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Sonntag, 2. November 2025

Michell, Tom: Der Pinguin meines Lebens

 "Sein Name war Juan Salvador Pingüino, und mit diesem Namen entstand eine wilde
Hoffnung und eine enge Verbundenheit. die ein Leben lang halten sollte. In diesem Augenblick wurde er zu meinem Pinguin, und egal, was die Zukunft bringen würde, wir würden uns ihr gemeinsam stellen." 
(S. 44)

Tom Michell, ein britischer Lehrer in Buenos Aires in den siebziger Jahren macht einen Ausflug nach Punta del Este an der Atlantikküste, dort wo in Uruguay der Rio de la Plata in den Oceano Atlantico übergeht,  und findet inmitten ölverschmierter toter Pinguine ein sehr widerstandsfähiges Exemplar. Den nimmt er mit und befreit ihn in der Badewanne vom Öl. Der um sich hackende kleine Kumpel merkt plötzlich, dass der da einen Helfer hat und hält still.

Donnerstag, 3. November 2022

Spix, Ida: Die zerbrochenen Flöten - Jadefisch und Motecuzoma

Manche Bücher brauchen etwas länger. Dieses hier wurde mit bereits im letzten Jahr „übergeben“. Es war auf der BuchBerlin 2021. Kerstin Groeper betreute wie üblich den Stand des Traumfängerverlages, diesmal unterstützt von Angelika Danielewski, alias Ida Spix. Mal keine nordamerikanischen Indianer, dafür bewegen wir uns in südlichere Gefilde, wir reisen mit Ida Spix  nach Mexiko. Zunächst einmal in das reiche Tenochtitlan, dort wo Motecuzoma herrscht, während an der Küste ein gewisser Hernando Cortez anlandet. Wir sind also bei den Azteken angekommen, im Jahre 1519. Vor siebenundzwanzig Jahren landeten die Schiffe des Christobal Colon in der Karibik und nun steht Cortez mit „Hirschen“ und „Feuerschlangen“ im Reich des Herrschers der Azteken Motecuzoma II ( 1465 – 1520).

Soeben lernt der Fürstensohn Zwölf-Bewegung Jadefisch auf der Flöte das Blumenlied. Jadefisch soll der neue Ixiptla werden und damit zum neuen Abbild des Gottes Tezcatlipoca werden. Jedoch ist es die Bestimmung des Ixziptla, am Ende des Jahres selbst dem Gott geopfert zu werden. Der große Sprecher, Moctecuzoma ist zu Beginn noch nicht erfreut, denn das Flötenspiel des Sohnes von Nachtjaguar, einer von sechs Herrschern in Cholollan, der Stadt der Grünfederschlange, lässt noch zu wünschen übrig, die Töne sitzen noch nicht perfekt.


Doch Jadefisch wird es schaffen und hat nun ständig mit dem Großen Sprecher zu tun, Als Ixiptla des Tetzcatlipoca kommt er fast überall hin und lernt nun auch Maisblüte, die Tochter des Herrschers der Atzteken kennen, eifersüchtig überwacht von ihrer Mutter Quetzalmatte. Sie kommen sich näher...

Eines Tages steht der Gesandte des Callox von Castillan, den Königs von Kastilien, vor Motecuzoma, man begrüßt und beschenkt sich, das Volk schaut ehrfürchtig zu, der Herrscher seinem noch nicht zu erahnendem Untergang entgegen. 

Das Buch endet, als sich Motecuzoma und Jadefisch zu wehren beginnen: Krieg!

Montag, 18. April 2022

Salazar, Lorena: Der Fluss ist eine Wunde voller Fische (Hörbuch)

Eine junge Mutter und ihr Sohn durchqueren in einem kleinen Boot den strömenden Fluss Atrato in Kolumbien. Sie ist weiß, er ist schwarz. Die beiden sind auf dem Weg zur leiblichen Mutter und im Laufe der Fahrt erfahren wir ihre gemeinsame Geschichte. Dabei fließt die Erzählung wie der Fluss, der sie trägt. Er ist die Ader der Landschaft, eines Urwalds voller Früchte, Tiere und Düfte, aber auch die Ader des menschlichen Lebens. Als der Junge entscheidet, bei wem er leben möchte, nimmt der Roman eine unerwartete Wendung ... Eine literarische Reise von großer Sinnlichkeit über die Zartheit des Mutterseins, die Kraft der Freundschaft und über die Abgründe, die unsere Herkunft mit sich bringen kann. (Klappentext)


  • Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Audio (22.04.2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Übersetzung  : Grit Weirauch
  • Erzählerin  : Elke Appelt
  • Ausgabe  : ungekürzt, 4 Stunden und 41 Minuten
  • ISBN  : 9783961056958




"Genau genommen ist Lorena Salazars »Der Fluss ist eine Wunde voller Fische« ein Glücksfall: Der Text war die Abschlussarbeit ihres Masterstudiums, erst mit dem Zuspruch ihrer Lehrer:innen schickte sie ihn an Verlage und legte dann mit ihrem Debüt einen kometenhaften Überraschungserfolg hin..." 
 
Allein dieser Satz, den ich als Einleitung zu einem Interview mit der Autorin las, kann schon neugierig machen. Aber dafür sorgte bei mir bereits der Titel in Verbindung mit dem Cover und dem Klappentext. Ein Roman, der in Kolumbien spielt? Das war bislang ein weißer Fleck auf meiner persönlichen Lesekarte. Und was weiß ich überhaupt über Kolumbien? Außer Südamerika, Kaffee und Kokain fällt mir da spontan erst mal nichts ein. Freundlicherweies erhielt ich nun über NetGalley die Möglichkeit, diesbezüglich meinen Horizont zu erweitern. Herzlichen Dank dafür! Wie es mir mit dem Hörbuch erging, könnt Ihr jetzt gerne hier nachlesen: