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Freitag, 24. Juni 2022

Wolff, Iris: Die Unschärfe der Welt

Iris Wolff erzählt die bewegte Geschichte einer Familie aus dem Banat, deren Bande so eng geknüpft sind, dass sie selbst über Grenzen hinweg nicht zerreißen. Ein Roman über Menschen aus vier Generationen, der auf berückend poetische Weise Verlust und Neuanfang miteinander in Beziehung setzt.
Hätten Florentine und Hannes den beiden jungen Reisenden auch dann ihre Tür geöffnet, wenn sie geahnt hätten, welche Rolle der Besuch aus der DDR im Leben der Banater Familie noch spielen wird? Hätte Samuel seinem besten Freund Oz auch dann rückhaltlos beigestanden, wenn er das Ausmaß seiner Entscheidung überblickt hätte? In »Die Unschärfe der Welt« verbinden sich die Lebenswege von sieben Personen, sieben Wahlverwandten, die sich trotz Schicksalsschlägen und räumlichen Distanzen unaufhörlich aufeinander zubewegen. So entsteht vor dem Hintergrund des zusammenbrechenden Ostblocks und der wechselvollen Geschichte des 20. Jahrhunderts ein großer Roman über Freundschaft und das, was wir bereit sind, für das Glück eines anderen aufzugeben. Kunstvoll und höchst präzise lotet Iris Wolff die Möglichkeiten und Grenzen von Sprache und Erinnerung aus – und von jenen Bildern, die sich andere von uns machen.  
 
 
 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ Klett-Cotta; 14. Druckaufl. 2021 Edition (15. August 2020)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 216 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3608983260
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3608983265
 
 
 
 
 
Da ich gestern verblüfft feststellen musste, dass es die Rezension zu dem Roman bisher nicht in den Blog geschafft hat - warum auch immer?! - hole ich dies hiermit gleich nach, bevor es wieder in Vergessenheit gerät. Dies war das erste Buch, das ich über NetGalley lesen durfte, worüber ich mich immer noch sehr freue. 2020 war das, und in dem Jahr wurde der Roman auch u.a. für den Deutschen Buchpreis nominiert. Doch nun soll es endlich um den Roman selbst gehen, der für mich in dem Jahr definitiv zu den Jahreshighlights gehörte!