Samstag, 12. Juli 2025
Aitmatow, Tschingis: Djamila
Sonntag, 8. Juni 2025
Némirovsky, Irène: "Gesprochene Filme"
Donnerstag, 20. Februar 2025
Schnitzler, Arthur: Sterben
Donnerstag, 17. August 2023
Aldenhoven, Axel: Zeit - Bots
Mittwoch, 5. April 2023
Aldenhoven, Axel: Zeit - Code
Kurzmeinung:
Sonntag, 20. Februar 2022
Trauboth, Jörg H.: Bonjour, Saint - Ex!
Später, im Jahre 1998 lasen wir die Meldung, dass ein Fischer im Netz das Armband des dichtenden Fliegers gefunden hatte und weitere zwei Jahre später wird das Flugzeug identifiziert.
Während Anne Parden auf unserem Blog bereits 2014 Le Petit Prince besprach, kam ich erst im Jahr 2019 mit dieser „patagonischen“ Geschichte und einer Filmbesprechung wieder darauf zurück und las sofort und endlich einen Roman von ihm, der natürlich in Südamerika spielte, NACHTFLUG heißt das Buch, in dem der Flieger Fabien seinen letzten Flug absolviert. Nicht umsonst zieren Blitze das Cover des Buches.
Plötzlich darf ich mit Jörg H. Trauboth „Bonjour!“ sagen, „Bonjour, Saint – Ex“ und bin wieder dran, gemeinsam mit anderen Leserinnen und Lesern auf Lovelybooks in einer Leserunde.
Dienstag, 13. Juli 2021
Tolstoi, Leo: Die Kreutzersonate
- Herausgeber : Anaconda Verlag (7. August 2012)
- Sprache : Deutsch
- Übersetzung : Raphael Löwenfeld
- Gebundene Ausgabe : 144 Seiten
- ISBN-10 : 9783866478671
- ISBN-13 : 978-3866478671
Donnerstag, 7. Januar 2021
Meyer, Conrad Ferdinand: Das Amulett (Hörbuch)
- Verlag : HörGut! Verlag, 26 Mai 2011
- Sprache : Deutsch
- Sprecher : Ulrich Hilke
- Ungekürzte Ausgabe : 2 Stunden und 13 Minuten
- ASIN : B0052U0Q7U
Sonntag, 3. Januar 2021
Storm, Theodor: Pole Poppenspäler
So saß ich auch eines Nachmittags – ich weiß noch gar wohl, es war im September, eben nach unserem Michaelis-Jahrmarkte – und schrieb für den Rechenmeister meine Algebra-Exempel auf die Tafel, als ich unten von der Straße ein seltsames Gefährt heraufkommen sage. Es war ein zweirädriger Karren, der von einem kleinen grauen Pferde gezogen wurde. Zwischen zwei ziemlich hohen Kisten, mit denen er beladen war, saß eine große blonde Frau mit steifen hölzernen Gesichtszügen und ein etwa neunjähriges Mädchen, dass sein schwarzhaariges Köpfchen lebhaft von einer Seite nach der anderen drehte; nebenher ging, den Zügel in der Hand, ein kleiner, lustig blickender Mann, dem unter seiner grünen Schirmmütze die kurzen schwarzen Haare wie Spieße vom Kopf abstanden.“
Freitag, 3. April 2020
Das Meerbuch
Freitag, 10. Januar 2020
Leconte, Patrice: Die Liebe ist ein guter Grund, den Ärmelkanal zu durchschwimmen
Sonntag, 15. Dezember 2019
McEwan, Ian: Die Kakerlake
Samstag, 3. Juni 2017
Günther, Ralf: Die Badende von Moritzburg
„Darin fühlte sie sich kaum weniger als nakt. Es musste ohne Unterwäsche getragen werden, der Baumwollstoff fiel locker um den Leib, damit möglichst viel Luft auf die Haut ventiliert wurde. Weich schmiegte er sich an ihren Körper und verwies dezent auf ihre Formen. Über die Schulter floss das rötlich blonde Haar, offen, wie sie es auf der Straße niemals zu tragen wagen würde.“ (Seite 9)
Mittwoch, 26. Oktober 2016
Doerr, Anthony: Memory Wall
(Klappentext C.H. Beck Verlag)
- Gebundene Ausgabe: 135 Seiten
- Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (10. Februar 2016)
- Sprache: Deutsch
- Übersetzung: Werner Löcher-Lawrence
- ISBN-10: 3406689612
- ISBN-13: 978-3406689611
- Originaltitel: Memory Wall
Die Memory Wall befindet sich im Hause der reichen Witwe Alma Konachek. Vor vier Jahren starb ihr Ehemann Harold, und seither kümmert sich nur noch ihr treuer schwarzer Diener Pheko um sie. Alma lebt in einem wohlhabenden Vorort oberhalb des Zentrums von Kapstadt - und leidet mit ihren 74 Jahren an einer fortschreitenden Demenz. Die Wand der Erinnerungen in ihrem Schlafzimmer ist geradezu gepflastert mit Fotos, vollgeschriebenen Notizzetteln - und Kassetten.
Dies sind jedoch keine gewöhnlichen Kassetten, sondern Erinnerungsbewahrer. Ein wenig fühlte ich mich hier an Harry Potter und das Denkarium von Professor Dumbledore erinnert - nur dass es sich hier um das Produkt einer neuen (fiktiven) medizinischen Methode handelt. Nach einer Operation am kahlrasierten Kopf, bei der vier Löcher bis zum Gehirn gebohrt wurden, ist es nun möglich, dort einen Port anzuschließen und so mittels eines technischen Gerätes Erinnerungen abzuzapfen, die anschließend auf Kassetten gespeichert werden. So kann Alma täglich in ihren Erinnerungen schwelgen, auch wenn ihr Gehirn längst nicht mehr in der Lage dazu ist, selbst diese Erinnerungen hervorzurufen.
"Man muss erst beginnen, sein Gedächtnis zu verlieren, und sei's nur stückweise, um sich darüber klar zu werden, dass das Gedächtnis unser ganzes Leben ist (...)" (S. 7)
Doch ist diese Novelle nicht einfach eine der traurigen Erzählungen um einen demenzkranken Menschen. Hier gibt es ein ganzes Geflecht an Themen, die aufgrund der Kürze der Novelle nur angerissen werden können - und die dennoch beim Lesen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Das gewachsene Verhältnis von Schwarz und Weiß, Arm und Reich, Jung und Alt spielt hier ebenso eine Rolle wie die Frage nach dem Wesen des Menschseins, dem Sinn des Seins, der Schicksalhaftigkeit oder des Determinismus des Lebens.
Kein erhobener Zeigefinger schleicht da durch die Zeilen, doch gerade wegen der leisen Töne und der bildhaften Beschreibung der Szenen stehen die angerissenen Fragen um so deutlicher vor Augen. Trotz einger surreal anmutender Passagen konnte ich mich einer einnehmenden Eindringlichkeit nicht erwehren. Die hervorgerufene Stimmung ist oftmals düster, und doch vermag Anthony Doerr mit seinem teils klaren, teils mit Metaphern gespickten Schreibstil zu überzeugen.
Eine nachhallende Novelle, die trotz des geringen Umfangs nicht einfach so heruntergelesen werden sollte. Ein beeindruckendes Stück Erzählkunst...
© Parden
Anthony Doerr, 1973 in Cleveland geboren, lebt mit seiner Frau und zwei Söhnen in Boise, Idaho. Neben Erzählungsbänden wie „Der Muschelsammler“ (2007) veröffentlichte Doerr die Romane „Winklers Traum vom Wasser“ (2005) und „Alles Licht, das wir nicht sehen“ (2014), für den er 2015 den Pulitzer Prize erhielt. Der Roman, der in den USA annähernd 2 Millionen Exemplare verkaufte, wurde auch in Deutschland zu einem Bestseller, und in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Für seine Erzählungen hat Doerr bislang vier Mal den renommierten O. Henry Prize erhalten, neben vielen anderen Auszeichnungen erhielt er auch drei Mal den Pushcart Prize. Im Jahr 2007 wurde Anthony Doerr von der Britischen Literaturzeitschrift Granta auf die Liste der „21 Best Young American Novelists“ gesetzt.
► übernommen vom C.H. Beck Verlag