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Dienstag, 28. Juni 2022

TOLSTOI, Leo: Krieg und Frieden

Am 16. Juni 2013, gerade mal einem Monat nach Bloggründung, veröffentlichte der TinSoldier hier seine Rezension zu KRIEG UND FRIEDEN von Lew Tolstoi. 
Auf KRIEG UND FRIEDEN stieß ich mehrfach in Folge der Lektüre von Bulgakows DIE WEISSE GARDE, ein Roman, der den Beginn des Bürgerkriegs in Kiew behandelt. Beides echt russische Bücher - Antikriegsbücher, den trotz des Patriotismus bei Tolstoi hat er doch keinen Zweifel daran gelassen, dass Krieg eine Menschheitsgeißel ist. Grund genug, in den "Annalen" des Blogs zu kramen. 

TinSoldiers Rezension:

Was schreibt man in einer Rezension über diesen Klassiker? Dass es ein wahrhaft monumentales Werk ist? Ist es nicht aber von vornherein anmaßend für einen Laien, über ein solches Werk urteilen zu wollen? Ich meine: Nein! Denn   w e r    s o n s t  sollte über ein literarisches Werk urteilen, wenn nicht der Leser? 

Dies Urteil a l l e i n intellektuellen Literaturkritikern und promovierten Literaturwissenschaftlern zu überlassen, wäre doch so, als wollte ich im Restaurant den Kellner bitte, zu entscheiden, ob es m i r geschmeckt hat.

Samstag, 30. April 2022

Rooch, Aeneas: Die Entdeckung der Unendlichkeit - Das Jahrhundert, in dem die Mathematik sich neu erfand: 1870 - 1970

                                                                               

Die "Unendlichkeit" ist ein Begriff, dessen Bedeutung ein menschliches Gehirn nicht erfassen kann. Niemand kann sich vorstellen, dass etwas unendlich groß sein kann, es sprengt einfach die menschliche Vorstellungskraft. 

Oder etwa nicht?

Aeneas Rooch ist studierter Mathematiker, Bestsellerautor und Wissenschaftsjournalist. Er vereint somit mathematische Fähigkeiten mit der Kunst, schwierige und teilweise durch sehr abstrakte Denkweisen erlangte mathematische Erkenntnisse anschaulich darzustellen.

Bei der Auswahl dieses Buches stellte sich mir zunächst die Frage: 

Warum sollte ich ein Buch über Mathematik lesen wollen, über ein Fach also, in dem ich in der Schule bestenfalls mittelmäßig abgeschnitten hatte. Mathematik: Versprach dieses Thema nicht, furchtbar trocken und mühsam zu sein? Gleichzeitig aber faszinierte mich der Titel des Buches. Die Unendlichkeit. Versprach das nicht, ein spannendes Thema zu sein, dem man aber nur auf dem Umweg über die Mathematik auf die Schliche kommen konnte? Gleichzeitig konnte ich der Versuchung nicht widerstehen, meine logische Denkfähigkeit an diesem Buch zu erproben und zu üben. Denn eines ist allen Mathematikern gemein: Sie denken in ihrem Fach stets streng logisch und sind uns schon deswegen manchmal "suspekt", weil wir uns in unserem alltäglichen Leben niemals streng an die Logik halten. Ob bewusst oder unbewusst, der Mensch ist zu einem großen Teil emotional und deswegen nicht rein logisch gesteuert. 

Nun stellen Sie sich vielleicht die Frage: Wenn schon der Rezensent den Versuch unternehmen muss, zu begründen, warum man das Buch lesen sollte, kann dies dann als Empfehlung gelten?

Montag, 14. Februar 2022

Rutsch, Hans-Dieter: DER WANDERER. Das Leben des Theodor Fontane


Die Fontane-Biografie von Hans-Dieter Rutsch ist zum 200. Geburtstag des Dichters erschienen. Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin / Brandenburg als Sohn französischer Emigranten geboren. Seine Eltern, Louis Henry Fontane und Emilie Labry, entstammten beide Hugenottenfamilien. Der Vater kämpfte als Freiwilliger im Krieg gegen die französische Besetzung Preußens durch die Truppen Napoleon Bonapartes. 

Sein Sohn Theodor stand 1848 in Berlin auf den Barrikaden der Revolution von 1848, die zur berühmten Versammlung in der Frankfurter Paulskirche führte, wo die Fundamente für eine deutsche Verfassung gelegt wurden, die unser Grundgesetz heute noch bestimmen. Der junge Fontane war mithin durchaus auch ein politischer Mensch, der für seine Ideale einstand.

Wer aber war dieser Theodor Fontane, der als französisch-stämmiger Sohn eines erfolglosen Apothekers einer der größten Schriftsteller und Journalist der Moderne wurde und bereits zu Lebzeiten ironischerweise (wenn man die damalige "Erbfeindschaft" zwischen Frankreich und Deutschland berücksichtigt) zu  d e m  Dichter des alten Preußen aufstieg?

Sonntag, 22. November 2020

Rüdiger Safranski: SCHILLER oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus



"Das ist´s ja, was den Menschen zieret
Und dazu ward ihm der Verstand,
Dass er im innern Herzen spüret,
Was er erschafft mit seiner Hand."
Friedrich von Schiller


Rüdiger Safranski
Bildquelle: Wikipedia

Von Lesekreis - Eigenes Werk,
CC BY-SA 4.0,
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44312553

Rüdiger Safranskis Schiller-Biographie ist keine Neuerscheinung sondern gehört bereits seit Jahren zur Standardliteratur über Schiller. Das Buch, welches ich in einer dtv Taschenbuchausgabe besitze, hat lange darauf warten müssen, von mir gelesen zu werden. Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat´s möglich gemacht: Auch mein Alltag wurde "entschleunigt" und so fand ich endlich Zeit und Muße, mich der Lektüre zu widmen. Und dies sei schon einmal gesagt: Zeit und Muße sind durchaus erforderlich, um das Werk zu lesen. Dies ist bedingt durch den Umfang, aber mehr noch durch den intellektuellen Anspruch. Wer sich daran wagt, den erwartet allerdings ein (anspruchsvolles) Lesevergnügen, das uns nicht nur das Werk sondern vor allem den Menschen Friedrich Schiller näher bringt.

Mittwoch, 30. Januar 2019

Hervier, Grégoire: Vintage

Ein literarisches Roadmovie über das größte Rätsel der Rockgeschichte...
















Sonntag, 15. Oktober 2017

Hansen, Dörte: Altes Land


Mit ihrem ersten Roman Altes Land gelang es der norddeutschen Autorin Dörte Hansen auf Anhieb, sich in die Herzen ihrer Leser zu schreiben. 
Das Buch geriet auf Anhieb zum Bestseller, und dies ganz zu recht, wie ich meine. 
Zugegeben: Das Buch stand ziemlich lange, einige Monate nämlich, in meinem Bücherregal und wartete zwischen etlichen anderen Neuerwerbungen darauf, endlich gelesen zu werden.
Manche Dinge brauchen eben Zeit.
Und manche Bücher muss man lesen, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist, nämlich wenn man sowohl die Zeit und Muße als auch die innere Aufgeräumtheit dafür hat.
Jedenfalls ist das bei mir so.

Dann hole ich meine  noch ungelesenen Bücher (oder zumindest einen Teil davon) aus dem Regal und lege sie vor mich hin auf den Tisch, blättere mal in diesem, mal in jenem und lese ein paar Zeilen, wie sie mir beim zufälligen Aufschlagen der Seiten in die Augen springen.
Dieses Ritual vor dem Beginn einer neuen Lektüre ist mir wichtig und weckte in mir die Lust darauf, gerade dieses Buch genau jetzt lesen zu wollen:
Altes Land.
Der Titel lässt mich eine alte deutsche Kulturlandschaft, an Obstbäume mit Steinobst, an alte, duftende Apfelsorten und dergleichen denken. 
Dörte Hansen beschreibt die Landschaft, aber mehr noch die Menschen auf eine Art und Weise, die mich sofort, von der ersten Seite an, in ihren Bann gezogen hat:





"In manchen Nächten, wenn der Sturm von Westen kam, stöhnte das Haus wie ein Schiff, das in schwerer See hin- und hergeworfen wurde. 
 Kreischend verbissen  sich die Böen in den alten 
 Mauern.
 So klingen Hexen, wenn sie brennen, dachte Vera,  
 oder Kinder, wenn sie sich die Finger klemmen".

Dies sind die ersten sechs Zeilen des Buches.
Und sind sie nicht schön?

Dörte Hansen gelingt etwas, was nur wenige Autoren schaffen:
Sie bezaubert mit ihrer Sprache und mit ihrem schnörkellosen, oft mit typisch norddeutsch - trockenem Humor gewürzten Schreibstil, der gleichzeitig so großartige Sätze hervorbringt wie die oben zitierten Zeilen. 

Die unterschiedlichen Charaktere und deren Schicksale beschreibt die Autorin mit Herz und frei von Sentimentalitäten, aber immer mit treffender Sprache und so originell, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Mal mit spöttischem Humor, mal mit beißenden Spott, aber immer mit innerer Anteilnahme, springt sie jeweils von diesem zu jenem Charakter, erzählt uns deren Geschichten, die alle miteinander verwoben sind. 
Sie charakterisiert dabei zutreffend und erweist sich als scharfe Beobachterin: Manchen ihrer Typen hat man, der Gedanke kommt einem zwangsläufig, doch auch schon mal "in Echt" getroffen, oder nicht?! 


Dabei ist die Geschichte eigentlich eher tragisch als lustig: 

Seit mehr als sechzig Jahren lebt Vera Eckhoff im Alten Land, ein Flüchtlingskind aus Ostpreußen, das niemals richtig angekommen ist. Bis eines Tages wieder zwei Flüchtende vor der Tür stehen: Veras Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn Leon … Das Überraschungsdebüt des Frühjahrs!
Altes Land erzählt in einer knorrigen Atmosphäre und mit trockenem Humor vom Kampf zweier Frauen mit ihrer Vergangenheit, die drei Generationen hat erstarren lassen. Von einer Romantisierung des Landlebens keine Spur. Und als Vera und Anne beginnen, das Haus wieder in Stand zu setzen, entwickeln die unangepassten Frauen eine neue Kraft, die alles in Bewegung bringt.... (Büchergilde Gutenberg)


Die Autorin:

Dörte Hansen wuchs in Högel im Amt Mittleres Nordfriesland auf, gesprochen wurde zuhause plattdeutsch. Ihre „erste Fremdsprache“ Hochdeutsch lernte sie in der Grundschule.
Nach dem Abitur 1984 studierte sie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Linguistik, Anglistik, Romanistik und Frisistik. 1994 wurde Hansen an der Universität Hamburg mit einer soziolinguistischen Arbeit über eine besondere Form der Zweisprachigkeit promoviert.
Dörte Hansen-Jaax lebte seit 2005 mit ihrer Familie in Steinkirchen (Altes Land)und seit 2016 wieder in Husum.

Nach einem Praktikum beim Magazin Merian arbeitete sie bis 2008 als Journalistin für mehrere Hörfunksender (NDR, WDR, SWR, hr, DLF) und verschiedene Zeitschriften, bis 2012 dann als festangestellte Kulturredakteurin bei NDR Info. Seither ist sie als freie Autorin tätig.

In ihrem ersten Roman Altes Land (2015) verarbeitete Dörte Hansen kritisch das Thema Heimat: Viele Stadtmenschen entdeckten für sich das Land als Sehnsuchtsort Heimat und zögen aufs Dorf. Sie unterlägen dabei ihrer Ansicht nach jedoch einem Irrtum, denn sie spielten nur Landleben, machten „Bauerntheater“. Diese Thematik verknüpft sie mit dem Schicksal der weiblichen Hauptfigur als heimatloser Nachkriegsflüchtling aus Ostpreußen im Alten Land. Das Buch wurde ein Bestseller und von den meisten Kritikern gelobt.

(Quelle: Wikipdia)


Dörte Hansen: Altes Land
Roman
Schutzumschlag, Lesebändchen,
Leinen, Umschlaggestaltung Franziska Neubert,
288 Seiten.

Erschienen als Lizenzausgabe bei Büchergilde Gutenberg
Preis für Mitglieder 17,95 €
Originalverlagspreis 19,99 €

DNB

Eine Rezension von TinSoldier

Montag, 9. Oktober 2017

Greene, Graham: Der dritte Mann



"Der dritte Mann"


Der Film



Szenenfoto: Orson Welles als Harry Lime




Graham Greene
Dieser Roman des englischen Autors Graham Greene (Originaltitel: The Third Man) ist ein Klassiker.


Orson Welles

Die Kriminalgeschichte spielt im Wien der Nachkriegsjahre und dürfte den meisten unter uns durch die unvergessliche Verfilmung aus dem Jahr 1949 mit Orson Welles, Joseph Cotten, Trevor Howard, Paul Hörbiger u.v.a. in Erinnerung sein.  










Spätestens beim Hören der bekannten, von Anton Karas auf der Zither eingespielten Filmmusik, werden sich auch manche jüngere Leser erinnert fühlen.



Anton Karas
1906 - 1985

Graham Greene schrieb sowohl das Drehbuch für den gleichnamigen Film als auch den Roman, der jedoch erst ein Jahr nach der Filmpremiere im Jahr 1950 erschienen ist.
Die Reihenfolge der Entstehung ist jedoch genau umgekehrt, wie uns der Autor in seinem Vorwort zum Roman wissen lässt:

"Es ist mir fast unmöglich, ein Drehbuch zu schreiben, ohne zunächst eine Erzählung zu schreiben...[ ] Deshalb musste Der dritte Mann, obwohl nie zur Veröffentlichung vorgesehen, vor jenen offenbar unendlichen Verwandlungen von einer Fassung zur nächsten als Erzählung beginnen..."

Roman und Drehbuch entstanden also nacheinander, und das Drehbuch erfuhr in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und dem Hautptdarsteller Orson Welles einige Veränderungen gegenüber der Romanvorlage: So wurde aus dem Briten Rollo Martins in der filmischen Umsetzung ein Amerikaner. Auch einige andere Details wurden verändert, insbesondere was das Ende betraf:
Im Roman marschieren Rollo Martins und Anna Schmidt nach der Beisetzung des Harry Lime Arm in Arm aus der Schlussszene, im Film geht sie an ihm vorüber, ohne ihn noch eines Blickes zu würdigen...
Man sieht somit, dass die kleinen Veränderungen wohl die filmischen Dramaturgie verstärken, aber nichts Grundlegendes an der Story verändern.



Das Buch




Die Büchergilde Gutenberg schreibt dazu:

"Wien 1945. Die Alliierten haben die Stadt besetzt; der Schwarzmarkt blüht. Der mittelmäßig erfolgreiche Schriftsteller Rollo Martins kommt auf Einladung seines Jugendfreundes Harry Lime in die Stadt – allerdings nur noch rechtzeitig zu Limes Bestattung. Angeblich kam dieser bei einem Autounfall ums Leben. Nachdem Martins vom Erzähler, dem britischen Major Calloway, verhört worden ist, kommen ihm Zweifel: War Harry Lime in Wahrheit der gewissenlose Kopf einer Schieberbande? Martins ermittelt auf eigene Faust. Dabei kreuzt immer wieder ein geheimnisvoller dritter Mann seine Wege.
Illustratorin Anna Siems setzt Greenes bekanntestes Buch eindrucksvoll in Szene. In ihren Sepia-Aquarellen werden Wahrzeichen und Untergrund der österreichischen Hauptstadt zur Kulisse eines düsteren Versteckspiels zwischen Licht und Schatten. Der dritte Mann ist ein beispielloses Zeitdokument der Nachkriegsgeschichte und verführt mit schwarzem Humor und erzählerischer Tiefe."
Die oben zitierte Buchbeschreibung der Büchergilde findet sich hier!


Meine wunderschöne Ausgabe dieses Klassikers ist also mal wieder eine (wie könnte es anders sein) aus der Büchergilde Gutenberg (in der Übersetzung von Nikolaus Stingl).
Die Ausgabe ist durchgehend mit zahlreichen, großformatigen Tuschezeichnungen der Künstlerin Annika Siems illustriert, welche die vom Autor erzeugte düstere Atmosphäre eindrucksvoll und stilgerecht in schwarz-weiß einfangen. 
Dieses Buch ist ein bibliophiles Schmuckstück und ein spannender, aber auch anspruchsvoller Schmöker zugleich.
Die vom Autor erzielte erzählerische Dichte hinterlässt einen tiefen Eindruck beim Leser. Einmal mit dem Lesen begonnen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es an einem Sonntagnachmittag in einem Zug durchgelesen!

Mehr muss ich dazu nicht sagen, um den Lesern dieses Buch, vorzugsweise in der vorliegenden Ausgabe der Büchergilde, ans Herz zu legen.


Der dritte Mann
Roman, 208 Seiten
Illustrierte Edition der 
Büchergilde Gutenberg
Lesebändchen, Leinen bedruckt
Preis für Mitglieder: 22,95

Auch erschienen bei:



Paul Zsolnay Verlag Wien 2016

158 Seiten

ISBN 978-3-552-05767-8
Preis: ca. 19,50




Eine Rezension von TinSoldier

Sonntag, 24. September 2017

Heinz Rein: Finale Berlin

Finale Berlin von Heinz Rein

entstand unmittelbar nach Ende des Krieges und ist deshalb ein authentisches Zeitzeugnis und ein packender Roman zugleich, der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.
Finale Berlin:
Eine besonders schön gestaltete
Ausgabe der
Büchergilde Gutenberg
Die Beschreibungen der todwunden Großstadt Berlin kurz vor der "Stunde Null" sind bedrückend. Heinz Rein gibt uns, die wir den Krieg nur aus Büchern kennen, eine Ahnung davon, was Krieg und Zerstörung wirklich bedeuten. Diese Beschreibungen, eingebettet in die Schilderung von fiktiven, aber sehr glaubwürdigen Einzelschicksalen in jenen apokalyptischen letzten Kriegstagen des April 1945, sind in meinen Augen eine bedrückend realistische Interpretation der physischen Wunden des Krieges, die wir heute noch überall in Berlin sehen können, weil sie bewusst oder unbewusst erhalten wurden:
Ich denke an die noch heute in vielen Hausfassaden sichtbaren Einschusslöcher von Infanteriewaffen oder Granatsplittern, an die Ruine der Gedächtniskirche, an die Wände des Reichstagsgebäudes, auf denen noch heute die Graffitis russischer Soldaten sichtbar sind. Besonders auf den ersten Seiten: Vorfinale. Berlin April 1945 kommen in mir vage Assoziationen an Alfred Döblin´s Berlin Alexanderplatz auf, ohne dass ich explizit sagen könnte, warum.



Berlin 1945
Quelle: Internet

Zu unterschiedlich sind eigentlich die Sujets. Wenngleich: Hier wie da herrscht Trostlosigkeit und innere Zerrissenheit der Charaktere. Vielleicht sind es auch einfach nur die blanke Wucht der Sprache und die Duplizität des Handlungsortes Berlin...

Heinz Rein
1906 - 1991
Mein Vergleich mit Döblins Meisterwerk, den manche als deutschen Ulysses, dem großen Roman des Iren Joyce sehen, endet hier aber auch schon:
In Heinz Rein´s Roman sehen wir die Welt nicht durch die Brille von inneren Bewusstseinszuständen und Reflexionen der Protagonisten.
Das Buch konfrontiert den Leser vielmehr sehr plastisch mit den Folgen von Nationalsozialismus, Krieg und Unterdrückung exemplarisch am Beispiel einiger ganz verschiedener Menschen, deren Wege sich in Oskar Kloses Kneipe in der Straße Am Schlesischen Bahnhof kreuzen und die sich dort zu einer Untergrundorganisation zusammenfinden, die das Regime der Nationalsozialisten bekämpft. 
So erleben wir die gespenstische Atmosphäre jener letzten Kriegstage und Bombennächte im eingekesselten Berlin und werden konfrontiert mit den inneren Konflikten und psychischen Blessuren einer entwurzelten, politisch missbrauchten Jugend.

Ullstein
Paperback-Ausgabe


Es ist zugleich die spannende Geschichte von Menschen, deren heimlicher Widerstand exemplarisch für den zivilen Ungehorsam jener unbekannten, vergessenen Minderheit ganz normaler Menschen steht, die sich in einer Zeit der Unterdrückung unter ständiger Lebensgefahr gegen die Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Regimes gestellt haben. 






Heinz Rein: Finale Berlin
Roman, 759 Seiten, gebunden
Ausgabe der Büchergilde Gutenberg

auch erschienen bei:

Ullstein, Berlin 2017
Broschur
Preis: 12,00 Euro


Montag, 27. März 2017

Peter Wohlleben: Das Seelenleben der Tiere

Das Seelenleben der Tiere
ist Verhaltensforschern und Biologen bisher weitgehend ein Rätsel.
Zunehmend scheint sich jedoch die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Fähigkeit, Gefühle zu

empfinden und sich selbst als Individuum wahrzunehmen, nicht allein dem Menschen, der sog. "Krone der Schöpfung", vorbehalten ist.
Wer jemals engeren Kontakt zu (Haus-)Tieren hatte, der weiß, dass die einzelnen Individuen sehr unterschiedliche Charaktereigenschaften besitzen und ganz offenkundig auch Emotionen zeigen.
Peter Wohlleben zeigt dies in seinem Buch an vielen Beispielen und beschäftigt sich eingehend mit der Frage: Was ist davon Instinkt und was bewusstes Handeln? Dabei weist er an vielen Beispielen nach, dass auch wir Menschen nicht frei von instinktgesteuertem Handeln sind. Wissenschaftler streiten sich ´bis heute darüber, ob unser Bewusstsein oder unser Unterbewusstsein die Oberhand in uns hat. Vielmehr scheint es, als seien die Grenzen zwischen instinktivem und bewusstem Handeln durchaus fließend: Insoweit ist es naheliegend, darüber nachzudenken, ob es richtig ist, Tiere als bloße "biologische" Automaten zu sehen, die lediglich von der Natur vorprogrammierte Programme abspulen. Wenn wir aber zu dem Ergebnis kommen, dass Tiere uns in vielem näher sind als wir bisher dachten, ist es dann nicht an der Zeit, unsere Einstellung und vor allem unser Verhalten gegenüber diesen Mitgeschöpfen zu verändern?
Peter Wohlleben hat ein interessantes und ein sehr wichtiges Buch geschrieben.
Er lässt keinen Zweifel daran, dass er Tiere als fühlende und emphatische Mitgeschöpfe sieht, die unseren Respekt verdienen. Schön ist, dass er den Leser nicht zu seiner Überzeugung nötigt, sondern ihm ein Angebot macht, sich anhand der vielen Beispiele aus dem Buch (und seiner eigenen Erfahrung) ein eigenes Bild zu machen.
Ein gutes Buch, das mich sehr nachdenklich gemacht hat!

Im Internet gibt es zahlreiche Beiträge zu diesem Thema. Einige Links habe ich nachfolgend aufgelistet:

- Die Gefühle der Tiere
- Wissenschaftler erkennen an, dass Tiere Emotionen haben
- Freude und Trauer. Haben Tiere Gefühle?
- Focus: Forschung und Technik: Die Gefühle derTiere




Peter Wohlleben
Das Seelenleben der Tiere
Sachbuch, gebunden, 240 Seiten
Lizenzausgabe der Büchergilde Gutenberg
Preis: 17,95
Preis der Originalausgabe: 19,99
erschienen bei: Verlag Ludwig, München 2016



Samstag, 25. Februar 2017

Johann Peter Hebel: Kalendergeschichten



Johann Peter Hebel (1760 - 1826):
Kalendergeschichten aus dem Rheinischen Hausfreund


Ein unverhofftes Wiedersehen verschafft uns dieser Beitrag gleich in doppelter Hinsicht, nämlich indem die gleichnamige Erzählung aus den "Kalendergeschichten" von Johann Peter Hebel (10.05.1760 - 22.09.1826) uns eine Wiederbegegnung mit diesem Autor ermöglicht.

Ausgabe der Manesse Bibliothek,
erhältlich bei Amazon

"In Falun in Schweden küsste vor gut fünfzig Jahren und mehr ein junger Bergmann seine junge hübsche Braut...".


Mit diesem Satz beginnt die wohl bekannteste Erzählung Peter Hebels, die von einem unverhofften Wiedersehen nach über 50 Jahren, von tragischem Verlust und von Liebe und Treue bis über den Tod hinaus handelt:

Wer war dieser Johann Peter Hebel, der uns hauptsächlich mit seinen "Kalendergeschichten" aus dem "Rheinischen Hausfreund" sowie mit seinen mundartlichen "allemannischen" Gedichten in Erinnerung ist?

Johann Peter Hebel war ein deutscher Pädagoge und Theologe, der mit seinen in allemannischer Mundart verfassten Gedichten bekannt wurde. Ab 1803 verfasste er für den "Badischen Landkalender" und später für den "Rheinischen Hausfreund" seine berühmten Kalendergeschichten, darunter viele Anekdoten, lustige und auch tiefsinnige Begebenheiten. 1815 kam es wegen seiner Geschichte Der fromme Rat zu einem Eklat mit den Katholiken. Hebel trat in der Folge als Redakteur des Rheinischen Hausfreunds zurück.
Hebel starb im Jahre 1826 während einer Dienstreise in Schwetzingen, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand.


Unverhofftes Wiedersehen

Seine Kalendergeschichten sind eine bunte Sammlung kurzweiliger Erzählungen,
Taschenbuchausgabe
erschienen 2014 bei
Klöpfer & Meyer,
Tübingen



Peter Meinhardt liest Kannitverstan




Johann Peter Hebel
Kalendergeschichten
Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen
Taschenbuch, 287 Seiten
mal humorvoll, mal traurig, mal nachdenklich, aber immer tiefsinnig. Geschichten wie "Unverhofftes Wiedersehen" oder "Kannitverstan" sind bis heute bekannt. Zumindest während meiner Schulzeit waren sie auch Lesestoff im Deutschunterricht.
Auch wenn sich das heute geändert haben sollte: Lesenswert sind sie immer noch, denn sie sind unterhaltend und geben uns neben dem Vergnügen eines vergnüglichen Leseerlebnisses auch Einblicke in das Leben und in die Lektüre der einfachen Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts. 
Die Kalendergeschichten sind bei Audible auch als Hörbuch erhältlich.

Sonntag, 15. Januar 2017

Peter Rosegger: Waldheimat


"Wie war ich so reich damals, als ich arm war!"  

Auf den Spuren Peter Rosegger`s

Peter Rosegger (1843 - 1918) um 1888
Bildquelle: Wikipedia


"i g a i k schul, kann eh lesn, un schreibn a !"

Dieser scherzhaft verkürzte Satz in steirischer Mundart, der sich mir erst auf den zweiten Blick erschloss, steht in großen Buchstaben mit weißer Kreide auf einer alten Schiefertafel geschrieben, welche in einem ehemaligen Klassenzimmer der Waldschule in Alpl bei Krieglach steht.
 
Foto: TinSoldier
Der Urheber dieser Zeile zählt heute zu den leider fast vergessenen Schriftstellern, und doch war er gegen Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts zumindest in Österreich der meistgelesene Autor seiner Zeit!
Die Rede ist von dem österreichischen Heimatschriftsteller
Peter Rosegger (*31. Juli 1843 in Alpl/Krieglach, + 26. Juni 1918 in Krieglach),
dessen Buch "Waldheimat" ich hier vorstellen möchte.





"Ich gehe auch in keine Schule, kann eh lesen, und schreiben auch !"

In diesen Worten steckt viel Wahrheit:
Rosegger hat als Kind nie eine Schule besucht! Der Sohn eines armen, des Lesens und Schreibens unkundigen Waldbauern, wurde
Peter Rosegger
Bildquelle: Internet
von seiner Mutter und, zusammen mit anderen Bauernkindern aus der Umgebung, zeitweilig von einem aus Staatsdiensten entlassenen Lehrer unterrichtet.  Man schätzt heute, dass seine Unterrichtszeit zusammengenommen maximal etwa 1 bis 2 Schuljahre betragen haben dürfte!

Doch langsam, immer der Reihe nach!
Zunächst möchte ich einmal über meine Begegnungen mit dem ehemaligen Waldbauernbuben berichten, und wie es überhaupt zu dieser Rezension gekommen ist - denn, ich gebe es zu:
Auch ich hatte Peter Rosegger im Laufe der Jahre fast schon vergessen, seitdem ich in den 1980´iger Jahren die Fernsehverfilmung der ergreifenden Abenteuer des Waldbauernbuben verfolgt hatte. In jener Zeit erwarb ich auch das Buch und las die Geschichten des Waldbauernbuben.
Rosegger´s Waldschule in Alpl, Marktgemeinde Krieglach
Foto: TinSoldier
Gut 30 Jahre später verbrachte ich zum Jahreswechsel einen Kurzurlaub in der Steiermark.
Nahe der beschaulichen Ortschaft Krieglach führt die Straße hinauf bis zu einem unscheinbaren Abzweig, der zur Waldschule führt. Bis dorthin kann man heutzutage fahren, den Rest des Weges hinauf zum Kluppeneggerhof, dem Geburtshaus des Schriftstellers, muss man wie zu Zeiten Roseggers auf Schusters Rappen bewältigen. Bevor ich mich aber auf den Weg mache, besuche ich das altehrwürdige Schulhaus, das heute ein Museum beherbergt.

Der Schriftsteller im Jahre 1900
Bildquelle: Wikipedia
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts besaß die Gemeinde Krieglach noch keine Schule und es gab auch noch keine allgemeine Schulpflicht. Rosegger, zu dieser Zeit bereits ein bekannter Schriftsteller, beschloss, seinem Heimatdorf eine Schule zu stiften und rief für diesen Zweck eine Spendenaktion ins Leben. Er selbst steuerte seinen Teil bei, indem der Erlöse aus Lesungen, für die er sich eigens auf Reisen begab, spendete. Im Jahre 1902 war der Bau vollendet und Rosegger übergab das Gebäude seinem Zweck.

Peter Rosegger verfügte am 31. Dezember 1901:
"Das Schulhaus ist Eigentum der Gemeinde Krieglach. Sollte in Alpl die Schule einmal überflüssig werden, so ist das Schulhaus in irgendeiner guten anderen Art dienstbar zu machen. Zugunsten der Alpler, oder wenn solche nicht mehr vorhanden sein sollten, zugunsten der ganzen Gemeinde Krieglach - aber stets nur für Lehrzwecke (ist) der Ertrag zu verwenden."

In der Schule wurden bis in die 1970´iger Jahre hinein unterrichtet. Zum Schluss gab es noch 2 Schüler, die aber bald in eine andere Schule wechseln mussten. Nach der Schließung wurde die Schule renoviert und beherbergt seit 1982 ein Museum. Besichtigen kann man u.a. ein original erhaltenes Klassenzimmer mit den originalen Schulbänken von 1902. Die Metallbeschläge an den Tischen, in welche die Tintenfässchen eingestellt wurden, tragen Gravuren, aus denen hervorgeht, dass die Möbel aus Berlin stammen:
Sie waren die Spende eines Berliner Industriellen.
Auch die "Rosegger-Stube", in welcher der Schriftsteller oft nächtigte, ist im Originalzustand erhalten.

Besonders berührend aber sind zahlreiche historische Fotos an den Wänden, die
verhärmte Kindergesichter aus jener Zeit zeigen. Man glaubt oft, in die verhärmten Gesichter kleiner Erwachsener zu blicken.
Die Fotos legen Zeugnis davon ab, dass diese Kinder in harten, entbehrungsreichen Zeiten aufwuchsen.


Peter Roseggers Jugend

Nach dem Besuch der Waldschule machte ich mich nachdenklich auf den Weg
Zeitgenössische Aufnahme des Kluppeneggerhofs
Bildquelle: Internet
hinauf zum Kluppeneggerhof.
Die Luft ist eiskalt, so dass mein Atem in der Luft zu kleinen Wölkchen kondensiert. Die Sonne steht bereits tief im Westen, als ich den steilen Waldweg, der sich in regelmäßigen Spitzkehren den Berg hinaufwindet, beschreite.
Die Luft trägt mir den Duft von Baumharz zu. Er stammt von den geschlagenen Baumstämmen, welche Holzrücker in den Spitzkehren am Wegrand ordentlich aufgestapelt haben.




Der "Kluppeneggerhof" ist jetzt, Anfang Januar, nicht für Besichtigungen geöffnet. Infolgedessen begegnet mir auch kaum eine Menschenseele auf meiner Wanderung:
Nur ein oder zweimal kommen mir andere Wanderer auf ihrem Weg ins Tal entgegen.
Im Wald herrscht tiefe Stille und nur der Schnee knirscht leise unter meinen Schritten. Eine gute halbe Stunde bin ich stramm bergan marschiert, als links von mir ein Bauerngehöft durch die Waldbäume hindurch sichtbar wird. Ich nehme die letzte Kehre des Weges, der mich auf die Bergkuppe führt.
Nun liegt der "Kluppeneggerhof", das Geburtshaus Roseggers mit Wohnhaus, Stallungen und Geräteschuppen, direkt an den Hang gebaut, einsam und schweigend unterhalb des Weges. 
Ich bin vollkommen allein hier. Niemand sonst ist da.
Der Schnee liegt hier oben gut knöchelhoch und es geht ein kalter Wind. Die Sonne berührt bereits nahezu die Berggipfeln zu, als ich
durch den Schnee den Hang langsam abwärts zum Hof gehe, wobei ich ein halb offenstehendes Holzgatter in der Umzäunung passiere.
Schließlich stehe ich am Eingang zum Wohnhaus und ein seltsames Gefühl beschleicht mich.
Es ist so, als wäre hier oben die Zeit stehen geblieben und fast erwartet man, dass sich in jedem Moment die verwitterte, aus massiven Bohlen grob gezimmerte Haustüre öffnet und der Waldbauernbub heraustritt, um sich auf den mehrstündigen Weg zu machen, "Christtagsfreude" zu holen.
Das Haus und die dazugehörigen Wirtschaftsgebäude und Stallungen sind im steirischen Stil aus groben, dunklen Balken gezimmert. Die winzigen Fensterscheiben rundherum lassen nur wenig Licht ins Innere fallen. Das Dach ist gedeckt mit verwitterten Holzschindeln und an der talwärts gewandten Giebelseite gibt es einen hölzernen Balkon.

Durch die kleinen Fenster erhasche ich einen eingeschränkten Blick in die im Halbdunkel liegende "Große Stube". Man erkennt einen hölzernen Tisch mit grob gezimmerten Bänken, blank gescheuerte Holzdielen, ein Spinnrad und weiteres, spärliches Mobiliar. Es soll sich, so lese ich später im Internet, hierbei um das Originalmobiliar der ehemaligen Bergbauernfamilie Roßegger, handeln (Peter Roßegger änderte seinen Namen später in Rosegger, um Verwechslungen mit gleichnamigen Personen auszuschließen).
Ich gehe einmal rund um das Haus und versuche mir vorzustellen, wie das Leben um 1850 hier wohl gewesen ist. Die Stallungen neben dem Wohngebäude sind zugänglich, die Stalltüren unverschlossen. Drinnen stehen teilweise Futterraufen und ich versuche mir vorzustellen, wie die Roseggerkinder im Sommer bei ihren vier Ziegen in deren heugefüllten "Futterbarren" nächtigten und Peter, der Älteste unter ihnen, die Geschwister mit seinen Geschichten unterhielt.
Nachlesen kann man diese Episode in der Geschichte "Dreihundertvierundsechzig und eine Nacht".

Die Sonne nähert sich bereits dem Horizont, als ich mich nachdenklich auf den Rückweg mache. Gern hätte ich noch mehr Zeit hier oben verbracht. Und eines ist sicher: Ich komme wieder, aber dann im Sommer, wenn hier oben die Wiesenblumen blühen!


Die Verse Roseggers sind zeitlos

Das von mir vorgestellte Buch ist seinerzeit im Bertelsmann Buchclub erschienen, den es bekanntlich ja nicht mehr gibt, und so ist es heute allenfalls noch im Antiquariat erhältlich. Ich habe daher am Schluss dieses Beitrages zwei Hörbuchausgaben und ein gedrucktes Buch neueren Datum aufgeführt und mit entsprechenden Links versehen, über die man direkt zu den Produkten gelangt.
Die Geschichten aus Roseggers Waldheimat sind durchweg originell und anrührend. Sie schildern kleine Episoden aus Roseggers Kindheit und Jugend und lassen erahnen, wie beschwerlich und hart das Leben einer einfachen Bergbauernfamilie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewesen sein muss.
Die Geschichte "Als ich Christtagsfreude holen ging" ist eine der bekannteren aus dieser Sammlung, und ich lege sie den Lesern besonders an´s Herz.


Der Satz:

"Wie war ich so reich damals, als ich arm war!"  

charakterisiert Peter Rosegger als einen Mann, der zeitlebens, auch als er bereits wohlhabend war, von diesen Kindheitserinnerungen gezehrt hat, die ihn für das Leben geprägt haben.








 Als ich um Hasenöl geschickt wurde



Die Geschichten Peter Roseggers über sein Kindheit in der Waldheimat sind in vielen Ausgaben im Buchhandel und auch im Antiquariat erhältlich. Beispielhaft sind unten zwei Ausgaben aufgeführt:

https://www.amazon.de/S%C3%A4mtliche-Heimatgeschichten-Heimatgedichten-Peter-Rosegger-ebook/dp/B015T74VKS/ref=sr_1_17?ie=UTF8&qid=1484408147&sr=8-17&keywords=waldheimat+buch

Sämtliche Heimatgeschichten und Heimatgedichte                                            
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