An der Spitze einer Delegation junger Kulturschaffender reist Claudia
Aebischer ein letztes Mal nach Pjöngjang: zur feierlichen Eröffnung der
dortigen Deutschen Bibliothek. Starke Empfindungen sind ihr eigentlich
fremd. Doch schon kurz hinter der chinesischen Grenze sieht sie sich mit
einer Erscheinung konfrontiert, die eine alte Sehnsucht in ihr weckt.
Eine Begegnung, die alles neu und anders macht – gibt es das? Das
Phänomen hat, wie Claudia erfährt, einen Namen. Sunmi ist Germanistin,
Dolmetscherin und Agentin der DVRK.
Von seiner Reise nach Nordkorea 2017 brachte Andreas Stichmann keine
literarische Reportage und kein erzählendes Sachbuch heim, sondern die
Idee zu einem Roman. «Eine Liebe in Pjöngjang» ist mehr als das, es ist
ein Abenteuer. Die unwahrscheinliche Geschichte einer Liebe zwischen
zwei ungleichen Frauen, zwei Lebensaltern, zwei Kulturen. Ein Buch, das
sich das Fremde anverwandelt wie jemand, der sich verliebt: schlagartig,
voller Hingabe, geblendet vom Leuchten der eigenen Projektionen. (Verlagsbeschreibung)
DNB / rowohlt / 2022 / ISBN 978-3-498-00293-0
/ 160 Seiten
2022 stand dieser Roman auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, ihn zu lesen. Nordkorea - dort war ich bisher noch nie, in Südkorea dagegen schon einige Male. Lesetechnisch, meine ich, in der Realität natürlich weder noch. Daher war ich gespannt, etwas über die Lebensverhältnisse in dem totalitären Staat zu erfahren. Ob meine Erwartungen erfüllt wurden? Lest selbst: