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Montag, 24. Oktober 2022

Strunk, Heinz: Ein Sommer in Niendorf

Ein bürgerlicher Held, ein Jurist und Schriftsteller namens Roth, begibt sich für eine längere Auszeit nach Niendorf: Er will ein wichtiges Buch schreiben, eine Abrechnung mit seiner Familie. Am mit Bedacht gewählten Ort – im kleinbürgerlichen Ostseebad wird er seinesgleichen nicht so leicht über den Weg laufen – gerät er aber bald in die Fänge eines trotz seiner penetranten Banalität dämonischen Geists: ein Strandkorbverleiher, der Mann ist außerdem Besitzer des örtlichen Spirituosengeschäfts. Aus Befremden und Belästigtsein wird nach und nach Zufallsgemeinschaft und irgendwann Notwendigkeit. Als Dritte stößt die Freundin des Schnapshändlers hinzu, in jeder Hinsicht eine Nicht-Traumfrau – eigentlich. Und am Ende dieser Sommergeschichte ist Roth seiner alten Welt komplett abhandengekommen, ist er ein ganz anderer… (Klappentext)








Im August stellte ich hier im Blog die Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises vor, nun ist bereits der Preisträger bekannt gegeben worden. "Ein Sommer in Niendorf" hat es allerdings nicht auf die Shortlist geschafft, doch gelesen habe ich es trotzdem. Rezensionen zu seinen anderen Büchern hatten mich schon vorgewarnt: Strunk ist derb. Überraschen sollte es mich daher nicht, dass er da auch diesmal keine Ausnahme gemacht hat. Wie ich letztlich mit dem Roman zurecht kam, könnt Ihr gerne hier nachlesen: