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Freitag, 13. Juni 2025

Renard, Alice: Hunger und Zorn

  

Wenn die kleine Isor von ihren Streifzügen zurückkehrt, kann ihre Mutter nur erahnen, wo sie war. Mit den Fingern löst sie die Zöpfe der Tochter, findet Löwenzahnblüten, Grashalme, einen Käfer. Erzählen wird Isor nichts – denn Isor ist nicht wie andere Kinder. Sie spricht nicht, lernt nicht, lebt in stummen Gedanken und tobenden Wutausbrüchen. Gefangen in einer Realität, die nicht die ihre ist, treibt sie ihre Eltern in die Verzweiflung. Bis sie eines Tages auf Lucien von nebenan trifft und in dem vorsichtigen, einsamen Alten eine verwandte Seele erkennt. Alice Renard erzählt von einem ungewöhnlichen Mädchen und einer ungleichen Freundschaft, vom Brodeln unter der Oberfläche, vom Mythos der Normalität und der Suche nach einer Welt, die groß genug ist für das Unerwartete. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Unionsverlag / 2025 / ISBN: 978-3-293-00627-0 / 160 Seiten
 

  
Kurzmeinung: Welche Möglichkeiten gibt es für ein besonderes, schwieriges Kind? Interessant konstruierter Debütroman mit verschiedenen Perspektiven...


Mittwoch, 19. Juni 2024

Silvestre, Edney: Der letzte Tag der Unschuld

 

Brasilien, 1961. An dem Tag, an dem Yuri Gagarin die Erde umrundet, ändert sich das Leben von Paulo und Eduardo für immer, als sie am Ufer eines kleinen Badesees die Leiche einer Frau entdecken. Für die Polizei ist der Fall schnell gelöst: Der Ehemann ist der Täter war das Opfer doch, wie jeder wusste, eine Ehebrecherin. Die beiden Jungen glauben aber nicht daran und fangen an, selbst zu ermitteln. Zu ihnen gesellt sich der alte Ubiratan, der einst von der Geheimpolizei gefoltert wurde und mehr über die Stadtbewohner weiß, als er zugibt. Es ist der Beginn einer ungewöhnlichen Freundschaft und einer gefährlichen Suche. (Verlagsbeschreibung)

DNB / blanvalet (Antiquariat) / 2015 / ISBN 978-3-7341-0172-4 / 343 Seiten 






Krimi gepaart mit Coming of Age Erzählung gepaart mit historischen gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten Brasiliens - ein wahrhaft lesenswertes Debüt! Ein überaus vielschichter Roman mit einem hohen sprachlichen Niveau. Mehr dazu gibt es hier:
 

Samstag, 4. Mai 2024

Vanderbeke, Birgit: Das Muschelessen

 

Angespannt wartet die Familie am gedeckten Tisch auf den Vater. Mutter, Tochter und Sohn sitzen vor einem Berg Muscheln, die allein das Oberhaupt der Familie gerne isst. Um die zähe Wartezeit zu überbrücken, beginnen sie miteinander zu reden. Je mehr sich der Vater verspätet, desto offener wird das Gespräch, desto unbarmherziger der Blick auf den autoritären Patriarchen und desto tiefer der Riss, der die scheinbare Familienidylle schließlich zu zerstören droht. (Verlagsbeschreibung)
 
DNB / Rotbuch Verlag / 2013 / ISBN 9783867891806 / 128 Seiten









Birgit Vanderbekes Debüt, die Erzählung "Das Muschelessen", trug ihr 1990 den Ingeborg-Bachmann-Preis ein, machte die Autorin mit einem Mal einem breiten literarischen Publikum bekannt und gilt bis heute als ihr bekanntestes Werk. Dies ist auch tatsächlich das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe - dabei muss es aber nicht bleiben! Dies eindringliche Erzählung in ungewöhnlichem Stil konnte mich jedenfalls beeindrucken. Weshalb? Das könnt Ihr hier gerne nachlesen:

 

Sonntag, 5. November 2023

Kincaid, Jamaica: Annie John

In ihrem ersten Roman erzählt Jamaica Kincaid von einem Mädchenleben. Annie, die Heldin des Romans, ebenso liebebedürftig wie grausam, eine furchtlose Träumerin, die Lügen erfindet, um Wirklichkeit und Traumwelt in Einklang zu bringen, wächst auf einer kleinen Insel in der Karibik heran, bis sie mit siebzehn Jahren nach England geht. Überschattet und erleuchtet zugleich wird diese Zeit von einer über alles geliebten, königlich dominierenden Mutter. Ein Ablösungsprozess beginnt. Immer wieder umkreist Jamaica Kincaid das Verhältnis Mutter und Kind, diese Beziehung aus Nähe und Distanz, aus Vertrauen und Skepsis. Ein Roman wie eine Expedition zum Ursprung elementarer Gefühle. (Verlagsbeschreibung) 

 

DNB / S. Fischer Verlage (Antiquariat) / 2001 / ISBN 978-3-596-14962-9 / 160 Seiten





In diesem Jahr komme ich aufgrund einer Challenge buchmäßig viel in der Welt herum. Es ist schon schwierig, für manche Länder ein passendes Buch zu finden. Für Antigua und Barbuda z.B., die Inseln in der Karibik an der Grenze zum Atlantik, gibt es da im Deutschen nicht so viel Auswahl. Dieser Roman jedoch spielt dort, und ich habe mich gefreut, als ich darauf stieß. Zufällig ist dies auch das Debüt der Autorin, die seither noch viele andere Werke veröffentlicht hat. Seit Jahren steht Kincaids Name auf den Listen der potenziellen Kandidat:innen für den Literatur­nobelpreis. Und doch ist dies das erste Mal, dass ich auf diesen Namen gestoßen bin. Wie mir ihr Debüt gefallen hat, könnt Ihr gerne hier nachlesen!


Samstag, 4. November 2023

Fischer, Elena: Paradise Garden

Die 14-jährige Billie verbringt die meiste Zeit in ihrer Hochhaussiedlung. Am Monatsende reicht das Geld nur für Nudeln mit Ketchup, doch ihre Mutter Marika bringt mit Fantasie und einem großen Herzen Billies Welt zum Leuchten. Dann reist unerwünscht die Großmutter aus Ungarn an, und Billie verliert viel mehr als nur den bunten Alltag mit ihrer Mutter. Als sie Marika keine Fragen mehr stellen kann, fährt Billie im alten Nissan allein los – sie muss den ihr unbekannten Vater finden und herausbekommen, warum sie so oft vom Meer träumt, obwohl sie noch nie da war. (Verlagsbeschreibung)
 
 
DNB / Diogenes Verlag/ 2023 / ISBN 978-3-257-07250-1 / 352 Seiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Wieder ein Roman von der Longlist des diesjährigen Buchpreises - und erneut ein Rezensionsexemplar, das mich über NetGalley erreichte, wofür ich mich auch diesmal herzlich bedanken möchte! Dieser Roman ist ein Debüt und inosfern schon beachtenswert, eben aufgrund o.g. Nominierung. Dass er letztlich nicht auf der Shortlist landete, liegt sicher zum einen an der guten Lesbarkeit (mein Eindruck!) - aber womöglich auch an anderen Details. Jedenfalls könnt Ihr hier nachlesen, wie mir die Lektüre gefiel:
 
 

Dienstag, 3. Januar 2023

Yeoh, Jo-Ann: Zweckfreie Kuchenanwendungen

Sukhin, 35, Single, führt ein geregeltes Leben zwischen Lesen, Arbeiten und Besuchen bei den Eltern, um deren Kartonsammlung zu hegen und zu pflegen. Er hat nur einen Freund, einen Lehrerkollegen, der ihn durch schiere Hartnäckigkeit zu einer Freundschaft gezwungen hat. Als er eines Nachmittags in Chinatown Besorgungen macht, stolpert er über eine Obdachlose, die ihn wiedererkennt. Sukhin wird durch die zufällige Begegnung völlig aus der Bahn geworfen. Als er tiefer gräbt, bricht Chaos aus, flankiert von Kuchen und Tee und stapelweise Karton.

Ein wunderbar einfühlsames Porträt zweier zutiefst einsamer Individuen auf der Suche nach dem Mut, die Komfortzone zu verlassen und ihr Leben zu leben – und gleichzeitig Singapurs, wie es leibt und lebt, schmeckt und riecht, auch in Gefilden, die normalerweise im Verborgenen bleiben. (Klappentext)

 

DNB / Alfred Kröner Verlag / 2022 / ISBN-13: 978-3520625014 / 320 Seiten

 


Donnerstag, 22. September 2022

Gorcheva-Newberry, Kristina: Das Leben vor uns

Was bedeutet es, in den letzten Jahren der Sowjetunion erwachsen zu werden -  in einem Staat kurz vor dem Zerfall? Dieser Roman verwebt auf beeindruckende Weise die turbulente Geschichte eines Landes mit dem Schicksal einer verlorenen Jugend und erzählt dabei von einer unerschütterlichen Freundschaft zweier Mädchen zwischen Unsicherheit und Aufbruch. 
 
Anja und ihre beste Freundin Milka wachsen in den Achtzigerjahren am Stadtrand von Moskau auf. Während ihre Eltern gezeichnet sind von den Entbehrungen der Vergangenheit, blicken die beiden Mädchen einer Zeit der Umbrüche und Reformen entgegen. Frech und lebenshungrig versuchen sie, jeden Schnipsel westlicher Popkultur in die Finger zu kriegen. «We Are the Champions» ist für sie mehr als nur ein Lied, es ist eine Parole. Aber Anjas Jugend nimmt durch eine unerwartete Tragödie ein jähes Ende – und gleichzeitig der Staat, der ihr Zuhause bedeutet hat. Noch vor dem Fall des Eisernen Vorhangs beschließt sie, zum Studieren in die USA zu gehen und dort zu bleiben. Doch beim Versuch, sich im Sehnsuchtsland ihrer Jugend eine neue Heimat aufzubauen, merkt sie, dass sich die eigene Herkunft nicht einfach abschütteln lässt und ein Neuanfang nur möglich ist, wenn die Geister der Vergangenheit begraben sind. (Klappentext)
 
 
 
 
Im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks habe ich diesen sehr besonderen Roman lesen dürfen, der sich letztlich als ein Jahreshighlight entpuppte. Eine (verlorene) Jugend in den letzten Jahren der zerfallenden Sowjetunion - ein grandioses Debüt! Wie schon so oft finde ich es schwierig, im Rahmen einer Rezension auszudrücken, weshalb ein Roman mich so berühren, mitnehmen, in das Geschehen ziehen kann. Aber - wie immer: ich habe es versucht...
 

Mittwoch, 21. September 2022

Tuominen, Arttu: Was wir verschweigen

An einem stürmischen Herbsttag wird ein Mann während eines Besäufnisses mit mehreren Messerstichen ermordet. Ein typisch finnischer Mord - so der lakonische Kommentar der hinzugerufenen Kommissare. Der Fall scheint schnell gelöst: Im nahe gelegenen Wald wird noch am gleichen Abend ein verdächtiger Mann festgenommen. Der Mord entpuppt sich jedoch für einen der Ermittler, für Jari Paloviita, als schwierigster Fall seines Lebens. Der Verdächtigte war in der Jugend sein bester Freund. Und Paloviita schuldet ihm sein Leben... (Klappentext)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Als Rezensionsexemplar von NetGalley kam dieser erste Band einer 6teilig angelegten Krimireihe zu mir. Ich war sehr gespannt auf dieses hochgelobte Werk. Ob es mich überzeugen konnte, könnt Ihr hier gerne nachlesen:

Dienstag, 19. Juli 2022

Clark, Julie: Der Tausch

New York, Flughafen JFK: Heute wird Claire endlich ihrer gewalttätigen Ehe entfliehen. Minutiös hat sie alles vorbereitet. Doch ihr Plan fliegt in letzter Minute auf, und wenn Claire in das Flugzeug steigt, wird es ihr Ende sein. In diesem Moment wird sie von Eva angesprochen, die auf einen Flug nach Kalifornien gebucht und ebenfalls auf der Flucht ist. Im Bruchteil einer Sekunde beschließen die beiden, ihre Bordkarten zu tauschen. Doch als Claire in Kalifornien landet, stellt sie fest, dass Eva ihr nicht die Wahrheit gesagt hat. Der Tausch entpuppt sich nach und nach als Albtraum... (Klappentext)





Mit einigen "alten" Buchgesichtern treffe ich immer mal virtuell zu einer Leserunde zusammen. Diesmal fiel unsere Wahl auf diesen hochgelobten Thriller von Julie Clark, der es immerhin auf Platz 1 der Spiegel-Bestseller-Liste geschafft hat. Bei uns fiel das Echo jedoch insgesamt eher verhalten aus. Woran das lag? Lest selbst:


Sonntag, 15. Mai 2022

Gardam, Jane: Mädchen auf den Felsen (Hörbuch)

Es ist Sommer, und Margaret ist acht und schwer genervt: Der frischgeborene Bruder ist hässlich und schreit, die Mutter hat sich in ein träge stillendes Wesen verwandelt, der Vater predigt gegen die Verderbtheit der Welt. Einmal in der Woche kann Margaret der Langeweile zu Hause entfliehen: Mittwoch ist Ausflugstag mit Lydia, dem neuen Hausmädchen, die mit ihrer selbstbewussten Körperlichkeit und handfesten Sprache in diese Familie platzt und als einzige Erwachsene wirklich zu wissen scheint, was sie will − Spaß. Ihre Anwesenheit eröffnet nicht nur Margaret eine neue Welt, sie bringt das bigotte familiäre System aus dem Gleichgewicht, und am Ende dieses Sommers wird nichts mehr so sein, wie es schien. (Klappentext)


  • Herausgeber: Hörbuch Hamburg; 1. Auflage (28. April 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Übersetzung  : Isabel Bogdan
  • Sprecherin  : Leslie Malton
  • Ausgabe  :  Ungekürzte Ausgabe, 6 Stunden und 25 Minuten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3957132711 
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3957132710




Sträflicherweise ist es jetzt über sechs Jahre her, seit ich zuletzt einen Roman von Jane Gardam gelesen habe. Seinerzeit war ich von "Ein untadeliger Mann" sehr angetan, habe es bislang jedoch versäumt, die anderen beiden Bände der Trilogie zu lesen. Sie stehen aber bereits im Regal, ich muss nur noch zugreifen. Immerhin. Nun aber hatte ich dank NetGalley die Gelegenheit, das Debüt der britischen Autorin zu hören, und ich war sehr gespannt darauf, ob mir der Schreibstil der damals noch jungen Jane Gardam ebenso zusagen würde wie bei dem o.g. Roman. Aber lest selbst:

Montag, 18. April 2022

Salazar, Lorena: Der Fluss ist eine Wunde voller Fische (Hörbuch)

Eine junge Mutter und ihr Sohn durchqueren in einem kleinen Boot den strömenden Fluss Atrato in Kolumbien. Sie ist weiß, er ist schwarz. Die beiden sind auf dem Weg zur leiblichen Mutter und im Laufe der Fahrt erfahren wir ihre gemeinsame Geschichte. Dabei fließt die Erzählung wie der Fluss, der sie trägt. Er ist die Ader der Landschaft, eines Urwalds voller Früchte, Tiere und Düfte, aber auch die Ader des menschlichen Lebens. Als der Junge entscheidet, bei wem er leben möchte, nimmt der Roman eine unerwartete Wendung ... Eine literarische Reise von großer Sinnlichkeit über die Zartheit des Mutterseins, die Kraft der Freundschaft und über die Abgründe, die unsere Herkunft mit sich bringen kann. (Klappentext)


  • Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Audio (22.04.2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Übersetzung  : Grit Weirauch
  • Erzählerin  : Elke Appelt
  • Ausgabe  : ungekürzt, 4 Stunden und 41 Minuten
  • ISBN  : 9783961056958




"Genau genommen ist Lorena Salazars »Der Fluss ist eine Wunde voller Fische« ein Glücksfall: Der Text war die Abschlussarbeit ihres Masterstudiums, erst mit dem Zuspruch ihrer Lehrer:innen schickte sie ihn an Verlage und legte dann mit ihrem Debüt einen kometenhaften Überraschungserfolg hin..." 
 
Allein dieser Satz, den ich als Einleitung zu einem Interview mit der Autorin las, kann schon neugierig machen. Aber dafür sorgte bei mir bereits der Titel in Verbindung mit dem Cover und dem Klappentext. Ein Roman, der in Kolumbien spielt? Das war bislang ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Lesekarte. Und was weiß ich überhaupt über Kolumbien? Außer Südamerika, Kaffee und Kokain fällt mir da spontan erst mal nichts ein. Freundlicherweies erhielt ich nun über NetGalley die Möglichkeit, diesbezüglich meinen Horizont zu erweitern. Herzlichen Dank dafür! Wie es mir mit dem Hörbuch erging, könnt Ihr jetzt gerne hier nachlesen:

Donnerstag, 7. April 2022

Brown, Natasha: Zusammenkunft

Nach oben kommen. Das war immer der Plan. Seit Jahrhunderten. Dafür hat sie, dafür haben alle vor ihr gekämpft. Und als Schwarze Frau stand ihr letztlich nur ein Weg offen: Völlige Verausgabung, Oxbridge, Londoner Hochfinanz, ein Freund mit Geld so alt und dreckig wie das Empire. Doch als sie endlich eingeladen wird, Mitglied einer Familie, Angehörige einer Klasse, Teil eines Landes zu werden, muss sie am eigenen Körper erfahren, dass die erlittenen Ungerechtigkeiten tiefere Wurzeln geschlagen haben. Wie kann sie sich retten? Wie mit dem Erbe der Geschichte leben? (Klappentext)












  • Herausgeber ‏ : Suhrkamp Verlag; 1. Edition (14. Februar 2022)
  • Sprache ‏ : Deutsch
  • Übersetzung  : Jackie Thomae 
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 113 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : 3518430467
  • ISBN-13 ‏ : 978-3518430460
  • Originaltitel ‏ : Assembly





Diesen fordernden Roman habe ich im Rahmen einer Leserunde bei "Was liest du?" gelesen. Die Diskussionen und den Austausch hierzu habe ich als sehr fruchtbar erlebt, hilfreich beim Zugang zu dem Debüt der britischen Autorin. Keine einfache Lektüre - und dementsprechend auch keine einfache Rezension. Dennoch könnt Ihr sie jetzt hier lesen:


Montag, 13. Dezember 2021

Stuart, Douglas: Shuggie Bain

Shuggie ist anders, zart, fantasievoll und feminin, und das ausgerechnet in der Tristesse und Armut einer Arbeiterfamilie im Glasgow der 80er-Jahre, mit einem Vater, der virile Potenz über alles stellt. Shuggies Herz gehört der Mutter, Agnes, die ihn versteht und der grauen Welt energisch ihre Schönheit entgegensetzt, Haltung mit makellosem Make-up, strahlend weißen Kunstzähnen und glamouröser Kleidung zeigt - und doch Trost immer mehr im Alkohol sucht. Sie zu retten ist Shuggies Mission, eine Aufgabe, die er mit absoluter Hingabe und unerschütterlicher Liebe Jahr um Jahr erfüllt, bis er schließlich daran scheitern muss. Ein großer Roman über das Elend der Armut und die Beharrlichkeit der Liebe, tieftraurig und zugleich von ergreifender Zärtlichkeit.  

(Klappentext)







  • Herausgeber ‏ : ‎ Hanser Berlin; 3. Edition (23. August 2021)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Übersetzung  : Sophie Zeitz 
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 496 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3446271082
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3446271081
  • Originaltitel ‏ : ‎ Shuggie Bain



"Selten war ich so erleichtert, dass ich ein Buch zuschlagen konnte. So eindringlich und unerträglich, voller emotionaler Wucht..." Das schrieb ich, nachdem ich den Roman, der mit dem Booker Preis 2020 ausgezeichnet wurde, im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks beendet hatte. Ein düsterer Roman, der für mich nur passagenweise zu ertragen war. Beeindruckend auch lange über die letzte Seite hinaus...

Samstag, 27. Februar 2021

Phillips, Julia: Das Verschwinden der Erde

An einem Sommertag an der Küste Kamtschatkas verschwinden die russischen Schwestern Sofija und Aljona. Das Verbrechen erinnert an einen Vorfall nur Monate zuvor in der indigenen Bevölkerung. Wie eine düstere Wolke hängt der ungelöste Fall fortan über Kamtschatka und beeinflusst das Leben ganz unterschiedlicher Frauen in einer gespaltenen, männerdominierten Gesellschaft. Während das Netz zwischen den Einzelschicksalen dichter wird, hält die Suche nach den Mädchen die ganze Stadt in Aufruhr.

Brillant konstruiert und einfühlsam erzählt, entführt uns der Roman in eine extreme und faszinierende Welt am Rande der Welt: in die graue Stadt Petropawlowsk, die spektakulären Weiten der Tundra und die Schatten schneebedeckter Vulkane.






  • Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft (22. Januar 2021)
  • Sprache : Deutsch
  • Übersetzung: Roberto de Hollanda & Pociao
  • Gebundene Ausgabe : 376 Seiten
  • ISBN-10 : 3423282584
  • ISBN-13 : 978-3423282581
  • Originaltitel : Disappearing Earth




Gelesen habe ich diesen Roman im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin, was sich diesmal sehr lebendig gestaltete. Von Begeisterung bis Ernüchterung gingen die Wellen des Erlebens bei der Lektüre, und lehrreich waren sowohl der Roman als auch die Leserunde, weil da so einiges an Wissen zusammengetragen wurde. Auch wenn es für mich einige langatmige Passagen gab, die das Lesetempo zeitweise doch erheblich drosselten, hat sich die Lektüre unbedingt gelohnt. Weshalb? Lest selbst:

Freitag, 14. August 2020

Hartmann, Ilona: Land in Sicht

 

Jana hat ihren Vater nie kennengelernt. Alles, was sie über ihn weiß, ist, dass er als Kapitän auf der MS Mozart arbeitet, einem Kreuzfahrtschiff für Touristen. Also bucht sie sich kurzerhand eine Woche dort ein. Mit knapp hundert Gästen im Seniorenalter und der trinkfesten Besatzung beginnt die Fahrt von Passau nach Wien. Mit großer Sensibilität erzählt Ilona Hartmann die Geschichte einer jungen Frau auf der Suche nach den eigenen Wurzeln. Ein Roman voller Situationskomik und skurriler Begegnungen, aber auch der Beginn einer zärtlichen, emotionalen Annäherung zwischen Vater und Tochter, die gerade erst lernen, was es heißt, einander Familie zu sein. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Blumenbar / 2020 / ISBN 978-3-351-05076-4 / 159 Seiten







Eine Leserunde bei Lovelybooks war es, die mir zu diesem Debüt der deutschen Autorin verhalf. Präsentiert werden hier die Gedanken und Gefühle einer 24Jährigen, die erstmals ihrem Vater begegnet. Locker und sarkastisch - ein kurzer Roman unterm Emotions-Radar...

 

Donnerstag, 21. Mai 2020

Hecker, Frederic: Totenblass

Frankfurt an einem nasskalten Novemberabend: Eine nackte, mit seltsamen Wunden übersäte Frauenleiche treibt im Main. Kriminalhauptkommissar Joachim Fuchs und seine neue Kollegin, die junge Fallanalystin Lara Schuhmann, stehen vor einem Rätsel. Nach der Obduktion sind sie überzeugt, dass sie es mit einem perfiden Serienmörder zu tun haben. Als Fuchs während der Ermittlungen der Zeugin Sophia näherkommt, wird er wegen Befangenheit von dem Fall abgezogen. Auf eigene Faust ermittelt er weiter – und setzt damit eine folgenschwere Ereigniskette in Gang …  
  • Taschenbuch: 608 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag; Auflage: Erstmals im TB (16. März 2020)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3734107350
  • ISBN-13: 978-3734107351
  • Reihe: Joachim Fuchs & Lara Schuhmann (Bd. 1)


Der Auftakt der neuen Thriller-Reihe konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Trotz spannendem Plot wirkt die Polizeiarbeit nämlich oft dilettantisch, von medizinischen Sachverhalten hat der Autor offenkundig mehr Ahnung... Schön war es allerdings, diesen Roman im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin zu lesen und die Eindrücke der anderen Leser*innen mit den eigenen zu vergleichen. Dem Blandvalet Verlag danke ich an dieser Stelle für die Bereitstellung eines Leseexemplars!

Mittwoch, 11. September 2019

Scriverius, Henrike: Die Gärten von Monte Spina

Ein farbenfrohes Cover, ein interessant klingender Klappentext - da fiel die Entscheidung nicht schwer: her mit dem Buch!

Ein Roman, der ganz nach der idealen Sommerlektüre klang. Doch so war es nicht wirklich. Statt locker-leichtem Leseerlebnis erwartete mich hier - ja, was? Das versuche ich hier im Folgenden zu erläutern...









Sonntag, 8. September 2019

Barnett, Laura: Drei mal wir (Hörbuch)

Ich finde es immer wieder interessant zu beobachten, weshalb ich zu einem (Hör-)Buch greife oder eben nicht. Natürlich spielt der Klappentext dabei eine große Rolle, denn dadurch erhalte ich eine erste Idee von der Geschichte. 

Die Idee hinter dieser Erzählung fand ich in der Tat sehr reizvoll - und war gespannt auf die Umsetzung. Ob die mich überzeugen konnte, könnt Ihr hier nachlesen:


Mittwoch, 30. Mai 2018

Tudor, C. J.: Der Kreidemann

Bei all der zeitgenössischen Literatur, die ich in letzter Zeit häufig und mit Vorliebe lese - ab und zu darf es doch auch gerne mal wieder ein ordentlicher Thriller sein. 


Ich hatte das Glück, den Roman schon kurz vor seinem offiziellen Erscheinen im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen zu dürfen. Und weiß nun wieder, weshalb ich dieses Genre auch einfach gerne mag. Dieses Buch bietet einen subtilen Thrill und trotz des ruhigen Erzählstroms ausreichend Spannung. Weshalb das Debüt der britischen Autorin mich überzeugen konnte, kann man hier nachlesen:




Dienstag, 17. April 2018

Hugentobler, Michael: Louis oder der Ritt auf der Schildkröte

Die Betreiber von 'Whatchareadin' zeigen sich auf den diversen Buchmessen sehr engagiert und knüpfen immer neue und festere Kontakte zu den Verlagen. Dadurch gelang es schon mehrfach, die Verlage dazu zu bewegen, interessierten Lesern bei 'Whatchareadin' Rezensionsexemplare im Rahmen einer Leserunde zu überlassen. So auch bei diesem Buch, wofür ich mich auch hier noch einmal bedanken möchte.

Das Cover wie der Klappentext sprachen mich auf Anhieb an, und ich war sehr gespannt auf den Abenteuerroman. Zumindest versprach ich mir etwas in der Art davon. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Tja. Aber was genau war nun das Problem? Davon könnt Ihr hier lesen: