Sonntag, 29. Dezember 2019

Leon, Donna: Stille Wasser (BR26)

Es ist amtlich: am 25.12.2019 sahen wir die letzte Folge der ARD-Produktion in Sachen Commissario Brunetti. Die Fan-Gemeinde ist am Boden zerstört.  Uwe Kokisch erklärt sich zum Schluss der Serie.

Annett Renneberg sagt ungefähr im Video, man müsse das ja nun nicht soweit treiben, dass sie den geliebten Commissario im Rollstuhl vor sich her schiebt, kaum noch Zähne im Mund und hinten an der Wand hängt Vice Questore Patta in Öl. 

Und in der Tat sind alle älter geworden. Michael Degen, den den Patta gab, ist über 80 und Brunettis Kinder viel zu alt um noch zu Hause zu wohnen. Dem Sohnemann (Raffaele „Raffi“ Brunetti: Patrick Diemling) sieht man das richtig an, während Chiara (Laura-Charlotte Syniawa) vielleicht ebenso wie Paola (Julia Jäger) weiter machen könnte. Brunetti, also Uwe Kokisch ist aber schon eine Weile im echten Rentenalter. 

Samstag, 28. Dezember 2019

Mytting, Lars: Die Tankstelle am Ende des Dorfs

Dieser Roman, den ich im Rahmen einer Leserunde bei Lovelybooks lesen durfte, ist eines der zahlreichen Beispiele dafür, wie sehr Klappentexte in die Irre führen können, weil sie falsche Erwartungen schüren.

Auf den Autor war ich schon lange neugierig, weil seine Romane "Die Birken wissen's noch" und "Die Glocke im See" so hochgelobt werden. Begeistert stürzte ich mich daher auf die Lektüre - und stutzte erst einmal, als ich entdeckte, dass dieser Roman das Debüt des Autors ist. Und dass er unter anderem Titel bei einem anderen Verlag bereits vor Jahren schon einmal in Deutschland erschienen ist. Was es abgesehen von diesen Irritationen noch zu dem Roman zu sagen gibt, könnt Ihr hier lesen:



Freitag, 27. Dezember 2019

Engel, Georg: Claus Störtebeker


Er ist ein bekannter Mann, der Klaus Störtebecker, Admiral der Fratres Vitaliensis, der Vitalienbrüder, Likedeeler (Gleichteiler) genannt.  Der Legende nach ein Seeräuber, der Robin Hood ähnlich meinte, für seine den armen Schichten entstammenden Mannschaften ein Auskommen als Bauern zu schaffen und damit der Kaperei und Seeräuberei entsagen zu können. So wird die Geschichte auch in diesem Roman erzählt.  Ein tatkräftiger, charismatischer riesenhafter Held wird hier gezeichnet. Armer Fischersohn, vielleicht ein Ableger eines Adligen auf Rügen, wird ihm vom Magister Wichmann die Welt erklärt, die er dann als ungerecht empfindet. Gemeinsam mit Gödeke Michel, Hennig Wichmann und Magister Wigbold führt er die Schwarzflaggenflotte gegen die Dänenkönigin Margarete an. Er wird scheitern…


Die Legende erzählt, dass er bei seiner Hinrichtung in Hamburg den Wunsch äußerte, nachdem sein Kopf gefallen sei, an seinen Getreuen vorbeigehen wollte und jeden, den er erreicht soll das Leben geschenkt werden. Ein Henkersknecht stellt ihm dann ein Bein. Und das Versprechen wurde gebrochen.

Donnerstag, 26. Dezember 2019

Haig, Matt: Ich und der Weihnachtsmann (Hörbuch)

Nachdem mir die vorherige Folge so gut gefallen hat, war klar, dass ich dieses Hörbuch gleich im Anschluss hören würde...

Irgendwie ist das ganze allerdings eine Trilogie, doch Band eins ist mir bislang noch nicht untergekommen. Das Hörvergnügen hebe ich mir aber wohl auch fürs kommende Jahr auf - ebenso wie das Weihnachtsbuch, das mich als Geschenk erreichte. Eine To-Do-Liste also für die kommende Weihnachtszeit. Doch nun erst einmal zu diesem Hörbuch:

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Haig, Matt: Das Mädchen, das Weihnachten rettete (Hörbuch)

Matt Haig ist hier im Blog kein Unbekannter. Ich habe vor einiger Zeit bereits seine Werke "Ich und die Menschen" sowie "Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben" vorgestellt - beides Romane für Erwachsene. Dass er auch für Kinder schreibt, habe ich erst in diesem Jahr entdeckt...

Matt Haig, eine Weihnachtsgeschichte und Rufus Beck - eine herrliche Kombination. Tatsächlich hat mir das Hörerlebnis sehr gut gefallen. Weshalb, könnt Ihr hier nachlesen:

Dienstag, 24. Dezember 2019

Günther, Ralf: Eine Kiste voller Weihnachten

Ein Mädchen irrt durch Dresden. Es hat seine Mutter begleitet, die auf die Entbindung eines weiteren Geschwisterchen wartet. Nur in der großen Stadt, hofft der Vater, kann seiner Frau geholfen werden. Um 1890 dauert es noch, bis man in Dresden ankommt mit dem Pferdewagen. Jetzt schicht die Mutter das Mädchen zurück. Es ist Weihnachten...


























Montag, 23. Dezember 2019

Poschenrieder, Christoph: Der unsichtbare Roman

Vor nahezu vier Jahren stellte ich hier im Blog bereits einen Roman von Christoph Poschenrieder vor: Das Sandkorn. Da ich seinerzeit von diesem Werk so angetan war, beschloss ich mich an der Leserunde bei Whatchareadin zu dem neuesten Roman des Autors zu beteiligen. Freundlicherweise wurde den Teilnehmern dafür ein Exemplar vom Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich auch an dieser Stelle noch einmal  herzlich bedanken möchte.

Es ist doch immer wieder verblüffend, mit wie viel Verve der Autor sich einem eher abseitig erscheinenden Thema nähert - so auch hier. An mangelnder Recherchearbeit liegt es jedenfalls nicht, dass dieser Roman mich nicht ganz so überzeugen konnte. Dennoch ist es spannend, auf welchem Weg sich Poschenrieder hier dem Ersten Weltkrieg annähert...

Samstag, 21. Dezember 2019

Gansel, Carsten: Meinst Du, die Russen wollen..."

Ein Moskauer Tagebuch


„Meinst du, die Russen wollen Krieg?“ – Das fragte einst Jewgeni Jewtuschenko (1932 – 2017) in seinem Poem, mehrfach vertont - ein sehr eindringlicher Text. Nun liegt ein Buch vor mir auf dem Tisch, das trägt einen ähnlichen Titel, nur wurde das Wort Krieg weggelassen. Das Antikriegsgedicht mal wieder zu lesen, erscheint angesichts der derzeitigen Russlandpolitik geboten. Der Autor des vorliegenden Moskauer Tagebuches verweist auf den Text und druckt ihn am Ende auch ab mit dem weiteren Hinweis auf die Rezitation durch Ben Becker.
Das aus einem ursprünglichen Blog entstandene Tagebuch bezieht sich allerdings bei Weitem nicht nur auf das Thema "Krieg". Literatur, Kultur, politische und historische Beziehungen werden beleuchtet, ebenso wie die Rolle von Literatur und Medien in der heutigen politischen (deutschen) Landschaft. 


Mittwoch, 18. Dezember 2019

BlogPost Nr 154: Akkreditierung LBM 2020






Kaum zu glauben, aber es ist war: Die Online  Akkreditierung für die Leipziger Buchmesse 2020 ist schon erledigt, der Presseausweis samt Ticket für den öffentlichen Nahverkehr in Leipzig wurde bereits herunter geladen oder "gedaun-looded", oder sächsisch: geloodn!.

Das Messemännchen, welches ich als lütte Leseratte immer bei meiner Oma bewunderte, wird mich also wieder sehen. Da ja nun soviel Zeit ist, werde ich versuchen, mal ein paar Termine zu machen. 

Außerdem stehen noch ein paar Schulden an, denn zu einigen Büchern muss ich noch etwas verfassen, sonst können ohne schlechtes Gewissen keine neuen geordert werden.

Was ich bisher so erlebte, könnt ihr hier nachlesen.

© Der Bücherjunge - Leipzig, ich komme!

Dienstag, 17. Dezember 2019

Renfro, Kim: Der Winter ist da

Natürlich ist er da, der Winter. Es ist Dezember. 

Tausende Seiten und kein Ende. Ein Buch zwang mich (soeben) die erste Folge der ersten Staffel von Game of Thrones noch einmal zu schauen. Es fiel mir vor kurzem als eBook in die „Hände“ und vorgestern begann ich drin zu stöbern. Kim Renfro erzählt da von der Entstehung des 79teiligen Fernsehepos von HBO.


Nicht, dass ich nicht hier und da gegoogelt hätte, immerhin habe ich zwei Filmbücher mit vielen schönen Bildern und allerlei interessanten Informationen erworben. Im Buch zur Staffel 1 geht es um die Entstehung in einem Interview mit Benioff & Weiss, den ausführenden Produzenten und Chefautoren. Und natürlich um George R.R. Martin, der bis heute immer noch nicht das Ende geliefert hat, obwohl das teuerste Fernsehevent bereits beendet ist.