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Donnerstag, 16. Oktober 2025

Inselbücher - drei in einem Post


Geht man durch die Reihen der Regale im Buchmessenantiquariat in Leipzig, findet man meterweise die schmalen Bücher im Pappband und dem aufgeklebten Etikett der Insel-Bücherei. Stöbern in den unzähligen Titeln macht Spaß, so fand ich mal diesen Hemingway. Im Frühjahr sah ich dann am Insel-Stand ganz andere Insel-Bücher, solche kamen mir noch nicht unter die Augen. Drei möchte ich hier kurz vorstellen.

Keines der drei bedarf inhaltlich an sich einer Vorstellung. Sowohl Die Odyssee als auch Die Nibelungen sind bekannt, Ali Baba und die 40 Räuber aus 1000 und Eine Nacht vielen sicher auch. 

Dienstag, 30. September 2025

Leo, Maxim / Kat Menschik: Junge aus West-Berlin

Nein, der spielt keine Rolle in diesem Büchlein. Ich meine den Komponisten des Liedes mit den folgenden Versen. Obwohl doch der Titel der Erzählung diese erste Zeile förmlich eingibt.

„Stell dir vor, du kommst nach Ost-Berlin.

Und da triffst du ein ganz heißes Mädchen.

So ein ganz heißes Mädchen aus Pankow.

Und du findest sie sehr bedeutend, und sie dich auch...“

Das Rockkonzert auf dem Alexanderplatz wird sich allerdings als eine Kundgebung zeigen, nicht der Anfang, sondern das Ende? Der Titel, denke ich, war Absicht. Die Assoziation auch. Aber UDO wird auf den ganzen 80 Seiten nicht ein einziges Mal erwähnt. Nicht einmal im Nachwort.



Mädchen aus Ost Berlin (1979)


Donnerstag, 4. September 2025

Kutscher, Volker und Menschik, Kat: WESTEND

„Was aber soll im Jahre 38 gut laufen? - Die ganze Geschichte verbietet förmlich ein Happy End. Und am Ende geschieht ein Mord aus Rache. Ein Mann in schwarzer Uniform erschießt einen anderen Mann, einen mit weißem Kittel...“

Dies waren die letzten Zeilen zum Inhalt des 10. Gereon-Rath-Romans, die ich am 19. November 2024 im Blog veröffentlichte. Als es hieß, dass es einen Abschluss geben wird und dieser das dritte gemeinsame Buchprojekt von Kat Menschik und Volker Kutscher werden soll, war ich überaus gespannt auf das Ergebnis.


Samstag, 12. Juli 2025

Aitmatow, Tschingis: Djamila


Die Lieblingsbücher der Kat Menschik. Immer mehr davon werden auch zu meinen Lieblingsbüchern. Zuerst waren es die so passend illustrierten Auskopplungen MITTE und MOABIT der Gereon-Rath-Romane von Volker Kutscher, die mir überaus gefielen und wegen denen ich den Lieblingsbüchern der 1968 geborenen Zeichnerin immer wieder begegne. Auf der Leipziger Buchmesse stand in den Regalen des Berliner Galiani – Verlags ein Buch, welches mir als Schullektüre sofort wegen einer einzigen Szene erinnerlich war, dazu aber komme ich zum Schluss.

Montag, 7. April 2025

Andersen - Menschik: Lieblingsmärchen

Seit zwölf Jahren füllen wir diesen Literaturblog mit unseren Beiträgen. Dabei stellt sich heraus, dass wir, mehr oder weniger häufig, je nach dem, zurückgreifen auf Buchreihen, Autoren, weniger auf Verlage – auf schöne Bücher.

Schöne Bücher sind etwas, die ich seit einiger Zeit erst im Blick habe. Natürlich empfinde ich neben Kat Menschik, der Schöne-Bücher-Bibliothek oder der Reihe Perlen der Literatur auch andere Bücher schön.

Diese hier, die Lieblingsbücher der Illustratorin Kat Menschik, sind etwas Besonderes. Das Besondere besteht darin, dass die Zeichnungen in jedem Buch völlig anders sind. Die Zeichnerin behauptet in diesem zwar etwas von einem immer vorhandenen „eigenen Strich“ – damit hat sie sicherlich recht, aber für einen Nicht-Maler...

Sonntag, 10. Oktober 2021

Kutscher, Volker: Mitte


Darauf habe ich mich gefreut. Auf das von Kat Menschik illustrierte Buch von Volker Kutscher, in dem er die Geschichte des Berliner Jungen Fritze Thormann nach dem letzten Gereon Rath Roman OLYMPIA erzählt.

Es stellt sich heraus, das ganze Buch besteht aus Briefen, die der Sechzehnjährige an seine ehemalige Pflegemutter Charlotte „Charly“ Rath und an seine Freundin Hannah schreibt. Doch im ersten Brief, den wir in diesem schmalen Büchlein lesen, teilt am 14. August 1936 das Geheime Staatspolizeiamt Berlin dem Jugendamt Mitte mit, dass nach dem minderjährigen Friedrich Thormann gefahndet wird, er habe sich nämlich einer Vernehmung „wegen mutmaßlicher Beleidigung des Führers und Verunglimpfung der nationalsozialistischen Bewegung“ entzogen. Den derzeitigen Pflegeeltern hat er sich entzogen, eine einwandfreie, nationalsozialistisch unbedenkliche Familie deren Oberhaupt, Herr Rademacher, ein hohes Tier in der Reichsjungendführung ist. Das wäre wohl zurückzuführen auf das Straßenleben, welches der Junge führte und auf die ehemaligen Pflegeeltern, die sich als unzuverlässige Volksgenossen herausgestellt haben.

Schauen wir kurz zurück: Den Fritze und die Hannah kennen wir aus dem Roman Märzgefallene, der endet mit der Rettung der Hannah Singer und der Pflegschaft für ihren kleinen Freund durch den Kriminaloberkommissar Gereon Rath. Dass Fritz untertaucht und einen deutsch-böhmischen Pass besitzt, haben wir in Olympia erfahren, dem bisher letzten und achten Roman der Gereon-Rath-Reihe.

Und nun schreibt sich der Junge, den die meisten Leserinnen und Leser oder Hörer und Hörerinnen vermutlich sehr mögen und dessen Schicksal wie die Schicksale von Gereon und Charly am Herzen liegen, um Kopf und Kragen....

Jedes weitere Wort ist bereits Spoilerei und daher sollten die geneigten Leserinnen und Leser hier nur weiter lesen, wenn sie damit kein Problem haben.