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Sonntag, 15. Juni 2025

Über Palästina... und mehr

Über Palästina, den Nahost-Konflikt, Israel und Judentum, Araber und Islam, Holocaust und Antisemitismus. 

Topographische Karte
von Palästina
mit international
anerkannten
Staatsgrenzen
Seit dem 07.10.2023 trat der Nahostkonflikt wiederholt mit einem Knall in unser Leben. Die radikalislamistische Terror-Organisation HAMAS griff aus dem Gaza-Streifen Israel an, tötete mehr als 1200 Israelis und verschleppte mehr als 200 Geiseln in den Gazastreifen. Die israelische Antwort folgte sofort und seitdem herrscht Krieg. Aus dem Iran, dem Libanaon, dem Gaza-Streifen, selbst aus dem Jemen fliegen Raketen auf den kleinen säkularen und gleichzeitg jüdischen Staat, der 1948 gegründet wurde.

Auch in Israel brodelt es: Mit einer Justizreform könnte der amtierende Ministerpräsident die einzige Demokratie in diesem Raum nachhaltig beschädigen, da er an der Gewaltenteilung rüttelt.

Nun, seit dem 12.06.2025 fliegen die israelischen Luftstreitkräfte Angriffe auf Atom- und Militäranlagen in der Islamischen Republik Iran, womit der Konflikt eine Entwicklung nimmt, die 1948 (Palästinakrieg), 1967 (Sechstagekrieg) und 1973 (Jom-Kippur-Krieg) weit übertreffen könnte.


* * *


Im Jahr 2009 hatte ich die Gelegenheit, eine Studienreise mit der Gewerkschaft nach Israel zu machen. Diese führte von Tel Aviv - Jaffa, durch den Negev, Masada, En Gedi, Totes Meer, Jericho, Nazareth, den See Genezareth, Akkon, die Golanhöhen und das Hebron - Tal nach Jerusalem. Im Jahr 1998 war ich schon mal in der Gegend, damals stand auch Bethlehem auf dem Programm. Eine Wiederholung war im Oktober 2023 geplant. Der Flug sollte eine Woche nach dem 7. Oktober 23 stattfinden, er fiel natürlich aus.

Samstag, 27. Januar 2024

Ourghi, Abdel-Hakim: Die Juden im Koran... (Palästina und Israel 2023 - Part 3)

In großen Teilen der Welt demonstrieren Menschen wegen des neuen Gaza-Krieges, den der Staat Israel gegen die HAMAS, der palästinesisch-sunnitisch-islamistischen Organisation, die am 7. Oktober 2023 einen umfassenden Terroranschlag mit über tausend Toten und mehreren hundert entführten meist israelischen Staatsbürgern beging. Die Versammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen richten sich entweder gegen die terroristische Organisation oder gegen den Staat Israel, der die HAMAS endgültig beseitigen will und den Proteste aus aller Welt über die Art der Kriegführung scheinbar wenig beeindrucken.

Dabei zeigt sich mehr als zuvor, dass die Kritik zur Kriegführung gekoppelt oder ersetzt wird durch antijudaistische, antiisraelische und vor allem antisemitische Sprüche und Sprechchöre. „Free, free palestine, from the river to the sea“ tönt es nicht nur gelegentlich. Der Spruch verlangt die Vertreibung der Juden vom Jordan bis zum Mittelmeer und damit die Auflösung, das Verschwinden des Staates Israel.

Warum ist dies so? Oder anders gefragt, gibt es dafür Gründe, die vielleicht weit vor der Einwanderungswelle von meist osteuropäischen Juden seit dem Ende des 19. Jahrhunderts nach Palästina und damit weit vor der Gründung des Staates Israel liegen?

Montag, 13. März 2023

Piñeiro, Claudia: Kathedralen

Lía glaubt nicht mehr an Gott. Nicht, seit ihre siebzehnjährige Schwester grausam ermordet wurde. In ihrer streng religiösen Familie fühlt sie sich völlig allein gelassen, und bald bricht sie den Kontakt zu ihr gänzlich ab. Dreißig Jahre vergehen ohne den geringsten Hinweis auf den Mörder, dreißig Jahre, die tiefe Gräben in der Familie hinterlassen. Erst eine unerwartete Begegnung wirbelt die Vergangenheit wieder auf und entfesselt einen Sturm, der alle mit sich reißt.

Claudia Piñeiro ergründet ein erschütterndes Familiengeheimnis, hinter dem ein Netz von religiösem Fanatismus, kirchlichem Machtanspruch und Repressionen sichtbar wird. (Klappentext)


  DNB / Unionsverlag / 2023 / ISBN: ‎ 978-3293005921 / 320 Seiten






 Kurzmeinung:

 
Eine argentinische Familie zerbricht nach dem gewaltsamen Tod einer der Schwestern - ein spannender Roman mit drängender Kritik an der katholischen Kirche...
 
 

Dienstag, 3. Januar 2017

Harris, Robert: Konklave

Wahlen bestimmen (mehr oder weniger) die Politik in einem Staat.
In aller Regel dauert so eine Wahl für ein Parlament auch nur einen Tag, plus Auszählung der Stimmen ein wenig länger. Bei Staaten, deren Territorium sich über mehrere Zeitzonen erstreckt, kann es auch mehrere Tage dauern. Dann kommt es hier und da zu Überprüfungen der Wahlen bezüglich der korrekten Durchführung. Diverse Gerichte beschäftigen sich dann mit der möglichen Wiederholung. Außerdem gibt es unter den Staaten auch noch Diktaturen, in denen Wahlen von vorn herein fragwürdig erscheinen.

Letztlich gibt es noch einen Staat, in dem ist alles anders. Dies ist der Vatikanstaat. Da kommt das „Wahlvolk“ aus allen Teilen der Welt in die Stadt am Tiber. Man könnte die Wahlteilnehmer auch Wahlmänner nennen. Diese Wahlmänner wurden nie gewählt, sie wählen Kraft ihres Amtes ihr Oberhaupt. Das ist der Pontifex Maximus. Dessen Vor- oder auch Vorvorgänger hat die Wahlmänner mal in diese Funktion ernannt. Nach der Ernennung nennen sie sich Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalis. Die Kardinäle, nie mehr als 120 [1], wählen manchmal tagelang das neue Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Sie wählen geheim - denkt man. Außerdem werden sie eingeschlossen, damit sie von außerhalb nicht beeinflusst werden können. Aber schon zu Zeiten des Rodrigo Borgia, bekannt geworden als Papst Alexander VI. (1431 - 1503), gab es Mittel und Möglichkeiten, dieses Gebot zu umgehen. Rodrigo Kardinal Borgia kommunizierte mit einem Spiegel mit der Außenwelt um den „Kollegen“, die damals nur einfachste Speisen erhielten, mit einem Brathuhn etwas „Gutes“ zu tun: Im Brathuhn waren diverse geldwerte Versprechungen eingebacken.[2]