Es sind nicht viele Menschen, die wir in diesem Buch kennenlernen. Da ist Rute. Sie hat ihre Schwester vor zehn Jahren verloren. Keiner weiss, wo sie abgeblieben ist. Der Leser erfährt es, Rute erfährt es nicht. Dinas und Rutes Mutter sitzt im Gefängnis. Und ihr Mann Stefans stammt aus reichem Elternhaus. Im Gegensatz zu Rute und Dina.
Rute kennt ihren Vater nicht. Als dieser stirbt, fährt sie an diesen Fluss, da, wo das Haus steht. Einfach. Das Wasser holt sie vom Fluss. Nicht weit entfernt lebt Matilde mit Lūkaas. Matilde ist schwanger, bevor Niklāvs auf die Welt kommt, drückt sie Rute den kleinen Lūkaas in die Hand. Die beiden Jungs haben keinen Vater, dafür aber den bärenstarken Kristofs, den Bruder von Matilde. Der aber fährt zur See. Jetzt muss Rute lernen, wie man einem Knirps den Popo abwischt. Rute ist sechunddreißig und hat keine Kinder.
So ist Rute nicht so allein. Kristofs kannte den alten Jūle. Der hatte dem kleine Kristofs einst viel beigebracht. Im Haus gibt es Bücher...
