getränken und dem Rauch verbotener Substanzen ist deren Sorge, dass die Gebäude mal wieder einem Zweck zugeführt werden. Das spielt übrigens in dem genannten Roman eine Rolle.



Wenn man eine musisch - litterarische Ader hat, dann verknüpft man das gelegentlich miteinander. Zwei Klaviere sind hier rechts zu sehen. Das eine ist auch schon eine Ruine und ist in den Beelitzer Heilstätten ein beliebtes Motiv. Das andere, mit dem Efeu drum herum passt eher zu diesem Blog, denn dieses, noch "funktionierende" Klavier stand in der Messe Dresden während der Schriftgut. Von dieser kleinen und feinen Büchermesse war schon öfter die Rede hier auf Litterae- Artesque.

Etwas weniger musisch sind die folgenden Detailaufnahmen, die nicht auf den Anfang des 20. Jahrhunderts hinweisen, als die Heilstätten entstanden, sondern eher auf die Zeit, da das Areal von Soldaten wie dem in der Mitte etwas weiter oben bevölkert war.
















Irgendwann war auch im letzten Jahr Weihnachten. diese Zeit lädt auch stets ein, Fotoversuche zu machen. Solche wie die folgenden Bilder hier:
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Der hier bloggende Hobbyfotograf wohnt ja nun in der Mecklenburger Seenplatte, gelegentlich ist der Zierker See auch mal vereist. Ich habe ja schon ein paar Hafenbilder erwähnt - das rechte Bild ist allerdings der nicht vereiste Tegernsee. So eine verlassene Steganlage fotografiert man doch am besten in Schwarz - Weiß. Auch Sepia bietet sich gelegentlich an. Überhaupt ist das Verschieben der Farbregler ein interessanter Aspekt.





Zum Schluss. Nein, ein Technikfreak bin ich bestimmt nicht. Aber man kann auf diese Weise ja auch mal festhalten, was einen sonst so interessiert und der neue Kodiaq wäre schon ein Auto, welches man nicht nur ablichten muss. Man könnte dazu auch zu einem neuen Fototermin fahren.




Ein guter Freund hat unter dem rechten Bild überzeugend erklärt, dies "wäre die erste Kamera, die ein Selfie von sich macht." Das war´s mal wieder von der Fotosparte.


© KaratekaDD