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Montag, 12. Januar 2026

Schiewe, Ulf: Der Bastard von Tolosa

Letztens veröffentlichte Anne PARDEN hier ihre Challenge 2026 Rezensionsexemplare. Einige Titel könnte ich hinzufügen, auf jeden Fall etwas überschaubarer. Annes Liste ist allerdings nicht der Grund für diese Rezension eines solchen Exemplars, das eBook bot sich erneut an, als eine lange Flugreise anstand. 

Diese Rezension des Bastards von Tolosa hat eine Vorgeschichte, denn ich erhielt das eBook vom Verlag, nachdem ich die Laudatio zu Ulf Schiewes Der eiserne Herzog während der Gala zum HOMER - Literaturpreis für historische Romane im Jahre 2023 halten durfte. Das ist über zwei Jahre her, nun endlich ist der Debüt-Roman des Erfolgsautors, der Auftakt zur Montalban-Reihe, gelesen.

Donnerstag, 21. März 2024

Zürcher, Dorothe: Bittermandeln aus Byzanz


Das Erste, was mir bei diesem Titel und dem Cover in den Sinn kam, war Mord. Bittermandeln, da kommt einem doch Cyanwasserstoff, also Blausäure in den Sinn, und die ist bekanntlich hochgiftig. Bei unbehandelten Bittermandeln würde während des Verdauungsvorganges eben solche Blausäure freigesetzt werden, unbehandelte Bittermandeln sind daher für den menschlichen Genuss nicht geeignet. Das kann man bei einer bekannten Online-Enzyklopädie nachlesen.

Wenn zudem noch ein Mörser abgebildet ist, dann kommt der Leserin oder dem Leser vielleicht eine Apotheke in den Sinn. Vielleicht eine Gelegenheit, diesen oder jenen räuberischen Franken abzumurksen, der sich anschickt, 1190 unter Kaiser Barbarossa das Heilige Land zu erobern, im alten Byzanz aber erst einmal halt machen muss. So ganz von ungefähr kommt die Überlegung am Ende nicht. In Adrianopel macht der Kreuzfahrer Diethelm von Toggenburg halt. Dort kochte bis eben für den byzantinischen Stadthalter die Delikatessenköchin Alkmene Bittermandeln, genauer, sie macht Confectum daraus... Lecker, dieses Zeug, das glaubt man Dorothe Zürcher sofort.

Die in Zürich lebende Autorin hat dieses abenteuerliche historische „Kochbuch“ geschrieben, in dem besagte Alkmene unter für unsere Gewohnheiten unglaubliche Küchenzustände, zum Beispiel in einem Feldlager allerlei aus wenig Zutaten zaubern muss. Aber es ist auch ihr Glück...

Montag, 30. Oktober 2023

Lorne, Mac P.: Das Herz des Löwen

Hätte Richard Sizilien damals eingenommen und dem Kaiser Heinrich geschenkt, welcher Anspruch darauf erhob, dann wäre ihm viel Leid und jahrelanger Kerker erspart geblieben. Meinte vor kurzem der Autor des zweiten Bandes der Robin Hood - Reihe.

Hinzufügen würde ich, dass dann vielleicht die Legenden um den König Löwenherz nicht so umfangreich entstanden wären.

In diesem Band begleiten wir Robert von Loxley mit Richard Löwenherz auf den Kreuzzug und die Gefährten aus dem Sherwood Forrest gehen als Bogenschützen mit ins Heilige Land. Lernten wir in Band 1, Die Pranken des Löwen Robins Großvater als Beschützer von Kaiserin Matilde kennen, setzt sich die Geschichte nun fort. Kenner und Liebhaber von Geschichten über die Kreuzzüge werden vieles wieder erkennen. Die Episode, in der Richard Löwenherz den Tankred von Lecce auf Sizilien bezwingt, erscheint eher nebensächlich, allerdings hat Mac P. Lorne hier einen schönen Trick angewendet, der den oft jähzornigen und ungestümen Sohn der Eleonore von Aquitanien sympathisch macht. Den der sitzt abends mit den einfachen Soldaten und Bogenschützen am Feuer und erzählt diesen anschaulich die Geschichte der bisherigen Kreuzzüge.