
Als Pia zufällig einen TV Bericht über die Befreiung Rosstals im April
1945 durch die Amerikaner sieht, beginnt sie sich Fragen zustellen nach
der Geschichte ihrer Familie und inwieweit dies Einfluss auf ihre eigene Biografie hatte.
Sie
stößt auf die Tagebücher und andere Dokumente ihrer Ahninnen. Es spannt
sich ein Bogen von 1850 von Notburga, der Ururgroßmutter über deren
Tochter Maria, die eine Suffragette war, hin zur Oma Cäcilie, die nach
Paris ging, zurück kehrte, heiratete und Pias Mutter gebar. Pia reist
durch den Wandel der Zeiten, Aufbruch und Niedergang, Beginn des
Technologiezeitalters. Sie erfährt, die allmählich veränderte Stellung
der Frau von einer rechtlosen, dem unmündigen Kindern gleichgestellten
Frau hin zur emanzipierten Frau der heutigen Gesellschaft einerseits.
Andererseits gibt es die individuellen Antworten der Protagonistinnen
auf ihre persönliche Lage.
Dieses Buch führt den Leser vom
beschaulichen Franken, nach Frankreich, Norwegen und Afrika. Im Spiegel
der Biografien und Lebenswege der Ahninnen klärt sich für Pia ihr
eigenes Leben.
Am Ende versteht Pia ihr eigenes Leben besser, basierend auf den Erfahrungen ihrer Ahninnen trifft sie eine Entscheidung
Ein
Buch über die Irrungen, Wirrungen, Hoffnungen, Wünsche und Träume der
Menschen. Ein Buch über verstehen, verzeihen und versöhnen. 165 Jahre
lebendige deutsche Zeitgeschichte.
(
Klappentext epubli)
- Taschenbuch: 488 Seiten
- Verlag: epubli; Auflage: 15 (30. Januar 2017)
- Sprache: Deutsch
- ISBN-10: 3741888028
- ISBN-13: 978-3741888021
VOM WANDEL DER FRAUENROLLE IN DEN LETZTEN 165 JAHREN...

Als Pia zufällig einen TV Bericht über die
Befreiung Rosstals im April 1945 durch die Amerikaner sieht, beginnt sie
sich Fragen zustellen nach der Geschichte ihrer Familie und inwieweit
dies Einfluss auf ihre eigene Biografie hatte. Sie stößt auf die
Tagebücher und andere Dokumente ihrer Ahninnen. Es spannt sich ein Bogen
von 1850 von Notburga, der Ururgroßmutter über deren Tochter Maria, die
eine Suffragette war, hin zur Oma Cäcilie, die nach Paris ging, zurück
kehrte, heiratete und Pias Mutter gebar. Pia reist durch den Wandel der
Zeiten, Aufbruch und Niedergang, Beginn des Technologiezeitalters. Sie
erfährt, die allmählich veränderte Stellung der Frau von einer
rechtlosen, dem unmündigen Kindern gleichgestellten Frau hin zur
emanzipierten Frau der heutigen Gesellschaft einerseits. Andererseits
gibt es die individuellen Antworten der Protagonistinnen auf ihre
persönliche Lage. Dieses Buch führt den Leser vom beschaulichen Franken,
nach Frankreich, Norwegen und Afrika. Im Spiegel der Biografien und
Lebenswege der Ahninnen klärt sich für Pia ihr eigenes Leben. Am Ende
versteht Pia ihr eigenes Leben besser, basierend auf den Erfahrungen
ihrer Ahninnen trifft sie eine Entscheidung Ein Buch über die Irrungen,
Wirrungen, Hoffnungen, Wünsche und Träume der Menschen. Ein Buch über
verstehen, verzeihen und versöhnen. 165 Jahre lebendige deutsche
Zeitgeschichte.Ganz bewusst setze ich den ausführlichen
Klappentext als Kopie hier voran, weil daran bereits deutlich wird,
weshalb ich mit diesem Buch solche Schwierigkeiten hatte: ausschweifend,
absatzlos, voller Fehler. Dabei könnte ich es belassen, denn
tatsächlich war dieses Leseerlebnis - schwierig.
Aber ich täte
der Autorin Unrecht, denn in jeder Zeile dieses eng beschriebenen, fast
500 Seiten starken Buches ist zu spüren, wie wichtig ihr die
geschilderte Thematik ist. Deshalb möchte ich hier doch etwas
differenzierter auf das Buch eingehen. Ich sage bewusst nicht 'Roman',
denn in meinen Augen stellt dies eher eine 'Rohfassung' dar, einen
'Entwurf', der in Form, Inhalt und Struktur sowie hinsichtlich einer
gründlichen Fehlersuche und eines eingängigeren Titels noch durch ein
gekonntes Lektorat in eine leserliche Façon gebracht werden muss. Das
Buch in der jetztigen Ausgabe stellt einfach eine Überforderung für den
Leser dar.
Trotz meiner geballten Kritik glaube ich aber an das
Potential des Buches sowie an die nicht zu unterschätzende Bedeutung der
Thematik an sich. Die Rolle der Frau im Wandel der Zeiten - so nüchtern
dies auch klingt, macht das Buch anhand der Schicksale von Frauen einer
Familie in einer Folge von fünf Generationen deutlich, dass der heutige
Status quo der Stellung der Frau in unserer Gesellschaft zum einen
nicht selbstverständlich und zum anderen auch durchaus noch ausbauwürdig
ist. Darüber hinaus wird ebenso deutlich, dass das, was man ist, (mal
abgesehen von der genetischen Determination) nicht unabhängig von der
Geschichte einer Familie im Laufe der Generationen zu sehen ist, ebenso
wie man sich den gesellschaftlichen Bedingungen nur z.T. entziehen kann.
Das klingt jetzt eher nach einer sozialwissenschaftlichen Abhandlung,
ist tatsächlich aber nicht so gemeint.
Neben meinem ganzen Ärger
über das Buch gab es hier eben auch viele Passagen, die mich
nachdenklich stimmten, teilweise Parallelen zu meinem eigenen Leben oder
dem meiner Familie aufwiesen. Abgesehen also von wirklich interessanten
Informationen - z.B. welche historischen Ereignisse auf welche Art dazu
beitrugen, die Rolle der Frau (und des Mannes) allmählich zu verändern -
kann hier auch eine persönliche Reflexion bezüglich der eigenen
Situation angeregt werden. Das waren für mich wirklich positive Aspekte
des Buches.
Der Austausch mit der Autorin in der Leserunde
gestaltete sich sehr intensiv und, ja, auch konstruktiv. Natürlich ist
es nicht nett für den Schreibenden, wenn sein Werk, in dem so
offensichtlich viel Herzblut steckt, von allen Seiten viel Kritik
erfährt. Doch Sybille A. Schmadalla will die im Rahmen der Leserunde
geäußerten Anregungen überdenken und einiges an Änderungen in Angriff
nehmen. Ich wünsche ihr ein engagiertes Lektorat, das sie in der
Umsetzung der Verbesserungen unterstützt, damit das Buch zukünftige
Leser einfach mehr anspricht. Denn wie gesagt: das Buch hat Potential...
Wenn ich für mich persönlich ein Fazit ziehen soll: Ich bin
nicht traurig, dass ich mich seinerzeit entschlossen habe, das Buch zu
lesen - aber letztlich bin ich doch froh, dass ich es jetzt 'geschafft'
habe. Ich bin jedenfalls gespannt auf die Neufassung!
© Parden

Bei
epubli schreibt
Sybille A. Schmadalla über sich selbst:
Ich wurde 1958 in Bayern geboren und wuchs auf dem Land auf.
Ich schloss
zwei Studien in München erfolgreich ab und erwarb die akademischen Grade
Dipl. Betriebswirtin (FH) und Diplom Designerin (FH). Nach einer
klassischen Industriekarriere mit Positionen in deutschen Konzernen bis
hin zur Geschäftsführung, arbeite ich heute als Business Coach und freie
Autorin. Parallel zur Berufstätigkeit studierte ich noch 2 Semster
Philosophie und 2 Semester Soziologie. Ich engagiere mich für
Frauenrechte weltweit und unterstütze u.a. Terre des Femmes in Nürnberg.
Ich bin seit mehr als 33 Jahren überaus glücklich verheiratet und
Mutter zweier erwachsener Söhne. Derzeit lebe ich in Erlangen und pendle
zwischen Deutschland und Finnland.
► übernommen von epubli