Dienstag, 14. November 2023

Segev, Tom: Die ersten Israelis


Was ist schon wieder los in diesem Palästina? Mit dem 7. Oktober zwingt die HAMAS (und der islamische Dschihad, von dem selten gesprochen wird) die Regierung Israels zu einem neuen Militärschlag - nun gegen die Komandozentralen in Gaza.
 
Ich nehme dies als Anlass für mehrere Beiträge zum Thema und will nicht verhehlen, dass meine Sympathie bei des Israelis liegt. Hier. Jetzt. Unbedingt. Aber nicht ausschließlich. Warum, das werden wir hier auch sehen. In alten und neuen Texten, in älteren und aktuellen Büchern. Bisher Gesammeltes findet sich hier...

Montag, 13. November 2023

Scherz, Oliver: Sieben Tage Mo

 

Mo ist Mo. Unberechenbar und unaufhaltsam. Er macht, was er will, und sagt, was ihm in den Kopf kommt. Mit ihm kann man Verrücktes erleben. Und manchmal wäre Karl gern so wie er, so sorglos, so ungehemmt. Oft aber nervt es ihn auch, sich um seinen Bruder kümmern zu müssen, der eine geistige Behinderung hat. Ständig ist er für ihn verantwortlich, gefühlte sieben Tage die Woche. Am liebsten möchte Karl sich freimachen von allem, einfach mit dem Rad durch die Gegend fahren. Oder Nida treffen, die er immer interessanter findet. Um sie zu sehen, lässt er Mo für ein paar Stunden allein. Als er nach Hause zurückkehrt, ist sein Bruder verschwunden… (Verlagsbeschreibung)

DNB / Thienemann-Esslinger / 2023 / ISBN 978-3-522-18648-3 / 176 Seiten










Und noch ein Buch, das ich als Rezensionsexemplar über NetGalley erhalten habe - wieder einmal ein herzliches Dankeschön dafür! Diesmal fiel meine Wahl auf ein Kinderbuch mit einer besonderen Thematik - vielleicht fiel es mir auch aufgrund meines Berufes ins Auge, wer weiß. Ich war jedenfalls sehr gespannt, wie der Autor das Thema angehen würde. Wie mir die Umsetzung gefiel, könnt ihr gerne hier nachlesen:


Sonntag, 12. November 2023

ABC-Challenge 2024

 



Veranstaltet wird diese Challenge von Zeit für neue Genres.

Zeitraum: 01.01.2024 – 31.12.2024

 

 

Samstag, 11. November 2023

Sakulowski, Rolf: Das Elisabeth-Rätsel

Thüringen birgt viele Geheimnisse. Erzählt man sich. Berge, Stollen, verschüttete Bergwerke, älter als die Nazizeit, nein, um diese geht es nicht und auch nicht um das Bernsteinzimmer. Hoch droben auf der Wartburg schrieb lange vor einem gewissen Luther eine Frau Geschichte, die später heilig gesprochen wurde, denn die ehemalige Landgräfin Elisabeth von Thüringen war ein „Sinnbild tätiger Nächstenliebe“.

Über sie schrieb Rolf Sakulowski, der hier schon mal wegen VERLORENWASSER erwähnt wurde. Eigentlich schreibt er im Elisabeth-Rätsel ja weniger über die ehemalige ungarische Prinzessin, sondern über den Historiker Jonas, dessen Profession es ist, alte Geschichten als Detektiv auszugraben, er wohnt und arbeitet am schönsten Platz in Erfurt, an der Krämerbrücke.
 

Freitag, 10. November 2023

Knecht, Doris: Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe

 

Sie ist die Tochter, die stets unsichtbar war neben ihren braven, blonden Schwestern. Sie ist die alleinerziehende Mutter, die sich stets nach mehr Freiheit und Unterstützung sehnte. Sie ist die Überempfindliche, die stets mehr spürte als andere. Sie ist jemand, der Veränderungen hasst. Doch irgendetwas muss geschehen. Denn ihre Kinder sind im Begriff auszuziehen, und sie muss sich verkleinern, ihr altes Leben ausmisten, herausfinden, was davon sie behalten, wer sie in Zukunft sein will. Wie ist es, wenn das Leben noch einmal neu anfängt? Doris Knechts neuer Roman ist die zutiefst menschliche und intime Selbstbefragung einer Frau, die an einem Wendepunkt steht. Sie versucht, die Wahrheit über sich selbst herauszufinden. Und zugleich weiß sie, dass ihr das niemals gelingen wird. (Verlagsbeschreibung)

DNB / Hanser Literaturverlage / 2023 / ISBN 978-3-446-27803-5 / 240 Seiten









Ein Buch, dessen Titel mir ins Auge fiel - wer denkt sich so was nur immer aus? Und NetGalley war dann mal wieder der freundliche Vermittler - herzlichen Dank einmal mehr für das Rezensionsexemplar! Von Doris Knecht kenne ich bislang noch keinen anderen Roman. Aber - und so viel nehme ich hier jetzt mal vorweg - auch wenn mich dieser hier mit dem besonderen Titel nicht rundum überzeugen konnte: neugierig geworden bin ich jetzt doch schon. Mehr zu alldem könnt Ihr hier nachlesen:

Donnerstag, 9. November 2023

Günther, Ralf: Winterherz

Die Geschichte ist kurz erzählt. Wilhelm, ein vierzehnjähriger Junge aus Berlin, wird von der Kardiologie der Charité in ein Sanatorium im Osterzgebirge, nach Bad Gottleuba überwiesen. Da er öfter schlapp macht und blaue Lippen bekommt, vermutet man einen Herzfehler. Das Sanatorium ist so ein kardiologisches, und die Kinder, die dahin kommen, haben oft nicht mehr lange zu leben.

Wilhelm, den seine Mutter mit einem Wartburg-Taxi an diesen Ort bringt, was irre teuer und zu DDR-Zeiten genauso unüblich war wie heute, trifft dort auf Ilona, eine Lehrschwester. Mann ist, die „Knorke“, würde vielleicht der Berliner sagen, aber der Autor stammt ja aus Köln und ist Wahl-Sachse...

Dann kommen die anderen Jungs und wir erleben eine Jungsgeschichte, die Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen ansprechen wird. Mädchen gibt es keine, die kommen damals abwechselnd für jeweils sechs Wochen. Aber Wilhelm war ja der Erste, einige Wochen vor Weihnachten im Jahre 19.. , und diese Ilona scheint ihn zu mögen. Unter den Jungs gibt es den Büchernarren, den etwas älteren Edgar mit einem Bild seiner Verlobten auf dem Nachtschrank und jeder Junge hat natürlich einen anderen Tick, jeder ist auch anders schwer krank.

Mittwoch, 8. November 2023

Kafka, Franz: Forschungen eines Hundes / Der Bau

Kafka, Franz. 1883 – 1924. Oft hat er es bisher nicht geschafft in unseren Blog. Anne Parden schrieb 2015 über seinen BRIEF AN DEN VATER. Sie bemerkte dazu, dass der Diskurs zwischen Vater und Sohn dem Leser vor Augen führen könnte, was Kafkas Erzählungen und den drei Romanfragmenten zugrunde läge. Es wäre ein beunruhigender aber aufschlussreicher Einblick gewesen.

An Franz Kafka hatte ich mich gelegentlich versucht. Der schmale Band EIN LANDARZT mit kleinen Erzählungen, den ich einst in Prag erworben hatte, steht auch nur „angelesen“ im Regal. Jetzt begegnete mir Kafka im zehnten Band der aufmerksamen Bloglesern bekannten Reihe Perlen der Literatur. Langsam steige ich dahinter. Zumindest, was es bedeutet, wenn einem Text das Prädikat „kafkaesk“ erteilt wird.

„Kafkaesk“, schreibt Charlotte Ückert im Vorwort des bekannt schönen Buches der Perlenreihe, ist ein Text, wenn „Absurditäten bis in die kleinste Gedankenzelle reicht.“ Dies würde man beim Lesen der Erzählung FORSCHUNGEN EINES HUNDES erfahren können. 

Dienstag, 7. November 2023

Boie, Kirsten: Thabo, Detektiv & Gentleman Bd. 1 - Der Nashorn-Fall

 

Der wahre Gentleman ist immer ein Junge der Tat: Thabo will eines Tages ein echter Gentleman werden. Oder noch besser: ein Privatdetektiv wie im Film. Dumm nur, dass es im afrikanischen Örtchen Hlatikulu noch nie einen Kriminalfall gab. Doch dann wird im angrenzenden Safaripark ein Nashorn wegen seines kostbaren Horns ermordet. Und ausgerechnet Vusi, Thabos Onkel, gerät in Verdacht. Und weil Onkel Vusi nicht gerade ein schnelles Gehirn besitzt, liegt es an Thabo und seinen Freunden, den wahren Nashorn-Mörder aufzuspüren. - Thabo von Kirsten Boie ist ein unterhaltsamer Kinderkrimi vor exotischer Kulisse. (Verlagsbeschreibung)
 
 
DNB / Verlagsgruppe Oetinger/ 2016 / ISBN 978-3-7891-2033-6 / 304 Seiten
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Was soll ich sagen? Wieder war es besagte Jahreschallenge, die mich zu einem Buch greifen ließ - diesmal zu einem Kinderbuch, das im kleinen Königreich Eswatini spielt. Wo? Ähm, nie gehört. Doch bekannte virtuelle Suchmaschinen verrieten mir, dass ich die Umbenennung von Swasiland 2018 wohl nicht mitbekommen hatte. So was. Wieder was gelernt. Kirsten Boie ist ja eine rennomierte Kinderbuchautorin, und da kann man kaum etwas verkehrt machen, wenn man zu einem ihrer Bücher greift. Oder? Lest selbst:

 

Montag, 6. November 2023

Kling, Marc-Uwe: Das Klugscheißerchen (Hörbuch)

 

Tina und Theo Theufel sind geschlagen mit Eltern, die keinen Hund haben, aber ständig Rote Bete essen wollen. Außerdem wissen sie immer alles besser. Also die Eltern. Die Kinder auch. Der Apfel fällt schließlich nicht weit vom Stamm. Aber Theo und Tina geben wenigstens zu, dass sie Klugscheißer sind. Mama und Papa streiten es ab. Das ist natürlich absolut lächerlich. Vor Kurzem sind die Theufels umgezogen in ein altes Haus mit einem Dachboden voller Abenteuer. Obwohl Spielen auf dem Dachboden nicht gerne gesehen ist, machen Tina und Theo nichts lieber als das. Und außerdem machen die Kinder auf dem Dachboden eine seltsame Entdeckung: In einer Bücherkiste haust ein kleines Männchen mit großer Klappe. Ein waschechtes Klugscheißerchen, das behauptet, nur für seinesgleichen sichtbar zu sein! (Verlagsbeschreibung)

DNB / Hörbuch Hamburg / 2023 / ISBN: 978-3-7456-0478-8 / 29 Minuten




Ich hab gerade mal nachgeschaut - natürlich ist Marc-Uwe Kling für uns kein Unbekannter. Aber tatsächlich hat nur Uwe hier bisher Qualityland I und II besprochen, dagegen hat es das berühmte kommunistische Känguru noch nicht hier in den Blog geschafft. Wie das? Mal sehen, ob das noch nachgeholt wird... Jetzt soll es aber um dieses neueste Kinderbuch des versierten Stand-up-Comedian gehen - und natürlich handelt es sich auch diesmal wieder um eine Autorenlesung. Hier griff ich spontan zu, als sich mir über NetGalley die Möglichkeit bot, das Hörbuch herunterzuladen. Lest selbst, wie es mir mit dem kurzen Hörerlebnis erging:

 

Sonntag, 5. November 2023

Kincaid, Jamaica: Annie John

In ihrem ersten Roman erzählt Jamaica Kincaid von einem Mädchenleben. Annie, die Heldin des Romans, ebenso liebebedürftig wie grausam, eine furchtlose Träumerin, die Lügen erfindet, um Wirklichkeit und Traumwelt in Einklang zu bringen, wächst auf einer kleinen Insel in der Karibik heran, bis sie mit siebzehn Jahren nach England geht. Überschattet und erleuchtet zugleich wird diese Zeit von einer über alles geliebten, königlich dominierenden Mutter. Ein Ablösungsprozess beginnt. Immer wieder umkreist Jamaica Kincaid das Verhältnis Mutter und Kind, diese Beziehung aus Nähe und Distanz, aus Vertrauen und Skepsis. Ein Roman wie eine Expedition zum Ursprung elementarer Gefühle. (Verlagsbeschreibung) 

 

DNB / S. Fischer Verlage (Antiquariat) / 2001 / ISBN 978-3-596-14962-9 / 160 Seiten





In diesem Jahr komme ich aufgrund einer Challenge buchmäßig viel in der Welt herum. Es ist schon schwierig, für manche Länder ein passendes Buch zu finden. Für Antigua und Barbuda z.B., die Inseln in der Karibik an der Grenze zum Atlantik, gibt es da im Deutschen nicht so viel Auswahl. Dieser Roman jedoch spielt dort, und ich habe mich gefreut, als ich darauf stieß. Zufällig ist dies auch das Debüt der Autorin, die seither noch viele andere Werke veröffentlicht hat. Seit Jahren steht Kincaids Name auf den Listen der potenziellen Kandidat:innen für den Literatur­nobelpreis. Und doch ist dies das erste Mal, dass ich auf diesen Namen gestoßen bin. Wie mir ihr Debüt gefallen hat, könnt Ihr gerne hier nachlesen!