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Mittwoch, 12. Juni 2024

Ein Besuch bei Josef Ignacy Kraszewski

Ein Besuch bei einem polnischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts
, der den Sachsen irgendwie ans Herz gewachsen ist, weil er mal eine Trilogie geschrieben hat, die eigentlich sogar eine Pentalogie sein müsste. Zu Besuch sind wir im Kraszewski-Museum in der Nordstraße in der Dresdner Neustadt, nicht weit entfernt vom Alaunplatz.

Man hat gleich den Eindruck von einem weiter östlich gelegenem Häuschen. Wir betreten eine grüne Ruhe-Oase unmittelbar an der Prießnitz gelegen, Nebenflüsschen der Elbe, die durch den Dresdner Norden mäandert.

Seit 1863 in Dresden hat Josef Ignacy Kraszewski von 1873 – 1879 in diesem Teil der Stadt gelebt. Kraszewski, 1812 in Warschau geboren und 1887 in Genf verstorben, war ein vielseitiger Mensch und gilt als polnischer Nationalheld. Als Maler, Musiker und Schriftsteller war er unterwegs und erfolgreich. 

Erfolgreich heißt auch, dass er ziemlich vermögend war, andernfalls hätte er sich nicht für 20000 Taler Kaution aus preußischem Gefängnis „freikaufen“ und in die Schweiz emigrieren können. War es in früheren Jahren das zaristische Russland, dass ihn nach dem Januaraufstand 1863 in Warschau wohl gern nach Sibirien verbannt hätte, wird der sächsische Staatsbürger (seit 1869) im Jahre 1883 angeklagt, für die Franzosen spioniert zu haben.

Mittwoch, 29. Mai 2024

Auf den Spuren von Hans Fallada


Schon lange hatte ich vor, einen Ausflug in die Feldberger Seenlandschaft unternehmen und mich auf die Spuren von Rudolf Wilhelm Friedrich Ditzen (1893 - 1947), alias Hans Fallada begeben. Dort, in der Abgeschiedenheit auf einem Grundstück im kleinen Dorf Carwitz, überlebte er den Krieg, er der doch allen Grund gehabt hätte gleich anderen zu emigrieren. 

Im Bücheregal steht so einiges rum, was von Fallada stammt, wobei das "Nachlesen" der filmischen Umsetzungen von Wolf unter Wölfen und Kleiner Mann was nun?. Nun staune ich im Museum über den "Vielschreiber". Es ist noch nicht lange her, da stieß ich beim Lesen über die Landes-, Heil- und Pflegeanstalt in Mecklenburg am Domjüchsee auf den Namen den Romanciers, denn einer der leitenden Ärzte, Dr. Johannes Hecker, behandelte Fallada in der Neustrelitzer Strafanstalt, in der der Alkoholiker und psychisch anfällige Dichter einsaß. Vielleicht verhinderte dessen Gutachten Falladas Einweisung in ein Konzentrationslager. Es handelte sich demnach um ein Gerücht, dass Ditzen in der "Landesirrenanstalt" einsaß.