„Stell dir vor, du kommst nach Ost-Berlin.
Und da triffst du ein ganz heißes Mädchen.
So ein ganz heißes Mädchen aus Pankow.
Und du findest sie sehr bedeutend, und sie dich auch...“
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| Mädchen aus Ost Berlin (1979) |
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| Mädchen aus Ost Berlin (1979) |
„An diesem Abend herrschte Vollmond. Der Garten war ein verwunschener Ort, in dem alle Blumen weiß schienen. Die Lilien, der Seidelbast, die Orangenblüten, die weißen Levkojen, die weißen Nelken, die weißen Rosen – man konnte sie so deutlich sehen wie am Tage; aber ihre Farbe existierte nur als Duft.“ (Seite 267)
„Die Erzählung reflektiert in bewusster, aber liebevoller Distanz das emanzipatorische Dilemma von vier Frauen, die am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts selbstbestimmt ihrem Leben neuen Inhalt und einen eigenen Sinn geben wollen.“ (Seite 5)
Ein wunderbar einfühlsames Porträt zweier zutiefst einsamer Individuen auf der Suche nach dem Mut, die Komfortzone zu verlassen und ihr Leben zu leben – und gleichzeitig Singapurs, wie es leibt und lebt, schmeckt und riecht, auch in Gefilden, die normalerweise im Verborgenen bleiben. (Klappentext)
DNB / Alfred Kröner Verlag / 2022 / ISBN-13: 978-3520625014 / 320 Seiten
Jules war neun Jahre alt, als er eine Stellenanzeige in den größten und schönsten Baum im Apfelhain der Familie ritzte. Er suchte damals eine Haushälterin für seinen Vater, dem nach dem Tod seiner Frau alles über den Kopf wuchs. Seitdem sind zwanzig Jahre vergangen, Jules' Vater ist längst tot, und er selbst hat widerwillig den Hof übernommen, auf dem Calvados und Cidre produziert werden. Und plötzlich bewirbt Lilou sich um die längst vergessene Stelle, eine fröhliche, eigensinnige junge Frau, die in dem kleinen Ort an der normannischen Küste als Heilpraktikerin arbeitet. Nach und nach öffnet sie Jules das Herz, für die Schönheit der Natur und auch für die Liebe. Doch allzu schnell müssen die beiden erkennen, wie zerbrechlich Liebe sein kann, wenn das Schicksal eingreift... (Klappentext)
Gerade ging der NetGalley Hörbuch-Herbst zu Ende, und dieser Titel gehörte zu denen, die dort kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden. Im Rahmen des Hörbuch-Herbstes gab es auch allerlei Informatives rund ums Thema Hörbuch, was durchaus interessant war. Nun aber zu diesem Hörbuch: Zu Liebesgeschichten neige ich in der Regel ja eher weniger, aber diese hier klang doch irgendwie außergewöhnlich. Ob sie meinen Erwartungen entsprochen hat, könnt Ihr gerne hier nachlesen:
1978: Auf einer Überfahrt von Venedig nach Piräus begegnen sich Edith und Andrea; sie, die gerade Abitur gemacht hat, er, Kapitän des Schiffes. Andrea ist von Ediths rebellischer Art fasziniert. Er löst seine Verlobung. Doch Edith gibt ihm keinerlei Sicherheit, und als Andrea ihr einen Heiratsantrag macht, weist sie ihn schroff zurück. Ihre Wege trennen sich. Doch das unsichtbare Band des Lebens führt sie wieder zusammen. Jahre später begegnen sie sich erneut, zunächst verbunden durch eine innige Freundschaft, die bald in eine tiefe Liebe mündet. Eine Liebe, die unerwartetes Glück schenkt und ebenso einen traumatischen Schicksalsschlag verkraften muss.
Susanna Tamaro erzählt auf poetische Weise von zwei Menschen, die sich finden, verlieren und wiederfinden – von einer Liebe, die über den Tod hinaus reicht. (Klappentext)
Der Aufbau Verlag schreibt zu der Autorin: 
Oskar
heißt der Junge aus der Bahn, der Tessa immer wieder aufs Neue den Atem
raubt - und sie ihm. Doch darf eine Liebe unter diesen Vorzeichen sein?
Eine Liebe, die keine Zukunft hat? Oskar kämpft um diese Liebe, und
auch als er erfährt, dass ihm und Tessa nur noch einige Wochen bleiben,
bleibt er bei ihr. Er kann ihr nicht mehr Zeit schenken, aber Momente,
die alles bedeuten können. Oskar geht mit Tessa auf eine Reise - ihre
letzte in ihrem letzten Sommer. Ihre Eltern lassen sie schließlich
gehen, denn es ist ihr Leben, und davon bleibt nicht mehr viel. Italien
heißt das Ziel der Reise, und Oskar und Tessa leben dort ihren Traum.
Tessa
wirkte auf mich nicht auf Anhieb sympathisch, und auch wenn ich ihr
Schicksal bedauerlich fand, gab es für mich persönlich in der ersten
Hälfte des Buches doch ein Zuviel an Wut und Selbstmitleid, auch wenn
mir klar ist, dass diese Empfindungen bei der Aussicht, nur noch einige
Wochen zu leben, nachvollziehbar sind. Die Entwicklung, die Oskar und
sie im Verlaufe ihres Roadtrips durchliefen, hat mir dagegen sehr gut
gefallen - und wieder einmal aufgezeigt, dass auch oder vielleicht
gerade bei einer zeitlich begrenzten Lebensdauer das JA zum Leben
großartig ausfallen kann.
Anne Freytag, geboren 1982, hat International Management studiert und
für eine Werbeagentur gearbeitet, bevor sie sich ganz dem Schreiben
widmete. Die Autorin veröffentlichte bereits mehrere Romane für
Erwachsene, unter anderem unter ihrem Pseudonym Ally Taylor. Mit ihrem
ersten Jugendbuch Mein bester letzter Sommer schrieb sie sich
direkt in die Herzen ihrer Leser und wurde von der Presse gefeiert. Anne
Freytag liebt Musik, Serien sowie die Vorstellung, durch ihre
Geschichten tausend und mehr Leben führen zu können. In diesem
Leben wohnt und arbeitet sie derzeit in München – wenn sie nicht gerade
in ferne Länder und fremde Städte reist. Manchmal auch nur in Gedanken
...