Dienstag, 28. Juni 2022
TOLSTOI, Leo: Krieg und Frieden
Samstag, 30. April 2022
Rooch, Aeneas: Die Entdeckung der Unendlichkeit - Das Jahrhundert, in dem die Mathematik sich neu erfand: 1870 - 1970
Oder etwa nicht?
Aeneas Rooch ist studierter Mathematiker, Bestsellerautor und Wissenschaftsjournalist. Er vereint somit mathematische Fähigkeiten mit der Kunst, schwierige und teilweise durch sehr abstrakte Denkweisen erlangte mathematische Erkenntnisse anschaulich darzustellen.
Bei der Auswahl dieses Buches stellte sich mir zunächst die Frage:
Nun stellen Sie sich vielleicht die Frage: Wenn schon der Rezensent den Versuch unternehmen muss, zu begründen, warum man das Buch lesen sollte, kann dies dann als Empfehlung gelten?
Montag, 14. Februar 2022
Rutsch, Hans-Dieter: DER WANDERER. Das Leben des Theodor Fontane
Sonntag, 22. November 2020
Rüdiger Safranski: SCHILLER oder Die Erfindung des Deutschen Idealismus
| Rüdiger Safranski Bildquelle: Wikipedia Von Lesekreis - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=44312553 |
Rüdiger Safranskis Schiller-Biographie ist keine Neuerscheinung sondern gehört bereits seit Jahren zur Standardliteratur über Schiller. Das Buch, welches ich in einer dtv Taschenbuchausgabe besitze, hat lange darauf warten müssen, von mir gelesen zu werden. Die gegenwärtige Corona-Pandemie hat´s möglich gemacht: Auch mein Alltag wurde "entschleunigt" und so fand ich endlich Zeit und Muße, mich der Lektüre zu widmen. Und dies sei schon einmal gesagt: Zeit und Muße sind durchaus erforderlich, um das Werk zu lesen. Dies ist bedingt durch den Umfang, aber mehr noch durch den intellektuellen Anspruch. Wer sich daran wagt, den erwartet allerdings ein (anspruchsvolles) Lesevergnügen, das uns nicht nur das Werk sondern vor allem den Menschen Friedrich Schiller näher bringt.
Mittwoch, 30. Januar 2019
Sonntag, 15. Oktober 2017
Hansen, Dörte: Altes Land
Mit ihrem ersten Roman Altes Land gelang es der norddeutschen Autorin Dörte Hansen auf Anhieb, sich in die Herzen ihrer Leser zu schreiben.
Das Buch geriet auf Anhieb zum Bestseller, und dies ganz zu recht, wie ich meine.
Zugegeben: Das Buch stand ziemlich lange, einige Monate nämlich, in meinem Bücherregal und wartete zwischen etlichen anderen Neuerwerbungen darauf, endlich gelesen zu werden.
Manche Dinge brauchen eben Zeit.
Und manche Bücher muss man lesen, wenn der richtige Zeitpunkt dafür gekommen ist, nämlich wenn man sowohl die Zeit und Muße als auch die innere Aufgeräumtheit dafür hat.
Jedenfalls ist das bei mir so.
Dann hole ich meine noch ungelesenen Bücher (oder zumindest einen Teil davon) aus dem Regal und lege sie vor mich hin auf den Tisch, blättere mal in diesem, mal in jenem und lese ein paar Zeilen, wie sie mir beim zufälligen Aufschlagen der Seiten in die Augen springen.Dieses Ritual vor dem Beginn einer neuen Lektüre ist mir wichtig und weckte in mir die Lust darauf, gerade dieses Buch genau jetzt lesen zu wollen:
Altes Land.
Der Titel lässt mich eine alte deutsche Kulturlandschaft, an Obstbäume mit Steinobst, an alte, duftende Apfelsorten und dergleichen denken.
Dörte Hansen beschreibt die Landschaft, aber mehr noch die Menschen auf eine Art und Weise, die mich sofort, von der ersten Seite an, in ihren Bann gezogen hat:
Dies sind die ersten sechs Zeilen des Buches.
Und sind sie nicht schön?
Dörte Hansen gelingt etwas, was nur wenige Autoren schaffen:
Sie bezaubert mit ihrer Sprache und mit ihrem schnörkellosen, oft mit typisch norddeutsch - trockenem Humor gewürzten Schreibstil, der gleichzeitig so großartige Sätze hervorbringt wie die oben zitierten Zeilen.
Die unterschiedlichen Charaktere und deren Schicksale beschreibt die Autorin mit Herz und frei von Sentimentalitäten, aber immer mit treffender Sprache und so originell, dass man gar nicht aufhören möchte zu lesen. Mal mit spöttischem Humor, mal mit beißenden Spott, aber immer mit innerer Anteilnahme, springt sie jeweils von diesem zu jenem Charakter, erzählt uns deren Geschichten, die alle miteinander verwoben sind.
Sie charakterisiert dabei zutreffend und erweist sich als scharfe Beobachterin: Manchen ihrer Typen hat man, der Gedanke kommt einem zwangsläufig, doch auch schon mal "in Echt" getroffen, oder nicht?!
Dabei ist die Geschichte eigentlich eher tragisch als lustig:
Seit mehr als sechzig Jahren lebt Vera Eckhoff im Alten Land, ein Flüchtlingskind aus Ostpreußen, das niemals richtig angekommen ist. Bis eines Tages wieder zwei Flüchtende vor der Tür stehen: Veras Nichte Anne mit ihrem kleinen Sohn Leon … Das Überraschungsdebüt des Frühjahrs!
Altes Land erzählt in einer knorrigen Atmosphäre und mit trockenem Humor vom Kampf zweier Frauen mit ihrer Vergangenheit, die drei Generationen hat erstarren lassen. Von einer Romantisierung des Landlebens keine Spur. Und als Vera und Anne beginnen, das Haus wieder in Stand zu setzen, entwickeln die unangepassten Frauen eine neue Kraft, die alles in Bewegung bringt.... (Büchergilde Gutenberg)
Die Autorin:
Dörte Hansen wuchs in Högel im Amt Mittleres Nordfriesland auf, gesprochen wurde zuhause plattdeutsch. Ihre „erste Fremdsprache“ Hochdeutsch lernte sie in der Grundschule.
Nach dem Abitur 1984 studierte sie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Linguistik, Anglistik, Romanistik und Frisistik. 1994 wurde Hansen an der Universität Hamburg mit einer soziolinguistischen Arbeit über eine besondere Form der Zweisprachigkeit promoviert.
Dörte Hansen-Jaax lebte seit 2005 mit ihrer Familie in Steinkirchen (Altes Land)und seit 2016 wieder in Husum.
Nach einem Praktikum beim Magazin Merian arbeitete sie bis 2008 als Journalistin für mehrere Hörfunksender (NDR, WDR, SWR, hr, DLF) und verschiedene Zeitschriften, bis 2012 dann als festangestellte Kulturredakteurin bei NDR Info. Seither ist sie als freie Autorin tätig.
In ihrem ersten Roman Altes Land (2015) verarbeitete Dörte Hansen kritisch das Thema Heimat: Viele Stadtmenschen entdeckten für sich das Land als Sehnsuchtsort Heimat und zögen aufs Dorf. Sie unterlägen dabei ihrer Ansicht nach jedoch einem Irrtum, denn sie spielten nur Landleben, machten „Bauerntheater“. Diese Thematik verknüpft sie mit dem Schicksal der weiblichen Hauptfigur als heimatloser Nachkriegsflüchtling aus Ostpreußen im Alten Land. Das Buch wurde ein Bestseller und von den meisten Kritikern gelobt.Dörte Hansen: Altes Land
Roman
Schutzumschlag, Lesebändchen,
Leinen, Umschlaggestaltung Franziska Neubert,
288 Seiten.
Erschienen als Lizenzausgabe bei Büchergilde Gutenberg
Montag, 9. Oktober 2017
Greene, Graham: Der dritte Mann
"Der dritte Mann"
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| Szenenfoto: Orson Welles als Harry Lime |
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| Graham Greene |
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| Orson Welles |
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| Anton Karas 1906 - 1985 |
"Es ist mir fast unmöglich, ein Drehbuch zu schreiben, ohne zunächst eine Erzählung zu schreiben...[ ] Deshalb musste Der dritte Mann, obwohl nie zur Veröffentlichung vorgesehen, vor jenen offenbar unendlichen Verwandlungen von einer Fassung zur nächsten als Erzählung beginnen..."
Roman und Drehbuch entstanden also nacheinander, und das Drehbuch erfuhr in Zusammenarbeit mit dem Regisseur und dem Hautptdarsteller Orson Welles einige Veränderungen gegenüber der Romanvorlage: So wurde aus dem Briten Rollo Martins in der filmischen Umsetzung ein Amerikaner. Auch einige andere Details wurden verändert, insbesondere was das Ende betraf:
Im Roman marschieren Rollo Martins und Anna Schmidt nach der Beisetzung des Harry Lime Arm in Arm aus der Schlussszene, im Film geht sie an ihm vorüber, ohne ihn noch eines Blickes zu würdigen...
Man sieht somit, dass die kleinen Veränderungen wohl die filmischen Dramaturgie verstärken, aber nichts Grundlegendes an der Story verändern.
Die Büchergilde Gutenberg schreibt dazu:
Illustratorin Anna Siems setzt Greenes bekanntestes Buch eindrucksvoll in Szene. In ihren Sepia-Aquarellen werden Wahrzeichen und Untergrund der österreichischen Hauptstadt zur Kulisse eines düsteren Versteckspiels zwischen Licht und Schatten. Der dritte Mann ist ein beispielloses Zeitdokument der Nachkriegsgeschichte und verführt mit schwarzem Humor und erzählerischer Tiefe."
Die oben zitierte Buchbeschreibung der Büchergilde findet sich hier!
Die vom Autor erzielte erzählerische Dichte hinterlässt einen tiefen Eindruck beim Leser. Einmal mit dem Lesen begonnen, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe es an einem Sonntagnachmittag in einem Zug durchgelesen!
Roman, 208 Seiten
Illustrierte Edition der
Büchergilde Gutenberg
Lesebändchen, Leinen bedruckt
Preis für Mitglieder: 22,95
Auch erschienen bei:
Sonntag, 24. September 2017
Heinz Rein: Finale Berlin
entstand unmittelbar nach Ende des Krieges und ist deshalb ein authentisches Zeitzeugnis und ein packender Roman zugleich, der völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten ist.
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Finale Berlin:
Eine besonders schön gestaltete
Ausgabe der Büchergilde Gutenberg |
Ich denke an die noch heute in vielen Hausfassaden sichtbaren Einschusslöcher von Infanteriewaffen oder Granatsplittern, an die Ruine der Gedächtniskirche, an die Wände des Reichstagsgebäudes, auf denen noch heute die Graffitis russischer Soldaten sichtbar sind. Besonders auf den ersten Seiten: Vorfinale. Berlin April 1945 kommen in mir vage Assoziationen an Alfred Döblin´s Berlin Alexanderplatz auf, ohne dass ich explizit sagen könnte, warum.
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Berlin 1945
Quelle: Internet
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Heinz Rein
1906 - 1991
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In Heinz Rein´s Roman sehen wir die Welt nicht durch die Brille von inneren Bewusstseinszuständen und Reflexionen der Protagonisten.
Das Buch konfrontiert den Leser vielmehr sehr plastisch mit den Folgen von Nationalsozialismus, Krieg und Unterdrückung exemplarisch am Beispiel einiger ganz verschiedener Menschen, deren Wege sich in Oskar Kloses Kneipe in der Straße Am Schlesischen Bahnhof kreuzen und die sich dort zu einer Untergrundorganisation zusammenfinden, die das Regime der Nationalsozialisten bekämpft.
So erleben wir die gespenstische Atmosphäre jener letzten Kriegstage und Bombennächte im eingekesselten Berlin und werden konfrontiert mit den inneren Konflikten und psychischen Blessuren einer entwurzelten, politisch missbrauchten Jugend.
![]() Ullstein Paperback-Ausgabe |
Es ist zugleich die spannende Geschichte von Menschen, deren heimlicher Widerstand exemplarisch für den zivilen Ungehorsam jener unbekannten, vergessenen Minderheit ganz normaler Menschen steht, die sich in einer Zeit der Unterdrückung unter ständiger Lebensgefahr gegen die Unmenschlichkeit des nationalsozialistischen Regimes gestellt haben.
Heinz Rein: Finale Berlin
Montag, 27. März 2017
Peter Wohlleben: Das Seelenleben der Tiere
empfinden und sich selbst als Individuum wahrzunehmen, nicht allein dem Menschen, der sog. "Krone der Schöpfung", vorbehalten ist.
Im Internet gibt es zahlreiche Beiträge zu diesem Thema. Einige Links habe ich nachfolgend aufgelistet:
- Die Gefühle der Tiere
- Wissenschaftler erkennen an, dass Tiere Emotionen haben
- Freude und Trauer. Haben Tiere Gefühle?
- Focus: Forschung und Technik: Die Gefühle derTiere
Samstag, 25. Februar 2017
Johann Peter Hebel: Kalendergeschichten
Ein unverhofftes Wiedersehen verschafft uns dieser Beitrag gleich in doppelter Hinsicht, nämlich indem die gleichnamige Erzählung aus den "Kalendergeschichten" von Johann Peter Hebel (10.05.1760 - 22.09.1826) uns eine Wiederbegegnung mit diesem Autor ermöglicht.
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Ausgabe der Manesse Bibliothek,
erhältlich bei Amazon
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"In Falun in Schweden küsste vor gut fünfzig Jahren und mehr ein junger Bergmann seine junge hübsche Braut...".
Mit diesem Satz beginnt die wohl bekannteste Erzählung Peter Hebels, die von einem unverhofften Wiedersehen nach über 50 Jahren, von tragischem Verlust und von Liebe und Treue bis über den Tod hinaus handelt:
Wer war dieser Johann Peter Hebel, der uns hauptsächlich mit seinen "Kalendergeschichten" aus dem "Rheinischen Hausfreund" sowie mit seinen mundartlichen "allemannischen" Gedichten in Erinnerung ist?
Johann Peter Hebel war ein deutscher Pädagoge und Theologe, der mit seinen in allemannischer Mundart verfassten Gedichten bekannt wurde. Ab 1803 verfasste er für den "Badischen Landkalender" und später für den "Rheinischen Hausfreund" seine berühmten Kalendergeschichten, darunter viele Anekdoten, lustige und auch tiefsinnige Begebenheiten. 1815 kam es wegen seiner Geschichte Der fromme Rat zu einem Eklat mit den Katholiken. Hebel trat in der Folge als Redakteur des Rheinischen Hausfreunds zurück.
Hebel starb im Jahre 1826 während einer Dienstreise in Schwetzingen, wo er auch seine letzte Ruhestätte fand.
Seine Kalendergeschichten sind eine bunte Sammlung kurzweiliger Erzählungen,
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Taschenbuchausgabe
erschienen 2014 bei
Klöpfer & Meyer,
Tübingen
Peter Meinhardt liest Kannitverstan
Johann Peter Hebel
Kalendergeschichten
Verlag Klöpfer & Meyer, Tübingen
Taschenbuch, 287 Seiten
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Auch wenn sich das heute geändert haben sollte: Lesenswert sind sie immer noch, denn sie sind unterhaltend und geben uns neben dem Vergnügen eines vergnüglichen Leseerlebnisses auch Einblicke in das Leben und in die Lektüre der einfachen Menschen Anfang des 19. Jahrhunderts.
Die Kalendergeschichten sind bei Audible auch als Hörbuch erhältlich.
Sonntag, 15. Januar 2017
Peter Rosegger: Waldheimat
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Peter Rosegger (1843 - 1918) um 1888
Bildquelle: Wikipedia
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"i g a i k schul, kann eh lesn, un schreibn a !"
Dieser scherzhaft verkürzte Satz in steirischer Mundart, der sich mir erst auf den zweiten Blick erschloss, steht in großen Buchstaben mit weißer Kreide auf einer alten Schiefertafel geschrieben, welche in einem ehemaligen Klassenzimmer der Waldschule in Alpl bei Krieglach steht.
In diesen Worten steckt viel Wahrheit:
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Peter Rosegger
Bildquelle: Internet
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Peter Rosegger verfügte am 31. Dezember 1901:
In der Schule wurden bis in die 1970´iger Jahre hinein unterrichtet. Zum Schluss gab es noch 2 Schüler, die aber bald in eine andere Schule wechseln mussten. Nach der Schließung wurde die Schule renoviert und beherbergt seit 1982 ein Museum. Besichtigen kann man u.a. ein original erhaltenes Klassenzimmer mit den originalen Schulbänken von 1902. Die Metallbeschläge an den Tischen, in welche die Tintenfässchen eingestellt wurden, tragen Gravuren, aus denen hervorgeht, dass die Möbel aus Berlin stammen:
Besonders berührend aber sind zahlreiche historische Fotos an den Wänden, die
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Zeitgenössische Aufnahme des Kluppeneggerhofs
Bildquelle: Internet
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Der "Kluppeneggerhof" ist jetzt, Anfang Januar, nicht für Besichtigungen geöffnet. Infolgedessen begegnet mir auch kaum eine Menschenseele auf meiner Wanderung:
Ich gehe einmal rund um das Haus und versuche mir vorzustellen, wie das Leben um 1850 hier wohl gewesen ist. Die Stallungen neben dem Wohngebäude sind zugänglich, die Stalltüren unverschlossen. Drinnen stehen teilweise Futterraufen und ich versuche mir vorzustellen, wie die Roseggerkinder im Sommer bei ihren vier Ziegen in deren heugefüllten "Futterbarren" nächtigten und Peter, der Älteste unter ihnen, die Geschwister mit seinen Geschichten unterhielt.
Nachlesen kann man diese Episode in der Geschichte "Dreihundertvierundsechzig und eine Nacht".
Die Sonne nähert sich bereits dem Horizont, als ich mich nachdenklich auf den Rückweg mache. Gern hätte ich noch mehr Zeit hier oben verbracht. Und eines ist sicher: Ich komme wieder, aber dann im Sommer, wenn hier oben die Wiesenblumen blühen!
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| Die Verse Roseggers sind zeitlos |
Die Geschichten aus Roseggers Waldheimat sind durchweg originell und anrührend. Sie schildern kleine Episoden aus Roseggers Kindheit und Jugend und lassen erahnen, wie beschwerlich und hart das Leben einer einfachen Bergbauernfamilie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gewesen sein muss.
Die Geschichte "Als ich Christtagsfreude holen ging" ist eine der bekannteren aus dieser Sammlung, und ich lege sie den Lesern besonders an´s Herz.
Der Satz:
"Wie war ich so reich damals, als ich arm war!"
charakterisiert Peter Rosegger als einen Mann, der zeitlebens, auch als er bereits wohlhabend war, von diesen Kindheitserinnerungen gezehrt hat, die ihn für das Leben geprägt haben.
als Kindle-Edition bei Amazon: 0,49 Euro! Als ich noch der Waldbauernbub war
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Hier geht´s zum Hörbuch von audible
Hinweis: Alle verwendeten Fotos sind gemeinfrei oder stammen vom Verfasser



























