Gaea Schoeters’ Roman ist ein „ethischer Mindfuck“ (Dimitri Verhulst) –
provokant, radikal und eine erzählerische Ausnahmeerscheinung. Am Ende
bleibt die Frage: Was ist ein Menschenleben wert?
Gaea Schoetersʼ preisgekrönter Roman ist von einer außerordentlichen
erzählerischen Wucht. Die Tiefenschärfe, mit der sie die Geräusche und
Gerüche der Natur beschreibt, lässt einen sinnlich erleben, was einen
moralisch an die Grenzen zwischen Richtig und Falsch führt.
Hunter,
steinreich, Amerikaner und begeisterter Jäger, hatte schon fast alles
vor dem Lauf. Endlich bietet ihm sein Freund Van Heeren ein Nashorn zum
Abschuss an. Hunter reist nach Afrika, doch sein Projekt, die Big Five
vollzumachen, wird jäh von Wilderern durchkreuzt. Hunter sinnt auf
Rache, als ihn Van Heeren fragt, ob er schon einmal von den Big Six
gehört habe. Zunächst ist Hunter geschockt, aber als er die jungen
Afrikaner beim flinken Jagen beobachtet… (Verlagsbeschreibung)
DNB / Zsolnay / 2024 / ISBN 978-3-552-07388-3
/ 256 Seiten
Wow. Dieser Roman hat es in sich - selbst Wochen, nachdem ich ihn gelesen habe (wieder einmal im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin), arbeitet er nach und fördert sofort wieder das Unbehagen zutage, das mich während des Lesens beschlich. Mein Kurzmeinung dazu: Eine
moralisch-ethische Grenzwanderung, ein Roman von radikaler Konsequenz,
der einen aus der eigenen Komfortzone heraustreibt. Verlangt einem alles ab, ist aber unbedingt lesenswert! Mehr dazu gibt es hier: