Posts mit dem Label Autorenlesung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Autorenlesung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 1. August 2025

Ilko-Sascha Kowalczuk mit „Freiheitsschock“ in Neustrelitz

Einer der „Kulturtempel“ in Neustrelitz ist die Alte Kachelofenfabrik mit der Fabrik-Scheune. Dort residiert der Verein für Kultur, Umwelt und Kommunikation e.V.  Eine aktuelle Veranstaltungsreihe heißt Ist unsere Demokratie zukunftsfähig?, eine andere Veranstaltung erhielt den Titel Kampf der Narrative.

In der Fabrik-Scheune war gestern der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk zu Gast, zu dem "Kampf der Narrative" gut passen würde. Mitgebracht hatte er seinen „Freiheitsschock“, nicht seinen, aber das Buch (hier im Blog) welches in kürzester Frist unmittelbar nach seinem Erscheinen fünf Auflagen erhielt. Selbstredend wollte ich ihn in natura hören…

Nein, eine Lesung wurde nicht daraus, nicht ein einziger Satz des Abends wurde aus dem aufgeschlagenen Buch entnommen, geschweige denn ein Absatz vorgelesen. 

Die Karten konnte man telefonisch bestellen, die Nachfrage war letztlich größer als das Platzangebot. Dass die Besucher gebeten wurden, ihre Namen in einer Liste einzutragen, hat vielleicht was mit Fragen der Einnahmen und Ausgaben bei Veranstaltungen des Vereins zu tun, am Ende interessanter wäre die Frage gewesen, wie die Besucherinnen und Besucher denn "zusammengesetzt" waren: Geburts- und Wohnort, und Alter (anonym natürlich).

Freitag, 11. Juli 2025

Marseille 1940 - Ein Einstieg

 


Schon länger schlich ich um dieses Buch herum, Marseille 1940 von Uwe Wittstock, welches Anne PARDEN bereits vor knapp einem Jahr hier im Blog besprochen hat. Nun bot sich an, dem Buch endlich mal zu folgen, welches, ein Geschenk, seit Monaten auf dem Stapel der ungelesenen Bücher lag. Kathrin Matern, die literarisch umtriebige Inhaberinder noch jungen Buchhandlung „Frau Rilke“ in Neustrelitz, hatte Uwe Wittstock eingeladen, der nicht nur diesen Bestseller geschrieben hatte. Am 10. Juli saß ich also im Neustrelitzer Kulturquartier, angenehm mit einem kühlen Blonden und wartete auf Autor und Moderatorin. 

Am Büchertisch hatte ich den Vorgänger entdeckt: Februar 33 und interessant sind die Untertitel:

DER WINTER DER LITERATUR

DIE GROSSE FLUCHT DER LITERATUR

Die Jahreszahlen zeigen es, der Nationalsozialismus greift nach den Größen der deutschen und  Literatur.

Bevor ich mich in den Text versenke, was vermutlich zu einer Doppelbesprechung führen wird, will ich mal zugegeben, das ich nach einem ersten Blick vor Monaten in das Buch ein wenig Panik verspürte: Es erinnerte mich nämlich an an Florian Illies 1913 - und das harrt immer noch nach einem neuen Versuch, da mich diese Unzahl von mir unbekannten bildenden Künstlern verschreckte; etwas, was mit bei den Vertretern der Literatur trotz des umfangreichen Personen-verzeichnisses nicht blühen wird. Das erzählte ich dem Autor beim signieren.  

Es war ein interessanter Abend, der vor allem neugierig macht auf einen Autor, welcher Germanistik studierte und von Hause aus Journalist ist. Wenn solche Leute Sachbücher schreiben, dann sind die ganz sicherlich empfehlenswert. Un was Illies betrifft: dessen Zauber der Stille zähle ich unbedingt dazu.

Mit diesem Abend habe ich meine lit(t)erarischen Aufgaben erweitert, momentan ist allerdings Karl Marx in Algier dran, das eBook aus der Feder von Wittstock erwarb ich unmittelbar nachdem ich mit den Platz für diese Lesung reservierte.



* * *

Bald gibt es mehr - und im September, das las ich vorhin, wenn der Jahrestag der Gründung des Aufbau-Verlages am Weltfriedenstag (01.09.) begangen wird, spricht „Frau Rilke“ mit Professor Carsten Gansel, der hier im Blog schon mehrfach Erwähnung fand.


© Der Bücherjunge

Dienstag, 11. März 2025

Babylon Berlin & Charlie

Hintergründe einer erfolgreichen Romanserie kann man sich ergoogeln und so manches ist mir da begegnet um das Universum des Gereon Rath. Natürlich sind da die zehn Romane und die erfolgreiche Serie Babylon Berlin, dieser Name ist weist vielleicht eher Leserinnen und Leser darauf hin, um was es in der Geschichte geht. Im Sehen der Serie (zweiter Anlauf) und im anschließenden Lesen der Bücher passiert mir dann, dass ich die Charlotte "Charly" Ritter des Buches mehr mag, als die im Film obwohl doch das Gesicht der Liv Lisa Fries untrennbar mit der Romanfigur verbunden ist und das ist auch gut so. Allerdings ist der Lebenslauf oder besser die Herkunft der toughen Berlinerin im Buch die interessantere. Fand ich.

Donnerstag, 18. Januar 2024

Mittermeier, Michael: Ich glaube, ich hatte es schon (Hörbuch)

 

Homeschooling-Alarm? Virologen, die cooler als Popstars sind? Sparkassenbesuche mit Maske? In seinem neuen Hörbuch führt uns Michael Mittermeier mit Esprit und Witz durch unseren seltsamen neuen Alltag. Auftrittsverbot? Ein Albtraum für Komiker – die Pointen müssen raus! Michael Mittermeier erzählt wahre und saulustige Geschichten aus der Zeit der Pandemie: warum seine Tochter nicht mehr will, dass er bei den Mathehausaufgaben hilft, weshalb es kein gutes Zeichen ist, wenn der Paketbote nicht mehr klingelt, und was passiert, wenn in Rheinland-Pfalz die Bordelle wieder aufmachen. Die Krise stellt uns alle vor neue Fragen – und der Autor beantwortet sie mit Maske, aber ohne Blatt vor dem Mund: Wie erkennt man, ob die Zuschauer im Autokino lachen? Ist es für Prominente vorteilhaft, mit Maske einkaufen zu gehen? Soll man kurz nach Mittag schon einen Feierabend-Wein trinken? Und: Was machen wir jetzt mit der ganzen Hefe? Ob Sie es nun wirklich hatten oder nicht: Dieses Hörbuch liefert genügend humoristische Antikörper, um den nächsten Lockdown locker zu überstehen. (Verlagsbeschreibung)

DNB / argon hörbuch / 2020 / ISBN: 978-3-7324-1864-0 / 163 Minuten

 

Während der Pandemie hatte ich keine Lust, mich mit (Hör-)Büchern zu beschäftigen, die ausgerechnet Covid-19 zum Thema hatten. Jetzt hatte ich zm ersten Mal selbst eine Corona-Infektion - nicht witzig, ehrlich gesagt - aber angeblich ist das jetzt ja kein Grund zur Panik mehr. Also kann man doch auch darüber lachen. Denkt zumindest Michael Mittermeier. Ob ich mitlachen konnte? Hm. Aber lest selbst:

Mittwoch, 15. November 2023

Schami, Rafik: Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte (Hörbuch)

 

Großer Auftritt von Rafik Schami: In seinem sehr persönlichen Hörbuch erzählt er Märchen und Geschichten darüber, wie er zu einem der beliebtesten Erzähler wurde. Er berichtet von seiner Kindheit in Damaskus, als es noch Geschichtenerzähler gab, die im Kaffeehaus ihr Garn gesponnen haben; er zeichnet ein liebevolles Portrait seiner Eltern und seines Großvaters, der selbst ein großer Flunkerer war. Rafik Schami - das macht den großen Reiz dieses Hörbuches aus - spricht mit den Hörern: Er will sie unterhalten, nicht belehren - und sie hören ihm gebannt zu. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Steinbach Spechende Bücher (Antiquariat) / 2011 / ASIN: B01KZEUOOC / 106 Minuten






Hier im Blog stellte ich vor nunmehr acht Jahren bereits ein Buch von Rafik Schami vor: Märchen aus Malula. Diesmal griff ich zum Hörbuch und ließ mir vom Autor selbst seine märchenhaft anmutenden Erzählungen vorlesen. Leider ein nur kurzes Vergnügen, das jedoch Lust macht auf mehr Werke des syrischen Autors. Wie es mir mit dem Hörbuch erging, könnt Ihr hier nachlesen:


Montag, 6. November 2023

Kling, Marc-Uwe: Das Klugscheißerchen (Hörbuch)

 

Tina und Theo Theufel sind geschlagen mit Eltern, die keinen Hund haben, aber ständig Rote Bete essen wollen. Außerdem wissen sie immer alles besser. Also die Eltern. Die Kinder auch. Der Apfel fällt schließlich nicht weit vom Stamm. Aber Theo und Tina geben wenigstens zu, dass sie Klugscheißer sind. Mama und Papa streiten es ab. Das ist natürlich absolut lächerlich. Vor Kurzem sind die Theufels umgezogen in ein altes Haus mit einem Dachboden voller Abenteuer. Obwohl Spielen auf dem Dachboden nicht gerne gesehen ist, machen Tina und Theo nichts lieber als das. Und außerdem machen die Kinder auf dem Dachboden eine seltsame Entdeckung: In einer Bücherkiste haust ein kleines Männchen mit großer Klappe. Ein waschechtes Klugscheißerchen, das behauptet, nur für seinesgleichen sichtbar zu sein! (Verlagsbeschreibung)

DNB / Hörbuch Hamburg / 2023 / ISBN: 978-3-7456-0478-8 / 29 Minuten




Ich hab gerade mal nachgeschaut - natürlich ist Marc-Uwe Kling für uns kein Unbekannter. Aber tatsächlich hat nur Uwe hier bisher Qualityland I und II besprochen, dagegen hat es das berühmte kommunistische Känguru noch nicht hier in den Blog geschafft. Wie das? Mal sehen, ob das noch nachgeholt wird... Jetzt soll es aber um dieses neueste Kinderbuch des versierten Stand-up-Comedian gehen - und natürlich handelt es sich auch diesmal wieder um eine Autorenlesung. Hier griff ich spontan zu, als sich mir über NetGalley die Möglichkeit bot, das Hörbuch herunterzuladen. Lest selbst, wie es mir mit dem kurzen Hörerlebnis erging:

 

Dienstag, 25. Juli 2023

Holland Moritz, Patricia: Kaßbergen

Chemnitz war bisher nun nicht die Stadt, die ich unbedingt hätte besuchen wollen. Das liegt nicht an dem alten hässlichen Namen „Rußchemz“ wegen der vielen Kohlenschlote der Industriestadt, die ein paar Jahrzehnte „Karl-Marx-Stadt“ hieß. Es ist auch tatsächlich das erste Mal, dass ich mehr als einen Artikel über die Stadt las, und dann gleich einen Roman.

Der Kaßberg (ˈkăsˌbɛʁɡ̥) ist der bevölkerungsreichste Stadtteil von Chemnitz und zählt zu den größten Gründerzeit- und Jugendstilvierteln Deutschlands.“ (wikipedia)

Über diesen Stadtteil hat Patricia Holland Moritz ihrenRoman Kaßbergen geschrieben, einen Gesellschaftsroman mit einigen wohl autobiografischen Erinnerungen. Fast alles dreht sich um Ulrike, einem Mädchen, dass „unterstützt“ durch Familienangehörige, deren Geschichte und die des Stadtteils erzählt. In Kaßbergen übrigens ist die Luft besser in der Industriestadt, auch daher zogen die Bürger gern auf diese Höhen und „erzählten sich Geschichten von einer glorreichen Vergangenheit“.

Sonntag, 25. Dezember 2022

Anlauf, Joachim: Weihnachts…


anektötchen - Spannende Geschichten aus Dresden

Es muss den Autoren des schmalen Bandes nicht entmutigen, dass kürzlich durch den Deal von Staatsanwaltschaft und Verteidigung eine ziemliche Menge der geraubten Schätze aus dem Grünen Gewölbe wieder aufgetaucht ist. Ein bißchen fehlt noch und vielleicht finden sich diese Juwelen sogar dort, wo Kriminalkommissaranwärter Chris und Polizeihauptmeisterin Jana die drei Ganoven feststellen, die da in einem Loch buddeln in unmittelbarer Nähe des Badezubers im Stallhof…

Es ist Advent und der Marktamtsleiter des Striezelmarktes, der Revierleiter von Dresden Mitte und ein Professor der Hochschule der Sächsischen Polizei feilen an einem innovativen und effektiven Straftatenverhütungskonzept für den weltberühmten Striezelmarkt und angrenzende Weihnachtsmärkte auf dem Neumarkt und im Stallhof. Das soll was mit „Prädiktion“ zu tun haben, womit der Spaß anfängt, dies wäre kriminologisch nämlich was ganz Neues…

Der Professor gewinnt für das Projekt besagten Chris und diese Jana, welche sich, statt zu studieren, nun einige Wochen im besagten Gefilde rumtreiben können. Da ist zunächst viel Glühwein im Spiel mit dem einschlägigem Erfolg einer „Strafversetzung“ auf die andere Seite der Willsdruffer Straße.


Montag, 12. Dezember 2022

Mohr, Francis: Der Alligator

 Ein viel beachtetes Kro... äh, ein Alligator

Als am 22. Mai 2020 im Moskauer Zoo der vermutlich 84 Jahre alte Mississippi-Alligator Saturn starb, überschlugen sich die Meldungen. Am meisten taucht, so man nach dem Alligator googelt, in diesem Zusammenhang A. Hitler auf, dessen Alligator er gewesen sein soll. 

Doch spielt es eigentlich gar keine Rolle, ob der Diktator einen persönlichen Alligator besaß, vielmehr ist an dieser Geschichte interessant, dass sich das Tier nach einem Bombenangriff 1943 auf Berlin retten konnte. Im Jahre 1946 sollen ihn britische Soldaten eingefangen haben, er hatte in den Berliner Gewässern überlebt. Die Briten übergaben ihn an die Rote Armee. So kam er in den Moskauer Zoo. Aber nicht einmal das ist gesichert, die Pressemeldungen (Stern, Tagesspiegel, Welt)

Aus dieser Geschichte hat Francis Mohr ein Buch gemacht, welches von Peter Busch illustriert wurde und wenn Mohr diese Geschichte „bewirbt“ liest er daraus vor, zum Beispiel hier, oder er verbindet das mit Musik...

Mit den obigen Zeilen ist zur Geschichte eigentlich alles gesagt, aber warum soll das Büchlein nun lesenswert sein? Zum einen, weil Joe Louis und Max Schmeling darin vorkommen. Und zwei Diktatoren, die die selbe Frage beantworten müssen. Und selbstredend der Alligator persönlich, der sich besonders geschmeichelt fühlt, wenn die Leute wissen, dass er einer ist und eben kein gewöhnliches Krokodil. Gelegentlich kommentiert Saturn das Geschehen:

Donnerstag, 8. Dezember 2022

BlogPost Nr. 184 - Krimitag in Dresden

8. Dezember. Deutscher Krimitag. Aha. Veranstaltet vom Syndikat. Davon habe ich schon einmal gehört. Das war doch die Vereinigung der (rund 800) Krimi-Schreiber? Wenn man dazugehören will, muss man schon ein gedrucktes Buch vorlegen. Erzählt Joachim Anlauf, der die Veranstaltung in der Stadtbibliothek Dresden Neustadt organisierte. Eine Benefiz-Veranstaltung, diesmal zu Gunsten der Telefon-Fürsorge.


Am 8. Dezember 1938 starb Friedrich Glauser, der mit seinem Wachtmeister Studer eine Figur im Rang von Sherlock Holmes, Miss Marple oder Kommissar Maigret erfand. Das habe ich gestern gelernt.

Die lesenden Teilnehmer waren mir zu drei/viertel bekannt. Die gelesenen Bücher allerdings nur zur Hälfte. 

Montag, 8. Februar 2021

Richter, Jutta: Hinter dem Bahnhof liegt das Meer (Hörbuch)

Neuner will ans Meer, dorthin, wo es warm ist und die Zitronen wachsen. Ohne Geld kommst du nicht weit, erklärt Kosmos, der Stadtstreicher, dem er sich angeschlossen hat. Gemeinsam versuchen sie, das nötige Reisegeld aufzutreiben. Doch das Einzige, was Neuner verkaufen könnte, wäre sein Schutzengel. Aber den gibt man ja wohl nicht her. Oder doch?

 

 

 

 

 

  • Verlag : Igel Records, 27. Januar 2013
  • Sprache : Deutsch
  • Sprecher : Jutta Richter
  • Ungekürzte Ausgabe : 2 Stunden und 11 Minuten
  • ASIN : B00B6ZE2LG

 

 

Es war wieder einmal eine Challenge, die mich dazu verleitete, zu diesem Hörbuch zu greifen. Wie schon so manches Mal erwies sich der Zufall als ein glücklicher - obschon ich hinter dem Titel und dem Cover kein Kinderbuch erwartet hätte, hat mich das Hörerlebnis positiv überrascht. Häusliche Gewalt und Obdachlosigkeit als Themen für ein Kinderbuch - nun, das ist zumindest ungewöhnlich. Während der Hörens überlegte ich, ob diese Themen sich wirklich für Kinder eignen. Doch andererseits - gerade was die häusliche Gewalt anbelangt: für wie viele Kinder ist dies bittere Realität? Jutta Richter klagt hier nicht an, verurteilt niemanden, ist ganz bei ihrem kleinen Helden Neuner. Und dabei  habe ich ihn gerne begleitet...