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Samstag, 15. Juni 2024

Graver, Elizabeth: Kantika

 

Rebecca Cohen genießt als Tochter eines sephardischen Unternehmers die Privilegien der Istanbuler Oberschicht. Doch als sich in den 1920er-Jahren die Stimmung in Europa verdüstert, beginnt für sie eine jahrelange Odyssee, die sie über Barcelona und Havanna bis nach New York führt. Auf ihrer Flucht wird Rebecca, kaum Ehefrau und Mutter, zur Witwe, muss ihre Eltern zurücklassen, um ihren Kindern eine Zukunft zu bieten, und ihr Schicksal einem Mann anvertrauen, den sie nur aus Briefen kennt. Doch an jeden neuen Ort trägt sie ihre Erinnerung und ihre Lieder und baut sich daraus gegen alle Widerstände eine neue Heimat. Kantika (»Lied«) ist eine eindringliche, lyrische Erzählung über Identität und Exil und eine inspirierende Geschichte weiblicher Resilienz, mit der Elizabeth Graver ihrer Großmutter Rebecca Cohen ein Denkmal setzt. (Verlagsbeschreibung)

DNB / mare / 2024 / ISBN 978-3-86648-710-9 / 368 Seiten
 
 

 

Erneut ein Roman, den ich im Rahmen einer Leserunde bei Whatchareadin lesen durfte - auch an dieser Stelle dafür meinen herzlichen Dank an den Verlag! Historische Romane lese ich ja eher selten, über die Verfolgung von Juden im 20. Jahrhundert dagegen schon eher. Daher entschied ich mich hier für die Teilnahme an der Leserunde. Ob mir der Roman dann auch gefallen hat? Das könnt Ihr hier nachlesen:
 

Montag, 31. Juli 2023

Demirtaş, Selahattin: Kaltfront

Wenn ein Vater das Gesetz schützen soll, doch stattdessen das größte Unrecht geschehen lässt. Wenn sich ein Mann bei dem Versuch, sein Leben zu bestreiten, durch sein Schweigen schuldig macht. Wenn ein Kind in einer Gesellschaft aufwächst, in der Mitgefühl bestraft wird.

Die beinahe märchenhaft anmutenden Kurzgeschichten in »Kaltfront« blicken tief in die Seele der Türkei. Mitfühlend und liebevoll erzählt Demirtaş von den Ärmsten der Gesellschaft: den Hilfsarbeitern, den Busfahrern, den Straßendieben – sie alle eint der Wunsch nach einem glücklichen Leben und die schiere Ausweglosigkeit ihrer Situation.

(Verlagsbeschreibung)

 

DNB / Penguin Verlag / 2023 / ISBN: 978-3328601579  / 160 Seiten



An dieser Stelle möchte ich mich zunächst bei Whatchareadin und dem Penguin Verlag bedanken für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Kurzgeschichten im Rahmen einer Leserunde zu lesen, ist noch einmal eine ganz andere Herausforderung - aber sie wurde gemeistert. Teilweise wurde wieder sehr kontrovers diskutiert, manchmal gab es aber auch Denkanstöße, die das eigene Erleben der Geschichten etwas veränderten. Literatur aus der Türkei - hier im Blog eher eine Seltenheit. Mein letzter Beitrag dazu datiert wohl aus dem Jahr 2015: Der halbe Mond von Hasan Cevat Cobanli. Bei diesem Buch nun sorgte bereits die Widmung bei mir für Gänsehaut. Wie es mir ansonsten mit den Erzählungen erging, könnt Ihr hier nachlesen:


Samstag, 16. April 2022

Aydemir, Fatma: Dschinns

Dreißig Jahre hat Hüseyin in Deutschland gearbeitet, nun erfüllt er sich endlich seinen Traum: eine Eigentumswohnung in Istanbul. Nur um am Tag des Einzugs an einem Herzinfarkt zu sterben. Zur Beerdigung reist ihm seine Familie aus Deutschland nach. Fatma Aydemirs großer Gesellschaftsroman erzählt von sechs grundverschiedenen Menschen, die zufällig miteinander verwandt sind. Alle haben sie ihr eigenes Gepäck dabei: Geheimnisse, Wünsche, Wunden. Was sie jedoch vereint: das Gefühl, dass sie in Hüseyins Wohnung jemand beobachtet. Voller Wucht und Schönheit fragt „Dschinns“ nach dem Gebilde Familie, den Blick tief hineingerichtet in die Geschichte der vergangenen Jahrzehnte und weit voraus. (Klappentext)
 
 
 
 
 
 
 
 
 
  • Herausgeber ‏ : ‎ Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; 2. Edition (14. Februar 2022)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 368 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3446269142
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3446269149
 
 
 
 
Bei dem ganzen Hype um diesen Roman war ich ehrlich gesagt lange unschlüssig, ob ich ihn wirklich lesen wollte. Oft genug schon erging es mir mit solch gehypten Romanen nämlich nicht so gut. Doch als ich bei Lovelybooks eine Leserunde zu diesem Titel entdeckte, bewarb ich mich schließlich doch um ein Exemplar - und erhielt freundlicherweise den Zuschlag. Die Leserunde entpuppte sich als sehr lebendig und diskussionsfreudig, und einige Aspekte wurden mir erst durch die Anmerkungen anderer Teilnehmer deutlich. Aber eigentlich steht und spricht der Roman durchaus für sich selbst. Wie es mir letztlich damit erging, könnt Ihr gerne hier nachlesen: