Ein bürgerlicher Held, ein Jurist und Schriftsteller namens Roth, begibt
sich für eine längere Auszeit nach Niendorf: Er will ein wichtiges Buch
schreiben, eine Abrechnung mit seiner Familie. Am mit Bedacht gewählten
Ort – im kleinbürgerlichen Ostseebad wird er seinesgleichen nicht so
leicht über den Weg laufen – gerät er aber bald in die Fänge eines trotz
seiner penetranten Banalität dämonischen Geists: ein
Strandkorbverleiher, der Mann ist außerdem Besitzer des örtlichen
Spirituosengeschäfts. Aus Befremden und Belästigtsein wird nach und nach
Zufallsgemeinschaft und irgendwann Notwendigkeit. Als Dritte stößt die
Freundin des Schnapshändlers hinzu, in jeder Hinsicht eine
Nicht-Traumfrau – eigentlich. Und am Ende dieser Sommergeschichte ist
Roth seiner alten Welt komplett abhandengekommen, ist er ein ganz
anderer… (Klappentext)
Im August stellte ich hier im Blog die Longlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises vor, nun ist bereits der Preisträger bekannt gegeben worden. "Ein Sommer in Niendorf" hat es allerdings nicht auf die Shortlist geschafft, doch gelesen habe ich es trotzdem. Rezensionen zu seinen anderen Büchern hatten mich schon vorgewarnt: Strunk ist derb. Überraschen sollte es mich daher nicht, dass er da auch diesmal keine Ausnahme gemacht hat. Wie ich letztlich mit dem Roman zurecht kam, könnt Ihr gerne hier nachlesen:
